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Spenden

Spenden haben eine enorme Bedeutung für die Arbeit der Kirche

„Stimmt so“, sagt der sportlich aussehende Herr mit grau meliertem Haar und reicht die 50-Euro-Note über den Standtisch. Er hat sicher Kinder – kleine Ketchup-Fingerabdrücke auf dem Trachtenhemd und die zwei Spezi zum Bier sind untrügliche Zeichen. Zwei Spezi und ein Bier kosten hier auf dem Gemeindefest der Christuskirche eigentlich 4 Euro und 20 Cent. „Stimmt so“ muss er wiederholen, denn die junge Frau vom Getränkestand hat ihren Bewegungsfluss abrupt unterbrochen und schaut fragend. Schnell beginnt Sie zu lächeln. „Vielen Dank". „Leider kann ich gerade nicht mehr tun“, schiebt der Gemeindefestbesucher noch nach, nimmt Bier und Spezi und verschwindet im weitläufigen Gemeindegarten.
 
„Vergelt’s Gott“, rufen wir von dieser Seite hinterher. Denn so ein Gemeindefest will einerseits die Menschen der Kirchengemeinde zusammenbringen. Darüber hinaus hat es aber für viele Kirchengemeinden in Bayern eine wichtige finanzielle Bedeutung: Das Geld, das dort eingenommen und gespendet wird, kommt unmittelbar dem Gemeindeleben zugute. 
 
Über die Kirchensteuer wird die Grundversorgung gesichert – meistens zumindest. Davon können die Löhne und Gehälter bezahlt, Kernaufgaben wie Gottesdienste, Konfirmationsunterricht, Pfarrbüro usw. unterhalten werden. Die Freizeit für Jugendliche, die Notenblätter für den Kinderchor, die Fortbildung für den Besuchskreis, die Band für den Jugendgottesdienst, der Ausflug mit den Senioren… – sie alle bauen auf den Spenden auf. Damit aber nicht genug. Auch Baumaßnahmen wie erforderliche Renovierungen und Erneuerungen an Kirche und Gemeindehaus sind ohne Spenden nicht mehr denkbar. 
 
„Leider kann ich gerade nicht mehr tun“ – leider kann ich gerade nur mit Geld helfen. Wie der spendable Papi auf dem Gemeindefest empfinden viele Spenderinnen und Spender: Sie würden sich sehr gerne stärker persönlich einbringen. Würden sich im Elternbeirat des Kindergartens engagieren, eine Kindergruppe betreuen, die Öffentlichkeitsarbeit der Kirchengemeinde in Schwung bringen… Aber was fehlt ist: Zeit. „Beruf, Familie und auch ein bisschen Zeit für mich, dann ist eine Woche auch schon rum.“ Das soziale, karitative Engagement im persönlichen Lebensumfeld bleibt auf der Strecke.
 
Dafür ist die evangelische Kirche eben auch da: Stellvertretend für viele das Miteinander menschlich zu gestalten. Das sozial-diakonische Engagement gehört zum biblischen Auftrag und ist so alt wie die christlichen Gemeinden. Welche Grundwerte uns dabei leiten, erfahren Sie auf diesen Seiten ebenso wie die richtige Kontaktstelle für alle Fragen rund ums Spenden und Stiften.