Europa-Kongress

Zeichen der Versöhnung in München

Miteinander für Europa

Die vierte große europäische Veranstaltung der ökumenisch breit aufgestellten Initiative beginnt am 30. Juni mit einem Mitarbeiter-Kongress im Circus Krone Bau.

Bild: Miteinander für Europa

Politiker, Kirchenvertreter und Impulsgeber aus Wirtschaft und Gesellschaft kommen beim Kongress des ökumenischen Netzwerkes "Miteinander für Europa" mit Christen aus ganz Europa ins Gespräch.

„500 Jahre Trennung sind genug – Einheit ist möglich!“ Mit diesem Slogan lädt das ökumenische Netzwerk „Miteinander für Europa“ zur nächsten internationalen Begegnung, vom 30. Juni bis 2. Juli in den Circus-Krone-Bau ein. Zentrales Anliegen der Veranstaltung ist, in Zeiten der Krise und inneren Zerrissenheit des europäischen Kontinents ein klares öffentliches Zeichen für Versöhnung und Einheit unter den Christen zu setzen.

2.400 Gäste aus vielen Ländern Europas kommen dafür zunächst  zu einem Mitarbeiter-Kongress: Von der katholischen Schönstatt-Bewegung über die sozialpolitisch aktive Gemeinschaft Sant'Egidio, die Fokolar-Bewegung und zahlreiche CVJM-Gemeinschaften, die orthodoxe Gemeinschaft "Fraternité orthodoxe en Europe occidentale", bishin zur Freien Christlichen Jugendgemeinschaft von Lüdenscheid – das Spektrum der engagierten Christen deckt eine breite Basis ab. Thematisch geht es unter anderem in 19 Foren um Integration und Versöhnung, um die Solidarität mit den Bedürftigen oder christliches Engagement in Grenzregionen.

Informationen zum Thema Europa

Miteinander für Europa

ist eine Initiative von europaweit mehr als 300 christlichen Gemeinschaften und Bewegungen verschiedener Kirchen. Als eigenständige Gruppierungen bilden sie ein Netzwerk, das sich für gemeinsame Ziele einsetzt, wobei das je eigene Charisma zum Tragen kommt. Die Initiative möchte  Europa über Grendzen hinweg vereinen, die gemeinsamen christlichen Wurzeln pflegen und miteinander die Treue zum Evangelium bekräftigen. Das Netzwerk ist 1999 entstanden.

Bei 17 Podien können am Freitag, 1. Juli, Münchner Bürger mit Referenten aus Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, verschiedenen christlichen Kirchen und Gästen aus ganz Europa diskutieren. Es wird darum gehen, welche gesellschaftlichen Herausforderungen auf Europa zu kommen, welche Antworten im Glauben zu finden sind und welchen Beitrag jeder einzelne für eine gute Zukunft leisten kann.

Mitgestaltet wird der Kongress von Vertretern der Politik und zahlreichen Kirchenoberhäuptern, unter ihnen Kardinal Kurt Koch aus Rom, Bischof Otfried July vom Lutherischen Weltbund, der rumänisch-orthodoxe Metropolit Serafim Joanta, der Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen Olav Fykse Tveit, Kardinal Reinhard Marx und Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm.

Am Samstag, 2. Juli laden die Veranstalter dann zu einer großen öffentlichen Kundgebung auf dem Münchner Karlsplatz (Stachus) ein. Das Bühnenprogramm mit Beiträgen von Leitern christlicher Gemeinschaften aus verschiedenen Ländern Europas, Bischöfen, Jugendlichen und Musikbands wird per Livestream im Internet übertragen.

16.06.2016 / Miteinander für Europa