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Haushalt 2010

Einnahmen (in Mio. Euro)

Laufende Einnahmen 735,5
Kirchensteuereinnahmen 471,8
Kostenerstattung für Personal- und Sachaufwand 81,4
Vermögensverwaltung 64,5
Deutsche Rentenversicherung 37,0 
Studien- und Teilnehmerbeiträge, Verwaltungsgebühren o.ä. 12,9 
Sonstiges 13,5
Einnahmen aufgrund von Rücklagenentnahmen 7,0 
Übertragung aus Strategische Investitionen 44,2
Kollekten, Spenden 3,2

Ausgaben (in Mio. Euro)

Ausgaben nach Handlungsfeldern 
(durch Anklicken der einzelnen Punkte erhalten Sie Informationen zu den jeweiligen Handlungsfeldern)

Laufende Ausgaben 735,5
 
Kirchensteuerzuordnung und Kirchensteuerverwaltung 51,1
Verwaltung des allgemeinen Finanzvermögens 16,2
 
Handlungsfeld 1: Gottesdienst, Verkündigung, Spiritualität, Kirchenmusik 7,9
Handlungsfeld 2: Gemeindeaufbau und Gemeindeentwicklung 10,9
Handlungsfeld 3: Erziehung, Bildung und Unterricht 74,1
Handlungsfeld 4: Beratung und Seelsorge 3,1
Handlungsfeld 5: Gesellschaftsbezogene Aufgaben 6,2
Handlungsfeld 6: Ökumene, Mission, Entwicklungsdienst und Partnerschaft 22,2
Handlungsfeld 7: Diakonisches Handeln 29,9
Handlungsfeld 8: Presse, Öffentlichkeitsarbeit und Medien 4,5
Handlungsfeld 9: Aus-, Fort- und Weiterbildung 17,2
Handlungsfeld 10: Kirchenleitung 3,6
Querschnittshandlungsfeld 10: Leitung und Verwaltung 34,4
 
Budgetbereich Personal- und Sachausgaben für Kirchengemeinden und Dekanatsbezirke 400,1
Budgetbereich Landeskirchenübergreifende Ausgaben (VELKD, EKD, EKD-Finanzausgleich) 34,3
Budgetbereich Umlagen (nicht umgelegte Haushaltstitelübergreifende Ausgaben) 19,8
 
Einnahmen/Ausgaben des Außerordentlichen Haushalts / Strategische Investitionen 141,3

Handlungsfelder

Handlungsfeld 1: Gottesdienst, Verkündigung, Spiritualität, Kirchenmusik

Kirche soll ein Ort lebendiger Spiritualität sein. Christinnen und Christen können in der Kirche aus dem Reichtum der Möglichkeiten ihre eigene Spiritualität finden, die ihnen hilft, allein und gemeinsam Gottes Nähe zu erleben. Es ist Aufgabe der Kirche, Sprache, Texte, Bilder und Musik für individuelle und gemeinsame Spiritualität bereitzustellen, Gelegenheit zur Einübung zu geben und Aufgeschlossenheit für die Vielfalt der Formen zu bewahren. Die Worte der Heiligen Schrift und die Sakramente haben zentrale Bedeutung für eine evangelische Spiritualität.
Wir brauchen für unsere Gottesdienste (wieder-)erkennbare Formen geistlicher Identität. Unsere Kirche hält Rituale für Biografie und Jahreszyklus, für den Rhythmus von Tages-, Jahres- und Lebenszeiten bereit. Aufgeschlossen und verlässlich im Gottesdienst zu sein heißt Freiheit in den Formen mit Treue zu den Menschen in ihren Lebenssituationen zu verbinden und Erfahrungen miteinander auszutauschen. Es ist eine vordringliche Aufgabe unserer Kirche, die Botschaft des Evangeliums auf vielerlei Weise so weiterzugeben, dass sie den Zeitgenossen klar, verständlich und lebensnah begegnet. Deswegen suchen wir den Dialog mit dem Denken und den Erfahrungen unserer Zeit sowie nach elementarer und ansprechender Gestalt unserer Verkündigung. Wir geben Rechenschaft über den Grund unserer Hoffnung und fragen nach der Bedeutung des Evangeliums für das Leben der Einzelnen wie der gesamten Gesellschaft.
Kirchenmusik ist eigenständiger Ausdruck des Glaubens und ein tragendes Element des Gottesdienstes. In ihren unterschiedlichen Stilformen bildet sie eine wichtige Brücke zwischen Glaube und Kultur.

