Pressemitteilung vom 08.05.2015

Bayerische Landeskirche verleiht Print-Medienpreis zum Thema „Hoffnung Europa – Flucht und Vertreibung“

Preisverleihung bei Medienempfang von Landesbischof Bedford-Strohm am 21. Mai in Nürnberg

Bereits zum fünften Mal verleiht die bayerische Landeskirche einen Print-Medienpreis. Mit dem Preis werden in diesem Jahr journalistisch ansprechende Beiträge zu dem Thema: „Hoffnung Europa – Flucht und Vertreibung: Eine neue Herausforderung für einen alten Kontinent“ ausgezeichnet.

Verliehen werden die Preise im Rahmen des Medienempfangs von Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm am 21. Mai in Nürnberg.

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Eine Fachjury unter Vorsitz der Ständigen Vertreterin des Landesbischofs, der Münchner Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler, hat fünf Preise vergeben:

Kategorie Tageszeitungen:

Ausgezeichnet wurde Gabriela Keller (taz) für ihren Beitrag "Angst drinnen, Angst draußen", eine kluge Reportage, in der berichtet wird, wie in Bautzen Anwohner auf ein neues Asylbewerberheim reagieren und was das bei den Flüchtlingen auslöst.

Weiter ausgezeichnet wurde die Tageszeitung „Main-Echo“ für eine mehrteilige Serie zum Thema Asyl und Flucht als überzeugendes Beispiel dafür, wie eine Regionalzeitung engagiert und professionell das Leben von Flüchtlingen aus verschiedenen Blickwinkeln auf lokaler Ebene darstellen kann.

Beide Preise sind mit ja 2500 Euro dotiert. Der Preis für das „Main-Echo“ wurde vom Evangelischen Siedlungswerk und der Evangelischen Bank gestiftet.

Kategorie Magazine:

Ausgezeichnet wurde der Beitrag „Man ist dann sehr stark“ von Anna Kemper und Judith Scholter (Zeit-Geschichte). In Interviewform werden eine Familie aus Ostpreußen, die 1944 fliehen musste, und eine Flüchtlingsfamilie aus Afghanistan an einen Tisch und miteinander ins Gespräch gebracht.

Sonderpreise:

Ein vom Evangelischen Presseverband ausgelobter Sonderpreis in Höhe von 1.000 Euro geht an Karin Stawski und Team (Stern) für ihren Beitrag „Ich denke immer an dich“ – eine Foto- und Textcollage, die anschaulich macht, wie überlebensnotwendig Handys für Flüchtlinge sind.

Ein weiterer Sonderpreis in Höhe von 1000 Euro, gestiftet von Regionalbischöfin Breit-Keßler, erhält Anna Aridzanjan (neon) für ihren Beitrag „Weltküche“. Flüchtlinge geben in Berlin einen Kochkurs, durch die Rezepte zum Nachkochen werden auch ihre Biographien deutlich.

Susanne Breit-Keßler, die Vorsitzende der Jury, sagte: „Journalisten und Journalistinnen tragen mit uns allen Verantwortung für das öffentliche Bewusstsein, für Wahrheit und Wahrhaftigkeit. Den Preisträgern und Preisträgerinnen ist es auf eindrucksvolle Weise gelungen, diesem Anspruch gerecht zu werden - und Wege aufzuzeigen, wie aus Fremden Freunde werden könnten. Sie weiten mit ihren Texten den Verstand und öffnen das Herz für andere Menschen."

Unter Vorsitz von Susanne Breit-Keßler waren in der Jury vertreten: Alexander Jungkunz (Nürnberger Nachrichten), Marion Glück-Levi (freie Journalistin), Claudia Möllers (Münchner Merkur), Roland Gertz (Evangelischer Presseverband), Harald Karl (Evangelische Bank eG), und Hannes B. Erhardt (Evang. Siedlungswerk). Die Geschäftsführung für die Durchführung des Medienpreises hatte Achim Schmidt (epd).


08.05.2015 / München, Johannes Minkus, Pressesprecher