Von Hof nach Nürnberg

10 Jahre Jakobsweg

Pilgern ist "Beten mit den Füßen": Ein Film von Axel Mölkner-Kappl für "Kirche und Tourismus".

Pilgern in Oberfranken hat Hochkonjunktur: Am Sonntag, 28. Juli, wird in Bayreuth das 10-jährige Jubiläum der Einweihung des Jakobsweges von Hof über Bayreuth nach Nürnberg begangen.

Der Oberfränkische Jakobsweg beginnt in Hof und verläuft, von Thüringen oder Sachsen kommend, über Bayreuth nach Nürnberg. Vor genau 10 Jahren, am Jakobustag, dem 25. Juli 2009 wurde der Weg von Hof nach Nürnberg im Beisein von Regionalbischöfin Dr. Dorothea Greiner und Regionaldekan Dr. Josef Zerndl in Marktschorgast feierlich eingeweiht. Dieses Jubiläum wird nun gefeiert: Am Sonntag, dem 28. Juli 2019 findet in der Bayreuther Stadtkirche um 10 Uhr ein Festgottesdienst zum Jakobustag statt. Die Predigt wird Pfr. i.R. Michael Thein halten, der den Weg vor 15 Jahren konzipiert hat. An den Gottesdienst schließen sich noch in der Kirche Grußworte an, auch durch Präsidenten der Fränkischen St. Jakobus-Gesellschaft, Joachim Rühl. Er stellt auch die druckfrische Neuauflage des Flyers für diesen Weg vor.

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Nach der Mittagspause wird eine geführte Pilgerwanderung (ca. 5 km) auf dem markierten Jakobsweg von der Stadtkirche entlang des Roten Mains zur Kirche St. Johannis angeboten. Treffpunkt ist um 13.30 Uhr an der Stadtkirche. Nach einer Kirchenführung in der Kirche St. Johannis ist Gelegenheit zu einer Nachmittags-Einkehr. Erfahrene Pilgerinnen und Pilger stehen an diesem Tag für Interessierte zum Gespräch zur Verfügung.

Oberfranken liegt im Zentrum des europäischen Jakobswegenetzes, dort treffen sich die Anschlusswege durch Sachsen (Görlitz-Bautzen-Dresden-Hof) und durch Thüringen und Sachsen-Anhalt (Berlin-Leipzig-Hof).  Das europäische Jakobswegenetz erstreckt sich vom Baltikum bis nach Santiago de Compostela im Nordwesten Spaniens. Immer mehr Pilgerinnen und Pilger durchqueren seitdem Oberfranken.

Pilgerweg Oberfranken Einweihung 2009

2009: Günter Müller, Köditz, der im Gottesdienst einen Pilgersegen für seinen Weg in Frankreich erhielt. Pfarrer Michael Thein, Initiator des Weges. Regionalbischöfin Dr. Dorothea Greiner, die im Rahmen des Sternpilgerns eine Etappe mitging.

Bild: Thein

Insgesamt ist der Wegabschnitt Hof-Nürnberg 183 Kilometer lang. Er ist in gut neun, etwa 20 Kilometer langen Tagesetappen bestreitbar. Folgende Orte liegen am Weg: Hof - Helmbrechts - Marktschorgast - Himmelkron - Bayreuth - Creußen - Lindenhardt - Pegnitz - Bronn - Betzenstein - Hilpoltstein - Gräfenberg - Kalchreuth  - Nürnberg. Der Weg orientiert sich am Verlauf der früheren Handelsstraße Berlin-Leipzig-Nürnberg, der sogenannten via imperii (heute Bundesstraße B2), doch hat man  hier vorhandene Wanderwege miteinander verbunden. Vier Wandervereine und Einzelpersonen haben das Markieren mit der gelben Muschel übernommen.

In den 10 Jahren seines Bestehens wurde der Weg weiter belebt: In Hof wurde eine Pilgerherberge eröffnet. Private Unterkunftsmöglichkeiten für Pilger entstanden. Entlang des Weges wurden inzwischen 12 Infotafeln aufgestellt; weitere sind in Planung. In der Bayreuther Stadtkirche wurde unter der mittelalterlichen Jakobusfigur ein Pult mit Pilgerstempel und Informationen zum Weg aufgestellt.


24.07.2019 / Thein/Gussmann/ELKB