(Auszug aus: Perspektiven und Schwerpunkte kirchlicher Arbeit in den nächsten Jahren, November 1997; Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern)

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Handlungsfeld 2: Gemeindeaufbau und Gemeindeentwicklung

Es ist unsere Aufgabe, Kinder, Jugendliche, Frauen und Männer jeden Alters in ihrer von Gott gegebenen Individualität und Beziehungsfähigkeit zu stärken und die partnerschaftliche Gemeinschaft innerhalb der Kirche zu fördern.
Dazu gehört, Menschen für den Glauben zu interessieren und zu gewinnen, sie im Glauben zu bestärken und für die Mitarbeit am Auftrag der Kirche zu motivieren. Wir begreifen die vielfältigen Gaben der gleichrangig ehren­-, neben- und hauptamtlichen Mitarbeitenden als Geschenk.
Es trägt zu einem bereichernden Gemeindeleben bei, wenn die unterschiedlichen Gruppen und Aktivitäten miteinander vernetzt werden.
Die Gemeinschaft der Gläubigen braucht eine bewegliche und dynamische Kirche, in der neue Impulse und Visionen für das Zusammenleben entwickelt werden. Unsere Kirche ist offen für unterschiedliches Teilnahmeverhalten: engagierte Mitarbeit, regelmäßiger Besuch von Veranstaltungen oder auch gelegentliche Teilnahme aus bestimmten Anlässen; ebenso für die Vielfalt der Gemeindetypen und die unterschiedlichen Prägungen der Gemeinden innerhalb der Landeskirche.

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Handlungsfeld 3: Erziehung, Bildung und Unterricht

Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern unterstützt und fördert christliche Erziehung, leistet ihren Beitrag zu Bildung und Unterricht und gibt Hilfen und Unterstützung zur verantwortlichen Lebensgestaltung. Zielgruppen sind Kinder, Jugendliche, junge und ältere Erwachsene.
Wir nehmen teil am umfassenden Bildungsauftrag des Evangeliums und sind dem Ziel verpflichtet, Humanität und Verständigungsfähigkeit in Gesellschaft und Staat zu fördern und die Verantwortung für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung zu stärken. Religiöse Bildung und Erziehung haben zentrale Bedeutung für unseren Einsatz.

Die kirchliche Arbeit unterstützt das Bemühen von Müttern und Vätern, ihre Kinder zum Glauben zu führen und ihnen Kenntnisse über Wert und Würde des menschlichen Lebens sowie Grundlagen eigener und sozialer Verantwortung zu vermitteln. Wir wollen für die besonderen Fragen, Probleme und Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen Sorge tragen und ihnen in ihrer jeweiligen Entwicklungssituation und Mündigkeit gerecht werden. Wir begleiten junge Menschen und Erwachsene und helfen ihnen bei der Gestaltung individuell verantworteter christlicher Lebensführung.

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Handlungsfeld 4: Beratung und Seelsorge

Seelsorge und Beratung sind Grunddimensionen kirchlichen Handelns.
Die christliche Kirche bezeugt Gott, der sich in Jesus Christus in das Menschsein hineinbegibt, gerade auch in Leid und Not. Dies ist erkennbar an der besonderen, heilsamen Zuwendung Jesu zu kranken, belasteten Menschen und Menschen mit Behinderungen, wie es in den biblischen Schriften überliefert ist.
Das Evangelium von Jesus Christus vermittelt den Menschen durch Wort und Tat Annahme, Trost, Wert und Würde. Gerade kranke und belastete Menschen sind in besonderer Weise ansprechbar und offen für die religiöse Dimension ihres Lebens und für Fragen christlichen Glaubens. Nicht selten kommt es dabei zu Erst- und Wiederbegegnungen mit Kirche.

Seelsorge und Beratung haben - unterschiedlich ausdifferenziert - die sozialen wie die leiblichen Aspekte seelischer Not und seelischen Reichtums im Blick. Sie sind immer auch gelebte solidarische Praxis. Kranke, Alte, Menschen mit Behinderungen, Menschen in und mit besonderen Belastungen sind auf seelsorgerliche und beratende Begleitung angewiesen.

