Maria Magdalena

Die Geschenkpakete-Aktion anlässlich des 200. Geburtstags der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche in Bayern hat auch die Gemeinde von Maria Magdalena in der Südstadt von Fürth erreicht. Zwölf Präsente standen zur Auswahl – die Gemeindemitglieder entschieden sich für einen zünftigen Computer-Workshop. Landesbischof Johannes Friedrich hatte im vergangenen Jahr am Reformationstag (31. Oktober) 36 Pakete zur Post gebracht - und damit den Startschuss für die „Geschenkpakete-Aktion“ gegeben. Ihr Weg führt im Zick-Zack-Kurs als „freundlich-liebevolle Botschafter des Dankes“ durch alle 1541 evangelischen Kirchengemeinden in Bayern. Jede Gemeinde nimmt eines der zwölf Präsente heraus, legt ein anderes hinein und schickt das Paket an die nächste Gemeinde weiter.

Stärken an andere Gemeinden weitergeben

Die Gemeinden werden dabei aufgefordert, ihre Stärken an andere Gemeinden weiterzugeben. Wenn zum Beispiel eine Kirchengemeinde besonders stolz auf ihren gut gemachten Gemeindebrief ist, könnte sie einer anderen Gemeinde etwa eine kostenlose Beratung zur Gemeindebrieferstellung schenken. Ziel ist es, dass die Gemeinden sich untereinander besser kennen lernen und mehr Anteil aneinander nehmen können. In jedem Paket befindet sich zudem ein Logbuch für Grüße und historische Notizen aus den Gemeinden („Geschenke in unserer Gemeindegeschichte, die für uns weichenstellend waren“).

Eine Führung durch das jüdische Museum

Die Gemeindemitglieder von Maria Magdalena stellen gleich ein doppeltes Geschenk zur Wahl: entweder eine Führung durch das jüdische Museum oder der Besuch der Tucher-Brauerei, deren Neubau ab 2009 zum Gemeindegebet von Maria Magdalena gehört. Das Gespräch mit dem Kirchenvorstand und ein Abstecher in die neue Kirche, die am 29. November eingeweiht wurde, gehören natürlich mit dazu. Landesbischof Friedrich konnte sich an diesem Tag übrigens selbst davon überzeugen, ob das Geschenk der Landeskirche in Maria Magdalena gut angekommen war: er hielt bei der Einweihung die Festpredigt.

Günter Kusch