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SUMMARY:1. Advent
DESCRIPTION:Wenn Politiker auf Staatsbesuch sind, genießen sie oft ein Bad in der Menge: Kinder winken mit Fähnchen, die Straßen sind mit Blumen und  Fahnen geschmückt, eine große festliche Menge. Auch Jesus wurde einst mit großem Jubel in Jerusalem begrüßt: Die Menschen winkten mit Palmzweigen und legten Kleider vor die Füße des Esels, auf dem er saß.  Der Erste Advent ermuntert dazu, sich auf eine Ankunft vorzubereiten, deren Bedeutung nicht hoch genug einzuschätzen ist. Denn der da kommt, ist mächtig, aber nicht zu fürchten, ein König, aber er bringt Frieden und wird Recht schaffen. Sich auf ihn einzustellen, heißt, mit langem Atem Liebe und Frieden zu üben. Darum: Machet die Tore weit! Mit dem Advent beginnt im Festkreis der Kirche ein neues Kirchenjahr.
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SUMMARY:2. Advent
DESCRIPTION:"Kopf einziehen und durch" oder "Kopf hoch, wird schon wieder" sagen wir - ein schwacher Trost. Wir sind so sprachlos, wenn andere beschwert sind. Gerade den Gebeugten und Niedergedrückten, den Zurückgewiesenen und Benachteiligten gilt die Frohe Botschaft: Haltet durch, Gott sieht die Bedrängnis und hört das Klagen. Wer auf Erlösung wartet, hofft nicht vergeblich. Darum: Kopf hoch, damit ihr sie kommen seht. Der Zweite Advent spricht von einem kosmischen, umwälzenden Befreiungsgeschehen. Die Wiederkunft Jesu wird nicht unbemerkt bleiben. Sie wird uns erschrecken, aber nicht zum Fürchten sein.  Wer beharrlich mit seiner kleinen Kraft nach Gott Ausschau hält, den wird er nicht enttäuschen.
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SUMMARY:3. Advent
DESCRIPTION:Manchmal suche ich Gott, aber der Weg scheint versperrt. Ich dringe nicht durch, stehe mir selbst im Weg. Räumt die Steine aus dem Weg! fordert der Dritte Advent. Im Zentrum: Johannes der Täufer, der mit seinem Ruf zur Umkehr Jesus den Weg bereitet. Wo Jesus kommt, da wird die Welt heller und heiler: Vertrocknetes beginnt zu blühen, verschlossene Augen öffnen sich, lahme Glieder bewegen sich. Nichts, weder Täler der Traurigkeit noch Berge der Selbstüberschätzung, sollen seinem Kommen entgegenstehen. Ihm den Weg zu bereiten, heißt wach zu bleiben und sich in Bewegung setzen zu lassen: Traurige zu trösten und die zu ermutigen, die längst schon aufgegeben haben.
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SUMMARY:4. Advent
DESCRIPTION:Freude kann schön machen. Unscheinbare Menschen fangen an zu leuchten, wenn sie sich auf etwas freuen: junge Mütter wie Maria, die ein Kind erwarten. Verliebte, die sich auf den geliebten Menschen freuen, Belagerte, denen endlich der Frieden verkündet wird. Von überstrahlender und verändernder Freude spricht auch der Vierte Advent.  Der Herr ist nah! Die Nachricht behalten sie nicht für sich: Die Wächter, die den Friedensboten erspähen, Maria, die den Gott lobt, der Niedrige erhöht und Mächtige vom Thron stößt und wir können angesteckt von Gottes Freude gütiger und schöner werden.
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DTSTART:20071223
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SUMMARY:Christnacht
DESCRIPTION:Nach dem Trubel des Heiligen Abends ist es wohltuend, in die Kirche zurückzukehren, bei Kerzenschimmer und Musik noch einmal zur Besinnung zu kommen und die Botschaft der Heiligen Nacht zu hören. In vielen Kirchengemeinden hat dieser Gottesdienst eine ganz besondere, musikalische Note.  Durch Jesu Geburt bricht Licht mitten in die Nacht - es braucht nicht viel, um dies in der Christnacht zu erfahren. Sie erzählt von den alten Verheißungen eines Friedenskönigs, die in Jesus, dem Nachkommen des Königs David, ihre Erfüllung finden. Er ist Immanuel, Gott-mit-uns. Die Nacht seiner Geburt erinnert an das tiefe Geheimnis Gottes: In diesem armen, kleinen Kind, in Jesus Christus zeigt er sich. Hier und nirgendwo anders liegt Gottes Wahrheit verborgen.
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SUMMARY:Christvesper
DESCRIPTION:Die Geschichte von Maria und Josef und dem Kind in der Krippe, jedes Jahr berührt sie uns neu: unsere Sehnsucht nach einer heilen Welt, nach allumfassender Liebe, nach einem Gott, der keine Angst macht, nach Licht in der Dunkelheit - wenigstens am Heiligen Abend.  Im Krippenspiel, in der Lesung des Weihnachtsevangeliums und in den leuchtenden Augen der Kinder wird etwas spürbar von der Liebe, die Gott den Menschen schenkt: "Ein Kind ist uns geboren", ein hilfloses Kind, das der Welt Rettung und Hilfe bringt. Es ist ganz arm und soll uns reich machen. Es kommt in die Dunkelheit und bringt Licht.
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SUMMARY:Christfest I
DESCRIPTION:Freunde und Freundinnen, das sind für mich Menschen, vor denen ich mich nicht verstecken muss, die mich gern haben, auch wenn ich etwas Dummes sage, und die nicht auf mich herabschauen, wenn ich einen Fehler mache. Freunde mögen mich, so wie ich bin.  In Jesus sieht uns Gott freund-lich an, er begegnet uns auf Augenhöhe, davon spricht der erste Weihnachtsfeiertag. Die Hirten, die sich auf das Wort des Engels hin auf den Weg machen, erfahren es als erstes: In dem kleinen, hilflosen Kind zeigt sich ein Gott, vor dem sie sich nicht zu schämen brauchen. Sie können und brauchen nicht zu Gott empor zu steigen, er kommt zu ihnen herab. Ja, noch viel mehr: In diesem Kind macht Gott sie selbst und alle Menschen zu seinen Söhnen und Töchtern, zu Erben seiner Verheißung. Und Weihnachten ist nur der Anfang. Wer sich wie die Hirten auf den Weg zur Krippe macht, wird verändert zurückkommen: bewegt und berührt von der Menschenliebe Gottes.
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SUMMARY:Christfest II
DESCRIPTION:Ein Reicher wird arm, Arme werden reich, ein Wolf liegt neben einem Lamm, ein Kind spielt mit der Schlange…die biblischen Lesungen an diesem Tag muten an wie eine "verkehrte Welt".  Mit der Geburt Jesu wurden die bisherigen Ordnungen auf den Kopf gestellt, zeigt der zweite Weihnachtsfeiertag. Weihnachten, das ist der Beginn eines welt- und zeitumspannenden Geschehens. Das große Friedensreich, das seit alter Zeit erwartet wurde, nahm mit Jesus seinen Anfang. Denn, da sind die biblischen Zeugen ganz klar: Sein Platz war von Anfang her bei Gott. So sprechen sie von der Herrlichkeit Jesu und von seiner Einheit mit Gott. In seiner Geburt verbinden sich Himmel und Erde, kommt der ewige Gott zu den Menschen und zieht die Menschen zu sich empor. Das ist nicht auf den ersten Blick zu erkennen. Aber wer es glaubt, wird viele Zeichen dieser neuen Welt wahrnehmen.
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SUMMARY:1. So. n. Christfest
DESCRIPTION:Alt ist er geworden und grau. Doch seine Augen sind jung und leuchtend in die Ferne gerichtet. "Du spinnst!" sagen die einen. "Hör doch auf. Es wird sich nichts ändern". Freunde haben sich kopfschüttelnd abgewandt, andere sind verbittert gestorben. Leise, geduldig wartet er weiter, traut der alten Verheißung auf den Friedenskönig, der die Rettung bringt. Jahr um Jahr, Tag um Tag. Als er das Kind in den Armen hält, öffnet er die Augen in plötzlichem Erkennen: Er hat nicht vergeblich gewartet. Und Simeon singt: "Meine Augen haben deinen Heiland gesehen".  Dass in Jesus Christus Gott sichtbar geworden ist, darum geht es am ersten Sonntag nach dem Christfest. Immer wieder haben Menschen in ihm das Licht erkannt, das die Dunkelheit erhellt, haben, wie Simeon, es staunend bekannt und weitererzählt.
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DTSTART:20071230
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SUMMARY:Altjahresabend
DESCRIPTION:"Schon wieder ein Jahr vorbei." Es ist erschreckend, wie die Zeit vergeht. Der Jahreswechsel macht das immer wieder neu bewusst. Er ist eine Chance zum Innehalten und zur Rückschau. Was ist in diesem Jahr gelungen? Was missglückt? Wem bin ich etwas schuldig geblieben? Für vieles kann ich danken, manches noch zurechtbiegen, einige Sorgen ablegen. Anderes schleppe ich mit. Doch ich wurde behütet in diesem Jahr. Gott sei Dank.  Der Gottesdienst zum Altjahresabend stellt meine Bilanz unter die große Zusage Gottes: Im alten, wie im neuen Jahr wird Gott uns begleiten, wird Orientierung geben wie die Feuersäule in der Wüste, wird gegen alle Widerstände auf unserer Seite stehen. Meine Welt mag sich ändern. Doch Jesus Christus bleibt der Gleiche: gestern, heute und in Ewigkeit. Sein Versprechen gilt. Es lohnt sich, mit ihm zu rechnen; auch im neuen Jahr.
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DTSTART:20071231
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SUMMARY:Neujahrstag
DESCRIPTION:Weniger rauchen oder mehr schlafen, ein Stellenwechsel oder weniger Gewicht auf der Waage - vielfältig sind die Vorsätze für das neue Jahr. Noch ist es jung, liegt vor uns, wie ein unbeschriebenes Blatt. Doch wie schnell reißen alte Unsitten ein.  Wir können planen, aber wir haben unsere Zukunft nicht in der Hand, das zeigt der Gottesdienst am Neujahrstag. Dennoch macht er Mut zum Aufbruch. Unser Wollen, Tun und Planen liegt in Gottes Macht. Wer ihm seinen Weg anvertraut, den wird er leiten. Mit Gottes Schutz und seiner Hilfe können wir den Weg ins neue Jahr getrost wagen.
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DTSTART:20080101
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SUMMARY:Epiphanias (Erscheinungsfest)
DESCRIPTION:Es gibt Menschen, Orte oder Momente, die haben eine ganz besondere Ausstrahlung. Die sind so von etwas erfüllt, dass es nicht verborgen bleiben kann. Das Fest der Erscheinung (griech. Epiphanias) feiert die Strahlkraft der Geburt des göttlichen Kindes - weit über die Grenzen des Landes hinweg.  Bild dafür ist der helle Stern, der die drei weisen Männer aus dem Orient an die Krippe führte. Sie erkannten das Licht, das mit Jesus über der Dunkelheit der Welt aufging. Wer den Schein, der von diesem Kind ausgeht, nicht übersieht, der wird selbst zum Lichtträger. Der kann die Botschaft nicht für sich behalten, sondern ist so erfüllt von Gottes Liebe, dass er von innen leuchtet.
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DTSTART:20080106
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SUMMARY:letzter So. nach Epiphanias
DESCRIPTION:Es gibt Momente, in denen sehe ich völlig klar. Für einen Augenblick erscheint mir mein Leben wie von Licht bestrahlt, weiß ich genau, wer ich bin und wohin ich gehe. Bergerfahrungen sind das, voller Überblick und Klarheit. Von einem lichten Erlebnis spricht der letzte Sonntag nach Epiphanias. Auf einem Berg sehen die Jünger Jesus verklärt und erkennen: Dies ist Gottes Sohn. "Hier ist gut sein" sagt Petrus. "Lasst uns Hütten bauen."  Von Gott ergriffen sind sie, wie Mose, den Gott aus dem Feuer anruft, und wie der Seher Johannes auf Patmos. Doch bei einem solchen Erlebnis kann niemand stehen bleiben, jeder muss in den Alltag zurück, oft genug in das Leid. Aber alle nehmen den hellen Schein mit, der sie ermutigt, weiter in Gottes Licht zu leben.
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DTSTART:20080113
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SUMMARY:Septuagesimä
DESCRIPTION:"Das ist unfair!" Nicht nur Kinder sind über Ungerechtigkeit erbost. Doch was ist gerecht? Alle gleich zu behandeln oder die Anlagen jedes Einzelnen zu berücksichtigen? Eltern von unterschiedlichen Kindern wissen, dass eine Gleichbehandlung auch ungerecht sein kann.  Gottes Gerechtigkeit ist Güte, zeigt der Sonntag Septuagesimae (70 - eigentlich nur 63 - Tage vor Ostern).  Der Weinbergbesitzer, der allen, auch den letzten Arbeitern den gleichen Lohn auszahlt; Jesus, der ausgerechnet mit einem Zöllner zu Tisch sitzt; Gott, der sich nicht von Stärke und Reichtum beeindrucken lässt, sondern ihnen Recht und seine Gerechtigkeit entgegensetzt. Diejenigen, die sich von dieser Gerechtigkeit anstecken lassen, die ruft Jesus in seine Nachfolge, zu einem Lauf, der nicht ins Ungewisse führt.  Brauchtum:  An Septuagesimae wurden in der alten Kirche die Taufbewerber für Ostern ausgewählt.
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DTSTART:20080120
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SUMMARY:Sexagesimä
DESCRIPTION:"Was ich nicht höre, das wurde nicht gesagt." Kinder können das hervorragend: Ohren zu, auf Durchzug gestellt. Aber auch uns fällt das Zuhören oft schwer. Wie viel schwerer noch, wenn es um Gottes Wort geht. Und dann trifft es wieder plötzlich, unvermittelt, mitten ins Herz. Das Wort Gottes und seine Wirkung stehen im Zentrum des Sonntags Sexagesimae. Manchmal ist es scharf, schmerzhaft und trennend wie ein Schwert, dann wieder scheint es nicht zu wirken, setzt sich aber fest und wächst im Stillen. Gott streut die Botschaft seiner Liebe großzügig aus. Auch wenn wir sie verdorren lassen: Sie gilt uns. Es liegt an uns, damit ernst zu machen. Aber eins ist sicher: Ohne Wirkung bleibt die gute Nachricht nicht. Wie bei Lydia, die, von Gottes Wort angefacht, zur ersten Christin Europas wurde.
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DTSTART:20080127
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SUMMARY:Estomihi
DESCRIPTION:Wie weit würde meine Freundschaft gehen? Würde ich zu meinen Freunden stehen, selbst wenn sie ausgelacht oder verachtet, verfolgt oder verdächtigt würden? Würde ich sie begleiten? Die Freundschaft zu Jesus verlangt seinen Jüngern viel ab. Sie werden mit ihm nach Jerusalem ziehen und seinen Tod miterleben. Jesus kündigt ihnen das an. Am Sonntag Estomihi steht die Nachfolge im Vordergrund. Nicht, wer viele große Worte macht, sondern wer sich für Gerechtigkeit einsetzt und beharrlich liebt, der hat den Ruf in die Nachfolge gehört, dem hat Jesus die Augen geöffnet. Aber zu Jesus zu stehen, ist nicht immer leicht. Es bedeutet auch, Nachteile in Kauf zu nehmen, sein Leid zu tragen. Jesu Frage gilt auch uns: "Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme an seiner Seele Schaden?".
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DTSTART:20080203
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SUMMARY:Aschermittwoch
DESCRIPTION:Ein Aschenkreuz auf der Stirn - das erlebt man unter Evangelischen selten. Und trotzdem leitet auch in den lutherischen Kirchen der Aschermittwoch die Passionszeit ein, eine Zeit der Einkehr und der Besinnung auf das Leiden Jesu Christi.  In wenigen Gemeinden findet an diesem Tag ein Gottesdienst statt, der auf die Passions- und Fastenzeit einstimmt. Er ruft zu einem Fasten auf, das nach Gottes Willen ist, das leise und beharrlich nach einem Leben fragt, das Gott gefällt. Dass Verzicht zum Wesentlichen führen kann, erfahren diejenigen, die in der Passionszeit lieb gewordene Gewohnheiten aufgeben. Die bundesweite Fastenaktion der Evangelischen Kirche " sieben Wochen ohne", die am Aschermittwoch offiziell eröffnet wird, ermuntert dazu, in der Passionszeit bewusster zu leben.
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DTSTART:20080206
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SUMMARY:Invocavit
DESCRIPTION:Sie ist nicht zart und sie ist nicht aufregend und sie macht auch wenig Spaß. Auch wenn uns die Werbung etwas anderes erzählt: Versuchung ist eine ernste Sache. Wer versucht wird, bei dem steht nicht selten seine Integrität auf dem Spiel. Ehrlich sein, auch wenn ich dadurch Nachteile habe? Steuern hinterziehen, wenn es niemand sieht? Kann ich mir selbst treu bleiben?  Um Versuchung geht es am Sonntag Invokavit. Von der Versuchung der Schlange - "Ihr werdet sein wie Gott" - bis zu Jesus, der auf subtile Weise versucht wurde. Das Bekenntnis zu ihm und der Blick in die heilige Schrift helfen, in der Versuchung zu bestehen und Gott richtig zu dienen: Hungrige zu speisen, Arme zu bekleiden. Und wenn es schwierig wird: "Ich habe für dich gebeten, dass dein Glaube nicht aufhöre", sagt Jesus zu Petrus.
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DTSTART:20080210
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SUMMARY:Reminiscere
DESCRIPTION:"Du lernst aber auch gar nichts." Manchmal helfen alles Reden und Erklären nichts, kein Vorbild und keine Predigt. Alles Mühen ist umsonst. Die Kinder haben ihren eignen Kopf. Man möchte sie schütteln, aber sie werden nur noch bockiger. Es fällt schwer, da nicht die Geduld zu verlieren.  So geht es Gott mit seinen Menschen, zeigt der Sonntag Reminiszere. Wie der umhegte  Weinberg, der nur saure Trauben hervorbringt, wie die bösen Weingärtner, die sich in Abwesenheit des gütigen Besitzers des Weinbergs bemächtigen und seine Boten töten, verachten sie oft Gottes Willen. Sie meinen zu glauben und handeln doch herzlos und kalt. Sollte Gott da nicht die Geduld verlieren? Doch gerade zu den Sündern ist Jesus Christus gekommen - zur Hoffnung für alle Welt.
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DTSTART:20080217
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SUMMARY:Okuli
DESCRIPTION:"Der Einsatz ist hoch", heißt es nicht nur im Glücksspiel. Manche Entscheidungen im Leben verlangen uns viel ab: Kraft und Energie, Geld und Geduld, Tränen, manchmal auch Trennungen. Und trotzdem würden wir uns wieder genauso entscheiden. Weil es rückblickend richtig war, weil uns die Erfahrung reicher gemacht hat.  Auch bei Jesus ist der Einsatz hoch, das zeigt der Sonntag Okuli. Wer Jesus nachfolgen will, muss verzichten lernen, darf nicht zurückschauen. Wer Gott ernst nimmt, muss Entscheidungen treffen für ein Leben in Liebe und Hingabe. Die Bibel erzählt von Menschen, die Gott bis zum Äußersten gefordert hat: Jeremia, der um Gottes Willen verspottet wird; Elia, der  auf der Flucht zu Tode erschöpft ist. Und doch erfahren gerade sie: Gott ist bei mir. Er macht mich stark.
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DTSTART:20080224
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SUMMARY:Lätare
DESCRIPTION:"Der gewinnt auch dem Schlimmsten noch etwas Gutes ab!" Ein Kopfschütteln, ein leises Bewundern. Manche Leute verbreiten Freude, obwohl sie wirklich nichts zu lachen haben. "Freut euch - allem Leiden zum Trotz!" Mitten in der Passionszeit erklingt dieser Ruf am Sonntag Lätare.  Freuen - warum? Weil schon im Sterben das Leben begriffen ist. Plastisch die Bilder, die Jesus wählt: Nur das Samenkorn, das in die Erde fällt, bringt Frucht. Brot muss verzehrt werden, um stärken zu können. Er selbst ist das Brot für uns, das jetzt schon den Hunger nach Leben stillt. Gottes Zusage gilt: "Es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen, aber meine Gnade soll nicht von dir weichen, und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen, spricht der HERR, dein Erbarmer."
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DTSTART:20080302
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SUMMARY:Judika
DESCRIPTION:"Wer nicht hören will, muss fühlen." Wer sich nicht unterordnet, wer nicht gehorcht, muss oft genug die Konsequenzen tragen. Und doch: Blinder Gehorsam kann zur Katastrophe führen, ziviler Ungehorsam gar geboten sein.  Es ist ein harter Gott und ein blinder Gehorsam, den der Sonntag Judika beschreibt: Ein Gott, der Ungehorsam mit Strafen schlägt und Abrahams Gehorsam grausam auf die Probe stellt. Ein Gott, der Jesus abverlangt, als Opfer in den Tod zu gehen? Dunkel ist dieser Gott und fern. Doch auf der anderen Seite steht Gott, der selbst gehorsam ist, der den Menschen dient und ihnen zum Leben verhilft. Auch hinter der dunkelsten Geschichte scheint das durch: Gott will, dass allen Menschen geholfen wird. Im Vertrauen darauf wird es möglich, sich auf Gott zu verlassen und dem Nächsten zu dienen.
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DTSTART:20080309
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SUMMARY:Palmarum / Palmsonntag
DESCRIPTION:Es gibt Momente, in denen ist nichts, wie es scheint. Ein fröhliches Gesicht versteckt tiefe Trauer, wer Härte zeigt, kann auch barmherzig sein, und hinter einer scheinbar so düsteren Zukunft verbirgt sich eine neue Chance. Grenzmomente sind das, unsicher und vage. Erst im Nachhinein deute ich die Zeichen richtig.  Der Palmsonntag führt in eine solche Grenzzeit hinein: Die Hände die eben noch Palmzweige schwingen, sind fast schon zu Fäusten geballt. Das "Hosianna" wird zum gellenden "Kreuzige"-Ruf, fröhliche Gesichter erstarren zu Fratzen. Und doch ist es Jesu Tod am Kreuz, der den Menschen Leben bringt. Sein Weg ins Dunkel war ein Weg ins Licht, heute bekennen wir das. Im Geschlagenen, im Verachteten war Gott ganz nah. Nur wenige erkannten das, wie die Frau, die den Todgeweihten wie einen König salbte.
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DTSTART:20080316
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SUMMARY:Gründonnerstag
DESCRIPTION:Wann habe ich ihn zum letzten Mal gesehen? Welche Worte wurden gesprochen, und was wurde verziehen? Wie wichtig werden diese Fragen, wenn ein geliebter Mensch stirbt. Wohl denen, die Abschied nehmen durften oder gar ein letztes Wort mitbekamen. Sie behalten es ein Leben lang.  Vom letzten Vermächtnis Jesu berichtet der Gründonnerstag. Jesus nimmt sich viel Zeit zum Verabschieden, macht den Jüngern Mut, wäscht ihnen die Füße und gibt ihnen Worte und Zeichen für die Zeit ohne ihn. Und das Vermächtnis lebt. Noch heute bekennen Christen: Im Abendmahl ist Jesus ganz nah, auch nach 2000 Jahren noch. Er gibt uns an seinem neuen Leben Anteil. Ihn ehren wir, wenn wir einträchtig und ohne Trennungen das Brot brechen und den Wein teilen.
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DTSTART:20080320
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END:VEVENT
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SUMMARY:Karfreitag
DESCRIPTION:Wer kann ermessen, wie tief menschliches Leid geht? Hilflos und voller Furcht stehen wir davor. "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" Wer so schreit, fühlt sich ganz allein. Doch Gott weicht dem tiefsten menschlichen Leid nicht aus, davon berichtet der Karfreitag. Er begegnet ihm auf unbegreifliche Art: In Jesus begibt Gott sich selbst kompromisslos in die Nacht hinein. Er wird von Freunden verraten, verspottet, gefoltert und schließlich am Kreuz hingerichtet.  Die ersten Christen bekannten: Jesus ist für unsere Sünden gestorben. Nichts, was wir tun, kann so schlimm sein, dass wir verloren gehen. Aber heute haben immer mehr Menschen Schwierigkeiten damit: Braucht Gott ein Opfer zur Sühne? Er braucht es nicht, aber er ist den Menschen im Leiden ganz nah. Keine Schranken soll es geben zwischen ihm und uns. Zeichen dafür ist das Kreuz, das Himmel und Erde verbindet.
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DTSTART:20080321
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SUMMARY:Osternacht
DESCRIPTION:An der Schwelle zwischen Tod und Leben, Dunkel und Licht wird die Osternacht gefeiert. In dieser Nacht, in der Jesus auferstand, liegen Trauer und Hoffnung, Todesschwärze und das jubelnde Lob der neuen Schöpfung dicht beieinander.  So spannt die Liturgie einen weiten Bogen: von der guten Schöpfung im Anbeginn über die Abwendung des Menschen von Gott, den Auszug aus Ägypten bis hin zur immer neuen Abkehr vom richtigen Weg. All das gipfelt im Kreuz. Ostern, so die Botschaft dieser Nacht, ist ein neues, umwälzendes Befreiungsgeschehen. Mit seiner Auferstehung zerreißt Jesus so viel: unsere Trennung von Gott, unsere Ohnmacht, unseren Tod. "Christ ist erstanden", mit dem Licht, das entzündet wird, erklingt dieser Osterjubel neu - dem Tod zum Trotz.   Tradition: Taufe in der Osternacht
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DTSTART:20080322
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END:VEVENT
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SUMMARY:Karsamstag
DESCRIPTION:Wer kann ermessen, wie tief menschliches Leid geht? Hilflos und voller Furcht stehen wir davor. "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" Wer so schreit, fühlt sich ganz allein. Doch Gott weicht dem tiefsten menschlichen Leid nicht aus, davon berichtet der Karfreitag. Er begegnet ihm auf unbegreifliche Art: In Jesus begibt Gott sich selbst kompromisslos in die Nacht hinein. Er wird von Freunden verraten, verspottet, gefoltert und schließlich am Kreuz hingerichtet.  Die ersten Christen bekannten: Jesus ist für unsere Sünden gestorben. Nichts, was wir tun, kann so schlimm sein, dass wir verloren gehen. Aber heute haben immer mehr Menschen Schwierigkeiten damit: Braucht Gott ein Opfer zur Sühne? Er braucht es nicht, aber er ist den Menschen im Leiden ganz nah. Keine Schranken soll es geben zwischen ihm und uns. Zeichen dafür ist das Kreuz, das Himmel und Erde verbindet.
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DTSTART:20080322
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SUMMARY:Ostersonntag
DESCRIPTION:Die erste Liebe oder die Geburt eines Kindes, Rettung aus höchster Gefahr - es gibt Ereignisse, die erfüllen uns mit unaussprechlicher, tiefer Freude. Singen möchte man und jubeln, oder man bekommt kein Wort heraus vor lauter Glück.  Ostern, das ist das Fest purer Freude. Einer Freude, die deswegen so rein ist, weil sie die Tiefen kennt und sie doch bezwungen weiß. Ostern ist das Urdatum der Kirche. Die drei Frauen am Grab, die Jünger, denen der Auferstandene erscheint und Maria Magdalena, sie können nach dem ersten Schrecken nicht schweigen: Jesus lebt! Die Liebe hat den Tod bezwungen. Er hat die letzte Macht über uns verloren. Wer gegen allen Augenschein in diesem Vertrauen lebt, der kann freier handeln, der wird aufstehen gegen alles, was das Leben bedroht. "Tod, wo ist dein Stachel?", fragt der Apostel Paulus zurecht.  Brauchtum: Osterlachen
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DTSTART:20080323
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SUMMARY:Ostermontag
DESCRIPTION:Manchmal sehe ich das Offensichtliche nicht. Die Lösung, die zum Greifen nah ist, einen Menschen, der Hilfe bringt. Da müssen mir erst die Augen aufgehen.  Auch für die Gegenwart Jesu sind wir oft blind, das zeigt der Ostermontag.  Meilenweit wandern zwei Jünger neben dem Auferstandenen nach Emmaus, bevor sie ihn erkennen. Erst als er das Brot mit ihnen bricht, gehen ihnen die Augen auf. Es ist so viel leichter, an den Tod zu glauben, als an das Leben, auch heute noch. Doch mit Jesu Auferstehung ist jedem Einzelnen das Leben verheißen, auch nach dem Sterben. Die alttestamentliche Vision von Gott, der den Tod zerstört - in Jesus wird sie Wirklichkeit. Wer daran glaubt, für den gibt es keine Hoffnungslosigkeit.
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DTSTART:20080324
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END:VEVENT
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SUMMARY:Quasimodogeniti
DESCRIPTION:"Ich glaube nur, was ich sehe", sagen viele. Was ich mit dem Verstand fassen kann, was ich be-greifen kann, nur das hat Bestand. Auferstehung? Das passt da nicht hinein.  Auch viele Jünger konnten die Botschaft von der Auferstehung Jesu zunächst nicht glauben. Wo war der Beweis? Wo die logische Erklärung? Der erste Sonntag nach Ostern (Quasimodogeniti) erzählt davon, wie Jesus den Zweiflern und Skeptikern entgegenkam, sich anfassen ließ und gemeinsam mit ihnen aß. So konnten sie später auch glauben, was sie nicht sahen: die unsichtbare Gemeinschaft mit Christus. Schon jetzt haben Christen Anteil an seinem, dem neuen Leben. Darf man das glauben? "Selig sind, die nicht sehen und doch glauben", sagt Jesus.
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DTSTART:20080330
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SUMMARY:Misericordias Domini
DESCRIPTION:Manchmal wünsche ich mir das: Einen, der für mich sorgt, der mir den rechten Weg zeigt und mich unbeschadet durch Gefahren führt, einen, der meinen Durst nach Leben stillt und nach mir sucht, wenn ich verloren gehe. Jesus, der "gute Hirte" steht im Zentrum des zweiten Sonntags nach Ostern. Das Urbild des Schäfers spricht Kinder wie Erwachsene an. Das neue Testament bekennt Christus als den guten Hirten, der das Verlorene nicht aufgibt und der sein Leben für das ihm Anvertraute lässt. Jeder einzelne zählt. Die biblischen Texte warnen aber auch vor schlechten Hirten, die nur an ihr eigenes Wohl denken, bei Gefahr davonlaufen und das Schwache nicht stärken. Da gilt es, sich an den guten Hirten zu halten und nach seinem Beispiel selbst auf andere zu achten.
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DTSTART:20080406
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SUMMARY:Jubilate
DESCRIPTION:Jubilate - Jubelt! Wie leicht ist es, im Frühjahr in den Jubel der wiedererwachenden Natur einzustimmen. Ihr Wiederaufblühen wird in der Osterzeit zum wunderbaren Sinnbild der Auferstehung.  Schöpfung und neues Leben sind Themen des Sonntags Jubilate. Er erzählt von der guten Schöpfung am Anfang, aber auch von ihrer Vorläufigkeit. Auch Christen sind der Vergänglichkeit unterworfen. Und doch haben sie bereits eine Ahnung von neuem Leben. Denn Jesus ist auferstanden. Für den, der daran glaubt, hat der Tod seine Endgültigkeit verloren. Neu zu werden ist möglich, auch hier und heute. Wer an dieser Hoffnung festhält, dem wächst Stärke zu. Denn wie der Weinstock seinen Trieben Kraft gibt, so haben auch Christen ihren Halt in Christus und können sich immer wieder zum Leben rufen und erneuern lassen.
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SUMMARY:Kantate
DESCRIPTION:Der ausgelassene Tanz, das Lied, das Trauernden die Tränen löst, das Pfeifen im Dunkeln und die Arie, die tief ins Herz dringt - Musik lässt niemanden unbewegt. Evangelische Frömmigkeit wäre nicht denkbar ohne sie. Um Musik und Gesang drehen sich die biblischen Lesungen am Sonntag Kantate (Singt!): Der erleichterte Dank der Geretteten, das mächtige Loblied der Werke Gottes und der mutige Gesang, der Kerkermauern sprengt - sie alle vereinen sich zu einem vielstimmigen Lob Gottes. Kein Bereich des Lebens soll von diesem Lob ausgeschlossen sein, keiner ist zu gering für diese Musik. Je mehr unser Leben zum Gesang wird, desto stärker wird uns dieses Lied verändern zu liebevolleren und dankbaren Menschen.
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SUMMARY:Rogate
DESCRIPTION:Wie komme ich in Kontakt mit Gott? Bleibt nicht ungehört, was ich zu ihm spreche? Vielen Erwachsenen fällt das Beten schwer. Andere erleben es als befreiend, ihr Herz auszuschütten oder in der Stille Gott zu suchen.  Der Sonntag Rogate (Betet!) ermutigt zum Gebet. Auch Jesus hat immer wieder dazu aufgerufen. Vielfältige Formen des Betens finden sich schon in der Bibel: Das stürmische  und unnachgiebige Gebet, das Gott drängt wie einen Freund, das stellvertretende Einstehen für andere und der Dank. Jesus verspricht, dass wer in seinem Namen bittet, bei Gott nicht auf taube Ohren stößt. Und er lehrt seine Jünger das Gebet, das alle anderen umfasst: das Vaterunser. Es müssen nicht viele Worte sein. Dieses ist genug. Es führt zum Hören auf Gott. Nicht unser, sondern Gottes Wille soll geschehen.
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SUMMARY:Christi Himmelfahrt
DESCRIPTION:"Hier ist der Himmel auf Erden", sagen wir in Momenten, in denen es uns rundum gut geht. Was ist der Himmel? Die unendlich blauen Weiten über uns oder die scheinbar zeitlosen Sekunden, in denen wir glücklich sind?  Wenn wir Christi Himmelfahrt feiern, erinnern wir an den Abschied Jesu von seinen Jüngern 40 Tage nach seiner Auferstehung. Er kehrt zurück zu Gott. Seit dieser Zeit ist für Christen der Himmel dort, wo Jesus Christus ist. Zwischen Himmel und Erde leben sie. Und doch: "Was steht ihr da und schaut in den Himmel?" Die Frage an die Jünger gilt auch uns. Im Hier und Jetzt, in unserer Gegenwart können wir etwas vom Himmel erfahren: in dem Glanz auf den Gesichtern unserer Mitmenschen, in Momenten der Freude und der Liebe, in denen wir eins sind mit Gott und Menschen.
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SUMMARY:Exaudi
DESCRIPTION:Manchmal wird mir der Abschied schwer: Wenn ich dem Zug hinterher blicke oder hinter der Absperrung am Flughafen stehe. Noch viel schwerer ist es, wenn ich nicht weiß, ob wir uns wiedersehen werden. Den Abschied Jesu von seinen Jüngern beschreibt der Sonntag Exaudi (Erhöre!). Seit seiner Himmelfahrt ist Jesus nicht mehr sichtbar bei ihnen. Es liegen harte Tage vor ihnen. Doch Jesus lässt sie nicht allein. Auf andere Art wird er ihnen nahe sein: in ihren Herzen, als nie versiegende Quelle der Kraft. In einem neuen Geist werden sie Jesus erkennen. Das ist kein Ersatz für seine Anwesenheit, aber ein Trost. Noch heute lebt dieser Geist unter uns: Wo nach Gottes Willen gefragt wird, wo Liebe unser Handeln prägt, da wird er spürbar. Aber auch dort, wo wir verzagen, wo uns der Hals zugeschnürt ist, ist er uns tröstend nahe und bringt unsere Anliegen vor Gott.
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SUMMARY:Pfingstsonntag
DESCRIPTION:Dass ich andere nicht verstehe, das erlebe ich so oft: In fremden Ländern, bei Fachgesprächen oder wenn ich an anderen vorbeirede. Das Gegenteil geschieht an Pfingsten. Jünger, die gerade noch mutlos waren, überkommt eine große Kraft, wie ein Sturmwind. Bewegt vom Heiligen Geist sprechen sie von Jesus Christus, und das Wunder geschieht: Jeder kann sie in seiner eigenen Sprache verstehen. Viele lassen sich taufen: Die Kirche ist geboren. Pfingsten lädt ein, darüber nachzudenken, welche Sprache wir sprechen: die Sprache der Angst oder die der Liebe. Der Pfingstgeist hält Jesus unter uns lebendig. Es ist ein Geist, der Menschen verbindet und nicht trennt, der befreit und nicht einengt, ein Geist, der uns die Augen öffnet für Unrecht und uns den Mund auftut für die Wahrheit.
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SUMMARY:Pfingstmontag
DESCRIPTION:Die eine kann gut lesen und der andere hat einen guten Geschmack. Diese kann gut zuhören und jener hat einen wachen, kritischen Verstand. So bunt und vielfältig wie die Menschen sind die Begabungen in den christlichen Gemeinden. 
Die praktischen Auswirkungen des Heiligen Geistes hat der Pfingstmontag im Blick. Da ist Petrus, der, bewegt von Gottes Geist, erkennt, dass Jesus der Messias ist. Da sind jene, die ihre Erfahrungen mit Gott weitergeben, und andere, die die Zeichen der Zeit erkennen. Alle Gaben aber vereint ein Geist: die Kraft, die von Jesus Christus ausgeht und die der Liebe und dem Aufbau der Gemeinde dient. 
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SUMMARY:Trinitatis
DESCRIPTION:Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist, der eine Gott in drei Personen - viele tun sich damit schwer. Drei in einem - wie soll das gehen?  Am Sonntag Trinitatis feiern Christen das Fest der Dreieinigkeit Gottes - einer theologischen Idee, die schwierig ist und doch viel über das Wesen Gottes aussagt. Gott ist umfassender, als ein Mensch begreifen kann. Aber er lässt sich auf eine Geschichte mit den Menschen ein und offenbart ihnen mit der Zeit immer mehr von sich: Als Vater erwählt sich Gott ein Volk, als Sohn  nimmt er sich des Schicksals aller Menschen an, bezieht schließlich in jedem einzelnen Wohnung: als Begeisterung, als Tröster und als Liebeskraft. Gott ist reine Beziehung - zu der Welt und in sich selbst. Niemand ist von seiner Gegenwart ausgeschlossen. Gott kann und will nicht für sich sein. Ein Ausdruck dafür ist seine Dreieinigkeit.
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SUMMARY:1. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Die einen predigen Gesundheit oder Erfolg, andere Reichtum oder Schönheit. Im Dschungel der fast unbegrenzten Sinnangebote kann man sich leicht verlaufen: Welche Heilsversprechen führen in die Irre? Welche der mir angebotenen Wege führen wirklich zum Leben, sind von Gott? Der 1. Sonntag nach Trinitatis ermuntert dazu, achtsam zu bleiben für die Stimme Gottes zwischen den vielen Stimmen um uns. Dazu gibt es Hörhilfen: Die Worte und Werke Jesu, das Zeugnis von Mose und den Propheten, ein Bekenntnis, das an Gott allein festhält. Alle weisen den einen Weg: den Weg der Liebe, die sich furchtlos und freigiebig dem anderen zuwendet.
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DTSTART:20080525
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SUMMARY:2. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:"Tut mir Leid, keine Zeit" - eine Absage, schnell und achtlos dahingesagt, manchmal später bereut. Wer kennt das nicht? Wenn Gott einlädt zum Fest des Lebens, dann gibt er überfließend und umsonst. Dann gilt seine Einladung allen: Wohlhabenden und Armen, Nahestehenden und Fernen, Glaubenden und Zweifelnden. Gut für die, die keine Entschuldigung vorschützen und keine Ausflüchte suchen. Der 2. Sonntag nach Trinitatis ermuntert dazu, Gottes Einladung nicht auszuschlagen, sondern sich an seinen Tisch rufen zu lassen - in eine bunt gemischte Gemeinschaft, in der sich niemand profilieren muss, sondern in der ein Klima der gegenseitigen Achtsamkeit und Wertschätzung, Offenheit für Außenstehende und Nachsicht gegen Schwächere herrscht.
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SUMMARY:3. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Manchmal stehe ich da und möchte die Zeit zurückdrehen: Mein verletzendes Wort, meine falsche Entscheidung, meine Unachtsamkeit… "Wenn man es doch ungeschehen machen könnte!" Es ist schmerzlich, wenn das nicht gelingt. Was bei Menschen oft nicht mehr geht, bei Gott ist es möglich - das ist die Botschaft des 3. Sonntags nach Trinitatis. Gott will nicht, dass Menschen verloren gehen. Er lässt sie ihre Wege suchen und ihre Fehler machen: Das Schaf, das auf Abwege gerät den Zöllner Zachäus, der den Menschen das Geld aus der Tasche zieht, und den Sohn, der es zu Hause nicht mehr aushält. Doch wie der gute Vater lässt Gott sie nicht fallen: Er wartet, geht entgegen, feiert ein Fest für den wieder gefundenen Sohn.  Eindringlich klingt die Mahnung des Propheten: Wagt umzukehren! Ihr könnt zurück, wenn ihr nur wollt.
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DTSTART:20080608
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SUMMARY:4. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Sympathisch oder unsympathisch? Innerhalb weniger Sekunden ist die Entscheidung gefällt. Auch mit dem moralischen Urteil geht es sehr schnell. Wir "wissen" meist sehr gut, was verwerflich ist, und tun lautstark oder subtil unsere Verachtung kund. Vorsicht vor solchen Urteilen!, warnt der 4. Sonntag nach Trinitatis. Denn es gibt niemanden, der ohne Fehler ist, der nicht immer wieder der Großzügigkeit und der Nachsicht bedarf. Einzig Gott ist es, der richten kann. Darum ermutigt Jesus zum Vergeben: Wer aus dem Bewusstsein lebt, dass Gott ihm barmherzig entgegenkommt, der kann versuchen, versöhnt zu leben, wie Josef, der seinen Brüdern nach langer Zeit das Unrecht verzeiht, das sie ihm angetan haben.
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DTSTART:20080615
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SUMMARY:5. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:"Kommt und seht!" Diese Einladung Jesu gilt uns heute wie den Jüngern vor 2000 Jahren. Von Menschen, die sich in Gottes Dienst rufen ließen, erzählt der 5. Sonntag nach Trinitatis. Der Nomade Abraham, der auf Gottes Wort hin auszieht, und die Fischer, die ihre Netze zurücklassen, Paulus, der durch die Botschaft des Auferstandenen zum Apostel wird  - sie alle sind bereit, Altes aufzugeben und mit Gott neue Wege zu gehen. Selbst wenn es unvernünftig scheint.  Das ist riskant, denn oft müssen sie Unverständnis und Spott ihrer Umgebung und den Widerspruch ihrer eigenen Familien ertragen. Doch sie dürfen sehen: Die übervollen Netze sind erst der Anfang unzähliger wunderbarer Erfahrungen. Wer Jesus folgt, entdeckt immer tiefer, wo Gott auf Erden Wohnung nimmt.
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DTSTART:20080622
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SUMMARY:6. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Die meisten waren so klein, dass sie sich heute nicht mehr daran erinnern können. Und trotzdem wurde damals ein Fundament für das ganze Leben gelegt. Der 6. Sonntag nach Trinitatis steht ganz im Zeichen der Taufe. Er erinnert an den Auftrag Jesu, Menschen zu taufen und an das Geschenk, das am Beginn des Lebens als Christ und Christin steht:  Jesu Leben, Sterben und Auferstehen gilt mir, mein Leben ist vor Gott rein und gut. Über meinem Leben steht die Zusage: "Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!" Viele Gemeinden taufen an diesem Sonntag oder feiern ein Taufgedächtnis.
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DTSTART:20080629
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SUMMARY:7. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Ich habe so viel - und trotzdem bin ich manchmal ganz leer. Ich werde täglich satt, und trotzdem habe ich einen ungeheueren Durst nach mehr. Ich sehne mich nach etwas, das ich nicht beschreiben kann… Dass Gott körperlichen und seelischen Hunger stillt - davon erzählen die Lesungen des 7. Sonntag nach Trinitatis, der aus verschiedenen Perspektiven das Abendmahl beleuchtet.  Essen und Trinken, Zusammensitzen und Feiern gehören zum christlichen Glauben. Jesus nahm die natürlichen Bedürfnisse der Menschen ernst, sättigte Tausende mit fünf Broten und zwei Fischen und saß mit unterschiedlichsten Menschen zu Tisch. Im Abendmahl setzen Christen von Anfang an diese einträchtige Tischgemeinschaft fort und nehmen die Zeit vorweg, in der der Hunger nach wahrem Leben gestillt sein wird.
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DTSTART:20080706
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SUMMARY:8. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Was ich tue oder unterlasse, was ich sage und plane, ist nicht gleichgültig. Wer vom Glauben an Jesus angesteckt ist, der weiß: Ich bin verantwortlich. Mein Leben kann etwas verändern. Wie ein Stein, der ins Wasser fällt, oder wie ein Funke, der überspringt, setzt die frohe Botschaft von Jesus Christus Menschen in Bewegung.  So spricht der 8. Sonntag nach Trinitatis von den Auswirkungen des Glaubens: Als Licht der Welt und Salz der Erde werden Christen in der Welt nicht unbemerkt bleiben und oft genug auch darin anecken. Als Wohnstätten für Gottes Geist werden sie sorgsam und besonnen mit ihrem Körper umgehen. Von Gottes Licht berührt, werden sie selbst wie Kirchenfenster leuchten und das Dunkle meiden.
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SUMMARY:9. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Welche Sicherheiten habe ich? Womit kann ich rechnen? Oft ist mir mein Leben undurchsichtig, und die Welt um mich verändert sich schnell. Dann will ich nichts riskieren, einfach nur dahinleben… Doch der 9. Sonntag nach Trinitatis beunruhigt: Wer sich auf Gott einlässt, muss auf Überraschungen gefasst sein - wie Paulus, dessen Werte durch die Begegnung mit Jesus auf den Kopf gestellt werden, wie Jeremia, der sich für zu jung hält und trotzdem zum Propheten berufen wird, wie der Mann, der auf einen Schatz stößt und spontan seinen ganzen Besitz dafür verkauft.  Nur wer etwas riskiert, wer seine Gaben Gott und den Menschen zur Verfügung stellt, wird letztlich reich dastehen. Welch ein Paradox: Nur wer sich nicht auf weltliche Sicherheiten verlässt, dessen Lebenshaus steht auf festem, sicherem Grund.
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SUMMARY:10. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Israel - ein von Konflikten gebeuteltes Land. Eine grauenvolle Geschichte, die Deutschland und Israel trennt und verbindet. Israel - Ursprung des Christentums, verachtet und idealisiert, bewundert und verfolgt. All diese Facetten spielen am "Israelsonntag" eine Rolle. Er erinnert seit dem 16. Jahrhundert an den Gedenktag der Zerstörungen des Jerusalemer Tempels.  Freilich wurde er in seiner Geschichte sehr unterschiedlich begangen: Während in der Vergangenheit die Überlegenheit des Christentums demonstriert wurde, stehen heute die Trauer über das Unrecht, das den Juden angetan wurde, sowie die heutigen guten Beziehungen zwischen Juden- und Christentum im Vordergrund. Auch wenn wir nicht wissen, was Gottes Plan mit den beiden Religionen ist, so bleibt Israel doch Gottes auserwähltes Volk.
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SUMMARY:11. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:"Mein Haus, mein Auto, mein Boot" - auch wenn ich nicht so dick auftrage, habe ich doch gern etwas vorzuweisen: einen sicheren Arbeitsplatz, eine intakte Partnerschaft oder wohl geratene Kinder. Vor Gott zählen solche "Errungenschaften" nichts. Es gibt nichts, womit ich mich vor ihm brüsten könnte, zeigt der 11. Sonntag nach Trinitatis, weder mit meinem Erfolg, noch mit meinem Glauben.  Gerade diejenigen, die wissen, dass sie vor Gott nichts vorzuweisen haben, und sich ganz auf ihn verlassen, denen wendet er sich zu. Jesus lässt sich von Zöllnern einladen und von einer Prostituierten salben. Gerade sie können seine Zuneigung schätzen und mit Liebe antworten. Wir können Gottes Liebe nicht verdienen, nur dankbar empfangen.
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SUMMARY:12. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Manchmal verstumme ich vor dem Leid anderer Menschen. Manchmal stehe ich wie gelähmt vor den Herausforderungen für unsere Welt. Manchmal verschließe ich meine Augen vor den Bildern, die täglich über den Fernseher auf mich einströmen und meine Ohren vor den Klagen Verzweifelter. Manchmal verschließe ich mein Herz…  Von Jesus, der Menschen Augen und Ohren aufschließt, von der Vision einer Welt ohne Leid und Krankheit, von dem Ende jeder Ungerechtigkeit spricht der 12. Sonntag nach Trinitatis. Aber er geht noch weiter: Er erzählt von Menschen, die, angeregt vom Beispiel Jesu, selbst andere aus der Erstarrung holen. Menschen werden auf vielfältige Weise von Jesus berührt und verbreiten sein Lob - und bauen nach ihren Kräften mit an Gottes Reich.
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SUMMARY:13. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:"Man kann doch nicht einfach so zusehen" - leider doch. Jahr für Jahr sterben Menschen, weil andere wegschauen, schweigen, abwarten. Der Mensch ist "seines Bruders Hüter", trägt Mitverantwortung für ihn, sagt der 13. Sonntag nach Trinitatis. Wer an Jesus Christus glaubt, den kann die Not anderer Menschen nicht unberührt lassen. Der greift nach seinem   Vermögen zu und hilft, selbst wenn es ihm Nachteile einbringt.  Wer so nach Gottes Willen handelt, den bezeichnet Jesus als Schwestern und Brüder. Doch wer ein so weites Herz nicht hat, wer eine solche Liebe für den Nächsten nicht aufbringen kann, hat noch wenig von Gott begriffen. Denn Gott ist in der Liebe machtvoll gegenwärtig. Und wenn die Kraft dazu nicht reicht? Gottes Liebe bleibt unerschöpflich.
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SUMMARY:14. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Immer wieder das Gleiche: Wenn es mir schlecht geht, dann vergesse ich zu gerne, wie viel Gutes mir schon in meinem Leben geschenkt wurde. Geht es mir aber wieder gut, dann kommt es mir selbstverständlich vor. Der 14. Sonntag nach Trinitatis hilft dem Gedächtnis auf die Sprünge und öffnet die Augen dafür, von wem all das Gute kommt, mit dem wir beschenkt sind: "Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat".  Wer dankbar lebt, der ist nicht nur glücklicher, der lebt auch in Gottes Geist. Der Geist, der es uns erlaubt, kindlich zu Gott zu beten und von ihm Gutes zu empfangen, weckt auch die Erinnerungen an die Wohltaten Gottes. Der öffnet auch dem Geheilten den Mund zu Gottes Lob.
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DTSTART:20080824
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SUMMARY:15. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Oft wächst mir mein Leben über den Kopf. Ein dickes Paket von Sorgen scheint mich niederzudrücken. Um meine Zukunft, meine Kinder, anstehende Entscheidungen. Und dann die vielen Fragen: Werde ich gut ankommen? Wie schaffe ich das enorme Arbeitspensum? Was soll ich sagen? Was anziehen? Manchmal raubt mir das den Schlaf.  Doch vieles erweist sich nach Wochen als unbegründet. "Sorgt euch doch nicht so viel" - dieses Wort Jesu steht über dem 15. Sonntag nach Trinitatis. Der Gott, der in der Schöpfung für seine Menschen reich gesorgt hat, der wird sich auch weiter um sie kümmern - auch durch andere. Im Vertrauen darauf könnten sie das Sorgen aufgegeben und frei werden für ein Leben, das sich nur auf Gott verlässt. Ja, wenn der Glaube nur größer wäre!
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DTSTART:20080831
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SUMMARY:16. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Das unschuldige Sterben eines Kindes, eine Naturkatastrophe, die tausende Leben auslöscht, ein Völkermord, der den Atem nimmt - Gründe zum Zweifeln angesichts des Todes gibt es genug. Dem stellt der 16. Sonntag nach Trinitatis das Angreifbarste und Wichtigste des christlichen Glaubens entgegen: Wir mögen hier und jetzt den Tod erleiden - durch Christus verliert der Tod seine Macht. Schon zu Jesu Lebzeiten geschah das, als er Menschen dem Tod abrang, und noch viel mehr durch sein Sterben und Auferstehen.  Aus der Hoffnung heraus, dass der Tod nicht das letzte Wort hat, könnten Christen mutiger und weitsichtiger in Liebe leben. Sich daran zu halten und darauf zu vertrauen, dass Gottes Güte mächtiger ist als der Tod, dazu ermutigt dieser Sonntag.
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SUMMARY:17. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Glaube? Da fällt mir meine Großmutter ein, die jeden Tag den Abendsegen sprach. Oder der Junge, der fest hofft, dass Gott seine Mama gesund machen wird. Und so viele Männer und Frauen, die im Vertrauen auf Gott ihre Grenzen überschritten: Hilfsprojekte starteten, Widerstand leisteten oder anderen Mut machten. Glaube ist nichts Abstraktes. Er wird gelebt.  So erzählt der 17. Sonntag nach Trinitatis Glaubensgeschichten: Eine "Ungläubige" überwindet Jesu Ablehnung mit ihrem Glauben. Ein Vater bittet um Hilfe für seinen kranken Sohn. Ein Blinder wird sehend und bringt sich mit seinem Glauben in Schwierigkeiten. Beispiele dafür, wie der Glauben Menschen verändern kann. Und wenn das mit dem Vertrauen nicht geht? "Ich glaube, hilf meinem Unglauben!", bittet der Vater.
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DTSTART:20080914
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SUMMARY:18. So n. Trinitatis
DESCRIPTION:Das eine geht nicht ohne das andere: Man kann noch so sehr für Gott eifern, ohne die Liebe zu anderen Menschen bleibt man ihm fern. Man kann sich noch so sehr für andere aufarbeiten, ohne die Rückbindung, ohne die Liebe zu Gott fehlt das Fundament.  Gott lieben und meinen Nächsten wie mich selbst - dieses höchste Gebot steht im Zentrum des 18. Sonntag nach Trinitatis. Auch die zehn Gebote weisen den Weg zur Gottes- und Nächstenliebe. Wenn christliche Gemeinden unterschiedslos offen sind für Menschen aller Bevölkerungsschichten und Lebenssituationen, wenn sie einträchtig und freundlich miteinander umgehen, sich gegenseitig zum Glauben ermuntern und sich für den Frieden einsetzen, dann strahlen sie etwas von dieser Liebe aus.
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DTSTART:20080921
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SUMMARY:19. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Es gilt als bewiesen, dass Christen gesünder sind als andere Menschen. Sie haben weniger psychischen Stress, heißt es, und bessere Wege der Verarbeitung. Seelische Belastungen können krank machen. Sehr sensibel reagiert unser Organismus auf unsere inneren Nöte. Der 19. Sonntag nach Trinitatis schafft einen Zusammenhang zwischen seelischer Entlastung und körperlicher Heilung. Gottes immer neue Zuwendung ist es, die den Menschen gesund  macht. Jesus vergibt einem Gelähmten seine Sünden, bevor er ihn heilt. So sollen  auch christliche Gemeinden für Kranke beten und Sünden vergeben.  "Willst du gesund werden?" Diese nur scheinbar absurde Frage trifft. Ist es nicht leichter, im Alten zu verharren? Bin ich bereit, mich von Gott anrühren zu lassen - wenn ich dabei mein Leben ändern und ein neuer Mensch werden muss?
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DTSTART:20080928
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SUMMARY:Michaelistag
DESCRIPTION:Sie sind klein und pummelig oder schlank mit langem blondem Haar, sie hängen in Autos oder am Schlüsselbund: Engel haben Hochkonjunktur.  Der Michaleistag, der Gedenktag des Erzengels Michael und aller Engel, wird in der evangelischen Kirche selten begangen. Dennoch spielen auch hier die Himmelswesen eine wichtige Rolle. Aber niedlich sind die biblischen Engel keineswegs. Als machtvolle Boten, die dem Bösen widerstehen, als Gottes "Heerscharen" treten sie auf: Michael, der mit dem Teufel kämpft, der Engel, der aus dem Gefängnis führt und der Gottesgesandte, der unsichtbar, aber gewaltig, vom falschen Weg abbringt. Auch von Schutzengeln weiß die Bibel zu berichten. Eines jedoch wird ganz deutlich. Die Engel haben keine eigene Macht. Sie sind Diener, die durch ihren Auftrag zu Himmelsboten werden.   Nach dem Michaelistag richtet sich in der evangelischen Kirche der Termin des Erntedankfestes.
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DTSTART:20080929
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SUMMARY:Erntedank
DESCRIPTION:Der Riesenkürbis und die volle Ähre, die Honigwabe und das Brot - im reich geschmückten Erntealtar kommen Fülle der Natur und Früchte der Arbeit recht zur Geltung. Doch wir ernten mehr: Nahrung und Kleidung, jedes Wachsen und Gedeihen in Partnerschaft und Familie, große und kleine Erfolge im Beruf - da ist so viel, wofür wir danken können.  Das Erntedankfest gibt der Dankbarkeit Raum und wendet sie hin zu Gott. Wer dankt, sieht nichts als selbstverständlich an und weiß sich von Gott reich beschenkt. Ängstliches Sammeln und übermäßiges Sorgen ist ihm fremd. Gottes Großzügigkeit steckt an. So lenkt der Sonntag den Blick über den eigenen Tellerrand hinaus und ruft zum verantwortungsvollen Teilen von Besitz und Ressourcen auf. Wer so geben kann, dessen Quellen werden nie versiegen.
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DTSTART:20081005
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SUMMARY:21. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Frieden schaffen ohne Waffen! In unserer Zeit wird das immer wieder in Frage gestellt. Müssen Christen angesichts der Terrorgefahr nicht auch zur Aufrüstung mahnen?  Der 21. Sonntag nach Trinitatis empfiehlt einen ganz anderen Widerstand: die Wahrheit beim Namen zu nennen und für den Frieden einzutreten. Das ist kein feiges Hinnehmen, sondern eine mutige Entscheidung, mit anderen Waffen zu kämpfen: Mit dem Gebet für das Wohlergehen der Eroberer und mit der Bereitschaft, das Böse mit Gutem zu überwinden.  Manche meinen, das gelte nur im Privaten. Doch käme nicht mancher Konflikt erst gar nicht auf, wenn Gerechtigkeit geschähe?  Liefe nicht manche Aggression ins Leere, wenn sie durch Freundlichkeit entkräftet würde? Verständlich, dass diese Botschaft immer wieder zu Dissonanzen führt, auch unter Christen.
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DTSTART:20081012
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SUMMARY:22. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Manchmal spiele ich die Gekränkte und ziehe mich beleidigt zurück. Dabei bin ich selbst um keinen Deut besser als mein Gegenüber. Aufrechnen und Anklage, Zank und Rechthaberei, all das gibt es auch unter Christen. "Habt ihr das denn nötig?" fragt der 22. Sonntag nach Trinitatis. Euch ist so viel geschenkt, wie könnt ihr noch so kleinlich sein? Ihr habt Vergebung erfahren, wie könnt ihr dann so unversöhnlich leben?  Auch wenn wir wissen könnten, was gut und richtig ist - Gottes gutes Werk mit uns hat erst angefangen. Noch werden wir immer wieder Streit schlichten und einander vergeben müssen. Noch werden wir immer wieder rückfällig werden und uns selbst dafür hassen. Doch Gott sieht uns jetzt schon so, wie wir einst sein werden: Gut und gerecht vor ihm. Vielleicht gelingt es uns ja schon heute, ab und zu so zu leben.
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DTSTART:20081019
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SUMMARY:23. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Wer nach der christlichen Botschaft fragt, wird immer wieder in Spannung geraten zu der herrschenden Ordnung. Akzeptanz oder Widerstand? Dürfen Christen sich überhaupt in die Politik einmischen? Müssen sie es nicht?   Das ambivalente Verhältnis von Christentum und Staat beleuchtet der 23. Sonntag nach Trinitatis. Die Bibel bietet dazu ein mehrdeutiges Bild: Von Unterordnung unter die Obrigkeit bis zur klaren Abwendung von der Welt. Doch bei aller Verschiedenheit: Wenn es zur Entscheidung zwischen der herrschenden weltlichen Macht und Gottes Willen kommen sollte, wissen Christen, welchem Reich sie angehören. Dem Kaiser gehören Steuern und Geld, Gott aber Herz und Gehorsam. Weltliche Macht kann immer nur vorläufig sein. Gerade ist sie auf unser Mitdenken und unser Gebet angewiesen.
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DTSTART:20081026
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SUMMARY:Reformationsfest
DESCRIPTION:Wo komme ich her? Wo liegen meine Wurzeln? Am 31. Oktober besinnen sich lutherische Christen auf ihre Herkunft: Am Reformationstag feiern sie Bekenntnis- und Geburtstag der evangelischen Kirche zugleich.  An die Geschichte des hartnäckigen Mönchs, der mit wehender Kutte seine 95 Thesen an die Wittenberger Schlosskirche nagelt und damit ganz Europa in Aufruhr versetzt, erinnert dieser Tag. Martin Luther war kein Heiliger, aber ein Mensch, der mit seiner Standhaftigkeit, seinem brennenden Fragen nach Gott und seinem mutigen Einstehen für seinen Glauben die Kirche tief geprägt hat. Nach seinem Bespiel arbeiteten viele Christen an der Erneuerung der Kirche und tun es heute noch. So fragt der Reformationstag auch nach gegenwärtigen Missständen und nach der Kirche, die sich immer wieder reformieren muss.
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DTSTART:20081031
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SUMMARY:24. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Wer von Gott berührt wird, ahnt etwas von Ewigkeit, von Heilung und Ganzsein - nur für einen Augenblick. Wie selten geschieht das, wie oft sehnen wir uns danach.  Mit Jesus in Berührung zu treten, bringt Leben, sagt der  24. Sonntag nach Trinitatis. Dieser im Lauf eines Kirchenjahrs nur ganz selten vorkommende Sonntag erzählt von heilsamen Begegnungen mit Jesus. Er, der als erster den Tod überwunden hat, hat die Macht über Leben und Tod. Ihn bekennt seine Kirche als Herrn über das Universum. Ihm vertrauen wir, dass auch die Grenzen unseres Lebens einst aufgehoben sein werden in ihm. Alles hat seine Zeit und findet sein Ende, selbst das tiefste Leid, selbst der Tod.
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DTSTART:20081102
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SUMMARY:Drittl.S.d.Kj.
DESCRIPTION:"Die Erkenntnis traf ihn wie ein Blitz" - viele erfahren das. Als hätte sich ein Schleier gehoben, sehen wir plötzlich klar. Mit ähnlichen Bildern beschreibt die Bibel Jesu Wiederkommen. Unvermittelt, dennoch unmissverständlich bricht Gottes Gegenwart in unsere Welt - Hoffnung für alle, die unter der Vergeblichkeit ihres Tuns und ihrer Begrenztheit leiden.  Der drittletzte Sonntag im Kirchenjahr mahnt zur Wachsamkeit und zur entschiedenen Ausrichtung auf Jesus Christus. In seinem heilenden Wirken und seiner Macht über den Tod ist Gottes Wirklichkeit in unsere Welt eingebrochen. Die Bitte um sein erneutes Eingreifen in unser Leben wird nicht unerhört bleiben. Wo Menschen in seinem Geist leben, da kann immer wieder flüchtig Gottes Reich aufblitzen.
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DTSTART:20081109
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SUMMARY:Vorletzter Sonntag d. Kj.
DESCRIPTION:Wer kennt sie nicht, die Gerichtsdarstellungen mittelalterlicher Kathedralen? Die Zeiten, in denen grässliche Fratzen uns Furcht einflößten, sind Gott-sei-Dank längst vorbei. Und doch spricht die Bibel vom Jüngsten Gericht. Nicht nur wegen der Opfer, denen zu Lebzeiten kein Recht widerfuhr, ist der Gedanke unverzichtbar. Wer gerichtet wird, wird neu ausgerichtet auf den Weg der Barmherzigkeit und der Liebe. Das kann schmerzhaft sein.  Aber, so vermittelt dieser vorletzte Sonntag im Kirchenjahr, es ist auch eine Erlösung für uns und alle, die unter unserem Tun leiden. Denn es bringt ans Tageslicht, wie wir eigentlich sein sollten: heil und gut. Christen können mit der ganzen Kreatur auf dieses Gericht hoffen, denn sie wissen um die Freundlichkeit ihres Richters. Von dieser Erwartung her können sie auch ihr Leben heute barmherziger gestalten.
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DTSTART:20081116
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SUMMARY:Buß-und Bettag
DESCRIPTION:Ich ahne, dass ich meine rastlose Lebensweise ändern müsste und ignoriere es. Ich tue anderen Unrecht, aber ich gestehe es mir nicht ein. Zur Ehrlichkeit mit mir selbst, zu einem wahrhaftigen, aber gütigen Blick auf meine Schwächen ruft der Buß- und Bettag auf. Kein Mensch ist vollkommen, jeder macht Fehler. Geduldig wartet Gott auf unsere Einsicht und darauf, dass wir zurückkehren auf den Weg der Gerechtigkeit, der Liebe und Achtsamkeit – uns selbst zuliebe. Doch Umkehr kommt nicht von allein. So erinnert der Buß- und Bettag daran, dass ich an jedem Tag umkehren kann und muss. Buße betrifft nicht nur den Einzelnen: Auch der Gemeinschaft tut Besinnung gut. Als öffentlicher Feiertag bietet der Buß- und Bettag der Gesellschaft die Gelegenheit, innezuhalten, den eingeschlagenen Kurs zu überprüfen und, wenn nötig, zu korrigieren.
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DTSTART:20081119
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SUMMARY:Ewigkeitssonntag
DESCRIPTION:Oft träume ich von einer Welt ohne Leiden und Schmerz, ohne Trennung und Tränen, eine Welt, in welcher der Tod seinen Schrecken verliert. Ein neuer Himmel und eine neue Erde, Gott, der mitten unter den Menschen wohnt - in den schönsten Bildern beschreibt die Bibel das Ende der Zeit. Eine Utopie? Ja, aber wer sie glaubt, wird selig. Denn sie hat schon jetzt verändernde Kraft.  Die Verheißung dieser neuen Zeit lässt uns heute schon ausschauen nach ihr, wie die Jungfrauen nach dem Bräutigam, der das Fest eröffnet. In der Hoffnung darauf, dass Gott wahr macht, was er verspricht - auch gegen das Leid und den Tod - gedenken viele Gemeinden am Ewigkeitssonntag ihrer Verstorbenen des letzten Jahres.
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DTSTART:20081123
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SUMMARY:Totensonntag
DESCRIPTION:Oft träume ich von einer Welt ohne Leiden und Schmerz, ohne Trennung und Tränen, eine Welt, in welcher der Tod seinen Schrecken verliert. Ein neuer Himmel und eine neue Erde, Gott, der mitten unter den Menschen wohnt - in den schönsten Bildern beschreibt die Bibel das Ende der Zeit. Eine Utopie? Ja, aber wer sie glaubt, wird selig. Denn sie hat schon jetzt verändernde Kraft.  Die Verheißung dieser neuen Zeit lässt uns heute schon ausschauen nach ihr, wie die Jungfrauen nach dem Bräutigam, der das Fest eröffnet. In der Hoffnung darauf, dass Gott wahr macht, was er verspricht - auch gegen das Leid und den Tod - gedenken viele Gemeinden am Toten- oder Ewigkeitssonntag der Verstorbenen.
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DTSTART:20081123
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SUMMARY:1. Advent
DESCRIPTION:Wenn Politiker auf Staatsbesuch sind, genießen sie oft ein Bad in der Menge: Kinder winken mit Fähnchen, die Straßen sind mit Blumen und  Fahnen geschmückt, eine große festliche Menge. Auch Jesus wurde einst mit großem Jubel in Jerusalem begrüßt: Die Menschen winkten mit Palmzweigen und legten Kleider vor die Füße des Esels, auf dem er saß.  Der Erste Advent ermuntert dazu, sich auf eine Ankunft vorzubereiten, deren Bedeutung nicht hoch genug einzuschätzen ist. Denn der da kommt, ist mächtig, aber nicht zu fürchten, ein König, aber er bringt Frieden und wird Recht schaffen. Sich auf ihn einzustellen, heißt, mit langem Atem Liebe und Frieden zu üben. Darum: Machet die Tore weit! Mit dem Advent beginnt im Festkreis der Kirche ein neues Kirchenjahr.
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DTSTART:20081130
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SUMMARY:2. Advent
DESCRIPTION:"Kopf einziehen und durch" oder "Kopf hoch, wird schon wieder" sagen wir - ein schwacher Trost. Wir sind so sprachlos, wenn andere beschwert sind. Gerade den Gebeugten und Niedergedrückten, den Zurückgewiesenen und Benachteiligten gilt die Frohe Botschaft: Haltet durch, Gott sieht die Bedrängnis und hört das Klagen. Wer auf Erlösung wartet, hofft nicht vergeblich. Darum: Kopf hoch, damit ihr sie kommen seht. Der Zweite Advent spricht von einem kosmischen, umwälzenden Befreiungsgeschehen. Die Wiederkunft Jesu wird nicht unbemerkt bleiben. Sie wird uns erschrecken, aber nicht zum Fürchten sein.  Wer beharrlich mit seiner kleinen Kraft nach Gott Ausschau hält, den wird er nicht enttäuschen.
