Blog zur Fußball-WM 2018

Ich weiß nicht, zu wem ich gehöre ....

Metallkunstwerk

Dafür oder dagegen?

Bild: Susanne Breit-Keßler

"Schweden gegen England. Wen feuert man bei der Weltmeisterschaft an, wenn man in beiden Ländern dicke Freunde hat?", fragt Susanne Breit-Keßler in ihrem chrismon-Blog zur Fußball Weltmeisterschaft.

Eigentlich hatte ich gedacht, mir irgendwelche Meditationsübungen schenken zu können. Die ich sonst auch nicht mache. La Mannschaft ist ausgeschieden, ich muss mich nicht mehr über deutsche Spiele aufregen und brauche folglich auch nicht zu meditieren, um wieder runterzukommen. Ja, ich weiß, Meditation ist auch sonst, überhaupt und für anderes gut. Ich meinte also, einfach so ruhig bleiben zu können. 

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Jetzt habe ich ein Problem. Schweden gegen England. Gerade eben war eine kirchliche Delegation aus Schweden bei mir zu Besuch. Tolle Leute. Fromm, so wie ich mir das vorstelle: Lebensnah und -froh, jederzeit einem Späßchen  zugeneigt, als Lutheraner geistlich ordentlich geerdet und richtige Fußballfans. Hej! Demnächst treffe ich mich mit meinen Freunden, den Anglikanern aus England. 

Löwe oder Lokomotive?

Was soll ich sagen? Echte Weltkinder, der Humor schwarz und very british, theologisch voll auf der Höhe und richtige Fußballfans. Hello again!  Das wird schwierig. Einer bleibt, der andere fliegt raus. „The winner takes it all“ singen die schwedischen Abba auf Englisch. Hilft jetzt auch nix. Wen soll ich anfeuern? „Hurricane“ Harry Kane von den „Three Lions“? Oder Leipzigs Lokomotive Emil Forsberg?

Ich bin seit Jugend an anglophil. Die Musik, die Literatur, die Sprache... Und wer jetzt mit dem angeblich schlechten englischen Essen kommt: Gäääähn! Längst Vergangenheit. Aber Schweden! Die Musik, die Literatur, die Sprache... Das Essen! Und Kronprinzessin Viktoria, für die ich heimlich schwärme - deutlich mehr jedenfalls als für Kate und Meghan, die beiden zielstrebigen Damen  aus dem englischen Königshaus.  

Schweden gegen England. Für wen soll ich mich entscheiden... Ich werde meditieren.


06.07.2018 / chrismon/Susanne Breit-Keßler