Wie wird gewählt?

Das Wahlrecht

Wahlberechtigt: Wahlberechtigt sind alle Mitglieder der Gemeinde, die

  • mindestens seit drei Monaten vor dem Wahltermin in der Gemeinde wohnen,
  • zum Heiligen Abendmahl zugelassen sind,
  • am Wahltag das 14. Lebensjahr vollendet haben, konfirmiert bzw. aufgenommen sind
  • oder das 16. Lebensjahr vollendet haben.

Seit dem Jahr 2000 können 14- bzw. 15-jährige an der Wahl teilnehmen. Jugendliche diesen Alters sollten lediglich ihre Konfirmationsurkunde mitbringen.

Wählbar sind grundsätzlich alle wahlberechtigten, volljährigen Gemeindemitglieder. Zur Wahl stellen werden sie sich, wenn sie im sozialen Handeln der Ortsgemeinde, im Gottesdienst- und Gemeindeleben, im Engagement für Gerechtigkeit, Bewahrung der Schöpfung und den Frieden eine sinnvolle Aufgabe sehen. Kommunikations- und Begeisterungsfähigkeit zeichnen sie aus, sowie die Bereitschaft, im kirchlichen Leben Vorbild zu sein. Die Wahlperiode beträgt sechs Jahre.

Die Vorbereitung der Wahl

Die Wahl wird von einem Vertrauensausschuss vorbereitet und geleitet. Dem Vertrauensausschuss gehören der bzw. die Vorsitzende des Kirchenvorstandes an (zumeist der Pfarrer oder die Pfarrerin) und der Vertrauensmann oder die Vertrauensfrau. Zudem werden noch in geheimer Wahl weitere zwei bzw. drei (abhängig von der Größe der Gemeinde) Kirchenvorsteher / Kirchenvorsteherinnen gewählt. In der gleichen Anzahl der Vertreterinnen und Vertreter aus dem Kirchenvorstand müssen auch noch wählbare Mitglieder aus der Gemeinde ernannt werden.

Die Aufgabe des Vertrauenssausschusses ist es vor allem, die Liste mit den Kandidatinnen und Kandidaten - den sogenannten Wahlvorschlag - zu erstellen. Vorschläge und Anregungen aus der Gemeinde sind dabei ausdrücklich erwünscht. Der Vertrauensausschuss ist an einen Vorschlag dann gebunden, wenn für ein Gemeindemitglied so viele Unterschriften von Wahlberechtigten gesammelt wurden, wie die fünffache Zahl der Kirchenvorsteher ausmacht. Zum Beispiel müssten in einer Kirchengemeinde mit 8 Kirchenvorsteherinnen und -vorstehern 40 Mitglieder den Vorschlag unterstützen.

Der Wahlvorschlag wird am Ort durch den Gemeindebrief, in der Tagespresse, während der Gottesdienste oder durch Aushänge bekannt gemacht. Zum Teil nutzen Gemeinden auch ihre Internetauftritte. Die Wahlvorschläge können Sie in Ihrem Pfarramt erfragen.


Durchführung der Wahl

Der Wahltag ist ein Sonntag. Es wird geheim gewählt. Es besteht die Möglichkeit der Briefwahl. Die Briefwahlunterlagen sollten möglichst bis eine Woche vor der Wahl schriftlich oder mündlich im zuständigen Pfarramt beantragt werden.

Die abzugebenden Stimmen richten sich nach der Zahl, der zu wählenden Kirchenvorsteher und Kirchenvorsteherinnen. Anders als auf politischer Ebene gibt es keine Häufelung der Stimmen und auch keine Listenwahl.

Pro Kandidat/Kandidatin kann nur eine Stimme abgegeben werden.