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DTSTART:20081207
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SUMMARY:3. Advent
DESCRIPTION:Manchmal suche ich Gott, aber der Weg scheint versperrt. Ich dringe nicht durch, stehe mir selbst im Weg. Räumt die Steine aus dem Weg! fordert der Dritte Advent. Im Zentrum: Johannes der Täufer, der mit seinem Ruf zur Umkehr Jesus den Weg bereitet. Wo Jesus kommt, da wird die Welt heller und heiler: Vertrocknetes beginnt zu blühen, verschlossene Augen öffnen sich, lahme Glieder bewegen sich. Nichts, weder Täler der Traurigkeit noch Berge der Selbstüberschätzung, sollen seinem Kommen entgegenstehen. Ihm den Weg zu bereiten, heißt wach zu bleiben und sich in Bewegung setzen zu lassen: Traurige zu trösten und die zu ermutigen, die längst schon aufgegeben haben.
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DTSTART:20081214
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SUMMARY:4. Advent
DESCRIPTION:Freude kann schön machen. Unscheinbare Menschen fangen an zu leuchten, wenn sie sich auf etwas freuen: junge Mütter wie Maria, die ein Kind erwarten. Verliebte, die sich auf den geliebten Menschen freuen, Belagerte, denen endlich der Frieden verkündet wird. Von überstrahlender und verändernder Freude spricht auch der Vierte Advent.  Der Herr ist nah! Die Nachricht behalten sie nicht für sich: Die Wächter, die den Friedensboten erspähen, Maria, die den Gott lobt, der Niedrige erhöht und Mächtige vom Thron stößt und wir können angesteckt von Gottes Freude gütiger und schöner werden.
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DTSTART:20081221
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SUMMARY:Christvesper
DESCRIPTION:Die Geschichte von Maria und Josef und dem Kind in der Krippe, jedes Jahr berührt sie uns neu: unsere Sehnsucht nach einer heilen Welt, nach allumfassender Liebe, nach einem Gott, der keine Angst macht, nach Licht in der Dunkelheit - wenigstens am Heiligen Abend.  Im Krippenspiel, in der Lesung des Weihnachtsevangeliums und in den leuchtenden Augen der Kinder wird etwas spürbar von der Liebe, die Gott den Menschen schenkt: "Ein Kind ist uns geboren", ein hilfloses Kind, das der Welt Rettung und Hilfe bringt. Es ist ganz arm und soll uns reich machen. Es kommt in die Dunkelheit und bringt Licht.
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DTSTART:20081224
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SUMMARY:Christfest I
DESCRIPTION:Freunde und Freundinnen, das sind für mich Menschen, vor denen ich mich nicht verstecken muss, die mich gern haben, auch wenn ich etwas Dummes sage, und die nicht auf mich herabschauen, wenn ich einen Fehler mache. Freunde mögen mich, so wie ich bin.  In Jesus sieht uns Gott freund-lich an, er begegnet uns auf Augenhöhe, davon spricht der erste Weihnachtsfeiertag. Die Hirten, die sich auf das Wort des Engels hin auf den Weg machen, erfahren es als erstes: In dem kleinen, hilflosen Kind zeigt sich ein Gott, vor dem sie sich nicht zu schämen brauchen. Sie können und brauchen nicht zu Gott empor zu steigen, er kommt zu ihnen herab. Ja, noch viel mehr: In diesem Kind macht Gott sie selbst und alle Menschen zu seinen Söhnen und Töchtern, zu Erben seiner Verheißung. Und Weihnachten ist nur der Anfang. Wer sich wie die Hirten auf den Weg zur Krippe macht, wird verändert zurückkommen: bewegt und berührt von der Menschenliebe Gottes.
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DTSTART:20081225
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SUMMARY:Christfest II
DESCRIPTION:Ein Reicher wird arm, Arme werden reich, ein Wolf liegt neben einem Lamm, ein Kind spielt mit der Schlange…die biblischen Lesungen an diesem Tag muten an wie eine "verkehrte Welt".  Mit der Geburt Jesu wurden die bisherigen Ordnungen auf den Kopf gestellt, zeigt der zweite Weihnachtsfeiertag. Weihnachten, das ist der Beginn eines welt- und zeitumspannenden Geschehens. Das große Friedensreich, das seit alter Zeit erwartet wurde, nahm mit Jesus seinen Anfang. Denn, da sind die biblischen Zeugen ganz klar: Sein Platz war von Anfang her bei Gott. So sprechen sie von der Herrlichkeit Jesu und von seiner Einheit mit Gott. In seiner Geburt verbinden sich Himmel und Erde, kommt der ewige Gott zu den Menschen und zieht die Menschen zu sich empor. Das ist nicht auf den ersten Blick zu erkennen. Aber wer es glaubt, wird viele Zeichen dieser neuen Welt wahrnehmen.
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DTSTART:20081226
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SUMMARY:1. So. n. Christfest
DESCRIPTION:Alt ist er geworden und grau. Doch seine Augen sind jung und leuchtend in die Ferne gerichtet. "Du spinnst!" sagen die einen. "Hör doch auf. Es wird sich nichts ändern". Freunde haben sich kopfschüttelnd abgewandt, andere sind verbittert gestorben. Leise, geduldig wartet er weiter, traut der alten Verheißung auf den Friedenskönig, der die Rettung bringt. Jahr um Jahr, Tag um Tag. Als er das Kind in den Armen hält, öffnet er die Augen in plötzlichem Erkennen: Er hat nicht vergeblich gewartet. Und Simeon singt: "Meine Augen haben deinen Heiland gesehen".  Dass in Jesus Christus Gott sichtbar geworden ist, darum geht es am ersten Sonntag nach dem Christfest. Immer wieder haben Menschen in ihm das Licht erkannt, das die Dunkelheit erhellt, haben, wie Simeon, es staunend bekannt und weitererzählt.
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DTSTART:20081228
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SUMMARY:Altjahresabend
DESCRIPTION:"Schon wieder ein Jahr vorbei." Es ist erschreckend, wie die Zeit vergeht. Der Jahreswechsel macht das immer wieder neu bewusst. Er ist eine Chance zum Innehalten und zur Rückschau. Was ist in diesem Jahr gelungen? Was missglückt? Wem bin ich etwas schuldig geblieben? Für vieles kann ich danken, manches noch zurechtbiegen, einige Sorgen ablegen. Anderes schleppe ich mit. Doch ich wurde behütet in diesem Jahr. Gott sei Dank.  Der Gottesdienst zum Altjahresabend stellt meine Bilanz unter die große Zusage Gottes: Im alten, wie im neuen Jahr wird Gott uns begleiten, wird Orientierung geben wie die Feuersäule in der Wüste, wird gegen alle Widerstände auf unserer Seite stehen. Meine Welt mag sich ändern. Doch Jesus Christus bleibt der Gleiche: gestern, heute und in Ewigkeit. Sein Versprechen gilt. Es lohnt sich, mit ihm zu rechnen; auch im neuen Jahr.
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DTSTART:20081231
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SUMMARY:Neujahrstag
DESCRIPTION:Weniger rauchen oder mehr schlafen, ein Stellenwechsel oder weniger Gewicht auf der Waage - vielfältig sind die Vorsätze für das neue Jahr. Noch ist es jung, liegt vor uns, wie ein unbeschriebenes Blatt. Doch wie schnell reißen alte Unsitten ein.  Wir können planen, aber wir haben unsere Zukunft nicht in der Hand, das zeigt der Gottesdienst am Neujahrstag. Dennoch macht er Mut zum Aufbruch. Unser Wollen, Tun und Planen liegt in Gottes Macht. Wer ihm seinen Weg anvertraut, den wird er leiten. Mit Gottes Schutz und seiner Hilfe können wir den Weg ins neue Jahr getrost wagen.
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DTSTART:20090101
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SUMMARY:2. So. nach Christfest
DESCRIPTION:"Er ist ganz seines Vaters Sohn." Nicht ohne Stolz sprechen Eltern diesen Satz. Mag er auch einige Macken haben - er ist doch sehr gut geraten. Dass Jesus, Sohn des Josef, gleichzeitig auch ganz der Sohn seines himmlischen Vaters ist, steht im Zentrum des zweiten Sonntag nach dem Christfest.  Das müssen die besorgten Eltern erleben, als der Zwölfjährige einfach im Tempel zurückbleibt, weil er bei seinem Vater sein möchte. Das bezeugen die Jünger, die erkennen, dass hinter "Josefs Sohn" noch ein ganz anderer Vater steht. Das erfahren die ersten Christen: Jesus ist vom Vater gesandt, den Elenden gute Botschaft zu bringen. Menschensohn und Gotteskind - in Jesus Christus vereinen sie sich.
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DTSTART:20090104
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SUMMARY:Epiphanias (Erscheinungsfest)
DESCRIPTION:Es gibt Menschen, Orte oder Momente, die haben eine ganz besondere Ausstrahlung. Die sind so von etwas erfüllt, dass es nicht verborgen bleiben kann. Das Fest der Erscheinung (griech. Epiphanias) feiert die Strahlkraft der Geburt des göttlichen Kindes - weit über die Grenzen des Landes hinweg.  Bild dafür ist der helle Stern, der die drei weisen Männer aus dem Orient an die Krippe führte. Sie erkannten das Licht, das mit Jesus über der Dunkelheit der Welt aufging. Wer den Schein, der von diesem Kind ausgeht, nicht übersieht, der wird selbst zum Lichtträger. Der kann die Botschaft nicht für sich behalten, sondern ist so erfüllt von Gottes Liebe, dass er von innen leuchtet.
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DTSTART:20090106
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SUMMARY:1. So. nach Epiphanias
DESCRIPTION:Die Geburt im Stall war nicht nur ein Traum. Die Geschichte Jesu ging weiter, langsam erst und unbemerkt. Und doch: Er war ein Mensch von Gottes Geist.  Der Erste Sonntag nach Epiphanias steht ganz im Zeichen der Taufe Jesu. Sie steht am Beginn seines Wirkens. In ihr bekennt sich Gott zu Jesus: Dieser Mensch ist mein geliebter Sohn, er hat meinen Geist. Ermutigend das Wort aus alter Zeit: Er, der das Schwache nicht niedertritt, er, der das geknickte Rohr nicht abbricht, kommt von Gott. Er ist Gottes Wahl. Selbst wenn er nach weltlichen Maßstäben Schwäche zeigt. Wer in seinem Geist  lebt, wer auf ihn getauft ist, der ist Gottes Kind.
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DTSTART:20090111
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SUMMARY:2. So. nach Epiphanias
DESCRIPTION:"Heute haben wir wieder einmal aus dem Vollen geschöpft!" Wer das von sich behaupten kann, erkennt noch, wie wenig selbstverständlich es ist, im Überfluss zu leben. Fülle und Überfluss  haben auch bei Jesus Platz, zeigt der zweite Sonntag nach Epiphanias. Das Weinwunder auf der Hochzeit zu Kana zeugt von seiner Herrlichkeit, aber auch von der Großzügigkeit Gottes, der nicht will, dass Menschen Mangel leiden. Auch wenn die Herrlichkeit Gottes so groß ist, dass Menschen ihren Anblick wohl nicht ertrügen, so spiegeln wir doch Gottes Reichtum mit der Vielfalt unserer Begabungen. Wenn wir sie nicht für uns behalten, sondern sie in die Gemeinschaft einbringen, wenn unsere Gaben zu Quellen der Freude und Stärke für andere werden, dann loben wir damit den, der uns so großzügig damit beschenkt hat.
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DTSTART:20090118
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SUMMARY:3. So. nach Epiphanias
DESCRIPTION:Vater unser im Himmel, our Father, notre père, Mi Atyánk, Padre nuestro - vielsprachig läuft das Gebet um die ganze Welt. In knapp 2.500 Sprachen ist die Bibel heute übersetzt - Christentum weltweit. Um die Macht Jesu, die nicht vor Volks- und Landesgrenzen Halt macht, geht es am dritten Sonntag nach Epiphanias. Bereits Jesus und seine Jünger haben sich den Nachbarn des Volkes Israel zugewandt, haben Ausländer geheilt und mit Samaritanern debattiert. Gottes Liebe kennt keine Grenzen - das zeigten schon die Propheten. So wird auch das Reich Gottes bunt und vielsprachig sein. "Es werden kommen von Osten und von Westen, von Norden und von Süden, die zu Tisch sitzen werden im Reich Gottes", prophezeit der Wochenspruch.
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DTSTART:20090125
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SUMMARY:letzter So. nach Epiphanias
DESCRIPTION:Es gibt Momente, in denen sehe ich völlig klar. Für einen Augenblick erscheint mir mein Leben wie von Licht bestrahlt, weiß ich genau, wer ich bin und wohin ich gehe. Bergerfahrungen sind das, voller Überblick und Klarheit. Von einem lichten Erlebnis spricht der letzte Sonntag nach Epiphanias. Auf einem Berg sehen die Jünger Jesus verklärt und erkennen: Dies ist Gottes Sohn. "Hier ist gut sein" sagt Petrus. "Lasst uns Hütten bauen."  Von Gott ergriffen sind sie, wie Mose, den Gott aus dem Feuer anruft, und wie der Seher Johannes auf Patmos. Doch bei einem solchen Erlebnis kann niemand stehen bleiben, jeder muss in den Alltag zurück, oft genug in das Leid. Aber alle nehmen den hellen Schein mit, der sie ermutigt, weiter in Gottes Licht zu leben.
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DTSTART:20090201
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SUMMARY:Septuagesimä
DESCRIPTION:"Das ist unfair!" Nicht nur Kinder sind über Ungerechtigkeit erbost. Doch was ist gerecht? Alle gleich zu behandeln oder die Anlagen jedes Einzelnen zu berücksichtigen? Eltern von unterschiedlichen Kindern wissen, dass eine Gleichbehandlung auch ungerecht sein kann.  Gottes Gerechtigkeit ist Güte, zeigt der Sonntag Septuagesimae (70 - eigentlich nur 63 - Tage vor Ostern).  Der Weinbergbesitzer, der allen, auch den letzten Arbeitern den gleichen Lohn auszahlt; Jesus, der ausgerechnet mit einem Zöllner zu Tisch sitzt; Gott, der sich nicht von Stärke und Reichtum beeindrucken lässt, sondern ihnen Recht und seine Gerechtigkeit entgegensetzt. Diejenigen, die sich von dieser Gerechtigkeit anstecken lassen, die ruft Jesus in seine Nachfolge, zu einem Lauf, der nicht ins Ungewisse führt.  Brauchtum:  An Septuagesimae wurden in der alten Kirche die Taufbewerber für Ostern ausgewählt.
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DTSTART:20090208
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SUMMARY:Sexagesimä
DESCRIPTION:"Was ich nicht höre, das wurde nicht gesagt." Kinder können das hervorragend: Ohren zu, auf Durchzug gestellt. Aber auch uns fällt das Zuhören oft schwer. Wie viel schwerer noch, wenn es um Gottes Wort geht. Und dann trifft es wieder plötzlich, unvermittelt, mitten ins Herz. Das Wort Gottes und seine Wirkung stehen im Zentrum des Sonntags Sexagesimae. Manchmal ist es scharf, schmerzhaft und trennend wie ein Schwert, dann wieder scheint es nicht zu wirken, setzt sich aber fest und wächst im Stillen. Gott streut die Botschaft seiner Liebe großzügig aus. Auch wenn wir sie verdorren lassen: Sie gilt uns. Es liegt an uns, damit ernst zu machen. Aber eins ist sicher: Ohne Wirkung bleibt die gute Nachricht nicht. Wie bei Lydia, die, von Gottes Wort angefacht, zur ersten Christin Europas wurde.
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DTSTART:20090215
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SUMMARY:Estomihi
DESCRIPTION:Wie weit würde meine Freundschaft gehen? Würde ich zu meinen Freunden stehen, selbst wenn sie ausgelacht oder verachtet, verfolgt oder verdächtigt würden? Würde ich sie begleiten? Die Freundschaft zu Jesus verlangt seinen Jüngern viel ab. Sie werden mit ihm nach Jerusalem ziehen und seinen Tod miterleben. Jesus kündigt ihnen das an. Am Sonntag Estomihi steht die Nachfolge im Vordergrund. Nicht, wer viele große Worte macht, sondern wer sich für Gerechtigkeit einsetzt und beharrlich liebt, der hat den Ruf in die Nachfolge gehört, dem hat Jesus die Augen geöffnet. Aber zu Jesus zu stehen, ist nicht immer leicht. Es bedeutet auch, Nachteile in Kauf zu nehmen, sein Leid zu tragen. Jesu Frage gilt auch uns: "Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme an seiner Seele Schaden?".
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DTSTART:20090222
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SUMMARY:Aschermittwoch
DESCRIPTION:Ein Aschenkreuz auf der Stirn - das erlebt man unter Evangelischen selten. Und trotzdem leitet auch in den lutherischen Kirchen der Aschermittwoch die Passionszeit ein, eine Zeit der Einkehr und der Besinnung auf das Leiden Jesu Christi.  In wenigen Gemeinden findet an diesem Tag ein Gottesdienst statt, der auf die Passions- und Fastenzeit einstimmt. Er ruft zu einem Fasten auf, das nach Gottes Willen ist, das leise und beharrlich nach einem Leben fragt, das Gott gefällt. Dass Verzicht zum Wesentlichen führen kann, erfahren diejenigen, die in der Passionszeit lieb gewordene Gewohnheiten aufgeben. Die bundesweite Fastenaktion der Evangelischen Kirche " sieben Wochen ohne", die am Aschermittwoch offiziell eröffnet wird, ermuntert dazu, in der Passionszeit bewusster zu leben.
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DTSTART:20090225
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END:VEVENT
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SUMMARY:Invocavit
DESCRIPTION:Sie ist nicht zart und sie ist nicht aufregend und sie macht auch wenig Spaß. Auch wenn uns die Werbung etwas anderes erzählt: Versuchung ist eine ernste Sache. Wer versucht wird, bei dem steht nicht selten seine Integrität auf dem Spiel. Ehrlich sein, auch wenn ich dadurch Nachteile habe? Steuern hinterziehen, wenn es niemand sieht? Kann ich mir selbst treu bleiben?  Um Versuchung geht es am Sonntag Invokavit. Von der Versuchung der Schlange - "Ihr werdet sein wie Gott" - bis zu Jesus, der auf subtile Weise versucht wurde. Das Bekenntnis zu ihm und der Blick in die heilige Schrift helfen, in der Versuchung zu bestehen und Gott richtig zu dienen: Hungrige zu speisen, Arme zu bekleiden. Und wenn es schwierig wird: "Ich habe für dich gebeten, dass dein Glaube nicht aufhöre", sagt Jesus zu Petrus.
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DTSTART:20090301
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END:VEVENT
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SUMMARY:Reminiscere
DESCRIPTION:"Du lernst aber auch gar nichts." Manchmal helfen alles Reden und Erklären nichts, kein Vorbild und keine Predigt. Alles Mühen ist umsonst. Die Kinder haben ihren eignen Kopf. Man möchte sie schütteln, aber sie werden nur noch bockiger. Es fällt schwer, da nicht die Geduld zu verlieren.  So geht es Gott mit seinen Menschen, zeigt der Sonntag Reminiszere. Wie der umhegte  Weinberg, der nur saure Trauben hervorbringt, wie die bösen Weingärtner, die sich in Abwesenheit des gütigen Besitzers des Weinbergs bemächtigen und seine Boten töten, verachten sie oft Gottes Willen. Sie meinen zu glauben und handeln doch herzlos und kalt. Sollte Gott da nicht die Geduld verlieren? Doch gerade zu den Sündern ist Jesus Christus gekommen - zur Hoffnung für alle Welt.
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DTSTART:20090308
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END:VEVENT
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SUMMARY:Okuli
DESCRIPTION:"Der Einsatz ist hoch", heißt es nicht nur im Glücksspiel. Manche Entscheidungen im Leben verlangen uns viel ab: Kraft und Energie, Geld und Geduld, Tränen, manchmal auch Trennungen. Und trotzdem würden wir uns wieder genauso entscheiden. Weil es rückblickend richtig war, weil uns die Erfahrung reicher gemacht hat.  Auch bei Jesus ist der Einsatz hoch, das zeigt der Sonntag Okuli. Wer Jesus nachfolgen will, muss verzichten lernen, darf nicht zurückschauen. Wer Gott ernst nimmt, muss Entscheidungen treffen für ein Leben in Liebe und Hingabe. Die Bibel erzählt von Menschen, die Gott bis zum Äußersten gefordert hat: Jeremia, der um Gottes Willen verspottet wird; Elia, der  auf der Flucht zu Tode erschöpft ist. Und doch erfahren gerade sie: Gott ist bei mir. Er macht mich stark.
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DTSTART:20090315
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END:VEVENT
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SUMMARY:Lätare
DESCRIPTION:"Der gewinnt auch dem Schlimmsten noch etwas Gutes ab!" Ein Kopfschütteln, ein leises Bewundern. Manche Leute verbreiten Freude, obwohl sie wirklich nichts zu lachen haben. "Freut euch - allem Leiden zum Trotz!" Mitten in der Passionszeit erklingt dieser Ruf am Sonntag Lätare.  Freuen - warum? Weil schon im Sterben das Leben begriffen ist. Plastisch die Bilder, die Jesus wählt: Nur das Samenkorn, das in die Erde fällt, bringt Frucht. Brot muss verzehrt werden, um stärken zu können. Er selbst ist das Brot für uns, das jetzt schon den Hunger nach Leben stillt. Gottes Zusage gilt: "Es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen, aber meine Gnade soll nicht von dir weichen, und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen, spricht der HERR, dein Erbarmer."
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DTSTART:20090322
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SUMMARY:Judika
DESCRIPTION:"Wer nicht hören will, muss fühlen." Wer sich nicht unterordnet, wer nicht gehorcht, muss oft genug die Konsequenzen tragen. Und doch: Blinder Gehorsam kann zur Katastrophe führen, ziviler Ungehorsam gar geboten sein.  Es ist ein harter Gott und ein blinder Gehorsam, den der Sonntag Judika beschreibt: Ein Gott, der Ungehorsam mit Strafen schlägt und Abrahams Gehorsam grausam auf die Probe stellt. Ein Gott, der Jesus abverlangt, als Opfer in den Tod zu gehen? Dunkel ist dieser Gott und fern. Doch auf der anderen Seite steht Gott, der selbst gehorsam ist, der den Menschen dient und ihnen zum Leben verhilft. Auch hinter der dunkelsten Geschichte scheint das durch: Gott will, dass allen Menschen geholfen wird. Im Vertrauen darauf wird es möglich, sich auf Gott zu verlassen und dem Nächsten zu dienen.
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DTSTART:20090329
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END:VEVENT
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SUMMARY:Palmarum / Palmsonntag
DESCRIPTION:Es gibt Momente, in denen ist nichts, wie es scheint. Ein fröhliches Gesicht versteckt tiefe Trauer, wer Härte zeigt, kann auch barmherzig sein, und hinter einer scheinbar so düsteren Zukunft verbirgt sich eine neue Chance. Grenzmomente sind das, unsicher und vage. Erst im Nachhinein deute ich die Zeichen richtig.  Der Palmsonntag führt in eine solche Grenzzeit hinein: Die Hände die eben noch Palmzweige schwingen, sind fast schon zu Fäusten geballt. Das "Hosianna" wird zum gellenden "Kreuzige"-Ruf, fröhliche Gesichter erstarren zu Fratzen. Und doch ist es Jesu Tod am Kreuz, der den Menschen Leben bringt. Sein Weg ins Dunkel war ein Weg ins Licht, heute bekennen wir das. Im Geschlagenen, im Verachteten war Gott ganz nah. Nur wenige erkannten das, wie die Frau, die den Todgeweihten wie einen König salbte.
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SUMMARY:Gründonnerstag
DESCRIPTION:Wann habe ich ihn zum letzten Mal gesehen? Welche Worte wurden gesprochen, und was wurde verziehen? Wie wichtig werden diese Fragen, wenn ein geliebter Mensch stirbt. Wohl denen, die Abschied nehmen durften oder gar ein letztes Wort mitbekamen. Sie behalten es ein Leben lang.  Vom letzten Vermächtnis Jesu berichtet der Gründonnerstag. Jesus nimmt sich viel Zeit zum Verabschieden, macht den Jüngern Mut, wäscht ihnen die Füße und gibt ihnen Worte und Zeichen für die Zeit ohne ihn. Und das Vermächtnis lebt. Noch heute bekennen Christen: Im Abendmahl ist Jesus ganz nah, auch nach 2000 Jahren noch. Er gibt uns an seinem neuen Leben Anteil. Ihn ehren wir, wenn wir einträchtig und ohne Trennungen das Brot brechen und den Wein teilen.
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SUMMARY:Karfreitag
DESCRIPTION:Wer kann ermessen, wie tief menschliches Leid geht? Hilflos und voller Furcht stehen wir davor. "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" Wer so schreit, fühlt sich ganz allein. Doch Gott weicht dem tiefsten menschlichen Leid nicht aus, davon berichtet der Karfreitag. Er begegnet ihm auf unbegreifliche Art: In Jesus begibt Gott sich selbst kompromisslos in die Nacht hinein. Er wird von Freunden verraten, verspottet, gefoltert und schließlich am Kreuz hingerichtet.  Die ersten Christen bekannten: Jesus ist für unsere Sünden gestorben. Nichts, was wir tun, kann so schlimm sein, dass wir verloren gehen. Aber heute haben immer mehr Menschen Schwierigkeiten damit: Braucht Gott ein Opfer zur Sühne? Er braucht es nicht, aber er ist den Menschen im Leiden ganz nah. Keine Schranken soll es geben zwischen ihm und uns. Zeichen dafür ist das Kreuz, das Himmel und Erde verbindet.
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SUMMARY:Karsamstag
DESCRIPTION:Wer kann ermessen, wie tief menschliches Leid geht? Hilflos und voller Furcht stehen wir davor. "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" Wer so schreit, fühlt sich ganz allein. Doch Gott weicht dem tiefsten menschlichen Leid nicht aus, davon berichtet der Karfreitag. Er begegnet ihm auf unbegreifliche Art: In Jesus begibt Gott sich selbst kompromisslos in die Nacht hinein. Er wird von Freunden verraten, verspottet, gefoltert und schließlich am Kreuz hingerichtet.  Die ersten Christen bekannten: Jesus ist für unsere Sünden gestorben. Nichts, was wir tun, kann so schlimm sein, dass wir verloren gehen. Aber heute haben immer mehr Menschen Schwierigkeiten damit: Braucht Gott ein Opfer zur Sühne? Er braucht es nicht, aber er ist den Menschen im Leiden ganz nah. Keine Schranken soll es geben zwischen ihm und uns. Zeichen dafür ist das Kreuz, das Himmel und Erde verbindet.
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SUMMARY:Osternacht
DESCRIPTION:An der Schwelle zwischen Tod und Leben, Dunkel und Licht wird die Osternacht gefeiert. In dieser Nacht, in der Jesus auferstand, liegen Trauer und Hoffnung, Todesschwärze und das jubelnde Lob der neuen Schöpfung dicht beieinander.  So spannt die Liturgie einen weiten Bogen: von der guten Schöpfung im Anbeginn über die Abwendung des Menschen von Gott, den Auszug aus Ägypten bis hin zur immer neuen Abkehr vom richtigen Weg. All das gipfelt im Kreuz. Ostern, so die Botschaft dieser Nacht, ist ein neues, umwälzendes Befreiungsgeschehen. Mit seiner Auferstehung zerreißt Jesus so viel: unsere Trennung von Gott, unsere Ohnmacht, unseren Tod. "Christ ist erstanden", mit dem Licht, das entzündet wird, erklingt dieser Osterjubel neu - dem Tod zum Trotz.   Tradition: Taufe in der Osternacht
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SUMMARY:Ostersonntag
DESCRIPTION:Die erste Liebe oder die Geburt eines Kindes, Rettung aus höchster Gefahr - es gibt Ereignisse, die erfüllen uns mit unaussprechlicher, tiefer Freude. Singen möchte man und jubeln, oder man bekommt kein Wort heraus vor lauter Glück.  Ostern, das ist das Fest purer Freude. Einer Freude, die deswegen so rein ist, weil sie die Tiefen kennt und sie doch bezwungen weiß. Ostern ist das Urdatum der Kirche. Die drei Frauen am Grab, die Jünger, denen der Auferstandene erscheint und Maria Magdalena, sie können nach dem ersten Schrecken nicht schweigen: Jesus lebt! Die Liebe hat den Tod bezwungen. Er hat die letzte Macht über uns verloren. Wer gegen allen Augenschein in diesem Vertrauen lebt, der kann freier handeln, der wird aufstehen gegen alles, was das Leben bedroht. "Tod, wo ist dein Stachel?", fragt der Apostel Paulus zurecht.  Brauchtum: Osterlachen
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SUMMARY:Ostermontag
DESCRIPTION:Manchmal sehe ich das Offensichtliche nicht. Die Lösung, die zum Greifen nah ist, einen Menschen, der Hilfe bringt. Da müssen mir erst die Augen aufgehen.  Auch für die Gegenwart Jesu sind wir oft blind, das zeigt der Ostermontag.  Meilenweit wandern zwei Jünger neben dem Auferstandenen nach Emmaus, bevor sie ihn erkennen. Erst als er das Brot mit ihnen bricht, gehen ihnen die Augen auf. Es ist so viel leichter, an den Tod zu glauben, als an das Leben, auch heute noch. Doch mit Jesu Auferstehung ist jedem Einzelnen das Leben verheißen, auch nach dem Sterben. Die alttestamentliche Vision von Gott, der den Tod zerstört - in Jesus wird sie Wirklichkeit. Wer daran glaubt, für den gibt es keine Hoffnungslosigkeit.
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DTSTART:20090413
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SUMMARY:Quasimodogeniti
DESCRIPTION:"Ich glaube nur, was ich sehe", sagen viele. Was ich mit dem Verstand fassen kann, was ich be-greifen kann, nur das hat Bestand. Auferstehung? Das passt da nicht hinein.  Auch viele Jünger konnten die Botschaft von der Auferstehung Jesu zunächst nicht glauben. Wo war der Beweis? Wo die logische Erklärung? Der erste Sonntag nach Ostern (Quasimodogeniti) erzählt davon, wie Jesus den Zweiflern und Skeptikern entgegenkam, sich anfassen ließ und gemeinsam mit ihnen aß. So konnten sie später auch glauben, was sie nicht sahen: die unsichtbare Gemeinschaft mit Christus. Schon jetzt haben Christen Anteil an seinem, dem neuen Leben. Darf man das glauben? "Selig sind, die nicht sehen und doch glauben", sagt Jesus.
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DTSTART:20090419
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SUMMARY:Misericordias Domini
DESCRIPTION:Manchmal wünsche ich mir das: Einen, der für mich sorgt, der mir den rechten Weg zeigt und mich unbeschadet durch Gefahren führt, einen, der meinen Durst nach Leben stillt und nach mir sucht, wenn ich verloren gehe. Jesus, der "gute Hirte" steht im Zentrum des zweiten Sonntags nach Ostern. Das Urbild des Schäfers spricht Kinder wie Erwachsene an. Das neue Testament bekennt Christus als den guten Hirten, der das Verlorene nicht aufgibt und der sein Leben für das ihm Anvertraute lässt. Jeder einzelne zählt. Die biblischen Texte warnen aber auch vor schlechten Hirten, die nur an ihr eigenes Wohl denken, bei Gefahr davonlaufen und das Schwache nicht stärken. Da gilt es, sich an den guten Hirten zu halten und nach seinem Beispiel selbst auf andere zu achten.
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DTSTART:20090426
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SUMMARY:Jubilate
DESCRIPTION:Jubilate - Jubelt! Wie leicht ist es, im Frühjahr in den Jubel der wiedererwachenden Natur einzustimmen. Ihr Wiederaufblühen wird in der Osterzeit zum wunderbaren Sinnbild der Auferstehung.  Schöpfung und neues Leben sind Themen des Sonntags Jubilate. Er erzählt von der guten Schöpfung am Anfang, aber auch von ihrer Vorläufigkeit. Auch Christen sind der Vergänglichkeit unterworfen. Und doch haben sie bereits eine Ahnung von neuem Leben. Denn Jesus ist auferstanden. Für den, der daran glaubt, hat der Tod seine Endgültigkeit verloren. Neu zu werden ist möglich, auch hier und heute. Wer an dieser Hoffnung festhält, dem wächst Stärke zu. Denn wie der Weinstock seinen Trieben Kraft gibt, so haben auch Christen ihren Halt in Christus und können sich immer wieder zum Leben rufen und erneuern lassen.
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DTSTART:20090503
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SUMMARY:Kantate
DESCRIPTION:Der ausgelassene Tanz, das Lied, das Trauernden die Tränen löst, das Pfeifen im Dunkeln und die Arie, die tief ins Herz dringt - Musik lässt niemanden unbewegt. Evangelische Frömmigkeit wäre nicht denkbar ohne sie. Um Musik und Gesang drehen sich die biblischen Lesungen am Sonntag Kantate (Singt!): Der erleichterte Dank der Geretteten, das mächtige Loblied der Werke Gottes und der mutige Gesang, der Kerkermauern sprengt - sie alle vereinen sich zu einem vielstimmigen Lob Gottes. Kein Bereich des Lebens soll von diesem Lob ausgeschlossen sein, keiner ist zu gering für diese Musik. Je mehr unser Leben zum Gesang wird, desto stärker wird uns dieses Lied verändern zu liebevolleren und dankbaren Menschen.
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DTSTART:20090510
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SUMMARY:Rogate
DESCRIPTION:Wie komme ich in Kontakt mit Gott? Bleibt nicht ungehört, was ich zu ihm spreche? Vielen Erwachsenen fällt das Beten schwer. Andere erleben es als befreiend, ihr Herz auszuschütten oder in der Stille Gott zu suchen.  Der Sonntag Rogate (Betet!) ermutigt zum Gebet. Auch Jesus hat immer wieder dazu aufgerufen. Vielfältige Formen des Betens finden sich schon in der Bibel: Das stürmische  und unnachgiebige Gebet, das Gott drängt wie einen Freund, das stellvertretende Einstehen für andere und der Dank. Jesus verspricht, dass wer in seinem Namen bittet, bei Gott nicht auf taube Ohren stößt. Und er lehrt seine Jünger das Gebet, das alle anderen umfasst: das Vaterunser. Es müssen nicht viele Worte sein. Dieses ist genug. Es führt zum Hören auf Gott. Nicht unser, sondern Gottes Wille soll geschehen.
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DTSTART:20090517
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SUMMARY:Christi Himmelfahrt
DESCRIPTION:"Hier ist der Himmel auf Erden", sagen wir in Momenten, in denen es uns rundum gut geht. Was ist der Himmel? Die unendlich blauen Weiten über uns oder die scheinbar zeitlosen Sekunden, in denen wir glücklich sind?  Wenn wir Christi Himmelfahrt feiern, erinnern wir an den Abschied Jesu von seinen Jüngern 40 Tage nach seiner Auferstehung. Er kehrt zurück zu Gott. Seit dieser Zeit ist für Christen der Himmel dort, wo Jesus Christus ist. Zwischen Himmel und Erde leben sie. Und doch: "Was steht ihr da und schaut in den Himmel?" Die Frage an die Jünger gilt auch uns. Im Hier und Jetzt, in unserer Gegenwart können wir etwas vom Himmel erfahren: in dem Glanz auf den Gesichtern unserer Mitmenschen, in Momenten der Freude und der Liebe, in denen wir eins sind mit Gott und Menschen.
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DTSTART:20090521
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SUMMARY:Exaudi
DESCRIPTION:Manchmal wird mir der Abschied schwer: Wenn ich dem Zug hinterher blicke oder hinter der Absperrung am Flughafen stehe. Noch viel schwerer ist es, wenn ich nicht weiß, ob wir uns wiedersehen werden. Den Abschied Jesu von seinen Jüngern beschreibt der Sonntag Exaudi (Erhöre!). Seit seiner Himmelfahrt ist Jesus nicht mehr sichtbar bei ihnen. Es liegen harte Tage vor ihnen. Doch Jesus lässt sie nicht allein. Auf andere Art wird er ihnen nahe sein: in ihren Herzen, als nie versiegende Quelle der Kraft. In einem neuen Geist werden sie Jesus erkennen. Das ist kein Ersatz für seine Anwesenheit, aber ein Trost. Noch heute lebt dieser Geist unter uns: Wo nach Gottes Willen gefragt wird, wo Liebe unser Handeln prägt, da wird er spürbar. Aber auch dort, wo wir verzagen, wo uns der Hals zugeschnürt ist, ist er uns tröstend nahe und bringt unsere Anliegen vor Gott.
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DTSTART:20090524
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SUMMARY:Pfingstsonntag
DESCRIPTION:Dass ich andere nicht verstehe, das erlebe ich so oft: In fremden Ländern, bei Fachgesprächen oder wenn ich an anderen vorbeirede. Das Gegenteil geschieht an Pfingsten. Jünger, die gerade noch mutlos waren, überkommt eine große Kraft, wie ein Sturmwind. Bewegt vom Heiligen Geist sprechen sie von Jesus Christus, und das Wunder geschieht: Jeder kann sie in seiner eigenen Sprache verstehen. Viele lassen sich taufen: Die Kirche ist geboren. Pfingsten lädt ein, darüber nachzudenken, welche Sprache wir sprechen: die Sprache der Angst oder die der Liebe. Der Pfingstgeist hält Jesus unter uns lebendig. Es ist ein Geist, der Menschen verbindet und nicht trennt, der befreit und nicht einengt, ein Geist, der uns die Augen öffnet für Unrecht und uns den Mund auftut für die Wahrheit.
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DTSTART:20090531
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SUMMARY:Pfingstmontag
DESCRIPTION:Die eine kann gut lesen und der andere hat einen guten Geschmack. Diese kann gut zuhören und jener hat einen wachen, kritischen Verstand. So bunt und vielfältig wie die Menschen sind die Begabungen in den christlichen Gemeinden. 
Die praktischen Auswirkungen des Heiligen Geistes hat der Pfingstmontag im Blick. Da ist Petrus, der, bewegt von Gottes Geist, erkennt, dass Jesus der Messias ist. Da sind jene, die ihre Erfahrungen mit Gott weitergeben, und andere, die die Zeichen der Zeit erkennen. Alle Gaben aber vereint ein Geist: die Kraft, die von Jesus Christus ausgeht und die der Liebe und dem Aufbau der Gemeinde dient. 
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SUMMARY:Trinitatis
DESCRIPTION:Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist, der eine Gott in drei Personen - viele tun sich damit schwer. Drei in einem - wie soll das gehen?  Am Sonntag Trinitatis feiern Christen das Fest der Dreieinigkeit Gottes - einer theologischen Idee, die schwierig ist und doch viel über das Wesen Gottes aussagt. Gott ist umfassender, als ein Mensch begreifen kann. Aber er lässt sich auf eine Geschichte mit den Menschen ein und offenbart ihnen mit der Zeit immer mehr von sich: Als Vater erwählt sich Gott ein Volk, als Sohn  nimmt er sich des Schicksals aller Menschen an, bezieht schließlich in jedem einzelnen Wohnung: als Begeisterung, als Tröster und als Liebeskraft. Gott ist reine Beziehung - zu der Welt und in sich selbst. Niemand ist von seiner Gegenwart ausgeschlossen. Gott kann und will nicht für sich sein. Ein Ausdruck dafür ist seine Dreieinigkeit.
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SUMMARY:1. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Die einen predigen Gesundheit oder Erfolg, andere Reichtum oder Schönheit. Im Dschungel der fast unbegrenzten Sinnangebote kann man sich leicht verlaufen: Welche Heilsversprechen führen in die Irre? Welche der mir angebotenen Wege führen wirklich zum Leben, sind von Gott? Der 1. Sonntag nach Trinitatis ermuntert dazu, achtsam zu bleiben für die Stimme Gottes zwischen den vielen Stimmen um uns. Dazu gibt es Hörhilfen: Die Worte und Werke Jesu, das Zeugnis von Mose und den Propheten, ein Bekenntnis, das an Gott allein festhält. Alle weisen den einen Weg: den Weg der Liebe, die sich furchtlos und freigiebig dem anderen zuwendet.
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DTSTART:20090614
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SUMMARY:2. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:"Tut mir Leid, keine Zeit" - eine Absage, schnell und achtlos dahingesagt, manchmal später bereut. Wer kennt das nicht? Wenn Gott einlädt zum Fest des Lebens, dann gibt er überfließend und umsonst. Dann gilt seine Einladung allen: Wohlhabenden und Armen, Nahestehenden und Fernen, Glaubenden und Zweifelnden. Gut für die, die keine Entschuldigung vorschützen und keine Ausflüchte suchen. Der 2. Sonntag nach Trinitatis ermuntert dazu, Gottes Einladung nicht auszuschlagen, sondern sich an seinen Tisch rufen zu lassen - in eine bunt gemischte Gemeinschaft, in der sich niemand profilieren muss, sondern in der ein Klima der gegenseitigen Achtsamkeit und Wertschätzung, Offenheit für Außenstehende und Nachsicht gegen Schwächere herrscht.
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SUMMARY:3. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Manchmal stehe ich da und möchte die Zeit zurückdrehen: Mein verletzendes Wort, meine falsche Entscheidung, meine Unachtsamkeit… "Wenn man es doch ungeschehen machen könnte!" Es ist schmerzlich, wenn das nicht gelingt. Was bei Menschen oft nicht mehr geht, bei Gott ist es möglich - das ist die Botschaft des 3. Sonntags nach Trinitatis. Gott will nicht, dass Menschen verloren gehen. Er lässt sie ihre Wege suchen und ihre Fehler machen: Das Schaf, das auf Abwege gerät den Zöllner Zachäus, der den Menschen das Geld aus der Tasche zieht, und den Sohn, der es zu Hause nicht mehr aushält. Doch wie der gute Vater lässt Gott sie nicht fallen: Er wartet, geht entgegen, feiert ein Fest für den wieder gefundenen Sohn.  Eindringlich klingt die Mahnung des Propheten: Wagt umzukehren! Ihr könnt zurück, wenn ihr nur wollt.
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SUMMARY:4. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Sympathisch oder unsympathisch? Innerhalb weniger Sekunden ist die Entscheidung gefällt. Auch mit dem moralischen Urteil geht es sehr schnell. Wir "wissen" meist sehr gut, was verwerflich ist, und tun lautstark oder subtil unsere Verachtung kund. Vorsicht vor solchen Urteilen!, warnt der 4. Sonntag nach Trinitatis. Denn es gibt niemanden, der ohne Fehler ist, der nicht immer wieder der Großzügigkeit und der Nachsicht bedarf. Einzig Gott ist es, der richten kann. Darum ermutigt Jesus zum Vergeben: Wer aus dem Bewusstsein lebt, dass Gott ihm barmherzig entgegenkommt, der kann versuchen, versöhnt zu leben, wie Josef, der seinen Brüdern nach langer Zeit das Unrecht verzeiht, das sie ihm angetan haben.
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DTSTART:20090705
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SUMMARY:5. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:"Kommt und seht!" Diese Einladung Jesu gilt uns heute wie den Jüngern vor 2000 Jahren. Von Menschen, die sich in Gottes Dienst rufen ließen, erzählt der 5. Sonntag nach Trinitatis. Der Nomade Abraham, der auf Gottes Wort hin auszieht, und die Fischer, die ihre Netze zurücklassen, Paulus, der durch die Botschaft des Auferstandenen zum Apostel wird  - sie alle sind bereit, Altes aufzugeben und mit Gott neue Wege zu gehen. Selbst wenn es unvernünftig scheint.  Das ist riskant, denn oft müssen sie Unverständnis und Spott ihrer Umgebung und den Widerspruch ihrer eigenen Familien ertragen. Doch sie dürfen sehen: Die übervollen Netze sind erst der Anfang unzähliger wunderbarer Erfahrungen. Wer Jesus folgt, entdeckt immer tiefer, wo Gott auf Erden Wohnung nimmt.
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DTSTART:20090712
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SUMMARY:6. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Die meisten waren so klein, dass sie sich heute nicht mehr daran erinnern können. Und trotzdem wurde damals ein Fundament für das ganze Leben gelegt. Der 6. Sonntag nach Trinitatis steht ganz im Zeichen der Taufe. Er erinnert an den Auftrag Jesu, Menschen zu taufen und an das Geschenk, das am Beginn des Lebens als Christ und Christin steht:  Jesu Leben, Sterben und Auferstehen gilt mir, mein Leben ist vor Gott rein und gut. Über meinem Leben steht die Zusage: "Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!" Viele Gemeinden taufen an diesem Sonntag oder feiern ein Taufgedächtnis.
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SUMMARY:7. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Ich habe so viel - und trotzdem bin ich manchmal ganz leer. Ich werde täglich satt, und trotzdem habe ich einen ungeheueren Durst nach mehr. Ich sehne mich nach etwas, das ich nicht beschreiben kann… Dass Gott körperlichen und seelischen Hunger stillt - davon erzählen die Lesungen des 7. Sonntag nach Trinitatis, der aus verschiedenen Perspektiven das Abendmahl beleuchtet.  Essen und Trinken, Zusammensitzen und Feiern gehören zum christlichen Glauben. Jesus nahm die natürlichen Bedürfnisse der Menschen ernst, sättigte Tausende mit fünf Broten und zwei Fischen und saß mit unterschiedlichsten Menschen zu Tisch. Im Abendmahl setzen Christen von Anfang an diese einträchtige Tischgemeinschaft fort und nehmen die Zeit vorweg, in der der Hunger nach wahrem Leben gestillt sein wird.
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DTSTART:20090726
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SUMMARY:8. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Was ich tue oder unterlasse, was ich sage und plane, ist nicht gleichgültig. Wer vom Glauben an Jesus angesteckt ist, der weiß: Ich bin verantwortlich. Mein Leben kann etwas verändern. Wie ein Stein, der ins Wasser fällt, oder wie ein Funke, der überspringt, setzt die frohe Botschaft von Jesus Christus Menschen in Bewegung.  So spricht der 8. Sonntag nach Trinitatis von den Auswirkungen des Glaubens: Als Licht der Welt und Salz der Erde werden Christen in der Welt nicht unbemerkt bleiben und oft genug auch darin anecken. Als Wohnstätten für Gottes Geist werden sie sorgsam und besonnen mit ihrem Körper umgehen. Von Gottes Licht berührt, werden sie selbst wie Kirchenfenster leuchten und das Dunkle meiden.
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DTSTART:20090802
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SUMMARY:9. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Welche Sicherheiten habe ich? Womit kann ich rechnen? Oft ist mir mein Leben undurchsichtig, und die Welt um mich verändert sich schnell. Dann will ich nichts riskieren, einfach nur dahinleben… Doch der 9. Sonntag nach Trinitatis beunruhigt: Wer sich auf Gott einlässt, muss auf Überraschungen gefasst sein - wie Paulus, dessen Werte durch die Begegnung mit Jesus auf den Kopf gestellt werden, wie Jeremia, der sich für zu jung hält und trotzdem zum Propheten berufen wird, wie der Mann, der auf einen Schatz stößt und spontan seinen ganzen Besitz dafür verkauft.  Nur wer etwas riskiert, wer seine Gaben Gott und den Menschen zur Verfügung stellt, wird letztlich reich dastehen. Welch ein Paradox: Nur wer sich nicht auf weltliche Sicherheiten verlässt, dessen Lebenshaus steht auf festem, sicherem Grund.
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DTSTART:20090809
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SUMMARY:10. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Israel - ein von Konflikten gebeuteltes Land. Eine grauenvolle Geschichte, die Deutschland und Israel trennt und verbindet. Israel - Ursprung des Christentums, verachtet und idealisiert, bewundert und verfolgt. All diese Facetten spielen am "Israelsonntag" eine Rolle. Er erinnert seit dem 16. Jahrhundert an den Gedenktag der Zerstörungen des Jerusalemer Tempels.  Freilich wurde er in seiner Geschichte sehr unterschiedlich begangen: Während in der Vergangenheit die Überlegenheit des Christentums demonstriert wurde, stehen heute die Trauer über das Unrecht, das den Juden angetan wurde, sowie die heutigen guten Beziehungen zwischen Juden- und Christentum im Vordergrund. Auch wenn wir nicht wissen, was Gottes Plan mit den beiden Religionen ist, so bleibt Israel doch Gottes auserwähltes Volk.
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DTSTART:20090816
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SUMMARY:11. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:"Mein Haus, mein Auto, mein Boot" - auch wenn ich nicht so dick auftrage, habe ich doch gern etwas vorzuweisen: einen sicheren Arbeitsplatz, eine intakte Partnerschaft oder wohl geratene Kinder. Vor Gott zählen solche "Errungenschaften" nichts. Es gibt nichts, womit ich mich vor ihm brüsten könnte, zeigt der 11. Sonntag nach Trinitatis, weder mit meinem Erfolg, noch mit meinem Glauben.  Gerade diejenigen, die wissen, dass sie vor Gott nichts vorzuweisen haben, und sich ganz auf ihn verlassen, denen wendet er sich zu. Jesus lässt sich von Zöllnern einladen und von einer Prostituierten salben. Gerade sie können seine Zuneigung schätzen und mit Liebe antworten. Wir können Gottes Liebe nicht verdienen, nur dankbar empfangen.
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DTSTART:20090823
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SUMMARY:12. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Manchmal verstumme ich vor dem Leid anderer Menschen. Manchmal stehe ich wie gelähmt vor den Herausforderungen für unsere Welt. Manchmal verschließe ich meine Augen vor den Bildern, die täglich über den Fernseher auf mich einströmen und meine Ohren vor den Klagen Verzweifelter. Manchmal verschließe ich mein Herz…  Von Jesus, der Menschen Augen und Ohren aufschließt, von der Vision einer Welt ohne Leid und Krankheit, von dem Ende jeder Ungerechtigkeit spricht der 12. Sonntag nach Trinitatis. Aber er geht noch weiter: Er erzählt von Menschen, die, angeregt vom Beispiel Jesu, selbst andere aus der Erstarrung holen. Menschen werden auf vielfältige Weise von Jesus berührt und verbreiten sein Lob - und bauen nach ihren Kräften mit an Gottes Reich.
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DTSTART:20090830
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SUMMARY:13. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:"Man kann doch nicht einfach so zusehen" - leider doch. Jahr für Jahr sterben Menschen, weil andere wegschauen, schweigen, abwarten. Der Mensch ist "seines Bruders Hüter", trägt Mitverantwortung für ihn, sagt der 13. Sonntag nach Trinitatis. Wer an Jesus Christus glaubt, den kann die Not anderer Menschen nicht unberührt lassen. Der greift nach seinem   Vermögen zu und hilft, selbst wenn es ihm Nachteile einbringt.  Wer so nach Gottes Willen handelt, den bezeichnet Jesus als Schwestern und Brüder. Doch wer ein so weites Herz nicht hat, wer eine solche Liebe für den Nächsten nicht aufbringen kann, hat noch wenig von Gott begriffen. Denn Gott ist in der Liebe machtvoll gegenwärtig. Und wenn die Kraft dazu nicht reicht? Gottes Liebe bleibt unerschöpflich.
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DTSTART:20090906
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SUMMARY:14. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Immer wieder das Gleiche: Wenn es mir schlecht geht, dann vergesse ich zu gerne, wie viel Gutes mir schon in meinem Leben geschenkt wurde. Geht es mir aber wieder gut, dann kommt es mir selbstverständlich vor. Der 14. Sonntag nach Trinitatis hilft dem Gedächtnis auf die Sprünge und öffnet die Augen dafür, von wem all das Gute kommt, mit dem wir beschenkt sind: "Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat".  Wer dankbar lebt, der ist nicht nur glücklicher, der lebt auch in Gottes Geist. Der Geist, der es uns erlaubt, kindlich zu Gott zu beten und von ihm Gutes zu empfangen, weckt auch die Erinnerungen an die Wohltaten Gottes. Der öffnet auch dem Geheilten den Mund zu Gottes Lob.
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DTSTART:20090913
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SUMMARY:15. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Oft wächst mir mein Leben über den Kopf. Ein dickes Paket von Sorgen scheint mich niederzudrücken. Um meine Zukunft, meine Kinder, anstehende Entscheidungen. Und dann die vielen Fragen: Werde ich gut ankommen? Wie schaffe ich das enorme Arbeitspensum? Was soll ich sagen? Was anziehen? Manchmal raubt mir das den Schlaf.  Doch vieles erweist sich nach Wochen als unbegründet. "Sorgt euch doch nicht so viel" - dieses Wort Jesu steht über dem 15. Sonntag nach Trinitatis. Der Gott, der in der Schöpfung für seine Menschen reich gesorgt hat, der wird sich auch weiter um sie kümmern - auch durch andere. Im Vertrauen darauf könnten sie das Sorgen aufgegeben und frei werden für ein Leben, das sich nur auf Gott verlässt. Ja, wenn der Glaube nur größer wäre!
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SUMMARY:16. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Das unschuldige Sterben eines Kindes, eine Naturkatastrophe, die tausende Leben auslöscht, ein Völkermord, der den Atem nimmt - Gründe zum Zweifeln angesichts des Todes gibt es genug. Dem stellt der 16. Sonntag nach Trinitatis das Angreifbarste und Wichtigste des christlichen Glaubens entgegen: Wir mögen hier und jetzt den Tod erleiden - durch Christus verliert der Tod seine Macht. Schon zu Jesu Lebzeiten geschah das, als er Menschen dem Tod abrang, und noch viel mehr durch sein Sterben und Auferstehen.  Aus der Hoffnung heraus, dass der Tod nicht das letzte Wort hat, könnten Christen mutiger und weitsichtiger in Liebe leben. Sich daran zu halten und darauf zu vertrauen, dass Gottes Güte mächtiger ist als der Tod, dazu ermutigt dieser Sonntag.
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SUMMARY:Michaelistag
DESCRIPTION:Sie sind klein und pummelig oder schlank mit langem blondem Haar, sie hängen in Autos oder am Schlüsselbund: Engel haben Hochkonjunktur.  Der Michaleistag, der Gedenktag des Erzengels Michael und aller Engel, wird in der evangelischen Kirche selten begangen. Dennoch spielen auch hier die Himmelswesen eine wichtige Rolle. Aber niedlich sind die biblischen Engel keineswegs. Als machtvolle Boten, die dem Bösen widerstehen, als Gottes "Heerscharen" treten sie auf: Michael, der mit dem Teufel kämpft, der Engel, der aus dem Gefängnis führt und der Gottesgesandte, der unsichtbar, aber gewaltig, vom falschen Weg abbringt. Auch von Schutzengeln weiß die Bibel zu berichten. Eines jedoch wird ganz deutlich. Die Engel haben keine eigene Macht. Sie sind Diener, die durch ihren Auftrag zu Himmelsboten werden.   Nach dem Michaelistag richtet sich in der evangelischen Kirche der Termin des Erntedankfestes.
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SUMMARY:Erntedank
DESCRIPTION:Der Riesenkürbis und die volle Ähre, die Honigwabe und das Brot - im reich geschmückten Erntealtar kommen Fülle der Natur und Früchte der Arbeit recht zur Geltung. Doch wir ernten mehr: Nahrung und Kleidung, jedes Wachsen und Gedeihen in Partnerschaft und Familie, große und kleine Erfolge im Beruf - da ist so viel, wofür wir danken können.  Das Erntedankfest gibt der Dankbarkeit Raum und wendet sie hin zu Gott. Wer dankt, sieht nichts als selbstverständlich an und weiß sich von Gott reich beschenkt. Ängstliches Sammeln und übermäßiges Sorgen ist ihm fremd. Gottes Großzügigkeit steckt an. So lenkt der Sonntag den Blick über den eigenen Tellerrand hinaus und ruft zum verantwortungsvollen Teilen von Besitz und Ressourcen auf. Wer so geben kann, dessen Quellen werden nie versiegen.
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SUMMARY:18. So n. Trinitatis
DESCRIPTION:Das eine geht nicht ohne das andere: Man kann noch so sehr für Gott eifern, ohne die Liebe zu anderen Menschen bleibt man ihm fern. Man kann sich noch so sehr für andere aufarbeiten, ohne die Rückbindung, ohne die Liebe zu Gott fehlt das Fundament.  Gott lieben und meinen Nächsten wie mich selbst - dieses höchste Gebot steht im Zentrum des 18. Sonntag nach Trinitatis. Auch die zehn Gebote weisen den Weg zur Gottes- und Nächstenliebe. Wenn christliche Gemeinden unterschiedslos offen sind für Menschen aller Bevölkerungsschichten und Lebenssituationen, wenn sie einträchtig und freundlich miteinander umgehen, sich gegenseitig zum Glauben ermuntern und sich für den Frieden einsetzen, dann strahlen sie etwas von dieser Liebe aus.
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DTSTART:20091011
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SUMMARY:19. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Es gilt als bewiesen, dass Christen gesünder sind als andere Menschen. Sie haben weniger psychischen Stress, heißt es, und bessere Wege der Verarbeitung. Seelische Belastungen können krank machen. Sehr sensibel reagiert unser Organismus auf unsere inneren Nöte. Der 19. Sonntag nach Trinitatis schafft einen Zusammenhang zwischen seelischer Entlastung und körperlicher Heilung. Gottes immer neue Zuwendung ist es, die den Menschen gesund  macht. Jesus vergibt einem Gelähmten seine Sünden, bevor er ihn heilt. So sollen  auch christliche Gemeinden für Kranke beten und Sünden vergeben.  "Willst du gesund werden?" Diese nur scheinbar absurde Frage trifft. Ist es nicht leichter, im Alten zu verharren? Bin ich bereit, mich von Gott anrühren zu lassen - wenn ich dabei mein Leben ändern und ein neuer Mensch werden muss?
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DTSTART:20091018
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SUMMARY:20. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Was ist richtig? Was ist falsch? In einer Welt, in der ich oft nur Grautöne sehe, hätte ich das gerne: Klare moralische Grundregeln und Verhaltensmaßstäbe, an denen ich mich ausrichten kann. Der 20. Sonntag nach Trinitatis kommt diesem Bedürfnis nach: "Es ist dir gesagt Mensch, was gut ist", du kannst erfahren, wie richtiges Leben aussehen kann.   Es gibt die Bibel, die einen würdigen und respektvollen Umgang miteinander lehrt, und Institutionen wie die Ehe, die das  Zusammenleben zweier Menschen gut ordnet. Über allen Ordnungen steht jedoch das Wohlergehen des Menschen. Werden Regeln sklavisch angewandt und dazu benutzt, Menschen zu demütigen, dann bewirken sie das Gegenteil, dann entsprechen sie nicht mehr dem christlichen Geist der Liebe und der Freiheit.
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DTSTART:20091025
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SUMMARY:Reformationsfest
DESCRIPTION:Wo komme ich her? Wo liegen meine Wurzeln? Am 31. Oktober besinnen sich lutherische Christen auf ihre Herkunft: Am Reformationstag feiern sie Bekenntnis- und Geburtstag der evangelischen Kirche zugleich.  An die Geschichte des hartnäckigen Mönchs, der mit wehender Kutte seine 95 Thesen an die Wittenberger Schlosskirche nagelt und damit ganz Europa in Aufruhr versetzt, erinnert dieser Tag. Martin Luther war kein Heiliger, aber ein Mensch, der mit seiner Standhaftigkeit, seinem brennenden Fragen nach Gott und seinem mutigen Einstehen für seinen Glauben die Kirche tief geprägt hat. Nach seinem Bespiel arbeiteten viele Christen an der Erneuerung der Kirche und tun es heute noch. So fragt der Reformationstag auch nach gegenwärtigen Missständen und nach der Kirche, die sich immer wieder reformieren muss.
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DTSTART:20091031
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SUMMARY:21. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Frieden schaffen ohne Waffen! In unserer Zeit wird das immer wieder in Frage gestellt. Müssen Christen angesichts der Terrorgefahr nicht auch zur Aufrüstung mahnen?  Der 21. Sonntag nach Trinitatis empfiehlt einen ganz anderen Widerstand: die Wahrheit beim Namen zu nennen und für den Frieden einzutreten. Das ist kein feiges Hinnehmen, sondern eine mutige Entscheidung, mit anderen Waffen zu kämpfen: Mit dem Gebet für das Wohlergehen der Eroberer und mit der Bereitschaft, das Böse mit Gutem zu überwinden.  Manche meinen, das gelte nur im Privaten. Doch käme nicht mancher Konflikt erst gar nicht auf, wenn Gerechtigkeit geschähe?  Liefe nicht manche Aggression ins Leere, wenn sie durch Freundlichkeit entkräftet würde? Verständlich, dass diese Botschaft immer wieder zu Dissonanzen führt, auch unter Christen.
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DTSTART:20091101
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SUMMARY:Drittl.S.d.Kj.
DESCRIPTION:"Die Erkenntnis traf ihn wie ein Blitz" - viele erfahren das. Als hätte sich ein Schleier gehoben, sehen wir plötzlich klar. Mit ähnlichen Bildern beschreibt die Bibel Jesu Wiederkommen. Unvermittelt, dennoch unmissverständlich bricht Gottes Gegenwart in unsere Welt - Hoffnung für alle, die unter der Vergeblichkeit ihres Tuns und ihrer Begrenztheit leiden.  Der drittletzte Sonntag im Kirchenjahr mahnt zur Wachsamkeit und zur entschiedenen Ausrichtung auf Jesus Christus. In seinem heilenden Wirken und seiner Macht über den Tod ist Gottes Wirklichkeit in unsere Welt eingebrochen. Die Bitte um sein erneutes Eingreifen in unser Leben wird nicht unerhört bleiben. Wo Menschen in seinem Geist leben, da kann immer wieder flüchtig Gottes Reich aufblitzen.
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DTSTART:20091108
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SUMMARY:Vorletzter Sonntag d. Kj.
DESCRIPTION:Wer kennt sie nicht, die Gerichtsdarstellungen mittelalterlicher Kathedralen? Die Zeiten, in denen grässliche Fratzen uns Furcht einflößten, sind Gott-sei-Dank längst vorbei. Und doch spricht die Bibel vom Jüngsten Gericht. Nicht nur wegen der Opfer, denen zu Lebzeiten kein Recht widerfuhr, ist der Gedanke unverzichtbar. Wer gerichtet wird, wird neu ausgerichtet auf den Weg der Barmherzigkeit und der Liebe. Das kann schmerzhaft sein.  Aber, so vermittelt dieser vorletzte Sonntag im Kirchenjahr, es ist auch eine Erlösung für uns und alle, die unter unserem Tun leiden. Denn es bringt ans Tageslicht, wie wir eigentlich sein sollten: heil und gut. Christen können mit der ganzen Kreatur auf dieses Gericht hoffen, denn sie wissen um die Freundlichkeit ihres Richters. Von dieser Erwartung her können sie auch ihr Leben heute barmherziger gestalten.
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DTSTART:20091115
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SUMMARY:Buß-und Bettag
DESCRIPTION:Ich ahne, dass ich meine rastlose Lebensweise ändern müsste und ignoriere es. Ich tue anderen Unrecht, aber ich gestehe es mir nicht ein. Zur Ehrlichkeit mit mir selbst, zu einem wahrhaftigen, aber gütigen Blick auf meine Schwächen ruft der Buß- und Bettag auf. Kein Mensch ist vollkommen, jeder macht Fehler. Geduldig wartet Gott auf unsere Einsicht und darauf, dass wir zurückkehren auf den Weg der Gerechtigkeit, der Liebe und Achtsamkeit – uns selbst zuliebe. Doch Umkehr kommt nicht von allein. So erinnert der Buß- und Bettag daran, dass ich an jedem Tag umkehren kann und muss. Buße betrifft nicht nur den Einzelnen: Auch der Gemeinschaft tut Besinnung gut. Als öffentlicher Feiertag bietet der Buß- und Bettag der Gesellschaft die Gelegenheit, innezuhalten, den eingeschlagenen Kurs zu überprüfen und, wenn nötig, zu korrigieren.
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DTSTART:20091118
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SUMMARY:Totensonntag
DESCRIPTION:Oft träume ich von einer Welt ohne Leiden und Schmerz, ohne Trennung und Tränen, eine Welt, in welcher der Tod seinen Schrecken verliert. Ein neuer Himmel und eine neue Erde, Gott, der mitten unter den Menschen wohnt - in den schönsten Bildern beschreibt die Bibel das Ende der Zeit. Eine Utopie? Ja, aber wer sie glaubt, wird selig. Denn sie hat schon jetzt verändernde Kraft.  Die Verheißung dieser neuen Zeit lässt uns heute schon ausschauen nach ihr, wie die Jungfrauen nach dem Bräutigam, der das Fest eröffnet. In der Hoffnung darauf, dass Gott wahr macht, was er verspricht - auch gegen das Leid und den Tod - gedenken viele Gemeinden am Toten- oder Ewigkeitssonntag der Verstorbenen.
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DTSTART:20091122
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SUMMARY:Ewigkeitssonntag
DESCRIPTION:Oft träume ich von einer Welt ohne Leiden und Schmerz, ohne Trennung und Tränen, eine Welt, in welcher der Tod seinen Schrecken verliert. Ein neuer Himmel und eine neue Erde, Gott, der mitten unter den Menschen wohnt - in den schönsten Bildern beschreibt die Bibel das Ende der Zeit. Eine Utopie? Ja, aber wer sie glaubt, wird selig. Denn sie hat schon jetzt verändernde Kraft.  Die Verheißung dieser neuen Zeit lässt uns heute schon ausschauen nach ihr, wie die Jungfrauen nach dem Bräutigam, der das Fest eröffnet. In der Hoffnung darauf, dass Gott wahr macht, was er verspricht - auch gegen das Leid und den Tod - gedenken viele Gemeinden am Ewigkeitssonntag ihrer Verstorbenen des letzten Jahres.
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DTSTART:20091122
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SUMMARY:1. Advent
DESCRIPTION:Wenn Politiker auf Staatsbesuch sind, genießen sie oft ein Bad in der Menge: Kinder winken mit Fähnchen, die Straßen sind mit Blumen und  Fahnen geschmückt, eine große festliche Menge. Auch Jesus wurde einst mit großem Jubel in Jerusalem begrüßt: Die Menschen winkten mit Palmzweigen und legten Kleider vor die Füße des Esels, auf dem er saß.  Der Erste Advent ermuntert dazu, sich auf eine Ankunft vorzubereiten, deren Bedeutung nicht hoch genug einzuschätzen ist. Denn der da kommt, ist mächtig, aber nicht zu fürchten, ein König, aber er bringt Frieden und wird Recht schaffen. Sich auf ihn einzustellen, heißt, mit langem Atem Liebe und Frieden zu üben. Darum: Machet die Tore weit! Mit dem Advent beginnt im Festkreis der Kirche ein neues Kirchenjahr.
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DTSTART:20091129
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SUMMARY:2. Advent
DESCRIPTION:"Kopf einziehen und durch" oder "Kopf hoch, wird schon wieder" sagen wir - ein schwacher Trost. Wir sind so sprachlos, wenn andere beschwert sind. Gerade den Gebeugten und Niedergedrückten, den Zurückgewiesenen und Benachteiligten gilt die Frohe Botschaft: Haltet durch, Gott sieht die Bedrängnis und hört das Klagen. Wer auf Erlösung wartet, hofft nicht vergeblich. Darum: Kopf hoch, damit ihr sie kommen seht. Der Zweite Advent spricht von einem kosmischen, umwälzenden Befreiungsgeschehen. Die Wiederkunft Jesu wird nicht unbemerkt bleiben. Sie wird uns erschrecken, aber nicht zum Fürchten sein.  Wer beharrlich mit seiner kleinen Kraft nach Gott Ausschau hält, den wird er nicht enttäuschen.
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DTSTART:20091206
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SUMMARY:3. Advent
DESCRIPTION:Manchmal suche ich Gott, aber der Weg scheint versperrt. Ich dringe nicht durch, stehe mir selbst im Weg. Räumt die Steine aus dem Weg! fordert der Dritte Advent. Im Zentrum: Johannes der Täufer, der mit seinem Ruf zur Umkehr Jesus den Weg bereitet. Wo Jesus kommt, da wird die Welt heller und heiler: Vertrocknetes beginnt zu blühen, verschlossene Augen öffnen sich, lahme Glieder bewegen sich. Nichts, weder Täler der Traurigkeit noch Berge der Selbstüberschätzung, sollen seinem Kommen entgegenstehen. Ihm den Weg zu bereiten, heißt wach zu bleiben und sich in Bewegung setzen zu lassen: Traurige zu trösten und die zu ermutigen, die längst schon aufgegeben haben.
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DTSTART:20091213
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SUMMARY:4. Advent
DESCRIPTION:Freude kann schön machen. Unscheinbare Menschen fangen an zu leuchten, wenn sie sich auf etwas freuen: junge Mütter wie Maria, die ein Kind erwarten. Verliebte, die sich auf den geliebten Menschen freuen, Belagerte, denen endlich der Frieden verkündet wird. Von überstrahlender und verändernder Freude spricht auch der Vierte Advent.  Der Herr ist nah! Die Nachricht behalten sie nicht für sich: Die Wächter, die den Friedensboten erspähen, Maria, die den Gott lobt, der Niedrige erhöht und Mächtige vom Thron stößt und wir können angesteckt von Gottes Freude gütiger und schöner werden.
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DTSTART:20091220
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SUMMARY:Christvesper
DESCRIPTION:Die Geschichte von Maria und Josef und dem Kind in der Krippe, jedes Jahr berührt sie uns neu: unsere Sehnsucht nach einer heilen Welt, nach allumfassender Liebe, nach einem Gott, der keine Angst macht, nach Licht in der Dunkelheit - wenigstens am Heiligen Abend.  Im Krippenspiel, in der Lesung des Weihnachtsevangeliums und in den leuchtenden Augen der Kinder wird etwas spürbar von der Liebe, die Gott den Menschen schenkt: "Ein Kind ist uns geboren", ein hilfloses Kind, das der Welt Rettung und Hilfe bringt. Es ist ganz arm und soll uns reich machen. Es kommt in die Dunkelheit und bringt Licht.
