Vereinbarkeit von Familie und Beruf
Die bayerische Landeskirche ist im Rahmen ihrer Möglichkeiten besonders auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bedacht. Drei Einrichtungen der Landeskirche, das Landeskirchenamt in München, die Landeskirchenstelle in Ansbach und Mission EineWelt in Neuendettelsau haben in diesem Jahr das Grundzertifikat des audits „berufundfamilie“ der Hertie-Stiftung erhalten. Sie hatten sich einem so genannten Auditierungsprozess unterzogen, in dem die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für die Mitarbeitenden geprüft und verbindliche Ziele für die Zukunft festgelegt wurden.
Die Erreichung dieser Ziele wird nach drei Jahren von „berufundfamilie“ überprüft werden. Das Zertifikat beruht auf einer Analyse familienfreundlicher Strukturen und Maßnahmen in acht Handlungsfeldern und wird nur vergeben, wenn die vereinbarten Ziele ambitioniert sind. Mit diesem Zertifizierungsverfahren haben sich die drei Einrichtungen der Landeskirche darauf eingelassen, sich auch mit anderen staatlichen Einrichtungen und Wirtschaftsbetrieben vergleichen zu lassen.
Für die Berufsgruppe der Pfarrerinnen und Pfarrer gilt in der bayerischen Landeskirche eine besondere Regelung. Pfarrersehepaare, also Ehepaare, bei denen beide Partner evangelische Geistliche sind, teilen sich für die Dauer von maximal 10 Jahren eine Pfarrstelle. Fast 10 Prozent der Pfarrstellen werden entsprechend geteilt. Diese Regelung hat es der Kirche in den Jahren mit vielen Studienabgängern erlaubt, nahezu alle geeigneten Absolventinnen und Absolventen anzustellen. Gleichzeitig habe die jungen Ehepaare die Chance, Familie und Beruf zu kombinieren. Mann und Frau bleiben jeweils in ihrem Beruf, erhalten sich so die Qualifikation und finden gute Voraussetzungen, Familie und Beruf zu kombinieren.


