Blog zur Fußball-WM 2018

Watutinki liegt in der Südsee

Sonnenuntergang am Meer

Südsseträume in Russland

Bild: Susanne Breit-Keßler

Susanne Breit-Keßler im chrismon-Blog zur Fußball-WM 2018 über das verlorene Auftaktspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Mexiko.

Die Deutschen sind eine Turniermannschaft. Diese unumstößliche Tatsache hat einen wacker in die Zukunft blicken lassen, als La Mannschaft im Vorfeld der WM zwei recht schwache Vorstellungen gegen Österreich und Saudi Arabien ablieferte. Mexiko - das, so wussten echte Fans wie ich, würde gegen den Weltmeister zwar alles versuchen. Aber eben vergeblich. Irgendetwas ist schief gelaufen.

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Die Deutschen haben offenbar nicht gemerkt, dass das Turnier schon angefangen hat. Warum hat ihnen das keiner gesagt? Das müsste die Aufgabe des Trainers sein. Und wenn er es nicht weiß - es gibt reichlich Entourage, die mitgekriegt haben sollte: Wir sind in Russland, Leute! WM! Vorrunde! Da kann man rausfliegen. Wahrscheinlich hat der Name des Hotels, „Watutinki“, alle in die Irre geführt. Klingt irgendwie nach Südsee. 

Der erleuchtete Kahn

Ist aber russisch und heißt „Hier im Schatten“. Treffend. Die Spieler tappten gegen die Mexikaner ziemlich im Dunkeln. Erleuchtet dagegen ist Olli Kahn. Der Ex-Nationaltorhüter erklärte in seiner herben Spielkritik, was der Kommentator schon vorher von sich gegeben hatte. Dass „wir“ nämlich Probleme haben, wenn eine Mannschaft so chaotisch spielt wie die Mexikaner. Wenn „wir“ nicht die Kontrolle ausüben können.  

Mumpitz. Das war nur ein grottenschlechtes Testspiel. Und sobald La Mannschaft merkt, dass das Turnier begonnen hat, legen sie los. Olli Kahn kann sich solange weiter als Nationaltrainer warmlaufen. Aber er muss aufpassen. In Watutinki hat Zarin Katharina die Große Halt und Rast gemacht. Sollte Jogi Löw irgendwann mal gehen wollen, könnte auch eine Frau übernehmen. Ich nenne keine Namen. 


17.06.2018 / chrismon/Susanne Breit-Keßler