Die Seelsorge vor Ort (Gemeindeseelsorge), die Seelsorge an besonderen Personengruppen und in besonderen Institutionen („Sonderseelsorge“), die Arbeit der Beratungsstellen für Menschen in besonderen persönlichen, familiären oder beruflichen Krisensituationen durchdringen und bedingen einander.
Seelsorge und Beratung geschieht in den Gemeinden ebenso wie mit bestimmten Zielgruppen oder in Institutionen.

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Handlungsfeld 5: Gesellschaftsbezogene Aufgaben

„Wir wollen offen und deutlich, aufgeschlossen und verlässlich dem Glauben und dem Leben dienen.
Dabei suchen wir offen den Dialog und lassen uns auf Veränderungen ein.
Wir vertreten deutlich und geistesgegenwärtig unsere Überzeugungen und begegnen den Fragen der Menschen in ihrer Lebenswelt aufgeschlossen.
Wir wollen für die Menschen verlässlich und vertrauenswürdig sein, indem wir die Aufgaben, die die Gegenwart uns stellt, in Treue zu den biblischen Traditionen bearbeiten.
Unser Ziel ist es dazu beizutragen, dass Menschen in ihrem Leben dem dreieinigen Gott begegnen, an ihn glauben und sich in ihrem Leben entfalten können.
Wir möchten mit unseren Mitteln und Möglichkeiten dem Leben dienen und es fördern.“

Getreu diesen im Leitbild der ELKB formulierten Grundsätzen arbeiten die im Handlungsfeld 5 zu­sammengeschlos­senen Einrichtungen, Beauftragten und Dienste an wichtigen Schnittstellen von verfass­ter Kirche und einer sich stetig ausdifferenzierenden Gesellschaft. Die Menschen, die in ihnen haupt-, ne­ben- und ehrenamtlich mitarbeiten, sind Fachleute für „Zweisprachigkeit“: Sie formulieren die biblische Botschaft für ihre Partnerinnen und Partner an­schlussfähig zu deren eigenen Denk- und Handlungs­kontexten, zu ihren Anfragen und Deutungen. Oft ist dies ein Dialog mit Menschen, denen die biblische Botschaft oder/und kirchliche Traditionen fremd (ge­worden) sind.
Auf diese Weise tragen sie dazu bei, dass Menschen an ihrem Ort – an den Hochschulen, in Naturwissen­schaft und Technik, in der Arbeitswelt, im ländlichen Raum und in der Umweltarbeit – für ihren jeweiligen Lebenskontext tragfähige, aus dem christlichen Glau­ben begründete Daseins- und Handlungsorientierun­gen finden können.

Aufgrund ihrer Fachkompetenz und Nähe zu ihrem jeweiligen Arbeitsbereich können die Dienste, Beauf­tragte und Einrichtungen des Handlungsfeldes 5 eine seismographische Funktion an der Schnittstelle von Kirche und Gesell­schaft wahrnehmen: in ihren Ar­beitsbereichen sind sie Frühindikatoren für gesell­schaftliche Entwicklungen!

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Handlungsfeld 6: Ökumene, Mission, Entwicklungsdienst und Partnerschaft

Als Teil der weltweiten Kirche Jesu Christi suchen wir die sichtbare Einheit der einen heiligen christlichen Kirche. Unsere ökumenische Gesinnung zeigt sich in dem Willen, in der Erwartung des Reiches Gottes die trennende Wirkung nationaler und konfessioneller Gren­zen zu überwinden. Ziel aller ökumenischer Bemühungen unserer Kirche ist die Einheit in versöhnter Verschiedenheit. Deshalb suchen wir im eigenen Land und weltweit das Gespräch mit allen christlichen Konfessionen und nach Formen, die Einheit zu leben und zu feiern. Unser Verhältnis zu den nichtchristlichen Religionen ist gekennzeichnet von kritischem Respekt vor der kulturellen Vielfalt der Menschheit und den Religionen der Welt. Einen besonderen Stellenwert hat der Dialog mit dem Judentum, weil im jüdischen Glauben die Wurzeln unseres christlichen Glaubens liegen.
Weltmission vollzieht sich im Zeugnis und Dialog mit Angehörigen anderer Religionen und denen, die keiner Religion angehören. Neben der eigenen evangelistischen Arbeit unterstützt die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern ihre Partnerkirchen als Träger der Mission in den jeweiligen Ländern.
Ökumenische Haltung ist auch orientiert am Ziel einer gerechten Gemeinschaft zwischen den Völkern und Staaten dieser Erde. Sie setzt sich ein für benachteiligte Länder und Regionen.
Mit diesen Zielen bekennen wir uns zum konziliaren Prozess für Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung.