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DTSTART:20091224
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SUMMARY:Christnacht
DESCRIPTION:Nach dem Trubel des Heiligen Abends ist es wohltuend, in die Kirche zurückzukehren, bei Kerzenschimmer und Musik noch einmal zur Besinnung zu kommen und die Botschaft der Heiligen Nacht zu hören. In vielen Kirchengemeinden hat dieser Gottesdienst eine ganz besondere, musikalische Note.  Durch Jesu Geburt bricht Licht mitten in die Nacht - es braucht nicht viel, um dies in der Christnacht zu erfahren. Sie erzählt von den alten Verheißungen eines Friedenskönigs, die in Jesus, dem Nachkommen des Königs David, ihre Erfüllung finden. Er ist Immanuel, Gott-mit-uns. Die Nacht seiner Geburt erinnert an das tiefe Geheimnis Gottes: In diesem armen, kleinen Kind, in Jesus Christus zeigt er sich. Hier und nirgendwo anders liegt Gottes Wahrheit verborgen.
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DTSTART:20091224
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SUMMARY:Christfest I
DESCRIPTION:Freunde und Freundinnen, das sind für mich Menschen, vor denen ich mich nicht verstecken muss, die mich gern haben, auch wenn ich etwas Dummes sage, und die nicht auf mich herabschauen, wenn ich einen Fehler mache. Freunde mögen mich, so wie ich bin.  In Jesus sieht uns Gott freund-lich an, er begegnet uns auf Augenhöhe, davon spricht der erste Weihnachtsfeiertag. Die Hirten, die sich auf das Wort des Engels hin auf den Weg machen, erfahren es als erstes: In dem kleinen, hilflosen Kind zeigt sich ein Gott, vor dem sie sich nicht zu schämen brauchen. Sie können und brauchen nicht zu Gott empor zu steigen, er kommt zu ihnen herab. Ja, noch viel mehr: In diesem Kind macht Gott sie selbst und alle Menschen zu seinen Söhnen und Töchtern, zu Erben seiner Verheißung. Und Weihnachten ist nur der Anfang. Wer sich wie die Hirten auf den Weg zur Krippe macht, wird verändert zurückkommen: bewegt und berührt von der Menschenliebe Gottes.
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SUMMARY:Christfest II
DESCRIPTION:Ein Reicher wird arm, Arme werden reich, ein Wolf liegt neben einem Lamm, ein Kind spielt mit der Schlange…die biblischen Lesungen an diesem Tag muten an wie eine "verkehrte Welt".  Mit der Geburt Jesu wurden die bisherigen Ordnungen auf den Kopf gestellt, zeigt der zweite Weihnachtsfeiertag. Weihnachten, das ist der Beginn eines welt- und zeitumspannenden Geschehens. Das große Friedensreich, das seit alter Zeit erwartet wurde, nahm mit Jesus seinen Anfang. Denn, da sind die biblischen Zeugen ganz klar: Sein Platz war von Anfang her bei Gott. So sprechen sie von der Herrlichkeit Jesu und von seiner Einheit mit Gott. In seiner Geburt verbinden sich Himmel und Erde, kommt der ewige Gott zu den Menschen und zieht die Menschen zu sich empor. Das ist nicht auf den ersten Blick zu erkennen. Aber wer es glaubt, wird viele Zeichen dieser neuen Welt wahrnehmen.
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DTSTART:20091226
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SUMMARY:1. So. n. Christfest
DESCRIPTION:Alt ist er geworden und grau. Doch seine Augen sind jung und leuchtend in die Ferne gerichtet. "Du spinnst!" sagen die einen. "Hör doch auf. Es wird sich nichts ändern". Freunde haben sich kopfschüttelnd abgewandt, andere sind verbittert gestorben. Leise, geduldig wartet er weiter, traut der alten Verheißung auf den Friedenskönig, der die Rettung bringt. Jahr um Jahr, Tag um Tag. Als er das Kind in den Armen hält, öffnet er die Augen in plötzlichem Erkennen: Er hat nicht vergeblich gewartet. Und Simeon singt: "Meine Augen haben deinen Heiland gesehen".  Dass in Jesus Christus Gott sichtbar geworden ist, darum geht es am ersten Sonntag nach dem Christfest. Immer wieder haben Menschen in ihm das Licht erkannt, das die Dunkelheit erhellt, haben, wie Simeon, es staunend bekannt und weitererzählt.
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DTSTART:20091227
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SUMMARY:Altjahresabend
DESCRIPTION:"Schon wieder ein Jahr vorbei." Es ist erschreckend, wie die Zeit vergeht. Der Jahreswechsel macht das immer wieder neu bewusst. Er ist eine Chance zum Innehalten und zur Rückschau. Was ist in diesem Jahr gelungen? Was missglückt? Wem bin ich etwas schuldig geblieben? Für vieles kann ich danken, manches noch zurechtbiegen, einige Sorgen ablegen. Anderes schleppe ich mit. Doch ich wurde behütet in diesem Jahr. Gott sei Dank.  Der Gottesdienst zum Altjahresabend stellt meine Bilanz unter die große Zusage Gottes: Im alten, wie im neuen Jahr wird Gott uns begleiten, wird Orientierung geben wie die Feuersäule in der Wüste, wird gegen alle Widerstände auf unserer Seite stehen. Meine Welt mag sich ändern. Doch Jesus Christus bleibt der Gleiche: gestern, heute und in Ewigkeit. Sein Versprechen gilt. Es lohnt sich, mit ihm zu rechnen; auch im neuen Jahr.
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DTSTART:20091231
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SUMMARY:Neujahrstag
DESCRIPTION:Weniger rauchen oder mehr schlafen, ein Stellenwechsel oder weniger Gewicht auf der Waage - vielfältig sind die Vorsätze für das neue Jahr. Noch ist es jung, liegt vor uns, wie ein unbeschriebenes Blatt. Doch wie schnell reißen alte Unsitten ein.  Wir können planen, aber wir haben unsere Zukunft nicht in der Hand, das zeigt der Gottesdienst am Neujahrstag. Dennoch macht er Mut zum Aufbruch. Unser Wollen, Tun und Planen liegt in Gottes Macht. Wer ihm seinen Weg anvertraut, den wird er leiten. Mit Gottes Schutz und seiner Hilfe können wir den Weg ins neue Jahr getrost wagen.
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DTSTART:20100101
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SUMMARY:2. So. nach Christfest
DESCRIPTION:"Er ist ganz seines Vaters Sohn." Nicht ohne Stolz sprechen Eltern diesen Satz. Mag er auch einige Macken haben - er ist doch sehr gut geraten. Dass Jesus, Sohn des Josef, gleichzeitig auch ganz der Sohn seines himmlischen Vaters ist, steht im Zentrum des zweiten Sonntag nach dem Christfest.  Das müssen die besorgten Eltern erleben, als der Zwölfjährige einfach im Tempel zurückbleibt, weil er bei seinem Vater sein möchte. Das bezeugen die Jünger, die erkennen, dass hinter "Josefs Sohn" noch ein ganz anderer Vater steht. Das erfahren die ersten Christen: Jesus ist vom Vater gesandt, den Elenden gute Botschaft zu bringen. Menschensohn und Gotteskind - in Jesus Christus vereinen sie sich.
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DTSTART:20100103
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SUMMARY:Epiphanias (Erscheinungsfest)
DESCRIPTION:Es gibt Menschen, Orte oder Momente, die haben eine ganz besondere Ausstrahlung. Die sind so von etwas erfüllt, dass es nicht verborgen bleiben kann. Das Fest der Erscheinung (griech. Epiphanias) feiert die Strahlkraft der Geburt des göttlichen Kindes - weit über die Grenzen des Landes hinweg.  Bild dafür ist der helle Stern, der die drei weisen Männer aus dem Orient an die Krippe führte. Sie erkannten das Licht, das mit Jesus über der Dunkelheit der Welt aufging. Wer den Schein, der von diesem Kind ausgeht, nicht übersieht, der wird selbst zum Lichtträger. Der kann die Botschaft nicht für sich behalten, sondern ist so erfüllt von Gottes Liebe, dass er von innen leuchtet.
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DTSTART:20100106
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SUMMARY:1. So. nach Epiphanias
DESCRIPTION:Die Geburt im Stall war nicht nur ein Traum. Die Geschichte Jesu ging weiter, langsam erst und unbemerkt. Und doch: Er war ein Mensch von Gottes Geist.  Der Erste Sonntag nach Epiphanias steht ganz im Zeichen der Taufe Jesu. Sie steht am Beginn seines Wirkens. In ihr bekennt sich Gott zu Jesus: Dieser Mensch ist mein geliebter Sohn, er hat meinen Geist. Ermutigend das Wort aus alter Zeit: Er, der das Schwache nicht niedertritt, er, der das geknickte Rohr nicht abbricht, kommt von Gott. Er ist Gottes Wahl. Selbst wenn er nach weltlichen Maßstäben Schwäche zeigt. Wer in seinem Geist  lebt, wer auf ihn getauft ist, der ist Gottes Kind.
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DTSTART:20100110
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SUMMARY:2. So. nach Epiphanias
DESCRIPTION:"Heute haben wir wieder einmal aus dem Vollen geschöpft!" Wer das von sich behaupten kann, erkennt noch, wie wenig selbstverständlich es ist, im Überfluss zu leben. Fülle und Überfluss  haben auch bei Jesus Platz, zeigt der zweite Sonntag nach Epiphanias. Das Weinwunder auf der Hochzeit zu Kana zeugt von seiner Herrlichkeit, aber auch von der Großzügigkeit Gottes, der nicht will, dass Menschen Mangel leiden. Auch wenn die Herrlichkeit Gottes so groß ist, dass Menschen ihren Anblick wohl nicht ertrügen, so spiegeln wir doch Gottes Reichtum mit der Vielfalt unserer Begabungen. Wenn wir sie nicht für uns behalten, sondern sie in die Gemeinschaft einbringen, wenn unsere Gaben zu Quellen der Freude und Stärke für andere werden, dann loben wir damit den, der uns so großzügig damit beschenkt hat.
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DTSTART:20100117
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END:VEVENT
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SUMMARY:letzter So. nach Epiphanias
DESCRIPTION:Es gibt Momente, in denen sehe ich völlig klar. Für einen Augenblick erscheint mir mein Leben wie von Licht bestrahlt, weiß ich genau, wer ich bin und wohin ich gehe. Bergerfahrungen sind das, voller Überblick und Klarheit. Von einem lichten Erlebnis spricht der letzte Sonntag nach Epiphanias. Auf einem Berg sehen die Jünger Jesus verklärt und erkennen: Dies ist Gottes Sohn. "Hier ist gut sein" sagt Petrus. "Lasst uns Hütten bauen."  Von Gott ergriffen sind sie, wie Mose, den Gott aus dem Feuer anruft, und wie der Seher Johannes auf Patmos. Doch bei einem solchen Erlebnis kann niemand stehen bleiben, jeder muss in den Alltag zurück, oft genug in das Leid. Aber alle nehmen den hellen Schein mit, der sie ermutigt, weiter in Gottes Licht zu leben.
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DTSTART:20100124
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SUMMARY:Septuagesimä
DESCRIPTION:"Das ist unfair!" Nicht nur Kinder sind über Ungerechtigkeit erbost. Doch was ist gerecht? Alle gleich zu behandeln oder die Anlagen jedes Einzelnen zu berücksichtigen? Eltern von unterschiedlichen Kindern wissen, dass eine Gleichbehandlung auch ungerecht sein kann.  Gottes Gerechtigkeit ist Güte, zeigt der Sonntag Septuagesimae (70 - eigentlich nur 63 - Tage vor Ostern).  Der Weinbergbesitzer, der allen, auch den letzten Arbeitern den gleichen Lohn auszahlt; Jesus, der ausgerechnet mit einem Zöllner zu Tisch sitzt; Gott, der sich nicht von Stärke und Reichtum beeindrucken lässt, sondern ihnen Recht und seine Gerechtigkeit entgegensetzt. Diejenigen, die sich von dieser Gerechtigkeit anstecken lassen, die ruft Jesus in seine Nachfolge, zu einem Lauf, der nicht ins Ungewisse führt.  Brauchtum:  An Septuagesimae wurden in der alten Kirche die Taufbewerber für Ostern ausgewählt.
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DTSTART:20100131
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SUMMARY:Sexagesimä
DESCRIPTION:"Was ich nicht höre, das wurde nicht gesagt." Kinder können das hervorragend: Ohren zu, auf Durchzug gestellt. Aber auch uns fällt das Zuhören oft schwer. Wie viel schwerer noch, wenn es um Gottes Wort geht. Und dann trifft es wieder plötzlich, unvermittelt, mitten ins Herz. Das Wort Gottes und seine Wirkung stehen im Zentrum des Sonntags Sexagesimae. Manchmal ist es scharf, schmerzhaft und trennend wie ein Schwert, dann wieder scheint es nicht zu wirken, setzt sich aber fest und wächst im Stillen. Gott streut die Botschaft seiner Liebe großzügig aus. Auch wenn wir sie verdorren lassen: Sie gilt uns. Es liegt an uns, damit ernst zu machen. Aber eins ist sicher: Ohne Wirkung bleibt die gute Nachricht nicht. Wie bei Lydia, die, von Gottes Wort angefacht, zur ersten Christin Europas wurde.
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DTSTART:20100207
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END:VEVENT
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SUMMARY:Estomihi
DESCRIPTION:Wie weit würde meine Freundschaft gehen? Würde ich zu meinen Freunden stehen, selbst wenn sie ausgelacht oder verachtet, verfolgt oder verdächtigt würden? Würde ich sie begleiten? Die Freundschaft zu Jesus verlangt seinen Jüngern viel ab. Sie werden mit ihm nach Jerusalem ziehen und seinen Tod miterleben. Jesus kündigt ihnen das an. Am Sonntag Estomihi steht die Nachfolge im Vordergrund. Nicht, wer viele große Worte macht, sondern wer sich für Gerechtigkeit einsetzt und beharrlich liebt, der hat den Ruf in die Nachfolge gehört, dem hat Jesus die Augen geöffnet. Aber zu Jesus zu stehen, ist nicht immer leicht. Es bedeutet auch, Nachteile in Kauf zu nehmen, sein Leid zu tragen. Jesu Frage gilt auch uns: "Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme an seiner Seele Schaden?".
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DTSTART:20100214
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SUMMARY:Aschermittwoch
DESCRIPTION:Ein Aschenkreuz auf der Stirn - das erlebt man unter Evangelischen selten. Und trotzdem leitet auch in den lutherischen Kirchen der Aschermittwoch die Passionszeit ein, eine Zeit der Einkehr und der Besinnung auf das Leiden Jesu Christi.  In wenigen Gemeinden findet an diesem Tag ein Gottesdienst statt, der auf die Passions- und Fastenzeit einstimmt. Er ruft zu einem Fasten auf, das nach Gottes Willen ist, das leise und beharrlich nach einem Leben fragt, das Gott gefällt. Dass Verzicht zum Wesentlichen führen kann, erfahren diejenigen, die in der Passionszeit lieb gewordene Gewohnheiten aufgeben. Die bundesweite Fastenaktion der Evangelischen Kirche " sieben Wochen ohne", die am Aschermittwoch offiziell eröffnet wird, ermuntert dazu, in der Passionszeit bewusster zu leben.
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SUMMARY:Invocavit
DESCRIPTION:Sie ist nicht zart und sie ist nicht aufregend und sie macht auch wenig Spaß. Auch wenn uns die Werbung etwas anderes erzählt: Versuchung ist eine ernste Sache. Wer versucht wird, bei dem steht nicht selten seine Integrität auf dem Spiel. Ehrlich sein, auch wenn ich dadurch Nachteile habe? Steuern hinterziehen, wenn es niemand sieht? Kann ich mir selbst treu bleiben?  Um Versuchung geht es am Sonntag Invokavit. Von der Versuchung der Schlange - "Ihr werdet sein wie Gott" - bis zu Jesus, der auf subtile Weise versucht wurde. Das Bekenntnis zu ihm und der Blick in die heilige Schrift helfen, in der Versuchung zu bestehen und Gott richtig zu dienen: Hungrige zu speisen, Arme zu bekleiden. Und wenn es schwierig wird: "Ich habe für dich gebeten, dass dein Glaube nicht aufhöre", sagt Jesus zu Petrus.
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SUMMARY:Reminiscere
DESCRIPTION:"Du lernst aber auch gar nichts." Manchmal helfen alles Reden und Erklären nichts, kein Vorbild und keine Predigt. Alles Mühen ist umsonst. Die Kinder haben ihren eignen Kopf. Man möchte sie schütteln, aber sie werden nur noch bockiger. Es fällt schwer, da nicht die Geduld zu verlieren.  So geht es Gott mit seinen Menschen, zeigt der Sonntag Reminiszere. Wie der umhegte  Weinberg, der nur saure Trauben hervorbringt, wie die bösen Weingärtner, die sich in Abwesenheit des gütigen Besitzers des Weinbergs bemächtigen und seine Boten töten, verachten sie oft Gottes Willen. Sie meinen zu glauben und handeln doch herzlos und kalt. Sollte Gott da nicht die Geduld verlieren? Doch gerade zu den Sündern ist Jesus Christus gekommen - zur Hoffnung für alle Welt.
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SUMMARY:Okuli
DESCRIPTION:"Der Einsatz ist hoch", heißt es nicht nur im Glücksspiel. Manche Entscheidungen im Leben verlangen uns viel ab: Kraft und Energie, Geld und Geduld, Tränen, manchmal auch Trennungen. Und trotzdem würden wir uns wieder genauso entscheiden. Weil es rückblickend richtig war, weil uns die Erfahrung reicher gemacht hat.  Auch bei Jesus ist der Einsatz hoch, das zeigt der Sonntag Okuli. Wer Jesus nachfolgen will, muss verzichten lernen, darf nicht zurückschauen. Wer Gott ernst nimmt, muss Entscheidungen treffen für ein Leben in Liebe und Hingabe. Die Bibel erzählt von Menschen, die Gott bis zum Äußersten gefordert hat: Jeremia, der um Gottes Willen verspottet wird; Elia, der  auf der Flucht zu Tode erschöpft ist. Und doch erfahren gerade sie: Gott ist bei mir. Er macht mich stark.
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SUMMARY:Lätare
DESCRIPTION:"Der gewinnt auch dem Schlimmsten noch etwas Gutes ab!" Ein Kopfschütteln, ein leises Bewundern. Manche Leute verbreiten Freude, obwohl sie wirklich nichts zu lachen haben. "Freut euch - allem Leiden zum Trotz!" Mitten in der Passionszeit erklingt dieser Ruf am Sonntag Lätare.  Freuen - warum? Weil schon im Sterben das Leben begriffen ist. Plastisch die Bilder, die Jesus wählt: Nur das Samenkorn, das in die Erde fällt, bringt Frucht. Brot muss verzehrt werden, um stärken zu können. Er selbst ist das Brot für uns, das jetzt schon den Hunger nach Leben stillt. Gottes Zusage gilt: "Es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen, aber meine Gnade soll nicht von dir weichen, und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen, spricht der HERR, dein Erbarmer."
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SUMMARY:Judika
DESCRIPTION:"Wer nicht hören will, muss fühlen." Wer sich nicht unterordnet, wer nicht gehorcht, muss oft genug die Konsequenzen tragen. Und doch: Blinder Gehorsam kann zur Katastrophe führen, ziviler Ungehorsam gar geboten sein.  Es ist ein harter Gott und ein blinder Gehorsam, den der Sonntag Judika beschreibt: Ein Gott, der Ungehorsam mit Strafen schlägt und Abrahams Gehorsam grausam auf die Probe stellt. Ein Gott, der Jesus abverlangt, als Opfer in den Tod zu gehen? Dunkel ist dieser Gott und fern. Doch auf der anderen Seite steht Gott, der selbst gehorsam ist, der den Menschen dient und ihnen zum Leben verhilft. Auch hinter der dunkelsten Geschichte scheint das durch: Gott will, dass allen Menschen geholfen wird. Im Vertrauen darauf wird es möglich, sich auf Gott zu verlassen und dem Nächsten zu dienen.
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DTSTART:20100321
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SUMMARY:Palmarum / Palmsonntag
DESCRIPTION:Es gibt Momente, in denen ist nichts, wie es scheint. Ein fröhliches Gesicht versteckt tiefe Trauer, wer Härte zeigt, kann auch barmherzig sein, und hinter einer scheinbar so düsteren Zukunft verbirgt sich eine neue Chance. Grenzmomente sind das, unsicher und vage. Erst im Nachhinein deute ich die Zeichen richtig.  Der Palmsonntag führt in eine solche Grenzzeit hinein: Die Hände die eben noch Palmzweige schwingen, sind fast schon zu Fäusten geballt. Das "Hosianna" wird zum gellenden "Kreuzige"-Ruf, fröhliche Gesichter erstarren zu Fratzen. Und doch ist es Jesu Tod am Kreuz, der den Menschen Leben bringt. Sein Weg ins Dunkel war ein Weg ins Licht, heute bekennen wir das. Im Geschlagenen, im Verachteten war Gott ganz nah. Nur wenige erkannten das, wie die Frau, die den Todgeweihten wie einen König salbte.
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DTSTART:20100328
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SUMMARY:Gründonnerstag
DESCRIPTION:Wann habe ich ihn zum letzten Mal gesehen? Welche Worte wurden gesprochen, und was wurde verziehen? Wie wichtig werden diese Fragen, wenn ein geliebter Mensch stirbt. Wohl denen, die Abschied nehmen durften oder gar ein letztes Wort mitbekamen. Sie behalten es ein Leben lang.  Vom letzten Vermächtnis Jesu berichtet der Gründonnerstag. Jesus nimmt sich viel Zeit zum Verabschieden, macht den Jüngern Mut, wäscht ihnen die Füße und gibt ihnen Worte und Zeichen für die Zeit ohne ihn. Und das Vermächtnis lebt. Noch heute bekennen Christen: Im Abendmahl ist Jesus ganz nah, auch nach 2000 Jahren noch. Er gibt uns an seinem neuen Leben Anteil. Ihn ehren wir, wenn wir einträchtig und ohne Trennungen das Brot brechen und den Wein teilen.
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DTSTART:20100401
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SUMMARY:Karfreitag
DESCRIPTION:Wer kann ermessen, wie tief menschliches Leid geht? Hilflos und voller Furcht stehen wir davor. "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" Wer so schreit, fühlt sich ganz allein. Doch Gott weicht dem tiefsten menschlichen Leid nicht aus, davon berichtet der Karfreitag. Er begegnet ihm auf unbegreifliche Art: In Jesus begibt Gott sich selbst kompromisslos in die Nacht hinein. Er wird von Freunden verraten, verspottet, gefoltert und schließlich am Kreuz hingerichtet.  Die ersten Christen bekannten: Jesus ist für unsere Sünden gestorben. Nichts, was wir tun, kann so schlimm sein, dass wir verloren gehen. Aber heute haben immer mehr Menschen Schwierigkeiten damit: Braucht Gott ein Opfer zur Sühne? Er braucht es nicht, aber er ist den Menschen im Leiden ganz nah. Keine Schranken soll es geben zwischen ihm und uns. Zeichen dafür ist das Kreuz, das Himmel und Erde verbindet.
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DTSTART:20100402
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SUMMARY:Karsamstag
DESCRIPTION:Wer kann ermessen, wie tief menschliches Leid geht? Hilflos und voller Furcht stehen wir davor. "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" Wer so schreit, fühlt sich ganz allein. Doch Gott weicht dem tiefsten menschlichen Leid nicht aus, davon berichtet der Karfreitag. Er begegnet ihm auf unbegreifliche Art: In Jesus begibt Gott sich selbst kompromisslos in die Nacht hinein. Er wird von Freunden verraten, verspottet, gefoltert und schließlich am Kreuz hingerichtet.  Die ersten Christen bekannten: Jesus ist für unsere Sünden gestorben. Nichts, was wir tun, kann so schlimm sein, dass wir verloren gehen. Aber heute haben immer mehr Menschen Schwierigkeiten damit: Braucht Gott ein Opfer zur Sühne? Er braucht es nicht, aber er ist den Menschen im Leiden ganz nah. Keine Schranken soll es geben zwischen ihm und uns. Zeichen dafür ist das Kreuz, das Himmel und Erde verbindet.
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DTSTART:20100403
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SUMMARY:Osternacht
DESCRIPTION:An der Schwelle zwischen Tod und Leben, Dunkel und Licht wird die Osternacht gefeiert. In dieser Nacht, in der Jesus auferstand, liegen Trauer und Hoffnung, Todesschwärze und das jubelnde Lob der neuen Schöpfung dicht beieinander.  So spannt die Liturgie einen weiten Bogen: von der guten Schöpfung im Anbeginn über die Abwendung des Menschen von Gott, den Auszug aus Ägypten bis hin zur immer neuen Abkehr vom richtigen Weg. All das gipfelt im Kreuz. Ostern, so die Botschaft dieser Nacht, ist ein neues, umwälzendes Befreiungsgeschehen. Mit seiner Auferstehung zerreißt Jesus so viel: unsere Trennung von Gott, unsere Ohnmacht, unseren Tod. "Christ ist erstanden", mit dem Licht, das entzündet wird, erklingt dieser Osterjubel neu - dem Tod zum Trotz.   Tradition: Taufe in der Osternacht
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DTSTART:20100403
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SUMMARY:Ostersonntag
DESCRIPTION:Die erste Liebe oder die Geburt eines Kindes, Rettung aus höchster Gefahr - es gibt Ereignisse, die erfüllen uns mit unaussprechlicher, tiefer Freude. Singen möchte man und jubeln, oder man bekommt kein Wort heraus vor lauter Glück.  Ostern, das ist das Fest purer Freude. Einer Freude, die deswegen so rein ist, weil sie die Tiefen kennt und sie doch bezwungen weiß. Ostern ist das Urdatum der Kirche. Die drei Frauen am Grab, die Jünger, denen der Auferstandene erscheint und Maria Magdalena, sie können nach dem ersten Schrecken nicht schweigen: Jesus lebt! Die Liebe hat den Tod bezwungen. Er hat die letzte Macht über uns verloren. Wer gegen allen Augenschein in diesem Vertrauen lebt, der kann freier handeln, der wird aufstehen gegen alles, was das Leben bedroht. "Tod, wo ist dein Stachel?", fragt der Apostel Paulus zurecht.  Brauchtum: Osterlachen
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DTSTART:20100404
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SUMMARY:Ostermontag
DESCRIPTION:Manchmal sehe ich das Offensichtliche nicht. Die Lösung, die zum Greifen nah ist, einen Menschen, der Hilfe bringt. Da müssen mir erst die Augen aufgehen.  Auch für die Gegenwart Jesu sind wir oft blind, das zeigt der Ostermontag.  Meilenweit wandern zwei Jünger neben dem Auferstandenen nach Emmaus, bevor sie ihn erkennen. Erst als er das Brot mit ihnen bricht, gehen ihnen die Augen auf. Es ist so viel leichter, an den Tod zu glauben, als an das Leben, auch heute noch. Doch mit Jesu Auferstehung ist jedem Einzelnen das Leben verheißen, auch nach dem Sterben. Die alttestamentliche Vision von Gott, der den Tod zerstört - in Jesus wird sie Wirklichkeit. Wer daran glaubt, für den gibt es keine Hoffnungslosigkeit.
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DTSTART:20100405
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SUMMARY:Quasimodogeniti
DESCRIPTION:"Ich glaube nur, was ich sehe", sagen viele. Was ich mit dem Verstand fassen kann, was ich be-greifen kann, nur das hat Bestand. Auferstehung? Das passt da nicht hinein.  Auch viele Jünger konnten die Botschaft von der Auferstehung Jesu zunächst nicht glauben. Wo war der Beweis? Wo die logische Erklärung? Der erste Sonntag nach Ostern (Quasimodogeniti) erzählt davon, wie Jesus den Zweiflern und Skeptikern entgegenkam, sich anfassen ließ und gemeinsam mit ihnen aß. So konnten sie später auch glauben, was sie nicht sahen: die unsichtbare Gemeinschaft mit Christus. Schon jetzt haben Christen Anteil an seinem, dem neuen Leben. Darf man das glauben? "Selig sind, die nicht sehen und doch glauben", sagt Jesus.
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DTSTART:20100411
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SUMMARY:Misericordias Domini
DESCRIPTION:Manchmal wünsche ich mir das: Einen, der für mich sorgt, der mir den rechten Weg zeigt und mich unbeschadet durch Gefahren führt, einen, der meinen Durst nach Leben stillt und nach mir sucht, wenn ich verloren gehe. Jesus, der "gute Hirte" steht im Zentrum des zweiten Sonntags nach Ostern. Das Urbild des Schäfers spricht Kinder wie Erwachsene an. Das neue Testament bekennt Christus als den guten Hirten, der das Verlorene nicht aufgibt und der sein Leben für das ihm Anvertraute lässt. Jeder einzelne zählt. Die biblischen Texte warnen aber auch vor schlechten Hirten, die nur an ihr eigenes Wohl denken, bei Gefahr davonlaufen und das Schwache nicht stärken. Da gilt es, sich an den guten Hirten zu halten und nach seinem Beispiel selbst auf andere zu achten.
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DTSTART:20100418
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SUMMARY:Jubilate
DESCRIPTION:Jubilate - Jubelt! Wie leicht ist es, im Frühjahr in den Jubel der wiedererwachenden Natur einzustimmen. Ihr Wiederaufblühen wird in der Osterzeit zum wunderbaren Sinnbild der Auferstehung.  Schöpfung und neues Leben sind Themen des Sonntags Jubilate. Er erzählt von der guten Schöpfung am Anfang, aber auch von ihrer Vorläufigkeit. Auch Christen sind der Vergänglichkeit unterworfen. Und doch haben sie bereits eine Ahnung von neuem Leben. Denn Jesus ist auferstanden. Für den, der daran glaubt, hat der Tod seine Endgültigkeit verloren. Neu zu werden ist möglich, auch hier und heute. Wer an dieser Hoffnung festhält, dem wächst Stärke zu. Denn wie der Weinstock seinen Trieben Kraft gibt, so haben auch Christen ihren Halt in Christus und können sich immer wieder zum Leben rufen und erneuern lassen.
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DTSTART:20100425
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SUMMARY:Kantate
DESCRIPTION:Der ausgelassene Tanz, das Lied, das Trauernden die Tränen löst, das Pfeifen im Dunkeln und die Arie, die tief ins Herz dringt - Musik lässt niemanden unbewegt. Evangelische Frömmigkeit wäre nicht denkbar ohne sie. Um Musik und Gesang drehen sich die biblischen Lesungen am Sonntag Kantate (Singt!): Der erleichterte Dank der Geretteten, das mächtige Loblied der Werke Gottes und der mutige Gesang, der Kerkermauern sprengt - sie alle vereinen sich zu einem vielstimmigen Lob Gottes. Kein Bereich des Lebens soll von diesem Lob ausgeschlossen sein, keiner ist zu gering für diese Musik. Je mehr unser Leben zum Gesang wird, desto stärker wird uns dieses Lied verändern zu liebevolleren und dankbaren Menschen.
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DTSTART:20100502
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SUMMARY:Rogate
DESCRIPTION:Wie komme ich in Kontakt mit Gott? Bleibt nicht ungehört, was ich zu ihm spreche? Vielen Erwachsenen fällt das Beten schwer. Andere erleben es als befreiend, ihr Herz auszuschütten oder in der Stille Gott zu suchen.  Der Sonntag Rogate (Betet!) ermutigt zum Gebet. Auch Jesus hat immer wieder dazu aufgerufen. Vielfältige Formen des Betens finden sich schon in der Bibel: Das stürmische  und unnachgiebige Gebet, das Gott drängt wie einen Freund, das stellvertretende Einstehen für andere und der Dank. Jesus verspricht, dass wer in seinem Namen bittet, bei Gott nicht auf taube Ohren stößt. Und er lehrt seine Jünger das Gebet, das alle anderen umfasst: das Vaterunser. Es müssen nicht viele Worte sein. Dieses ist genug. Es führt zum Hören auf Gott. Nicht unser, sondern Gottes Wille soll geschehen.
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DTSTART:20100509
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SUMMARY:Christi Himmelfahrt
DESCRIPTION:"Hier ist der Himmel auf Erden", sagen wir in Momenten, in denen es uns rundum gut geht. Was ist der Himmel? Die unendlich blauen Weiten über uns oder die scheinbar zeitlosen Sekunden, in denen wir glücklich sind?  Wenn wir Christi Himmelfahrt feiern, erinnern wir an den Abschied Jesu von seinen Jüngern 40 Tage nach seiner Auferstehung. Er kehrt zurück zu Gott. Seit dieser Zeit ist für Christen der Himmel dort, wo Jesus Christus ist. Zwischen Himmel und Erde leben sie. Und doch: "Was steht ihr da und schaut in den Himmel?" Die Frage an die Jünger gilt auch uns. Im Hier und Jetzt, in unserer Gegenwart können wir etwas vom Himmel erfahren: in dem Glanz auf den Gesichtern unserer Mitmenschen, in Momenten der Freude und der Liebe, in denen wir eins sind mit Gott und Menschen.
CLASS:PUBLIC
DTSTART:20100513
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SUMMARY:Exaudi
DESCRIPTION:Manchmal wird mir der Abschied schwer: Wenn ich dem Zug hinterher blicke oder hinter der Absperrung am Flughafen stehe. Noch viel schwerer ist es, wenn ich nicht weiß, ob wir uns wiedersehen werden. Den Abschied Jesu von seinen Jüngern beschreibt der Sonntag Exaudi (Erhöre!). Seit seiner Himmelfahrt ist Jesus nicht mehr sichtbar bei ihnen. Es liegen harte Tage vor ihnen. Doch Jesus lässt sie nicht allein. Auf andere Art wird er ihnen nahe sein: in ihren Herzen, als nie versiegende Quelle der Kraft. In einem neuen Geist werden sie Jesus erkennen. Das ist kein Ersatz für seine Anwesenheit, aber ein Trost. Noch heute lebt dieser Geist unter uns: Wo nach Gottes Willen gefragt wird, wo Liebe unser Handeln prägt, da wird er spürbar. Aber auch dort, wo wir verzagen, wo uns der Hals zugeschnürt ist, ist er uns tröstend nahe und bringt unsere Anliegen vor Gott.
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DTSTART:20100516
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SUMMARY:Pfingstsonntag
DESCRIPTION:Dass ich andere nicht verstehe, das erlebe ich so oft: In fremden Ländern, bei Fachgesprächen oder wenn ich an anderen vorbeirede. Das Gegenteil geschieht an Pfingsten. Jünger, die gerade noch mutlos waren, überkommt eine große Kraft, wie ein Sturmwind. Bewegt vom Heiligen Geist sprechen sie von Jesus Christus, und das Wunder geschieht: Jeder kann sie in seiner eigenen Sprache verstehen. Viele lassen sich taufen: Die Kirche ist geboren. Pfingsten lädt ein, darüber nachzudenken, welche Sprache wir sprechen: die Sprache der Angst oder die der Liebe. Der Pfingstgeist hält Jesus unter uns lebendig. Es ist ein Geist, der Menschen verbindet und nicht trennt, der befreit und nicht einengt, ein Geist, der uns die Augen öffnet für Unrecht und uns den Mund auftut für die Wahrheit.
CLASS:PUBLIC
DTSTART:20100523
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SUMMARY:Pfingstmontag
DESCRIPTION:Die eine kann gut lesen und der andere hat einen guten Geschmack. Diese kann gut zuhören und jener hat einen wachen, kritischen Verstand. So bunt und vielfältig wie die Menschen sind die Begabungen in den christlichen Gemeinden. 
Die praktischen Auswirkungen des Heiligen Geistes hat der Pfingstmontag im Blick. Da ist Petrus, der, bewegt von Gottes Geist, erkennt, dass Jesus der Messias ist. Da sind jene, die ihre Erfahrungen mit Gott weitergeben, und andere, die die Zeichen der Zeit erkennen. Alle Gaben aber vereint ein Geist: die Kraft, die von Jesus Christus ausgeht und die der Liebe und dem Aufbau der Gemeinde dient. 
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DTSTART:20100524
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SUMMARY:Trinitatis
DESCRIPTION:Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist, der eine Gott in drei Personen - viele tun sich damit schwer. Drei in einem - wie soll das gehen?  Am Sonntag Trinitatis feiern Christen das Fest der Dreieinigkeit Gottes - einer theologischen Idee, die schwierig ist und doch viel über das Wesen Gottes aussagt. Gott ist umfassender, als ein Mensch begreifen kann. Aber er lässt sich auf eine Geschichte mit den Menschen ein und offenbart ihnen mit der Zeit immer mehr von sich: Als Vater erwählt sich Gott ein Volk, als Sohn  nimmt er sich des Schicksals aller Menschen an, bezieht schließlich in jedem einzelnen Wohnung: als Begeisterung, als Tröster und als Liebeskraft. Gott ist reine Beziehung - zu der Welt und in sich selbst. Niemand ist von seiner Gegenwart ausgeschlossen. Gott kann und will nicht für sich sein. Ein Ausdruck dafür ist seine Dreieinigkeit.
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DTSTART:20100530
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SUMMARY:1. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Die einen predigen Gesundheit oder Erfolg, andere Reichtum oder Schönheit. Im Dschungel der fast unbegrenzten Sinnangebote kann man sich leicht verlaufen: Welche Heilsversprechen führen in die Irre? Welche der mir angebotenen Wege führen wirklich zum Leben, sind von Gott? Der 1. Sonntag nach Trinitatis ermuntert dazu, achtsam zu bleiben für die Stimme Gottes zwischen den vielen Stimmen um uns. Dazu gibt es Hörhilfen: Die Worte und Werke Jesu, das Zeugnis von Mose und den Propheten, ein Bekenntnis, das an Gott allein festhält. Alle weisen den einen Weg: den Weg der Liebe, die sich furchtlos und freigiebig dem anderen zuwendet.
CLASS:PUBLIC
DTSTART:20100606
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SUMMARY:2. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:"Tut mir Leid, keine Zeit" - eine Absage, schnell und achtlos dahingesagt, manchmal später bereut. Wer kennt das nicht? Wenn Gott einlädt zum Fest des Lebens, dann gibt er überfließend und umsonst. Dann gilt seine Einladung allen: Wohlhabenden und Armen, Nahestehenden und Fernen, Glaubenden und Zweifelnden. Gut für die, die keine Entschuldigung vorschützen und keine Ausflüchte suchen. Der 2. Sonntag nach Trinitatis ermuntert dazu, Gottes Einladung nicht auszuschlagen, sondern sich an seinen Tisch rufen zu lassen - in eine bunt gemischte Gemeinschaft, in der sich niemand profilieren muss, sondern in der ein Klima der gegenseitigen Achtsamkeit und Wertschätzung, Offenheit für Außenstehende und Nachsicht gegen Schwächere herrscht.
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DTSTART:20100613
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SUMMARY:3. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Manchmal stehe ich da und möchte die Zeit zurückdrehen: Mein verletzendes Wort, meine falsche Entscheidung, meine Unachtsamkeit… "Wenn man es doch ungeschehen machen könnte!" Es ist schmerzlich, wenn das nicht gelingt. Was bei Menschen oft nicht mehr geht, bei Gott ist es möglich - das ist die Botschaft des 3. Sonntags nach Trinitatis. Gott will nicht, dass Menschen verloren gehen. Er lässt sie ihre Wege suchen und ihre Fehler machen: Das Schaf, das auf Abwege gerät den Zöllner Zachäus, der den Menschen das Geld aus der Tasche zieht, und den Sohn, der es zu Hause nicht mehr aushält. Doch wie der gute Vater lässt Gott sie nicht fallen: Er wartet, geht entgegen, feiert ein Fest für den wieder gefundenen Sohn.  Eindringlich klingt die Mahnung des Propheten: Wagt umzukehren! Ihr könnt zurück, wenn ihr nur wollt.
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DTSTART:20100620
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SUMMARY:4. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Sympathisch oder unsympathisch? Innerhalb weniger Sekunden ist die Entscheidung gefällt. Auch mit dem moralischen Urteil geht es sehr schnell. Wir "wissen" meist sehr gut, was verwerflich ist, und tun lautstark oder subtil unsere Verachtung kund. Vorsicht vor solchen Urteilen!, warnt der 4. Sonntag nach Trinitatis. Denn es gibt niemanden, der ohne Fehler ist, der nicht immer wieder der Großzügigkeit und der Nachsicht bedarf. Einzig Gott ist es, der richten kann. Darum ermutigt Jesus zum Vergeben: Wer aus dem Bewusstsein lebt, dass Gott ihm barmherzig entgegenkommt, der kann versuchen, versöhnt zu leben, wie Josef, der seinen Brüdern nach langer Zeit das Unrecht verzeiht, das sie ihm angetan haben.
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DTSTART:20100627
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SUMMARY:5. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:"Kommt und seht!" Diese Einladung Jesu gilt uns heute wie den Jüngern vor 2000 Jahren. Von Menschen, die sich in Gottes Dienst rufen ließen, erzählt der 5. Sonntag nach Trinitatis. Der Nomade Abraham, der auf Gottes Wort hin auszieht, und die Fischer, die ihre Netze zurücklassen, Paulus, der durch die Botschaft des Auferstandenen zum Apostel wird  - sie alle sind bereit, Altes aufzugeben und mit Gott neue Wege zu gehen. Selbst wenn es unvernünftig scheint.  Das ist riskant, denn oft müssen sie Unverständnis und Spott ihrer Umgebung und den Widerspruch ihrer eigenen Familien ertragen. Doch sie dürfen sehen: Die übervollen Netze sind erst der Anfang unzähliger wunderbarer Erfahrungen. Wer Jesus folgt, entdeckt immer tiefer, wo Gott auf Erden Wohnung nimmt.
CLASS:PUBLIC
DTSTART:20100704
URL;VALUE=URI:http://www.bayern-evangelisch.de/www/liturgischer_kalender/04.07.2010
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SUMMARY:6. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Die meisten waren so klein, dass sie sich heute nicht mehr daran erinnern können. Und trotzdem wurde damals ein Fundament für das ganze Leben gelegt. Der 6. Sonntag nach Trinitatis steht ganz im Zeichen der Taufe. Er erinnert an den Auftrag Jesu, Menschen zu taufen und an das Geschenk, das am Beginn des Lebens als Christ und Christin steht:  Jesu Leben, Sterben und Auferstehen gilt mir, mein Leben ist vor Gott rein und gut. Über meinem Leben steht die Zusage: "Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!" Viele Gemeinden taufen an diesem Sonntag oder feiern ein Taufgedächtnis.
CLASS:PUBLIC
DTSTART:20100711
URL;VALUE=URI:http://www.bayern-evangelisch.de/www/liturgischer_kalender/11.07.2010
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SUMMARY:7. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Ich habe so viel - und trotzdem bin ich manchmal ganz leer. Ich werde täglich satt, und trotzdem habe ich einen ungeheueren Durst nach mehr. Ich sehne mich nach etwas, das ich nicht beschreiben kann… Dass Gott körperlichen und seelischen Hunger stillt - davon erzählen die Lesungen des 7. Sonntag nach Trinitatis, der aus verschiedenen Perspektiven das Abendmahl beleuchtet.  Essen und Trinken, Zusammensitzen und Feiern gehören zum christlichen Glauben. Jesus nahm die natürlichen Bedürfnisse der Menschen ernst, sättigte Tausende mit fünf Broten und zwei Fischen und saß mit unterschiedlichsten Menschen zu Tisch. Im Abendmahl setzen Christen von Anfang an diese einträchtige Tischgemeinschaft fort und nehmen die Zeit vorweg, in der der Hunger nach wahrem Leben gestillt sein wird.
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DTSTART:20100718
URL;VALUE=URI:http://www.bayern-evangelisch.de/www/liturgischer_kalender/18.07.2010
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SUMMARY:8. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Was ich tue oder unterlasse, was ich sage und plane, ist nicht gleichgültig. Wer vom Glauben an Jesus angesteckt ist, der weiß: Ich bin verantwortlich. Mein Leben kann etwas verändern. Wie ein Stein, der ins Wasser fällt, oder wie ein Funke, der überspringt, setzt die frohe Botschaft von Jesus Christus Menschen in Bewegung.  So spricht der 8. Sonntag nach Trinitatis von den Auswirkungen des Glaubens: Als Licht der Welt und Salz der Erde werden Christen in der Welt nicht unbemerkt bleiben und oft genug auch darin anecken. Als Wohnstätten für Gottes Geist werden sie sorgsam und besonnen mit ihrem Körper umgehen. Von Gottes Licht berührt, werden sie selbst wie Kirchenfenster leuchten und das Dunkle meiden.
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SUMMARY:9. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Welche Sicherheiten habe ich? Womit kann ich rechnen? Oft ist mir mein Leben undurchsichtig, und die Welt um mich verändert sich schnell. Dann will ich nichts riskieren, einfach nur dahinleben… Doch der 9. Sonntag nach Trinitatis beunruhigt: Wer sich auf Gott einlässt, muss auf Überraschungen gefasst sein - wie Paulus, dessen Werte durch die Begegnung mit Jesus auf den Kopf gestellt werden, wie Jeremia, der sich für zu jung hält und trotzdem zum Propheten berufen wird, wie der Mann, der auf einen Schatz stößt und spontan seinen ganzen Besitz dafür verkauft.  Nur wer etwas riskiert, wer seine Gaben Gott und den Menschen zur Verfügung stellt, wird letztlich reich dastehen. Welch ein Paradox: Nur wer sich nicht auf weltliche Sicherheiten verlässt, dessen Lebenshaus steht auf festem, sicherem Grund.
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SUMMARY:10. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Israel - ein von Konflikten gebeuteltes Land. Eine grauenvolle Geschichte, die Deutschland und Israel trennt und verbindet. Israel - Ursprung des Christentums, verachtet und idealisiert, bewundert und verfolgt. All diese Facetten spielen am "Israelsonntag" eine Rolle. Er erinnert seit dem 16. Jahrhundert an den Gedenktag der Zerstörungen des Jerusalemer Tempels.  Freilich wurde er in seiner Geschichte sehr unterschiedlich begangen: Während in der Vergangenheit die Überlegenheit des Christentums demonstriert wurde, stehen heute die Trauer über das Unrecht, das den Juden angetan wurde, sowie die heutigen guten Beziehungen zwischen Juden- und Christentum im Vordergrund. Auch wenn wir nicht wissen, was Gottes Plan mit den beiden Religionen ist, so bleibt Israel doch Gottes auserwähltes Volk.
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SUMMARY:11. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:"Mein Haus, mein Auto, mein Boot" - auch wenn ich nicht so dick auftrage, habe ich doch gern etwas vorzuweisen: einen sicheren Arbeitsplatz, eine intakte Partnerschaft oder wohl geratene Kinder. Vor Gott zählen solche "Errungenschaften" nichts. Es gibt nichts, womit ich mich vor ihm brüsten könnte, zeigt der 11. Sonntag nach Trinitatis, weder mit meinem Erfolg, noch mit meinem Glauben.  Gerade diejenigen, die wissen, dass sie vor Gott nichts vorzuweisen haben, und sich ganz auf ihn verlassen, denen wendet er sich zu. Jesus lässt sich von Zöllnern einladen und von einer Prostituierten salben. Gerade sie können seine Zuneigung schätzen und mit Liebe antworten. Wir können Gottes Liebe nicht verdienen, nur dankbar empfangen.
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SUMMARY:12. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Manchmal verstumme ich vor dem Leid anderer Menschen. Manchmal stehe ich wie gelähmt vor den Herausforderungen für unsere Welt. Manchmal verschließe ich meine Augen vor den Bildern, die täglich über den Fernseher auf mich einströmen und meine Ohren vor den Klagen Verzweifelter. Manchmal verschließe ich mein Herz…  Von Jesus, der Menschen Augen und Ohren aufschließt, von der Vision einer Welt ohne Leid und Krankheit, von dem Ende jeder Ungerechtigkeit spricht der 12. Sonntag nach Trinitatis. Aber er geht noch weiter: Er erzählt von Menschen, die, angeregt vom Beispiel Jesu, selbst andere aus der Erstarrung holen. Menschen werden auf vielfältige Weise von Jesus berührt und verbreiten sein Lob - und bauen nach ihren Kräften mit an Gottes Reich.
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SUMMARY:13. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:"Man kann doch nicht einfach so zusehen" - leider doch. Jahr für Jahr sterben Menschen, weil andere wegschauen, schweigen, abwarten. Der Mensch ist "seines Bruders Hüter", trägt Mitverantwortung für ihn, sagt der 13. Sonntag nach Trinitatis. Wer an Jesus Christus glaubt, den kann die Not anderer Menschen nicht unberührt lassen. Der greift nach seinem   Vermögen zu und hilft, selbst wenn es ihm Nachteile einbringt.  Wer so nach Gottes Willen handelt, den bezeichnet Jesus als Schwestern und Brüder. Doch wer ein so weites Herz nicht hat, wer eine solche Liebe für den Nächsten nicht aufbringen kann, hat noch wenig von Gott begriffen. Denn Gott ist in der Liebe machtvoll gegenwärtig. Und wenn die Kraft dazu nicht reicht? Gottes Liebe bleibt unerschöpflich.
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SUMMARY:14. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Immer wieder das Gleiche: Wenn es mir schlecht geht, dann vergesse ich zu gerne, wie viel Gutes mir schon in meinem Leben geschenkt wurde. Geht es mir aber wieder gut, dann kommt es mir selbstverständlich vor. Der 14. Sonntag nach Trinitatis hilft dem Gedächtnis auf die Sprünge und öffnet die Augen dafür, von wem all das Gute kommt, mit dem wir beschenkt sind: "Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat".  Wer dankbar lebt, der ist nicht nur glücklicher, der lebt auch in Gottes Geist. Der Geist, der es uns erlaubt, kindlich zu Gott zu beten und von ihm Gutes zu empfangen, weckt auch die Erinnerungen an die Wohltaten Gottes. Der öffnet auch dem Geheilten den Mund zu Gottes Lob.
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SUMMARY:15. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Oft wächst mir mein Leben über den Kopf. Ein dickes Paket von Sorgen scheint mich niederzudrücken. Um meine Zukunft, meine Kinder, anstehende Entscheidungen. Und dann die vielen Fragen: Werde ich gut ankommen? Wie schaffe ich das enorme Arbeitspensum? Was soll ich sagen? Was anziehen? Manchmal raubt mir das den Schlaf.  Doch vieles erweist sich nach Wochen als unbegründet. "Sorgt euch doch nicht so viel" - dieses Wort Jesu steht über dem 15. Sonntag nach Trinitatis. Der Gott, der in der Schöpfung für seine Menschen reich gesorgt hat, der wird sich auch weiter um sie kümmern - auch durch andere. Im Vertrauen darauf könnten sie das Sorgen aufgegeben und frei werden für ein Leben, das sich nur auf Gott verlässt. Ja, wenn der Glaube nur größer wäre!
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SUMMARY:16. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Das unschuldige Sterben eines Kindes, eine Naturkatastrophe, die tausende Leben auslöscht, ein Völkermord, der den Atem nimmt - Gründe zum Zweifeln angesichts des Todes gibt es genug. Dem stellt der 16. Sonntag nach Trinitatis das Angreifbarste und Wichtigste des christlichen Glaubens entgegen: Wir mögen hier und jetzt den Tod erleiden - durch Christus verliert der Tod seine Macht. Schon zu Jesu Lebzeiten geschah das, als er Menschen dem Tod abrang, und noch viel mehr durch sein Sterben und Auferstehen.  Aus der Hoffnung heraus, dass der Tod nicht das letzte Wort hat, könnten Christen mutiger und weitsichtiger in Liebe leben. Sich daran zu halten und darauf zu vertrauen, dass Gottes Güte mächtiger ist als der Tod, dazu ermutigt dieser Sonntag.
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SUMMARY:17. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Glaube? Da fällt mir meine Großmutter ein, die jeden Tag den Abendsegen sprach. Oder der Junge, der fest hofft, dass Gott seine Mama gesund machen wird. Und so viele Männer und Frauen, die im Vertrauen auf Gott ihre Grenzen überschritten: Hilfsprojekte starteten, Widerstand leisteten oder anderen Mut machten. Glaube ist nichts Abstraktes. Er wird gelebt.  So erzählt der 17. Sonntag nach Trinitatis Glaubensgeschichten: Eine "Ungläubige" überwindet Jesu Ablehnung mit ihrem Glauben. Ein Vater bittet um Hilfe für seinen kranken Sohn. Ein Blinder wird sehend und bringt sich mit seinem Glauben in Schwierigkeiten. Beispiele dafür, wie der Glauben Menschen verändern kann. Und wenn das mit dem Vertrauen nicht geht? "Ich glaube, hilf meinem Unglauben!", bittet der Vater.
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DTSTART:20100926
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SUMMARY:Michaelistag
DESCRIPTION:Sie sind klein und pummelig oder schlank mit langem blondem Haar, sie hängen in Autos oder am Schlüsselbund: Engel haben Hochkonjunktur.  Der Michaleistag, der Gedenktag des Erzengels Michael und aller Engel, wird in der evangelischen Kirche selten begangen. Dennoch spielen auch hier die Himmelswesen eine wichtige Rolle. Aber niedlich sind die biblischen Engel keineswegs. Als machtvolle Boten, die dem Bösen widerstehen, als Gottes "Heerscharen" treten sie auf: Michael, der mit dem Teufel kämpft, der Engel, der aus dem Gefängnis führt und der Gottesgesandte, der unsichtbar, aber gewaltig, vom falschen Weg abbringt. Auch von Schutzengeln weiß die Bibel zu berichten. Eines jedoch wird ganz deutlich. Die Engel haben keine eigene Macht. Sie sind Diener, die durch ihren Auftrag zu Himmelsboten werden.   Nach dem Michaelistag richtet sich in der evangelischen Kirche der Termin des Erntedankfestes.
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DTSTART:20100929
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SUMMARY:Erntedank
DESCRIPTION:Der Riesenkürbis und die volle Ähre, die Honigwabe und das Brot - im reich geschmückten Erntealtar kommen Fülle der Natur und Früchte der Arbeit recht zur Geltung. Doch wir ernten mehr: Nahrung und Kleidung, jedes Wachsen und Gedeihen in Partnerschaft und Familie, große und kleine Erfolge im Beruf - da ist so viel, wofür wir danken können.  Das Erntedankfest gibt der Dankbarkeit Raum und wendet sie hin zu Gott. Wer dankt, sieht nichts als selbstverständlich an und weiß sich von Gott reich beschenkt. Ängstliches Sammeln und übermäßiges Sorgen ist ihm fremd. Gottes Großzügigkeit steckt an. So lenkt der Sonntag den Blick über den eigenen Tellerrand hinaus und ruft zum verantwortungsvollen Teilen von Besitz und Ressourcen auf. Wer so geben kann, dessen Quellen werden nie versiegen.
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DTSTART:20101003
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SUMMARY:19. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Es gilt als bewiesen, dass Christen gesünder sind als andere Menschen. Sie haben weniger psychischen Stress, heißt es, und bessere Wege der Verarbeitung. Seelische Belastungen können krank machen. Sehr sensibel reagiert unser Organismus auf unsere inneren Nöte. Der 19. Sonntag nach Trinitatis schafft einen Zusammenhang zwischen seelischer Entlastung und körperlicher Heilung. Gottes immer neue Zuwendung ist es, die den Menschen gesund  macht. Jesus vergibt einem Gelähmten seine Sünden, bevor er ihn heilt. So sollen  auch christliche Gemeinden für Kranke beten und Sünden vergeben.  "Willst du gesund werden?" Diese nur scheinbar absurde Frage trifft. Ist es nicht leichter, im Alten zu verharren? Bin ich bereit, mich von Gott anrühren zu lassen - wenn ich dabei mein Leben ändern und ein neuer Mensch werden muss?
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DTSTART:20101010
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SUMMARY:20. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Was ist richtig? Was ist falsch? In einer Welt, in der ich oft nur Grautöne sehe, hätte ich das gerne: Klare moralische Grundregeln und Verhaltensmaßstäbe, an denen ich mich ausrichten kann. Der 20. Sonntag nach Trinitatis kommt diesem Bedürfnis nach: "Es ist dir gesagt Mensch, was gut ist", du kannst erfahren, wie richtiges Leben aussehen kann.   Es gibt die Bibel, die einen würdigen und respektvollen Umgang miteinander lehrt, und Institutionen wie die Ehe, die das  Zusammenleben zweier Menschen gut ordnet. Über allen Ordnungen steht jedoch das Wohlergehen des Menschen. Werden Regeln sklavisch angewandt und dazu benutzt, Menschen zu demütigen, dann bewirken sie das Gegenteil, dann entsprechen sie nicht mehr dem christlichen Geist der Liebe und der Freiheit.
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DTSTART:20101017
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SUMMARY:21. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Frieden schaffen ohne Waffen! In unserer Zeit wird das immer wieder in Frage gestellt. Müssen Christen angesichts der Terrorgefahr nicht auch zur Aufrüstung mahnen?  Der 21. Sonntag nach Trinitatis empfiehlt einen ganz anderen Widerstand: die Wahrheit beim Namen zu nennen und für den Frieden einzutreten. Das ist kein feiges Hinnehmen, sondern eine mutige Entscheidung, mit anderen Waffen zu kämpfen: Mit dem Gebet für das Wohlergehen der Eroberer und mit der Bereitschaft, das Böse mit Gutem zu überwinden.  Manche meinen, das gelte nur im Privaten. Doch käme nicht mancher Konflikt erst gar nicht auf, wenn Gerechtigkeit geschähe?  Liefe nicht manche Aggression ins Leere, wenn sie durch Freundlichkeit entkräftet würde? Verständlich, dass diese Botschaft immer wieder zu Dissonanzen führt, auch unter Christen.
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DTSTART:20101024
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SUMMARY:Reformationsfest
DESCRIPTION:Wo komme ich her? Wo liegen meine Wurzeln? Am 31. Oktober besinnen sich lutherische Christen auf ihre Herkunft: Am Reformationstag feiern sie Bekenntnis- und Geburtstag der evangelischen Kirche zugleich.  An die Geschichte des hartnäckigen Mönchs, der mit wehender Kutte seine 95 Thesen an die Wittenberger Schlosskirche nagelt und damit ganz Europa in Aufruhr versetzt, erinnert dieser Tag. Martin Luther war kein Heiliger, aber ein Mensch, der mit seiner Standhaftigkeit, seinem brennenden Fragen nach Gott und seinem mutigen Einstehen für seinen Glauben die Kirche tief geprägt hat. Nach seinem Bespiel arbeiteten viele Christen an der Erneuerung der Kirche und tun es heute noch. So fragt der Reformationstag auch nach gegenwärtigen Missständen und nach der Kirche, die sich immer wieder reformieren muss.
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DTSTART:20101031
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SUMMARY:Drittl.S.d.Kj.
DESCRIPTION:"Die Erkenntnis traf ihn wie ein Blitz" - viele erfahren das. Als hätte sich ein Schleier gehoben, sehen wir plötzlich klar. Mit ähnlichen Bildern beschreibt die Bibel Jesu Wiederkommen. Unvermittelt, dennoch unmissverständlich bricht Gottes Gegenwart in unsere Welt - Hoffnung für alle, die unter der Vergeblichkeit ihres Tuns und ihrer Begrenztheit leiden.  Der drittletzte Sonntag im Kirchenjahr mahnt zur Wachsamkeit und zur entschiedenen Ausrichtung auf Jesus Christus. In seinem heilenden Wirken und seiner Macht über den Tod ist Gottes Wirklichkeit in unsere Welt eingebrochen. Die Bitte um sein erneutes Eingreifen in unser Leben wird nicht unerhört bleiben. Wo Menschen in seinem Geist leben, da kann immer wieder flüchtig Gottes Reich aufblitzen.
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DTSTART:20101107
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SUMMARY:Vorletzter Sonntag d. Kj.
DESCRIPTION:Wer kennt sie nicht, die Gerichtsdarstellungen mittelalterlicher Kathedralen? Die Zeiten, in denen grässliche Fratzen uns Furcht einflößten, sind Gott-sei-Dank längst vorbei. Und doch spricht die Bibel vom Jüngsten Gericht. Nicht nur wegen der Opfer, denen zu Lebzeiten kein Recht widerfuhr, ist der Gedanke unverzichtbar. Wer gerichtet wird, wird neu ausgerichtet auf den Weg der Barmherzigkeit und der Liebe. Das kann schmerzhaft sein.  Aber, so vermittelt dieser vorletzte Sonntag im Kirchenjahr, es ist auch eine Erlösung für uns und alle, die unter unserem Tun leiden. Denn es bringt ans Tageslicht, wie wir eigentlich sein sollten: heil und gut. Christen können mit der ganzen Kreatur auf dieses Gericht hoffen, denn sie wissen um die Freundlichkeit ihres Richters. Von dieser Erwartung her können sie auch ihr Leben heute barmherziger gestalten.
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DTSTART:20101114
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SUMMARY:Buß-und Bettag
DESCRIPTION:Ich ahne, dass ich meine rastlose Lebensweise ändern müsste und ignoriere es. Ich tue anderen Unrecht, aber ich gestehe es mir nicht ein. Zur Ehrlichkeit mit mir selbst, zu einem wahrhaftigen, aber gütigen Blick auf meine Schwächen ruft der Buß- und Bettag auf. Kein Mensch ist vollkommen, jeder macht Fehler. Geduldig wartet Gott auf unsere Einsicht und darauf, dass wir zurückkehren auf den Weg der Gerechtigkeit, der Liebe und Achtsamkeit – uns selbst zuliebe. Doch Umkehr kommt nicht von allein. So erinnert der Buß- und Bettag daran, dass ich an jedem Tag umkehren kann und muss. Buße betrifft nicht nur den Einzelnen: Auch der Gemeinschaft tut Besinnung gut. Als öffentlicher Feiertag bietet der Buß- und Bettag der Gesellschaft die Gelegenheit, innezuhalten, den eingeschlagenen Kurs zu überprüfen und, wenn nötig, zu korrigieren.
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DTSTART:20101117
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SUMMARY:Totensonntag
DESCRIPTION:Oft träume ich von einer Welt ohne Leiden und Schmerz, ohne Trennung und Tränen, eine Welt, in welcher der Tod seinen Schrecken verliert. Ein neuer Himmel und eine neue Erde, Gott, der mitten unter den Menschen wohnt - in den schönsten Bildern beschreibt die Bibel das Ende der Zeit. Eine Utopie? Ja, aber wer sie glaubt, wird selig. Denn sie hat schon jetzt verändernde Kraft.  Die Verheißung dieser neuen Zeit lässt uns heute schon ausschauen nach ihr, wie die Jungfrauen nach dem Bräutigam, der das Fest eröffnet. In der Hoffnung darauf, dass Gott wahr macht, was er verspricht - auch gegen das Leid und den Tod - gedenken viele Gemeinden am Toten- oder Ewigkeitssonntag der Verstorbenen.
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SUMMARY:Ewigkeitssonntag
DESCRIPTION:Oft träume ich von einer Welt ohne Leiden und Schmerz, ohne Trennung und Tränen, eine Welt, in welcher der Tod seinen Schrecken verliert. Ein neuer Himmel und eine neue Erde, Gott, der mitten unter den Menschen wohnt - in den schönsten Bildern beschreibt die Bibel das Ende der Zeit. Eine Utopie? Ja, aber wer sie glaubt, wird selig. Denn sie hat schon jetzt verändernde Kraft.  Die Verheißung dieser neuen Zeit lässt uns heute schon ausschauen nach ihr, wie die Jungfrauen nach dem Bräutigam, der das Fest eröffnet. In der Hoffnung darauf, dass Gott wahr macht, was er verspricht - auch gegen das Leid und den Tod - gedenken viele Gemeinden am Ewigkeitssonntag ihrer Verstorbenen des letzten Jahres.
CLASS:PUBLIC
DTSTART:20101121
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SUMMARY:1. Advent
DESCRIPTION:Wenn Politiker auf Staatsbesuch sind, genießen sie oft ein Bad in der Menge: Kinder winken mit Fähnchen, die Straßen sind mit Blumen und  Fahnen geschmückt, eine große festliche Menge. Auch Jesus wurde einst mit großem Jubel in Jerusalem begrüßt: Die Menschen winkten mit Palmzweigen und legten Kleider vor die Füße des Esels, auf dem er saß.  Der Erste Advent ermuntert dazu, sich auf eine Ankunft vorzubereiten, deren Bedeutung nicht hoch genug einzuschätzen ist. Denn der da kommt, ist mächtig, aber nicht zu fürchten, ein König, aber er bringt Frieden und wird Recht schaffen. Sich auf ihn einzustellen, heißt, mit langem Atem Liebe und Frieden zu üben. Darum: Machet die Tore weit! Mit dem Advent beginnt im Festkreis der Kirche ein neues Kirchenjahr.
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DTSTART:20101128
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SUMMARY:2. Advent
DESCRIPTION:"Kopf einziehen und durch" oder "Kopf hoch, wird schon wieder" sagen wir - ein schwacher Trost. Wir sind so sprachlos, wenn andere beschwert sind. Gerade den Gebeugten und Niedergedrückten, den Zurückgewiesenen und Benachteiligten gilt die Frohe Botschaft: Haltet durch, Gott sieht die Bedrängnis und hört das Klagen. Wer auf Erlösung wartet, hofft nicht vergeblich. Darum: Kopf hoch, damit ihr sie kommen seht. Der Zweite Advent spricht von einem kosmischen, umwälzenden Befreiungsgeschehen. Die Wiederkunft Jesu wird nicht unbemerkt bleiben. Sie wird uns erschrecken, aber nicht zum Fürchten sein.  Wer beharrlich mit seiner kleinen Kraft nach Gott Ausschau hält, den wird er nicht enttäuschen.
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DTSTART:20101205
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SUMMARY:3. Advent
DESCRIPTION:Manchmal suche ich Gott, aber der Weg scheint versperrt. Ich dringe nicht durch, stehe mir selbst im Weg. Räumt die Steine aus dem Weg! fordert der Dritte Advent. Im Zentrum: Johannes der Täufer, der mit seinem Ruf zur Umkehr Jesus den Weg bereitet. Wo Jesus kommt, da wird die Welt heller und heiler: Vertrocknetes beginnt zu blühen, verschlossene Augen öffnen sich, lahme Glieder bewegen sich. Nichts, weder Täler der Traurigkeit noch Berge der Selbstüberschätzung, sollen seinem Kommen entgegenstehen. Ihm den Weg zu bereiten, heißt wach zu bleiben und sich in Bewegung setzen zu lassen: Traurige zu trösten und die zu ermutigen, die längst schon aufgegeben haben.
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DTSTART:20101212
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SUMMARY:4. Advent
DESCRIPTION:Freude kann schön machen. Unscheinbare Menschen fangen an zu leuchten, wenn sie sich auf etwas freuen: junge Mütter wie Maria, die ein Kind erwarten. Verliebte, die sich auf den geliebten Menschen freuen, Belagerte, denen endlich der Frieden verkündet wird. Von überstrahlender und verändernder Freude spricht auch der Vierte Advent.  Der Herr ist nah! Die Nachricht behalten sie nicht für sich: Die Wächter, die den Friedensboten erspähen, Maria, die den Gott lobt, der Niedrige erhöht und Mächtige vom Thron stößt und wir können angesteckt von Gottes Freude gütiger und schöner werden.
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DTSTART:20101219
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END:VEVENT
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SUMMARY:Christnacht
DESCRIPTION:Nach dem Trubel des Heiligen Abends ist es wohltuend, in die Kirche zurückzukehren, bei Kerzenschimmer und Musik noch einmal zur Besinnung zu kommen und die Botschaft der Heiligen Nacht zu hören. In vielen Kirchengemeinden hat dieser Gottesdienst eine ganz besondere, musikalische Note.  Durch Jesu Geburt bricht Licht mitten in die Nacht - es braucht nicht viel, um dies in der Christnacht zu erfahren. Sie erzählt von den alten Verheißungen eines Friedenskönigs, die in Jesus, dem Nachkommen des Königs David, ihre Erfüllung finden. Er ist Immanuel, Gott-mit-uns. Die Nacht seiner Geburt erinnert an das tiefe Geheimnis Gottes: In diesem armen, kleinen Kind, in Jesus Christus zeigt er sich. Hier und nirgendwo anders liegt Gottes Wahrheit verborgen.
CLASS:PUBLIC
DTSTART:20101224
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END:VEVENT
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SUMMARY:Christvesper
DESCRIPTION:Die Geschichte von Maria und Josef und dem Kind in der Krippe, jedes Jahr berührt sie uns neu: unsere Sehnsucht nach einer heilen Welt, nach allumfassender Liebe, nach einem Gott, der keine Angst macht, nach Licht in der Dunkelheit - wenigstens am Heiligen Abend.  Im Krippenspiel, in der Lesung des Weihnachtsevangeliums und in den leuchtenden Augen der Kinder wird etwas spürbar von der Liebe, die Gott den Menschen schenkt: "Ein Kind ist uns geboren", ein hilfloses Kind, das der Welt Rettung und Hilfe bringt. Es ist ganz arm und soll uns reich machen. Es kommt in die Dunkelheit und bringt Licht.
