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„Kirche der Freiheit“

Der Rat der EKD hat auf Anregung der Kirchenkonferenz im Herbst 2004 eine Perspektivkommission eingerichtet, die den Auftrag hatte, Perspektiven für die evangelische Kirche im 21. Jahrhundert zu entwickeln. Die zwölf Mitglieder der Kommission, zusammengesetzt aus Mitgliedern des Rates, der Kirchenkonferenz und externen Beratern, haben anderthalb Jahre intensiv daran gearbeitet und frühzeitig das Gespräch gesucht. Unter dem Titel „Kirche der Freiheit. Perspektiven für die evangelische Kirche im 21. Jahrhundert“ liegt diese Arbeit als Impulspapier des Rates der EKD nun vor.

In ihm wird die aktuelle Situation der Kirche beschrieben, Perspektiven für die Zukunft eröffnet und konkrete Ziele formuliert. Der Text ist bewusst als Impulspapier konzipiert, das zur Weiterarbeit an gemeinsamen Perspektiven anregen und einen innerkirchlichen Mentalitätswechsel anstoßen will. Es geht um geistliche Profilierung statt undeutlicher Aktivität, um Schwerpunktsetzung statt Vollständigkeit, um Beweglichkeit in den Formen statt Klammern an Strukturen, um Außenorientierung statt um Selbstgenügsamkeit. Was dies im Einzelnen bedeutet, wird an zwölf konkreten Themen entfaltet, die zu vier Handlungsfelder gehören: den kirchlichen Kernangeboten, den kirchlichen Mitarbeitenden, dem kirchlichen Handeln in der Welt und der kirchlichen Selbstorganisation.

--> Das Impulspapier der EKD „Kirche der Freiheit“ können Sie hier herunter laden (pdf-Datei).

Lesen Sie dazu die „Bewertung des Impulspapiers aus bayerischer Sicht“
Vortrag des damaligen bayerischen Landesbischofs
im April 2007 in Tutzing
--> Den Vortrag als PDF-Datei herunter laden

Auf der Dekanekonferenz 2007 sprach die damalige Personalreferentin der Landeskirche, Oberkirchenrätin Dr. Dorothea Greiner zum Thema.
--> Den Votrag können Sie hier herunter laden (pdf-Datei)

„Zukunftskongress der EKD“

Mehr als 300 Vertreter aller 23 Landeskirchen diskutierten beim Zukunftskongress der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) vom 25. bis 27. Januar 2007 in Wittenberg über die kirchlichen Reformperspektiven bis 2030. Grundlage war das im Herbst 2006 vorgelegte EKD-Papier „Kirche der Freiheit“. Die Empfehlungen einer Expertenkommission hatten in der Kirche eine zum Teil heftige Diskussion ausgelöst. Mit der Reformdebatte reagiert die EKD auf langfristige Entwicklungen wie Mitgliederschwund, sinkende Finanzkraft und Bevölkerungsrückgang.

Einen Weg zurück gebe es nicht mehr, sagte der damalige EKD-Ratsvorsitzende Wolfgang Huber zum Abschluss des Kongresses in der Lutherstadt. Kirchliche Kernaufgaben wie die Gottesdienstgestaltung stünden im Mittelpunkt der geplanten Reformen, so Huber. Die Entscheidung über konkrete Projekte liege nun bei den Leitungsgremien der Landeskirchen und der EKD.

Als vorrangige Handlungsfelder nannte Huber die Qualität der Gottesdienstgestaltung, das Zusammenwirken von Ehren- und Hauptamtlichen sowie das Verhältnis von herkömmlichen und neuen Gemeindeformen. Der Zukunftskongress habe Entscheidungen nicht vorgegriffen, betonte Huber. Die Gremien von Landeskirchen und EKD müssten nun bestimmen, welche Prioritäten sie setzen wollten. Huber erwarte, dass die Debatte über Größe und Gestalt der Landeskirchen weitergehen werde.

--> Texte und Pressemitteilungen zum Zukunftskongress der EKD in Wittenberg finden Sie HIER.