München

25 Jahre BISS

Das Münchner Straßenmagazin BISS feierte sein 25-jähriges Bestehen mit einem ökumenischen Gottesdienst. Gepredigt hat Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm.

Dieses Jubiläum musste gefeiert werden. BISS, die älteste und mit einer verkauften monatlichen Auflage von 38.000 Exemplaren eine der erfolgreichsten Straßenzeitungen Deutschlands wird dieses Jahr 25. Noch bis Mitte Oktober wird am Münchner Wittelsbacher Platz gefeiert. Am Wochenende kamen Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm und der Abt der Benediktinerabtei St. Bonifaz, Johannes Eckert, um mit dem BISS-Team,Verkäufern und Unterstützern einen ökumenischen Gottesdienst unter dem Motto "I will be with you whatever" zu feiern.

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BISS ist ein Zeitungsprojekt, das Bürgern in sozialen Schwierigkeiten hilft, sich selbst zu helfen. Vom Verkaufspreis, derzeit 2,20 Euro, behält der Verkäufer 1,10 Euro. Die Zeitschrift versteht sich auch als Lobby für gesellschaftlich benachteiligte Gruppen. Sie möchte ein Bewusstsein schaffen für die Belange obdachloser und armer Menschen. Eine schlanke, professionelle Redaktion stellt das Magazin her, das von armen, obdachlosen und ehemals obdachlosen Menschen auf der Straße verkauft wird. Die Zeitschrift ist Mittel zum Zweck. Das heißt, ihr Budget wird klein gehalten, denn Geld soll hauptsächlich den Verkäufern zu Gute kommen.

Mehr als 100 Verkäuferinnen und Verkäufer bringen die BISS auf die Straße. BISS-Verkäufer kann nur werden, wer bedürftig im Sinne des Sozialgesetzbuches (SGB) ist. Die Bedürftigkeit wird von BISS geprüft. Dem Verkäufer erschließen sich durch den Verkauf mehrere Möglichkeiten. Er kann sich ein Zubrot zu seiner Sozialhilfe oder zur Grundsicherung verdienen. Er kann auch nur von seiner Arbeit bei BISS leben. Ist er in der Lage, regelmäßig mindestens 400 Exemplare der Zeitschrift zu verkaufen, kann er fest angestellt werden, auch in Teilzeit.


06.09.2018 / BISS/ELKB