CLASS:PUBLIC
DTSTART:20101224
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END:VEVENT
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SUMMARY:Christnacht
DESCRIPTION:Nach dem Trubel des Heiligen Abends ist es wohltuend, in die Kirche zurückzukehren, bei Kerzenschimmer und Musik noch einmal zur Besinnung zu kommen und die Botschaft der Heiligen Nacht zu hören. In vielen Kirchengemeinden hat dieser Gottesdienst eine ganz besondere, musikalische Note.  Durch Jesu Geburt bricht Licht mitten in die Nacht - es braucht nicht viel, um dies in der Christnacht zu erfahren. Sie erzählt von den alten Verheißungen eines Friedenskönigs, die in Jesus, dem Nachkommen des Königs David, ihre Erfüllung finden. Er ist Immanuel, Gott-mit-uns. Die Nacht seiner Geburt erinnert an das tiefe Geheimnis Gottes: In diesem armen, kleinen Kind, in Jesus Christus zeigt er sich. Hier und nirgendwo anders liegt Gottes Wahrheit verborgen.
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DTSTART:20101224
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SUMMARY:Christfest I
DESCRIPTION:Freunde und Freundinnen, das sind für mich Menschen, vor denen ich mich nicht verstecken muss, die mich gern haben, auch wenn ich etwas Dummes sage, und die nicht auf mich herabschauen, wenn ich einen Fehler mache. Freunde mögen mich, so wie ich bin.  In Jesus sieht uns Gott freund-lich an, er begegnet uns auf Augenhöhe, davon spricht der erste Weihnachtsfeiertag. Die Hirten, die sich auf das Wort des Engels hin auf den Weg machen, erfahren es als erstes: In dem kleinen, hilflosen Kind zeigt sich ein Gott, vor dem sie sich nicht zu schämen brauchen. Sie können und brauchen nicht zu Gott empor zu steigen, er kommt zu ihnen herab. Ja, noch viel mehr: In diesem Kind macht Gott sie selbst und alle Menschen zu seinen Söhnen und Töchtern, zu Erben seiner Verheißung. Und Weihnachten ist nur der Anfang. Wer sich wie die Hirten auf den Weg zur Krippe macht, wird verändert zurückkommen: bewegt und berührt von der Menschenliebe Gottes.
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DTSTART:20101225
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SUMMARY:Christfest II
DESCRIPTION:Ein Reicher wird arm, Arme werden reich, ein Wolf liegt neben einem Lamm, ein Kind spielt mit der Schlange…die biblischen Lesungen an diesem Tag muten an wie eine "verkehrte Welt".  Mit der Geburt Jesu wurden die bisherigen Ordnungen auf den Kopf gestellt, zeigt der zweite Weihnachtsfeiertag. Weihnachten, das ist der Beginn eines welt- und zeitumspannenden Geschehens. Das große Friedensreich, das seit alter Zeit erwartet wurde, nahm mit Jesus seinen Anfang. Denn, da sind die biblischen Zeugen ganz klar: Sein Platz war von Anfang her bei Gott. So sprechen sie von der Herrlichkeit Jesu und von seiner Einheit mit Gott. In seiner Geburt verbinden sich Himmel und Erde, kommt der ewige Gott zu den Menschen und zieht die Menschen zu sich empor. Das ist nicht auf den ersten Blick zu erkennen. Aber wer es glaubt, wird viele Zeichen dieser neuen Welt wahrnehmen.
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DTSTART:20101226
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SUMMARY:Altjahresabend
DESCRIPTION:"Schon wieder ein Jahr vorbei." Es ist erschreckend, wie die Zeit vergeht. Der Jahreswechsel macht das immer wieder neu bewusst. Er ist eine Chance zum Innehalten und zur Rückschau. Was ist in diesem Jahr gelungen? Was missglückt? Wem bin ich etwas schuldig geblieben? Für vieles kann ich danken, manches noch zurechtbiegen, einige Sorgen ablegen. Anderes schleppe ich mit. Doch ich wurde behütet in diesem Jahr. Gott sei Dank.  Der Gottesdienst zum Altjahresabend stellt meine Bilanz unter die große Zusage Gottes: Im alten, wie im neuen Jahr wird Gott uns begleiten, wird Orientierung geben wie die Feuersäule in der Wüste, wird gegen alle Widerstände auf unserer Seite stehen. Meine Welt mag sich ändern. Doch Jesus Christus bleibt der Gleiche: gestern, heute und in Ewigkeit. Sein Versprechen gilt. Es lohnt sich, mit ihm zu rechnen; auch im neuen Jahr.
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DTSTART:20101231
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SUMMARY:Neujahrstag
DESCRIPTION:Weniger rauchen oder mehr schlafen, ein Stellenwechsel oder weniger Gewicht auf der Waage - vielfältig sind die Vorsätze für das neue Jahr. Noch ist es jung, liegt vor uns, wie ein unbeschriebenes Blatt. Doch wie schnell reißen alte Unsitten ein.  Wir können planen, aber wir haben unsere Zukunft nicht in der Hand, das zeigt der Gottesdienst am Neujahrstag. Dennoch macht er Mut zum Aufbruch. Unser Wollen, Tun und Planen liegt in Gottes Macht. Wer ihm seinen Weg anvertraut, den wird er leiten. Mit Gottes Schutz und seiner Hilfe können wir den Weg ins neue Jahr getrost wagen.
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DTSTART:20110101
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SUMMARY:1. So. n. Christfest
DESCRIPTION:Alt ist er geworden und grau. Doch seine Augen sind jung und leuchtend in die Ferne gerichtet. "Du spinnst!" sagen die einen. "Hör doch auf. Es wird sich nichts ändern". Freunde haben sich kopfschüttelnd abgewandt, andere sind verbittert gestorben. Leise, geduldig wartet er weiter, traut der alten Verheißung auf den Friedenskönig, der die Rettung bringt. Jahr um Jahr, Tag um Tag. Als er das Kind in den Armen hält, öffnet er die Augen in plötzlichem Erkennen: Er hat nicht vergeblich gewartet. Und Simeon singt: "Meine Augen haben deinen Heiland gesehen".  Dass in Jesus Christus Gott sichtbar geworden ist, darum geht es am ersten Sonntag nach dem Christfest. Immer wieder haben Menschen in ihm das Licht erkannt, das die Dunkelheit erhellt, haben, wie Simeon, es staunend bekannt und weitererzählt.
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SUMMARY:Epiphanias (Erscheinungsfest)
DESCRIPTION:Es gibt Menschen, Orte oder Momente, die haben eine ganz besondere Ausstrahlung. Die sind so von etwas erfüllt, dass es nicht verborgen bleiben kann. Das Fest der Erscheinung (griech. Epiphanias) feiert die Strahlkraft der Geburt des göttlichen Kindes - weit über die Grenzen des Landes hinweg.  Bild dafür ist der helle Stern, der die drei weisen Männer aus dem Orient an die Krippe führte. Sie erkannten das Licht, das mit Jesus über der Dunkelheit der Welt aufging. Wer den Schein, der von diesem Kind ausgeht, nicht übersieht, der wird selbst zum Lichtträger. Der kann die Botschaft nicht für sich behalten, sondern ist so erfüllt von Gottes Liebe, dass er von innen leuchtet.
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SUMMARY:1. So. nach Epiphanias
DESCRIPTION:Die Geburt im Stall war nicht nur ein Traum. Die Geschichte Jesu ging weiter, langsam erst und unbemerkt. Und doch: Er war ein Mensch von Gottes Geist.  Der Erste Sonntag nach Epiphanias steht ganz im Zeichen der Taufe Jesu. Sie steht am Beginn seines Wirkens. In ihr bekennt sich Gott zu Jesus: Dieser Mensch ist mein geliebter Sohn, er hat meinen Geist. Ermutigend das Wort aus alter Zeit: Er, der das Schwache nicht niedertritt, er, der das geknickte Rohr nicht abbricht, kommt von Gott. Er ist Gottes Wahl. Selbst wenn er nach weltlichen Maßstäben Schwäche zeigt. Wer in seinem Geist  lebt, wer auf ihn getauft ist, der ist Gottes Kind.
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SUMMARY:2. So. nach Epiphanias
DESCRIPTION:"Heute haben wir wieder einmal aus dem Vollen geschöpft!" Wer das von sich behaupten kann, erkennt noch, wie wenig selbstverständlich es ist, im Überfluss zu leben. Fülle und Überfluss  haben auch bei Jesus Platz, zeigt der zweite Sonntag nach Epiphanias. Das Weinwunder auf der Hochzeit zu Kana zeugt von seiner Herrlichkeit, aber auch von der Großzügigkeit Gottes, der nicht will, dass Menschen Mangel leiden. Auch wenn die Herrlichkeit Gottes so groß ist, dass Menschen ihren Anblick wohl nicht ertrügen, so spiegeln wir doch Gottes Reichtum mit der Vielfalt unserer Begabungen. Wenn wir sie nicht für uns behalten, sondern sie in die Gemeinschaft einbringen, wenn unsere Gaben zu Quellen der Freude und Stärke für andere werden, dann loben wir damit den, der uns so großzügig damit beschenkt hat.
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SUMMARY:3. So. nach Epiphanias
DESCRIPTION:Vater unser im Himmel, our Father, notre père, Mi Atyánk, Padre nuestro - vielsprachig läuft das Gebet um die ganze Welt. In knapp 2.500 Sprachen ist die Bibel heute übersetzt - Christentum weltweit. Um die Macht Jesu, die nicht vor Volks- und Landesgrenzen Halt macht, geht es am dritten Sonntag nach Epiphanias. Bereits Jesus und seine Jünger haben sich den Nachbarn des Volkes Israel zugewandt, haben Ausländer geheilt und mit Samaritanern debattiert. Gottes Liebe kennt keine Grenzen - das zeigten schon die Propheten. So wird auch das Reich Gottes bunt und vielsprachig sein. "Es werden kommen von Osten und von Westen, von Norden und von Süden, die zu Tisch sitzen werden im Reich Gottes", prophezeit der Wochenspruch.
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DTSTART:20110123
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SUMMARY:4. So. nach Epiphanias
DESCRIPTION:"Mir steht das Wasser bis zum Hals". Manchmal macht mir die Angst das Atmen schwer. Wenn Sturmzeit angesagt ist, wenn mir ein Verlust den Boden unter den Füßen wegzieht, dann suche ich Halt. Dann brauche ich jemanden, der wie ein Fels in der Brandung steht und den Wellen Einhalt gebietet.  Jesus ist Herr über Naturgewalten und Stürme des Lebens, zeigt der im Kirchenjahr selten vorkommende vierte Sonntag nach Epiphanias. Dort, wo Gott uns allein zu lassen scheint, dort, wo wir meinen, ihn wachrütteln zu müssen, ist er ganz nah: besänftigt, tröstet, glättet Wogen. Selbst die größte Flut ging zu Ende. Warum seid ihr so furchtsam? fragt Jesus, als alles vorbei ist. Habt ihr kein Vertrauen?
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DTSTART:20110130
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SUMMARY:5. So. nach Epiphanias
DESCRIPTION:Was ist gut, was ist falsch? Oft ist so schwer zu erkennen, was wirklich zum Leben führt. Vor der Verwechslung von Gut und Böse sind auch Christen nicht gefeit, zeigt der fünfte Sonntag nach Trinitatis. Das Lebensfeindliche versteht es nur zu gut, sich zu verstecken: hinter einem freundlichen Gesicht, einem vernünftigen Grund, schönen Worten oder einer guten Tat. Meist sehen wir es erst, wenn die Saat aufgegangen ist. Warum zeigt sich Gott nicht deutlicher? Warum gibt es immer noch das Böse? Jesus erklärt das mit Gottes Geduld: Er will nicht, dass Menschen verloren gehen. Christlicher Glaube weiß, dass Gott über allem, auch dem Bösen steht und hofft darauf, dass Jesus Christus die, die auf ihn vertrauen, treu erhält und vor Irrtum bewahrt.
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DTSTART:20110206
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SUMMARY:letzter So. nach Epiphanias
DESCRIPTION:Es gibt Momente, in denen sehe ich völlig klar. Für einen Augenblick erscheint mir mein Leben wie von Licht bestrahlt, weiß ich genau, wer ich bin und wohin ich gehe. Bergerfahrungen sind das, voller Überblick und Klarheit. Von einem lichten Erlebnis spricht der letzte Sonntag nach Epiphanias. Auf einem Berg sehen die Jünger Jesus verklärt und erkennen: Dies ist Gottes Sohn. "Hier ist gut sein" sagt Petrus. "Lasst uns Hütten bauen."  Von Gott ergriffen sind sie, wie Mose, den Gott aus dem Feuer anruft, und wie der Seher Johannes auf Patmos. Doch bei einem solchen Erlebnis kann niemand stehen bleiben, jeder muss in den Alltag zurück, oft genug in das Leid. Aber alle nehmen den hellen Schein mit, der sie ermutigt, weiter in Gottes Licht zu leben.
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DTSTART:20110213
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SUMMARY:Septuagesimä
DESCRIPTION:"Das ist unfair!" Nicht nur Kinder sind über Ungerechtigkeit erbost. Doch was ist gerecht? Alle gleich zu behandeln oder die Anlagen jedes Einzelnen zu berücksichtigen? Eltern von unterschiedlichen Kindern wissen, dass eine Gleichbehandlung auch ungerecht sein kann.  Gottes Gerechtigkeit ist Güte, zeigt der Sonntag Septuagesimae (70 - eigentlich nur 63 - Tage vor Ostern).  Der Weinbergbesitzer, der allen, auch den letzten Arbeitern den gleichen Lohn auszahlt; Jesus, der ausgerechnet mit einem Zöllner zu Tisch sitzt; Gott, der sich nicht von Stärke und Reichtum beeindrucken lässt, sondern ihnen Recht und seine Gerechtigkeit entgegensetzt. Diejenigen, die sich von dieser Gerechtigkeit anstecken lassen, die ruft Jesus in seine Nachfolge, zu einem Lauf, der nicht ins Ungewisse führt.  Brauchtum:  An Septuagesimae wurden in der alten Kirche die Taufbewerber für Ostern ausgewählt.
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DTSTART:20110220
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SUMMARY:Sexagesimä
DESCRIPTION:"Was ich nicht höre, das wurde nicht gesagt." Kinder können das hervorragend: Ohren zu, auf Durchzug gestellt. Aber auch uns fällt das Zuhören oft schwer. Wie viel schwerer noch, wenn es um Gottes Wort geht. Und dann trifft es wieder plötzlich, unvermittelt, mitten ins Herz. Das Wort Gottes und seine Wirkung stehen im Zentrum des Sonntags Sexagesimae. Manchmal ist es scharf, schmerzhaft und trennend wie ein Schwert, dann wieder scheint es nicht zu wirken, setzt sich aber fest und wächst im Stillen. Gott streut die Botschaft seiner Liebe großzügig aus. Auch wenn wir sie verdorren lassen: Sie gilt uns. Es liegt an uns, damit ernst zu machen. Aber eins ist sicher: Ohne Wirkung bleibt die gute Nachricht nicht. Wie bei Lydia, die, von Gottes Wort angefacht, zur ersten Christin Europas wurde.
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DTSTART:20110227
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SUMMARY:Estomihi
DESCRIPTION:Wie weit würde meine Freundschaft gehen? Würde ich zu meinen Freunden stehen, selbst wenn sie ausgelacht oder verachtet, verfolgt oder verdächtigt würden? Würde ich sie begleiten? Die Freundschaft zu Jesus verlangt seinen Jüngern viel ab. Sie werden mit ihm nach Jerusalem ziehen und seinen Tod miterleben. Jesus kündigt ihnen das an. Am Sonntag Estomihi steht die Nachfolge im Vordergrund. Nicht, wer viele große Worte macht, sondern wer sich für Gerechtigkeit einsetzt und beharrlich liebt, der hat den Ruf in die Nachfolge gehört, dem hat Jesus die Augen geöffnet. Aber zu Jesus zu stehen, ist nicht immer leicht. Es bedeutet auch, Nachteile in Kauf zu nehmen, sein Leid zu tragen. Jesu Frage gilt auch uns: "Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme an seiner Seele Schaden?".
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DTSTART:20110306
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SUMMARY:Aschermittwoch
DESCRIPTION:Ein Aschenkreuz auf der Stirn - das erlebt man unter Evangelischen selten. Und trotzdem leitet auch in den lutherischen Kirchen der Aschermittwoch die Passionszeit ein, eine Zeit der Einkehr und der Besinnung auf das Leiden Jesu Christi.  In wenigen Gemeinden findet an diesem Tag ein Gottesdienst statt, der auf die Passions- und Fastenzeit einstimmt. Er ruft zu einem Fasten auf, das nach Gottes Willen ist, das leise und beharrlich nach einem Leben fragt, das Gott gefällt. Dass Verzicht zum Wesentlichen führen kann, erfahren diejenigen, die in der Passionszeit lieb gewordene Gewohnheiten aufgeben. Die bundesweite Fastenaktion der Evangelischen Kirche " sieben Wochen ohne", die am Aschermittwoch offiziell eröffnet wird, ermuntert dazu, in der Passionszeit bewusster zu leben.
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DTSTART:20110309
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SUMMARY:Invocavit
DESCRIPTION:Sie ist nicht zart und sie ist nicht aufregend und sie macht auch wenig Spaß. Auch wenn uns die Werbung etwas anderes erzählt: Versuchung ist eine ernste Sache. Wer versucht wird, bei dem steht nicht selten seine Integrität auf dem Spiel. Ehrlich sein, auch wenn ich dadurch Nachteile habe? Steuern hinterziehen, wenn es niemand sieht? Kann ich mir selbst treu bleiben?  Um Versuchung geht es am Sonntag Invokavit. Von der Versuchung der Schlange - "Ihr werdet sein wie Gott" - bis zu Jesus, der auf subtile Weise versucht wurde. Das Bekenntnis zu ihm und der Blick in die heilige Schrift helfen, in der Versuchung zu bestehen und Gott richtig zu dienen: Hungrige zu speisen, Arme zu bekleiden. Und wenn es schwierig wird: "Ich habe für dich gebeten, dass dein Glaube nicht aufhöre", sagt Jesus zu Petrus.
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DTSTART:20110313
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SUMMARY:Reminiscere
DESCRIPTION:"Du lernst aber auch gar nichts." Manchmal helfen alles Reden und Erklären nichts, kein Vorbild und keine Predigt. Alles Mühen ist umsonst. Die Kinder haben ihren eignen Kopf. Man möchte sie schütteln, aber sie werden nur noch bockiger. Es fällt schwer, da nicht die Geduld zu verlieren.  So geht es Gott mit seinen Menschen, zeigt der Sonntag Reminiszere. Wie der umhegte  Weinberg, der nur saure Trauben hervorbringt, wie die bösen Weingärtner, die sich in Abwesenheit des gütigen Besitzers des Weinbergs bemächtigen und seine Boten töten, verachten sie oft Gottes Willen. Sie meinen zu glauben und handeln doch herzlos und kalt. Sollte Gott da nicht die Geduld verlieren? Doch gerade zu den Sündern ist Jesus Christus gekommen - zur Hoffnung für alle Welt.
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DTSTART:20110320
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SUMMARY:Okuli
DESCRIPTION:"Der Einsatz ist hoch", heißt es nicht nur im Glücksspiel. Manche Entscheidungen im Leben verlangen uns viel ab: Kraft und Energie, Geld und Geduld, Tränen, manchmal auch Trennungen. Und trotzdem würden wir uns wieder genauso entscheiden. Weil es rückblickend richtig war, weil uns die Erfahrung reicher gemacht hat.  Auch bei Jesus ist der Einsatz hoch, das zeigt der Sonntag Okuli. Wer Jesus nachfolgen will, muss verzichten lernen, darf nicht zurückschauen. Wer Gott ernst nimmt, muss Entscheidungen treffen für ein Leben in Liebe und Hingabe. Die Bibel erzählt von Menschen, die Gott bis zum Äußersten gefordert hat: Jeremia, der um Gottes Willen verspottet wird; Elia, der  auf der Flucht zu Tode erschöpft ist. Und doch erfahren gerade sie: Gott ist bei mir. Er macht mich stark.
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DTSTART:20110327
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SUMMARY:Lätare
DESCRIPTION:"Der gewinnt auch dem Schlimmsten noch etwas Gutes ab!" Ein Kopfschütteln, ein leises Bewundern. Manche Leute verbreiten Freude, obwohl sie wirklich nichts zu lachen haben. "Freut euch - allem Leiden zum Trotz!" Mitten in der Passionszeit erklingt dieser Ruf am Sonntag Lätare.  Freuen - warum? Weil schon im Sterben das Leben begriffen ist. Plastisch die Bilder, die Jesus wählt: Nur das Samenkorn, das in die Erde fällt, bringt Frucht. Brot muss verzehrt werden, um stärken zu können. Er selbst ist das Brot für uns, das jetzt schon den Hunger nach Leben stillt. Gottes Zusage gilt: "Es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen, aber meine Gnade soll nicht von dir weichen, und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen, spricht der HERR, dein Erbarmer."
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DTSTART:20110403
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SUMMARY:Judika
DESCRIPTION:"Wer nicht hören will, muss fühlen." Wer sich nicht unterordnet, wer nicht gehorcht, muss oft genug die Konsequenzen tragen. Und doch: Blinder Gehorsam kann zur Katastrophe führen, ziviler Ungehorsam gar geboten sein.  Es ist ein harter Gott und ein blinder Gehorsam, den der Sonntag Judika beschreibt: Ein Gott, der Ungehorsam mit Strafen schlägt und Abrahams Gehorsam grausam auf die Probe stellt. Ein Gott, der Jesus abverlangt, als Opfer in den Tod zu gehen? Dunkel ist dieser Gott und fern. Doch auf der anderen Seite steht Gott, der selbst gehorsam ist, der den Menschen dient und ihnen zum Leben verhilft. Auch hinter der dunkelsten Geschichte scheint das durch: Gott will, dass allen Menschen geholfen wird. Im Vertrauen darauf wird es möglich, sich auf Gott zu verlassen und dem Nächsten zu dienen.
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DTSTART:20110410
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SUMMARY:Palmarum / Palmsonntag
DESCRIPTION:Es gibt Momente, in denen ist nichts, wie es scheint. Ein fröhliches Gesicht versteckt tiefe Trauer, wer Härte zeigt, kann auch barmherzig sein, und hinter einer scheinbar so düsteren Zukunft verbirgt sich eine neue Chance. Grenzmomente sind das, unsicher und vage. Erst im Nachhinein deute ich die Zeichen richtig.  Der Palmsonntag führt in eine solche Grenzzeit hinein: Die Hände die eben noch Palmzweige schwingen, sind fast schon zu Fäusten geballt. Das "Hosianna" wird zum gellenden "Kreuzige"-Ruf, fröhliche Gesichter erstarren zu Fratzen. Und doch ist es Jesu Tod am Kreuz, der den Menschen Leben bringt. Sein Weg ins Dunkel war ein Weg ins Licht, heute bekennen wir das. Im Geschlagenen, im Verachteten war Gott ganz nah. Nur wenige erkannten das, wie die Frau, die den Todgeweihten wie einen König salbte.
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DTSTART:20110417
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END:VEVENT
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SUMMARY:Gründonnerstag
DESCRIPTION:Wann habe ich ihn zum letzten Mal gesehen? Welche Worte wurden gesprochen, und was wurde verziehen? Wie wichtig werden diese Fragen, wenn ein geliebter Mensch stirbt. Wohl denen, die Abschied nehmen durften oder gar ein letztes Wort mitbekamen. Sie behalten es ein Leben lang.  Vom letzten Vermächtnis Jesu berichtet der Gründonnerstag. Jesus nimmt sich viel Zeit zum Verabschieden, macht den Jüngern Mut, wäscht ihnen die Füße und gibt ihnen Worte und Zeichen für die Zeit ohne ihn. Und das Vermächtnis lebt. Noch heute bekennen Christen: Im Abendmahl ist Jesus ganz nah, auch nach 2000 Jahren noch. Er gibt uns an seinem neuen Leben Anteil. Ihn ehren wir, wenn wir einträchtig und ohne Trennungen das Brot brechen und den Wein teilen.
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DTSTART:20110421
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END:VEVENT
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SUMMARY:Karfreitag
DESCRIPTION:Wer kann ermessen, wie tief menschliches Leid geht? Hilflos und voller Furcht stehen wir davor. "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" Wer so schreit, fühlt sich ganz allein. Doch Gott weicht dem tiefsten menschlichen Leid nicht aus, davon berichtet der Karfreitag. Er begegnet ihm auf unbegreifliche Art: In Jesus begibt Gott sich selbst kompromisslos in die Nacht hinein. Er wird von Freunden verraten, verspottet, gefoltert und schließlich am Kreuz hingerichtet.  Die ersten Christen bekannten: Jesus ist für unsere Sünden gestorben. Nichts, was wir tun, kann so schlimm sein, dass wir verloren gehen. Aber heute haben immer mehr Menschen Schwierigkeiten damit: Braucht Gott ein Opfer zur Sühne? Er braucht es nicht, aber er ist den Menschen im Leiden ganz nah. Keine Schranken soll es geben zwischen ihm und uns. Zeichen dafür ist das Kreuz, das Himmel und Erde verbindet.
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DTSTART:20110422
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END:VEVENT
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SUMMARY:Karsamstag
DESCRIPTION:Wer kann ermessen, wie tief menschliches Leid geht? Hilflos und voller Furcht stehen wir davor. "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" Wer so schreit, fühlt sich ganz allein. Doch Gott weicht dem tiefsten menschlichen Leid nicht aus, davon berichtet der Karfreitag. Er begegnet ihm auf unbegreifliche Art: In Jesus begibt Gott sich selbst kompromisslos in die Nacht hinein. Er wird von Freunden verraten, verspottet, gefoltert und schließlich am Kreuz hingerichtet.  Die ersten Christen bekannten: Jesus ist für unsere Sünden gestorben. Nichts, was wir tun, kann so schlimm sein, dass wir verloren gehen. Aber heute haben immer mehr Menschen Schwierigkeiten damit: Braucht Gott ein Opfer zur Sühne? Er braucht es nicht, aber er ist den Menschen im Leiden ganz nah. Keine Schranken soll es geben zwischen ihm und uns. Zeichen dafür ist das Kreuz, das Himmel und Erde verbindet.
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DTSTART:20110423
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END:VEVENT
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SUMMARY:Osternacht
DESCRIPTION:An der Schwelle zwischen Tod und Leben, Dunkel und Licht wird die Osternacht gefeiert. In dieser Nacht, in der Jesus auferstand, liegen Trauer und Hoffnung, Todesschwärze und das jubelnde Lob der neuen Schöpfung dicht beieinander.  So spannt die Liturgie einen weiten Bogen: von der guten Schöpfung im Anbeginn über die Abwendung des Menschen von Gott, den Auszug aus Ägypten bis hin zur immer neuen Abkehr vom richtigen Weg. All das gipfelt im Kreuz. Ostern, so die Botschaft dieser Nacht, ist ein neues, umwälzendes Befreiungsgeschehen. Mit seiner Auferstehung zerreißt Jesus so viel: unsere Trennung von Gott, unsere Ohnmacht, unseren Tod. "Christ ist erstanden", mit dem Licht, das entzündet wird, erklingt dieser Osterjubel neu - dem Tod zum Trotz.   Tradition: Taufe in der Osternacht
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DTSTART:20110423
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END:VEVENT
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SUMMARY:Ostersonntag
DESCRIPTION:Die erste Liebe oder die Geburt eines Kindes, Rettung aus höchster Gefahr - es gibt Ereignisse, die erfüllen uns mit unaussprechlicher, tiefer Freude. Singen möchte man und jubeln, oder man bekommt kein Wort heraus vor lauter Glück.  Ostern, das ist das Fest purer Freude. Einer Freude, die deswegen so rein ist, weil sie die Tiefen kennt und sie doch bezwungen weiß. Ostern ist das Urdatum der Kirche. Die drei Frauen am Grab, die Jünger, denen der Auferstandene erscheint und Maria Magdalena, sie können nach dem ersten Schrecken nicht schweigen: Jesus lebt! Die Liebe hat den Tod bezwungen. Er hat die letzte Macht über uns verloren. Wer gegen allen Augenschein in diesem Vertrauen lebt, der kann freier handeln, der wird aufstehen gegen alles, was das Leben bedroht. "Tod, wo ist dein Stachel?", fragt der Apostel Paulus zurecht.  Brauchtum: Osterlachen
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DTSTART:20110424
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END:VEVENT
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SUMMARY:Ostermontag
DESCRIPTION:Manchmal sehe ich das Offensichtliche nicht. Die Lösung, die zum Greifen nah ist, einen Menschen, der Hilfe bringt. Da müssen mir erst die Augen aufgehen.  Auch für die Gegenwart Jesu sind wir oft blind, das zeigt der Ostermontag.  Meilenweit wandern zwei Jünger neben dem Auferstandenen nach Emmaus, bevor sie ihn erkennen. Erst als er das Brot mit ihnen bricht, gehen ihnen die Augen auf. Es ist so viel leichter, an den Tod zu glauben, als an das Leben, auch heute noch. Doch mit Jesu Auferstehung ist jedem Einzelnen das Leben verheißen, auch nach dem Sterben. Die alttestamentliche Vision von Gott, der den Tod zerstört - in Jesus wird sie Wirklichkeit. Wer daran glaubt, für den gibt es keine Hoffnungslosigkeit.
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DTSTART:20110425
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END:VEVENT
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SUMMARY:Quasimodogeniti
DESCRIPTION:"Ich glaube nur, was ich sehe", sagen viele. Was ich mit dem Verstand fassen kann, was ich be-greifen kann, nur das hat Bestand. Auferstehung? Das passt da nicht hinein.  Auch viele Jünger konnten die Botschaft von der Auferstehung Jesu zunächst nicht glauben. Wo war der Beweis? Wo die logische Erklärung? Der erste Sonntag nach Ostern (Quasimodogeniti) erzählt davon, wie Jesus den Zweiflern und Skeptikern entgegenkam, sich anfassen ließ und gemeinsam mit ihnen aß. So konnten sie später auch glauben, was sie nicht sahen: die unsichtbare Gemeinschaft mit Christus. Schon jetzt haben Christen Anteil an seinem, dem neuen Leben. Darf man das glauben? "Selig sind, die nicht sehen und doch glauben", sagt Jesus.
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DTSTART:20110501
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SUMMARY:Misericordias Domini
DESCRIPTION:Manchmal wünsche ich mir das: Einen, der für mich sorgt, der mir den rechten Weg zeigt und mich unbeschadet durch Gefahren führt, einen, der meinen Durst nach Leben stillt und nach mir sucht, wenn ich verloren gehe. Jesus, der "gute Hirte" steht im Zentrum des zweiten Sonntags nach Ostern. Das Urbild des Schäfers spricht Kinder wie Erwachsene an. Das neue Testament bekennt Christus als den guten Hirten, der das Verlorene nicht aufgibt und der sein Leben für das ihm Anvertraute lässt. Jeder einzelne zählt. Die biblischen Texte warnen aber auch vor schlechten Hirten, die nur an ihr eigenes Wohl denken, bei Gefahr davonlaufen und das Schwache nicht stärken. Da gilt es, sich an den guten Hirten zu halten und nach seinem Beispiel selbst auf andere zu achten.
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DTSTART:20110508
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SUMMARY:Jubilate
DESCRIPTION:Jubilate - Jubelt! Wie leicht ist es, im Frühjahr in den Jubel der wiedererwachenden Natur einzustimmen. Ihr Wiederaufblühen wird in der Osterzeit zum wunderbaren Sinnbild der Auferstehung.  Schöpfung und neues Leben sind Themen des Sonntags Jubilate. Er erzählt von der guten Schöpfung am Anfang, aber auch von ihrer Vorläufigkeit. Auch Christen sind der Vergänglichkeit unterworfen. Und doch haben sie bereits eine Ahnung von neuem Leben. Denn Jesus ist auferstanden. Für den, der daran glaubt, hat der Tod seine Endgültigkeit verloren. Neu zu werden ist möglich, auch hier und heute. Wer an dieser Hoffnung festhält, dem wächst Stärke zu. Denn wie der Weinstock seinen Trieben Kraft gibt, so haben auch Christen ihren Halt in Christus und können sich immer wieder zum Leben rufen und erneuern lassen.
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DTSTART:20110515
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SUMMARY:Kantate
DESCRIPTION:Der ausgelassene Tanz, das Lied, das Trauernden die Tränen löst, das Pfeifen im Dunkeln und die Arie, die tief ins Herz dringt - Musik lässt niemanden unbewegt. Evangelische Frömmigkeit wäre nicht denkbar ohne sie. Um Musik und Gesang drehen sich die biblischen Lesungen am Sonntag Kantate (Singt!): Der erleichterte Dank der Geretteten, das mächtige Loblied der Werke Gottes und der mutige Gesang, der Kerkermauern sprengt - sie alle vereinen sich zu einem vielstimmigen Lob Gottes. Kein Bereich des Lebens soll von diesem Lob ausgeschlossen sein, keiner ist zu gering für diese Musik. Je mehr unser Leben zum Gesang wird, desto stärker wird uns dieses Lied verändern zu liebevolleren und dankbaren Menschen.
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DTSTART:20110522
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SUMMARY:Rogate
DESCRIPTION:Wie komme ich in Kontakt mit Gott? Bleibt nicht ungehört, was ich zu ihm spreche? Vielen Erwachsenen fällt das Beten schwer. Andere erleben es als befreiend, ihr Herz auszuschütten oder in der Stille Gott zu suchen.  Der Sonntag Rogate (Betet!) ermutigt zum Gebet. Auch Jesus hat immer wieder dazu aufgerufen. Vielfältige Formen des Betens finden sich schon in der Bibel: Das stürmische  und unnachgiebige Gebet, das Gott drängt wie einen Freund, das stellvertretende Einstehen für andere und der Dank. Jesus verspricht, dass wer in seinem Namen bittet, bei Gott nicht auf taube Ohren stößt. Und er lehrt seine Jünger das Gebet, das alle anderen umfasst: das Vaterunser. Es müssen nicht viele Worte sein. Dieses ist genug. Es führt zum Hören auf Gott. Nicht unser, sondern Gottes Wille soll geschehen.
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DTSTART:20110529
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SUMMARY:Christi Himmelfahrt
DESCRIPTION:"Hier ist der Himmel auf Erden", sagen wir in Momenten, in denen es uns rundum gut geht. Was ist der Himmel? Die unendlich blauen Weiten über uns oder die scheinbar zeitlosen Sekunden, in denen wir glücklich sind?  Wenn wir Christi Himmelfahrt feiern, erinnern wir an den Abschied Jesu von seinen Jüngern 40 Tage nach seiner Auferstehung. Er kehrt zurück zu Gott. Seit dieser Zeit ist für Christen der Himmel dort, wo Jesus Christus ist. Zwischen Himmel und Erde leben sie. Und doch: "Was steht ihr da und schaut in den Himmel?" Die Frage an die Jünger gilt auch uns. Im Hier und Jetzt, in unserer Gegenwart können wir etwas vom Himmel erfahren: in dem Glanz auf den Gesichtern unserer Mitmenschen, in Momenten der Freude und der Liebe, in denen wir eins sind mit Gott und Menschen.
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DTSTART:20110602
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SUMMARY:Exaudi
DESCRIPTION:Manchmal wird mir der Abschied schwer: Wenn ich dem Zug hinterher blicke oder hinter der Absperrung am Flughafen stehe. Noch viel schwerer ist es, wenn ich nicht weiß, ob wir uns wiedersehen werden. Den Abschied Jesu von seinen Jüngern beschreibt der Sonntag Exaudi (Erhöre!). Seit seiner Himmelfahrt ist Jesus nicht mehr sichtbar bei ihnen. Es liegen harte Tage vor ihnen. Doch Jesus lässt sie nicht allein. Auf andere Art wird er ihnen nahe sein: in ihren Herzen, als nie versiegende Quelle der Kraft. In einem neuen Geist werden sie Jesus erkennen. Das ist kein Ersatz für seine Anwesenheit, aber ein Trost. Noch heute lebt dieser Geist unter uns: Wo nach Gottes Willen gefragt wird, wo Liebe unser Handeln prägt, da wird er spürbar. Aber auch dort, wo wir verzagen, wo uns der Hals zugeschnürt ist, ist er uns tröstend nahe und bringt unsere Anliegen vor Gott.
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DTSTART:20110605
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SUMMARY:Pfingstsonntag
DESCRIPTION:Dass ich andere nicht verstehe, das erlebe ich so oft: In fremden Ländern, bei Fachgesprächen oder wenn ich an anderen vorbeirede. Das Gegenteil geschieht an Pfingsten. Jünger, die gerade noch mutlos waren, überkommt eine große Kraft, wie ein Sturmwind. Bewegt vom Heiligen Geist sprechen sie von Jesus Christus, und das Wunder geschieht: Jeder kann sie in seiner eigenen Sprache verstehen. Viele lassen sich taufen: Die Kirche ist geboren. Pfingsten lädt ein, darüber nachzudenken, welche Sprache wir sprechen: die Sprache der Angst oder die der Liebe. Der Pfingstgeist hält Jesus unter uns lebendig. Es ist ein Geist, der Menschen verbindet und nicht trennt, der befreit und nicht einengt, ein Geist, der uns die Augen öffnet für Unrecht und uns den Mund auftut für die Wahrheit.
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DTSTART:20110612
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SUMMARY:Pfingstmontag
DESCRIPTION:Die eine kann gut lesen und der andere hat einen guten Geschmack. Diese kann gut zuhören und jener hat einen wachen, kritischen Verstand. So bunt und vielfältig wie die Menschen sind die Begabungen in den christlichen Gemeinden. 
Die praktischen Auswirkungen des Heiligen Geistes hat der Pfingstmontag im Blick. Da ist Petrus, der, bewegt von Gottes Geist, erkennt, dass Jesus der Messias ist. Da sind jene, die ihre Erfahrungen mit Gott weitergeben, und andere, die die Zeichen der Zeit erkennen. Alle Gaben aber vereint ein Geist: die Kraft, die von Jesus Christus ausgeht und die der Liebe und dem Aufbau der Gemeinde dient. 
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SUMMARY:Trinitatis
DESCRIPTION:Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist, der eine Gott in drei Personen - viele tun sich damit schwer. Drei in einem - wie soll das gehen?  Am Sonntag Trinitatis feiern Christen das Fest der Dreieinigkeit Gottes - einer theologischen Idee, die schwierig ist und doch viel über das Wesen Gottes aussagt. Gott ist umfassender, als ein Mensch begreifen kann. Aber er lässt sich auf eine Geschichte mit den Menschen ein und offenbart ihnen mit der Zeit immer mehr von sich: Als Vater erwählt sich Gott ein Volk, als Sohn  nimmt er sich des Schicksals aller Menschen an, bezieht schließlich in jedem einzelnen Wohnung: als Begeisterung, als Tröster und als Liebeskraft. Gott ist reine Beziehung - zu der Welt und in sich selbst. Niemand ist von seiner Gegenwart ausgeschlossen. Gott kann und will nicht für sich sein. Ein Ausdruck dafür ist seine Dreieinigkeit.
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SUMMARY:1. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Die einen predigen Gesundheit oder Erfolg, andere Reichtum oder Schönheit. Im Dschungel der fast unbegrenzten Sinnangebote kann man sich leicht verlaufen: Welche Heilsversprechen führen in die Irre? Welche der mir angebotenen Wege führen wirklich zum Leben, sind von Gott? Der 1. Sonntag nach Trinitatis ermuntert dazu, achtsam zu bleiben für die Stimme Gottes zwischen den vielen Stimmen um uns. Dazu gibt es Hörhilfen: Die Worte und Werke Jesu, das Zeugnis von Mose und den Propheten, ein Bekenntnis, das an Gott allein festhält. Alle weisen den einen Weg: den Weg der Liebe, die sich furchtlos und freigiebig dem anderen zuwendet.
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DTSTART:20110626
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SUMMARY:2. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:"Tut mir Leid, keine Zeit" - eine Absage, schnell und achtlos dahingesagt, manchmal später bereut. Wer kennt das nicht? Wenn Gott einlädt zum Fest des Lebens, dann gibt er überfließend und umsonst. Dann gilt seine Einladung allen: Wohlhabenden und Armen, Nahestehenden und Fernen, Glaubenden und Zweifelnden. Gut für die, die keine Entschuldigung vorschützen und keine Ausflüchte suchen. Der 2. Sonntag nach Trinitatis ermuntert dazu, Gottes Einladung nicht auszuschlagen, sondern sich an seinen Tisch rufen zu lassen - in eine bunt gemischte Gemeinschaft, in der sich niemand profilieren muss, sondern in der ein Klima der gegenseitigen Achtsamkeit und Wertschätzung, Offenheit für Außenstehende und Nachsicht gegen Schwächere herrscht.
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DTSTART:20110703
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SUMMARY:3. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Manchmal stehe ich da und möchte die Zeit zurückdrehen: Mein verletzendes Wort, meine falsche Entscheidung, meine Unachtsamkeit… "Wenn man es doch ungeschehen machen könnte!" Es ist schmerzlich, wenn das nicht gelingt. Was bei Menschen oft nicht mehr geht, bei Gott ist es möglich - das ist die Botschaft des 3. Sonntags nach Trinitatis. Gott will nicht, dass Menschen verloren gehen. Er lässt sie ihre Wege suchen und ihre Fehler machen: Das Schaf, das auf Abwege gerät den Zöllner Zachäus, der den Menschen das Geld aus der Tasche zieht, und den Sohn, der es zu Hause nicht mehr aushält. Doch wie der gute Vater lässt Gott sie nicht fallen: Er wartet, geht entgegen, feiert ein Fest für den wieder gefundenen Sohn.  Eindringlich klingt die Mahnung des Propheten: Wagt umzukehren! Ihr könnt zurück, wenn ihr nur wollt.
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DTSTART:20110710
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SUMMARY:4. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Sympathisch oder unsympathisch? Innerhalb weniger Sekunden ist die Entscheidung gefällt. Auch mit dem moralischen Urteil geht es sehr schnell. Wir "wissen" meist sehr gut, was verwerflich ist, und tun lautstark oder subtil unsere Verachtung kund. Vorsicht vor solchen Urteilen!, warnt der 4. Sonntag nach Trinitatis. Denn es gibt niemanden, der ohne Fehler ist, der nicht immer wieder der Großzügigkeit und der Nachsicht bedarf. Einzig Gott ist es, der richten kann. Darum ermutigt Jesus zum Vergeben: Wer aus dem Bewusstsein lebt, dass Gott ihm barmherzig entgegenkommt, der kann versuchen, versöhnt zu leben, wie Josef, der seinen Brüdern nach langer Zeit das Unrecht verzeiht, das sie ihm angetan haben.
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DTSTART:20110717
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SUMMARY:5. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:"Kommt und seht!" Diese Einladung Jesu gilt uns heute wie den Jüngern vor 2000 Jahren. Von Menschen, die sich in Gottes Dienst rufen ließen, erzählt der 5. Sonntag nach Trinitatis. Der Nomade Abraham, der auf Gottes Wort hin auszieht, und die Fischer, die ihre Netze zurücklassen, Paulus, der durch die Botschaft des Auferstandenen zum Apostel wird  - sie alle sind bereit, Altes aufzugeben und mit Gott neue Wege zu gehen. Selbst wenn es unvernünftig scheint.  Das ist riskant, denn oft müssen sie Unverständnis und Spott ihrer Umgebung und den Widerspruch ihrer eigenen Familien ertragen. Doch sie dürfen sehen: Die übervollen Netze sind erst der Anfang unzähliger wunderbarer Erfahrungen. Wer Jesus folgt, entdeckt immer tiefer, wo Gott auf Erden Wohnung nimmt.
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DTSTART:20110724
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SUMMARY:6. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Die meisten waren so klein, dass sie sich heute nicht mehr daran erinnern können. Und trotzdem wurde damals ein Fundament für das ganze Leben gelegt. Der 6. Sonntag nach Trinitatis steht ganz im Zeichen der Taufe. Er erinnert an den Auftrag Jesu, Menschen zu taufen und an das Geschenk, das am Beginn des Lebens als Christ und Christin steht:  Jesu Leben, Sterben und Auferstehen gilt mir, mein Leben ist vor Gott rein und gut. Über meinem Leben steht die Zusage: "Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!" Viele Gemeinden taufen an diesem Sonntag oder feiern ein Taufgedächtnis.
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DTSTART:20110731
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SUMMARY:7. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Ich habe so viel - und trotzdem bin ich manchmal ganz leer. Ich werde täglich satt, und trotzdem habe ich einen ungeheueren Durst nach mehr. Ich sehne mich nach etwas, das ich nicht beschreiben kann… Dass Gott körperlichen und seelischen Hunger stillt - davon erzählen die Lesungen des 7. Sonntag nach Trinitatis, der aus verschiedenen Perspektiven das Abendmahl beleuchtet.  Essen und Trinken, Zusammensitzen und Feiern gehören zum christlichen Glauben. Jesus nahm die natürlichen Bedürfnisse der Menschen ernst, sättigte Tausende mit fünf Broten und zwei Fischen und saß mit unterschiedlichsten Menschen zu Tisch. Im Abendmahl setzen Christen von Anfang an diese einträchtige Tischgemeinschaft fort und nehmen die Zeit vorweg, in der der Hunger nach wahrem Leben gestillt sein wird.
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DTSTART:20110807
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SUMMARY:8. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Was ich tue oder unterlasse, was ich sage und plane, ist nicht gleichgültig. Wer vom Glauben an Jesus angesteckt ist, der weiß: Ich bin verantwortlich. Mein Leben kann etwas verändern. Wie ein Stein, der ins Wasser fällt, oder wie ein Funke, der überspringt, setzt die frohe Botschaft von Jesus Christus Menschen in Bewegung.  So spricht der 8. Sonntag nach Trinitatis von den Auswirkungen des Glaubens: Als Licht der Welt und Salz der Erde werden Christen in der Welt nicht unbemerkt bleiben und oft genug auch darin anecken. Als Wohnstätten für Gottes Geist werden sie sorgsam und besonnen mit ihrem Körper umgehen. Von Gottes Licht berührt, werden sie selbst wie Kirchenfenster leuchten und das Dunkle meiden.
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DTSTART:20110814
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SUMMARY:9. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Welche Sicherheiten habe ich? Womit kann ich rechnen? Oft ist mir mein Leben undurchsichtig, und die Welt um mich verändert sich schnell. Dann will ich nichts riskieren, einfach nur dahinleben… Doch der 9. Sonntag nach Trinitatis beunruhigt: Wer sich auf Gott einlässt, muss auf Überraschungen gefasst sein - wie Paulus, dessen Werte durch die Begegnung mit Jesus auf den Kopf gestellt werden, wie Jeremia, der sich für zu jung hält und trotzdem zum Propheten berufen wird, wie der Mann, der auf einen Schatz stößt und spontan seinen ganzen Besitz dafür verkauft.  Nur wer etwas riskiert, wer seine Gaben Gott und den Menschen zur Verfügung stellt, wird letztlich reich dastehen. Welch ein Paradox: Nur wer sich nicht auf weltliche Sicherheiten verlässt, dessen Lebenshaus steht auf festem, sicherem Grund.
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DTSTART:20110821
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SUMMARY:10. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Israel - ein von Konflikten gebeuteltes Land. Eine grauenvolle Geschichte, die Deutschland und Israel trennt und verbindet. Israel - Ursprung des Christentums, verachtet und idealisiert, bewundert und verfolgt. All diese Facetten spielen am "Israelsonntag" eine Rolle. Er erinnert seit dem 16. Jahrhundert an den Gedenktag der Zerstörungen des Jerusalemer Tempels.  Freilich wurde er in seiner Geschichte sehr unterschiedlich begangen: Während in der Vergangenheit die Überlegenheit des Christentums demonstriert wurde, stehen heute die Trauer über das Unrecht, das den Juden angetan wurde, sowie die heutigen guten Beziehungen zwischen Juden- und Christentum im Vordergrund. Auch wenn wir nicht wissen, was Gottes Plan mit den beiden Religionen ist, so bleibt Israel doch Gottes auserwähltes Volk.
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DTSTART:20110828
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SUMMARY:11. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:"Mein Haus, mein Auto, mein Boot" - auch wenn ich nicht so dick auftrage, habe ich doch gern etwas vorzuweisen: einen sicheren Arbeitsplatz, eine intakte Partnerschaft oder wohl geratene Kinder. Vor Gott zählen solche "Errungenschaften" nichts. Es gibt nichts, womit ich mich vor ihm brüsten könnte, zeigt der 11. Sonntag nach Trinitatis, weder mit meinem Erfolg, noch mit meinem Glauben.  Gerade diejenigen, die wissen, dass sie vor Gott nichts vorzuweisen haben, und sich ganz auf ihn verlassen, denen wendet er sich zu. Jesus lässt sich von Zöllnern einladen und von einer Prostituierten salben. Gerade sie können seine Zuneigung schätzen und mit Liebe antworten. Wir können Gottes Liebe nicht verdienen, nur dankbar empfangen.
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DTSTART:20110904
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SUMMARY:12. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Manchmal verstumme ich vor dem Leid anderer Menschen. Manchmal stehe ich wie gelähmt vor den Herausforderungen für unsere Welt. Manchmal verschließe ich meine Augen vor den Bildern, die täglich über den Fernseher auf mich einströmen und meine Ohren vor den Klagen Verzweifelter. Manchmal verschließe ich mein Herz…  Von Jesus, der Menschen Augen und Ohren aufschließt, von der Vision einer Welt ohne Leid und Krankheit, von dem Ende jeder Ungerechtigkeit spricht der 12. Sonntag nach Trinitatis. Aber er geht noch weiter: Er erzählt von Menschen, die, angeregt vom Beispiel Jesu, selbst andere aus der Erstarrung holen. Menschen werden auf vielfältige Weise von Jesus berührt und verbreiten sein Lob - und bauen nach ihren Kräften mit an Gottes Reich.
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DTSTART:20110911
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SUMMARY:13. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:"Man kann doch nicht einfach so zusehen" - leider doch. Jahr für Jahr sterben Menschen, weil andere wegschauen, schweigen, abwarten. Der Mensch ist "seines Bruders Hüter", trägt Mitverantwortung für ihn, sagt der 13. Sonntag nach Trinitatis. Wer an Jesus Christus glaubt, den kann die Not anderer Menschen nicht unberührt lassen. Der greift nach seinem   Vermögen zu und hilft, selbst wenn es ihm Nachteile einbringt.  Wer so nach Gottes Willen handelt, den bezeichnet Jesus als Schwestern und Brüder. Doch wer ein so weites Herz nicht hat, wer eine solche Liebe für den Nächsten nicht aufbringen kann, hat noch wenig von Gott begriffen. Denn Gott ist in der Liebe machtvoll gegenwärtig. Und wenn die Kraft dazu nicht reicht? Gottes Liebe bleibt unerschöpflich.
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DTSTART:20110918
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SUMMARY:14. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Immer wieder das Gleiche: Wenn es mir schlecht geht, dann vergesse ich zu gerne, wie viel Gutes mir schon in meinem Leben geschenkt wurde. Geht es mir aber wieder gut, dann kommt es mir selbstverständlich vor. Der 14. Sonntag nach Trinitatis hilft dem Gedächtnis auf die Sprünge und öffnet die Augen dafür, von wem all das Gute kommt, mit dem wir beschenkt sind: "Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat".  Wer dankbar lebt, der ist nicht nur glücklicher, der lebt auch in Gottes Geist. Der Geist, der es uns erlaubt, kindlich zu Gott zu beten und von ihm Gutes zu empfangen, weckt auch die Erinnerungen an die Wohltaten Gottes. Der öffnet auch dem Geheilten den Mund zu Gottes Lob.
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DTSTART:20110925
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SUMMARY:Michaelistag
DESCRIPTION:Sie sind klein und pummelig oder schlank mit langem blondem Haar, sie hängen in Autos oder am Schlüsselbund: Engel haben Hochkonjunktur.  Der Michaleistag, der Gedenktag des Erzengels Michael und aller Engel, wird in der evangelischen Kirche selten begangen. Dennoch spielen auch hier die Himmelswesen eine wichtige Rolle. Aber niedlich sind die biblischen Engel keineswegs. Als machtvolle Boten, die dem Bösen widerstehen, als Gottes "Heerscharen" treten sie auf: Michael, der mit dem Teufel kämpft, der Engel, der aus dem Gefängnis führt und der Gottesgesandte, der unsichtbar, aber gewaltig, vom falschen Weg abbringt. Auch von Schutzengeln weiß die Bibel zu berichten. Eines jedoch wird ganz deutlich. Die Engel haben keine eigene Macht. Sie sind Diener, die durch ihren Auftrag zu Himmelsboten werden.   Nach dem Michaelistag richtet sich in der evangelischen Kirche der Termin des Erntedankfestes.
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DTSTART:20110929
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SUMMARY:Erntedank
DESCRIPTION:Der Riesenkürbis und die volle Ähre, die Honigwabe und das Brot - im reich geschmückten Erntealtar kommen Fülle der Natur und Früchte der Arbeit recht zur Geltung. Doch wir ernten mehr: Nahrung und Kleidung, jedes Wachsen und Gedeihen in Partnerschaft und Familie, große und kleine Erfolge im Beruf - da ist so viel, wofür wir danken können.  Das Erntedankfest gibt der Dankbarkeit Raum und wendet sie hin zu Gott. Wer dankt, sieht nichts als selbstverständlich an und weiß sich von Gott reich beschenkt. Ängstliches Sammeln und übermäßiges Sorgen ist ihm fremd. Gottes Großzügigkeit steckt an. So lenkt der Sonntag den Blick über den eigenen Tellerrand hinaus und ruft zum verantwortungsvollen Teilen von Besitz und Ressourcen auf. Wer so geben kann, dessen Quellen werden nie versiegen.
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DTSTART:20111002
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SUMMARY:16. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Das unschuldige Sterben eines Kindes, eine Naturkatastrophe, die tausende Leben auslöscht, ein Völkermord, der den Atem nimmt - Gründe zum Zweifeln angesichts des Todes gibt es genug. Dem stellt der 16. Sonntag nach Trinitatis das Angreifbarste und Wichtigste des christlichen Glaubens entgegen: Wir mögen hier und jetzt den Tod erleiden - durch Christus verliert der Tod seine Macht. Schon zu Jesu Lebzeiten geschah das, als er Menschen dem Tod abrang, und noch viel mehr durch sein Sterben und Auferstehen.  Aus der Hoffnung heraus, dass der Tod nicht das letzte Wort hat, könnten Christen mutiger und weitsichtiger in Liebe leben. Sich daran zu halten und darauf zu vertrauen, dass Gottes Güte mächtiger ist als der Tod, dazu ermutigt dieser Sonntag.
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DTSTART:20111009
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SUMMARY:17. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Glaube? Da fällt mir meine Großmutter ein, die jeden Tag den Abendsegen sprach. Oder der Junge, der fest hofft, dass Gott seine Mama gesund machen wird. Und so viele Männer und Frauen, die im Vertrauen auf Gott ihre Grenzen überschritten: Hilfsprojekte starteten, Widerstand leisteten oder anderen Mut machten. Glaube ist nichts Abstraktes. Er wird gelebt.  So erzählt der 17. Sonntag nach Trinitatis Glaubensgeschichten: Eine "Ungläubige" überwindet Jesu Ablehnung mit ihrem Glauben. Ein Vater bittet um Hilfe für seinen kranken Sohn. Ein Blinder wird sehend und bringt sich mit seinem Glauben in Schwierigkeiten. Beispiele dafür, wie der Glauben Menschen verändern kann. Und wenn das mit dem Vertrauen nicht geht? "Ich glaube, hilf meinem Unglauben!", bittet der Vater.
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DTSTART:20111016
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SUMMARY:18. So n. Trinitatis
DESCRIPTION:Das eine geht nicht ohne das andere: Man kann noch so sehr für Gott eifern, ohne die Liebe zu anderen Menschen bleibt man ihm fern. Man kann sich noch so sehr für andere aufarbeiten, ohne die Rückbindung, ohne die Liebe zu Gott fehlt das Fundament.  Gott lieben und meinen Nächsten wie mich selbst - dieses höchste Gebot steht im Zentrum des 18. Sonntag nach Trinitatis. Auch die zehn Gebote weisen den Weg zur Gottes- und Nächstenliebe. Wenn christliche Gemeinden unterschiedslos offen sind für Menschen aller Bevölkerungsschichten und Lebenssituationen, wenn sie einträchtig und freundlich miteinander umgehen, sich gegenseitig zum Glauben ermuntern und sich für den Frieden einsetzen, dann strahlen sie etwas von dieser Liebe aus.
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DTSTART:20111023
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SUMMARY:19. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Es gilt als bewiesen, dass Christen gesünder sind als andere Menschen. Sie haben weniger psychischen Stress, heißt es, und bessere Wege der Verarbeitung. Seelische Belastungen können krank machen. Sehr sensibel reagiert unser Organismus auf unsere inneren Nöte. Der 19. Sonntag nach Trinitatis schafft einen Zusammenhang zwischen seelischer Entlastung und körperlicher Heilung. Gottes immer neue Zuwendung ist es, die den Menschen gesund  macht. Jesus vergibt einem Gelähmten seine Sünden, bevor er ihn heilt. So sollen  auch christliche Gemeinden für Kranke beten und Sünden vergeben.  "Willst du gesund werden?" Diese nur scheinbar absurde Frage trifft. Ist es nicht leichter, im Alten zu verharren? Bin ich bereit, mich von Gott anrühren zu lassen - wenn ich dabei mein Leben ändern und ein neuer Mensch werden muss?
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DTSTART:20111030
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SUMMARY:Reformationsfest
DESCRIPTION:Wo komme ich her? Wo liegen meine Wurzeln? Am 31. Oktober besinnen sich lutherische Christen auf ihre Herkunft: Am Reformationstag feiern sie Bekenntnis- und Geburtstag der evangelischen Kirche zugleich.  An die Geschichte des hartnäckigen Mönchs, der mit wehender Kutte seine 95 Thesen an die Wittenberger Schlosskirche nagelt und damit ganz Europa in Aufruhr versetzt, erinnert dieser Tag. Martin Luther war kein Heiliger, aber ein Mensch, der mit seiner Standhaftigkeit, seinem brennenden Fragen nach Gott und seinem mutigen Einstehen für seinen Glauben die Kirche tief geprägt hat. Nach seinem Bespiel arbeiteten viele Christen an der Erneuerung der Kirche und tun es heute noch. So fragt der Reformationstag auch nach gegenwärtigen Missständen und nach der Kirche, die sich immer wieder reformieren muss.
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DTSTART:20111031
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SUMMARY:Drittl.S.d.Kj.
DESCRIPTION:"Die Erkenntnis traf ihn wie ein Blitz" - viele erfahren das. Als hätte sich ein Schleier gehoben, sehen wir plötzlich klar. Mit ähnlichen Bildern beschreibt die Bibel Jesu Wiederkommen. Unvermittelt, dennoch unmissverständlich bricht Gottes Gegenwart in unsere Welt - Hoffnung für alle, die unter der Vergeblichkeit ihres Tuns und ihrer Begrenztheit leiden.  Der drittletzte Sonntag im Kirchenjahr mahnt zur Wachsamkeit und zur entschiedenen Ausrichtung auf Jesus Christus. In seinem heilenden Wirken und seiner Macht über den Tod ist Gottes Wirklichkeit in unsere Welt eingebrochen. Die Bitte um sein erneutes Eingreifen in unser Leben wird nicht unerhört bleiben. Wo Menschen in seinem Geist leben, da kann immer wieder flüchtig Gottes Reich aufblitzen.
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DTSTART:20111106
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END:VEVENT
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SUMMARY:Vorletzter Sonntag d. Kj.
DESCRIPTION:Wer kennt sie nicht, die Gerichtsdarstellungen mittelalterlicher Kathedralen? Die Zeiten, in denen grässliche Fratzen uns Furcht einflößten, sind Gott-sei-Dank längst vorbei. Und doch spricht die Bibel vom Jüngsten Gericht. Nicht nur wegen der Opfer, denen zu Lebzeiten kein Recht widerfuhr, ist der Gedanke unverzichtbar. Wer gerichtet wird, wird neu ausgerichtet auf den Weg der Barmherzigkeit und der Liebe. Das kann schmerzhaft sein.  Aber, so vermittelt dieser vorletzte Sonntag im Kirchenjahr, es ist auch eine Erlösung für uns und alle, die unter unserem Tun leiden. Denn es bringt ans Tageslicht, wie wir eigentlich sein sollten: heil und gut. Christen können mit der ganzen Kreatur auf dieses Gericht hoffen, denn sie wissen um die Freundlichkeit ihres Richters. Von dieser Erwartung her können sie auch ihr Leben heute barmherziger gestalten.
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DTSTART:20111113
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SUMMARY:Buß-und Bettag
DESCRIPTION:Ich ahne, dass ich meine rastlose Lebensweise ändern müsste und ignoriere es. Ich tue anderen Unrecht, aber ich gestehe es mir nicht ein. Zur Ehrlichkeit mit mir selbst, zu einem wahrhaftigen, aber gütigen Blick auf meine Schwächen ruft der Buß- und Bettag auf. Kein Mensch ist vollkommen, jeder macht Fehler. Geduldig wartet Gott auf unsere Einsicht und darauf, dass wir zurückkehren auf den Weg der Gerechtigkeit, der Liebe und Achtsamkeit – uns selbst zuliebe. Doch Umkehr kommt nicht von allein. So erinnert der Buß- und Bettag daran, dass ich an jedem Tag umkehren kann und muss. Buße betrifft nicht nur den Einzelnen: Auch der Gemeinschaft tut Besinnung gut. Als öffentlicher Feiertag bietet der Buß- und Bettag der Gesellschaft die Gelegenheit, innezuhalten, den eingeschlagenen Kurs zu überprüfen und, wenn nötig, zu korrigieren.
CLASS:PUBLIC
DTSTART:20111116
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END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
SUMMARY:Totensonntag
DESCRIPTION:Oft träume ich von einer Welt ohne Leiden und Schmerz, ohne Trennung und Tränen, eine Welt, in welcher der Tod seinen Schrecken verliert. Ein neuer Himmel und eine neue Erde, Gott, der mitten unter den Menschen wohnt - in den schönsten Bildern beschreibt die Bibel das Ende der Zeit. Eine Utopie? Ja, aber wer sie glaubt, wird selig. Denn sie hat schon jetzt verändernde Kraft.  Die Verheißung dieser neuen Zeit lässt uns heute schon ausschauen nach ihr, wie die Jungfrauen nach dem Bräutigam, der das Fest eröffnet. In der Hoffnung darauf, dass Gott wahr macht, was er verspricht - auch gegen das Leid und den Tod - gedenken viele Gemeinden am Toten- oder Ewigkeitssonntag der Verstorbenen.
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DTSTART:20111120
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END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
SUMMARY:Ewigkeitssonntag
DESCRIPTION:Oft träume ich von einer Welt ohne Leiden und Schmerz, ohne Trennung und Tränen, eine Welt, in welcher der Tod seinen Schrecken verliert. Ein neuer Himmel und eine neue Erde, Gott, der mitten unter den Menschen wohnt - in den schönsten Bildern beschreibt die Bibel das Ende der Zeit. Eine Utopie? Ja, aber wer sie glaubt, wird selig. Denn sie hat schon jetzt verändernde Kraft.  Die Verheißung dieser neuen Zeit lässt uns heute schon ausschauen nach ihr, wie die Jungfrauen nach dem Bräutigam, der das Fest eröffnet. In der Hoffnung darauf, dass Gott wahr macht, was er verspricht - auch gegen das Leid und den Tod - gedenken viele Gemeinden am Ewigkeitssonntag ihrer Verstorbenen des letzten Jahres.
CLASS:PUBLIC
DTSTART:20111120
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END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
SUMMARY:1. Advent
DESCRIPTION:Wenn Politiker auf Staatsbesuch sind, genießen sie oft ein Bad in der Menge: Kinder winken mit Fähnchen, die Straßen sind mit Blumen und  Fahnen geschmückt, eine große festliche Menge. Auch Jesus wurde einst mit großem Jubel in Jerusalem begrüßt: Die Menschen winkten mit Palmzweigen und legten Kleider vor die Füße des Esels, auf dem er saß.  Der Erste Advent ermuntert dazu, sich auf eine Ankunft vorzubereiten, deren Bedeutung nicht hoch genug einzuschätzen ist. Denn der da kommt, ist mächtig, aber nicht zu fürchten, ein König, aber er bringt Frieden und wird Recht schaffen. Sich auf ihn einzustellen, heißt, mit langem Atem Liebe und Frieden zu üben. Darum: Machet die Tore weit! Mit dem Advent beginnt im Festkreis der Kirche ein neues Kirchenjahr.
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DTSTART:20111127
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SUMMARY:2. Advent
DESCRIPTION:"Kopf einziehen und durch" oder "Kopf hoch, wird schon wieder" sagen wir - ein schwacher Trost. Wir sind so sprachlos, wenn andere beschwert sind. Gerade den Gebeugten und Niedergedrückten, den Zurückgewiesenen und Benachteiligten gilt die Frohe Botschaft: Haltet durch, Gott sieht die Bedrängnis und hört das Klagen. Wer auf Erlösung wartet, hofft nicht vergeblich. Darum: Kopf hoch, damit ihr sie kommen seht. Der Zweite Advent spricht von einem kosmischen, umwälzenden Befreiungsgeschehen. Die Wiederkunft Jesu wird nicht unbemerkt bleiben. Sie wird uns erschrecken, aber nicht zum Fürchten sein.  Wer beharrlich mit seiner kleinen Kraft nach Gott Ausschau hält, den wird er nicht enttäuschen.
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DTSTART:20111204
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END:VEVENT
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SUMMARY:3. Advent
DESCRIPTION:Manchmal suche ich Gott, aber der Weg scheint versperrt. Ich dringe nicht durch, stehe mir selbst im Weg. Räumt die Steine aus dem Weg! fordert der Dritte Advent. Im Zentrum: Johannes der Täufer, der mit seinem Ruf zur Umkehr Jesus den Weg bereitet. Wo Jesus kommt, da wird die Welt heller und heiler: Vertrocknetes beginnt zu blühen, verschlossene Augen öffnen sich, lahme Glieder bewegen sich. Nichts, weder Täler der Traurigkeit noch Berge der Selbstüberschätzung, sollen seinem Kommen entgegenstehen. Ihm den Weg zu bereiten, heißt wach zu bleiben und sich in Bewegung setzen zu lassen: Traurige zu trösten und die zu ermutigen, die längst schon aufgegeben haben.
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DTSTART:20111211
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END:VEVENT
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SUMMARY:4. Advent
DESCRIPTION:Freude kann schön machen. Unscheinbare Menschen fangen an zu leuchten, wenn sie sich auf etwas freuen: junge Mütter wie Maria, die ein Kind erwarten. Verliebte, die sich auf den geliebten Menschen freuen, Belagerte, denen endlich der Frieden verkündet wird. Von überstrahlender und verändernder Freude spricht auch der Vierte Advent.  Der Herr ist nah! Die Nachricht behalten sie nicht für sich: Die Wächter, die den Friedensboten erspähen, Maria, die den Gott lobt, der Niedrige erhöht und Mächtige vom Thron stößt und wir können angesteckt von Gottes Freude gütiger und schöner werden.
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SUMMARY:Christnacht
DESCRIPTION:Nach dem Trubel des Heiligen Abends ist es wohltuend, in die Kirche zurückzukehren, bei Kerzenschimmer und Musik noch einmal zur Besinnung zu kommen und die Botschaft der Heiligen Nacht zu hören. In vielen Kirchengemeinden hat dieser Gottesdienst eine ganz besondere, musikalische Note.  Durch Jesu Geburt bricht Licht mitten in die Nacht - es braucht nicht viel, um dies in der Christnacht zu erfahren. Sie erzählt von den alten Verheißungen eines Friedenskönigs, die in Jesus, dem Nachkommen des Königs David, ihre Erfüllung finden. Er ist Immanuel, Gott-mit-uns. Die Nacht seiner Geburt erinnert an das tiefe Geheimnis Gottes: In diesem armen, kleinen Kind, in Jesus Christus zeigt er sich. Hier und nirgendwo anders liegt Gottes Wahrheit verborgen.
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SUMMARY:Christvesper
DESCRIPTION:Die Geschichte von Maria und Josef und dem Kind in der Krippe, jedes Jahr berührt sie uns neu: unsere Sehnsucht nach einer heilen Welt, nach allumfassender Liebe, nach einem Gott, der keine Angst macht, nach Licht in der Dunkelheit - wenigstens am Heiligen Abend.  Im Krippenspiel, in der Lesung des Weihnachtsevangeliums und in den leuchtenden Augen der Kinder wird etwas spürbar von der Liebe, die Gott den Menschen schenkt: "Ein Kind ist uns geboren", ein hilfloses Kind, das der Welt Rettung und Hilfe bringt. Es ist ganz arm und soll uns reich machen. Es kommt in die Dunkelheit und bringt Licht.
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SUMMARY:Christfest I
DESCRIPTION:Freunde und Freundinnen, das sind für mich Menschen, vor denen ich mich nicht verstecken muss, die mich gern haben, auch wenn ich etwas Dummes sage, und die nicht auf mich herabschauen, wenn ich einen Fehler mache. Freunde mögen mich, so wie ich bin.  In Jesus sieht uns Gott freund-lich an, er begegnet uns auf Augenhöhe, davon spricht der erste Weihnachtsfeiertag. Die Hirten, die sich auf das Wort des Engels hin auf den Weg machen, erfahren es als erstes: In dem kleinen, hilflosen Kind zeigt sich ein Gott, vor dem sie sich nicht zu schämen brauchen. Sie können und brauchen nicht zu Gott empor zu steigen, er kommt zu ihnen herab. Ja, noch viel mehr: In diesem Kind macht Gott sie selbst und alle Menschen zu seinen Söhnen und Töchtern, zu Erben seiner Verheißung. Und Weihnachten ist nur der Anfang. Wer sich wie die Hirten auf den Weg zur Krippe macht, wird verändert zurückkommen: bewegt und berührt von der Menschenliebe Gottes.
