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Skizze Dienstgebäude Landeskirchenrat

1919: Die Kirche wird unabhängig vom Staat

Nach dem Ende der Monarchie fällt die landesherrliche Kirchengewalt fort. Die Kirche wird damit unabhängig vom Staat.
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1919: Die Kirche wird unabhängig vom Staat

Daher gibt sie sich 1920 eine eigene Verfassung und bezeichnet sich nunmehr, nach der endgültigen Abtrennung der Reformierten, als „Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern rechts des Rheins“. Die bisherigen Konsistorien in Ansbach und Bayreuth werden aufgehoben und ihre ganze Verwaltung in München zentralisiert. Ende März 1928 erwirbt die Landeskirche von der von Maffeischen Erbengemeinschaft das Anwesen Arcisstraße 13 als neuen Standort für ein neues Dienstgebäude. Der Architekt Oswald Bieber errichtet zusammen mit Karl Stöhr 1928 bis 1929 das heute denkmalgeschützte Verwaltungsgebäude Katharina-von-Bora-Straße 13 in Form eines italianisierenden Palazzo.

(C) ELKB

1929: Landeskirchenrat zieht in das neue Dienstgebäude

Der Landeskirchenrat zieht am 14. Dezember 1929 von der Elisenstraße 2 in das neue Dienstgebäude in der Arcisstraße 13 um.
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1929: Landeskirchenrat zieht in das neue Dienstgebäude

Bei der feierlichen Einweihung am 18. Dezember 1929 hat der damalige Kirchenpräsident D. Friedrich Veit das Dienstgebäude der Landeskirche mit den Worten„zur Ehre Gottes und zum Dienst seiner Gemeinde auf Erden“ in Gebrauch genommen

Meiser auf dem Balkon, Oktober 1934, Rechte angefragt

1934: Nationalsozialisten verhängen Hausarrest und Redeverbot

Am 11. Oktober 1934 besetzen Nationalsozialisten unter Leitung des „Rechtswalters“ August Jäger das Münchner Landeskirchenamt.
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1934: Nationalsozialisten verhängen Hausarrest und Redeverbot

Jäger erklärt den abwesenden Landesbischof Hans Meiser für abberufen. Den anwesenden Oberkirchenräten, die sich entschieden gegen den Übergriff zur Wehr setzen, wird mitgeteilt, sie seien beurlaubt und hätten Redeverbot. Erst nach kirchlichen Massenprotesten von Pfarrern und Hunderten von Kirchenvorstehern, von denen viele aus Franken angereist sind, wird der Hausarrest für den Landesbischof einige Tage später aufgehoben.

74 alliierten Luftangriffe auf München zerstörten zahlreiche Gebäude. Hier im Bild: das zerstörte Deutsche Theater

1936: NSDAP zwingt zum Verkauf des Anwesens in der Arcisstraße 13

Die Landeskirche muss das Anwesen Arcisstraße 11 auf Druck an die NSDAP verkaufen.
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1936: NSDAP zwingt zum Verkauf des Anwesens in der Arcisstraße 13

Nach Kündigung der Mieter wegen Eigenbedarfs wird das Gebäude für den Stab des „Hitler-Stellvertreters“ genutzt. Bei den Bombenangriffen 1943 und 1945 werden Teile der Gebäude Arcisstraße 13 zerstört. Der Landeskirchenrat verlegt seinen Dienstsitz zur Landeskirchenstelle nach Ansbach. In München bleibt nur eine Dienststelle in der Himmelreichstraße 3.

Landesbischof Bischof Hans Meiser

1948: Umbenennung der Arcisstraße in Meiserstraße

Nach dem Wiederaufbau kann der Landeskirchenrat sein Dienstgebäude in der Arcisstraße 13 wieder beziehen.
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1948: Umbenennung der Arcisstraße in Meiserstraße

Im Jahr 1957 wird die Arcisstraße in Meiserstraße umbenannt und erinnert an den ersten Landesbischof Hans Meiser.

© ELKB/Siegel

1971: Neue Kirchenverfassung wird verabschiedet

Nach mehrjährigen Beratungen in der Landessynode wird 1971 die neue Kirchenverfassung verabschiedet.
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1971: Neue Kirchenverfassung wird verabschiedet

In der Verfassung werden die oberste Dienst- und Verwaltungsbehörde der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern sowie das Gebäude mit der Bezeichnung „Landeskirchenamt“ versehen. Durch diese Bezeichnung soll die Verwaltungsbehörde erkennbar vom kirchenleitenden Kollegialorgan „Landeskirchenrat“ unterschieden werden.

© ELKB/Siegel

1978: Gebäudetausch mit dem Freistaat Bayern

Die Landeskirche erhält das Gebäude Arcisstraße 11 im Tausch gegen zwei Gebäude in der Karlstraße vom Freistaat Bayern zurück.
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1978: Gebäudetausch mit dem Freistaat Bayern

Bis zu diesem Zeitpunkt war dort das Bayerische Landesentschädigungsamt untergebracht.

© ELKB/Siegel

1987: 300 Mitarbeitende in sechs Abteilungen finden Platz

Bis 1987 renoviert die Landeskirche das Gebäude mit einer gleichzeitigen Erweiterung im rückwärtigen Gartengelände.
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1987: 300 Mitarbeitende in sechs Abteilungen finden Platz

In den drei Gebäudeteilen Haus 11, 11 a und 13 sind die rund 300 Mitarbeitenden der sechs Abteilungen untergebracht sowie die Büros des Landesbischofs, der Regionalbischöfin von München und Oberbayern und die Räume der Kirchlichen Informationsverarbeitung.

