Landesgartenschau 2016

Melodie des Lebens

Logo der Landesgartenschau 2016 in Bayreuth

Die Landesgartenschau in Bayreuth ist ein Event für die ganze Familie.

Bild: LGS Bayreuth 2016

Mit einem umfangreichen Begleitprogramm beteiligen sich die Kirchen an der Bayerischen Landesgartenschau, die am 22. April unter dem Motto "Musik für die Augen" in Bayreuth eröffnet wird.

Neben vielfältigen spirituellen Impulsen sei dabei großer Wert auf Nachhaltigkeit gelegt worden, sagte Bayreuths evangelischer Dekan Hans Peetz bei der Vorstellung des Programms am Donnerstag. Möglichst viele Elemente sollen auch nach dem Ende der Gartenschau am 9. Oktober erhalten bleiben, hofft Peetz

Der zentrale Beitrag der Religionen auf dem Gartenschaugelände ist nach Worten des Dekans ein 400 Meter langer Fußweg, der die "Melodie des Lebens" von der Geburt bis zum Tod nachzeichnet. Die sieben Stationen zeigen sowohl christliche wie andere religiöse Traditionen auf. Als Herzstück dort gilt das sogenannte "Oratorium" in dem unter anderem tägliche Kurzandachten unter dem Titel "Viertelpause" stattfinden. Ein Höhepunkt ist ein Gottesdienst zum Ökumenischen Tag der Schöpfung am 18. September, den der bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm zusammen mit dem Bamberger Erzbischof Ludwig Schick auf der Seebühne halten wird. Dort finden regelmäßig an allen Sonn- und Feiertagen um 11 Uhr Gottesdienste statt.

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Anlässlich der Landesgartenschau haben die christlichen Kirchen zusammen mit anderen Glaubensgemeinschaften einen Radweg durch und um die Stadt Bayreuth konzipiert, der künftig eine feste Einrichtung im Angebot für Touristen und Bürger sein soll. Unter dem Titel "Wege der Besinnung" führt er zu kunsthistorisch wertvollen Kirchen sowie zu Parks, Gärten und Friedhöfen. Von einem "unglaublichen spirituellen Schatz" sprach in diesem Zusammenhang Pfarrer Martin Kleineidam, der für das evangelische Dekanat Bayreuth die kirchlichen Aktionen zur Gartenschau koordiniert hat. Auch die Bildungswerke und die Kirchenmusik haben zur Landesgartenschau eigene besondere Veranstaltungen vorbereitet.

Symbolfigur und „Gastgeberin“ der Landesgartenschau ist Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth. Die während ihrer Regentschaft geschaffenen barocken Grünanlagen und Bauten wie das UNESCO-Weltkulturerbe Markgräfliches Opernhaus oder der Felsengarten Sanspareil sind noch heute prägend. Der Markgräfin zu Ehren heißt der neue Landesgartenschaupark Wilhelminenaue. Das Open-Air-Fest in Bayreuth ist die bisher größte Schau dieser Art in Bayern. Mit annähernd 4.000 Events vor der ungewöhnlichen Kulisse einer 45 ha großen Fluss- und Auenlandschaft. Die Landesgartenschau endet nach 171 Tagen am 9. Oktober 2016. Erwartet werden 750.000 Besucher.

18.04.2016 / epd/Landesgartenschau