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SUMMARY:Christfest II
DESCRIPTION:Ein Reicher wird arm, Arme werden reich, ein Wolf liegt neben einem Lamm, ein Kind spielt mit der Schlange…die biblischen Lesungen an diesem Tag muten an wie eine "verkehrte Welt".  Mit der Geburt Jesu wurden die bisherigen Ordnungen auf den Kopf gestellt, zeigt der zweite Weihnachtsfeiertag. Weihnachten, das ist der Beginn eines welt- und zeitumspannenden Geschehens. Das große Friedensreich, das seit alter Zeit erwartet wurde, nahm mit Jesus seinen Anfang. Denn, da sind die biblischen Zeugen ganz klar: Sein Platz war von Anfang her bei Gott. So sprechen sie von der Herrlichkeit Jesu und von seiner Einheit mit Gott. In seiner Geburt verbinden sich Himmel und Erde, kommt der ewige Gott zu den Menschen und zieht die Menschen zu sich empor. Das ist nicht auf den ersten Blick zu erkennen. Aber wer es glaubt, wird viele Zeichen dieser neuen Welt wahrnehmen.
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SUMMARY:Altjahresabend
DESCRIPTION:"Schon wieder ein Jahr vorbei." Es ist erschreckend, wie die Zeit vergeht. Der Jahreswechsel macht das immer wieder neu bewusst. Er ist eine Chance zum Innehalten und zur Rückschau. Was ist in diesem Jahr gelungen? Was missglückt? Wem bin ich etwas schuldig geblieben? Für vieles kann ich danken, manches noch zurechtbiegen, einige Sorgen ablegen. Anderes schleppe ich mit. Doch ich wurde behütet in diesem Jahr. Gott sei Dank.  Der Gottesdienst zum Altjahresabend stellt meine Bilanz unter die große Zusage Gottes: Im alten, wie im neuen Jahr wird Gott uns begleiten, wird Orientierung geben wie die Feuersäule in der Wüste, wird gegen alle Widerstände auf unserer Seite stehen. Meine Welt mag sich ändern. Doch Jesus Christus bleibt der Gleiche: gestern, heute und in Ewigkeit. Sein Versprechen gilt. Es lohnt sich, mit ihm zu rechnen; auch im neuen Jahr.
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SUMMARY:Neujahrstag
DESCRIPTION:Weniger rauchen oder mehr schlafen, ein Stellenwechsel oder weniger Gewicht auf der Waage - vielfältig sind die Vorsätze für das neue Jahr. Noch ist es jung, liegt vor uns, wie ein unbeschriebenes Blatt. Doch wie schnell reißen alte Unsitten ein.  Wir können planen, aber wir haben unsere Zukunft nicht in der Hand, das zeigt der Gottesdienst am Neujahrstag. Dennoch macht er Mut zum Aufbruch. Unser Wollen, Tun und Planen liegt in Gottes Macht. Wer ihm seinen Weg anvertraut, den wird er leiten. Mit Gottes Schutz und seiner Hilfe können wir den Weg ins neue Jahr getrost wagen.
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SUMMARY:Epiphanias (Erscheinungsfest)
DESCRIPTION:Es gibt Menschen, Orte oder Momente, die haben eine ganz besondere Ausstrahlung. Die sind so von etwas erfüllt, dass es nicht verborgen bleiben kann. Das Fest der Erscheinung (griech. Epiphanias) feiert die Strahlkraft der Geburt des göttlichen Kindes - weit über die Grenzen des Landes hinweg.  Bild dafür ist der helle Stern, der die drei weisen Männer aus dem Orient an die Krippe führte. Sie erkannten das Licht, das mit Jesus über der Dunkelheit der Welt aufging. Wer den Schein, der von diesem Kind ausgeht, nicht übersieht, der wird selbst zum Lichtträger. Der kann die Botschaft nicht für sich behalten, sondern ist so erfüllt von Gottes Liebe, dass er von innen leuchtet.
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SUMMARY:1. So. nach Epiphanias
DESCRIPTION:Die Geburt im Stall war nicht nur ein Traum. Die Geschichte Jesu ging weiter, langsam erst und unbemerkt. Und doch: Er war ein Mensch von Gottes Geist.  Der Erste Sonntag nach Epiphanias steht ganz im Zeichen der Taufe Jesu. Sie steht am Beginn seines Wirkens. In ihr bekennt sich Gott zu Jesus: Dieser Mensch ist mein geliebter Sohn, er hat meinen Geist. Ermutigend das Wort aus alter Zeit: Er, der das Schwache nicht niedertritt, er, der das geknickte Rohr nicht abbricht, kommt von Gott. Er ist Gottes Wahl. Selbst wenn er nach weltlichen Maßstäben Schwäche zeigt. Wer in seinem Geist  lebt, wer auf ihn getauft ist, der ist Gottes Kind.
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SUMMARY:2. So. nach Epiphanias
DESCRIPTION:"Heute haben wir wieder einmal aus dem Vollen geschöpft!" Wer das von sich behaupten kann, erkennt noch, wie wenig selbstverständlich es ist, im Überfluss zu leben. Fülle und Überfluss  haben auch bei Jesus Platz, zeigt der zweite Sonntag nach Epiphanias. Das Weinwunder auf der Hochzeit zu Kana zeugt von seiner Herrlichkeit, aber auch von der Großzügigkeit Gottes, der nicht will, dass Menschen Mangel leiden. Auch wenn die Herrlichkeit Gottes so groß ist, dass Menschen ihren Anblick wohl nicht ertrügen, so spiegeln wir doch Gottes Reichtum mit der Vielfalt unserer Begabungen. Wenn wir sie nicht für uns behalten, sondern sie in die Gemeinschaft einbringen, wenn unsere Gaben zu Quellen der Freude und Stärke für andere werden, dann loben wir damit den, der uns so großzügig damit beschenkt hat.
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DTSTART:20120115
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SUMMARY:3. So. nach Epiphanias
DESCRIPTION:Vater unser im Himmel, our Father, notre père, Mi Atyánk, Padre nuestro - vielsprachig läuft das Gebet um die ganze Welt. In knapp 2.500 Sprachen ist die Bibel heute übersetzt - Christentum weltweit. Um die Macht Jesu, die nicht vor Volks- und Landesgrenzen Halt macht, geht es am dritten Sonntag nach Epiphanias. Bereits Jesus und seine Jünger haben sich den Nachbarn des Volkes Israel zugewandt, haben Ausländer geheilt und mit Samaritanern debattiert. Gottes Liebe kennt keine Grenzen - das zeigten schon die Propheten. So wird auch das Reich Gottes bunt und vielsprachig sein. "Es werden kommen von Osten und von Westen, von Norden und von Süden, die zu Tisch sitzen werden im Reich Gottes", prophezeit der Wochenspruch.
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DTSTART:20120122
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SUMMARY:letzter So. nach Epiphanias
DESCRIPTION:Es gibt Momente, in denen sehe ich völlig klar. Für einen Augenblick erscheint mir mein Leben wie von Licht bestrahlt, weiß ich genau, wer ich bin und wohin ich gehe. Bergerfahrungen sind das, voller Überblick und Klarheit. Von einem lichten Erlebnis spricht der letzte Sonntag nach Epiphanias. Auf einem Berg sehen die Jünger Jesus verklärt und erkennen: Dies ist Gottes Sohn. "Hier ist gut sein" sagt Petrus. "Lasst uns Hütten bauen."  Von Gott ergriffen sind sie, wie Mose, den Gott aus dem Feuer anruft, und wie der Seher Johannes auf Patmos. Doch bei einem solchen Erlebnis kann niemand stehen bleiben, jeder muss in den Alltag zurück, oft genug in das Leid. Aber alle nehmen den hellen Schein mit, der sie ermutigt, weiter in Gottes Licht zu leben.
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DTSTART:20120129
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SUMMARY:Septuagesimä
DESCRIPTION:"Das ist unfair!" Nicht nur Kinder sind über Ungerechtigkeit erbost. Doch was ist gerecht? Alle gleich zu behandeln oder die Anlagen jedes Einzelnen zu berücksichtigen? Eltern von unterschiedlichen Kindern wissen, dass eine Gleichbehandlung auch ungerecht sein kann.  Gottes Gerechtigkeit ist Güte, zeigt der Sonntag Septuagesimae (70 - eigentlich nur 63 - Tage vor Ostern).  Der Weinbergbesitzer, der allen, auch den letzten Arbeitern den gleichen Lohn auszahlt; Jesus, der ausgerechnet mit einem Zöllner zu Tisch sitzt; Gott, der sich nicht von Stärke und Reichtum beeindrucken lässt, sondern ihnen Recht und seine Gerechtigkeit entgegensetzt. Diejenigen, die sich von dieser Gerechtigkeit anstecken lassen, die ruft Jesus in seine Nachfolge, zu einem Lauf, der nicht ins Ungewisse führt.  Brauchtum:  An Septuagesimae wurden in der alten Kirche die Taufbewerber für Ostern ausgewählt.
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DTSTART:20120205
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SUMMARY:Sexagesimä
DESCRIPTION:"Was ich nicht höre, das wurde nicht gesagt." Kinder können das hervorragend: Ohren zu, auf Durchzug gestellt. Aber auch uns fällt das Zuhören oft schwer. Wie viel schwerer noch, wenn es um Gottes Wort geht. Und dann trifft es wieder plötzlich, unvermittelt, mitten ins Herz. Das Wort Gottes und seine Wirkung stehen im Zentrum des Sonntags Sexagesimae. Manchmal ist es scharf, schmerzhaft und trennend wie ein Schwert, dann wieder scheint es nicht zu wirken, setzt sich aber fest und wächst im Stillen. Gott streut die Botschaft seiner Liebe großzügig aus. Auch wenn wir sie verdorren lassen: Sie gilt uns. Es liegt an uns, damit ernst zu machen. Aber eins ist sicher: Ohne Wirkung bleibt die gute Nachricht nicht. Wie bei Lydia, die, von Gottes Wort angefacht, zur ersten Christin Europas wurde.
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DTSTART:20120212
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SUMMARY:Estomihi
DESCRIPTION:Wie weit würde meine Freundschaft gehen? Würde ich zu meinen Freunden stehen, selbst wenn sie ausgelacht oder verachtet, verfolgt oder verdächtigt würden? Würde ich sie begleiten? Die Freundschaft zu Jesus verlangt seinen Jüngern viel ab. Sie werden mit ihm nach Jerusalem ziehen und seinen Tod miterleben. Jesus kündigt ihnen das an. Am Sonntag Estomihi steht die Nachfolge im Vordergrund. Nicht, wer viele große Worte macht, sondern wer sich für Gerechtigkeit einsetzt und beharrlich liebt, der hat den Ruf in die Nachfolge gehört, dem hat Jesus die Augen geöffnet. Aber zu Jesus zu stehen, ist nicht immer leicht. Es bedeutet auch, Nachteile in Kauf zu nehmen, sein Leid zu tragen. Jesu Frage gilt auch uns: "Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme an seiner Seele Schaden?".
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DTSTART:20120219
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SUMMARY:Aschermittwoch
DESCRIPTION:Ein Aschenkreuz auf der Stirn - das erlebt man unter Evangelischen selten. Und trotzdem leitet auch in den lutherischen Kirchen der Aschermittwoch die Passionszeit ein, eine Zeit der Einkehr und der Besinnung auf das Leiden Jesu Christi.  In wenigen Gemeinden findet an diesem Tag ein Gottesdienst statt, der auf die Passions- und Fastenzeit einstimmt. Er ruft zu einem Fasten auf, das nach Gottes Willen ist, das leise und beharrlich nach einem Leben fragt, das Gott gefällt. Dass Verzicht zum Wesentlichen führen kann, erfahren diejenigen, die in der Passionszeit lieb gewordene Gewohnheiten aufgeben. Die bundesweite Fastenaktion der Evangelischen Kirche " sieben Wochen ohne", die am Aschermittwoch offiziell eröffnet wird, ermuntert dazu, in der Passionszeit bewusster zu leben.
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DTSTART:20120222
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SUMMARY:Invocavit
DESCRIPTION:Sie ist nicht zart und sie ist nicht aufregend und sie macht auch wenig Spaß. Auch wenn uns die Werbung etwas anderes erzählt: Versuchung ist eine ernste Sache. Wer versucht wird, bei dem steht nicht selten seine Integrität auf dem Spiel. Ehrlich sein, auch wenn ich dadurch Nachteile habe? Steuern hinterziehen, wenn es niemand sieht? Kann ich mir selbst treu bleiben?  Um Versuchung geht es am Sonntag Invokavit. Von der Versuchung der Schlange - "Ihr werdet sein wie Gott" - bis zu Jesus, der auf subtile Weise versucht wurde. Das Bekenntnis zu ihm und der Blick in die heilige Schrift helfen, in der Versuchung zu bestehen und Gott richtig zu dienen: Hungrige zu speisen, Arme zu bekleiden. Und wenn es schwierig wird: "Ich habe für dich gebeten, dass dein Glaube nicht aufhöre", sagt Jesus zu Petrus.
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DTSTART:20120226
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SUMMARY:Reminiscere
DESCRIPTION:"Du lernst aber auch gar nichts." Manchmal helfen alles Reden und Erklären nichts, kein Vorbild und keine Predigt. Alles Mühen ist umsonst. Die Kinder haben ihren eignen Kopf. Man möchte sie schütteln, aber sie werden nur noch bockiger. Es fällt schwer, da nicht die Geduld zu verlieren.  So geht es Gott mit seinen Menschen, zeigt der Sonntag Reminiszere. Wie der umhegte  Weinberg, der nur saure Trauben hervorbringt, wie die bösen Weingärtner, die sich in Abwesenheit des gütigen Besitzers des Weinbergs bemächtigen und seine Boten töten, verachten sie oft Gottes Willen. Sie meinen zu glauben und handeln doch herzlos und kalt. Sollte Gott da nicht die Geduld verlieren? Doch gerade zu den Sündern ist Jesus Christus gekommen - zur Hoffnung für alle Welt.
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DTSTART:20120304
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SUMMARY:Okuli
DESCRIPTION:"Der Einsatz ist hoch", heißt es nicht nur im Glücksspiel. Manche Entscheidungen im Leben verlangen uns viel ab: Kraft und Energie, Geld und Geduld, Tränen, manchmal auch Trennungen. Und trotzdem würden wir uns wieder genauso entscheiden. Weil es rückblickend richtig war, weil uns die Erfahrung reicher gemacht hat.  Auch bei Jesus ist der Einsatz hoch, das zeigt der Sonntag Okuli. Wer Jesus nachfolgen will, muss verzichten lernen, darf nicht zurückschauen. Wer Gott ernst nimmt, muss Entscheidungen treffen für ein Leben in Liebe und Hingabe. Die Bibel erzählt von Menschen, die Gott bis zum Äußersten gefordert hat: Jeremia, der um Gottes Willen verspottet wird; Elia, der  auf der Flucht zu Tode erschöpft ist. Und doch erfahren gerade sie: Gott ist bei mir. Er macht mich stark.
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DTSTART:20120311
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SUMMARY:Lätare
DESCRIPTION:"Der gewinnt auch dem Schlimmsten noch etwas Gutes ab!" Ein Kopfschütteln, ein leises Bewundern. Manche Leute verbreiten Freude, obwohl sie wirklich nichts zu lachen haben. "Freut euch - allem Leiden zum Trotz!" Mitten in der Passionszeit erklingt dieser Ruf am Sonntag Lätare.  Freuen - warum? Weil schon im Sterben das Leben begriffen ist. Plastisch die Bilder, die Jesus wählt: Nur das Samenkorn, das in die Erde fällt, bringt Frucht. Brot muss verzehrt werden, um stärken zu können. Er selbst ist das Brot für uns, das jetzt schon den Hunger nach Leben stillt. Gottes Zusage gilt: "Es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen, aber meine Gnade soll nicht von dir weichen, und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen, spricht der HERR, dein Erbarmer."
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DTSTART:20120318
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SUMMARY:Judika
DESCRIPTION:"Wer nicht hören will, muss fühlen." Wer sich nicht unterordnet, wer nicht gehorcht, muss oft genug die Konsequenzen tragen. Und doch: Blinder Gehorsam kann zur Katastrophe führen, ziviler Ungehorsam gar geboten sein.  Es ist ein harter Gott und ein blinder Gehorsam, den der Sonntag Judika beschreibt: Ein Gott, der Ungehorsam mit Strafen schlägt und Abrahams Gehorsam grausam auf die Probe stellt. Ein Gott, der Jesus abverlangt, als Opfer in den Tod zu gehen? Dunkel ist dieser Gott und fern. Doch auf der anderen Seite steht Gott, der selbst gehorsam ist, der den Menschen dient und ihnen zum Leben verhilft. Auch hinter der dunkelsten Geschichte scheint das durch: Gott will, dass allen Menschen geholfen wird. Im Vertrauen darauf wird es möglich, sich auf Gott zu verlassen und dem Nächsten zu dienen.
CLASS:PUBLIC
DTSTART:20120325
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SUMMARY:Palmarum / Palmsonntag
DESCRIPTION:Es gibt Momente, in denen ist nichts, wie es scheint. Ein fröhliches Gesicht versteckt tiefe Trauer, wer Härte zeigt, kann auch barmherzig sein, und hinter einer scheinbar so düsteren Zukunft verbirgt sich eine neue Chance. Grenzmomente sind das, unsicher und vage. Erst im Nachhinein deute ich die Zeichen richtig.  Der Palmsonntag führt in eine solche Grenzzeit hinein: Die Hände die eben noch Palmzweige schwingen, sind fast schon zu Fäusten geballt. Das "Hosianna" wird zum gellenden "Kreuzige"-Ruf, fröhliche Gesichter erstarren zu Fratzen. Und doch ist es Jesu Tod am Kreuz, der den Menschen Leben bringt. Sein Weg ins Dunkel war ein Weg ins Licht, heute bekennen wir das. Im Geschlagenen, im Verachteten war Gott ganz nah. Nur wenige erkannten das, wie die Frau, die den Todgeweihten wie einen König salbte.
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DTSTART:20120401
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SUMMARY:Gründonnerstag
DESCRIPTION:Wann habe ich ihn zum letzten Mal gesehen? Welche Worte wurden gesprochen, und was wurde verziehen? Wie wichtig werden diese Fragen, wenn ein geliebter Mensch stirbt. Wohl denen, die Abschied nehmen durften oder gar ein letztes Wort mitbekamen. Sie behalten es ein Leben lang.  Vom letzten Vermächtnis Jesu berichtet der Gründonnerstag. Jesus nimmt sich viel Zeit zum Verabschieden, macht den Jüngern Mut, wäscht ihnen die Füße und gibt ihnen Worte und Zeichen für die Zeit ohne ihn. Und das Vermächtnis lebt. Noch heute bekennen Christen: Im Abendmahl ist Jesus ganz nah, auch nach 2000 Jahren noch. Er gibt uns an seinem neuen Leben Anteil. Ihn ehren wir, wenn wir einträchtig und ohne Trennungen das Brot brechen und den Wein teilen.
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DTSTART:20120405
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END:VEVENT
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SUMMARY:Karfreitag
DESCRIPTION:Wer kann ermessen, wie tief menschliches Leid geht? Hilflos und voller Furcht stehen wir davor. "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" Wer so schreit, fühlt sich ganz allein. Doch Gott weicht dem tiefsten menschlichen Leid nicht aus, davon berichtet der Karfreitag. Er begegnet ihm auf unbegreifliche Art: In Jesus begibt Gott sich selbst kompromisslos in die Nacht hinein. Er wird von Freunden verraten, verspottet, gefoltert und schließlich am Kreuz hingerichtet.  Die ersten Christen bekannten: Jesus ist für unsere Sünden gestorben. Nichts, was wir tun, kann so schlimm sein, dass wir verloren gehen. Aber heute haben immer mehr Menschen Schwierigkeiten damit: Braucht Gott ein Opfer zur Sühne? Er braucht es nicht, aber er ist den Menschen im Leiden ganz nah. Keine Schranken soll es geben zwischen ihm und uns. Zeichen dafür ist das Kreuz, das Himmel und Erde verbindet.
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DTSTART:20120406
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END:VEVENT
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SUMMARY:Osternacht
DESCRIPTION:An der Schwelle zwischen Tod und Leben, Dunkel und Licht wird die Osternacht gefeiert. In dieser Nacht, in der Jesus auferstand, liegen Trauer und Hoffnung, Todesschwärze und das jubelnde Lob der neuen Schöpfung dicht beieinander.  So spannt die Liturgie einen weiten Bogen: von der guten Schöpfung im Anbeginn über die Abwendung des Menschen von Gott, den Auszug aus Ägypten bis hin zur immer neuen Abkehr vom richtigen Weg. All das gipfelt im Kreuz. Ostern, so die Botschaft dieser Nacht, ist ein neues, umwälzendes Befreiungsgeschehen. Mit seiner Auferstehung zerreißt Jesus so viel: unsere Trennung von Gott, unsere Ohnmacht, unseren Tod. "Christ ist erstanden", mit dem Licht, das entzündet wird, erklingt dieser Osterjubel neu - dem Tod zum Trotz.   Tradition: Taufe in der Osternacht
CLASS:PUBLIC
DTSTART:20120407
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END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
SUMMARY:Karsamstag
DESCRIPTION:Wer kann ermessen, wie tief menschliches Leid geht? Hilflos und voller Furcht stehen wir davor. "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" Wer so schreit, fühlt sich ganz allein. Doch Gott weicht dem tiefsten menschlichen Leid nicht aus, davon berichtet der Karfreitag. Er begegnet ihm auf unbegreifliche Art: In Jesus begibt Gott sich selbst kompromisslos in die Nacht hinein. Er wird von Freunden verraten, verspottet, gefoltert und schließlich am Kreuz hingerichtet.  Die ersten Christen bekannten: Jesus ist für unsere Sünden gestorben. Nichts, was wir tun, kann so schlimm sein, dass wir verloren gehen. Aber heute haben immer mehr Menschen Schwierigkeiten damit: Braucht Gott ein Opfer zur Sühne? Er braucht es nicht, aber er ist den Menschen im Leiden ganz nah. Keine Schranken soll es geben zwischen ihm und uns. Zeichen dafür ist das Kreuz, das Himmel und Erde verbindet.
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DTSTART:20120407
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END:VEVENT
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SUMMARY:Ostersonntag
DESCRIPTION:Die erste Liebe oder die Geburt eines Kindes, Rettung aus höchster Gefahr - es gibt Ereignisse, die erfüllen uns mit unaussprechlicher, tiefer Freude. Singen möchte man und jubeln, oder man bekommt kein Wort heraus vor lauter Glück.  Ostern, das ist das Fest purer Freude. Einer Freude, die deswegen so rein ist, weil sie die Tiefen kennt und sie doch bezwungen weiß. Ostern ist das Urdatum der Kirche. Die drei Frauen am Grab, die Jünger, denen der Auferstandene erscheint und Maria Magdalena, sie können nach dem ersten Schrecken nicht schweigen: Jesus lebt! Die Liebe hat den Tod bezwungen. Er hat die letzte Macht über uns verloren. Wer gegen allen Augenschein in diesem Vertrauen lebt, der kann freier handeln, der wird aufstehen gegen alles, was das Leben bedroht. "Tod, wo ist dein Stachel?", fragt der Apostel Paulus zurecht.  Brauchtum: Osterlachen
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DTSTART:20120408
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SUMMARY:Ostermontag
DESCRIPTION:Manchmal sehe ich das Offensichtliche nicht. Die Lösung, die zum Greifen nah ist, einen Menschen, der Hilfe bringt. Da müssen mir erst die Augen aufgehen.  Auch für die Gegenwart Jesu sind wir oft blind, das zeigt der Ostermontag.  Meilenweit wandern zwei Jünger neben dem Auferstandenen nach Emmaus, bevor sie ihn erkennen. Erst als er das Brot mit ihnen bricht, gehen ihnen die Augen auf. Es ist so viel leichter, an den Tod zu glauben, als an das Leben, auch heute noch. Doch mit Jesu Auferstehung ist jedem Einzelnen das Leben verheißen, auch nach dem Sterben. Die alttestamentliche Vision von Gott, der den Tod zerstört - in Jesus wird sie Wirklichkeit. Wer daran glaubt, für den gibt es keine Hoffnungslosigkeit.
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DTSTART:20120409
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SUMMARY:Quasimodogeniti
DESCRIPTION:"Ich glaube nur, was ich sehe", sagen viele. Was ich mit dem Verstand fassen kann, was ich be-greifen kann, nur das hat Bestand. Auferstehung? Das passt da nicht hinein.  Auch viele Jünger konnten die Botschaft von der Auferstehung Jesu zunächst nicht glauben. Wo war der Beweis? Wo die logische Erklärung? Der erste Sonntag nach Ostern (Quasimodogeniti) erzählt davon, wie Jesus den Zweiflern und Skeptikern entgegenkam, sich anfassen ließ und gemeinsam mit ihnen aß. So konnten sie später auch glauben, was sie nicht sahen: die unsichtbare Gemeinschaft mit Christus. Schon jetzt haben Christen Anteil an seinem, dem neuen Leben. Darf man das glauben? "Selig sind, die nicht sehen und doch glauben", sagt Jesus.
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DTSTART:20120415
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SUMMARY:Misericordias Domini
DESCRIPTION:Manchmal wünsche ich mir das: Einen, der für mich sorgt, der mir den rechten Weg zeigt und mich unbeschadet durch Gefahren führt, einen, der meinen Durst nach Leben stillt und nach mir sucht, wenn ich verloren gehe. Jesus, der "gute Hirte" steht im Zentrum des zweiten Sonntags nach Ostern. Das Urbild des Schäfers spricht Kinder wie Erwachsene an. Das neue Testament bekennt Christus als den guten Hirten, der das Verlorene nicht aufgibt und der sein Leben für das ihm Anvertraute lässt. Jeder einzelne zählt. Die biblischen Texte warnen aber auch vor schlechten Hirten, die nur an ihr eigenes Wohl denken, bei Gefahr davonlaufen und das Schwache nicht stärken. Da gilt es, sich an den guten Hirten zu halten und nach seinem Beispiel selbst auf andere zu achten.
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DTSTART:20120422
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SUMMARY:Jubilate
DESCRIPTION:Jubilate - Jubelt! Wie leicht ist es, im Frühjahr in den Jubel der wiedererwachenden Natur einzustimmen. Ihr Wiederaufblühen wird in der Osterzeit zum wunderbaren Sinnbild der Auferstehung.  Schöpfung und neues Leben sind Themen des Sonntags Jubilate. Er erzählt von der guten Schöpfung am Anfang, aber auch von ihrer Vorläufigkeit. Auch Christen sind der Vergänglichkeit unterworfen. Und doch haben sie bereits eine Ahnung von neuem Leben. Denn Jesus ist auferstanden. Für den, der daran glaubt, hat der Tod seine Endgültigkeit verloren. Neu zu werden ist möglich, auch hier und heute. Wer an dieser Hoffnung festhält, dem wächst Stärke zu. Denn wie der Weinstock seinen Trieben Kraft gibt, so haben auch Christen ihren Halt in Christus und können sich immer wieder zum Leben rufen und erneuern lassen.
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DTSTART:20120429
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SUMMARY:Kantate
DESCRIPTION:Der ausgelassene Tanz, das Lied, das Trauernden die Tränen löst, das Pfeifen im Dunkeln und die Arie, die tief ins Herz dringt - Musik lässt niemanden unbewegt. Evangelische Frömmigkeit wäre nicht denkbar ohne sie. Um Musik und Gesang drehen sich die biblischen Lesungen am Sonntag Kantate (Singt!): Der erleichterte Dank der Geretteten, das mächtige Loblied der Werke Gottes und der mutige Gesang, der Kerkermauern sprengt - sie alle vereinen sich zu einem vielstimmigen Lob Gottes. Kein Bereich des Lebens soll von diesem Lob ausgeschlossen sein, keiner ist zu gering für diese Musik. Je mehr unser Leben zum Gesang wird, desto stärker wird uns dieses Lied verändern zu liebevolleren und dankbaren Menschen.
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DTSTART:20120506
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SUMMARY:Rogate
DESCRIPTION:Wie komme ich in Kontakt mit Gott? Bleibt nicht ungehört, was ich zu ihm spreche? Vielen Erwachsenen fällt das Beten schwer. Andere erleben es als befreiend, ihr Herz auszuschütten oder in der Stille Gott zu suchen.  Der Sonntag Rogate (Betet!) ermutigt zum Gebet. Auch Jesus hat immer wieder dazu aufgerufen. Vielfältige Formen des Betens finden sich schon in der Bibel: Das stürmische  und unnachgiebige Gebet, das Gott drängt wie einen Freund, das stellvertretende Einstehen für andere und der Dank. Jesus verspricht, dass wer in seinem Namen bittet, bei Gott nicht auf taube Ohren stößt. Und er lehrt seine Jünger das Gebet, das alle anderen umfasst: das Vaterunser. Es müssen nicht viele Worte sein. Dieses ist genug. Es führt zum Hören auf Gott. Nicht unser, sondern Gottes Wille soll geschehen.
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SUMMARY:Christi Himmelfahrt
DESCRIPTION:"Hier ist der Himmel auf Erden", sagen wir in Momenten, in denen es uns rundum gut geht. Was ist der Himmel? Die unendlich blauen Weiten über uns oder die scheinbar zeitlosen Sekunden, in denen wir glücklich sind?  Wenn wir Christi Himmelfahrt feiern, erinnern wir an den Abschied Jesu von seinen Jüngern 40 Tage nach seiner Auferstehung. Er kehrt zurück zu Gott. Seit dieser Zeit ist für Christen der Himmel dort, wo Jesus Christus ist. Zwischen Himmel und Erde leben sie. Und doch: "Was steht ihr da und schaut in den Himmel?" Die Frage an die Jünger gilt auch uns. Im Hier und Jetzt, in unserer Gegenwart können wir etwas vom Himmel erfahren: in dem Glanz auf den Gesichtern unserer Mitmenschen, in Momenten der Freude und der Liebe, in denen wir eins sind mit Gott und Menschen.
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SUMMARY:Exaudi
DESCRIPTION:Manchmal wird mir der Abschied schwer: Wenn ich dem Zug hinterher blicke oder hinter der Absperrung am Flughafen stehe. Noch viel schwerer ist es, wenn ich nicht weiß, ob wir uns wiedersehen werden. Den Abschied Jesu von seinen Jüngern beschreibt der Sonntag Exaudi (Erhöre!). Seit seiner Himmelfahrt ist Jesus nicht mehr sichtbar bei ihnen. Es liegen harte Tage vor ihnen. Doch Jesus lässt sie nicht allein. Auf andere Art wird er ihnen nahe sein: in ihren Herzen, als nie versiegende Quelle der Kraft. In einem neuen Geist werden sie Jesus erkennen. Das ist kein Ersatz für seine Anwesenheit, aber ein Trost. Noch heute lebt dieser Geist unter uns: Wo nach Gottes Willen gefragt wird, wo Liebe unser Handeln prägt, da wird er spürbar. Aber auch dort, wo wir verzagen, wo uns der Hals zugeschnürt ist, ist er uns tröstend nahe und bringt unsere Anliegen vor Gott.
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SUMMARY:Pfingstsonntag
DESCRIPTION:Dass ich andere nicht verstehe, das erlebe ich so oft: In fremden Ländern, bei Fachgesprächen oder wenn ich an anderen vorbeirede. Das Gegenteil geschieht an Pfingsten. Jünger, die gerade noch mutlos waren, überkommt eine große Kraft, wie ein Sturmwind. Bewegt vom Heiligen Geist sprechen sie von Jesus Christus, und das Wunder geschieht: Jeder kann sie in seiner eigenen Sprache verstehen. Viele lassen sich taufen: Die Kirche ist geboren. Pfingsten lädt ein, darüber nachzudenken, welche Sprache wir sprechen: die Sprache der Angst oder die der Liebe. Der Pfingstgeist hält Jesus unter uns lebendig. Es ist ein Geist, der Menschen verbindet und nicht trennt, der befreit und nicht einengt, ein Geist, der uns die Augen öffnet für Unrecht und uns den Mund auftut für die Wahrheit.
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SUMMARY:Pfingstmontag
DESCRIPTION:Die eine kann gut lesen und der andere hat einen guten Geschmack. Diese kann gut zuhören und jener hat einen wachen, kritischen Verstand. So bunt und vielfältig wie die Menschen sind die Begabungen in den christlichen Gemeinden. 
Die praktischen Auswirkungen des Heiligen Geistes hat der Pfingstmontag im Blick. Da ist Petrus, der, bewegt von Gottes Geist, erkennt, dass Jesus der Messias ist. Da sind jene, die ihre Erfahrungen mit Gott weitergeben, und andere, die die Zeichen der Zeit erkennen. Alle Gaben aber vereint ein Geist: die Kraft, die von Jesus Christus ausgeht und die der Liebe und dem Aufbau der Gemeinde dient. 
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SUMMARY:Trinitatis
DESCRIPTION:Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist, der eine Gott in drei Personen - viele tun sich damit schwer. Drei in einem - wie soll das gehen?  Am Sonntag Trinitatis feiern Christen das Fest der Dreieinigkeit Gottes - einer theologischen Idee, die schwierig ist und doch viel über das Wesen Gottes aussagt. Gott ist umfassender, als ein Mensch begreifen kann. Aber er lässt sich auf eine Geschichte mit den Menschen ein und offenbart ihnen mit der Zeit immer mehr von sich: Als Vater erwählt sich Gott ein Volk, als Sohn  nimmt er sich des Schicksals aller Menschen an, bezieht schließlich in jedem einzelnen Wohnung: als Begeisterung, als Tröster und als Liebeskraft. Gott ist reine Beziehung - zu der Welt und in sich selbst. Niemand ist von seiner Gegenwart ausgeschlossen. Gott kann und will nicht für sich sein. Ein Ausdruck dafür ist seine Dreieinigkeit.
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DTSTART:20120603
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SUMMARY:1. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Die einen predigen Gesundheit oder Erfolg, andere Reichtum oder Schönheit. Im Dschungel der fast unbegrenzten Sinnangebote kann man sich leicht verlaufen: Welche Heilsversprechen führen in die Irre? Welche der mir angebotenen Wege führen wirklich zum Leben, sind von Gott? Der 1. Sonntag nach Trinitatis ermuntert dazu, achtsam zu bleiben für die Stimme Gottes zwischen den vielen Stimmen um uns. Dazu gibt es Hörhilfen: Die Worte und Werke Jesu, das Zeugnis von Mose und den Propheten, ein Bekenntnis, das an Gott allein festhält. Alle weisen den einen Weg: den Weg der Liebe, die sich furchtlos und freigiebig dem anderen zuwendet.
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DTSTART:20120610
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SUMMARY:2. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:"Tut mir Leid, keine Zeit" - eine Absage, schnell und achtlos dahingesagt, manchmal später bereut. Wer kennt das nicht? Wenn Gott einlädt zum Fest des Lebens, dann gibt er überfließend und umsonst. Dann gilt seine Einladung allen: Wohlhabenden und Armen, Nahestehenden und Fernen, Glaubenden und Zweifelnden. Gut für die, die keine Entschuldigung vorschützen und keine Ausflüchte suchen. Der 2. Sonntag nach Trinitatis ermuntert dazu, Gottes Einladung nicht auszuschlagen, sondern sich an seinen Tisch rufen zu lassen - in eine bunt gemischte Gemeinschaft, in der sich niemand profilieren muss, sondern in der ein Klima der gegenseitigen Achtsamkeit und Wertschätzung, Offenheit für Außenstehende und Nachsicht gegen Schwächere herrscht.
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DTSTART:20120617
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SUMMARY:Tag d. Geb. Johannes d. Täufers
DESCRIPTION:In manchen Familien häufen sich die berühmten Persönlichkeiten. „Früher war ich immer der Sohn meines Vaters, heute bin ich der Vater meines Sohnes“ hat der Vater des Komponisten Felix Mendelssohn-Bartholdy und der Sohn des Philosophen Moses Mendelssohn, Abraham Mendelssohn-Bartholdy immer wieder erzählt. Ähnlich ist es in der Familie Jesu: Sein älterer Cousin, Johannes, hat schon vor Jesus Berühmtheit erlangt. Er ist der Vorläufer, der Wegbereiter, der Täufer – eine schillernde, streitbare Persönlichkeit. Am Festtag der Geburt Johannes des Täufers stehen seine Person und sein Leben im Mittelpunkt – die wundersame Ankündigung seiner Geburt und seine Beziehung zu Jesus Christus, in dessen Schatten er immer mehr tritt. Dies macht der Wochenspruch aus dem Johannesevangelium sehr deutlich: „Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen.“ (Joh 3,30)
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SUMMARY:3. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Manchmal stehe ich da und möchte die Zeit zurückdrehen: Mein verletzendes Wort, meine falsche Entscheidung, meine Unachtsamkeit… "Wenn man es doch ungeschehen machen könnte!" Es ist schmerzlich, wenn das nicht gelingt. Was bei Menschen oft nicht mehr geht, bei Gott ist es möglich - das ist die Botschaft des 3. Sonntags nach Trinitatis. Gott will nicht, dass Menschen verloren gehen. Er lässt sie ihre Wege suchen und ihre Fehler machen: Das Schaf, das auf Abwege gerät den Zöllner Zachäus, der den Menschen das Geld aus der Tasche zieht, und den Sohn, der es zu Hause nicht mehr aushält. Doch wie der gute Vater lässt Gott sie nicht fallen: Er wartet, geht entgegen, feiert ein Fest für den wieder gefundenen Sohn.  Eindringlich klingt die Mahnung des Propheten: Wagt umzukehren! Ihr könnt zurück, wenn ihr nur wollt.
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DTSTART:20120624
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SUMMARY:4. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Sympathisch oder unsympathisch? Innerhalb weniger Sekunden ist die Entscheidung gefällt. Auch mit dem moralischen Urteil geht es sehr schnell. Wir "wissen" meist sehr gut, was verwerflich ist, und tun lautstark oder subtil unsere Verachtung kund. Vorsicht vor solchen Urteilen!, warnt der 4. Sonntag nach Trinitatis. Denn es gibt niemanden, der ohne Fehler ist, der nicht immer wieder der Großzügigkeit und der Nachsicht bedarf. Einzig Gott ist es, der richten kann. Darum ermutigt Jesus zum Vergeben: Wer aus dem Bewusstsein lebt, dass Gott ihm barmherzig entgegenkommt, der kann versuchen, versöhnt zu leben, wie Josef, der seinen Brüdern nach langer Zeit das Unrecht verzeiht, das sie ihm angetan haben.
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DTSTART:20120701
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SUMMARY:5. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:"Kommt und seht!" Diese Einladung Jesu gilt uns heute wie den Jüngern vor 2000 Jahren. Von Menschen, die sich in Gottes Dienst rufen ließen, erzählt der 5. Sonntag nach Trinitatis. Der Nomade Abraham, der auf Gottes Wort hin auszieht, und die Fischer, die ihre Netze zurücklassen, Paulus, der durch die Botschaft des Auferstandenen zum Apostel wird  - sie alle sind bereit, Altes aufzugeben und mit Gott neue Wege zu gehen. Selbst wenn es unvernünftig scheint.  Das ist riskant, denn oft müssen sie Unverständnis und Spott ihrer Umgebung und den Widerspruch ihrer eigenen Familien ertragen. Doch sie dürfen sehen: Die übervollen Netze sind erst der Anfang unzähliger wunderbarer Erfahrungen. Wer Jesus folgt, entdeckt immer tiefer, wo Gott auf Erden Wohnung nimmt.
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DTSTART:20120708
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SUMMARY:6. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Die meisten waren so klein, dass sie sich heute nicht mehr daran erinnern können. Und trotzdem wurde damals ein Fundament für das ganze Leben gelegt. Der 6. Sonntag nach Trinitatis steht ganz im Zeichen der Taufe. Er erinnert an den Auftrag Jesu, Menschen zu taufen und an das Geschenk, das am Beginn des Lebens als Christ und Christin steht:  Jesu Leben, Sterben und Auferstehen gilt mir, mein Leben ist vor Gott rein und gut. Über meinem Leben steht die Zusage: "Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!" Viele Gemeinden taufen an diesem Sonntag oder feiern ein Taufgedächtnis.
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DTSTART:20120715
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SUMMARY:7. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Ich habe so viel - und trotzdem bin ich manchmal ganz leer. Ich werde täglich satt, und trotzdem habe ich einen ungeheueren Durst nach mehr. Ich sehne mich nach etwas, das ich nicht beschreiben kann… Dass Gott körperlichen und seelischen Hunger stillt - davon erzählen die Lesungen des 7. Sonntag nach Trinitatis, der aus verschiedenen Perspektiven das Abendmahl beleuchtet.  Essen und Trinken, Zusammensitzen und Feiern gehören zum christlichen Glauben. Jesus nahm die natürlichen Bedürfnisse der Menschen ernst, sättigte Tausende mit fünf Broten und zwei Fischen und saß mit unterschiedlichsten Menschen zu Tisch. Im Abendmahl setzen Christen von Anfang an diese einträchtige Tischgemeinschaft fort und nehmen die Zeit vorweg, in der der Hunger nach wahrem Leben gestillt sein wird.
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DTSTART:20120722
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SUMMARY:8. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Was ich tue oder unterlasse, was ich sage und plane, ist nicht gleichgültig. Wer vom Glauben an Jesus angesteckt ist, der weiß: Ich bin verantwortlich. Mein Leben kann etwas verändern. Wie ein Stein, der ins Wasser fällt, oder wie ein Funke, der überspringt, setzt die frohe Botschaft von Jesus Christus Menschen in Bewegung.  So spricht der 8. Sonntag nach Trinitatis von den Auswirkungen des Glaubens: Als Licht der Welt und Salz der Erde werden Christen in der Welt nicht unbemerkt bleiben und oft genug auch darin anecken. Als Wohnstätten für Gottes Geist werden sie sorgsam und besonnen mit ihrem Körper umgehen. Von Gottes Licht berührt, werden sie selbst wie Kirchenfenster leuchten und das Dunkle meiden.
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DTSTART:20120729
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SUMMARY:9. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Welche Sicherheiten habe ich? Womit kann ich rechnen? Oft ist mir mein Leben undurchsichtig, und die Welt um mich verändert sich schnell. Dann will ich nichts riskieren, einfach nur dahinleben… Doch der 9. Sonntag nach Trinitatis beunruhigt: Wer sich auf Gott einlässt, muss auf Überraschungen gefasst sein - wie Paulus, dessen Werte durch die Begegnung mit Jesus auf den Kopf gestellt werden, wie Jeremia, der sich für zu jung hält und trotzdem zum Propheten berufen wird, wie der Mann, der auf einen Schatz stößt und spontan seinen ganzen Besitz dafür verkauft.  Nur wer etwas riskiert, wer seine Gaben Gott und den Menschen zur Verfügung stellt, wird letztlich reich dastehen. Welch ein Paradox: Nur wer sich nicht auf weltliche Sicherheiten verlässt, dessen Lebenshaus steht auf festem, sicherem Grund.
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DTSTART:20120805
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SUMMARY:10. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Israel - ein von Konflikten gebeuteltes Land. Eine grauenvolle Geschichte, die Deutschland und Israel trennt und verbindet. Israel - Ursprung des Christentums, verachtet und idealisiert, bewundert und verfolgt. All diese Facetten spielen am "Israelsonntag" eine Rolle. Er erinnert seit dem 16. Jahrhundert an den Gedenktag der Zerstörungen des Jerusalemer Tempels.  Freilich wurde er in seiner Geschichte sehr unterschiedlich begangen: Während in der Vergangenheit die Überlegenheit des Christentums demonstriert wurde, stehen heute die Trauer über das Unrecht, das den Juden angetan wurde, sowie die heutigen guten Beziehungen zwischen Juden- und Christentum im Vordergrund. Auch wenn wir nicht wissen, was Gottes Plan mit den beiden Religionen ist, so bleibt Israel doch Gottes auserwähltes Volk.
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DTSTART:20120812
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SUMMARY:11. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:"Mein Haus, mein Auto, mein Boot" - auch wenn ich nicht so dick auftrage, habe ich doch gern etwas vorzuweisen: einen sicheren Arbeitsplatz, eine intakte Partnerschaft oder wohl geratene Kinder. Vor Gott zählen solche "Errungenschaften" nichts. Es gibt nichts, womit ich mich vor ihm brüsten könnte, zeigt der 11. Sonntag nach Trinitatis, weder mit meinem Erfolg, noch mit meinem Glauben.  Gerade diejenigen, die wissen, dass sie vor Gott nichts vorzuweisen haben, und sich ganz auf ihn verlassen, denen wendet er sich zu. Jesus lässt sich von Zöllnern einladen und von einer Prostituierten salben. Gerade sie können seine Zuneigung schätzen und mit Liebe antworten. Wir können Gottes Liebe nicht verdienen, nur dankbar empfangen.
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DTSTART:20120819
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SUMMARY:12. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Manchmal verstumme ich vor dem Leid anderer Menschen. Manchmal stehe ich wie gelähmt vor den Herausforderungen für unsere Welt. Manchmal verschließe ich meine Augen vor den Bildern, die täglich über den Fernseher auf mich einströmen und meine Ohren vor den Klagen Verzweifelter. Manchmal verschließe ich mein Herz…  Von Jesus, der Menschen Augen und Ohren aufschließt, von der Vision einer Welt ohne Leid und Krankheit, von dem Ende jeder Ungerechtigkeit spricht der 12. Sonntag nach Trinitatis. Aber er geht noch weiter: Er erzählt von Menschen, die, angeregt vom Beispiel Jesu, selbst andere aus der Erstarrung holen. Menschen werden auf vielfältige Weise von Jesus berührt und verbreiten sein Lob - und bauen nach ihren Kräften mit an Gottes Reich.
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DTSTART:20120826
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SUMMARY:13. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:"Man kann doch nicht einfach so zusehen" - leider doch. Jahr für Jahr sterben Menschen, weil andere wegschauen, schweigen, abwarten. Der Mensch ist "seines Bruders Hüter", trägt Mitverantwortung für ihn, sagt der 13. Sonntag nach Trinitatis. Wer an Jesus Christus glaubt, den kann die Not anderer Menschen nicht unberührt lassen. Der greift nach seinem   Vermögen zu und hilft, selbst wenn es ihm Nachteile einbringt.  Wer so nach Gottes Willen handelt, den bezeichnet Jesus als Schwestern und Brüder. Doch wer ein so weites Herz nicht hat, wer eine solche Liebe für den Nächsten nicht aufbringen kann, hat noch wenig von Gott begriffen. Denn Gott ist in der Liebe machtvoll gegenwärtig. Und wenn die Kraft dazu nicht reicht? Gottes Liebe bleibt unerschöpflich.
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DTSTART:20120902
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SUMMARY:14. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Immer wieder das Gleiche: Wenn es mir schlecht geht, dann vergesse ich zu gerne, wie viel Gutes mir schon in meinem Leben geschenkt wurde. Geht es mir aber wieder gut, dann kommt es mir selbstverständlich vor. Der 14. Sonntag nach Trinitatis hilft dem Gedächtnis auf die Sprünge und öffnet die Augen dafür, von wem all das Gute kommt, mit dem wir beschenkt sind: "Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat".  Wer dankbar lebt, der ist nicht nur glücklicher, der lebt auch in Gottes Geist. Der Geist, der es uns erlaubt, kindlich zu Gott zu beten und von ihm Gutes zu empfangen, weckt auch die Erinnerungen an die Wohltaten Gottes. Der öffnet auch dem Geheilten den Mund zu Gottes Lob.
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DTSTART:20120909
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SUMMARY:15. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Oft wächst mir mein Leben über den Kopf. Ein dickes Paket von Sorgen scheint mich niederzudrücken. Um meine Zukunft, meine Kinder, anstehende Entscheidungen. Und dann die vielen Fragen: Werde ich gut ankommen? Wie schaffe ich das enorme Arbeitspensum? Was soll ich sagen? Was anziehen? Manchmal raubt mir das den Schlaf.  Doch vieles erweist sich nach Wochen als unbegründet. "Sorgt euch doch nicht so viel" - dieses Wort Jesu steht über dem 15. Sonntag nach Trinitatis. Der Gott, der in der Schöpfung für seine Menschen reich gesorgt hat, der wird sich auch weiter um sie kümmern - auch durch andere. Im Vertrauen darauf könnten sie das Sorgen aufgegeben und frei werden für ein Leben, das sich nur auf Gott verlässt. Ja, wenn der Glaube nur größer wäre!
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DTSTART:20120916
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SUMMARY:16. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Das unschuldige Sterben eines Kindes, eine Naturkatastrophe, die tausende Leben auslöscht, ein Völkermord, der den Atem nimmt - Gründe zum Zweifeln angesichts des Todes gibt es genug. Dem stellt der 16. Sonntag nach Trinitatis das Angreifbarste und Wichtigste des christlichen Glaubens entgegen: Wir mögen hier und jetzt den Tod erleiden - durch Christus verliert der Tod seine Macht. Schon zu Jesu Lebzeiten geschah das, als er Menschen dem Tod abrang, und noch viel mehr durch sein Sterben und Auferstehen.  Aus der Hoffnung heraus, dass der Tod nicht das letzte Wort hat, könnten Christen mutiger und weitsichtiger in Liebe leben. Sich daran zu halten und darauf zu vertrauen, dass Gottes Güte mächtiger ist als der Tod, dazu ermutigt dieser Sonntag.
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DTSTART:20120923
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SUMMARY:Michaelistag
DESCRIPTION:Sie sind klein und pummelig oder schlank mit langem blondem Haar, sie hängen in Autos oder am Schlüsselbund: Engel haben Hochkonjunktur.  Der Michaleistag, der Gedenktag des Erzengels Michael und aller Engel, wird in der evangelischen Kirche selten begangen. Dennoch spielen auch hier die Himmelswesen eine wichtige Rolle. Aber niedlich sind die biblischen Engel keineswegs. Als machtvolle Boten, die dem Bösen widerstehen, als Gottes "Heerscharen" treten sie auf: Michael, der mit dem Teufel kämpft, der Engel, der aus dem Gefängnis führt und der Gottesgesandte, der unsichtbar, aber gewaltig, vom falschen Weg abbringt. Auch von Schutzengeln weiß die Bibel zu berichten. Eines jedoch wird ganz deutlich. Die Engel haben keine eigene Macht. Sie sind Diener, die durch ihren Auftrag zu Himmelsboten werden.   Nach dem Michaelistag richtet sich in der evangelischen Kirche der Termin des Erntedankfestes.
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DTSTART:20120929
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SUMMARY:17. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Glaube? Da fällt mir meine Großmutter ein, die jeden Tag den Abendsegen sprach. Oder der Junge, der fest hofft, dass Gott seine Mama gesund machen wird. Und so viele Männer und Frauen, die im Vertrauen auf Gott ihre Grenzen überschritten: Hilfsprojekte starteten, Widerstand leisteten oder anderen Mut machten. Glaube ist nichts Abstraktes. Er wird gelebt.  So erzählt der 17. Sonntag nach Trinitatis Glaubensgeschichten: Eine "Ungläubige" überwindet Jesu Ablehnung mit ihrem Glauben. Ein Vater bittet um Hilfe für seinen kranken Sohn. Ein Blinder wird sehend und bringt sich mit seinem Glauben in Schwierigkeiten. Beispiele dafür, wie der Glauben Menschen verändern kann. Und wenn das mit dem Vertrauen nicht geht? "Ich glaube, hilf meinem Unglauben!", bittet der Vater.
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DTSTART:20120930
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SUMMARY:Erntedank
DESCRIPTION:Der Riesenkürbis und die volle Ähre, die Honigwabe und das Brot - im reich geschmückten Erntealtar kommen Fülle der Natur und Früchte der Arbeit recht zur Geltung. Doch wir ernten mehr: Nahrung und Kleidung, jedes Wachsen und Gedeihen in Partnerschaft und Familie, große und kleine Erfolge im Beruf - da ist so viel, wofür wir danken können.  Das Erntedankfest gibt der Dankbarkeit Raum und wendet sie hin zu Gott. Wer dankt, sieht nichts als selbstverständlich an und weiß sich von Gott reich beschenkt. Ängstliches Sammeln und übermäßiges Sorgen ist ihm fremd. Gottes Großzügigkeit steckt an. So lenkt der Sonntag den Blick über den eigenen Tellerrand hinaus und ruft zum verantwortungsvollen Teilen von Besitz und Ressourcen auf. Wer so geben kann, dessen Quellen werden nie versiegen.
CLASS:PUBLIC
DTSTART:20121007
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SUMMARY:19. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Es gilt als bewiesen, dass Christen gesünder sind als andere Menschen. Sie haben weniger psychischen Stress, heißt es, und bessere Wege der Verarbeitung. Seelische Belastungen können krank machen. Sehr sensibel reagiert unser Organismus auf unsere inneren Nöte. Der 19. Sonntag nach Trinitatis schafft einen Zusammenhang zwischen seelischer Entlastung und körperlicher Heilung. Gottes immer neue Zuwendung ist es, die den Menschen gesund  macht. Jesus vergibt einem Gelähmten seine Sünden, bevor er ihn heilt. So sollen  auch christliche Gemeinden für Kranke beten und Sünden vergeben.  "Willst du gesund werden?" Diese nur scheinbar absurde Frage trifft. Ist es nicht leichter, im Alten zu verharren? Bin ich bereit, mich von Gott anrühren zu lassen - wenn ich dabei mein Leben ändern und ein neuer Mensch werden muss?
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DTSTART:20121014
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SUMMARY:20. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Was ist richtig? Was ist falsch? In einer Welt, in der ich oft nur Grautöne sehe, hätte ich das gerne: Klare moralische Grundregeln und Verhaltensmaßstäbe, an denen ich mich ausrichten kann. Der 20. Sonntag nach Trinitatis kommt diesem Bedürfnis nach: "Es ist dir gesagt Mensch, was gut ist", du kannst erfahren, wie richtiges Leben aussehen kann.   Es gibt die Bibel, die einen würdigen und respektvollen Umgang miteinander lehrt, und Institutionen wie die Ehe, die das  Zusammenleben zweier Menschen gut ordnet. Über allen Ordnungen steht jedoch das Wohlergehen des Menschen. Werden Regeln sklavisch angewandt und dazu benutzt, Menschen zu demütigen, dann bewirken sie das Gegenteil, dann entsprechen sie nicht mehr dem christlichen Geist der Liebe und der Freiheit.
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DTSTART:20121021
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SUMMARY:21. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Frieden schaffen ohne Waffen! In unserer Zeit wird das immer wieder in Frage gestellt. Müssen Christen angesichts der Terrorgefahr nicht auch zur Aufrüstung mahnen?  Der 21. Sonntag nach Trinitatis empfiehlt einen ganz anderen Widerstand: die Wahrheit beim Namen zu nennen und für den Frieden einzutreten. Das ist kein feiges Hinnehmen, sondern eine mutige Entscheidung, mit anderen Waffen zu kämpfen: Mit dem Gebet für das Wohlergehen der Eroberer und mit der Bereitschaft, das Böse mit Gutem zu überwinden.  Manche meinen, das gelte nur im Privaten. Doch käme nicht mancher Konflikt erst gar nicht auf, wenn Gerechtigkeit geschähe?  Liefe nicht manche Aggression ins Leere, wenn sie durch Freundlichkeit entkräftet würde? Verständlich, dass diese Botschaft immer wieder zu Dissonanzen führt, auch unter Christen.
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DTSTART:20121028
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SUMMARY:Reformationsfest
DESCRIPTION:Wo komme ich her? Wo liegen meine Wurzeln? Am 31. Oktober besinnen sich lutherische Christen auf ihre Herkunft: Am Reformationstag feiern sie Bekenntnis- und Geburtstag der evangelischen Kirche zugleich.  An die Geschichte des hartnäckigen Mönchs, der mit wehender Kutte seine 95 Thesen an die Wittenberger Schlosskirche nagelt und damit ganz Europa in Aufruhr versetzt, erinnert dieser Tag. Martin Luther war kein Heiliger, aber ein Mensch, der mit seiner Standhaftigkeit, seinem brennenden Fragen nach Gott und seinem mutigen Einstehen für seinen Glauben die Kirche tief geprägt hat. Nach seinem Bespiel arbeiteten viele Christen an der Erneuerung der Kirche und tun es heute noch. So fragt der Reformationstag auch nach gegenwärtigen Missständen und nach der Kirche, die sich immer wieder reformieren muss.
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DTSTART:20121031
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SUMMARY:22. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Manchmal spiele ich die Gekränkte und ziehe mich beleidigt zurück. Dabei bin ich selbst um keinen Deut besser als mein Gegenüber. Aufrechnen und Anklage, Zank und Rechthaberei, all das gibt es auch unter Christen. "Habt ihr das denn nötig?" fragt der 22. Sonntag nach Trinitatis. Euch ist so viel geschenkt, wie könnt ihr noch so kleinlich sein? Ihr habt Vergebung erfahren, wie könnt ihr dann so unversöhnlich leben?  Auch wenn wir wissen könnten, was gut und richtig ist - Gottes gutes Werk mit uns hat erst angefangen. Noch werden wir immer wieder Streit schlichten und einander vergeben müssen. Noch werden wir immer wieder rückfällig werden und uns selbst dafür hassen. Doch Gott sieht uns jetzt schon so, wie wir einst sein werden: Gut und gerecht vor ihm. Vielleicht gelingt es uns ja schon heute, ab und zu so zu leben.
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DTSTART:20121104
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SUMMARY:Drittl.S.d.Kj.
DESCRIPTION:"Die Erkenntnis traf ihn wie ein Blitz" - viele erfahren das. Als hätte sich ein Schleier gehoben, sehen wir plötzlich klar. Mit ähnlichen Bildern beschreibt die Bibel Jesu Wiederkommen. Unvermittelt, dennoch unmissverständlich bricht Gottes Gegenwart in unsere Welt - Hoffnung für alle, die unter der Vergeblichkeit ihres Tuns und ihrer Begrenztheit leiden.  Der drittletzte Sonntag im Kirchenjahr mahnt zur Wachsamkeit und zur entschiedenen Ausrichtung auf Jesus Christus. In seinem heilenden Wirken und seiner Macht über den Tod ist Gottes Wirklichkeit in unsere Welt eingebrochen. Die Bitte um sein erneutes Eingreifen in unser Leben wird nicht unerhört bleiben. Wo Menschen in seinem Geist leben, da kann immer wieder flüchtig Gottes Reich aufblitzen.
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DTSTART:20121111
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SUMMARY:Vorletzter Sonntag d. Kj.
DESCRIPTION:Wer kennt sie nicht, die Gerichtsdarstellungen mittelalterlicher Kathedralen? Die Zeiten, in denen grässliche Fratzen uns Furcht einflößten, sind Gott-sei-Dank längst vorbei. Und doch spricht die Bibel vom Jüngsten Gericht. Nicht nur wegen der Opfer, denen zu Lebzeiten kein Recht widerfuhr, ist der Gedanke unverzichtbar. Wer gerichtet wird, wird neu ausgerichtet auf den Weg der Barmherzigkeit und der Liebe. Das kann schmerzhaft sein.  Aber, so vermittelt dieser vorletzte Sonntag im Kirchenjahr, es ist auch eine Erlösung für uns und alle, die unter unserem Tun leiden. Denn es bringt ans Tageslicht, wie wir eigentlich sein sollten: heil und gut. Christen können mit der ganzen Kreatur auf dieses Gericht hoffen, denn sie wissen um die Freundlichkeit ihres Richters. Von dieser Erwartung her können sie auch ihr Leben heute barmherziger gestalten.
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DTSTART:20121118
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SUMMARY:Buß-und Bettag
DESCRIPTION:Ich ahne, dass ich meine rastlose Lebensweise ändern müsste und ignoriere es. Ich tue anderen Unrecht, aber ich gestehe es mir nicht ein. Zur Ehrlichkeit mit mir selbst, zu einem wahrhaftigen, aber gütigen Blick auf meine Schwächen ruft der Buß- und Bettag auf. Kein Mensch ist vollkommen, jeder macht Fehler. Geduldig wartet Gott auf unsere Einsicht und darauf, dass wir zurückkehren auf den Weg der Gerechtigkeit, der Liebe und Achtsamkeit – uns selbst zuliebe. Doch Umkehr kommt nicht von allein. So erinnert der Buß- und Bettag daran, dass ich an jedem Tag umkehren kann und muss. Buße betrifft nicht nur den Einzelnen: Auch der Gemeinschaft tut Besinnung gut. Als öffentlicher Feiertag bietet der Buß- und Bettag der Gesellschaft die Gelegenheit, innezuhalten, den eingeschlagenen Kurs zu überprüfen und, wenn nötig, zu korrigieren.
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DTSTART:20121121
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SUMMARY:Totensonntag
DESCRIPTION:Oft träume ich von einer Welt ohne Leiden und Schmerz, ohne Trennung und Tränen, eine Welt, in welcher der Tod seinen Schrecken verliert. Ein neuer Himmel und eine neue Erde, Gott, der mitten unter den Menschen wohnt - in den schönsten Bildern beschreibt die Bibel das Ende der Zeit. Eine Utopie? Ja, aber wer sie glaubt, wird selig. Denn sie hat schon jetzt verändernde Kraft.  Die Verheißung dieser neuen Zeit lässt uns heute schon ausschauen nach ihr, wie die Jungfrauen nach dem Bräutigam, der das Fest eröffnet. In der Hoffnung darauf, dass Gott wahr macht, was er verspricht - auch gegen das Leid und den Tod - gedenken viele Gemeinden am Toten- oder Ewigkeitssonntag der Verstorbenen.
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SUMMARY:Ewigkeitssonntag
DESCRIPTION:Oft träume ich von einer Welt ohne Leiden und Schmerz, ohne Trennung und Tränen, eine Welt, in welcher der Tod seinen Schrecken verliert. Ein neuer Himmel und eine neue Erde, Gott, der mitten unter den Menschen wohnt - in den schönsten Bildern beschreibt die Bibel das Ende der Zeit. Eine Utopie? Ja, aber wer sie glaubt, wird selig. Denn sie hat schon jetzt verändernde Kraft.  Die Verheißung dieser neuen Zeit lässt uns heute schon ausschauen nach ihr, wie die Jungfrauen nach dem Bräutigam, der das Fest eröffnet. In der Hoffnung darauf, dass Gott wahr macht, was er verspricht - auch gegen das Leid und den Tod - gedenken viele Gemeinden am Ewigkeitssonntag ihrer Verstorbenen des letzten Jahres.
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SUMMARY:1. Advent
DESCRIPTION:Wenn Politiker auf Staatsbesuch sind, genießen sie oft ein Bad in der Menge: Kinder winken mit Fähnchen, die Straßen sind mit Blumen und  Fahnen geschmückt, eine große festliche Menge. Auch Jesus wurde einst mit großem Jubel in Jerusalem begrüßt: Die Menschen winkten mit Palmzweigen und legten Kleider vor die Füße des Esels, auf dem er saß.  Der Erste Advent ermuntert dazu, sich auf eine Ankunft vorzubereiten, deren Bedeutung nicht hoch genug einzuschätzen ist. Denn der da kommt, ist mächtig, aber nicht zu fürchten, ein König, aber er bringt Frieden und wird Recht schaffen. Sich auf ihn einzustellen, heißt, mit langem Atem Liebe und Frieden zu üben. Darum: Machet die Tore weit! Mit dem Advent beginnt im Festkreis der Kirche ein neues Kirchenjahr.
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DTSTART:20121202
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SUMMARY:2. Advent
DESCRIPTION:"Kopf einziehen und durch" oder "Kopf hoch, wird schon wieder" sagen wir - ein schwacher Trost. Wir sind so sprachlos, wenn andere beschwert sind. Gerade den Gebeugten und Niedergedrückten, den Zurückgewiesenen und Benachteiligten gilt die Frohe Botschaft: Haltet durch, Gott sieht die Bedrängnis und hört das Klagen. Wer auf Erlösung wartet, hofft nicht vergeblich. Darum: Kopf hoch, damit ihr sie kommen seht. Der Zweite Advent spricht von einem kosmischen, umwälzenden Befreiungsgeschehen. Die Wiederkunft Jesu wird nicht unbemerkt bleiben. Sie wird uns erschrecken, aber nicht zum Fürchten sein.  Wer beharrlich mit seiner kleinen Kraft nach Gott Ausschau hält, den wird er nicht enttäuschen.
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DTSTART:20121209
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SUMMARY:3. Advent
DESCRIPTION:Manchmal suche ich Gott, aber der Weg scheint versperrt. Ich dringe nicht durch, stehe mir selbst im Weg. Räumt die Steine aus dem Weg! fordert der Dritte Advent. Im Zentrum: Johannes der Täufer, der mit seinem Ruf zur Umkehr Jesus den Weg bereitet. Wo Jesus kommt, da wird die Welt heller und heiler: Vertrocknetes beginnt zu blühen, verschlossene Augen öffnen sich, lahme Glieder bewegen sich. Nichts, weder Täler der Traurigkeit noch Berge der Selbstüberschätzung, sollen seinem Kommen entgegenstehen. Ihm den Weg zu bereiten, heißt wach zu bleiben und sich in Bewegung setzen zu lassen: Traurige zu trösten und die zu ermutigen, die längst schon aufgegeben haben.
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DTSTART:20121216
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SUMMARY:4. Advent
DESCRIPTION:Freude kann schön machen. Unscheinbare Menschen fangen an zu leuchten, wenn sie sich auf etwas freuen: junge Mütter wie Maria, die ein Kind erwarten. Verliebte, die sich auf den geliebten Menschen freuen, Belagerte, denen endlich der Frieden verkündet wird. Von überstrahlender und verändernder Freude spricht auch der Vierte Advent.  Der Herr ist nah! Die Nachricht behalten sie nicht für sich: Die Wächter, die den Friedensboten erspähen, Maria, die den Gott lobt, der Niedrige erhöht und Mächtige vom Thron stößt und wir können angesteckt von Gottes Freude gütiger und schöner werden.
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DTSTART:20121223
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SUMMARY:Christvesper
DESCRIPTION:Die Geschichte von Maria und Josef und dem Kind in der Krippe, jedes Jahr berührt sie uns neu: unsere Sehnsucht nach einer heilen Welt, nach allumfassender Liebe, nach einem Gott, der keine Angst macht, nach Licht in der Dunkelheit - wenigstens am Heiligen Abend.  Im Krippenspiel, in der Lesung des Weihnachtsevangeliums und in den leuchtenden Augen der Kinder wird etwas spürbar von der Liebe, die Gott den Menschen schenkt: "Ein Kind ist uns geboren", ein hilfloses Kind, das der Welt Rettung und Hilfe bringt. Es ist ganz arm und soll uns reich machen. Es kommt in die Dunkelheit und bringt Licht.
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DTSTART:20121224
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SUMMARY:Christnacht
DESCRIPTION:Nach dem Trubel des Heiligen Abends ist es wohltuend, in die Kirche zurückzukehren, bei Kerzenschimmer und Musik noch einmal zur Besinnung zu kommen und die Botschaft der Heiligen Nacht zu hören. In vielen Kirchengemeinden hat dieser Gottesdienst eine ganz besondere, musikalische Note.  Durch Jesu Geburt bricht Licht mitten in die Nacht - es braucht nicht viel, um dies in der Christnacht zu erfahren. Sie erzählt von den alten Verheißungen eines Friedenskönigs, die in Jesus, dem Nachkommen des Königs David, ihre Erfüllung finden. Er ist Immanuel, Gott-mit-uns. Die Nacht seiner Geburt erinnert an das tiefe Geheimnis Gottes: In diesem armen, kleinen Kind, in Jesus Christus zeigt er sich. Hier und nirgendwo anders liegt Gottes Wahrheit verborgen.
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DTSTART:20121224
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SUMMARY:Christfest I
DESCRIPTION:Freunde und Freundinnen, das sind für mich Menschen, vor denen ich mich nicht verstecken muss, die mich gern haben, auch wenn ich etwas Dummes sage, und die nicht auf mich herabschauen, wenn ich einen Fehler mache. Freunde mögen mich, so wie ich bin.  In Jesus sieht uns Gott freund-lich an, er begegnet uns auf Augenhöhe, davon spricht der erste Weihnachtsfeiertag. Die Hirten, die sich auf das Wort des Engels hin auf den Weg machen, erfahren es als erstes: In dem kleinen, hilflosen Kind zeigt sich ein Gott, vor dem sie sich nicht zu schämen brauchen. Sie können und brauchen nicht zu Gott empor zu steigen, er kommt zu ihnen herab. Ja, noch viel mehr: In diesem Kind macht Gott sie selbst und alle Menschen zu seinen Söhnen und Töchtern, zu Erben seiner Verheißung. Und Weihnachten ist nur der Anfang. Wer sich wie die Hirten auf den Weg zur Krippe macht, wird verändert zurückkommen: bewegt und berührt von der Menschenliebe Gottes.