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Handlungsfeld 7: Diakonisches Handeln

Gottes Erbarmen gilt allen Menschen. Diakonisches Handeln bringt die Universalität der Gnade Gottes darin zum Ausdruck, dass Diakonie sich in einer säkularen und multireligiösen Gesellschaft allen Menschen zuwendet – unabhängig von Konfession, Rasse und gesellschaftlichem Stand.
Indem sie sich so grenzüberschreitend an der Not der Nächsten orientiert, ist sie Ausdruck der Universalität des Erbarmens Gottes und realisiert die Umkehr der Perspektive des Erbarmens, wie sie im Gleichnis vom barmherzigen Samariter (Lk 10,25-27) zum Ausdruck kommt: Nicht der Helfer sucht sich selbst den (seiner Vorstellung von Hilfe gemäßen) Nächsten (v.29), sondern der in Not Geratene bedarf eines helfenden Nächsten (v.36).
Diakonisches Handeln geschieht unmittelbar: im diakonischen Handeln Einzelner genauso wie im gemeindlich-diakonischen Handeln. Die Werke der Barmherzigkeit sind nicht ein spezielles Charisma bestimmter Personengruppen, sondern gehören zum Leben einer jeden Christin und eines jeden Christen.
Eine besondere Qualifikation ist allerdings dann nötig, wenn die Werke der Barmherzigkeit die Unmittelbarkeit des helfenden Handelns überschreiten und in eine geordnete und längerfristige Begleitung übergehen. Institutionalisierte Diakonie ermöglicht solche langfristige und professionell helfende Begleitung. Ähnlich wie der Wirt im Gleichnis vom Samariter ergänzt und unterstützt sie das unmittelbar helfende Handeln von Einzelnen und von Gemeinden: Diakonie ist Kirche und Kirche ist Diakonie!

Anwaltschaftliche und unternehmerische Diakonie
Diakonie ist anwaltschaftliche Diakonie: Sie setzt sich ein für Menschen in Not und leistet unmittelbare Hilfe wie der Samariter im Gleichnis.
Diakonie ist unternehmerische Diakonie: Wo sie professionelle helfende Begleitung bietet, nimmt sie in vielen Bereichen im Rahmen der Subsidiarität sozialstaatliche Aufgaben wahr und ist zur Einhaltung der Vorgaben durch die Sozialgesetzgebung verpflichtet. Diakonie übernimmt damit zugleich anwaltschaftliche und sozialstaatliche Aufgaben.
Zwischen den unterschiedlichen Ebenen und Bereichen diakonischen Handelns vermitteln die Bezirksstellen des Diakonischen Werkes Bayern e.V. Auch haben sie die Aufgabe, den Austausch zwischen diesen Ebenen und Bereichen zu fördern. Die an den Bezirksstellen angeschlossene „Kirchliche Allgemeine Sozialarbeit“ (KASA) ist ein niederschwelliges Beratungsangebot, das als Brücke dient zwischen unmittelbarem und professionellem helfenden Handeln.
Das Diakonische Werk Bayern e.V. ist der Dachverband für 1.315 eigenständige Träger diakonischer Arbeit. Es wird geleitet von Präsident Dr. Ludwig Markert. Aufsichtsorgan des DW Bayern e.V. ist der Diakonische Rat unter dem Vorsitz von Rektor Heinrich Götz.
http://www.diakonie-bayern.de/ (dort auch Links zu Bezirksstellen und KASA)

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Handlungsfeld 8: Presse, Öffentlichkeitsarbeit und Medien

