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Surinam

Weltgebetstag 2018: "Gottes Schöpfung ist sehr gut!"

Surinam, Jugendliche

Der Weltgebetstag unterstützt Projekte in Surinam, wie hier die Jugendleiterausbildung zur Unterstützung von jungen Frauen in Schwierigkeiten.

Bild: Weltgebetstag/Karin Schmauder

Mit ökumenischen Gottesdiensten und Aktionen rufen Frauen weltweit am 2. März 2018 zur Bewahrung der Schöpfung auf. Allein in Deutschland werden bis zu einer Million Besucherinnen erwartet.

In über 130 Jahren hat sich der Weltgebetstag zur größten ökumenischen Frauenbewegung entwickelt. Am Freitag, den 2. März 2018, kommen seine Gebete, Texte und Lieder aus dem südamerikanischen Surinam. Unter dem Thema „Gottes Schöpfung ist sehr gut!“ laden Frauen in über 120 Ländern zu ökumenischen Gottesdiensten ein. Das Schwerpunktland Surinam, das vor 300 Jahren bereits Naturforscherin Maria Sybilla Merian verzauberte, kämpft mit den Folgen von Abholzung und illegalem Rohstoff-Abbau. Die am Weltgebetstag beteiligten Frauengruppen rufen zu Umweltschutz und nachhaltiger Lebensweise auf.

Bedrohte Natur im „grünsten Land der Erde“

Surinam, das kleinste Land Südamerikas, ist ein ethnischer, religiöser und kultureller

Informationen zum Thema Weltgebetstag 2018

Weltgebetstag 2018

Der Weltgebetstag (WGT) ist die größte Frauenbewegung der Welt, entstanden 1887 in den Vereinigten Staaten. Unter dem Motto: „Informiert beten – betend handeln“ laden Frauen in über 170 Ländern am ersten Freitag im März in die Gottesdienste zum Weltgebetstag ein. Jedes Jahr gibt es ein neues Schwerpunktthema und -land. Frauen unterschiedlicher Konfessionen bereiten den Gottesdienst gemeinsam vor - im Herkunftsland und weltweit in den Gemeinden vor Ort. Der WGT lädt dazu ein, die Lebenssituationen von Frauen in anderen Ländern kennen- und verstehen zu lernen und über Konfessionen, nationale Grenzen und kulturelle Unterschiede hinweg Wege zueinander zu finden.

Termin 2018: Freitag, 2. März

www.weltgebetstag.de

Schmelztiegel sowie ein Naturparadies. Rund 90 Prozent der früheren niederländischen Kolonie bestehen aus Regenwald. Doch die Natur und das traditionell harmonische Zusammenleben in Surinam sind zunehmend in Gefahr. Rodungen und rücksichtsloser Rohstoff-Abbau zerstören die einzigartige Flora und Fauna. Das Land ist wirtschaftlich abhängig vom Gold- und Öl-Export. Wegen schwankender Rohstoff-Preise ist das Sozialsystem kaum noch finanzierbar. Dass das gesellschaftliche Gleichgewicht aus den Fugen gerät, trifft besonders die Frauen und Mädchen. Gewalt gegen Frauen und Kinder nimmt zu und Frauen prostituieren sich aus finanzieller Not.

Titelbild Weltgebetstag 2018 von Sri Irodikromo

Das Titelbild zum Weltgebetstag 2018 stammt von der surinamischen Künstlerin Sri Irodikromo. Sein Titel lautet "Gran tangi gi Mama Aisa (In gratitude to mother Earth)", was auf Deutsch so viel heißt wie "In Dankbarkeit der Mutter Erde".

Bild: Weltgebetstag der Frauen - Deutsches Komitee

Dramatischer Apell

„Lasst uns nicht länger zögern, sondern alles tun, was wir können, um die Erde für diejenigen zu erhalten, die nach uns kommen,“ so der eindrückliche Appell der surinamischen Christinnen. Im Vorfeld des 2. März 2018 hat das Deutsche Weltgebetstagskomitee dieses Anliegen aufgegriffen und die bundesweite Aktion „Stifte machen Mädchen stark“ ins Leben gerufen. In über 750 Kirchen, Geschäften, Arztpraxen, Schulen und Kindergärten in Deutschland, der Schweiz, in Costa Rica, Finnland und Rumänien werden gebrauchte Stifte gesammelt und dann fachgerecht recycelt. Pro Stift geht ein Cent als Spende an den Weltgebetstag und ermöglicht so 200 syrischen Mädchen in einem Flüchtlingscamp im Libanon Schulunterricht und psychologische Betreuung. Damit kombiniert die Aktion Mädchenbildung mit Umweltschutz.

Frauensolidarität in Gebet und Tat

Der Weltgebetstag der Frauen am 2. März stellt den Schutz der Umwelt in den Mittelpunkt. Die Liturgie kommt von Christinnen unterschiedlicher Konfessionen aus Suriname unter dem Titel "Gottes Schöpfung ist sehr gut!"  Frauen aus Surinam erzählen von ihrem Alltag und Glauben, Frauen, Männer, Kinder und Jugendliche werden für die Bewahrung der Schöpfung und die Anliegen von Frauen und Mädchen in aller Welt beten. In vielen Gemeinden in Bayern werden am 2. März Gottesdienste gefeiert, beispielsweise in Altenthann, in der Stadtkirche Bayreuth, in Gersthofen, Ingolstadt, Koesching, München, Neustadt an der Aisch, Oettingen, Schwabach, Zedtwitz und Zuchering. Wenn Sie einen Gottesdienst, einen Länderabend oder eine andere Veranstaltung zum Weltgebetstag besuchen möchten, fragen Sie bei einer Weltgebetstags-Gruppe in Ihrer Nähe an. Dazu können Sie sich in Ihrer Kirchengemeinde oder bei den Mitgliedsorganisationen des Deutschen Weltgebetstagskomitees informieren.

Benefiz-Lesung mit Marianne Sägebrecht für den Weltgebetstag

Auch Marianne Sägebrecht unterstützt den Weltgebetstag 2018 und veranstaltete eine Benefizaktion.

Bild: Udo Dreier

Der Weltgebetstag will auch über den jährlichen Gottesdienst hinaus wirken – mit Unterschriften-Kampagnen, ökumenischen Frauenfrühstücken, Filmabenden, Eine-Welt-Ständen und vielem mehr! Weitere Zeichen dieser weltweiten Solidarität sind diese lokale Aktionen für Frauenrechte, Umweltschutz und fairen Handel.

Unterstützen Sie Projekte in Surinam

Informationen zum Thema Weltgebetstag Spendenkonto

Weltgebetstag Spendenkonto

Weltgebetstag der Frauen – Deutsches Komitee e.V.
Evangelische Bank EG, Kassel
IBAN: DE42 5206 0410 0404 0045 40
BIC: GENODEF1EK1

Mit der Kollekten der Gottesdienste fördert das deutsche Weltgebetstagskomitee die Arbeit seiner weltweiten Projektpartnerinnen.Erstmals werden Projektpartnerinnen in Surinam gefördert. Gemeinsam mit dem Weltgebetstag Österreich und Schweiz bittet das Deutsche Komitee um Spenden für:

Zudem werden im Jahr 2018 unter anderem Organisationen in Benin, Libanon und Nicaragua unterstützt, die die Selbstermächtigung von Mädchen und jungen Frauen stärken und in Umwelt-Bildung und der Prävention sexualisierter Gewalt aktiv sind.


20.02.2018 / Weltgebetstag/ELKB

01.06.2025