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DTSTART:20121225
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SUMMARY:Christfest II
DESCRIPTION:Ein Reicher wird arm, Arme werden reich, ein Wolf liegt neben einem Lamm, ein Kind spielt mit der Schlange…die biblischen Lesungen an diesem Tag muten an wie eine "verkehrte Welt".  Mit der Geburt Jesu wurden die bisherigen Ordnungen auf den Kopf gestellt, zeigt der zweite Weihnachtsfeiertag. Weihnachten, das ist der Beginn eines welt- und zeitumspannenden Geschehens. Das große Friedensreich, das seit alter Zeit erwartet wurde, nahm mit Jesus seinen Anfang. Denn, da sind die biblischen Zeugen ganz klar: Sein Platz war von Anfang her bei Gott. So sprechen sie von der Herrlichkeit Jesu und von seiner Einheit mit Gott. In seiner Geburt verbinden sich Himmel und Erde, kommt der ewige Gott zu den Menschen und zieht die Menschen zu sich empor. Das ist nicht auf den ersten Blick zu erkennen. Aber wer es glaubt, wird viele Zeichen dieser neuen Welt wahrnehmen.
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DTSTART:20121226
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SUMMARY:1. So. n. Christfest
DESCRIPTION:Alt ist er geworden und grau. Doch seine Augen sind jung und leuchtend in die Ferne gerichtet. "Du spinnst!" sagen die einen. "Hör doch auf. Es wird sich nichts ändern". Freunde haben sich kopfschüttelnd abgewandt, andere sind verbittert gestorben. Leise, geduldig wartet er weiter, traut der alten Verheißung auf den Friedenskönig, der die Rettung bringt. Jahr um Jahr, Tag um Tag. Als er das Kind in den Armen hält, öffnet er die Augen in plötzlichem Erkennen: Er hat nicht vergeblich gewartet. Und Simeon singt: "Meine Augen haben deinen Heiland gesehen".  Dass in Jesus Christus Gott sichtbar geworden ist, darum geht es am ersten Sonntag nach dem Christfest. Immer wieder haben Menschen in ihm das Licht erkannt, das die Dunkelheit erhellt, haben, wie Simeon, es staunend bekannt und weitererzählt.
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DTSTART:20121230
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SUMMARY:Altjahresabend
DESCRIPTION:"Schon wieder ein Jahr vorbei." Es ist erschreckend, wie die Zeit vergeht. Der Jahreswechsel macht das immer wieder neu bewusst. Er ist eine Chance zum Innehalten und zur Rückschau. Was ist in diesem Jahr gelungen? Was missglückt? Wem bin ich etwas schuldig geblieben? Für vieles kann ich danken, manches noch zurechtbiegen, einige Sorgen ablegen. Anderes schleppe ich mit. Doch ich wurde behütet in diesem Jahr. Gott sei Dank.  Der Gottesdienst zum Altjahresabend stellt meine Bilanz unter die große Zusage Gottes: Im alten, wie im neuen Jahr wird Gott uns begleiten, wird Orientierung geben wie die Feuersäule in der Wüste, wird gegen alle Widerstände auf unserer Seite stehen. Meine Welt mag sich ändern. Doch Jesus Christus bleibt der Gleiche: gestern, heute und in Ewigkeit. Sein Versprechen gilt. Es lohnt sich, mit ihm zu rechnen; auch im neuen Jahr.
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DTSTART:20121231
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SUMMARY:Neujahrstag
DESCRIPTION:Weniger rauchen oder mehr schlafen, ein Stellenwechsel oder weniger Gewicht auf der Waage - vielfältig sind die Vorsätze für das neue Jahr. Noch ist es jung, liegt vor uns, wie ein unbeschriebenes Blatt. Doch wie schnell reißen alte Unsitten ein.  Wir können planen, aber wir haben unsere Zukunft nicht in der Hand, das zeigt der Gottesdienst am Neujahrstag. Dennoch macht er Mut zum Aufbruch. Unser Wollen, Tun und Planen liegt in Gottes Macht. Wer ihm seinen Weg anvertraut, den wird er leiten. Mit Gottes Schutz und seiner Hilfe können wir den Weg ins neue Jahr getrost wagen.
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DTSTART:20130101
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SUMMARY:Epiphanias (Erscheinungsfest)
DESCRIPTION:Es gibt Menschen, Orte oder Momente, die haben eine ganz besondere Ausstrahlung. Die sind so von etwas erfüllt, dass es nicht verborgen bleiben kann. Das Fest der Erscheinung (griech. Epiphanias) feiert die Strahlkraft der Geburt des göttlichen Kindes - weit über die Grenzen des Landes hinweg.  Bild dafür ist der helle Stern, der die drei weisen Männer aus dem Orient an die Krippe führte. Sie erkannten das Licht, das mit Jesus über der Dunkelheit der Welt aufging. Wer den Schein, der von diesem Kind ausgeht, nicht übersieht, der wird selbst zum Lichtträger. Der kann die Botschaft nicht für sich behalten, sondern ist so erfüllt von Gottes Liebe, dass er von innen leuchtet.
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DTSTART:20130106
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SUMMARY:1. So. nach Epiphanias
DESCRIPTION:Die Geburt im Stall war nicht nur ein Traum. Die Geschichte Jesu ging weiter, langsam erst und unbemerkt. Und doch: Er war ein Mensch von Gottes Geist.  Der Erste Sonntag nach Epiphanias steht ganz im Zeichen der Taufe Jesu. Sie steht am Beginn seines Wirkens. In ihr bekennt sich Gott zu Jesus: Dieser Mensch ist mein geliebter Sohn, er hat meinen Geist. Ermutigend das Wort aus alter Zeit: Er, der das Schwache nicht niedertritt, er, der das geknickte Rohr nicht abbricht, kommt von Gott. Er ist Gottes Wahl. Selbst wenn er nach weltlichen Maßstäben Schwäche zeigt. Wer in seinem Geist  lebt, wer auf ihn getauft ist, der ist Gottes Kind.
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DTSTART:20130113
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SUMMARY:letzter So. nach Epiphanias
DESCRIPTION:Es gibt Momente, in denen sehe ich völlig klar. Für einen Augenblick erscheint mir mein Leben wie von Licht bestrahlt, weiß ich genau, wer ich bin und wohin ich gehe. Bergerfahrungen sind das, voller Überblick und Klarheit. Von einem lichten Erlebnis spricht der letzte Sonntag nach Epiphanias. Auf einem Berg sehen die Jünger Jesus verklärt und erkennen: Dies ist Gottes Sohn. "Hier ist gut sein" sagt Petrus. "Lasst uns Hütten bauen."  Von Gott ergriffen sind sie, wie Mose, den Gott aus dem Feuer anruft, und wie der Seher Johannes auf Patmos. Doch bei einem solchen Erlebnis kann niemand stehen bleiben, jeder muss in den Alltag zurück, oft genug in das Leid. Aber alle nehmen den hellen Schein mit, der sie ermutigt, weiter in Gottes Licht zu leben.
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DTSTART:20130120
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SUMMARY:Septuagesimä
DESCRIPTION:"Das ist unfair!" Nicht nur Kinder sind über Ungerechtigkeit erbost. Doch was ist gerecht? Alle gleich zu behandeln oder die Anlagen jedes Einzelnen zu berücksichtigen? Eltern von unterschiedlichen Kindern wissen, dass eine Gleichbehandlung auch ungerecht sein kann.  Gottes Gerechtigkeit ist Güte, zeigt der Sonntag Septuagesimae (70 - eigentlich nur 63 - Tage vor Ostern).  Der Weinbergbesitzer, der allen, auch den letzten Arbeitern den gleichen Lohn auszahlt; Jesus, der ausgerechnet mit einem Zöllner zu Tisch sitzt; Gott, der sich nicht von Stärke und Reichtum beeindrucken lässt, sondern ihnen Recht und seine Gerechtigkeit entgegensetzt. Diejenigen, die sich von dieser Gerechtigkeit anstecken lassen, die ruft Jesus in seine Nachfolge, zu einem Lauf, der nicht ins Ungewisse führt.  Brauchtum:  An Septuagesimae wurden in der alten Kirche die Taufbewerber für Ostern ausgewählt.
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DTSTART:20130127
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SUMMARY:Sexagesimä
DESCRIPTION:"Was ich nicht höre, das wurde nicht gesagt." Kinder können das hervorragend: Ohren zu, auf Durchzug gestellt. Aber auch uns fällt das Zuhören oft schwer. Wie viel schwerer noch, wenn es um Gottes Wort geht. Und dann trifft es wieder plötzlich, unvermittelt, mitten ins Herz. Das Wort Gottes und seine Wirkung stehen im Zentrum des Sonntags Sexagesimae. Manchmal ist es scharf, schmerzhaft und trennend wie ein Schwert, dann wieder scheint es nicht zu wirken, setzt sich aber fest und wächst im Stillen. Gott streut die Botschaft seiner Liebe großzügig aus. Auch wenn wir sie verdorren lassen: Sie gilt uns. Es liegt an uns, damit ernst zu machen. Aber eins ist sicher: Ohne Wirkung bleibt die gute Nachricht nicht. Wie bei Lydia, die, von Gottes Wort angefacht, zur ersten Christin Europas wurde.
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DTSTART:20130203
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SUMMARY:Estomihi
DESCRIPTION:Wie weit würde meine Freundschaft gehen? Würde ich zu meinen Freunden stehen, selbst wenn sie ausgelacht oder verachtet, verfolgt oder verdächtigt würden? Würde ich sie begleiten? Die Freundschaft zu Jesus verlangt seinen Jüngern viel ab. Sie werden mit ihm nach Jerusalem ziehen und seinen Tod miterleben. Jesus kündigt ihnen das an. Am Sonntag Estomihi steht die Nachfolge im Vordergrund. Nicht, wer viele große Worte macht, sondern wer sich für Gerechtigkeit einsetzt und beharrlich liebt, der hat den Ruf in die Nachfolge gehört, dem hat Jesus die Augen geöffnet. Aber zu Jesus zu stehen, ist nicht immer leicht. Es bedeutet auch, Nachteile in Kauf zu nehmen, sein Leid zu tragen. Jesu Frage gilt auch uns: "Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme an seiner Seele Schaden?".
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DTSTART:20130210
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SUMMARY:Aschermittwoch
DESCRIPTION:Ein Aschenkreuz auf der Stirn - das erlebt man unter Evangelischen selten. Und trotzdem leitet auch in den lutherischen Kirchen der Aschermittwoch die Passionszeit ein, eine Zeit der Einkehr und der Besinnung auf das Leiden Jesu Christi.  In wenigen Gemeinden findet an diesem Tag ein Gottesdienst statt, der auf die Passions- und Fastenzeit einstimmt. Er ruft zu einem Fasten auf, das nach Gottes Willen ist, das leise und beharrlich nach einem Leben fragt, das Gott gefällt. Dass Verzicht zum Wesentlichen führen kann, erfahren diejenigen, die in der Passionszeit lieb gewordene Gewohnheiten aufgeben. Die bundesweite Fastenaktion der Evangelischen Kirche " sieben Wochen ohne", die am Aschermittwoch offiziell eröffnet wird, ermuntert dazu, in der Passionszeit bewusster zu leben.
CLASS:PUBLIC
DTSTART:20130213
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SUMMARY:Invocavit
DESCRIPTION:Sie ist nicht zart und sie ist nicht aufregend und sie macht auch wenig Spaß. Auch wenn uns die Werbung etwas anderes erzählt: Versuchung ist eine ernste Sache. Wer versucht wird, bei dem steht nicht selten seine Integrität auf dem Spiel. Ehrlich sein, auch wenn ich dadurch Nachteile habe? Steuern hinterziehen, wenn es niemand sieht? Kann ich mir selbst treu bleiben?  Um Versuchung geht es am Sonntag Invokavit. Von der Versuchung der Schlange - "Ihr werdet sein wie Gott" - bis zu Jesus, der auf subtile Weise versucht wurde. Das Bekenntnis zu ihm und der Blick in die heilige Schrift helfen, in der Versuchung zu bestehen und Gott richtig zu dienen: Hungrige zu speisen, Arme zu bekleiden. Und wenn es schwierig wird: "Ich habe für dich gebeten, dass dein Glaube nicht aufhöre", sagt Jesus zu Petrus.
CLASS:PUBLIC
DTSTART:20130217
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SUMMARY:Reminiscere
DESCRIPTION:"Du lernst aber auch gar nichts." Manchmal helfen alles Reden und Erklären nichts, kein Vorbild und keine Predigt. Alles Mühen ist umsonst. Die Kinder haben ihren eignen Kopf. Man möchte sie schütteln, aber sie werden nur noch bockiger. Es fällt schwer, da nicht die Geduld zu verlieren.  So geht es Gott mit seinen Menschen, zeigt der Sonntag Reminiszere. Wie der umhegte  Weinberg, der nur saure Trauben hervorbringt, wie die bösen Weingärtner, die sich in Abwesenheit des gütigen Besitzers des Weinbergs bemächtigen und seine Boten töten, verachten sie oft Gottes Willen. Sie meinen zu glauben und handeln doch herzlos und kalt. Sollte Gott da nicht die Geduld verlieren? Doch gerade zu den Sündern ist Jesus Christus gekommen - zur Hoffnung für alle Welt.
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DTSTART:20130224
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END:VEVENT
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SUMMARY:Okuli
DESCRIPTION:"Der Einsatz ist hoch", heißt es nicht nur im Glücksspiel. Manche Entscheidungen im Leben verlangen uns viel ab: Kraft und Energie, Geld und Geduld, Tränen, manchmal auch Trennungen. Und trotzdem würden wir uns wieder genauso entscheiden. Weil es rückblickend richtig war, weil uns die Erfahrung reicher gemacht hat.  Auch bei Jesus ist der Einsatz hoch, das zeigt der Sonntag Okuli. Wer Jesus nachfolgen will, muss verzichten lernen, darf nicht zurückschauen. Wer Gott ernst nimmt, muss Entscheidungen treffen für ein Leben in Liebe und Hingabe. Die Bibel erzählt von Menschen, die Gott bis zum Äußersten gefordert hat: Jeremia, der um Gottes Willen verspottet wird; Elia, der  auf der Flucht zu Tode erschöpft ist. Und doch erfahren gerade sie: Gott ist bei mir. Er macht mich stark.
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DTSTART:20130303
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END:VEVENT
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SUMMARY:Lätare
DESCRIPTION:"Der gewinnt auch dem Schlimmsten noch etwas Gutes ab!" Ein Kopfschütteln, ein leises Bewundern. Manche Leute verbreiten Freude, obwohl sie wirklich nichts zu lachen haben. "Freut euch - allem Leiden zum Trotz!" Mitten in der Passionszeit erklingt dieser Ruf am Sonntag Lätare.  Freuen - warum? Weil schon im Sterben das Leben begriffen ist. Plastisch die Bilder, die Jesus wählt: Nur das Samenkorn, das in die Erde fällt, bringt Frucht. Brot muss verzehrt werden, um stärken zu können. Er selbst ist das Brot für uns, das jetzt schon den Hunger nach Leben stillt. Gottes Zusage gilt: "Es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen, aber meine Gnade soll nicht von dir weichen, und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen, spricht der HERR, dein Erbarmer."
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DTSTART:20130310
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END:VEVENT
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SUMMARY:Judika
DESCRIPTION:"Wer nicht hören will, muss fühlen." Wer sich nicht unterordnet, wer nicht gehorcht, muss oft genug die Konsequenzen tragen. Und doch: Blinder Gehorsam kann zur Katastrophe führen, ziviler Ungehorsam gar geboten sein.  Es ist ein harter Gott und ein blinder Gehorsam, den der Sonntag Judika beschreibt: Ein Gott, der Ungehorsam mit Strafen schlägt und Abrahams Gehorsam grausam auf die Probe stellt. Ein Gott, der Jesus abverlangt, als Opfer in den Tod zu gehen? Dunkel ist dieser Gott und fern. Doch auf der anderen Seite steht Gott, der selbst gehorsam ist, der den Menschen dient und ihnen zum Leben verhilft. Auch hinter der dunkelsten Geschichte scheint das durch: Gott will, dass allen Menschen geholfen wird. Im Vertrauen darauf wird es möglich, sich auf Gott zu verlassen und dem Nächsten zu dienen.
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DTSTART:20130317
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SUMMARY:Palmarum / Palmsonntag
DESCRIPTION:Es gibt Momente, in denen ist nichts, wie es scheint. Ein fröhliches Gesicht versteckt tiefe Trauer, wer Härte zeigt, kann auch barmherzig sein, und hinter einer scheinbar so düsteren Zukunft verbirgt sich eine neue Chance. Grenzmomente sind das, unsicher und vage. Erst im Nachhinein deute ich die Zeichen richtig.  Der Palmsonntag führt in eine solche Grenzzeit hinein: Die Hände die eben noch Palmzweige schwingen, sind fast schon zu Fäusten geballt. Das "Hosianna" wird zum gellenden "Kreuzige"-Ruf, fröhliche Gesichter erstarren zu Fratzen. Und doch ist es Jesu Tod am Kreuz, der den Menschen Leben bringt. Sein Weg ins Dunkel war ein Weg ins Licht, heute bekennen wir das. Im Geschlagenen, im Verachteten war Gott ganz nah. Nur wenige erkannten das, wie die Frau, die den Todgeweihten wie einen König salbte.
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DTSTART:20130324
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SUMMARY:Gründonnerstag
DESCRIPTION:Wann habe ich ihn zum letzten Mal gesehen? Welche Worte wurden gesprochen, und was wurde verziehen? Wie wichtig werden diese Fragen, wenn ein geliebter Mensch stirbt. Wohl denen, die Abschied nehmen durften oder gar ein letztes Wort mitbekamen. Sie behalten es ein Leben lang.  Vom letzten Vermächtnis Jesu berichtet der Gründonnerstag. Jesus nimmt sich viel Zeit zum Verabschieden, macht den Jüngern Mut, wäscht ihnen die Füße und gibt ihnen Worte und Zeichen für die Zeit ohne ihn. Und das Vermächtnis lebt. Noch heute bekennen Christen: Im Abendmahl ist Jesus ganz nah, auch nach 2000 Jahren noch. Er gibt uns an seinem neuen Leben Anteil. Ihn ehren wir, wenn wir einträchtig und ohne Trennungen das Brot brechen und den Wein teilen.
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DTSTART:20130328
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SUMMARY:Karfreitag
DESCRIPTION:Wer kann ermessen, wie tief menschliches Leid geht? Hilflos und voller Furcht stehen wir davor. "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" Wer so schreit, fühlt sich ganz allein. Doch Gott weicht dem tiefsten menschlichen Leid nicht aus, davon berichtet der Karfreitag. Er begegnet ihm auf unbegreifliche Art: In Jesus begibt Gott sich selbst kompromisslos in die Nacht hinein. Er wird von Freunden verraten, verspottet, gefoltert und schließlich am Kreuz hingerichtet.  Die ersten Christen bekannten: Jesus ist für unsere Sünden gestorben. Nichts, was wir tun, kann so schlimm sein, dass wir verloren gehen. Aber heute haben immer mehr Menschen Schwierigkeiten damit: Braucht Gott ein Opfer zur Sühne? Er braucht es nicht, aber er ist den Menschen im Leiden ganz nah. Keine Schranken soll es geben zwischen ihm und uns. Zeichen dafür ist das Kreuz, das Himmel und Erde verbindet.
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DTSTART:20130329
URL;VALUE=URI:http://www.bayern-evangelisch.de/www/liturgischer_kalender/29.03.2013
END:VEVENT
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SUMMARY:Karsamstag
DESCRIPTION:Wer kann ermessen, wie tief menschliches Leid geht? Hilflos und voller Furcht stehen wir davor. "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" Wer so schreit, fühlt sich ganz allein. Doch Gott weicht dem tiefsten menschlichen Leid nicht aus, davon berichtet der Karfreitag. Er begegnet ihm auf unbegreifliche Art: In Jesus begibt Gott sich selbst kompromisslos in die Nacht hinein. Er wird von Freunden verraten, verspottet, gefoltert und schließlich am Kreuz hingerichtet.  Die ersten Christen bekannten: Jesus ist für unsere Sünden gestorben. Nichts, was wir tun, kann so schlimm sein, dass wir verloren gehen. Aber heute haben immer mehr Menschen Schwierigkeiten damit: Braucht Gott ein Opfer zur Sühne? Er braucht es nicht, aber er ist den Menschen im Leiden ganz nah. Keine Schranken soll es geben zwischen ihm und uns. Zeichen dafür ist das Kreuz, das Himmel und Erde verbindet.
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DTSTART:20130329
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SUMMARY:Osternacht
DESCRIPTION:An der Schwelle zwischen Tod und Leben, Dunkel und Licht wird die Osternacht gefeiert. In dieser Nacht, in der Jesus auferstand, liegen Trauer und Hoffnung, Todesschwärze und das jubelnde Lob der neuen Schöpfung dicht beieinander.  So spannt die Liturgie einen weiten Bogen: von der guten Schöpfung im Anbeginn über die Abwendung des Menschen von Gott, den Auszug aus Ägypten bis hin zur immer neuen Abkehr vom richtigen Weg. All das gipfelt im Kreuz. Ostern, so die Botschaft dieser Nacht, ist ein neues, umwälzendes Befreiungsgeschehen. Mit seiner Auferstehung zerreißt Jesus so viel: unsere Trennung von Gott, unsere Ohnmacht, unseren Tod. "Christ ist erstanden", mit dem Licht, das entzündet wird, erklingt dieser Osterjubel neu - dem Tod zum Trotz.   Tradition: Taufe in der Osternacht
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SUMMARY:Ostersonntag
DESCRIPTION:Die erste Liebe oder die Geburt eines Kindes, Rettung aus höchster Gefahr - es gibt Ereignisse, die erfüllen uns mit unaussprechlicher, tiefer Freude. Singen möchte man und jubeln, oder man bekommt kein Wort heraus vor lauter Glück.  Ostern, das ist das Fest purer Freude. Einer Freude, die deswegen so rein ist, weil sie die Tiefen kennt und sie doch bezwungen weiß. Ostern ist das Urdatum der Kirche. Die drei Frauen am Grab, die Jünger, denen der Auferstandene erscheint und Maria Magdalena, sie können nach dem ersten Schrecken nicht schweigen: Jesus lebt! Die Liebe hat den Tod bezwungen. Er hat die letzte Macht über uns verloren. Wer gegen allen Augenschein in diesem Vertrauen lebt, der kann freier handeln, der wird aufstehen gegen alles, was das Leben bedroht. "Tod, wo ist dein Stachel?", fragt der Apostel Paulus zurecht.  Brauchtum: Osterlachen
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SUMMARY:Ostermontag
DESCRIPTION:Manchmal sehe ich das Offensichtliche nicht. Die Lösung, die zum Greifen nah ist, einen Menschen, der Hilfe bringt. Da müssen mir erst die Augen aufgehen.  Auch für die Gegenwart Jesu sind wir oft blind, das zeigt der Ostermontag.  Meilenweit wandern zwei Jünger neben dem Auferstandenen nach Emmaus, bevor sie ihn erkennen. Erst als er das Brot mit ihnen bricht, gehen ihnen die Augen auf. Es ist so viel leichter, an den Tod zu glauben, als an das Leben, auch heute noch. Doch mit Jesu Auferstehung ist jedem Einzelnen das Leben verheißen, auch nach dem Sterben. Die alttestamentliche Vision von Gott, der den Tod zerstört - in Jesus wird sie Wirklichkeit. Wer daran glaubt, für den gibt es keine Hoffnungslosigkeit.
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SUMMARY:Quasimodogeniti
DESCRIPTION:"Ich glaube nur, was ich sehe", sagen viele. Was ich mit dem Verstand fassen kann, was ich be-greifen kann, nur das hat Bestand. Auferstehung? Das passt da nicht hinein.  Auch viele Jünger konnten die Botschaft von der Auferstehung Jesu zunächst nicht glauben. Wo war der Beweis? Wo die logische Erklärung? Der erste Sonntag nach Ostern (Quasimodogeniti) erzählt davon, wie Jesus den Zweiflern und Skeptikern entgegenkam, sich anfassen ließ und gemeinsam mit ihnen aß. So konnten sie später auch glauben, was sie nicht sahen: die unsichtbare Gemeinschaft mit Christus. Schon jetzt haben Christen Anteil an seinem, dem neuen Leben. Darf man das glauben? "Selig sind, die nicht sehen und doch glauben", sagt Jesus.
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SUMMARY:Misericordias Domini
DESCRIPTION:Manchmal wünsche ich mir das: Einen, der für mich sorgt, der mir den rechten Weg zeigt und mich unbeschadet durch Gefahren führt, einen, der meinen Durst nach Leben stillt und nach mir sucht, wenn ich verloren gehe. Jesus, der "gute Hirte" steht im Zentrum des zweiten Sonntags nach Ostern. Das Urbild des Schäfers spricht Kinder wie Erwachsene an. Das neue Testament bekennt Christus als den guten Hirten, der das Verlorene nicht aufgibt und der sein Leben für das ihm Anvertraute lässt. Jeder einzelne zählt. Die biblischen Texte warnen aber auch vor schlechten Hirten, die nur an ihr eigenes Wohl denken, bei Gefahr davonlaufen und das Schwache nicht stärken. Da gilt es, sich an den guten Hirten zu halten und nach seinem Beispiel selbst auf andere zu achten.
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SUMMARY:Jubilate
DESCRIPTION:Jubilate - Jubelt! Wie leicht ist es, im Frühjahr in den Jubel der wiedererwachenden Natur einzustimmen. Ihr Wiederaufblühen wird in der Osterzeit zum wunderbaren Sinnbild der Auferstehung.  Schöpfung und neues Leben sind Themen des Sonntags Jubilate. Er erzählt von der guten Schöpfung am Anfang, aber auch von ihrer Vorläufigkeit. Auch Christen sind der Vergänglichkeit unterworfen. Und doch haben sie bereits eine Ahnung von neuem Leben. Denn Jesus ist auferstanden. Für den, der daran glaubt, hat der Tod seine Endgültigkeit verloren. Neu zu werden ist möglich, auch hier und heute. Wer an dieser Hoffnung festhält, dem wächst Stärke zu. Denn wie der Weinstock seinen Trieben Kraft gibt, so haben auch Christen ihren Halt in Christus und können sich immer wieder zum Leben rufen und erneuern lassen.
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SUMMARY:Kantate
DESCRIPTION:Der ausgelassene Tanz, das Lied, das Trauernden die Tränen löst, das Pfeifen im Dunkeln und die Arie, die tief ins Herz dringt - Musik lässt niemanden unbewegt. Evangelische Frömmigkeit wäre nicht denkbar ohne sie. Um Musik und Gesang drehen sich die biblischen Lesungen am Sonntag Kantate (Singt!): Der erleichterte Dank der Geretteten, das mächtige Loblied der Werke Gottes und der mutige Gesang, der Kerkermauern sprengt - sie alle vereinen sich zu einem vielstimmigen Lob Gottes. Kein Bereich des Lebens soll von diesem Lob ausgeschlossen sein, keiner ist zu gering für diese Musik. Je mehr unser Leben zum Gesang wird, desto stärker wird uns dieses Lied verändern zu liebevolleren und dankbaren Menschen.
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SUMMARY:Rogate
DESCRIPTION:Wie komme ich in Kontakt mit Gott? Bleibt nicht ungehört, was ich zu ihm spreche? Vielen Erwachsenen fällt das Beten schwer. Andere erleben es als befreiend, ihr Herz auszuschütten oder in der Stille Gott zu suchen.  Der Sonntag Rogate (Betet!) ermutigt zum Gebet. Auch Jesus hat immer wieder dazu aufgerufen. Vielfältige Formen des Betens finden sich schon in der Bibel: Das stürmische  und unnachgiebige Gebet, das Gott drängt wie einen Freund, das stellvertretende Einstehen für andere und der Dank. Jesus verspricht, dass wer in seinem Namen bittet, bei Gott nicht auf taube Ohren stößt. Und er lehrt seine Jünger das Gebet, das alle anderen umfasst: das Vaterunser. Es müssen nicht viele Worte sein. Dieses ist genug. Es führt zum Hören auf Gott. Nicht unser, sondern Gottes Wille soll geschehen.
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DTSTART:20130505
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SUMMARY:Christi Himmelfahrt
DESCRIPTION:"Hier ist der Himmel auf Erden", sagen wir in Momenten, in denen es uns rundum gut geht. Was ist der Himmel? Die unendlich blauen Weiten über uns oder die scheinbar zeitlosen Sekunden, in denen wir glücklich sind?  Wenn wir Christi Himmelfahrt feiern, erinnern wir an den Abschied Jesu von seinen Jüngern 40 Tage nach seiner Auferstehung. Er kehrt zurück zu Gott. Seit dieser Zeit ist für Christen der Himmel dort, wo Jesus Christus ist. Zwischen Himmel und Erde leben sie. Und doch: "Was steht ihr da und schaut in den Himmel?" Die Frage an die Jünger gilt auch uns. Im Hier und Jetzt, in unserer Gegenwart können wir etwas vom Himmel erfahren: in dem Glanz auf den Gesichtern unserer Mitmenschen, in Momenten der Freude und der Liebe, in denen wir eins sind mit Gott und Menschen.
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SUMMARY:Exaudi
DESCRIPTION:Manchmal wird mir der Abschied schwer: Wenn ich dem Zug hinterher blicke oder hinter der Absperrung am Flughafen stehe. Noch viel schwerer ist es, wenn ich nicht weiß, ob wir uns wiedersehen werden. Den Abschied Jesu von seinen Jüngern beschreibt der Sonntag Exaudi (Erhöre!). Seit seiner Himmelfahrt ist Jesus nicht mehr sichtbar bei ihnen. Es liegen harte Tage vor ihnen. Doch Jesus lässt sie nicht allein. Auf andere Art wird er ihnen nahe sein: in ihren Herzen, als nie versiegende Quelle der Kraft. In einem neuen Geist werden sie Jesus erkennen. Das ist kein Ersatz für seine Anwesenheit, aber ein Trost. Noch heute lebt dieser Geist unter uns: Wo nach Gottes Willen gefragt wird, wo Liebe unser Handeln prägt, da wird er spürbar. Aber auch dort, wo wir verzagen, wo uns der Hals zugeschnürt ist, ist er uns tröstend nahe und bringt unsere Anliegen vor Gott.
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DTSTART:20130512
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SUMMARY:Pfingstsonntag
DESCRIPTION:Dass ich andere nicht verstehe, das erlebe ich so oft: In fremden Ländern, bei Fachgesprächen oder wenn ich an anderen vorbeirede. Das Gegenteil geschieht an Pfingsten. Jünger, die gerade noch mutlos waren, überkommt eine große Kraft, wie ein Sturmwind. Bewegt vom Heiligen Geist sprechen sie von Jesus Christus, und das Wunder geschieht: Jeder kann sie in seiner eigenen Sprache verstehen. Viele lassen sich taufen: Die Kirche ist geboren. Pfingsten lädt ein, darüber nachzudenken, welche Sprache wir sprechen: die Sprache der Angst oder die der Liebe. Der Pfingstgeist hält Jesus unter uns lebendig. Es ist ein Geist, der Menschen verbindet und nicht trennt, der befreit und nicht einengt, ein Geist, der uns die Augen öffnet für Unrecht und uns den Mund auftut für die Wahrheit.
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SUMMARY:Pfingstmontag
DESCRIPTION:Die eine kann gut lesen und der andere hat einen guten Geschmack. Diese kann gut zuhören und jener hat einen wachen, kritischen Verstand. So bunt und vielfältig wie die Menschen sind die Begabungen in den christlichen Gemeinden. 
Die praktischen Auswirkungen des Heiligen Geistes hat der Pfingstmontag im Blick. Da ist Petrus, der, bewegt von Gottes Geist, erkennt, dass Jesus der Messias ist. Da sind jene, die ihre Erfahrungen mit Gott weitergeben, und andere, die die Zeichen der Zeit erkennen. Alle Gaben aber vereint ein Geist: die Kraft, die von Jesus Christus ausgeht und die der Liebe und dem Aufbau der Gemeinde dient. 
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SUMMARY:Trinitatis
DESCRIPTION:Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist, der eine Gott in drei Personen - viele tun sich damit schwer. Drei in einem - wie soll das gehen?  Am Sonntag Trinitatis feiern Christen das Fest der Dreieinigkeit Gottes - einer theologischen Idee, die schwierig ist und doch viel über das Wesen Gottes aussagt. Gott ist umfassender, als ein Mensch begreifen kann. Aber er lässt sich auf eine Geschichte mit den Menschen ein und offenbart ihnen mit der Zeit immer mehr von sich: Als Vater erwählt sich Gott ein Volk, als Sohn  nimmt er sich des Schicksals aller Menschen an, bezieht schließlich in jedem einzelnen Wohnung: als Begeisterung, als Tröster und als Liebeskraft. Gott ist reine Beziehung - zu der Welt und in sich selbst. Niemand ist von seiner Gegenwart ausgeschlossen. Gott kann und will nicht für sich sein. Ein Ausdruck dafür ist seine Dreieinigkeit.
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DTSTART:20130526
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SUMMARY:1. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Die einen predigen Gesundheit oder Erfolg, andere Reichtum oder Schönheit. Im Dschungel der fast unbegrenzten Sinnangebote kann man sich leicht verlaufen: Welche Heilsversprechen führen in die Irre? Welche der mir angebotenen Wege führen wirklich zum Leben, sind von Gott? Der 1. Sonntag nach Trinitatis ermuntert dazu, achtsam zu bleiben für die Stimme Gottes zwischen den vielen Stimmen um uns. Dazu gibt es Hörhilfen: Die Worte und Werke Jesu, das Zeugnis von Mose und den Propheten, ein Bekenntnis, das an Gott allein festhält. Alle weisen den einen Weg: den Weg der Liebe, die sich furchtlos und freigiebig dem anderen zuwendet.
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DTSTART:20130602
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SUMMARY:2. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:"Tut mir Leid, keine Zeit" - eine Absage, schnell und achtlos dahingesagt, manchmal später bereut. Wer kennt das nicht? Wenn Gott einlädt zum Fest des Lebens, dann gibt er überfließend und umsonst. Dann gilt seine Einladung allen: Wohlhabenden und Armen, Nahestehenden und Fernen, Glaubenden und Zweifelnden. Gut für die, die keine Entschuldigung vorschützen und keine Ausflüchte suchen. Der 2. Sonntag nach Trinitatis ermuntert dazu, Gottes Einladung nicht auszuschlagen, sondern sich an seinen Tisch rufen zu lassen - in eine bunt gemischte Gemeinschaft, in der sich niemand profilieren muss, sondern in der ein Klima der gegenseitigen Achtsamkeit und Wertschätzung, Offenheit für Außenstehende und Nachsicht gegen Schwächere herrscht.
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DTSTART:20130609
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SUMMARY:3. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Manchmal stehe ich da und möchte die Zeit zurückdrehen: Mein verletzendes Wort, meine falsche Entscheidung, meine Unachtsamkeit… "Wenn man es doch ungeschehen machen könnte!" Es ist schmerzlich, wenn das nicht gelingt. Was bei Menschen oft nicht mehr geht, bei Gott ist es möglich - das ist die Botschaft des 3. Sonntags nach Trinitatis. Gott will nicht, dass Menschen verloren gehen. Er lässt sie ihre Wege suchen und ihre Fehler machen: Das Schaf, das auf Abwege gerät den Zöllner Zachäus, der den Menschen das Geld aus der Tasche zieht, und den Sohn, der es zu Hause nicht mehr aushält. Doch wie der gute Vater lässt Gott sie nicht fallen: Er wartet, geht entgegen, feiert ein Fest für den wieder gefundenen Sohn.  Eindringlich klingt die Mahnung des Propheten: Wagt umzukehren! Ihr könnt zurück, wenn ihr nur wollt.
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DTSTART:20130616
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SUMMARY:4. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Sympathisch oder unsympathisch? Innerhalb weniger Sekunden ist die Entscheidung gefällt. Auch mit dem moralischen Urteil geht es sehr schnell. Wir "wissen" meist sehr gut, was verwerflich ist, und tun lautstark oder subtil unsere Verachtung kund. Vorsicht vor solchen Urteilen!, warnt der 4. Sonntag nach Trinitatis. Denn es gibt niemanden, der ohne Fehler ist, der nicht immer wieder der Großzügigkeit und der Nachsicht bedarf. Einzig Gott ist es, der richten kann. Darum ermutigt Jesus zum Vergeben: Wer aus dem Bewusstsein lebt, dass Gott ihm barmherzig entgegenkommt, der kann versuchen, versöhnt zu leben, wie Josef, der seinen Brüdern nach langer Zeit das Unrecht verzeiht, das sie ihm angetan haben.
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SUMMARY:Tag d. Geb. Johannes d. Täufers
DESCRIPTION:In manchen Familien häufen sich die berühmten Persönlichkeiten. „Früher war ich immer der Sohn meines Vaters, heute bin ich der Vater meines Sohnes“ hat der Vater des Komponisten Felix Mendelssohn-Bartholdy und der Sohn des Philosophen Moses Mendelssohn, Abraham Mendelssohn-Bartholdy immer wieder erzählt. Ähnlich ist es in der Familie Jesu: Sein älterer Cousin, Johannes, hat schon vor Jesus Berühmtheit erlangt. Er ist der Vorläufer, der Wegbereiter, der Täufer – eine schillernde, streitbare Persönlichkeit. Am Festtag der Geburt Johannes des Täufers stehen seine Person und sein Leben im Mittelpunkt – die wundersame Ankündigung seiner Geburt und seine Beziehung zu Jesus Christus, in dessen Schatten er immer mehr tritt. Dies macht der Wochenspruch aus dem Johannesevangelium sehr deutlich: „Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen.“ (Joh 3,30)
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SUMMARY:5. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:"Kommt und seht!" Diese Einladung Jesu gilt uns heute wie den Jüngern vor 2000 Jahren. Von Menschen, die sich in Gottes Dienst rufen ließen, erzählt der 5. Sonntag nach Trinitatis. Der Nomade Abraham, der auf Gottes Wort hin auszieht, und die Fischer, die ihre Netze zurücklassen, Paulus, der durch die Botschaft des Auferstandenen zum Apostel wird  - sie alle sind bereit, Altes aufzugeben und mit Gott neue Wege zu gehen. Selbst wenn es unvernünftig scheint.  Das ist riskant, denn oft müssen sie Unverständnis und Spott ihrer Umgebung und den Widerspruch ihrer eigenen Familien ertragen. Doch sie dürfen sehen: Die übervollen Netze sind erst der Anfang unzähliger wunderbarer Erfahrungen. Wer Jesus folgt, entdeckt immer tiefer, wo Gott auf Erden Wohnung nimmt.
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SUMMARY:6. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Die meisten waren so klein, dass sie sich heute nicht mehr daran erinnern können. Und trotzdem wurde damals ein Fundament für das ganze Leben gelegt. Der 6. Sonntag nach Trinitatis steht ganz im Zeichen der Taufe. Er erinnert an den Auftrag Jesu, Menschen zu taufen und an das Geschenk, das am Beginn des Lebens als Christ und Christin steht:  Jesu Leben, Sterben und Auferstehen gilt mir, mein Leben ist vor Gott rein und gut. Über meinem Leben steht die Zusage: "Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!" Viele Gemeinden taufen an diesem Sonntag oder feiern ein Taufgedächtnis.
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SUMMARY:7. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Ich habe so viel - und trotzdem bin ich manchmal ganz leer. Ich werde täglich satt, und trotzdem habe ich einen ungeheueren Durst nach mehr. Ich sehne mich nach etwas, das ich nicht beschreiben kann… Dass Gott körperlichen und seelischen Hunger stillt - davon erzählen die Lesungen des 7. Sonntag nach Trinitatis, der aus verschiedenen Perspektiven das Abendmahl beleuchtet.  Essen und Trinken, Zusammensitzen und Feiern gehören zum christlichen Glauben. Jesus nahm die natürlichen Bedürfnisse der Menschen ernst, sättigte Tausende mit fünf Broten und zwei Fischen und saß mit unterschiedlichsten Menschen zu Tisch. Im Abendmahl setzen Christen von Anfang an diese einträchtige Tischgemeinschaft fort und nehmen die Zeit vorweg, in der der Hunger nach wahrem Leben gestillt sein wird.
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DTSTART:20130714
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SUMMARY:8. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Was ich tue oder unterlasse, was ich sage und plane, ist nicht gleichgültig. Wer vom Glauben an Jesus angesteckt ist, der weiß: Ich bin verantwortlich. Mein Leben kann etwas verändern. Wie ein Stein, der ins Wasser fällt, oder wie ein Funke, der überspringt, setzt die frohe Botschaft von Jesus Christus Menschen in Bewegung.  So spricht der 8. Sonntag nach Trinitatis von den Auswirkungen des Glaubens: Als Licht der Welt und Salz der Erde werden Christen in der Welt nicht unbemerkt bleiben und oft genug auch darin anecken. Als Wohnstätten für Gottes Geist werden sie sorgsam und besonnen mit ihrem Körper umgehen. Von Gottes Licht berührt, werden sie selbst wie Kirchenfenster leuchten und das Dunkle meiden.
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SUMMARY:9. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Welche Sicherheiten habe ich? Womit kann ich rechnen? Oft ist mir mein Leben undurchsichtig, und die Welt um mich verändert sich schnell. Dann will ich nichts riskieren, einfach nur dahinleben… Doch der 9. Sonntag nach Trinitatis beunruhigt: Wer sich auf Gott einlässt, muss auf Überraschungen gefasst sein - wie Paulus, dessen Werte durch die Begegnung mit Jesus auf den Kopf gestellt werden, wie Jeremia, der sich für zu jung hält und trotzdem zum Propheten berufen wird, wie der Mann, der auf einen Schatz stößt und spontan seinen ganzen Besitz dafür verkauft.  Nur wer etwas riskiert, wer seine Gaben Gott und den Menschen zur Verfügung stellt, wird letztlich reich dastehen. Welch ein Paradox: Nur wer sich nicht auf weltliche Sicherheiten verlässt, dessen Lebenshaus steht auf festem, sicherem Grund.
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SUMMARY:10. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Israel - ein von Konflikten gebeuteltes Land. Eine grauenvolle Geschichte, die Deutschland und Israel trennt und verbindet. Israel - Ursprung des Christentums, verachtet und idealisiert, bewundert und verfolgt. All diese Facetten spielen am "Israelsonntag" eine Rolle. Er erinnert seit dem 16. Jahrhundert an den Gedenktag der Zerstörungen des Jerusalemer Tempels.  Freilich wurde er in seiner Geschichte sehr unterschiedlich begangen: Während in der Vergangenheit die Überlegenheit des Christentums demonstriert wurde, stehen heute die Trauer über das Unrecht, das den Juden angetan wurde, sowie die heutigen guten Beziehungen zwischen Juden- und Christentum im Vordergrund. Auch wenn wir nicht wissen, was Gottes Plan mit den beiden Religionen ist, so bleibt Israel doch Gottes auserwähltes Volk.
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DTSTART:20130804
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SUMMARY:11. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:"Mein Haus, mein Auto, mein Boot" - auch wenn ich nicht so dick auftrage, habe ich doch gern etwas vorzuweisen: einen sicheren Arbeitsplatz, eine intakte Partnerschaft oder wohl geratene Kinder. Vor Gott zählen solche "Errungenschaften" nichts. Es gibt nichts, womit ich mich vor ihm brüsten könnte, zeigt der 11. Sonntag nach Trinitatis, weder mit meinem Erfolg, noch mit meinem Glauben.  Gerade diejenigen, die wissen, dass sie vor Gott nichts vorzuweisen haben, und sich ganz auf ihn verlassen, denen wendet er sich zu. Jesus lässt sich von Zöllnern einladen und von einer Prostituierten salben. Gerade sie können seine Zuneigung schätzen und mit Liebe antworten. Wir können Gottes Liebe nicht verdienen, nur dankbar empfangen.
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DTSTART:20130811
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SUMMARY:12. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Manchmal verstumme ich vor dem Leid anderer Menschen. Manchmal stehe ich wie gelähmt vor den Herausforderungen für unsere Welt. Manchmal verschließe ich meine Augen vor den Bildern, die täglich über den Fernseher auf mich einströmen und meine Ohren vor den Klagen Verzweifelter. Manchmal verschließe ich mein Herz…  Von Jesus, der Menschen Augen und Ohren aufschließt, von der Vision einer Welt ohne Leid und Krankheit, von dem Ende jeder Ungerechtigkeit spricht der 12. Sonntag nach Trinitatis. Aber er geht noch weiter: Er erzählt von Menschen, die, angeregt vom Beispiel Jesu, selbst andere aus der Erstarrung holen. Menschen werden auf vielfältige Weise von Jesus berührt und verbreiten sein Lob - und bauen nach ihren Kräften mit an Gottes Reich.
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DTSTART:20130818
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SUMMARY:13. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:"Man kann doch nicht einfach so zusehen" - leider doch. Jahr für Jahr sterben Menschen, weil andere wegschauen, schweigen, abwarten. Der Mensch ist "seines Bruders Hüter", trägt Mitverantwortung für ihn, sagt der 13. Sonntag nach Trinitatis. Wer an Jesus Christus glaubt, den kann die Not anderer Menschen nicht unberührt lassen. Der greift nach seinem   Vermögen zu und hilft, selbst wenn es ihm Nachteile einbringt.  Wer so nach Gottes Willen handelt, den bezeichnet Jesus als Schwestern und Brüder. Doch wer ein so weites Herz nicht hat, wer eine solche Liebe für den Nächsten nicht aufbringen kann, hat noch wenig von Gott begriffen. Denn Gott ist in der Liebe machtvoll gegenwärtig. Und wenn die Kraft dazu nicht reicht? Gottes Liebe bleibt unerschöpflich.
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DTSTART:20130825
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SUMMARY:14. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Immer wieder das Gleiche: Wenn es mir schlecht geht, dann vergesse ich zu gerne, wie viel Gutes mir schon in meinem Leben geschenkt wurde. Geht es mir aber wieder gut, dann kommt es mir selbstverständlich vor. Der 14. Sonntag nach Trinitatis hilft dem Gedächtnis auf die Sprünge und öffnet die Augen dafür, von wem all das Gute kommt, mit dem wir beschenkt sind: "Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat".  Wer dankbar lebt, der ist nicht nur glücklicher, der lebt auch in Gottes Geist. Der Geist, der es uns erlaubt, kindlich zu Gott zu beten und von ihm Gutes zu empfangen, weckt auch die Erinnerungen an die Wohltaten Gottes. Der öffnet auch dem Geheilten den Mund zu Gottes Lob.
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SUMMARY:15. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Oft wächst mir mein Leben über den Kopf. Ein dickes Paket von Sorgen scheint mich niederzudrücken. Um meine Zukunft, meine Kinder, anstehende Entscheidungen. Und dann die vielen Fragen: Werde ich gut ankommen? Wie schaffe ich das enorme Arbeitspensum? Was soll ich sagen? Was anziehen? Manchmal raubt mir das den Schlaf.  Doch vieles erweist sich nach Wochen als unbegründet. "Sorgt euch doch nicht so viel" - dieses Wort Jesu steht über dem 15. Sonntag nach Trinitatis. Der Gott, der in der Schöpfung für seine Menschen reich gesorgt hat, der wird sich auch weiter um sie kümmern - auch durch andere. Im Vertrauen darauf könnten sie das Sorgen aufgegeben und frei werden für ein Leben, das sich nur auf Gott verlässt. Ja, wenn der Glaube nur größer wäre!
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DTSTART:20130908
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SUMMARY:16. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Das unschuldige Sterben eines Kindes, eine Naturkatastrophe, die tausende Leben auslöscht, ein Völkermord, der den Atem nimmt - Gründe zum Zweifeln angesichts des Todes gibt es genug. Dem stellt der 16. Sonntag nach Trinitatis das Angreifbarste und Wichtigste des christlichen Glaubens entgegen: Wir mögen hier und jetzt den Tod erleiden - durch Christus verliert der Tod seine Macht. Schon zu Jesu Lebzeiten geschah das, als er Menschen dem Tod abrang, und noch viel mehr durch sein Sterben und Auferstehen.  Aus der Hoffnung heraus, dass der Tod nicht das letzte Wort hat, könnten Christen mutiger und weitsichtiger in Liebe leben. Sich daran zu halten und darauf zu vertrauen, dass Gottes Güte mächtiger ist als der Tod, dazu ermutigt dieser Sonntag.
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DTSTART:20130915
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SUMMARY:17. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Glaube? Da fällt mir meine Großmutter ein, die jeden Tag den Abendsegen sprach. Oder der Junge, der fest hofft, dass Gott seine Mama gesund machen wird. Und so viele Männer und Frauen, die im Vertrauen auf Gott ihre Grenzen überschritten: Hilfsprojekte starteten, Widerstand leisteten oder anderen Mut machten. Glaube ist nichts Abstraktes. Er wird gelebt.  So erzählt der 17. Sonntag nach Trinitatis Glaubensgeschichten: Eine "Ungläubige" überwindet Jesu Ablehnung mit ihrem Glauben. Ein Vater bittet um Hilfe für seinen kranken Sohn. Ein Blinder wird sehend und bringt sich mit seinem Glauben in Schwierigkeiten. Beispiele dafür, wie der Glauben Menschen verändern kann. Und wenn das mit dem Vertrauen nicht geht? "Ich glaube, hilf meinem Unglauben!", bittet der Vater.
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DTSTART:20130922
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SUMMARY:18. So n. Trinitatis
DESCRIPTION:Das eine geht nicht ohne das andere: Man kann noch so sehr für Gott eifern, ohne die Liebe zu anderen Menschen bleibt man ihm fern. Man kann sich noch so sehr für andere aufarbeiten, ohne die Rückbindung, ohne die Liebe zu Gott fehlt das Fundament.  Gott lieben und meinen Nächsten wie mich selbst - dieses höchste Gebot steht im Zentrum des 18. Sonntag nach Trinitatis. Auch die zehn Gebote weisen den Weg zur Gottes- und Nächstenliebe. Wenn christliche Gemeinden unterschiedslos offen sind für Menschen aller Bevölkerungsschichten und Lebenssituationen, wenn sie einträchtig und freundlich miteinander umgehen, sich gegenseitig zum Glauben ermuntern und sich für den Frieden einsetzen, dann strahlen sie etwas von dieser Liebe aus.
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DTSTART:20130929
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SUMMARY:Erntedank
DESCRIPTION:Der Riesenkürbis und die volle Ähre, die Honigwabe und das Brot - im reich geschmückten Erntealtar kommen Fülle der Natur und Früchte der Arbeit recht zur Geltung. Doch wir ernten mehr: Nahrung und Kleidung, jedes Wachsen und Gedeihen in Partnerschaft und Familie, große und kleine Erfolge im Beruf - da ist so viel, wofür wir danken können.  Das Erntedankfest gibt der Dankbarkeit Raum und wendet sie hin zu Gott. Wer dankt, sieht nichts als selbstverständlich an und weiß sich von Gott reich beschenkt. Ängstliches Sammeln und übermäßiges Sorgen ist ihm fremd. Gottes Großzügigkeit steckt an. So lenkt der Sonntag den Blick über den eigenen Tellerrand hinaus und ruft zum verantwortungsvollen Teilen von Besitz und Ressourcen auf. Wer so geben kann, dessen Quellen werden nie versiegen.
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DTSTART:20131006
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SUMMARY:20. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Was ist richtig? Was ist falsch? In einer Welt, in der ich oft nur Grautöne sehe, hätte ich das gerne: Klare moralische Grundregeln und Verhaltensmaßstäbe, an denen ich mich ausrichten kann. Der 20. Sonntag nach Trinitatis kommt diesem Bedürfnis nach: "Es ist dir gesagt Mensch, was gut ist", du kannst erfahren, wie richtiges Leben aussehen kann.   Es gibt die Bibel, die einen würdigen und respektvollen Umgang miteinander lehrt, und Institutionen wie die Ehe, die das  Zusammenleben zweier Menschen gut ordnet. Über allen Ordnungen steht jedoch das Wohlergehen des Menschen. Werden Regeln sklavisch angewandt und dazu benutzt, Menschen zu demütigen, dann bewirken sie das Gegenteil, dann entsprechen sie nicht mehr dem christlichen Geist der Liebe und der Freiheit.
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DTSTART:20131013
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SUMMARY:21. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Frieden schaffen ohne Waffen! In unserer Zeit wird das immer wieder in Frage gestellt. Müssen Christen angesichts der Terrorgefahr nicht auch zur Aufrüstung mahnen?  Der 21. Sonntag nach Trinitatis empfiehlt einen ganz anderen Widerstand: die Wahrheit beim Namen zu nennen und für den Frieden einzutreten. Das ist kein feiges Hinnehmen, sondern eine mutige Entscheidung, mit anderen Waffen zu kämpfen: Mit dem Gebet für das Wohlergehen der Eroberer und mit der Bereitschaft, das Böse mit Gutem zu überwinden.  Manche meinen, das gelte nur im Privaten. Doch käme nicht mancher Konflikt erst gar nicht auf, wenn Gerechtigkeit geschähe?  Liefe nicht manche Aggression ins Leere, wenn sie durch Freundlichkeit entkräftet würde? Verständlich, dass diese Botschaft immer wieder zu Dissonanzen führt, auch unter Christen.
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DTSTART:20131020
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SUMMARY:22. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Manchmal spiele ich die Gekränkte und ziehe mich beleidigt zurück. Dabei bin ich selbst um keinen Deut besser als mein Gegenüber. Aufrechnen und Anklage, Zank und Rechthaberei, all das gibt es auch unter Christen. "Habt ihr das denn nötig?" fragt der 22. Sonntag nach Trinitatis. Euch ist so viel geschenkt, wie könnt ihr noch so kleinlich sein? Ihr habt Vergebung erfahren, wie könnt ihr dann so unversöhnlich leben?  Auch wenn wir wissen könnten, was gut und richtig ist - Gottes gutes Werk mit uns hat erst angefangen. Noch werden wir immer wieder Streit schlichten und einander vergeben müssen. Noch werden wir immer wieder rückfällig werden und uns selbst dafür hassen. Doch Gott sieht uns jetzt schon so, wie wir einst sein werden: Gut und gerecht vor ihm. Vielleicht gelingt es uns ja schon heute, ab und zu so zu leben.
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DTSTART:20131027
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SUMMARY:Reformationsfest
DESCRIPTION:Wo komme ich her? Wo liegen meine Wurzeln? Am 31. Oktober besinnen sich lutherische Christen auf ihre Herkunft: Am Reformationstag feiern sie Bekenntnis- und Geburtstag der evangelischen Kirche zugleich.  An die Geschichte des hartnäckigen Mönchs, der mit wehender Kutte seine 95 Thesen an die Wittenberger Schlosskirche nagelt und damit ganz Europa in Aufruhr versetzt, erinnert dieser Tag. Martin Luther war kein Heiliger, aber ein Mensch, der mit seiner Standhaftigkeit, seinem brennenden Fragen nach Gott und seinem mutigen Einstehen für seinen Glauben die Kirche tief geprägt hat. Nach seinem Bespiel arbeiteten viele Christen an der Erneuerung der Kirche und tun es heute noch. So fragt der Reformationstag auch nach gegenwärtigen Missständen und nach der Kirche, die sich immer wieder reformieren muss.
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DTSTART:20131031
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SUMMARY:23. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Wer nach der christlichen Botschaft fragt, wird immer wieder in Spannung geraten zu der herrschenden Ordnung. Akzeptanz oder Widerstand? Dürfen Christen sich überhaupt in die Politik einmischen? Müssen sie es nicht?   Das ambivalente Verhältnis von Christentum und Staat beleuchtet der 23. Sonntag nach Trinitatis. Die Bibel bietet dazu ein mehrdeutiges Bild: Von Unterordnung unter die Obrigkeit bis zur klaren Abwendung von der Welt. Doch bei aller Verschiedenheit: Wenn es zur Entscheidung zwischen der herrschenden weltlichen Macht und Gottes Willen kommen sollte, wissen Christen, welchem Reich sie angehören. Dem Kaiser gehören Steuern und Geld, Gott aber Herz und Gehorsam. Weltliche Macht kann immer nur vorläufig sein. Gerade ist sie auf unser Mitdenken und unser Gebet angewiesen.
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DTSTART:20131103
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SUMMARY:Drittl.S.d.Kj.
DESCRIPTION:"Die Erkenntnis traf ihn wie ein Blitz" - viele erfahren das. Als hätte sich ein Schleier gehoben, sehen wir plötzlich klar. Mit ähnlichen Bildern beschreibt die Bibel Jesu Wiederkommen. Unvermittelt, dennoch unmissverständlich bricht Gottes Gegenwart in unsere Welt - Hoffnung für alle, die unter der Vergeblichkeit ihres Tuns und ihrer Begrenztheit leiden.  Der drittletzte Sonntag im Kirchenjahr mahnt zur Wachsamkeit und zur entschiedenen Ausrichtung auf Jesus Christus. In seinem heilenden Wirken und seiner Macht über den Tod ist Gottes Wirklichkeit in unsere Welt eingebrochen. Die Bitte um sein erneutes Eingreifen in unser Leben wird nicht unerhört bleiben. Wo Menschen in seinem Geist leben, da kann immer wieder flüchtig Gottes Reich aufblitzen.
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DTSTART:20131110
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SUMMARY:Vorletzter Sonntag d. Kj.
DESCRIPTION:Wer kennt sie nicht, die Gerichtsdarstellungen mittelalterlicher Kathedralen? Die Zeiten, in denen grässliche Fratzen uns Furcht einflößten, sind Gott-sei-Dank längst vorbei. Und doch spricht die Bibel vom Jüngsten Gericht. Nicht nur wegen der Opfer, denen zu Lebzeiten kein Recht widerfuhr, ist der Gedanke unverzichtbar. Wer gerichtet wird, wird neu ausgerichtet auf den Weg der Barmherzigkeit und der Liebe. Das kann schmerzhaft sein.  Aber, so vermittelt dieser vorletzte Sonntag im Kirchenjahr, es ist auch eine Erlösung für uns und alle, die unter unserem Tun leiden. Denn es bringt ans Tageslicht, wie wir eigentlich sein sollten: heil und gut. Christen können mit der ganzen Kreatur auf dieses Gericht hoffen, denn sie wissen um die Freundlichkeit ihres Richters. Von dieser Erwartung her können sie auch ihr Leben heute barmherziger gestalten.
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DTSTART:20131117
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SUMMARY:Buß-und Bettag
DESCRIPTION:Ich ahne, dass ich meine rastlose Lebensweise ändern müsste und ignoriere es. Ich tue anderen Unrecht, aber ich gestehe es mir nicht ein. Zur Ehrlichkeit mit mir selbst, zu einem wahrhaftigen, aber gütigen Blick auf meine Schwächen ruft der Buß- und Bettag auf. Kein Mensch ist vollkommen, jeder macht Fehler. Geduldig wartet Gott auf unsere Einsicht und darauf, dass wir zurückkehren auf den Weg der Gerechtigkeit, der Liebe und Achtsamkeit – uns selbst zuliebe. Doch Umkehr kommt nicht von allein. So erinnert der Buß- und Bettag daran, dass ich an jedem Tag umkehren kann und muss. Buße betrifft nicht nur den Einzelnen: Auch der Gemeinschaft tut Besinnung gut. Als öffentlicher Feiertag bietet der Buß- und Bettag der Gesellschaft die Gelegenheit, innezuhalten, den eingeschlagenen Kurs zu überprüfen und, wenn nötig, zu korrigieren.
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DTSTART:20131120
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SUMMARY:Ewigkeitssonntag
DESCRIPTION:Oft träume ich von einer Welt ohne Leiden und Schmerz, ohne Trennung und Tränen, eine Welt, in welcher der Tod seinen Schrecken verliert. Ein neuer Himmel und eine neue Erde, Gott, der mitten unter den Menschen wohnt - in den schönsten Bildern beschreibt die Bibel das Ende der Zeit. Eine Utopie? Ja, aber wer sie glaubt, wird selig. Denn sie hat schon jetzt verändernde Kraft.  Die Verheißung dieser neuen Zeit lässt uns heute schon ausschauen nach ihr, wie die Jungfrauen nach dem Bräutigam, der das Fest eröffnet. In der Hoffnung darauf, dass Gott wahr macht, was er verspricht - auch gegen das Leid und den Tod - gedenken viele Gemeinden am Ewigkeitssonntag ihrer Verstorbenen des letzten Jahres.
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DTSTART:20131124
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SUMMARY:Totensonntag
DESCRIPTION:Oft träume ich von einer Welt ohne Leiden und Schmerz, ohne Trennung und Tränen, eine Welt, in welcher der Tod seinen Schrecken verliert. Ein neuer Himmel und eine neue Erde, Gott, der mitten unter den Menschen wohnt - in den schönsten Bildern beschreibt die Bibel das Ende der Zeit. Eine Utopie? Ja, aber wer sie glaubt, wird selig. Denn sie hat schon jetzt verändernde Kraft.  Die Verheißung dieser neuen Zeit lässt uns heute schon ausschauen nach ihr, wie die Jungfrauen nach dem Bräutigam, der das Fest eröffnet. In der Hoffnung darauf, dass Gott wahr macht, was er verspricht - auch gegen das Leid und den Tod - gedenken viele Gemeinden am Toten- oder Ewigkeitssonntag der Verstorbenen.
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DTSTART:20131124
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SUMMARY:1. Advent
DESCRIPTION:Wenn Politiker auf Staatsbesuch sind, genießen sie oft ein Bad in der Menge: Kinder winken mit Fähnchen, die Straßen sind mit Blumen und  Fahnen geschmückt, eine große festliche Menge. Auch Jesus wurde einst mit großem Jubel in Jerusalem begrüßt: Die Menschen winkten mit Palmzweigen und legten Kleider vor die Füße des Esels, auf dem er saß.  Der Erste Advent ermuntert dazu, sich auf eine Ankunft vorzubereiten, deren Bedeutung nicht hoch genug einzuschätzen ist. Denn der da kommt, ist mächtig, aber nicht zu fürchten, ein König, aber er bringt Frieden und wird Recht schaffen. Sich auf ihn einzustellen, heißt, mit langem Atem Liebe und Frieden zu üben. Darum: Machet die Tore weit! Mit dem Advent beginnt im Festkreis der Kirche ein neues Kirchenjahr.
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DTSTART:20131201
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SUMMARY:2. Advent
DESCRIPTION:"Kopf einziehen und durch" oder "Kopf hoch, wird schon wieder" sagen wir - ein schwacher Trost. Wir sind so sprachlos, wenn andere beschwert sind. Gerade den Gebeugten und Niedergedrückten, den Zurückgewiesenen und Benachteiligten gilt die Frohe Botschaft: Haltet durch, Gott sieht die Bedrängnis und hört das Klagen. Wer auf Erlösung wartet, hofft nicht vergeblich. Darum: Kopf hoch, damit ihr sie kommen seht. Der Zweite Advent spricht von einem kosmischen, umwälzenden Befreiungsgeschehen. Die Wiederkunft Jesu wird nicht unbemerkt bleiben. Sie wird uns erschrecken, aber nicht zum Fürchten sein.  Wer beharrlich mit seiner kleinen Kraft nach Gott Ausschau hält, den wird er nicht enttäuschen.
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DTSTART:20131208
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SUMMARY:3. Advent
DESCRIPTION:Manchmal suche ich Gott, aber der Weg scheint versperrt. Ich dringe nicht durch, stehe mir selbst im Weg. Räumt die Steine aus dem Weg! fordert der Dritte Advent. Im Zentrum: Johannes der Täufer, der mit seinem Ruf zur Umkehr Jesus den Weg bereitet. Wo Jesus kommt, da wird die Welt heller und heiler: Vertrocknetes beginnt zu blühen, verschlossene Augen öffnen sich, lahme Glieder bewegen sich. Nichts, weder Täler der Traurigkeit noch Berge der Selbstüberschätzung, sollen seinem Kommen entgegenstehen. Ihm den Weg zu bereiten, heißt wach zu bleiben und sich in Bewegung setzen zu lassen: Traurige zu trösten und die zu ermutigen, die längst schon aufgegeben haben.
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DTSTART:20131215
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SUMMARY:4. Advent
DESCRIPTION:Freude kann schön machen. Unscheinbare Menschen fangen an zu leuchten, wenn sie sich auf etwas freuen: junge Mütter wie Maria, die ein Kind erwarten. Verliebte, die sich auf den geliebten Menschen freuen, Belagerte, denen endlich der Frieden verkündet wird. Von überstrahlender und verändernder Freude spricht auch der Vierte Advent.  Der Herr ist nah! Die Nachricht behalten sie nicht für sich: Die Wächter, die den Friedensboten erspähen, Maria, die den Gott lobt, der Niedrige erhöht und Mächtige vom Thron stößt und wir können angesteckt von Gottes Freude gütiger und schöner werden.
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DTSTART:20131222
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SUMMARY:Christvesper
DESCRIPTION:Die Geschichte von Maria und Josef und dem Kind in der Krippe, jedes Jahr berührt sie uns neu: unsere Sehnsucht nach einer heilen Welt, nach allumfassender Liebe, nach einem Gott, der keine Angst macht, nach Licht in der Dunkelheit - wenigstens am Heiligen Abend.  Im Krippenspiel, in der Lesung des Weihnachtsevangeliums und in den leuchtenden Augen der Kinder wird etwas spürbar von der Liebe, die Gott den Menschen schenkt: "Ein Kind ist uns geboren", ein hilfloses Kind, das der Welt Rettung und Hilfe bringt. Es ist ganz arm und soll uns reich machen. Es kommt in die Dunkelheit und bringt Licht.
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DTSTART:20131224
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SUMMARY:Christnacht
DESCRIPTION:Nach dem Trubel des Heiligen Abends ist es wohltuend, in die Kirche zurückzukehren, bei Kerzenschimmer und Musik noch einmal zur Besinnung zu kommen und die Botschaft der Heiligen Nacht zu hören. In vielen Kirchengemeinden hat dieser Gottesdienst eine ganz besondere, musikalische Note.  Durch Jesu Geburt bricht Licht mitten in die Nacht - es braucht nicht viel, um dies in der Christnacht zu erfahren. Sie erzählt von den alten Verheißungen eines Friedenskönigs, die in Jesus, dem Nachkommen des Königs David, ihre Erfüllung finden. Er ist Immanuel, Gott-mit-uns. Die Nacht seiner Geburt erinnert an das tiefe Geheimnis Gottes: In diesem armen, kleinen Kind, in Jesus Christus zeigt er sich. Hier und nirgendwo anders liegt Gottes Wahrheit verborgen.
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DTSTART:20131224
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SUMMARY:Christfest I
DESCRIPTION:Freunde und Freundinnen, das sind für mich Menschen, vor denen ich mich nicht verstecken muss, die mich gern haben, auch wenn ich etwas Dummes sage, und die nicht auf mich herabschauen, wenn ich einen Fehler mache. Freunde mögen mich, so wie ich bin.  In Jesus sieht uns Gott freund-lich an, er begegnet uns auf Augenhöhe, davon spricht der erste Weihnachtsfeiertag. Die Hirten, die sich auf das Wort des Engels hin auf den Weg machen, erfahren es als erstes: In dem kleinen, hilflosen Kind zeigt sich ein Gott, vor dem sie sich nicht zu schämen brauchen. Sie können und brauchen nicht zu Gott empor zu steigen, er kommt zu ihnen herab. Ja, noch viel mehr: In diesem Kind macht Gott sie selbst und alle Menschen zu seinen Söhnen und Töchtern, zu Erben seiner Verheißung. Und Weihnachten ist nur der Anfang. Wer sich wie die Hirten auf den Weg zur Krippe macht, wird verändert zurückkommen: bewegt und berührt von der Menschenliebe Gottes.
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DTSTART:20131225
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SUMMARY:Christfest II
DESCRIPTION:Ein Reicher wird arm, Arme werden reich, ein Wolf liegt neben einem Lamm, ein Kind spielt mit der Schlange…die biblischen Lesungen an diesem Tag muten an wie eine "verkehrte Welt".  Mit der Geburt Jesu wurden die bisherigen Ordnungen auf den Kopf gestellt, zeigt der zweite Weihnachtsfeiertag. Weihnachten, das ist der Beginn eines welt- und zeitumspannenden Geschehens. Das große Friedensreich, das seit alter Zeit erwartet wurde, nahm mit Jesus seinen Anfang. Denn, da sind die biblischen Zeugen ganz klar: Sein Platz war von Anfang her bei Gott. So sprechen sie von der Herrlichkeit Jesu und von seiner Einheit mit Gott. In seiner Geburt verbinden sich Himmel und Erde, kommt der ewige Gott zu den Menschen und zieht die Menschen zu sich empor. Das ist nicht auf den ersten Blick zu erkennen. Aber wer es glaubt, wird viele Zeichen dieser neuen Welt wahrnehmen.
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DTSTART:20131226
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SUMMARY:1. So. n. Christfest
DESCRIPTION:Alt ist er geworden und grau. Doch seine Augen sind jung und leuchtend in die Ferne gerichtet. "Du spinnst!" sagen die einen. "Hör doch auf. Es wird sich nichts ändern". Freunde haben sich kopfschüttelnd abgewandt, andere sind verbittert gestorben. Leise, geduldig wartet er weiter, traut der alten Verheißung auf den Friedenskönig, der die Rettung bringt. Jahr um Jahr, Tag um Tag. Als er das Kind in den Armen hält, öffnet er die Augen in plötzlichem Erkennen: Er hat nicht vergeblich gewartet. Und Simeon singt: "Meine Augen haben deinen Heiland gesehen".  Dass in Jesus Christus Gott sichtbar geworden ist, darum geht es am ersten Sonntag nach dem Christfest. Immer wieder haben Menschen in ihm das Licht erkannt, das die Dunkelheit erhellt, haben, wie Simeon, es staunend bekannt und weitererzählt.