Die Medienlandschaft in Deutschland befindet sich – wieder einmal - in einem Umbruch. Stichworte wie Digitalisierung, Web 2.0 bzw. Web 3.0 und crossmediales Denken und Handeln prägen die Entwicklungen in einer globalisierten Welt. Neben einer Veränderung der Nutzungsgewohnheiten, insbesondere bei Jugendlichen, weg von den klassischen Medien hin zu vielfältigen elektronischen Formen, wächst der Medienkonsum weiter an. So nutzt derzeit jede/r Deutsche ab 14 Jahren im Schnitt täglich exakt 600 Minuten die unterschiedlichen Medien. Davon entfallen 221 Minuten auf den Hörfunk, 220 Minuten auf das Fernsehen, 28 Minuten auf die Tageszeitung und 44 Minuten auf das Internet. Damit hat sich die tägliche Nutzung gegenüber dem Jahr 2000 um 98 Minuten pro Tag erhöht. (Quelle: ARD/ZDF-Langzeitstudie Massenkommunikation). Innerhalb der Medien- und Informationsgesellschaft kommt der öffentlichen Verkündigung des Evangeliums in den Medien eine herausragende Bedeutung zu. Nicht nur im EKD-Papier „Kirche der Freiheit“ aus dem Jahr 2006 wird deshalb - insbesondere entfaltet im „9. Leuchtfeuer“ - zu Recht darauf hingewiesen, dass im Engagement für eine deutlich wahrnehmbare mediale Präsenz einer der Schlüssel für die Zukunftsfähigkeit der evangelischen Kirche liegt. Bereits im Jahr 2003 haben Landesbischof Dr. Johannes Friedrich und der Landeskirchenrat den Bereich der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und der Verkündigung in den Medien als einen der Schwerpunkte innerhalb der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (ELKB) für die nächsten Jahre festgelegt. Als eine Konsequenz dieser Schwerpunktsetzung haben der Landeskirchenrat der ELKB und die Handlungsfeldkonferenz 8: Presse, Öffentlichkeitsarbeit, Medien (HFK 8) „Publizistische Grundlinien für die ELKB“ erarbeitet, diese im Sommer 2004 – gemeinsam mit dem Landessynodalausschuss – beschlossen und seither dessen Handlungsempfehlungen Zug um Zug in vielen Bereichen umgesetzt. Rund vier Jahre später liegen die „Publizistischen Grundlinien für die ELKB“ in der Neufassung 2008 vor. Diese Neufassung berücksichtigt einerseits die zahlreichen Veränderungen und Weiterentwicklungen innerhalb der Medienlandschaft, auch im kirchlichen Bereich. Andererseits gründet diese Neufassung in dem Text aus dem Jahr 2004, bekräftigt etliche publizistische Grundpositionen und anerkennt die positiven Entwicklungen, die durch die Erstfassung der „Publizistischen Grundlinien“ seit 2004 angestoßen, begleitet und vorangebracht wurden. Die „Publizistischen Grundlinien 2008 für die ELKB“ wurden wieder gemeinsam vom Landeskirchenrat der ELKB und der Handlungsfeldkonferenz 8 erarbeitet. In seiner Vollsitzung im Mai 2008 hat der Landeskirchenrat den vorliegenden Text beschlossen und zugleich die jeweils angefügten Empfehlungen der Handlungsfeldkonferenz 8 mit Wohlwollen zur Kenntnis genommen. Ebenfalls im Mai 2008 hat der Landessynodalausschuss die „Publizistischen Grundlinien 2008“ beraten und zustimmend zur Kenntnis genommen.

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Handlungsfeld 9: Aus-, Fort- und Weiterbildung

