Pressemitteilung vom 31.10.2014

Landesbischof lobt Anstrengungen für Flüchtlinge

Bedford-Strohm predigt im Reformationsgottesdienst in Bamberg

Die in der Bibel überlieferten Worte Jesu können auch heute Menschen verändern. Darauf hat heute der bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm in seiner Predigt zum Reformationsfest in der Bamberger Erlöserkirche hingewiesen. Menschen bekommen Kraft, sich für den Frieden einzusetzen, wenn sie in den Seligpreisungen des Matthäusevangeliums lesen, dass die Gewalt und die Ungerechtigkeit am Ende nicht das letzte Wort haben werden. Aus dieser Kraft setzen Menschen auch heute Zeichen, die die Welt verändern, betonte der Landesbischof.

Ein Beispiel seien die großen Anstrengungen, die derzeit in Bayern unternommen würden, um die Flüchtlinge angemessen aufzunehmen. Viele seien aus ihrer Heimat in Syrien oder dem Irak geflohen, weil sie Angst hatten vor der „barbarischen Gewalt islamistischer Fanatiker“ und um Leib und Leben fürchteten.

Der Landesbischof bezeichnete es als „wunderbare Erfahrung“ zu sehen, wie Menschen in Bayern „ihre Ohnmacht überwinden und denen helfen, die es nach schlimmen Erfahrungen zu Hause und auf der Flucht bis hierher geschafft haben“. In vielen Kirchengemeinden würden Flüchtlinge herzlich empfangen, „Ehrenamtliche kümmern sich um sie, besorgen Kleidung und bringen ihnen Deutsch bei“.

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Bedford-Strohm lobte auch den neu eingerichteten Krisenstab in der Staatskanzlei. Hier „tun alle ihr Bestes, um mit der Situation so umzugehen, dass wir hier in Bayern diese humanitäre Herausforderung bestehen“. Wie man mit den Flüchtlingen umgehe, werde zeigen, „ob wir die christlichen Werte nur im Munde führen oder ob wir sie auch dann leben, wenn es Zeit und Geld kostet“. Was er jetzt beobachte, mache ihm Hoffnung, sagte der Landesbischof.

Hinweis: Der Gottesdienst wird ab 19 Uhr live übertragen vom Bayerischen Rundfunk im Programm Bayern1


31.10.2014 / München, Johannes Minkus, Pressesprecher