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Handeln in der Nachfolge

Für Christinnen und Christen eine wichtige Motivation auch im Beruf: Leben in der Nachfolge Jesu.Wer mir dienen will, der folge mir nach; und wo ich bin, da soll mein Diener auch sein. (Johannesevangelium 12,26)

Beruf als Berufung. Für viele Mitarbeitende der Kirche ist das eindeutig so: Sie verstehen ihre Arbeit in der Kirche, den Werken und Diensten und evangelischen Vereinen als Herausforderung, die ihr persönlicher Glaube an sie stellt. Sie folgen dem Ruf, den sie vernehmen, wenn Jesus sie in die Nachfolge ruft.

Jeder Mensch, so die Überzeugung von Christinnen und Christen, ist Gott mit seinem ganzen Leben unmittelbar verantwortlich. Diese Verantwortung legt man nicht ab, wenn man zur Arbeit geht. Gott fragt: „Was machst du mit deinem Leben?“ und „Hast du mich lieb?“ (Johannesevangelium 21).

In der Nachfolge wollen Menschen „Werkzeuge für Gottes Frieden“ sein – ein Frieden, der mehr meint als die Abwesenheit von Krieg. Und selbst wenn allen bewusst ist, dass erst mit dem Tag der Wiederkehr Jesu das Paradies auf Erden anbricht – schon im Jetzt und Hier können Menschen in der Nachfolge Jesu Liebe Gestalt werden lassen: Als Krankenschwester, Kirchenmusiker, Kindergartenleiterin, Diakon, Religionslehrerin, Pfleger oder Pfarrerin – aber auch als Verwaltungsangestellter, Teamassistentin oder Archivar.

Die unterschiedlichen Gaben und Begabungen von Menschen sind alle gleichwertig vor Gott. Und weil Gott den ganzen Menschen anschaut, stellt der Arbeitsplatz in der Kirche besondere Herausforderungen an die Mitarbeiterin, den Mitarbeiter,bis dahin, dass auch Ereignisse, die zunächst das Privatleben betreffen, Auswirkungen auf das Arbeitsverhältnis haben können. Lässt sich etwa ein Gemeindepfarrer von seiner Frau scheiden, kann dies einen Stellenwechsel zur Folge haben.