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DTSTART:20131229
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SUMMARY:Altjahresabend
DESCRIPTION:"Schon wieder ein Jahr vorbei." Es ist erschreckend, wie die Zeit vergeht. Der Jahreswechsel macht das immer wieder neu bewusst. Er ist eine Chance zum Innehalten und zur Rückschau. Was ist in diesem Jahr gelungen? Was missglückt? Wem bin ich etwas schuldig geblieben? Für vieles kann ich danken, manches noch zurechtbiegen, einige Sorgen ablegen. Anderes schleppe ich mit. Doch ich wurde behütet in diesem Jahr. Gott sei Dank.  Der Gottesdienst zum Altjahresabend stellt meine Bilanz unter die große Zusage Gottes: Im alten, wie im neuen Jahr wird Gott uns begleiten, wird Orientierung geben wie die Feuersäule in der Wüste, wird gegen alle Widerstände auf unserer Seite stehen. Meine Welt mag sich ändern. Doch Jesus Christus bleibt der Gleiche: gestern, heute und in Ewigkeit. Sein Versprechen gilt. Es lohnt sich, mit ihm zu rechnen; auch im neuen Jahr.
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DTSTART:20131231
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SUMMARY:Neujahrstag
DESCRIPTION:Weniger rauchen oder mehr schlafen, ein Stellenwechsel oder weniger Gewicht auf der Waage - vielfältig sind die Vorsätze für das neue Jahr. Noch ist es jung, liegt vor uns, wie ein unbeschriebenes Blatt. Doch wie schnell reißen alte Unsitten ein.  Wir können planen, aber wir haben unsere Zukunft nicht in der Hand, das zeigt der Gottesdienst am Neujahrstag. Dennoch macht er Mut zum Aufbruch. Unser Wollen, Tun und Planen liegt in Gottes Macht. Wer ihm seinen Weg anvertraut, den wird er leiten. Mit Gottes Schutz und seiner Hilfe können wir den Weg ins neue Jahr getrost wagen.
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DTSTART:20140101
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SUMMARY:2. So. nach Christfest
DESCRIPTION:"Er ist ganz seines Vaters Sohn." Nicht ohne Stolz sprechen Eltern diesen Satz. Mag er auch einige Macken haben - er ist doch sehr gut geraten. Dass Jesus, Sohn des Josef, gleichzeitig auch ganz der Sohn seines himmlischen Vaters ist, steht im Zentrum des zweiten Sonntag nach dem Christfest.  Das müssen die besorgten Eltern erleben, als der Zwölfjährige einfach im Tempel zurückbleibt, weil er bei seinem Vater sein möchte. Das bezeugen die Jünger, die erkennen, dass hinter "Josefs Sohn" noch ein ganz anderer Vater steht. Das erfahren die ersten Christen: Jesus ist vom Vater gesandt, den Elenden gute Botschaft zu bringen. Menschensohn und Gotteskind - in Jesus Christus vereinen sie sich.
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DTSTART:20140105
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SUMMARY:Epiphanias (Erscheinungsfest)
DESCRIPTION:Es gibt Menschen, Orte oder Momente, die haben eine ganz besondere Ausstrahlung. Die sind so von etwas erfüllt, dass es nicht verborgen bleiben kann. Das Fest der Erscheinung (griech. Epiphanias) feiert die Strahlkraft der Geburt des göttlichen Kindes - weit über die Grenzen des Landes hinweg.  Bild dafür ist der helle Stern, der die drei weisen Männer aus dem Orient an die Krippe führte. Sie erkannten das Licht, das mit Jesus über der Dunkelheit der Welt aufging. Wer den Schein, der von diesem Kind ausgeht, nicht übersieht, der wird selbst zum Lichtträger. Der kann die Botschaft nicht für sich behalten, sondern ist so erfüllt von Gottes Liebe, dass er von innen leuchtet.
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DTSTART:20140106
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SUMMARY:1. So. nach Epiphanias
DESCRIPTION:Die Geburt im Stall war nicht nur ein Traum. Die Geschichte Jesu ging weiter, langsam erst und unbemerkt. Und doch: Er war ein Mensch von Gottes Geist.  Der Erste Sonntag nach Epiphanias steht ganz im Zeichen der Taufe Jesu. Sie steht am Beginn seines Wirkens. In ihr bekennt sich Gott zu Jesus: Dieser Mensch ist mein geliebter Sohn, er hat meinen Geist. Ermutigend das Wort aus alter Zeit: Er, der das Schwache nicht niedertritt, er, der das geknickte Rohr nicht abbricht, kommt von Gott. Er ist Gottes Wahl. Selbst wenn er nach weltlichen Maßstäben Schwäche zeigt. Wer in seinem Geist  lebt, wer auf ihn getauft ist, der ist Gottes Kind.
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DTSTART:20140112
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SUMMARY:2. So. nach Epiphanias
DESCRIPTION:"Heute haben wir wieder einmal aus dem Vollen geschöpft!" Wer das von sich behaupten kann, erkennt noch, wie wenig selbstverständlich es ist, im Überfluss zu leben. Fülle und Überfluss  haben auch bei Jesus Platz, zeigt der zweite Sonntag nach Epiphanias. Das Weinwunder auf der Hochzeit zu Kana zeugt von seiner Herrlichkeit, aber auch von der Großzügigkeit Gottes, der nicht will, dass Menschen Mangel leiden. Auch wenn die Herrlichkeit Gottes so groß ist, dass Menschen ihren Anblick wohl nicht ertrügen, so spiegeln wir doch Gottes Reichtum mit der Vielfalt unserer Begabungen. Wenn wir sie nicht für uns behalten, sondern sie in die Gemeinschaft einbringen, wenn unsere Gaben zu Quellen der Freude und Stärke für andere werden, dann loben wir damit den, der uns so großzügig damit beschenkt hat.
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DTSTART:20140119
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END:VEVENT
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SUMMARY:3. So. nach Epiphanias
DESCRIPTION:Vater unser im Himmel, our Father, notre père, Mi Atyánk, Padre nuestro - vielsprachig läuft das Gebet um die ganze Welt. In knapp 2.500 Sprachen ist die Bibel heute übersetzt - Christentum weltweit. Um die Macht Jesu, die nicht vor Volks- und Landesgrenzen Halt macht, geht es am dritten Sonntag nach Epiphanias. Bereits Jesus und seine Jünger haben sich den Nachbarn des Volkes Israel zugewandt, haben Ausländer geheilt und mit Samaritanern debattiert. Gottes Liebe kennt keine Grenzen - das zeigten schon die Propheten. So wird auch das Reich Gottes bunt und vielsprachig sein. "Es werden kommen von Osten und von Westen, von Norden und von Süden, die zu Tisch sitzen werden im Reich Gottes", prophezeit der Wochenspruch.
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DTSTART:20140126
URL;VALUE=URI:http://www.bayern-evangelisch.de/www/liturgischer_kalender/26.01.2014
END:VEVENT
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SUMMARY:4. So. nach Epiphanias
DESCRIPTION:"Mir steht das Wasser bis zum Hals". Manchmal macht mir die Angst das Atmen schwer. Wenn Sturmzeit angesagt ist, wenn mir ein Verlust den Boden unter den Füßen wegzieht, dann suche ich Halt. Dann brauche ich jemanden, der wie ein Fels in der Brandung steht und den Wellen Einhalt gebietet.  Jesus ist Herr über Naturgewalten und Stürme des Lebens, zeigt der im Kirchenjahr selten vorkommende vierte Sonntag nach Epiphanias. Dort, wo Gott uns allein zu lassen scheint, dort, wo wir meinen, ihn wachrütteln zu müssen, ist er ganz nah: besänftigt, tröstet, glättet Wogen. Selbst die größte Flut ging zu Ende. Warum seid ihr so furchtsam? fragt Jesus, als alles vorbei ist. Habt ihr kein Vertrauen?
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DTSTART:20140202
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END:VEVENT
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SUMMARY:letzter So. nach Epiphanias
DESCRIPTION:Es gibt Momente, in denen sehe ich völlig klar. Für einen Augenblick erscheint mir mein Leben wie von Licht bestrahlt, weiß ich genau, wer ich bin und wohin ich gehe. Bergerfahrungen sind das, voller Überblick und Klarheit. Von einem lichten Erlebnis spricht der letzte Sonntag nach Epiphanias. Auf einem Berg sehen die Jünger Jesus verklärt und erkennen: Dies ist Gottes Sohn. "Hier ist gut sein" sagt Petrus. "Lasst uns Hütten bauen."  Von Gott ergriffen sind sie, wie Mose, den Gott aus dem Feuer anruft, und wie der Seher Johannes auf Patmos. Doch bei einem solchen Erlebnis kann niemand stehen bleiben, jeder muss in den Alltag zurück, oft genug in das Leid. Aber alle nehmen den hellen Schein mit, der sie ermutigt, weiter in Gottes Licht zu leben.
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DTSTART:20140209
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END:VEVENT
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SUMMARY:Septuagesimä
DESCRIPTION:"Das ist unfair!" Nicht nur Kinder sind über Ungerechtigkeit erbost. Doch was ist gerecht? Alle gleich zu behandeln oder die Anlagen jedes Einzelnen zu berücksichtigen? Eltern von unterschiedlichen Kindern wissen, dass eine Gleichbehandlung auch ungerecht sein kann.  Gottes Gerechtigkeit ist Güte, zeigt der Sonntag Septuagesimae (70 - eigentlich nur 63 - Tage vor Ostern).  Der Weinbergbesitzer, der allen, auch den letzten Arbeitern den gleichen Lohn auszahlt; Jesus, der ausgerechnet mit einem Zöllner zu Tisch sitzt; Gott, der sich nicht von Stärke und Reichtum beeindrucken lässt, sondern ihnen Recht und seine Gerechtigkeit entgegensetzt. Diejenigen, die sich von dieser Gerechtigkeit anstecken lassen, die ruft Jesus in seine Nachfolge, zu einem Lauf, der nicht ins Ungewisse führt.  Brauchtum:  An Septuagesimae wurden in der alten Kirche die Taufbewerber für Ostern ausgewählt.
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DTSTART:20140216
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END:VEVENT
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SUMMARY:Sexagesimä
DESCRIPTION:"Was ich nicht höre, das wurde nicht gesagt." Kinder können das hervorragend: Ohren zu, auf Durchzug gestellt. Aber auch uns fällt das Zuhören oft schwer. Wie viel schwerer noch, wenn es um Gottes Wort geht. Und dann trifft es wieder plötzlich, unvermittelt, mitten ins Herz. Das Wort Gottes und seine Wirkung stehen im Zentrum des Sonntags Sexagesimae. Manchmal ist es scharf, schmerzhaft und trennend wie ein Schwert, dann wieder scheint es nicht zu wirken, setzt sich aber fest und wächst im Stillen. Gott streut die Botschaft seiner Liebe großzügig aus. Auch wenn wir sie verdorren lassen: Sie gilt uns. Es liegt an uns, damit ernst zu machen. Aber eins ist sicher: Ohne Wirkung bleibt die gute Nachricht nicht. Wie bei Lydia, die, von Gottes Wort angefacht, zur ersten Christin Europas wurde.
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DTSTART:20140223
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SUMMARY:Estomihi
DESCRIPTION:Wie weit würde meine Freundschaft gehen? Würde ich zu meinen Freunden stehen, selbst wenn sie ausgelacht oder verachtet, verfolgt oder verdächtigt würden? Würde ich sie begleiten? Die Freundschaft zu Jesus verlangt seinen Jüngern viel ab. Sie werden mit ihm nach Jerusalem ziehen und seinen Tod miterleben. Jesus kündigt ihnen das an. Am Sonntag Estomihi steht die Nachfolge im Vordergrund. Nicht, wer viele große Worte macht, sondern wer sich für Gerechtigkeit einsetzt und beharrlich liebt, der hat den Ruf in die Nachfolge gehört, dem hat Jesus die Augen geöffnet. Aber zu Jesus zu stehen, ist nicht immer leicht. Es bedeutet auch, Nachteile in Kauf zu nehmen, sein Leid zu tragen. Jesu Frage gilt auch uns: "Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme an seiner Seele Schaden?".
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DTSTART:20140302
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SUMMARY:Aschermittwoch
DESCRIPTION:Ein Aschenkreuz auf der Stirn - das erlebt man unter Evangelischen selten. Und trotzdem leitet auch in den lutherischen Kirchen der Aschermittwoch die Passionszeit ein, eine Zeit der Einkehr und der Besinnung auf das Leiden Jesu Christi.  In wenigen Gemeinden findet an diesem Tag ein Gottesdienst statt, der auf die Passions- und Fastenzeit einstimmt. Er ruft zu einem Fasten auf, das nach Gottes Willen ist, das leise und beharrlich nach einem Leben fragt, das Gott gefällt. Dass Verzicht zum Wesentlichen führen kann, erfahren diejenigen, die in der Passionszeit lieb gewordene Gewohnheiten aufgeben. Die bundesweite Fastenaktion der Evangelischen Kirche " sieben Wochen ohne", die am Aschermittwoch offiziell eröffnet wird, ermuntert dazu, in der Passionszeit bewusster zu leben.
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SUMMARY:Invocavit
DESCRIPTION:Sie ist nicht zart und sie ist nicht aufregend und sie macht auch wenig Spaß. Auch wenn uns die Werbung etwas anderes erzählt: Versuchung ist eine ernste Sache. Wer versucht wird, bei dem steht nicht selten seine Integrität auf dem Spiel. Ehrlich sein, auch wenn ich dadurch Nachteile habe? Steuern hinterziehen, wenn es niemand sieht? Kann ich mir selbst treu bleiben?  Um Versuchung geht es am Sonntag Invokavit. Von der Versuchung der Schlange - "Ihr werdet sein wie Gott" - bis zu Jesus, der auf subtile Weise versucht wurde. Das Bekenntnis zu ihm und der Blick in die heilige Schrift helfen, in der Versuchung zu bestehen und Gott richtig zu dienen: Hungrige zu speisen, Arme zu bekleiden. Und wenn es schwierig wird: "Ich habe für dich gebeten, dass dein Glaube nicht aufhöre", sagt Jesus zu Petrus.
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SUMMARY:Reminiscere
DESCRIPTION:"Du lernst aber auch gar nichts." Manchmal helfen alles Reden und Erklären nichts, kein Vorbild und keine Predigt. Alles Mühen ist umsonst. Die Kinder haben ihren eignen Kopf. Man möchte sie schütteln, aber sie werden nur noch bockiger. Es fällt schwer, da nicht die Geduld zu verlieren.  So geht es Gott mit seinen Menschen, zeigt der Sonntag Reminiszere. Wie der umhegte  Weinberg, der nur saure Trauben hervorbringt, wie die bösen Weingärtner, die sich in Abwesenheit des gütigen Besitzers des Weinbergs bemächtigen und seine Boten töten, verachten sie oft Gottes Willen. Sie meinen zu glauben und handeln doch herzlos und kalt. Sollte Gott da nicht die Geduld verlieren? Doch gerade zu den Sündern ist Jesus Christus gekommen - zur Hoffnung für alle Welt.
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SUMMARY:Okuli
DESCRIPTION:"Der Einsatz ist hoch", heißt es nicht nur im Glücksspiel. Manche Entscheidungen im Leben verlangen uns viel ab: Kraft und Energie, Geld und Geduld, Tränen, manchmal auch Trennungen. Und trotzdem würden wir uns wieder genauso entscheiden. Weil es rückblickend richtig war, weil uns die Erfahrung reicher gemacht hat.  Auch bei Jesus ist der Einsatz hoch, das zeigt der Sonntag Okuli. Wer Jesus nachfolgen will, muss verzichten lernen, darf nicht zurückschauen. Wer Gott ernst nimmt, muss Entscheidungen treffen für ein Leben in Liebe und Hingabe. Die Bibel erzählt von Menschen, die Gott bis zum Äußersten gefordert hat: Jeremia, der um Gottes Willen verspottet wird; Elia, der  auf der Flucht zu Tode erschöpft ist. Und doch erfahren gerade sie: Gott ist bei mir. Er macht mich stark.
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DTSTART:20140323
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SUMMARY:Lätare
DESCRIPTION:"Der gewinnt auch dem Schlimmsten noch etwas Gutes ab!" Ein Kopfschütteln, ein leises Bewundern. Manche Leute verbreiten Freude, obwohl sie wirklich nichts zu lachen haben. "Freut euch - allem Leiden zum Trotz!" Mitten in der Passionszeit erklingt dieser Ruf am Sonntag Lätare.  Freuen - warum? Weil schon im Sterben das Leben begriffen ist. Plastisch die Bilder, die Jesus wählt: Nur das Samenkorn, das in die Erde fällt, bringt Frucht. Brot muss verzehrt werden, um stärken zu können. Er selbst ist das Brot für uns, das jetzt schon den Hunger nach Leben stillt. Gottes Zusage gilt: "Es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen, aber meine Gnade soll nicht von dir weichen, und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen, spricht der HERR, dein Erbarmer."
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DTSTART:20140330
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SUMMARY:Judika
DESCRIPTION:"Wer nicht hören will, muss fühlen." Wer sich nicht unterordnet, wer nicht gehorcht, muss oft genug die Konsequenzen tragen. Und doch: Blinder Gehorsam kann zur Katastrophe führen, ziviler Ungehorsam gar geboten sein.  Es ist ein harter Gott und ein blinder Gehorsam, den der Sonntag Judika beschreibt: Ein Gott, der Ungehorsam mit Strafen schlägt und Abrahams Gehorsam grausam auf die Probe stellt. Ein Gott, der Jesus abverlangt, als Opfer in den Tod zu gehen? Dunkel ist dieser Gott und fern. Doch auf der anderen Seite steht Gott, der selbst gehorsam ist, der den Menschen dient und ihnen zum Leben verhilft. Auch hinter der dunkelsten Geschichte scheint das durch: Gott will, dass allen Menschen geholfen wird. Im Vertrauen darauf wird es möglich, sich auf Gott zu verlassen und dem Nächsten zu dienen.
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DTSTART:20140406
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SUMMARY:Palmarum / Palmsonntag
DESCRIPTION:Es gibt Momente, in denen ist nichts, wie es scheint. Ein fröhliches Gesicht versteckt tiefe Trauer, wer Härte zeigt, kann auch barmherzig sein, und hinter einer scheinbar so düsteren Zukunft verbirgt sich eine neue Chance. Grenzmomente sind das, unsicher und vage. Erst im Nachhinein deute ich die Zeichen richtig.  Der Palmsonntag führt in eine solche Grenzzeit hinein: Die Hände die eben noch Palmzweige schwingen, sind fast schon zu Fäusten geballt. Das "Hosianna" wird zum gellenden "Kreuzige"-Ruf, fröhliche Gesichter erstarren zu Fratzen. Und doch ist es Jesu Tod am Kreuz, der den Menschen Leben bringt. Sein Weg ins Dunkel war ein Weg ins Licht, heute bekennen wir das. Im Geschlagenen, im Verachteten war Gott ganz nah. Nur wenige erkannten das, wie die Frau, die den Todgeweihten wie einen König salbte.
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DTSTART:20140413
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SUMMARY:Gründonnerstag
DESCRIPTION:Wann habe ich ihn zum letzten Mal gesehen? Welche Worte wurden gesprochen, und was wurde verziehen? Wie wichtig werden diese Fragen, wenn ein geliebter Mensch stirbt. Wohl denen, die Abschied nehmen durften oder gar ein letztes Wort mitbekamen. Sie behalten es ein Leben lang.  Vom letzten Vermächtnis Jesu berichtet der Gründonnerstag. Jesus nimmt sich viel Zeit zum Verabschieden, macht den Jüngern Mut, wäscht ihnen die Füße und gibt ihnen Worte und Zeichen für die Zeit ohne ihn. Und das Vermächtnis lebt. Noch heute bekennen Christen: Im Abendmahl ist Jesus ganz nah, auch nach 2000 Jahren noch. Er gibt uns an seinem neuen Leben Anteil. Ihn ehren wir, wenn wir einträchtig und ohne Trennungen das Brot brechen und den Wein teilen.
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DTSTART:20140417
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SUMMARY:Karfreitag
DESCRIPTION:Wer kann ermessen, wie tief menschliches Leid geht? Hilflos und voller Furcht stehen wir davor. "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" Wer so schreit, fühlt sich ganz allein. Doch Gott weicht dem tiefsten menschlichen Leid nicht aus, davon berichtet der Karfreitag. Er begegnet ihm auf unbegreifliche Art: In Jesus begibt Gott sich selbst kompromisslos in die Nacht hinein. Er wird von Freunden verraten, verspottet, gefoltert und schließlich am Kreuz hingerichtet.  Die ersten Christen bekannten: Jesus ist für unsere Sünden gestorben. Nichts, was wir tun, kann so schlimm sein, dass wir verloren gehen. Aber heute haben immer mehr Menschen Schwierigkeiten damit: Braucht Gott ein Opfer zur Sühne? Er braucht es nicht, aber er ist den Menschen im Leiden ganz nah. Keine Schranken soll es geben zwischen ihm und uns. Zeichen dafür ist das Kreuz, das Himmel und Erde verbindet.
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DTSTART:20140418
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SUMMARY:Karsamstag
DESCRIPTION:Wer kann ermessen, wie tief menschliches Leid geht? Hilflos und voller Furcht stehen wir davor. "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" Wer so schreit, fühlt sich ganz allein. Doch Gott weicht dem tiefsten menschlichen Leid nicht aus, davon berichtet der Karfreitag. Er begegnet ihm auf unbegreifliche Art: In Jesus begibt Gott sich selbst kompromisslos in die Nacht hinein. Er wird von Freunden verraten, verspottet, gefoltert und schließlich am Kreuz hingerichtet.  Die ersten Christen bekannten: Jesus ist für unsere Sünden gestorben. Nichts, was wir tun, kann so schlimm sein, dass wir verloren gehen. Aber heute haben immer mehr Menschen Schwierigkeiten damit: Braucht Gott ein Opfer zur Sühne? Er braucht es nicht, aber er ist den Menschen im Leiden ganz nah. Keine Schranken soll es geben zwischen ihm und uns. Zeichen dafür ist das Kreuz, das Himmel und Erde verbindet.
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DTSTART:20140418
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SUMMARY:Osternacht
DESCRIPTION:An der Schwelle zwischen Tod und Leben, Dunkel und Licht wird die Osternacht gefeiert. In dieser Nacht, in der Jesus auferstand, liegen Trauer und Hoffnung, Todesschwärze und das jubelnde Lob der neuen Schöpfung dicht beieinander.  So spannt die Liturgie einen weiten Bogen: von der guten Schöpfung im Anbeginn über die Abwendung des Menschen von Gott, den Auszug aus Ägypten bis hin zur immer neuen Abkehr vom richtigen Weg. All das gipfelt im Kreuz. Ostern, so die Botschaft dieser Nacht, ist ein neues, umwälzendes Befreiungsgeschehen. Mit seiner Auferstehung zerreißt Jesus so viel: unsere Trennung von Gott, unsere Ohnmacht, unseren Tod. "Christ ist erstanden", mit dem Licht, das entzündet wird, erklingt dieser Osterjubel neu - dem Tod zum Trotz.   Tradition: Taufe in der Osternacht
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DTSTART:20140419
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SUMMARY:Ostersonntag
DESCRIPTION:Die erste Liebe oder die Geburt eines Kindes, Rettung aus höchster Gefahr - es gibt Ereignisse, die erfüllen uns mit unaussprechlicher, tiefer Freude. Singen möchte man und jubeln, oder man bekommt kein Wort heraus vor lauter Glück.  Ostern, das ist das Fest purer Freude. Einer Freude, die deswegen so rein ist, weil sie die Tiefen kennt und sie doch bezwungen weiß. Ostern ist das Urdatum der Kirche. Die drei Frauen am Grab, die Jünger, denen der Auferstandene erscheint und Maria Magdalena, sie können nach dem ersten Schrecken nicht schweigen: Jesus lebt! Die Liebe hat den Tod bezwungen. Er hat die letzte Macht über uns verloren. Wer gegen allen Augenschein in diesem Vertrauen lebt, der kann freier handeln, der wird aufstehen gegen alles, was das Leben bedroht. "Tod, wo ist dein Stachel?", fragt der Apostel Paulus zurecht.  Brauchtum: Osterlachen
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DTSTART:20140420
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SUMMARY:Ostermontag
DESCRIPTION:Manchmal sehe ich das Offensichtliche nicht. Die Lösung, die zum Greifen nah ist, einen Menschen, der Hilfe bringt. Da müssen mir erst die Augen aufgehen.  Auch für die Gegenwart Jesu sind wir oft blind, das zeigt der Ostermontag.  Meilenweit wandern zwei Jünger neben dem Auferstandenen nach Emmaus, bevor sie ihn erkennen. Erst als er das Brot mit ihnen bricht, gehen ihnen die Augen auf. Es ist so viel leichter, an den Tod zu glauben, als an das Leben, auch heute noch. Doch mit Jesu Auferstehung ist jedem Einzelnen das Leben verheißen, auch nach dem Sterben. Die alttestamentliche Vision von Gott, der den Tod zerstört - in Jesus wird sie Wirklichkeit. Wer daran glaubt, für den gibt es keine Hoffnungslosigkeit.
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DTSTART:20140421
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SUMMARY:Quasimodogeniti
DESCRIPTION:"Ich glaube nur, was ich sehe", sagen viele. Was ich mit dem Verstand fassen kann, was ich be-greifen kann, nur das hat Bestand. Auferstehung? Das passt da nicht hinein.  Auch viele Jünger konnten die Botschaft von der Auferstehung Jesu zunächst nicht glauben. Wo war der Beweis? Wo die logische Erklärung? Der erste Sonntag nach Ostern (Quasimodogeniti) erzählt davon, wie Jesus den Zweiflern und Skeptikern entgegenkam, sich anfassen ließ und gemeinsam mit ihnen aß. So konnten sie später auch glauben, was sie nicht sahen: die unsichtbare Gemeinschaft mit Christus. Schon jetzt haben Christen Anteil an seinem, dem neuen Leben. Darf man das glauben? "Selig sind, die nicht sehen und doch glauben", sagt Jesus.
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DTSTART:20140427
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SUMMARY:Misericordias Domini
DESCRIPTION:Manchmal wünsche ich mir das: Einen, der für mich sorgt, der mir den rechten Weg zeigt und mich unbeschadet durch Gefahren führt, einen, der meinen Durst nach Leben stillt und nach mir sucht, wenn ich verloren gehe. Jesus, der "gute Hirte" steht im Zentrum des zweiten Sonntags nach Ostern. Das Urbild des Schäfers spricht Kinder wie Erwachsene an. Das neue Testament bekennt Christus als den guten Hirten, der das Verlorene nicht aufgibt und der sein Leben für das ihm Anvertraute lässt. Jeder einzelne zählt. Die biblischen Texte warnen aber auch vor schlechten Hirten, die nur an ihr eigenes Wohl denken, bei Gefahr davonlaufen und das Schwache nicht stärken. Da gilt es, sich an den guten Hirten zu halten und nach seinem Beispiel selbst auf andere zu achten.
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DTSTART:20140504
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SUMMARY:Jubilate
DESCRIPTION:Jubilate - Jubelt! Wie leicht ist es, im Frühjahr in den Jubel der wiedererwachenden Natur einzustimmen. Ihr Wiederaufblühen wird in der Osterzeit zum wunderbaren Sinnbild der Auferstehung.  Schöpfung und neues Leben sind Themen des Sonntags Jubilate. Er erzählt von der guten Schöpfung am Anfang, aber auch von ihrer Vorläufigkeit. Auch Christen sind der Vergänglichkeit unterworfen. Und doch haben sie bereits eine Ahnung von neuem Leben. Denn Jesus ist auferstanden. Für den, der daran glaubt, hat der Tod seine Endgültigkeit verloren. Neu zu werden ist möglich, auch hier und heute. Wer an dieser Hoffnung festhält, dem wächst Stärke zu. Denn wie der Weinstock seinen Trieben Kraft gibt, so haben auch Christen ihren Halt in Christus und können sich immer wieder zum Leben rufen und erneuern lassen.
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DTSTART:20140511
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SUMMARY:Kantate
DESCRIPTION:Der ausgelassene Tanz, das Lied, das Trauernden die Tränen löst, das Pfeifen im Dunkeln und die Arie, die tief ins Herz dringt - Musik lässt niemanden unbewegt. Evangelische Frömmigkeit wäre nicht denkbar ohne sie. Um Musik und Gesang drehen sich die biblischen Lesungen am Sonntag Kantate (Singt!): Der erleichterte Dank der Geretteten, das mächtige Loblied der Werke Gottes und der mutige Gesang, der Kerkermauern sprengt - sie alle vereinen sich zu einem vielstimmigen Lob Gottes. Kein Bereich des Lebens soll von diesem Lob ausgeschlossen sein, keiner ist zu gering für diese Musik. Je mehr unser Leben zum Gesang wird, desto stärker wird uns dieses Lied verändern zu liebevolleren und dankbaren Menschen.
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DTSTART:20140518
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SUMMARY:Rogate
DESCRIPTION:Wie komme ich in Kontakt mit Gott? Bleibt nicht ungehört, was ich zu ihm spreche? Vielen Erwachsenen fällt das Beten schwer. Andere erleben es als befreiend, ihr Herz auszuschütten oder in der Stille Gott zu suchen.  Der Sonntag Rogate (Betet!) ermutigt zum Gebet. Auch Jesus hat immer wieder dazu aufgerufen. Vielfältige Formen des Betens finden sich schon in der Bibel: Das stürmische  und unnachgiebige Gebet, das Gott drängt wie einen Freund, das stellvertretende Einstehen für andere und der Dank. Jesus verspricht, dass wer in seinem Namen bittet, bei Gott nicht auf taube Ohren stößt. Und er lehrt seine Jünger das Gebet, das alle anderen umfasst: das Vaterunser. Es müssen nicht viele Worte sein. Dieses ist genug. Es führt zum Hören auf Gott. Nicht unser, sondern Gottes Wille soll geschehen.
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DTSTART:20140525
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SUMMARY:Christi Himmelfahrt
DESCRIPTION:"Hier ist der Himmel auf Erden", sagen wir in Momenten, in denen es uns rundum gut geht. Was ist der Himmel? Die unendlich blauen Weiten über uns oder die scheinbar zeitlosen Sekunden, in denen wir glücklich sind?  Wenn wir Christi Himmelfahrt feiern, erinnern wir an den Abschied Jesu von seinen Jüngern 40 Tage nach seiner Auferstehung. Er kehrt zurück zu Gott. Seit dieser Zeit ist für Christen der Himmel dort, wo Jesus Christus ist. Zwischen Himmel und Erde leben sie. Und doch: "Was steht ihr da und schaut in den Himmel?" Die Frage an die Jünger gilt auch uns. Im Hier und Jetzt, in unserer Gegenwart können wir etwas vom Himmel erfahren: in dem Glanz auf den Gesichtern unserer Mitmenschen, in Momenten der Freude und der Liebe, in denen wir eins sind mit Gott und Menschen.
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SUMMARY:Exaudi
DESCRIPTION:Manchmal wird mir der Abschied schwer: Wenn ich dem Zug hinterher blicke oder hinter der Absperrung am Flughafen stehe. Noch viel schwerer ist es, wenn ich nicht weiß, ob wir uns wiedersehen werden. Den Abschied Jesu von seinen Jüngern beschreibt der Sonntag Exaudi (Erhöre!). Seit seiner Himmelfahrt ist Jesus nicht mehr sichtbar bei ihnen. Es liegen harte Tage vor ihnen. Doch Jesus lässt sie nicht allein. Auf andere Art wird er ihnen nahe sein: in ihren Herzen, als nie versiegende Quelle der Kraft. In einem neuen Geist werden sie Jesus erkennen. Das ist kein Ersatz für seine Anwesenheit, aber ein Trost. Noch heute lebt dieser Geist unter uns: Wo nach Gottes Willen gefragt wird, wo Liebe unser Handeln prägt, da wird er spürbar. Aber auch dort, wo wir verzagen, wo uns der Hals zugeschnürt ist, ist er uns tröstend nahe und bringt unsere Anliegen vor Gott.
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DTSTART:20140601
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SUMMARY:Pfingstsonntag
DESCRIPTION:Dass ich andere nicht verstehe, das erlebe ich so oft: In fremden Ländern, bei Fachgesprächen oder wenn ich an anderen vorbeirede. Das Gegenteil geschieht an Pfingsten. Jünger, die gerade noch mutlos waren, überkommt eine große Kraft, wie ein Sturmwind. Bewegt vom Heiligen Geist sprechen sie von Jesus Christus, und das Wunder geschieht: Jeder kann sie in seiner eigenen Sprache verstehen. Viele lassen sich taufen: Die Kirche ist geboren. Pfingsten lädt ein, darüber nachzudenken, welche Sprache wir sprechen: die Sprache der Angst oder die der Liebe. Der Pfingstgeist hält Jesus unter uns lebendig. Es ist ein Geist, der Menschen verbindet und nicht trennt, der befreit und nicht einengt, ein Geist, der uns die Augen öffnet für Unrecht und uns den Mund auftut für die Wahrheit.
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DTSTART:20140608
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SUMMARY:Pfingstmontag
DESCRIPTION:Die eine kann gut lesen und der andere hat einen guten Geschmack. Diese kann gut zuhören und jener hat einen wachen, kritischen Verstand. So bunt und vielfältig wie die Menschen sind die Begabungen in den christlichen Gemeinden. 
Die praktischen Auswirkungen des Heiligen Geistes hat der Pfingstmontag im Blick. Da ist Petrus, der, bewegt von Gottes Geist, erkennt, dass Jesus der Messias ist. Da sind jene, die ihre Erfahrungen mit Gott weitergeben, und andere, die die Zeichen der Zeit erkennen. Alle Gaben aber vereint ein Geist: die Kraft, die von Jesus Christus ausgeht und die der Liebe und dem Aufbau der Gemeinde dient. 
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DTSTART:20140609
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SUMMARY:Trinitatis
DESCRIPTION:Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist, der eine Gott in drei Personen - viele tun sich damit schwer. Drei in einem - wie soll das gehen?  Am Sonntag Trinitatis feiern Christen das Fest der Dreieinigkeit Gottes - einer theologischen Idee, die schwierig ist und doch viel über das Wesen Gottes aussagt. Gott ist umfassender, als ein Mensch begreifen kann. Aber er lässt sich auf eine Geschichte mit den Menschen ein und offenbart ihnen mit der Zeit immer mehr von sich: Als Vater erwählt sich Gott ein Volk, als Sohn  nimmt er sich des Schicksals aller Menschen an, bezieht schließlich in jedem einzelnen Wohnung: als Begeisterung, als Tröster und als Liebeskraft. Gott ist reine Beziehung - zu der Welt und in sich selbst. Niemand ist von seiner Gegenwart ausgeschlossen. Gott kann und will nicht für sich sein. Ein Ausdruck dafür ist seine Dreieinigkeit.
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DTSTART:20140615
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SUMMARY:1. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Die einen predigen Gesundheit oder Erfolg, andere Reichtum oder Schönheit. Im Dschungel der fast unbegrenzten Sinnangebote kann man sich leicht verlaufen: Welche Heilsversprechen führen in die Irre? Welche der mir angebotenen Wege führen wirklich zum Leben, sind von Gott? Der 1. Sonntag nach Trinitatis ermuntert dazu, achtsam zu bleiben für die Stimme Gottes zwischen den vielen Stimmen um uns. Dazu gibt es Hörhilfen: Die Worte und Werke Jesu, das Zeugnis von Mose und den Propheten, ein Bekenntnis, das an Gott allein festhält. Alle weisen den einen Weg: den Weg der Liebe, die sich furchtlos und freigiebig dem anderen zuwendet.
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SUMMARY:Tag d. Geb. Johannes d. Täufers
DESCRIPTION:In manchen Familien häufen sich die berühmten Persönlichkeiten. „Früher war ich immer der Sohn meines Vaters, heute bin ich der Vater meines Sohnes“ hat der Vater des Komponisten Felix Mendelssohn-Bartholdy und der Sohn des Philosophen Moses Mendelssohn, Abraham Mendelssohn-Bartholdy immer wieder erzählt. Ähnlich ist es in der Familie Jesu: Sein älterer Cousin, Johannes, hat schon vor Jesus Berühmtheit erlangt. Er ist der Vorläufer, der Wegbereiter, der Täufer – eine schillernde, streitbare Persönlichkeit. Am Festtag der Geburt Johannes des Täufers stehen seine Person und sein Leben im Mittelpunkt – die wundersame Ankündigung seiner Geburt und seine Beziehung zu Jesus Christus, in dessen Schatten er immer mehr tritt. Dies macht der Wochenspruch aus dem Johannesevangelium sehr deutlich: „Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen.“ (Joh 3,30)
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SUMMARY:2. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:"Tut mir Leid, keine Zeit" - eine Absage, schnell und achtlos dahingesagt, manchmal später bereut. Wer kennt das nicht? Wenn Gott einlädt zum Fest des Lebens, dann gibt er überfließend und umsonst. Dann gilt seine Einladung allen: Wohlhabenden und Armen, Nahestehenden und Fernen, Glaubenden und Zweifelnden. Gut für die, die keine Entschuldigung vorschützen und keine Ausflüchte suchen. Der 2. Sonntag nach Trinitatis ermuntert dazu, Gottes Einladung nicht auszuschlagen, sondern sich an seinen Tisch rufen zu lassen - in eine bunt gemischte Gemeinschaft, in der sich niemand profilieren muss, sondern in der ein Klima der gegenseitigen Achtsamkeit und Wertschätzung, Offenheit für Außenstehende und Nachsicht gegen Schwächere herrscht.
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DTSTART:20140629
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SUMMARY:3. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Manchmal stehe ich da und möchte die Zeit zurückdrehen: Mein verletzendes Wort, meine falsche Entscheidung, meine Unachtsamkeit… "Wenn man es doch ungeschehen machen könnte!" Es ist schmerzlich, wenn das nicht gelingt. Was bei Menschen oft nicht mehr geht, bei Gott ist es möglich - das ist die Botschaft des 3. Sonntags nach Trinitatis. Gott will nicht, dass Menschen verloren gehen. Er lässt sie ihre Wege suchen und ihre Fehler machen: Das Schaf, das auf Abwege gerät den Zöllner Zachäus, der den Menschen das Geld aus der Tasche zieht, und den Sohn, der es zu Hause nicht mehr aushält. Doch wie der gute Vater lässt Gott sie nicht fallen: Er wartet, geht entgegen, feiert ein Fest für den wieder gefundenen Sohn.  Eindringlich klingt die Mahnung des Propheten: Wagt umzukehren! Ihr könnt zurück, wenn ihr nur wollt.
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DTSTART:20140706
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SUMMARY:4. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Sympathisch oder unsympathisch? Innerhalb weniger Sekunden ist die Entscheidung gefällt. Auch mit dem moralischen Urteil geht es sehr schnell. Wir "wissen" meist sehr gut, was verwerflich ist, und tun lautstark oder subtil unsere Verachtung kund. Vorsicht vor solchen Urteilen!, warnt der 4. Sonntag nach Trinitatis. Denn es gibt niemanden, der ohne Fehler ist, der nicht immer wieder der Großzügigkeit und der Nachsicht bedarf. Einzig Gott ist es, der richten kann. Darum ermutigt Jesus zum Vergeben: Wer aus dem Bewusstsein lebt, dass Gott ihm barmherzig entgegenkommt, der kann versuchen, versöhnt zu leben, wie Josef, der seinen Brüdern nach langer Zeit das Unrecht verzeiht, das sie ihm angetan haben.
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DTSTART:20140713
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SUMMARY:5. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:"Kommt und seht!" Diese Einladung Jesu gilt uns heute wie den Jüngern vor 2000 Jahren. Von Menschen, die sich in Gottes Dienst rufen ließen, erzählt der 5. Sonntag nach Trinitatis. Der Nomade Abraham, der auf Gottes Wort hin auszieht, und die Fischer, die ihre Netze zurücklassen, Paulus, der durch die Botschaft des Auferstandenen zum Apostel wird  - sie alle sind bereit, Altes aufzugeben und mit Gott neue Wege zu gehen. Selbst wenn es unvernünftig scheint.  Das ist riskant, denn oft müssen sie Unverständnis und Spott ihrer Umgebung und den Widerspruch ihrer eigenen Familien ertragen. Doch sie dürfen sehen: Die übervollen Netze sind erst der Anfang unzähliger wunderbarer Erfahrungen. Wer Jesus folgt, entdeckt immer tiefer, wo Gott auf Erden Wohnung nimmt.
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DTSTART:20140720
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SUMMARY:6. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Die meisten waren so klein, dass sie sich heute nicht mehr daran erinnern können. Und trotzdem wurde damals ein Fundament für das ganze Leben gelegt. Der 6. Sonntag nach Trinitatis steht ganz im Zeichen der Taufe. Er erinnert an den Auftrag Jesu, Menschen zu taufen und an das Geschenk, das am Beginn des Lebens als Christ und Christin steht:  Jesu Leben, Sterben und Auferstehen gilt mir, mein Leben ist vor Gott rein und gut. Über meinem Leben steht die Zusage: "Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!" Viele Gemeinden taufen an diesem Sonntag oder feiern ein Taufgedächtnis.
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DTSTART:20140727
URL;VALUE=URI:http://www.bayern-evangelisch.de/www/liturgischer_kalender/27.07.2014
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SUMMARY:7. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Ich habe so viel - und trotzdem bin ich manchmal ganz leer. Ich werde täglich satt, und trotzdem habe ich einen ungeheueren Durst nach mehr. Ich sehne mich nach etwas, das ich nicht beschreiben kann… Dass Gott körperlichen und seelischen Hunger stillt - davon erzählen die Lesungen des 7. Sonntag nach Trinitatis, der aus verschiedenen Perspektiven das Abendmahl beleuchtet.  Essen und Trinken, Zusammensitzen und Feiern gehören zum christlichen Glauben. Jesus nahm die natürlichen Bedürfnisse der Menschen ernst, sättigte Tausende mit fünf Broten und zwei Fischen und saß mit unterschiedlichsten Menschen zu Tisch. Im Abendmahl setzen Christen von Anfang an diese einträchtige Tischgemeinschaft fort und nehmen die Zeit vorweg, in der der Hunger nach wahrem Leben gestillt sein wird.
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DTSTART:20140803
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END:VEVENT
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SUMMARY:8. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Was ich tue oder unterlasse, was ich sage und plane, ist nicht gleichgültig. Wer vom Glauben an Jesus angesteckt ist, der weiß: Ich bin verantwortlich. Mein Leben kann etwas verändern. Wie ein Stein, der ins Wasser fällt, oder wie ein Funke, der überspringt, setzt die frohe Botschaft von Jesus Christus Menschen in Bewegung.  So spricht der 8. Sonntag nach Trinitatis von den Auswirkungen des Glaubens: Als Licht der Welt und Salz der Erde werden Christen in der Welt nicht unbemerkt bleiben und oft genug auch darin anecken. Als Wohnstätten für Gottes Geist werden sie sorgsam und besonnen mit ihrem Körper umgehen. Von Gottes Licht berührt, werden sie selbst wie Kirchenfenster leuchten und das Dunkle meiden.
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DTSTART:20140810
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SUMMARY:9. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Welche Sicherheiten habe ich? Womit kann ich rechnen? Oft ist mir mein Leben undurchsichtig, und die Welt um mich verändert sich schnell. Dann will ich nichts riskieren, einfach nur dahinleben… Doch der 9. Sonntag nach Trinitatis beunruhigt: Wer sich auf Gott einlässt, muss auf Überraschungen gefasst sein - wie Paulus, dessen Werte durch die Begegnung mit Jesus auf den Kopf gestellt werden, wie Jeremia, der sich für zu jung hält und trotzdem zum Propheten berufen wird, wie der Mann, der auf einen Schatz stößt und spontan seinen ganzen Besitz dafür verkauft.  Nur wer etwas riskiert, wer seine Gaben Gott und den Menschen zur Verfügung stellt, wird letztlich reich dastehen. Welch ein Paradox: Nur wer sich nicht auf weltliche Sicherheiten verlässt, dessen Lebenshaus steht auf festem, sicherem Grund.
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DTSTART:20140817
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SUMMARY:10. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Israel - ein von Konflikten gebeuteltes Land. Eine grauenvolle Geschichte, die Deutschland und Israel trennt und verbindet. Israel - Ursprung des Christentums, verachtet und idealisiert, bewundert und verfolgt. All diese Facetten spielen am "Israelsonntag" eine Rolle. Er erinnert seit dem 16. Jahrhundert an den Gedenktag der Zerstörungen des Jerusalemer Tempels.  Freilich wurde er in seiner Geschichte sehr unterschiedlich begangen: Während in der Vergangenheit die Überlegenheit des Christentums demonstriert wurde, stehen heute die Trauer über das Unrecht, das den Juden angetan wurde, sowie die heutigen guten Beziehungen zwischen Juden- und Christentum im Vordergrund. Auch wenn wir nicht wissen, was Gottes Plan mit den beiden Religionen ist, so bleibt Israel doch Gottes auserwähltes Volk.
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DTSTART:20140824
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SUMMARY:11. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:"Mein Haus, mein Auto, mein Boot" - auch wenn ich nicht so dick auftrage, habe ich doch gern etwas vorzuweisen: einen sicheren Arbeitsplatz, eine intakte Partnerschaft oder wohl geratene Kinder. Vor Gott zählen solche "Errungenschaften" nichts. Es gibt nichts, womit ich mich vor ihm brüsten könnte, zeigt der 11. Sonntag nach Trinitatis, weder mit meinem Erfolg, noch mit meinem Glauben.  Gerade diejenigen, die wissen, dass sie vor Gott nichts vorzuweisen haben, und sich ganz auf ihn verlassen, denen wendet er sich zu. Jesus lässt sich von Zöllnern einladen und von einer Prostituierten salben. Gerade sie können seine Zuneigung schätzen und mit Liebe antworten. Wir können Gottes Liebe nicht verdienen, nur dankbar empfangen.
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DTSTART:20140831
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SUMMARY:12. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Manchmal verstumme ich vor dem Leid anderer Menschen. Manchmal stehe ich wie gelähmt vor den Herausforderungen für unsere Welt. Manchmal verschließe ich meine Augen vor den Bildern, die täglich über den Fernseher auf mich einströmen und meine Ohren vor den Klagen Verzweifelter. Manchmal verschließe ich mein Herz…  Von Jesus, der Menschen Augen und Ohren aufschließt, von der Vision einer Welt ohne Leid und Krankheit, von dem Ende jeder Ungerechtigkeit spricht der 12. Sonntag nach Trinitatis. Aber er geht noch weiter: Er erzählt von Menschen, die, angeregt vom Beispiel Jesu, selbst andere aus der Erstarrung holen. Menschen werden auf vielfältige Weise von Jesus berührt und verbreiten sein Lob - und bauen nach ihren Kräften mit an Gottes Reich.
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DTSTART:20140907
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SUMMARY:13. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:"Man kann doch nicht einfach so zusehen" - leider doch. Jahr für Jahr sterben Menschen, weil andere wegschauen, schweigen, abwarten. Der Mensch ist "seines Bruders Hüter", trägt Mitverantwortung für ihn, sagt der 13. Sonntag nach Trinitatis. Wer an Jesus Christus glaubt, den kann die Not anderer Menschen nicht unberührt lassen. Der greift nach seinem   Vermögen zu und hilft, selbst wenn es ihm Nachteile einbringt.  Wer so nach Gottes Willen handelt, den bezeichnet Jesus als Schwestern und Brüder. Doch wer ein so weites Herz nicht hat, wer eine solche Liebe für den Nächsten nicht aufbringen kann, hat noch wenig von Gott begriffen. Denn Gott ist in der Liebe machtvoll gegenwärtig. Und wenn die Kraft dazu nicht reicht? Gottes Liebe bleibt unerschöpflich.
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DTSTART:20140914
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SUMMARY:14. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Immer wieder das Gleiche: Wenn es mir schlecht geht, dann vergesse ich zu gerne, wie viel Gutes mir schon in meinem Leben geschenkt wurde. Geht es mir aber wieder gut, dann kommt es mir selbstverständlich vor. Der 14. Sonntag nach Trinitatis hilft dem Gedächtnis auf die Sprünge und öffnet die Augen dafür, von wem all das Gute kommt, mit dem wir beschenkt sind: "Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat".  Wer dankbar lebt, der ist nicht nur glücklicher, der lebt auch in Gottes Geist. Der Geist, der es uns erlaubt, kindlich zu Gott zu beten und von ihm Gutes zu empfangen, weckt auch die Erinnerungen an die Wohltaten Gottes. Der öffnet auch dem Geheilten den Mund zu Gottes Lob.
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DTSTART:20140921
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SUMMARY:15. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Oft wächst mir mein Leben über den Kopf. Ein dickes Paket von Sorgen scheint mich niederzudrücken. Um meine Zukunft, meine Kinder, anstehende Entscheidungen. Und dann die vielen Fragen: Werde ich gut ankommen? Wie schaffe ich das enorme Arbeitspensum? Was soll ich sagen? Was anziehen? Manchmal raubt mir das den Schlaf.  Doch vieles erweist sich nach Wochen als unbegründet. "Sorgt euch doch nicht so viel" - dieses Wort Jesu steht über dem 15. Sonntag nach Trinitatis. Der Gott, der in der Schöpfung für seine Menschen reich gesorgt hat, der wird sich auch weiter um sie kümmern - auch durch andere. Im Vertrauen darauf könnten sie das Sorgen aufgegeben und frei werden für ein Leben, das sich nur auf Gott verlässt. Ja, wenn der Glaube nur größer wäre!
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DTSTART:20140928
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SUMMARY:Michaelistag
DESCRIPTION:Sie sind klein und pummelig oder schlank mit langem blondem Haar, sie hängen in Autos oder am Schlüsselbund: Engel haben Hochkonjunktur.  Der Michaleistag, der Gedenktag des Erzengels Michael und aller Engel, wird in der evangelischen Kirche selten begangen. Dennoch spielen auch hier die Himmelswesen eine wichtige Rolle. Aber niedlich sind die biblischen Engel keineswegs. Als machtvolle Boten, die dem Bösen widerstehen, als Gottes "Heerscharen" treten sie auf: Michael, der mit dem Teufel kämpft, der Engel, der aus dem Gefängnis führt und der Gottesgesandte, der unsichtbar, aber gewaltig, vom falschen Weg abbringt. Auch von Schutzengeln weiß die Bibel zu berichten. Eines jedoch wird ganz deutlich. Die Engel haben keine eigene Macht. Sie sind Diener, die durch ihren Auftrag zu Himmelsboten werden.   Nach dem Michaelistag richtet sich in der evangelischen Kirche der Termin des Erntedankfestes.
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DTSTART:20140929
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SUMMARY:Erntedank
DESCRIPTION:Der Riesenkürbis und die volle Ähre, die Honigwabe und das Brot - im reich geschmückten Erntealtar kommen Fülle der Natur und Früchte der Arbeit recht zur Geltung. Doch wir ernten mehr: Nahrung und Kleidung, jedes Wachsen und Gedeihen in Partnerschaft und Familie, große und kleine Erfolge im Beruf - da ist so viel, wofür wir danken können.  Das Erntedankfest gibt der Dankbarkeit Raum und wendet sie hin zu Gott. Wer dankt, sieht nichts als selbstverständlich an und weiß sich von Gott reich beschenkt. Ängstliches Sammeln und übermäßiges Sorgen ist ihm fremd. Gottes Großzügigkeit steckt an. So lenkt der Sonntag den Blick über den eigenen Tellerrand hinaus und ruft zum verantwortungsvollen Teilen von Besitz und Ressourcen auf. Wer so geben kann, dessen Quellen werden nie versiegen.
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DTSTART:20141005
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SUMMARY:17. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Glaube? Da fällt mir meine Großmutter ein, die jeden Tag den Abendsegen sprach. Oder der Junge, der fest hofft, dass Gott seine Mama gesund machen wird. Und so viele Männer und Frauen, die im Vertrauen auf Gott ihre Grenzen überschritten: Hilfsprojekte starteten, Widerstand leisteten oder anderen Mut machten. Glaube ist nichts Abstraktes. Er wird gelebt.  So erzählt der 17. Sonntag nach Trinitatis Glaubensgeschichten: Eine "Ungläubige" überwindet Jesu Ablehnung mit ihrem Glauben. Ein Vater bittet um Hilfe für seinen kranken Sohn. Ein Blinder wird sehend und bringt sich mit seinem Glauben in Schwierigkeiten. Beispiele dafür, wie der Glauben Menschen verändern kann. Und wenn das mit dem Vertrauen nicht geht? "Ich glaube, hilf meinem Unglauben!", bittet der Vater.
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DTSTART:20141012
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SUMMARY:18. So n. Trinitatis
DESCRIPTION:Das eine geht nicht ohne das andere: Man kann noch so sehr für Gott eifern, ohne die Liebe zu anderen Menschen bleibt man ihm fern. Man kann sich noch so sehr für andere aufarbeiten, ohne die Rückbindung, ohne die Liebe zu Gott fehlt das Fundament.  Gott lieben und meinen Nächsten wie mich selbst - dieses höchste Gebot steht im Zentrum des 18. Sonntag nach Trinitatis. Auch die zehn Gebote weisen den Weg zur Gottes- und Nächstenliebe. Wenn christliche Gemeinden unterschiedslos offen sind für Menschen aller Bevölkerungsschichten und Lebenssituationen, wenn sie einträchtig und freundlich miteinander umgehen, sich gegenseitig zum Glauben ermuntern und sich für den Frieden einsetzen, dann strahlen sie etwas von dieser Liebe aus.
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DTSTART:20141019
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SUMMARY:19. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Es gilt als bewiesen, dass Christen gesünder sind als andere Menschen. Sie haben weniger psychischen Stress, heißt es, und bessere Wege der Verarbeitung. Seelische Belastungen können krank machen. Sehr sensibel reagiert unser Organismus auf unsere inneren Nöte. Der 19. Sonntag nach Trinitatis schafft einen Zusammenhang zwischen seelischer Entlastung und körperlicher Heilung. Gottes immer neue Zuwendung ist es, die den Menschen gesund  macht. Jesus vergibt einem Gelähmten seine Sünden, bevor er ihn heilt. So sollen  auch christliche Gemeinden für Kranke beten und Sünden vergeben.  "Willst du gesund werden?" Diese nur scheinbar absurde Frage trifft. Ist es nicht leichter, im Alten zu verharren? Bin ich bereit, mich von Gott anrühren zu lassen - wenn ich dabei mein Leben ändern und ein neuer Mensch werden muss?
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DTSTART:20141026
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SUMMARY:Reformationsfest
DESCRIPTION:Wo komme ich her? Wo liegen meine Wurzeln? Am 31. Oktober besinnen sich lutherische Christen auf ihre Herkunft: Am Reformationstag feiern sie Bekenntnis- und Geburtstag der evangelischen Kirche zugleich.  An die Geschichte des hartnäckigen Mönchs, der mit wehender Kutte seine 95 Thesen an die Wittenberger Schlosskirche nagelt und damit ganz Europa in Aufruhr versetzt, erinnert dieser Tag. Martin Luther war kein Heiliger, aber ein Mensch, der mit seiner Standhaftigkeit, seinem brennenden Fragen nach Gott und seinem mutigen Einstehen für seinen Glauben die Kirche tief geprägt hat. Nach seinem Bespiel arbeiteten viele Christen an der Erneuerung der Kirche und tun es heute noch. So fragt der Reformationstag auch nach gegenwärtigen Missständen und nach der Kirche, die sich immer wieder reformieren muss.
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DTSTART:20141031
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SUMMARY:20. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Was ist richtig? Was ist falsch? In einer Welt, in der ich oft nur Grautöne sehe, hätte ich das gerne: Klare moralische Grundregeln und Verhaltensmaßstäbe, an denen ich mich ausrichten kann. Der 20. Sonntag nach Trinitatis kommt diesem Bedürfnis nach: "Es ist dir gesagt Mensch, was gut ist", du kannst erfahren, wie richtiges Leben aussehen kann.   Es gibt die Bibel, die einen würdigen und respektvollen Umgang miteinander lehrt, und Institutionen wie die Ehe, die das  Zusammenleben zweier Menschen gut ordnet. Über allen Ordnungen steht jedoch das Wohlergehen des Menschen. Werden Regeln sklavisch angewandt und dazu benutzt, Menschen zu demütigen, dann bewirken sie das Gegenteil, dann entsprechen sie nicht mehr dem christlichen Geist der Liebe und der Freiheit.
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DTSTART:20141102
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SUMMARY:Drittl.S.d.Kj.
DESCRIPTION:"Die Erkenntnis traf ihn wie ein Blitz" - viele erfahren das. Als hätte sich ein Schleier gehoben, sehen wir plötzlich klar. Mit ähnlichen Bildern beschreibt die Bibel Jesu Wiederkommen. Unvermittelt, dennoch unmissverständlich bricht Gottes Gegenwart in unsere Welt - Hoffnung für alle, die unter der Vergeblichkeit ihres Tuns und ihrer Begrenztheit leiden.  Der drittletzte Sonntag im Kirchenjahr mahnt zur Wachsamkeit und zur entschiedenen Ausrichtung auf Jesus Christus. In seinem heilenden Wirken und seiner Macht über den Tod ist Gottes Wirklichkeit in unsere Welt eingebrochen. Die Bitte um sein erneutes Eingreifen in unser Leben wird nicht unerhört bleiben. Wo Menschen in seinem Geist leben, da kann immer wieder flüchtig Gottes Reich aufblitzen.
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DTSTART:20141109
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SUMMARY:Vorletzter Sonntag d. Kj.
DESCRIPTION:Wer kennt sie nicht, die Gerichtsdarstellungen mittelalterlicher Kathedralen? Die Zeiten, in denen grässliche Fratzen uns Furcht einflößten, sind Gott-sei-Dank längst vorbei. Und doch spricht die Bibel vom Jüngsten Gericht. Nicht nur wegen der Opfer, denen zu Lebzeiten kein Recht widerfuhr, ist der Gedanke unverzichtbar. Wer gerichtet wird, wird neu ausgerichtet auf den Weg der Barmherzigkeit und der Liebe. Das kann schmerzhaft sein.  Aber, so vermittelt dieser vorletzte Sonntag im Kirchenjahr, es ist auch eine Erlösung für uns und alle, die unter unserem Tun leiden. Denn es bringt ans Tageslicht, wie wir eigentlich sein sollten: heil und gut. Christen können mit der ganzen Kreatur auf dieses Gericht hoffen, denn sie wissen um die Freundlichkeit ihres Richters. Von dieser Erwartung her können sie auch ihr Leben heute barmherziger gestalten.
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DTSTART:20141116
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SUMMARY:Buß-und Bettag
DESCRIPTION:Ich ahne, dass ich meine rastlose Lebensweise ändern müsste und ignoriere es. Ich tue anderen Unrecht, aber ich gestehe es mir nicht ein. Zur Ehrlichkeit mit mir selbst, zu einem wahrhaftigen, aber gütigen Blick auf meine Schwächen ruft der Buß- und Bettag auf. Kein Mensch ist vollkommen, jeder macht Fehler. Geduldig wartet Gott auf unsere Einsicht und darauf, dass wir zurückkehren auf den Weg der Gerechtigkeit, der Liebe und Achtsamkeit – uns selbst zuliebe. Doch Umkehr kommt nicht von allein. So erinnert der Buß- und Bettag daran, dass ich an jedem Tag umkehren kann und muss. Buße betrifft nicht nur den Einzelnen: Auch der Gemeinschaft tut Besinnung gut. Als öffentlicher Feiertag bietet der Buß- und Bettag der Gesellschaft die Gelegenheit, innezuhalten, den eingeschlagenen Kurs zu überprüfen und, wenn nötig, zu korrigieren.
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DTSTART:20141119
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END:VEVENT
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SUMMARY:Ewigkeitssonntag
DESCRIPTION:Oft träume ich von einer Welt ohne Leiden und Schmerz, ohne Trennung und Tränen, eine Welt, in welcher der Tod seinen Schrecken verliert. Ein neuer Himmel und eine neue Erde, Gott, der mitten unter den Menschen wohnt - in den schönsten Bildern beschreibt die Bibel das Ende der Zeit. Eine Utopie? Ja, aber wer sie glaubt, wird selig. Denn sie hat schon jetzt verändernde Kraft.  Die Verheißung dieser neuen Zeit lässt uns heute schon ausschauen nach ihr, wie die Jungfrauen nach dem Bräutigam, der das Fest eröffnet. In der Hoffnung darauf, dass Gott wahr macht, was er verspricht - auch gegen das Leid und den Tod - gedenken viele Gemeinden am Ewigkeitssonntag ihrer Verstorbenen des letzten Jahres.
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DTSTART:20141123
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END:VEVENT
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SUMMARY:Totensonntag
DESCRIPTION:Oft träume ich von einer Welt ohne Leiden und Schmerz, ohne Trennung und Tränen, eine Welt, in welcher der Tod seinen Schrecken verliert. Ein neuer Himmel und eine neue Erde, Gott, der mitten unter den Menschen wohnt - in den schönsten Bildern beschreibt die Bibel das Ende der Zeit. Eine Utopie? Ja, aber wer sie glaubt, wird selig. Denn sie hat schon jetzt verändernde Kraft.  Die Verheißung dieser neuen Zeit lässt uns heute schon ausschauen nach ihr, wie die Jungfrauen nach dem Bräutigam, der das Fest eröffnet. In der Hoffnung darauf, dass Gott wahr macht, was er verspricht - auch gegen das Leid und den Tod - gedenken viele Gemeinden am Toten- oder Ewigkeitssonntag der Verstorbenen.
CLASS:PUBLIC
DTSTART:20141123
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SUMMARY:1. Advent
DESCRIPTION:Wenn Politiker auf Staatsbesuch sind, genießen sie oft ein Bad in der Menge: Kinder winken mit Fähnchen, die Straßen sind mit Blumen und  Fahnen geschmückt, eine große festliche Menge. Auch Jesus wurde einst mit großem Jubel in Jerusalem begrüßt: Die Menschen winkten mit Palmzweigen und legten Kleider vor die Füße des Esels, auf dem er saß.  Der Erste Advent ermuntert dazu, sich auf eine Ankunft vorzubereiten, deren Bedeutung nicht hoch genug einzuschätzen ist. Denn der da kommt, ist mächtig, aber nicht zu fürchten, ein König, aber er bringt Frieden und wird Recht schaffen. Sich auf ihn einzustellen, heißt, mit langem Atem Liebe und Frieden zu üben. Darum: Machet die Tore weit! Mit dem Advent beginnt im Festkreis der Kirche ein neues Kirchenjahr.
CLASS:PUBLIC
DTSTART:20141130
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END:VEVENT
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SUMMARY:2. Advent
DESCRIPTION:"Kopf einziehen und durch" oder "Kopf hoch, wird schon wieder" sagen wir - ein schwacher Trost. Wir sind so sprachlos, wenn andere beschwert sind. Gerade den Gebeugten und Niedergedrückten, den Zurückgewiesenen und Benachteiligten gilt die Frohe Botschaft: Haltet durch, Gott sieht die Bedrängnis und hört das Klagen. Wer auf Erlösung wartet, hofft nicht vergeblich. Darum: Kopf hoch, damit ihr sie kommen seht. Der Zweite Advent spricht von einem kosmischen, umwälzenden Befreiungsgeschehen. Die Wiederkunft Jesu wird nicht unbemerkt bleiben. Sie wird uns erschrecken, aber nicht zum Fürchten sein.  Wer beharrlich mit seiner kleinen Kraft nach Gott Ausschau hält, den wird er nicht enttäuschen.
CLASS:PUBLIC
DTSTART:20141207
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END:VEVENT
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SUMMARY:3. Advent
DESCRIPTION:Manchmal suche ich Gott, aber der Weg scheint versperrt. Ich dringe nicht durch, stehe mir selbst im Weg. Räumt die Steine aus dem Weg! fordert der Dritte Advent. Im Zentrum: Johannes der Täufer, der mit seinem Ruf zur Umkehr Jesus den Weg bereitet. Wo Jesus kommt, da wird die Welt heller und heiler: Vertrocknetes beginnt zu blühen, verschlossene Augen öffnen sich, lahme Glieder bewegen sich. Nichts, weder Täler der Traurigkeit noch Berge der Selbstüberschätzung, sollen seinem Kommen entgegenstehen. Ihm den Weg zu bereiten, heißt wach zu bleiben und sich in Bewegung setzen zu lassen: Traurige zu trösten und die zu ermutigen, die längst schon aufgegeben haben.
CLASS:PUBLIC
DTSTART:20141214
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END:VEVENT
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SUMMARY:4. Advent
DESCRIPTION:Freude kann schön machen. Unscheinbare Menschen fangen an zu leuchten, wenn sie sich auf etwas freuen: junge Mütter wie Maria, die ein Kind erwarten. Verliebte, die sich auf den geliebten Menschen freuen, Belagerte, denen endlich der Frieden verkündet wird. Von überstrahlender und verändernder Freude spricht auch der Vierte Advent.  Der Herr ist nah! Die Nachricht behalten sie nicht für sich: Die Wächter, die den Friedensboten erspähen, Maria, die den Gott lobt, der Niedrige erhöht und Mächtige vom Thron stößt und wir können angesteckt von Gottes Freude gütiger und schöner werden.
CLASS:PUBLIC
DTSTART:20141221
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END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
SUMMARY:Christvesper
DESCRIPTION:Die Geschichte von Maria und Josef und dem Kind in der Krippe, jedes Jahr berührt sie uns neu: unsere Sehnsucht nach einer heilen Welt, nach allumfassender Liebe, nach einem Gott, der keine Angst macht, nach Licht in der Dunkelheit - wenigstens am Heiligen Abend.  Im Krippenspiel, in der Lesung des Weihnachtsevangeliums und in den leuchtenden Augen der Kinder wird etwas spürbar von der Liebe, die Gott den Menschen schenkt: "Ein Kind ist uns geboren", ein hilfloses Kind, das der Welt Rettung und Hilfe bringt. Es ist ganz arm und soll uns reich machen. Es kommt in die Dunkelheit und bringt Licht.
CLASS:PUBLIC
DTSTART:20141224
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END:VEVENT
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SUMMARY:Christfest I
DESCRIPTION:Freunde und Freundinnen, das sind für mich Menschen, vor denen ich mich nicht verstecken muss, die mich gern haben, auch wenn ich etwas Dummes sage, und die nicht auf mich herabschauen, wenn ich einen Fehler mache. Freunde mögen mich, so wie ich bin.  In Jesus sieht uns Gott freund-lich an, er begegnet uns auf Augenhöhe, davon spricht der erste Weihnachtsfeiertag. Die Hirten, die sich auf das Wort des Engels hin auf den Weg machen, erfahren es als erstes: In dem kleinen, hilflosen Kind zeigt sich ein Gott, vor dem sie sich nicht zu schämen brauchen. Sie können und brauchen nicht zu Gott empor zu steigen, er kommt zu ihnen herab. Ja, noch viel mehr: In diesem Kind macht Gott sie selbst und alle Menschen zu seinen Söhnen und Töchtern, zu Erben seiner Verheißung. Und Weihnachten ist nur der Anfang. Wer sich wie die Hirten auf den Weg zur Krippe macht, wird verändert zurückkommen: bewegt und berührt von der Menschenliebe Gottes.
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DTSTART:20141225
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SUMMARY:Christfest II
DESCRIPTION:Ein Reicher wird arm, Arme werden reich, ein Wolf liegt neben einem Lamm, ein Kind spielt mit der Schlange…die biblischen Lesungen an diesem Tag muten an wie eine "verkehrte Welt".  Mit der Geburt Jesu wurden die bisherigen Ordnungen auf den Kopf gestellt, zeigt der zweite Weihnachtsfeiertag. Weihnachten, das ist der Beginn eines welt- und zeitumspannenden Geschehens. Das große Friedensreich, das seit alter Zeit erwartet wurde, nahm mit Jesus seinen Anfang. Denn, da sind die biblischen Zeugen ganz klar: Sein Platz war von Anfang her bei Gott. So sprechen sie von der Herrlichkeit Jesu und von seiner Einheit mit Gott. In seiner Geburt verbinden sich Himmel und Erde, kommt der ewige Gott zu den Menschen und zieht die Menschen zu sich empor. Das ist nicht auf den ersten Blick zu erkennen. Aber wer es glaubt, wird viele Zeichen dieser neuen Welt wahrnehmen.
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DTSTART:20141226
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SUMMARY:1. So. n. Christfest
DESCRIPTION:Alt ist er geworden und grau. Doch seine Augen sind jung und leuchtend in die Ferne gerichtet. "Du spinnst!" sagen die einen. "Hör doch auf. Es wird sich nichts ändern". Freunde haben sich kopfschüttelnd abgewandt, andere sind verbittert gestorben. Leise, geduldig wartet er weiter, traut der alten Verheißung auf den Friedenskönig, der die Rettung bringt. Jahr um Jahr, Tag um Tag. Als er das Kind in den Armen hält, öffnet er die Augen in plötzlichem Erkennen: Er hat nicht vergeblich gewartet. Und Simeon singt: "Meine Augen haben deinen Heiland gesehen".  Dass in Jesus Christus Gott sichtbar geworden ist, darum geht es am ersten Sonntag nach dem Christfest. Immer wieder haben Menschen in ihm das Licht erkannt, das die Dunkelheit erhellt, haben, wie Simeon, es staunend bekannt und weitererzählt.
