Blog zur Fußball-WM 2018

Zuhause

Titelbild 'Der heilige Rasen'

Der heilige Rasen

Bild: (c) Chrismon - Das evangelische Magazin

Susanne Breit-Keßler schreibt im chrismon-Blog zur Fußball-WM 2018 über Daheimgebliebene und Schadenfreude

Nach Hause gehen ist etwas Schönes. Auch zuhause bleiben. Aber nicht beim Fußball. „Ihr müsst nach Hause gehen“, das wird gerne spöttisch-triumphierend gesungen, wenn die gegnerische Mannschaft final unterliegt. Und wer wie die Teams Italiens und der Niederlande überhaupt nicht antreten darf, weil er sich nicht mal qualifiziert hat für die WM, der hat es doppelt schwer.

„Wie lange ist es bis zur Weltmeisterschaft?“ wurde kürzlich gefragt. „Noch vier Tage. Nur in Holland und Italien gilt eine andere Zeitzone: Noch vier Tage und vier Jahre.“ Sehr gemein. Und ein bisschen lustig. Ich habe allerdings den Verdacht, dass der liebe Gott Schadenfreude nicht leiden kann. Und dieser Verdacht, kombiniert mit dem Hinweis eines Freundes, dass der liebe Gott „kleine Sünden gleich straft“, macht mich sehr vorsichtig.

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Möglicherweise mag "er" auch Gouda und Spaghetti

Wenn ich über die nördlichen und südlichen Nachbarn und ihr fußballerisches Versagen lästere, lässt der Herr vielleicht unsere Jungs auch straucheln. Er liebt bekanntlich ausnahmslos alle Menschen und ganz besonders die Schwachen. Also Italiener und Niederländer. Möglicherweise mag er auch Gouda und Spaghetti. Man sollte ihn besser nicht herausfordern. Das machen wir mal lieber nur mit den anderen Mannschaften.


12.06.2018 / chrismon/Breit-Keßler