Pressemitteilung vom 30.12.2015

„Es ist an jedem Menschen, sich dafür einzusetzen, dass Frieden wird.“

Neujahrspredigt der Münchner Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler 

Wer Frieden wolle, dürfe die Verantwortung dafür nicht allein der großen Politik zuschieben.
Sondern es sei an jedem und jeder einzelnen, sich dafür einzusetzen dass Frieden werde, betonte Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler heute in ihrer Predigt zum Neujahrstag in der Münchner Kirche St. Matthäus.

Im zurückliegenden Jahr hätten die Menschen in Deutschland viel für die Flüchtlinge geleistet.
Ehrenamtliche, Diakonie, Technisches Hilfswerk, Rotes Kreuz, Polizei, Menschen in der Verwaltung, auch Politiker und Politikerinnen - alle hätten ihr Bestes und ihr Letztes gegeben, um Menschen willkommen zu heißen, ihnen die ersten Schritte in unserem Land zu erleichtern und die Wege für Integration anzubahnen, so Breit-Keßler. Zugleich aber müsse man dazu beitragen, dass die Fluchtursachen beseitigt würden: „Nicht etwa, weil wir die Flüchtlinge nicht haben wollten. Sondern weil niemand gerne seine Heimat verliert. Und weil Gewalt und Krieg völlig untaugliche Mittel des Miteinanders sind“, erklärte die Regionalbischöfin, die auch die Ständige Vertreterin des Landesbischofs ist.

Mehr zum Thema

Zugleich warnte sie davor, nicht irgendwelchen Feindbildern zu verfallen und dort „kraftvollgeistreich“gegen sie anzugehen, wo sie laut würden. Gerade vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte sei es „dringend nötig, sich deutlich zu verwahren gegen Ausländerhass,gegen den schon wieder wachsenden Antisemitismus, gegen die Missachtung behinderterMenschen oder die Respektlosigkeit gegenüber den Alten, die das Tempo unserer Gesellschaftnicht mehr mitmachen können“, mahnte Breit-Keßler. 


30.12.2015 / München, Johannes Minkus, Pressesprecher