© ELKB/Siegel

1990: Andachtsraum

Der Andachtsraum im Landeskirchenamt wurde 1990 von Rudolf Bott, Hermann Jünger und Helmut Ulrich gestaltet.
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1990: Andachtsraum

Von Montag bis Freitag finden täglich um 8.30 Uhr Andachten statt. Sie werden von Mitarbeitenden des Hauses gehalten. Jeder Mitarbeitende – ob Pfarrerin oder Angestellte – darf sich hier einbringen. Für die halbjährlich stattfindenden Mitarbeitendengottesdienste ist die Kapelle zu klein, die Mitarbeitenden feiern dann in der benachbarten St. Bonifaz-Kirche. Dort werden dann die neuen Mitarbeitenden begrüßte, die ausscheidenden Mitarbeitenden verabschiedet.

Organigramm des Landeskirchenamtes

2001: Strukturreform des Landeskirchenamts

Nach einem intensiven Beratungsprozess wurden die Arbeitsbereiche in sechs Abteilungen gegliedert.
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2001: Strukturreform des Landeskirchenamts

Mit der Verfassungsreform von 1972 entstanden im Landeskirchenamt drei Hauptabteilungen: A - Personalangelegenheiten, B - Gemeinden und Finanzen und C - Staat/Kirche, Diakonie und Mission, Religionsunterricht, Einrichtungen, Schulwesen. Insgesamt 10 Unterabteilungen wurden so gebündelt. In den Jahren 2000 und 2001 hat eine externe Beratung die Arbeitsfelder geprüft. Die theologischen und juristisch-administrativ-ökonomischen Aufgaben wurden neu ausbalanciert. Das Landeskirchenamt gliedert sich nun in sechs Abteilungen mit Fachreferaten. 

© ELKB/Siegel

2003: Ein Gebäude mit Geschichte und Erinnerung

Das Landeskirchenamt hat eine besonders exponierte Lage zwischen Königsplatz und Stachus (Karlsplatz).
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2003: Ein Gebäude mit Geschichte und Erinnerung

Es weiß sich eingebettet in die historisch gewachsene Stadtlandschaft in einer wechselhaften Geschichte. An verschiedenen Stellen im Haus befinden sich Erinnerungsplätze, die sich mit der Geschichte des Hauses und ihrer Bewohner besonders in der Zeit des Dritten Reichs beschäftigen. So wurde beispielsweise im Jahr 2003 die Gedenktafel für Erika Stone enthüllt, die im Haus Arcisstraße 11 lebte. Die Gedenktafeln sind gut sichtbar angebracht und so auch für Besucher und Gäste einsehbar. Seit vielen Jahren ist das Landeskirchenamt ein Platz für viele Wanderausstellungen, zu denen auch in der außerkirchlichen Öffentlichkeit eingeladen wird.

(c) ELKB/München 2010

2010: Die Meiserstraße wird in Katharina-von-Bora-Straße umbenannt.

Die Meiserstraße – und damit der Sitz des Landeskirchenamts – wird in Katharina-von-Bora-Straße umbenannt.
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2010: Die Meiserstraße wird in Katharina-von-Bora-Straße umbenannt.

Voraus gingen umfängliche Diskussionen um den ersten Landesbischof Hans Meiser. Auch in Nürnberg wurde die Bischof-Meiser-Straße umbenannt. Die Stadträte von Ansbach und Bayreuth hingegen stimmten im Jahr 2013 gegen eine Umbenennung. An Bischof Meiser gebe es „respektable Seiten“ und solche, „die uns heute schwer zu schaffen machen“, so Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm im Juli 2012. Der Landesbischof sprach sich dafür aus, die Ambivalenz im Verhalten Meisers und anderer Personen der damaligen Kirchenleitung auszuhalten. „Die Einen wollen jede Kritik an Meisers Verhalten wegwischen, andere wollen die Erinnerung an Meiser wegdrücken, indem sie Straßen umbenennen.“ Beides sei keine Lösung, betonte Bedford-Strohm. „Wir können aus diesen Ambivalenzen lernen, indem wir diejenigen besonders würdigen, die Klarheit gebracht haben, indem sie Unrecht auch Unrecht nannten und entsprechend gehandelt haben.“

Richtfest Erweiterungsbau Landeskirchenamt

2013: Grundsteinlegung für den Erweiterungsbau

Im Juni 2013 wird der Grundstein für den Erweiterungsbau im Südbereich des Areals zur Karlsstraße hin gelegt.
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2013: Grundsteinlegung für den Erweiterungsbau

Ein Erstbezug ist für Anfang 2015 vorgesehen. Dorthin sollen Abteilungen aus den Bestandsgebäuden einziehen, Dependancen in der Umgebung aufgelöst und ausgelagerte Referate und Mitarbeitende der Landeskirche einziehen.

Ansicht des Landeskirchenamts Katharina-von-Bora-Str.

2015: Neue Außenansicht des Landeskirchenamts

Nach fast zweijähriger Bauzeit wurde am 4. März 2015 der Erweiterungsbau für das Landeskirchenamt eingeweiht.
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2015: Neue Außenansicht des Landeskirchenamts

Der Neubau, der mit dem ursprünglichen Gebäude durch Übergänge verbunden ist, ermöglicht es, Dienststellen, die bisher über das ganze Stadtgebiet verstreut waren, an einem Ort zusammenzuführen. Auf einer Gesamtfläche von 5.700 Quadratmetern und mit 90 Büroräumen bietet er Platz für über 100 Mitarbeitende. Das neue Gebäude (links) schließt das Ensemble in der Katharina-von-Bora-Straße stimmig ab. Im Foto links der neue Erweiterungsbau, daneben das Palais von Joseph Höchl aus dem Jahr 1825, rechts das Hauptgebäude.