Bildung ist unumstritten eines der großen Themen in unserer Gesellschaft und weltweit.  In der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern „können junge Leute auf dem Weg in den Beruf, Berufstätige während ihrer aktiven Zeit und Menschen, die ehrenamtlich mitarbeiten wollen, auf ein professionelles Leistungsangebot im Rahmen von „Aus-, Fort- und Weiterbildung“ zurückgreifen“ (aus: Dem Glauben und dem Leben dienen, 2000). Mit dem Stichwort „Personalentwicklung“, das den Titel dieses Handlungsfeldes ergänzen sollte, ist die strategische Dimension ebenso beschreibbar wie das zusammenstimmende Bündel an Ausbildungen und Einzelinstrumenten, die der individuellen Qualifizierung wie auch dem Auftrag und den Interessen der Kirche dienen.
Das Handlungsfeld 9, stellt eine Querschnittsfunktion da. Die Verantwortung und Zuständigkeiten für Inhalte und Budgets bilden sich deshalb in verschiedenen Handlungsfeldern und in unterschiedlichen Abteilungen des Landeskirchenamtes ab. In einem Kernbereich ist die Personalabteilung F unmittelbar steuernd und zuständig für Bildungseinrichtungen (z.B. die Kirchlichen Hochschulen, das Predigerseminar, die Kirchliche Studienbegleitung oder das Pastoralkolleg), Programme (z.B. die Fortbildung in den ersten Amtsjahren, das Qualifizierungsprogramm für Leitungsaufgaben „Leiwik“ oder die Spezialvikariate) und Mittel (z.B. Fortbildungsetat oder Stipendien für Promoventen, Spätberufene oder in akute finanzielle Schwierigkeiten geratene Studierende). Über diesen Kernbereich hinaus können die Linien einer zusammenstimmenden Personalentwicklung  v.a. in der Handlungsfeldkonferenz koordiniert und vernetzt werden, ohne dass eine grundlegende Änderung der Aufbauorganisation notwendig ist.
Die Hochschulen, die sich in der Trägerschaft der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern befinden, kommen dem gemeinsamen Bildungsauftrag der Kirche und des Staates nach. Sie sind staatliche anerkannt und unterliegen in erheblichem Maße den staatlichen Hochschulregelungen. Der Staat beteiligt sich gleichzeitig in erheblichem Umfang an der Finanzierung der Hochschulen. Die Augustana-Hochschule wird darüber hinaus zu ca.16 % von der EKD bezuschusst.

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Handlungsfeld 10: Kirchenleitung

Die Kirchenleitenden Organe:

Die Landessynode bildet gemeinsam mit dem Landesbischof und dem Landeskirchenrat sowie dem Landessynodalausschuss die Kirchenleitung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern.

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Querschnittshandlungsfeld 10: Leitung und Verwaltung

Etwa 20.000 Mitarbeitende in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, ein Haushaltsvolumen von 732 Millionen Euro, Grundbesitz und Gebäudebestand vom landwirtschaftlichen Grundstück bis zur mittelalterlichen Kirche, dazu: hohe gesellschaftliche und politische Relevanz – schon diese Eckdaten zeigen, wie wichtig verantwortungsbewusste Leitung und moderne Verwaltung für unsere Kirche sind. Zu Recht erwarten unsere Mitglieder, die vielen ehrenamtlich Engagierten, die auch in Gremien Verantwortung für unsere kirchlichen Strukturen und den Auftrag der Kirche tragen, und die Kirchensteuerzahler einen gewissenhaften Einsatz der personellen und finanziellen Ressourcen sowie die penible Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften. Hinzu kommt der berechtigte Wunsch nach einer kreativen und serviceorientierten Verwaltung und nach professioneller und kompetenter Unterstützung.

Verwaltungsfragen durchziehen alle Ebenen und inhaltlichen Bereiche kirchlichen Handelns. Der örtliche Kirchenvorstand ist ebenso damit befasst wie Dekanate oder Einrichtungen, die dem überparochialen Bereich zuzuordnen sind. Das Handlungsfeld 10 ist daher ein Querschnittshandlungsfeld – diesem Umstand trägt die Zusammensetzung der Handlungsfeldkonferenz Rechnung. Die landeskirchliche Ebene, die in diesem Haushaltsplan abgebildet wird, zeigt daher nur einen Ausschnitt aus dem weitaus vielfältigeren Verwaltungsspektrum.

Die im Haushaltsplan vorgelegten Planungs- und Ergebnisdaten beziehen sich – neben den kirchenleitenden Organen - in erster Linie auf das Landeskirchenamt als zentrale Verwaltungs- und Aufsichtsbehörde, auf die Landeskirchenstelle in Ansbach, das Landeskirchliche Archiv in Nürnberg, das Rechnungsprüfungsamt sowie weitere Einrichtungen.

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