CLASS:PUBLIC
DTSTART:20141228
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SUMMARY:Altjahresabend
DESCRIPTION:"Schon wieder ein Jahr vorbei." Es ist erschreckend, wie die Zeit vergeht. Der Jahreswechsel macht das immer wieder neu bewusst. Er ist eine Chance zum Innehalten und zur Rückschau. Was ist in diesem Jahr gelungen? Was missglückt? Wem bin ich etwas schuldig geblieben? Für vieles kann ich danken, manches noch zurechtbiegen, einige Sorgen ablegen. Anderes schleppe ich mit. Doch ich wurde behütet in diesem Jahr. Gott sei Dank.  Der Gottesdienst zum Altjahresabend stellt meine Bilanz unter die große Zusage Gottes: Im alten, wie im neuen Jahr wird Gott uns begleiten, wird Orientierung geben wie die Feuersäule in der Wüste, wird gegen alle Widerstände auf unserer Seite stehen. Meine Welt mag sich ändern. Doch Jesus Christus bleibt der Gleiche: gestern, heute und in Ewigkeit. Sein Versprechen gilt. Es lohnt sich, mit ihm zu rechnen; auch im neuen Jahr.
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DTSTART:20141231
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SUMMARY:Neujahrstag
DESCRIPTION:Weniger rauchen oder mehr schlafen, ein Stellenwechsel oder weniger Gewicht auf der Waage - vielfältig sind die Vorsätze für das neue Jahr. Noch ist es jung, liegt vor uns, wie ein unbeschriebenes Blatt. Doch wie schnell reißen alte Unsitten ein.  Wir können planen, aber wir haben unsere Zukunft nicht in der Hand, das zeigt der Gottesdienst am Neujahrstag. Dennoch macht er Mut zum Aufbruch. Unser Wollen, Tun und Planen liegt in Gottes Macht. Wer ihm seinen Weg anvertraut, den wird er leiten. Mit Gottes Schutz und seiner Hilfe können wir den Weg ins neue Jahr getrost wagen.
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DTSTART:20150101
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SUMMARY:2. So. nach Christfest
DESCRIPTION:"Er ist ganz seines Vaters Sohn." Nicht ohne Stolz sprechen Eltern diesen Satz. Mag er auch einige Macken haben - er ist doch sehr gut geraten. Dass Jesus, Sohn des Josef, gleichzeitig auch ganz der Sohn seines himmlischen Vaters ist, steht im Zentrum des zweiten Sonntag nach dem Christfest.  Das müssen die besorgten Eltern erleben, als der Zwölfjährige einfach im Tempel zurückbleibt, weil er bei seinem Vater sein möchte. Das bezeugen die Jünger, die erkennen, dass hinter "Josefs Sohn" noch ein ganz anderer Vater steht. Das erfahren die ersten Christen: Jesus ist vom Vater gesandt, den Elenden gute Botschaft zu bringen. Menschensohn und Gotteskind - in Jesus Christus vereinen sie sich.
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DTSTART:20150104
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SUMMARY:Epiphanias (Erscheinungsfest)
DESCRIPTION:Es gibt Menschen, Orte oder Momente, die haben eine ganz besondere Ausstrahlung. Die sind so von etwas erfüllt, dass es nicht verborgen bleiben kann. Das Fest der Erscheinung (griech. Epiphanias) feiert die Strahlkraft der Geburt des göttlichen Kindes - weit über die Grenzen des Landes hinweg.  Bild dafür ist der helle Stern, der die drei weisen Männer aus dem Orient an die Krippe führte. Sie erkannten das Licht, das mit Jesus über der Dunkelheit der Welt aufging. Wer den Schein, der von diesem Kind ausgeht, nicht übersieht, der wird selbst zum Lichtträger. Der kann die Botschaft nicht für sich behalten, sondern ist so erfüllt von Gottes Liebe, dass er von innen leuchtet.
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DTSTART:20150106
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SUMMARY:1. So. nach Epiphanias
DESCRIPTION:Die Geburt im Stall war nicht nur ein Traum. Die Geschichte Jesu ging weiter, langsam erst und unbemerkt. Und doch: Er war ein Mensch von Gottes Geist.  Der Erste Sonntag nach Epiphanias steht ganz im Zeichen der Taufe Jesu. Sie steht am Beginn seines Wirkens. In ihr bekennt sich Gott zu Jesus: Dieser Mensch ist mein geliebter Sohn, er hat meinen Geist. Ermutigend das Wort aus alter Zeit: Er, der das Schwache nicht niedertritt, er, der das geknickte Rohr nicht abbricht, kommt von Gott. Er ist Gottes Wahl. Selbst wenn er nach weltlichen Maßstäben Schwäche zeigt. Wer in seinem Geist  lebt, wer auf ihn getauft ist, der ist Gottes Kind.
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SUMMARY:2. So. nach Epiphanias
DESCRIPTION:"Heute haben wir wieder einmal aus dem Vollen geschöpft!" Wer das von sich behaupten kann, erkennt noch, wie wenig selbstverständlich es ist, im Überfluss zu leben. Fülle und Überfluss  haben auch bei Jesus Platz, zeigt der zweite Sonntag nach Epiphanias. Das Weinwunder auf der Hochzeit zu Kana zeugt von seiner Herrlichkeit, aber auch von der Großzügigkeit Gottes, der nicht will, dass Menschen Mangel leiden. Auch wenn die Herrlichkeit Gottes so groß ist, dass Menschen ihren Anblick wohl nicht ertrügen, so spiegeln wir doch Gottes Reichtum mit der Vielfalt unserer Begabungen. Wenn wir sie nicht für uns behalten, sondern sie in die Gemeinschaft einbringen, wenn unsere Gaben zu Quellen der Freude und Stärke für andere werden, dann loben wir damit den, der uns so großzügig damit beschenkt hat.
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SUMMARY:letzter So. nach Epiphanias
DESCRIPTION:Es gibt Momente, in denen sehe ich völlig klar. Für einen Augenblick erscheint mir mein Leben wie von Licht bestrahlt, weiß ich genau, wer ich bin und wohin ich gehe. Bergerfahrungen sind das, voller Überblick und Klarheit. Von einem lichten Erlebnis spricht der letzte Sonntag nach Epiphanias. Auf einem Berg sehen die Jünger Jesus verklärt und erkennen: Dies ist Gottes Sohn. "Hier ist gut sein" sagt Petrus. "Lasst uns Hütten bauen."  Von Gott ergriffen sind sie, wie Mose, den Gott aus dem Feuer anruft, und wie der Seher Johannes auf Patmos. Doch bei einem solchen Erlebnis kann niemand stehen bleiben, jeder muss in den Alltag zurück, oft genug in das Leid. Aber alle nehmen den hellen Schein mit, der sie ermutigt, weiter in Gottes Licht zu leben.
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SUMMARY:Septuagesimä
DESCRIPTION:"Das ist unfair!" Nicht nur Kinder sind über Ungerechtigkeit erbost. Doch was ist gerecht? Alle gleich zu behandeln oder die Anlagen jedes Einzelnen zu berücksichtigen? Eltern von unterschiedlichen Kindern wissen, dass eine Gleichbehandlung auch ungerecht sein kann.  Gottes Gerechtigkeit ist Güte, zeigt der Sonntag Septuagesimae (70 - eigentlich nur 63 - Tage vor Ostern).  Der Weinbergbesitzer, der allen, auch den letzten Arbeitern den gleichen Lohn auszahlt; Jesus, der ausgerechnet mit einem Zöllner zu Tisch sitzt; Gott, der sich nicht von Stärke und Reichtum beeindrucken lässt, sondern ihnen Recht und seine Gerechtigkeit entgegensetzt. Diejenigen, die sich von dieser Gerechtigkeit anstecken lassen, die ruft Jesus in seine Nachfolge, zu einem Lauf, der nicht ins Ungewisse führt.  Brauchtum:  An Septuagesimae wurden in der alten Kirche die Taufbewerber für Ostern ausgewählt.
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SUMMARY:Sexagesimä
DESCRIPTION:"Was ich nicht höre, das wurde nicht gesagt." Kinder können das hervorragend: Ohren zu, auf Durchzug gestellt. Aber auch uns fällt das Zuhören oft schwer. Wie viel schwerer noch, wenn es um Gottes Wort geht. Und dann trifft es wieder plötzlich, unvermittelt, mitten ins Herz. Das Wort Gottes und seine Wirkung stehen im Zentrum des Sonntags Sexagesimae. Manchmal ist es scharf, schmerzhaft und trennend wie ein Schwert, dann wieder scheint es nicht zu wirken, setzt sich aber fest und wächst im Stillen. Gott streut die Botschaft seiner Liebe großzügig aus. Auch wenn wir sie verdorren lassen: Sie gilt uns. Es liegt an uns, damit ernst zu machen. Aber eins ist sicher: Ohne Wirkung bleibt die gute Nachricht nicht. Wie bei Lydia, die, von Gottes Wort angefacht, zur ersten Christin Europas wurde.
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SUMMARY:Estomihi
DESCRIPTION:Wie weit würde meine Freundschaft gehen? Würde ich zu meinen Freunden stehen, selbst wenn sie ausgelacht oder verachtet, verfolgt oder verdächtigt würden? Würde ich sie begleiten? Die Freundschaft zu Jesus verlangt seinen Jüngern viel ab. Sie werden mit ihm nach Jerusalem ziehen und seinen Tod miterleben. Jesus kündigt ihnen das an. Am Sonntag Estomihi steht die Nachfolge im Vordergrund. Nicht, wer viele große Worte macht, sondern wer sich für Gerechtigkeit einsetzt und beharrlich liebt, der hat den Ruf in die Nachfolge gehört, dem hat Jesus die Augen geöffnet. Aber zu Jesus zu stehen, ist nicht immer leicht. Es bedeutet auch, Nachteile in Kauf zu nehmen, sein Leid zu tragen. Jesu Frage gilt auch uns: "Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme an seiner Seele Schaden?".
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SUMMARY:Aschermittwoch
DESCRIPTION:Ein Aschenkreuz auf der Stirn - das erlebt man unter Evangelischen selten. Und trotzdem leitet auch in den lutherischen Kirchen der Aschermittwoch die Passionszeit ein, eine Zeit der Einkehr und der Besinnung auf das Leiden Jesu Christi.  In wenigen Gemeinden findet an diesem Tag ein Gottesdienst statt, der auf die Passions- und Fastenzeit einstimmt. Er ruft zu einem Fasten auf, das nach Gottes Willen ist, das leise und beharrlich nach einem Leben fragt, das Gott gefällt. Dass Verzicht zum Wesentlichen führen kann, erfahren diejenigen, die in der Passionszeit lieb gewordene Gewohnheiten aufgeben. Die bundesweite Fastenaktion der Evangelischen Kirche " sieben Wochen ohne", die am Aschermittwoch offiziell eröffnet wird, ermuntert dazu, in der Passionszeit bewusster zu leben.
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DTSTART:20150218
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SUMMARY:Invocavit
DESCRIPTION:Sie ist nicht zart und sie ist nicht aufregend und sie macht auch wenig Spaß. Auch wenn uns die Werbung etwas anderes erzählt: Versuchung ist eine ernste Sache. Wer versucht wird, bei dem steht nicht selten seine Integrität auf dem Spiel. Ehrlich sein, auch wenn ich dadurch Nachteile habe? Steuern hinterziehen, wenn es niemand sieht? Kann ich mir selbst treu bleiben?  Um Versuchung geht es am Sonntag Invokavit. Von der Versuchung der Schlange - "Ihr werdet sein wie Gott" - bis zu Jesus, der auf subtile Weise versucht wurde. Das Bekenntnis zu ihm und der Blick in die heilige Schrift helfen, in der Versuchung zu bestehen und Gott richtig zu dienen: Hungrige zu speisen, Arme zu bekleiden. Und wenn es schwierig wird: "Ich habe für dich gebeten, dass dein Glaube nicht aufhöre", sagt Jesus zu Petrus.
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DTSTART:20150222
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SUMMARY:Reminiscere
DESCRIPTION:"Du lernst aber auch gar nichts." Manchmal helfen alles Reden und Erklären nichts, kein Vorbild und keine Predigt. Alles Mühen ist umsonst. Die Kinder haben ihren eignen Kopf. Man möchte sie schütteln, aber sie werden nur noch bockiger. Es fällt schwer, da nicht die Geduld zu verlieren.  So geht es Gott mit seinen Menschen, zeigt der Sonntag Reminiszere. Wie der umhegte  Weinberg, der nur saure Trauben hervorbringt, wie die bösen Weingärtner, die sich in Abwesenheit des gütigen Besitzers des Weinbergs bemächtigen und seine Boten töten, verachten sie oft Gottes Willen. Sie meinen zu glauben und handeln doch herzlos und kalt. Sollte Gott da nicht die Geduld verlieren? Doch gerade zu den Sündern ist Jesus Christus gekommen - zur Hoffnung für alle Welt.
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DTSTART:20150301
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SUMMARY:Okuli
DESCRIPTION:"Der Einsatz ist hoch", heißt es nicht nur im Glücksspiel. Manche Entscheidungen im Leben verlangen uns viel ab: Kraft und Energie, Geld und Geduld, Tränen, manchmal auch Trennungen. Und trotzdem würden wir uns wieder genauso entscheiden. Weil es rückblickend richtig war, weil uns die Erfahrung reicher gemacht hat.  Auch bei Jesus ist der Einsatz hoch, das zeigt der Sonntag Okuli. Wer Jesus nachfolgen will, muss verzichten lernen, darf nicht zurückschauen. Wer Gott ernst nimmt, muss Entscheidungen treffen für ein Leben in Liebe und Hingabe. Die Bibel erzählt von Menschen, die Gott bis zum Äußersten gefordert hat: Jeremia, der um Gottes Willen verspottet wird; Elia, der  auf der Flucht zu Tode erschöpft ist. Und doch erfahren gerade sie: Gott ist bei mir. Er macht mich stark.
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DTSTART:20150308
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SUMMARY:Lätare
DESCRIPTION:"Der gewinnt auch dem Schlimmsten noch etwas Gutes ab!" Ein Kopfschütteln, ein leises Bewundern. Manche Leute verbreiten Freude, obwohl sie wirklich nichts zu lachen haben. "Freut euch - allem Leiden zum Trotz!" Mitten in der Passionszeit erklingt dieser Ruf am Sonntag Lätare.  Freuen - warum? Weil schon im Sterben das Leben begriffen ist. Plastisch die Bilder, die Jesus wählt: Nur das Samenkorn, das in die Erde fällt, bringt Frucht. Brot muss verzehrt werden, um stärken zu können. Er selbst ist das Brot für uns, das jetzt schon den Hunger nach Leben stillt. Gottes Zusage gilt: "Es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen, aber meine Gnade soll nicht von dir weichen, und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen, spricht der HERR, dein Erbarmer."
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DTSTART:20150315
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SUMMARY:Judika
DESCRIPTION:"Wer nicht hören will, muss fühlen." Wer sich nicht unterordnet, wer nicht gehorcht, muss oft genug die Konsequenzen tragen. Und doch: Blinder Gehorsam kann zur Katastrophe führen, ziviler Ungehorsam gar geboten sein.  Es ist ein harter Gott und ein blinder Gehorsam, den der Sonntag Judika beschreibt: Ein Gott, der Ungehorsam mit Strafen schlägt und Abrahams Gehorsam grausam auf die Probe stellt. Ein Gott, der Jesus abverlangt, als Opfer in den Tod zu gehen? Dunkel ist dieser Gott und fern. Doch auf der anderen Seite steht Gott, der selbst gehorsam ist, der den Menschen dient und ihnen zum Leben verhilft. Auch hinter der dunkelsten Geschichte scheint das durch: Gott will, dass allen Menschen geholfen wird. Im Vertrauen darauf wird es möglich, sich auf Gott zu verlassen und dem Nächsten zu dienen.
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DTSTART:20150322
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SUMMARY:Palmarum / Palmsonntag
DESCRIPTION:Es gibt Momente, in denen ist nichts, wie es scheint. Ein fröhliches Gesicht versteckt tiefe Trauer, wer Härte zeigt, kann auch barmherzig sein, und hinter einer scheinbar so düsteren Zukunft verbirgt sich eine neue Chance. Grenzmomente sind das, unsicher und vage. Erst im Nachhinein deute ich die Zeichen richtig.  Der Palmsonntag führt in eine solche Grenzzeit hinein: Die Hände die eben noch Palmzweige schwingen, sind fast schon zu Fäusten geballt. Das "Hosianna" wird zum gellenden "Kreuzige"-Ruf, fröhliche Gesichter erstarren zu Fratzen. Und doch ist es Jesu Tod am Kreuz, der den Menschen Leben bringt. Sein Weg ins Dunkel war ein Weg ins Licht, heute bekennen wir das. Im Geschlagenen, im Verachteten war Gott ganz nah. Nur wenige erkannten das, wie die Frau, die den Todgeweihten wie einen König salbte.
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DTSTART:20150329
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SUMMARY:Gründonnerstag
DESCRIPTION:Wann habe ich ihn zum letzten Mal gesehen? Welche Worte wurden gesprochen, und was wurde verziehen? Wie wichtig werden diese Fragen, wenn ein geliebter Mensch stirbt. Wohl denen, die Abschied nehmen durften oder gar ein letztes Wort mitbekamen. Sie behalten es ein Leben lang.  Vom letzten Vermächtnis Jesu berichtet der Gründonnerstag. Jesus nimmt sich viel Zeit zum Verabschieden, macht den Jüngern Mut, wäscht ihnen die Füße und gibt ihnen Worte und Zeichen für die Zeit ohne ihn. Und das Vermächtnis lebt. Noch heute bekennen Christen: Im Abendmahl ist Jesus ganz nah, auch nach 2000 Jahren noch. Er gibt uns an seinem neuen Leben Anteil. Ihn ehren wir, wenn wir einträchtig und ohne Trennungen das Brot brechen und den Wein teilen.
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DTSTART:20150402
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SUMMARY:Karfreitag
DESCRIPTION:Wer kann ermessen, wie tief menschliches Leid geht? Hilflos und voller Furcht stehen wir davor. "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" Wer so schreit, fühlt sich ganz allein. Doch Gott weicht dem tiefsten menschlichen Leid nicht aus, davon berichtet der Karfreitag. Er begegnet ihm auf unbegreifliche Art: In Jesus begibt Gott sich selbst kompromisslos in die Nacht hinein. Er wird von Freunden verraten, verspottet, gefoltert und schließlich am Kreuz hingerichtet.  Die ersten Christen bekannten: Jesus ist für unsere Sünden gestorben. Nichts, was wir tun, kann so schlimm sein, dass wir verloren gehen. Aber heute haben immer mehr Menschen Schwierigkeiten damit: Braucht Gott ein Opfer zur Sühne? Er braucht es nicht, aber er ist den Menschen im Leiden ganz nah. Keine Schranken soll es geben zwischen ihm und uns. Zeichen dafür ist das Kreuz, das Himmel und Erde verbindet.
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DTSTART:20150403
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SUMMARY:Karsamstag
DESCRIPTION:Wer kann ermessen, wie tief menschliches Leid geht? Hilflos und voller Furcht stehen wir davor. "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" Wer so schreit, fühlt sich ganz allein. Doch Gott weicht dem tiefsten menschlichen Leid nicht aus, davon berichtet der Karfreitag. Er begegnet ihm auf unbegreifliche Art: In Jesus begibt Gott sich selbst kompromisslos in die Nacht hinein. Er wird von Freunden verraten, verspottet, gefoltert und schließlich am Kreuz hingerichtet.  Die ersten Christen bekannten: Jesus ist für unsere Sünden gestorben. Nichts, was wir tun, kann so schlimm sein, dass wir verloren gehen. Aber heute haben immer mehr Menschen Schwierigkeiten damit: Braucht Gott ein Opfer zur Sühne? Er braucht es nicht, aber er ist den Menschen im Leiden ganz nah. Keine Schranken soll es geben zwischen ihm und uns. Zeichen dafür ist das Kreuz, das Himmel und Erde verbindet.
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SUMMARY:Osternacht
DESCRIPTION:An der Schwelle zwischen Tod und Leben, Dunkel und Licht wird die Osternacht gefeiert. In dieser Nacht, in der Jesus auferstand, liegen Trauer und Hoffnung, Todesschwärze und das jubelnde Lob der neuen Schöpfung dicht beieinander.  So spannt die Liturgie einen weiten Bogen: von der guten Schöpfung im Anbeginn über die Abwendung des Menschen von Gott, den Auszug aus Ägypten bis hin zur immer neuen Abkehr vom richtigen Weg. All das gipfelt im Kreuz. Ostern, so die Botschaft dieser Nacht, ist ein neues, umwälzendes Befreiungsgeschehen. Mit seiner Auferstehung zerreißt Jesus so viel: unsere Trennung von Gott, unsere Ohnmacht, unseren Tod. "Christ ist erstanden", mit dem Licht, das entzündet wird, erklingt dieser Osterjubel neu - dem Tod zum Trotz.   Tradition: Taufe in der Osternacht
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DTSTART:20150404
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SUMMARY:Ostersonntag
DESCRIPTION:Die erste Liebe oder die Geburt eines Kindes, Rettung aus höchster Gefahr - es gibt Ereignisse, die erfüllen uns mit unaussprechlicher, tiefer Freude. Singen möchte man und jubeln, oder man bekommt kein Wort heraus vor lauter Glück.  Ostern, das ist das Fest purer Freude. Einer Freude, die deswegen so rein ist, weil sie die Tiefen kennt und sie doch bezwungen weiß. Ostern ist das Urdatum der Kirche. Die drei Frauen am Grab, die Jünger, denen der Auferstandene erscheint und Maria Magdalena, sie können nach dem ersten Schrecken nicht schweigen: Jesus lebt! Die Liebe hat den Tod bezwungen. Er hat die letzte Macht über uns verloren. Wer gegen allen Augenschein in diesem Vertrauen lebt, der kann freier handeln, der wird aufstehen gegen alles, was das Leben bedroht. "Tod, wo ist dein Stachel?", fragt der Apostel Paulus zurecht.  Brauchtum: Osterlachen
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DTSTART:20150405
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END:VEVENT
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SUMMARY:Ostermontag
DESCRIPTION:Manchmal sehe ich das Offensichtliche nicht. Die Lösung, die zum Greifen nah ist, einen Menschen, der Hilfe bringt. Da müssen mir erst die Augen aufgehen.  Auch für die Gegenwart Jesu sind wir oft blind, das zeigt der Ostermontag.  Meilenweit wandern zwei Jünger neben dem Auferstandenen nach Emmaus, bevor sie ihn erkennen. Erst als er das Brot mit ihnen bricht, gehen ihnen die Augen auf. Es ist so viel leichter, an den Tod zu glauben, als an das Leben, auch heute noch. Doch mit Jesu Auferstehung ist jedem Einzelnen das Leben verheißen, auch nach dem Sterben. Die alttestamentliche Vision von Gott, der den Tod zerstört - in Jesus wird sie Wirklichkeit. Wer daran glaubt, für den gibt es keine Hoffnungslosigkeit.
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DTSTART:20150406
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END:VEVENT
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SUMMARY:Quasimodogeniti
DESCRIPTION:"Ich glaube nur, was ich sehe", sagen viele. Was ich mit dem Verstand fassen kann, was ich be-greifen kann, nur das hat Bestand. Auferstehung? Das passt da nicht hinein.  Auch viele Jünger konnten die Botschaft von der Auferstehung Jesu zunächst nicht glauben. Wo war der Beweis? Wo die logische Erklärung? Der erste Sonntag nach Ostern (Quasimodogeniti) erzählt davon, wie Jesus den Zweiflern und Skeptikern entgegenkam, sich anfassen ließ und gemeinsam mit ihnen aß. So konnten sie später auch glauben, was sie nicht sahen: die unsichtbare Gemeinschaft mit Christus. Schon jetzt haben Christen Anteil an seinem, dem neuen Leben. Darf man das glauben? "Selig sind, die nicht sehen und doch glauben", sagt Jesus.
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DTSTART:20150412
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END:VEVENT
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SUMMARY:Misericordias Domini
DESCRIPTION:Manchmal wünsche ich mir das: Einen, der für mich sorgt, der mir den rechten Weg zeigt und mich unbeschadet durch Gefahren führt, einen, der meinen Durst nach Leben stillt und nach mir sucht, wenn ich verloren gehe. Jesus, der "gute Hirte" steht im Zentrum des zweiten Sonntags nach Ostern. Das Urbild des Schäfers spricht Kinder wie Erwachsene an. Das neue Testament bekennt Christus als den guten Hirten, der das Verlorene nicht aufgibt und der sein Leben für das ihm Anvertraute lässt. Jeder einzelne zählt. Die biblischen Texte warnen aber auch vor schlechten Hirten, die nur an ihr eigenes Wohl denken, bei Gefahr davonlaufen und das Schwache nicht stärken. Da gilt es, sich an den guten Hirten zu halten und nach seinem Beispiel selbst auf andere zu achten.
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DTSTART:20150419
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END:VEVENT
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SUMMARY:Jubilate
DESCRIPTION:Jubilate - Jubelt! Wie leicht ist es, im Frühjahr in den Jubel der wiedererwachenden Natur einzustimmen. Ihr Wiederaufblühen wird in der Osterzeit zum wunderbaren Sinnbild der Auferstehung.  Schöpfung und neues Leben sind Themen des Sonntags Jubilate. Er erzählt von der guten Schöpfung am Anfang, aber auch von ihrer Vorläufigkeit. Auch Christen sind der Vergänglichkeit unterworfen. Und doch haben sie bereits eine Ahnung von neuem Leben. Denn Jesus ist auferstanden. Für den, der daran glaubt, hat der Tod seine Endgültigkeit verloren. Neu zu werden ist möglich, auch hier und heute. Wer an dieser Hoffnung festhält, dem wächst Stärke zu. Denn wie der Weinstock seinen Trieben Kraft gibt, so haben auch Christen ihren Halt in Christus und können sich immer wieder zum Leben rufen und erneuern lassen.
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DTSTART:20150426
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SUMMARY:Kantate
DESCRIPTION:Der ausgelassene Tanz, das Lied, das Trauernden die Tränen löst, das Pfeifen im Dunkeln und die Arie, die tief ins Herz dringt - Musik lässt niemanden unbewegt. Evangelische Frömmigkeit wäre nicht denkbar ohne sie. Um Musik und Gesang drehen sich die biblischen Lesungen am Sonntag Kantate (Singt!): Der erleichterte Dank der Geretteten, das mächtige Loblied der Werke Gottes und der mutige Gesang, der Kerkermauern sprengt - sie alle vereinen sich zu einem vielstimmigen Lob Gottes. Kein Bereich des Lebens soll von diesem Lob ausgeschlossen sein, keiner ist zu gering für diese Musik. Je mehr unser Leben zum Gesang wird, desto stärker wird uns dieses Lied verändern zu liebevolleren und dankbaren Menschen.
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DTSTART:20150503
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SUMMARY:Rogate
DESCRIPTION:Wie komme ich in Kontakt mit Gott? Bleibt nicht ungehört, was ich zu ihm spreche? Vielen Erwachsenen fällt das Beten schwer. Andere erleben es als befreiend, ihr Herz auszuschütten oder in der Stille Gott zu suchen.  Der Sonntag Rogate (Betet!) ermutigt zum Gebet. Auch Jesus hat immer wieder dazu aufgerufen. Vielfältige Formen des Betens finden sich schon in der Bibel: Das stürmische  und unnachgiebige Gebet, das Gott drängt wie einen Freund, das stellvertretende Einstehen für andere und der Dank. Jesus verspricht, dass wer in seinem Namen bittet, bei Gott nicht auf taube Ohren stößt. Und er lehrt seine Jünger das Gebet, das alle anderen umfasst: das Vaterunser. Es müssen nicht viele Worte sein. Dieses ist genug. Es führt zum Hören auf Gott. Nicht unser, sondern Gottes Wille soll geschehen.
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DTSTART:20150510
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SUMMARY:Christi Himmelfahrt
DESCRIPTION:"Hier ist der Himmel auf Erden", sagen wir in Momenten, in denen es uns rundum gut geht. Was ist der Himmel? Die unendlich blauen Weiten über uns oder die scheinbar zeitlosen Sekunden, in denen wir glücklich sind?  Wenn wir Christi Himmelfahrt feiern, erinnern wir an den Abschied Jesu von seinen Jüngern 40 Tage nach seiner Auferstehung. Er kehrt zurück zu Gott. Seit dieser Zeit ist für Christen der Himmel dort, wo Jesus Christus ist. Zwischen Himmel und Erde leben sie. Und doch: "Was steht ihr da und schaut in den Himmel?" Die Frage an die Jünger gilt auch uns. Im Hier und Jetzt, in unserer Gegenwart können wir etwas vom Himmel erfahren: in dem Glanz auf den Gesichtern unserer Mitmenschen, in Momenten der Freude und der Liebe, in denen wir eins sind mit Gott und Menschen.
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SUMMARY:Exaudi
DESCRIPTION:Manchmal wird mir der Abschied schwer: Wenn ich dem Zug hinterher blicke oder hinter der Absperrung am Flughafen stehe. Noch viel schwerer ist es, wenn ich nicht weiß, ob wir uns wiedersehen werden. Den Abschied Jesu von seinen Jüngern beschreibt der Sonntag Exaudi (Erhöre!). Seit seiner Himmelfahrt ist Jesus nicht mehr sichtbar bei ihnen. Es liegen harte Tage vor ihnen. Doch Jesus lässt sie nicht allein. Auf andere Art wird er ihnen nahe sein: in ihren Herzen, als nie versiegende Quelle der Kraft. In einem neuen Geist werden sie Jesus erkennen. Das ist kein Ersatz für seine Anwesenheit, aber ein Trost. Noch heute lebt dieser Geist unter uns: Wo nach Gottes Willen gefragt wird, wo Liebe unser Handeln prägt, da wird er spürbar. Aber auch dort, wo wir verzagen, wo uns der Hals zugeschnürt ist, ist er uns tröstend nahe und bringt unsere Anliegen vor Gott.
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DTSTART:20150517
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SUMMARY:Pfingstsonntag
DESCRIPTION:Dass ich andere nicht verstehe, das erlebe ich so oft: In fremden Ländern, bei Fachgesprächen oder wenn ich an anderen vorbeirede. Das Gegenteil geschieht an Pfingsten. Jünger, die gerade noch mutlos waren, überkommt eine große Kraft, wie ein Sturmwind. Bewegt vom Heiligen Geist sprechen sie von Jesus Christus, und das Wunder geschieht: Jeder kann sie in seiner eigenen Sprache verstehen. Viele lassen sich taufen: Die Kirche ist geboren. Pfingsten lädt ein, darüber nachzudenken, welche Sprache wir sprechen: die Sprache der Angst oder die der Liebe. Der Pfingstgeist hält Jesus unter uns lebendig. Es ist ein Geist, der Menschen verbindet und nicht trennt, der befreit und nicht einengt, ein Geist, der uns die Augen öffnet für Unrecht und uns den Mund auftut für die Wahrheit.
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DTSTART:20150524
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SUMMARY:Pfingstmontag
DESCRIPTION:Die eine kann gut lesen und der andere hat einen guten Geschmack. Diese kann gut zuhören und jener hat einen wachen, kritischen Verstand. So bunt und vielfältig wie die Menschen sind die Begabungen in den christlichen Gemeinden. 
Die praktischen Auswirkungen des Heiligen Geistes hat der Pfingstmontag im Blick. Da ist Petrus, der, bewegt von Gottes Geist, erkennt, dass Jesus der Messias ist. Da sind jene, die ihre Erfahrungen mit Gott weitergeben, und andere, die die Zeichen der Zeit erkennen. Alle Gaben aber vereint ein Geist: die Kraft, die von Jesus Christus ausgeht und die der Liebe und dem Aufbau der Gemeinde dient. 
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DTSTART:20150525
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SUMMARY:Trinitatis
DESCRIPTION:Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist, der eine Gott in drei Personen - viele tun sich damit schwer. Drei in einem - wie soll das gehen?  Am Sonntag Trinitatis feiern Christen das Fest der Dreieinigkeit Gottes - einer theologischen Idee, die schwierig ist und doch viel über das Wesen Gottes aussagt. Gott ist umfassender, als ein Mensch begreifen kann. Aber er lässt sich auf eine Geschichte mit den Menschen ein und offenbart ihnen mit der Zeit immer mehr von sich: Als Vater erwählt sich Gott ein Volk, als Sohn  nimmt er sich des Schicksals aller Menschen an, bezieht schließlich in jedem einzelnen Wohnung: als Begeisterung, als Tröster und als Liebeskraft. Gott ist reine Beziehung - zu der Welt und in sich selbst. Niemand ist von seiner Gegenwart ausgeschlossen. Gott kann und will nicht für sich sein. Ein Ausdruck dafür ist seine Dreieinigkeit.
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DTSTART:20150531
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SUMMARY:1. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Die einen predigen Gesundheit oder Erfolg, andere Reichtum oder Schönheit. Im Dschungel der fast unbegrenzten Sinnangebote kann man sich leicht verlaufen: Welche Heilsversprechen führen in die Irre? Welche der mir angebotenen Wege führen wirklich zum Leben, sind von Gott? Der 1. Sonntag nach Trinitatis ermuntert dazu, achtsam zu bleiben für die Stimme Gottes zwischen den vielen Stimmen um uns. Dazu gibt es Hörhilfen: Die Worte und Werke Jesu, das Zeugnis von Mose und den Propheten, ein Bekenntnis, das an Gott allein festhält. Alle weisen den einen Weg: den Weg der Liebe, die sich furchtlos und freigiebig dem anderen zuwendet.
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DTSTART:20150607
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SUMMARY:2. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:"Tut mir Leid, keine Zeit" - eine Absage, schnell und achtlos dahingesagt, manchmal später bereut. Wer kennt das nicht? Wenn Gott einlädt zum Fest des Lebens, dann gibt er überfließend und umsonst. Dann gilt seine Einladung allen: Wohlhabenden und Armen, Nahestehenden und Fernen, Glaubenden und Zweifelnden. Gut für die, die keine Entschuldigung vorschützen und keine Ausflüchte suchen. Der 2. Sonntag nach Trinitatis ermuntert dazu, Gottes Einladung nicht auszuschlagen, sondern sich an seinen Tisch rufen zu lassen - in eine bunt gemischte Gemeinschaft, in der sich niemand profilieren muss, sondern in der ein Klima der gegenseitigen Achtsamkeit und Wertschätzung, Offenheit für Außenstehende und Nachsicht gegen Schwächere herrscht.
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DTSTART:20150614
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END:VEVENT
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SUMMARY:3. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Manchmal stehe ich da und möchte die Zeit zurückdrehen: Mein verletzendes Wort, meine falsche Entscheidung, meine Unachtsamkeit… "Wenn man es doch ungeschehen machen könnte!" Es ist schmerzlich, wenn das nicht gelingt. Was bei Menschen oft nicht mehr geht, bei Gott ist es möglich - das ist die Botschaft des 3. Sonntags nach Trinitatis. Gott will nicht, dass Menschen verloren gehen. Er lässt sie ihre Wege suchen und ihre Fehler machen: Das Schaf, das auf Abwege gerät den Zöllner Zachäus, der den Menschen das Geld aus der Tasche zieht, und den Sohn, der es zu Hause nicht mehr aushält. Doch wie der gute Vater lässt Gott sie nicht fallen: Er wartet, geht entgegen, feiert ein Fest für den wieder gefundenen Sohn.  Eindringlich klingt die Mahnung des Propheten: Wagt umzukehren! Ihr könnt zurück, wenn ihr nur wollt.
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SUMMARY:Tag d. Geb. Johannes d. Täufers
DESCRIPTION:In manchen Familien häufen sich die berühmten Persönlichkeiten. „Früher war ich immer der Sohn meines Vaters, heute bin ich der Vater meines Sohnes“ hat der Vater des Komponisten Felix Mendelssohn-Bartholdy und der Sohn des Philosophen Moses Mendelssohn, Abraham Mendelssohn-Bartholdy immer wieder erzählt. Ähnlich ist es in der Familie Jesu: Sein älterer Cousin, Johannes, hat schon vor Jesus Berühmtheit erlangt. Er ist der Vorläufer, der Wegbereiter, der Täufer – eine schillernde, streitbare Persönlichkeit. Am Festtag der Geburt Johannes des Täufers stehen seine Person und sein Leben im Mittelpunkt – die wundersame Ankündigung seiner Geburt und seine Beziehung zu Jesus Christus, in dessen Schatten er immer mehr tritt. Dies macht der Wochenspruch aus dem Johannesevangelium sehr deutlich: „Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen.“ (Joh 3,30)
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SUMMARY:4. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Sympathisch oder unsympathisch? Innerhalb weniger Sekunden ist die Entscheidung gefällt. Auch mit dem moralischen Urteil geht es sehr schnell. Wir "wissen" meist sehr gut, was verwerflich ist, und tun lautstark oder subtil unsere Verachtung kund. Vorsicht vor solchen Urteilen!, warnt der 4. Sonntag nach Trinitatis. Denn es gibt niemanden, der ohne Fehler ist, der nicht immer wieder der Großzügigkeit und der Nachsicht bedarf. Einzig Gott ist es, der richten kann. Darum ermutigt Jesus zum Vergeben: Wer aus dem Bewusstsein lebt, dass Gott ihm barmherzig entgegenkommt, der kann versuchen, versöhnt zu leben, wie Josef, der seinen Brüdern nach langer Zeit das Unrecht verzeiht, das sie ihm angetan haben.
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SUMMARY:5. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:"Kommt und seht!" Diese Einladung Jesu gilt uns heute wie den Jüngern vor 2000 Jahren. Von Menschen, die sich in Gottes Dienst rufen ließen, erzählt der 5. Sonntag nach Trinitatis. Der Nomade Abraham, der auf Gottes Wort hin auszieht, und die Fischer, die ihre Netze zurücklassen, Paulus, der durch die Botschaft des Auferstandenen zum Apostel wird  - sie alle sind bereit, Altes aufzugeben und mit Gott neue Wege zu gehen. Selbst wenn es unvernünftig scheint.  Das ist riskant, denn oft müssen sie Unverständnis und Spott ihrer Umgebung und den Widerspruch ihrer eigenen Familien ertragen. Doch sie dürfen sehen: Die übervollen Netze sind erst der Anfang unzähliger wunderbarer Erfahrungen. Wer Jesus folgt, entdeckt immer tiefer, wo Gott auf Erden Wohnung nimmt.
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SUMMARY:6. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Die meisten waren so klein, dass sie sich heute nicht mehr daran erinnern können. Und trotzdem wurde damals ein Fundament für das ganze Leben gelegt. Der 6. Sonntag nach Trinitatis steht ganz im Zeichen der Taufe. Er erinnert an den Auftrag Jesu, Menschen zu taufen und an das Geschenk, das am Beginn des Lebens als Christ und Christin steht:  Jesu Leben, Sterben und Auferstehen gilt mir, mein Leben ist vor Gott rein und gut. Über meinem Leben steht die Zusage: "Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!" Viele Gemeinden taufen an diesem Sonntag oder feiern ein Taufgedächtnis.
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SUMMARY:7. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Ich habe so viel - und trotzdem bin ich manchmal ganz leer. Ich werde täglich satt, und trotzdem habe ich einen ungeheueren Durst nach mehr. Ich sehne mich nach etwas, das ich nicht beschreiben kann… Dass Gott körperlichen und seelischen Hunger stillt - davon erzählen die Lesungen des 7. Sonntag nach Trinitatis, der aus verschiedenen Perspektiven das Abendmahl beleuchtet.  Essen und Trinken, Zusammensitzen und Feiern gehören zum christlichen Glauben. Jesus nahm die natürlichen Bedürfnisse der Menschen ernst, sättigte Tausende mit fünf Broten und zwei Fischen und saß mit unterschiedlichsten Menschen zu Tisch. Im Abendmahl setzen Christen von Anfang an diese einträchtige Tischgemeinschaft fort und nehmen die Zeit vorweg, in der der Hunger nach wahrem Leben gestillt sein wird.
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SUMMARY:8. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Was ich tue oder unterlasse, was ich sage und plane, ist nicht gleichgültig. Wer vom Glauben an Jesus angesteckt ist, der weiß: Ich bin verantwortlich. Mein Leben kann etwas verändern. Wie ein Stein, der ins Wasser fällt, oder wie ein Funke, der überspringt, setzt die frohe Botschaft von Jesus Christus Menschen in Bewegung.  So spricht der 8. Sonntag nach Trinitatis von den Auswirkungen des Glaubens: Als Licht der Welt und Salz der Erde werden Christen in der Welt nicht unbemerkt bleiben und oft genug auch darin anecken. Als Wohnstätten für Gottes Geist werden sie sorgsam und besonnen mit ihrem Körper umgehen. Von Gottes Licht berührt, werden sie selbst wie Kirchenfenster leuchten und das Dunkle meiden.
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SUMMARY:9. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Welche Sicherheiten habe ich? Womit kann ich rechnen? Oft ist mir mein Leben undurchsichtig, und die Welt um mich verändert sich schnell. Dann will ich nichts riskieren, einfach nur dahinleben… Doch der 9. Sonntag nach Trinitatis beunruhigt: Wer sich auf Gott einlässt, muss auf Überraschungen gefasst sein - wie Paulus, dessen Werte durch die Begegnung mit Jesus auf den Kopf gestellt werden, wie Jeremia, der sich für zu jung hält und trotzdem zum Propheten berufen wird, wie der Mann, der auf einen Schatz stößt und spontan seinen ganzen Besitz dafür verkauft.  Nur wer etwas riskiert, wer seine Gaben Gott und den Menschen zur Verfügung stellt, wird letztlich reich dastehen. Welch ein Paradox: Nur wer sich nicht auf weltliche Sicherheiten verlässt, dessen Lebenshaus steht auf festem, sicherem Grund.
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SUMMARY:10. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Israel - ein von Konflikten gebeuteltes Land. Eine grauenvolle Geschichte, die Deutschland und Israel trennt und verbindet. Israel - Ursprung des Christentums, verachtet und idealisiert, bewundert und verfolgt. All diese Facetten spielen am "Israelsonntag" eine Rolle. Er erinnert seit dem 16. Jahrhundert an den Gedenktag der Zerstörungen des Jerusalemer Tempels.  Freilich wurde er in seiner Geschichte sehr unterschiedlich begangen: Während in der Vergangenheit die Überlegenheit des Christentums demonstriert wurde, stehen heute die Trauer über das Unrecht, das den Juden angetan wurde, sowie die heutigen guten Beziehungen zwischen Juden- und Christentum im Vordergrund. Auch wenn wir nicht wissen, was Gottes Plan mit den beiden Religionen ist, so bleibt Israel doch Gottes auserwähltes Volk.
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SUMMARY:11. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:"Mein Haus, mein Auto, mein Boot" - auch wenn ich nicht so dick auftrage, habe ich doch gern etwas vorzuweisen: einen sicheren Arbeitsplatz, eine intakte Partnerschaft oder wohl geratene Kinder. Vor Gott zählen solche "Errungenschaften" nichts. Es gibt nichts, womit ich mich vor ihm brüsten könnte, zeigt der 11. Sonntag nach Trinitatis, weder mit meinem Erfolg, noch mit meinem Glauben.  Gerade diejenigen, die wissen, dass sie vor Gott nichts vorzuweisen haben, und sich ganz auf ihn verlassen, denen wendet er sich zu. Jesus lässt sich von Zöllnern einladen und von einer Prostituierten salben. Gerade sie können seine Zuneigung schätzen und mit Liebe antworten. Wir können Gottes Liebe nicht verdienen, nur dankbar empfangen.
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DTSTART:20150816
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SUMMARY:12. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Manchmal verstumme ich vor dem Leid anderer Menschen. Manchmal stehe ich wie gelähmt vor den Herausforderungen für unsere Welt. Manchmal verschließe ich meine Augen vor den Bildern, die täglich über den Fernseher auf mich einströmen und meine Ohren vor den Klagen Verzweifelter. Manchmal verschließe ich mein Herz…  Von Jesus, der Menschen Augen und Ohren aufschließt, von der Vision einer Welt ohne Leid und Krankheit, von dem Ende jeder Ungerechtigkeit spricht der 12. Sonntag nach Trinitatis. Aber er geht noch weiter: Er erzählt von Menschen, die, angeregt vom Beispiel Jesu, selbst andere aus der Erstarrung holen. Menschen werden auf vielfältige Weise von Jesus berührt und verbreiten sein Lob - und bauen nach ihren Kräften mit an Gottes Reich.
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DTSTART:20150823
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SUMMARY:13. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:"Man kann doch nicht einfach so zusehen" - leider doch. Jahr für Jahr sterben Menschen, weil andere wegschauen, schweigen, abwarten. Der Mensch ist "seines Bruders Hüter", trägt Mitverantwortung für ihn, sagt der 13. Sonntag nach Trinitatis. Wer an Jesus Christus glaubt, den kann die Not anderer Menschen nicht unberührt lassen. Der greift nach seinem   Vermögen zu und hilft, selbst wenn es ihm Nachteile einbringt.  Wer so nach Gottes Willen handelt, den bezeichnet Jesus als Schwestern und Brüder. Doch wer ein so weites Herz nicht hat, wer eine solche Liebe für den Nächsten nicht aufbringen kann, hat noch wenig von Gott begriffen. Denn Gott ist in der Liebe machtvoll gegenwärtig. Und wenn die Kraft dazu nicht reicht? Gottes Liebe bleibt unerschöpflich.
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SUMMARY:14. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Immer wieder das Gleiche: Wenn es mir schlecht geht, dann vergesse ich zu gerne, wie viel Gutes mir schon in meinem Leben geschenkt wurde. Geht es mir aber wieder gut, dann kommt es mir selbstverständlich vor. Der 14. Sonntag nach Trinitatis hilft dem Gedächtnis auf die Sprünge und öffnet die Augen dafür, von wem all das Gute kommt, mit dem wir beschenkt sind: "Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat".  Wer dankbar lebt, der ist nicht nur glücklicher, der lebt auch in Gottes Geist. Der Geist, der es uns erlaubt, kindlich zu Gott zu beten und von ihm Gutes zu empfangen, weckt auch die Erinnerungen an die Wohltaten Gottes. Der öffnet auch dem Geheilten den Mund zu Gottes Lob.
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DTSTART:20150906
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SUMMARY:15. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Oft wächst mir mein Leben über den Kopf. Ein dickes Paket von Sorgen scheint mich niederzudrücken. Um meine Zukunft, meine Kinder, anstehende Entscheidungen. Und dann die vielen Fragen: Werde ich gut ankommen? Wie schaffe ich das enorme Arbeitspensum? Was soll ich sagen? Was anziehen? Manchmal raubt mir das den Schlaf.  Doch vieles erweist sich nach Wochen als unbegründet. "Sorgt euch doch nicht so viel" - dieses Wort Jesu steht über dem 15. Sonntag nach Trinitatis. Der Gott, der in der Schöpfung für seine Menschen reich gesorgt hat, der wird sich auch weiter um sie kümmern - auch durch andere. Im Vertrauen darauf könnten sie das Sorgen aufgegeben und frei werden für ein Leben, das sich nur auf Gott verlässt. Ja, wenn der Glaube nur größer wäre!
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DTSTART:20150913
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SUMMARY:16. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Das unschuldige Sterben eines Kindes, eine Naturkatastrophe, die tausende Leben auslöscht, ein Völkermord, der den Atem nimmt - Gründe zum Zweifeln angesichts des Todes gibt es genug. Dem stellt der 16. Sonntag nach Trinitatis das Angreifbarste und Wichtigste des christlichen Glaubens entgegen: Wir mögen hier und jetzt den Tod erleiden - durch Christus verliert der Tod seine Macht. Schon zu Jesu Lebzeiten geschah das, als er Menschen dem Tod abrang, und noch viel mehr durch sein Sterben und Auferstehen.  Aus der Hoffnung heraus, dass der Tod nicht das letzte Wort hat, könnten Christen mutiger und weitsichtiger in Liebe leben. Sich daran zu halten und darauf zu vertrauen, dass Gottes Güte mächtiger ist als der Tod, dazu ermutigt dieser Sonntag.
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DTSTART:20150920
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SUMMARY:17. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Glaube? Da fällt mir meine Großmutter ein, die jeden Tag den Abendsegen sprach. Oder der Junge, der fest hofft, dass Gott seine Mama gesund machen wird. Und so viele Männer und Frauen, die im Vertrauen auf Gott ihre Grenzen überschritten: Hilfsprojekte starteten, Widerstand leisteten oder anderen Mut machten. Glaube ist nichts Abstraktes. Er wird gelebt.  So erzählt der 17. Sonntag nach Trinitatis Glaubensgeschichten: Eine "Ungläubige" überwindet Jesu Ablehnung mit ihrem Glauben. Ein Vater bittet um Hilfe für seinen kranken Sohn. Ein Blinder wird sehend und bringt sich mit seinem Glauben in Schwierigkeiten. Beispiele dafür, wie der Glauben Menschen verändern kann. Und wenn das mit dem Vertrauen nicht geht? "Ich glaube, hilf meinem Unglauben!", bittet der Vater.
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DTSTART:20150927
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SUMMARY:Michaelistag
DESCRIPTION:Sie sind klein und pummelig oder schlank mit langem blondem Haar, sie hängen in Autos oder am Schlüsselbund: Engel haben Hochkonjunktur.  Der Michaleistag, der Gedenktag des Erzengels Michael und aller Engel, wird in der evangelischen Kirche selten begangen. Dennoch spielen auch hier die Himmelswesen eine wichtige Rolle. Aber niedlich sind die biblischen Engel keineswegs. Als machtvolle Boten, die dem Bösen widerstehen, als Gottes "Heerscharen" treten sie auf: Michael, der mit dem Teufel kämpft, der Engel, der aus dem Gefängnis führt und der Gottesgesandte, der unsichtbar, aber gewaltig, vom falschen Weg abbringt. Auch von Schutzengeln weiß die Bibel zu berichten. Eines jedoch wird ganz deutlich. Die Engel haben keine eigene Macht. Sie sind Diener, die durch ihren Auftrag zu Himmelsboten werden.   Nach dem Michaelistag richtet sich in der evangelischen Kirche der Termin des Erntedankfestes.
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DTSTART:20150929
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SUMMARY:Erntedank
DESCRIPTION:Der Riesenkürbis und die volle Ähre, die Honigwabe und das Brot - im reich geschmückten Erntealtar kommen Fülle der Natur und Früchte der Arbeit recht zur Geltung. Doch wir ernten mehr: Nahrung und Kleidung, jedes Wachsen und Gedeihen in Partnerschaft und Familie, große und kleine Erfolge im Beruf - da ist so viel, wofür wir danken können.  Das Erntedankfest gibt der Dankbarkeit Raum und wendet sie hin zu Gott. Wer dankt, sieht nichts als selbstverständlich an und weiß sich von Gott reich beschenkt. Ängstliches Sammeln und übermäßiges Sorgen ist ihm fremd. Gottes Großzügigkeit steckt an. So lenkt der Sonntag den Blick über den eigenen Tellerrand hinaus und ruft zum verantwortungsvollen Teilen von Besitz und Ressourcen auf. Wer so geben kann, dessen Quellen werden nie versiegen.
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DTSTART:20151004
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SUMMARY:19. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Es gilt als bewiesen, dass Christen gesünder sind als andere Menschen. Sie haben weniger psychischen Stress, heißt es, und bessere Wege der Verarbeitung. Seelische Belastungen können krank machen. Sehr sensibel reagiert unser Organismus auf unsere inneren Nöte. Der 19. Sonntag nach Trinitatis schafft einen Zusammenhang zwischen seelischer Entlastung und körperlicher Heilung. Gottes immer neue Zuwendung ist es, die den Menschen gesund  macht. Jesus vergibt einem Gelähmten seine Sünden, bevor er ihn heilt. So sollen  auch christliche Gemeinden für Kranke beten und Sünden vergeben.  "Willst du gesund werden?" Diese nur scheinbar absurde Frage trifft. Ist es nicht leichter, im Alten zu verharren? Bin ich bereit, mich von Gott anrühren zu lassen - wenn ich dabei mein Leben ändern und ein neuer Mensch werden muss?
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DTSTART:20151011
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SUMMARY:20. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Was ist richtig? Was ist falsch? In einer Welt, in der ich oft nur Grautöne sehe, hätte ich das gerne: Klare moralische Grundregeln und Verhaltensmaßstäbe, an denen ich mich ausrichten kann. Der 20. Sonntag nach Trinitatis kommt diesem Bedürfnis nach: "Es ist dir gesagt Mensch, was gut ist", du kannst erfahren, wie richtiges Leben aussehen kann.   Es gibt die Bibel, die einen würdigen und respektvollen Umgang miteinander lehrt, und Institutionen wie die Ehe, die das  Zusammenleben zweier Menschen gut ordnet. Über allen Ordnungen steht jedoch das Wohlergehen des Menschen. Werden Regeln sklavisch angewandt und dazu benutzt, Menschen zu demütigen, dann bewirken sie das Gegenteil, dann entsprechen sie nicht mehr dem christlichen Geist der Liebe und der Freiheit.
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DTSTART:20151018
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SUMMARY:21. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Frieden schaffen ohne Waffen! In unserer Zeit wird das immer wieder in Frage gestellt. Müssen Christen angesichts der Terrorgefahr nicht auch zur Aufrüstung mahnen?  Der 21. Sonntag nach Trinitatis empfiehlt einen ganz anderen Widerstand: die Wahrheit beim Namen zu nennen und für den Frieden einzutreten. Das ist kein feiges Hinnehmen, sondern eine mutige Entscheidung, mit anderen Waffen zu kämpfen: Mit dem Gebet für das Wohlergehen der Eroberer und mit der Bereitschaft, das Böse mit Gutem zu überwinden.  Manche meinen, das gelte nur im Privaten. Doch käme nicht mancher Konflikt erst gar nicht auf, wenn Gerechtigkeit geschähe?  Liefe nicht manche Aggression ins Leere, wenn sie durch Freundlichkeit entkräftet würde? Verständlich, dass diese Botschaft immer wieder zu Dissonanzen führt, auch unter Christen.
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DTSTART:20151025
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SUMMARY:Reformationsfest
DESCRIPTION:Wo komme ich her? Wo liegen meine Wurzeln? Am 31. Oktober besinnen sich lutherische Christen auf ihre Herkunft: Am Reformationstag feiern sie Bekenntnis- und Geburtstag der evangelischen Kirche zugleich.  An die Geschichte des hartnäckigen Mönchs, der mit wehender Kutte seine 95 Thesen an die Wittenberger Schlosskirche nagelt und damit ganz Europa in Aufruhr versetzt, erinnert dieser Tag. Martin Luther war kein Heiliger, aber ein Mensch, der mit seiner Standhaftigkeit, seinem brennenden Fragen nach Gott und seinem mutigen Einstehen für seinen Glauben die Kirche tief geprägt hat. Nach seinem Bespiel arbeiteten viele Christen an der Erneuerung der Kirche und tun es heute noch. So fragt der Reformationstag auch nach gegenwärtigen Missständen und nach der Kirche, die sich immer wieder reformieren muss.
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DTSTART:20151031
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SUMMARY:22. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Manchmal spiele ich die Gekränkte und ziehe mich beleidigt zurück. Dabei bin ich selbst um keinen Deut besser als mein Gegenüber. Aufrechnen und Anklage, Zank und Rechthaberei, all das gibt es auch unter Christen. "Habt ihr das denn nötig?" fragt der 22. Sonntag nach Trinitatis. Euch ist so viel geschenkt, wie könnt ihr noch so kleinlich sein? Ihr habt Vergebung erfahren, wie könnt ihr dann so unversöhnlich leben?  Auch wenn wir wissen könnten, was gut und richtig ist - Gottes gutes Werk mit uns hat erst angefangen. Noch werden wir immer wieder Streit schlichten und einander vergeben müssen. Noch werden wir immer wieder rückfällig werden und uns selbst dafür hassen. Doch Gott sieht uns jetzt schon so, wie wir einst sein werden: Gut und gerecht vor ihm. Vielleicht gelingt es uns ja schon heute, ab und zu so zu leben.
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DTSTART:20151101
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SUMMARY:Drittl.S.d.Kj.
DESCRIPTION:"Die Erkenntnis traf ihn wie ein Blitz" - viele erfahren das. Als hätte sich ein Schleier gehoben, sehen wir plötzlich klar. Mit ähnlichen Bildern beschreibt die Bibel Jesu Wiederkommen. Unvermittelt, dennoch unmissverständlich bricht Gottes Gegenwart in unsere Welt - Hoffnung für alle, die unter der Vergeblichkeit ihres Tuns und ihrer Begrenztheit leiden.  Der drittletzte Sonntag im Kirchenjahr mahnt zur Wachsamkeit und zur entschiedenen Ausrichtung auf Jesus Christus. In seinem heilenden Wirken und seiner Macht über den Tod ist Gottes Wirklichkeit in unsere Welt eingebrochen. Die Bitte um sein erneutes Eingreifen in unser Leben wird nicht unerhört bleiben. Wo Menschen in seinem Geist leben, da kann immer wieder flüchtig Gottes Reich aufblitzen.
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DTSTART:20151108
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SUMMARY:Vorletzter Sonntag d. Kj.
DESCRIPTION:Wer kennt sie nicht, die Gerichtsdarstellungen mittelalterlicher Kathedralen? Die Zeiten, in denen grässliche Fratzen uns Furcht einflößten, sind Gott-sei-Dank längst vorbei. Und doch spricht die Bibel vom Jüngsten Gericht. Nicht nur wegen der Opfer, denen zu Lebzeiten kein Recht widerfuhr, ist der Gedanke unverzichtbar. Wer gerichtet wird, wird neu ausgerichtet auf den Weg der Barmherzigkeit und der Liebe. Das kann schmerzhaft sein.  Aber, so vermittelt dieser vorletzte Sonntag im Kirchenjahr, es ist auch eine Erlösung für uns und alle, die unter unserem Tun leiden. Denn es bringt ans Tageslicht, wie wir eigentlich sein sollten: heil und gut. Christen können mit der ganzen Kreatur auf dieses Gericht hoffen, denn sie wissen um die Freundlichkeit ihres Richters. Von dieser Erwartung her können sie auch ihr Leben heute barmherziger gestalten.
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DTSTART:20151115
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SUMMARY:Buß-und Bettag
DESCRIPTION:Ich ahne, dass ich meine rastlose Lebensweise ändern müsste und ignoriere es. Ich tue anderen Unrecht, aber ich gestehe es mir nicht ein. Zur Ehrlichkeit mit mir selbst, zu einem wahrhaftigen, aber gütigen Blick auf meine Schwächen ruft der Buß- und Bettag auf. Kein Mensch ist vollkommen, jeder macht Fehler. Geduldig wartet Gott auf unsere Einsicht und darauf, dass wir zurückkehren auf den Weg der Gerechtigkeit, der Liebe und Achtsamkeit – uns selbst zuliebe. Doch Umkehr kommt nicht von allein. So erinnert der Buß- und Bettag daran, dass ich an jedem Tag umkehren kann und muss. Buße betrifft nicht nur den Einzelnen: Auch der Gemeinschaft tut Besinnung gut. Als öffentlicher Feiertag bietet der Buß- und Bettag der Gesellschaft die Gelegenheit, innezuhalten, den eingeschlagenen Kurs zu überprüfen und, wenn nötig, zu korrigieren.
CLASS:PUBLIC
DTSTART:20151118
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END:VEVENT
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SUMMARY:Totensonntag
DESCRIPTION:Oft träume ich von einer Welt ohne Leiden und Schmerz, ohne Trennung und Tränen, eine Welt, in welcher der Tod seinen Schrecken verliert. Ein neuer Himmel und eine neue Erde, Gott, der mitten unter den Menschen wohnt - in den schönsten Bildern beschreibt die Bibel das Ende der Zeit. Eine Utopie? Ja, aber wer sie glaubt, wird selig. Denn sie hat schon jetzt verändernde Kraft.  Die Verheißung dieser neuen Zeit lässt uns heute schon ausschauen nach ihr, wie die Jungfrauen nach dem Bräutigam, der das Fest eröffnet. In der Hoffnung darauf, dass Gott wahr macht, was er verspricht - auch gegen das Leid und den Tod - gedenken viele Gemeinden am Toten- oder Ewigkeitssonntag der Verstorbenen.
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DTSTART:20151122
URL;VALUE=URI:http://www.bayern-evangelisch.de/www/liturgischer_kalender/22.11.2015
END:VEVENT
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SUMMARY:Ewigkeitssonntag
DESCRIPTION:Oft träume ich von einer Welt ohne Leiden und Schmerz, ohne Trennung und Tränen, eine Welt, in welcher der Tod seinen Schrecken verliert. Ein neuer Himmel und eine neue Erde, Gott, der mitten unter den Menschen wohnt - in den schönsten Bildern beschreibt die Bibel das Ende der Zeit. Eine Utopie? Ja, aber wer sie glaubt, wird selig. Denn sie hat schon jetzt verändernde Kraft.  Die Verheißung dieser neuen Zeit lässt uns heute schon ausschauen nach ihr, wie die Jungfrauen nach dem Bräutigam, der das Fest eröffnet. In der Hoffnung darauf, dass Gott wahr macht, was er verspricht - auch gegen das Leid und den Tod - gedenken viele Gemeinden am Ewigkeitssonntag ihrer Verstorbenen des letzten Jahres.
CLASS:PUBLIC
DTSTART:20151122
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END:VEVENT
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SUMMARY:1. Advent
DESCRIPTION:Wenn Politiker auf Staatsbesuch sind, genießen sie oft ein Bad in der Menge: Kinder winken mit Fähnchen, die Straßen sind mit Blumen und  Fahnen geschmückt, eine große festliche Menge. Auch Jesus wurde einst mit großem Jubel in Jerusalem begrüßt: Die Menschen winkten mit Palmzweigen und legten Kleider vor die Füße des Esels, auf dem er saß.  Der Erste Advent ermuntert dazu, sich auf eine Ankunft vorzubereiten, deren Bedeutung nicht hoch genug einzuschätzen ist. Denn der da kommt, ist mächtig, aber nicht zu fürchten, ein König, aber er bringt Frieden und wird Recht schaffen. Sich auf ihn einzustellen, heißt, mit langem Atem Liebe und Frieden zu üben. Darum: Machet die Tore weit! Mit dem Advent beginnt im Festkreis der Kirche ein neues Kirchenjahr.
CLASS:PUBLIC
DTSTART:20151129
URL;VALUE=URI:http://www.bayern-evangelisch.de/www/liturgischer_kalender/29.11.2015
END:VEVENT
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SUMMARY:2. Advent
DESCRIPTION:"Kopf einziehen und durch" oder "Kopf hoch, wird schon wieder" sagen wir - ein schwacher Trost. Wir sind so sprachlos, wenn andere beschwert sind. Gerade den Gebeugten und Niedergedrückten, den Zurückgewiesenen und Benachteiligten gilt die Frohe Botschaft: Haltet durch, Gott sieht die Bedrängnis und hört das Klagen. Wer auf Erlösung wartet, hofft nicht vergeblich. Darum: Kopf hoch, damit ihr sie kommen seht. Der Zweite Advent spricht von einem kosmischen, umwälzenden Befreiungsgeschehen. Die Wiederkunft Jesu wird nicht unbemerkt bleiben. Sie wird uns erschrecken, aber nicht zum Fürchten sein.  Wer beharrlich mit seiner kleinen Kraft nach Gott Ausschau hält, den wird er nicht enttäuschen.
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DTSTART:20151206
URL;VALUE=URI:http://www.bayern-evangelisch.de/www/liturgischer_kalender/06.12.2015
END:VEVENT
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SUMMARY:3. Advent
DESCRIPTION:Manchmal suche ich Gott, aber der Weg scheint versperrt. Ich dringe nicht durch, stehe mir selbst im Weg. Räumt die Steine aus dem Weg! fordert der Dritte Advent. Im Zentrum: Johannes der Täufer, der mit seinem Ruf zur Umkehr Jesus den Weg bereitet. Wo Jesus kommt, da wird die Welt heller und heiler: Vertrocknetes beginnt zu blühen, verschlossene Augen öffnen sich, lahme Glieder bewegen sich. Nichts, weder Täler der Traurigkeit noch Berge der Selbstüberschätzung, sollen seinem Kommen entgegenstehen. Ihm den Weg zu bereiten, heißt wach zu bleiben und sich in Bewegung setzen zu lassen: Traurige zu trösten und die zu ermutigen, die längst schon aufgegeben haben.
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DTSTART:20151213
URL;VALUE=URI:http://www.bayern-evangelisch.de/www/liturgischer_kalender/13.12.2015
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SUMMARY:4. Advent
DESCRIPTION:Freude kann schön machen. Unscheinbare Menschen fangen an zu leuchten, wenn sie sich auf etwas freuen: junge Mütter wie Maria, die ein Kind erwarten. Verliebte, die sich auf den geliebten Menschen freuen, Belagerte, denen endlich der Frieden verkündet wird. Von überstrahlender und verändernder Freude spricht auch der Vierte Advent.  Der Herr ist nah! Die Nachricht behalten sie nicht für sich: Die Wächter, die den Friedensboten erspähen, Maria, die den Gott lobt, der Niedrige erhöht und Mächtige vom Thron stößt und wir können angesteckt von Gottes Freude gütiger und schöner werden.
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DTSTART:20151220
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SUMMARY:Christvesper
DESCRIPTION:Die Geschichte von Maria und Josef und dem Kind in der Krippe, jedes Jahr berührt sie uns neu: unsere Sehnsucht nach einer heilen Welt, nach allumfassender Liebe, nach einem Gott, der keine Angst macht, nach Licht in der Dunkelheit - wenigstens am Heiligen Abend.  Im Krippenspiel, in der Lesung des Weihnachtsevangeliums und in den leuchtenden Augen der Kinder wird etwas spürbar von der Liebe, die Gott den Menschen schenkt: "Ein Kind ist uns geboren", ein hilfloses Kind, das der Welt Rettung und Hilfe bringt. Es ist ganz arm und soll uns reich machen. Es kommt in die Dunkelheit und bringt Licht.
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SUMMARY:Christnacht
DESCRIPTION:Nach dem Trubel des Heiligen Abends ist es wohltuend, in die Kirche zurückzukehren, bei Kerzenschimmer und Musik noch einmal zur Besinnung zu kommen und die Botschaft der Heiligen Nacht zu hören. In vielen Kirchengemeinden hat dieser Gottesdienst eine ganz besondere, musikalische Note.  Durch Jesu Geburt bricht Licht mitten in die Nacht - es braucht nicht viel, um dies in der Christnacht zu erfahren. Sie erzählt von den alten Verheißungen eines Friedenskönigs, die in Jesus, dem Nachkommen des Königs David, ihre Erfüllung finden. Er ist Immanuel, Gott-mit-uns. Die Nacht seiner Geburt erinnert an das tiefe Geheimnis Gottes: In diesem armen, kleinen Kind, in Jesus Christus zeigt er sich. Hier und nirgendwo anders liegt Gottes Wahrheit verborgen.
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SUMMARY:Christfest I
DESCRIPTION:Freunde und Freundinnen, das sind für mich Menschen, vor denen ich mich nicht verstecken muss, die mich gern haben, auch wenn ich etwas Dummes sage, und die nicht auf mich herabschauen, wenn ich einen Fehler mache. Freunde mögen mich, so wie ich bin.  In Jesus sieht uns Gott freund-lich an, er begegnet uns auf Augenhöhe, davon spricht der erste Weihnachtsfeiertag. Die Hirten, die sich auf das Wort des Engels hin auf den Weg machen, erfahren es als erstes: In dem kleinen, hilflosen Kind zeigt sich ein Gott, vor dem sie sich nicht zu schämen brauchen. Sie können und brauchen nicht zu Gott empor zu steigen, er kommt zu ihnen herab. Ja, noch viel mehr: In diesem Kind macht Gott sie selbst und alle Menschen zu seinen Söhnen und Töchtern, zu Erben seiner Verheißung. Und Weihnachten ist nur der Anfang. Wer sich wie die Hirten auf den Weg zur Krippe macht, wird verändert zurückkommen: bewegt und berührt von der Menschenliebe Gottes.
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SUMMARY:Christfest II
DESCRIPTION:Ein Reicher wird arm, Arme werden reich, ein Wolf liegt neben einem Lamm, ein Kind spielt mit der Schlange…die biblischen Lesungen an diesem Tag muten an wie eine "verkehrte Welt".  Mit der Geburt Jesu wurden die bisherigen Ordnungen auf den Kopf gestellt, zeigt der zweite Weihnachtsfeiertag. Weihnachten, das ist der Beginn eines welt- und zeitumspannenden Geschehens. Das große Friedensreich, das seit alter Zeit erwartet wurde, nahm mit Jesus seinen Anfang. Denn, da sind die biblischen Zeugen ganz klar: Sein Platz war von Anfang her bei Gott. So sprechen sie von der Herrlichkeit Jesu und von seiner Einheit mit Gott. In seiner Geburt verbinden sich Himmel und Erde, kommt der ewige Gott zu den Menschen und zieht die Menschen zu sich empor. Das ist nicht auf den ersten Blick zu erkennen. Aber wer es glaubt, wird viele Zeichen dieser neuen Welt wahrnehmen.
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SUMMARY:1. So. n. Christfest
DESCRIPTION:Alt ist er geworden und grau. Doch seine Augen sind jung und leuchtend in die Ferne gerichtet. "Du spinnst!" sagen die einen. "Hör doch auf. Es wird sich nichts ändern". Freunde haben sich kopfschüttelnd abgewandt, andere sind verbittert gestorben. Leise, geduldig wartet er weiter, traut der alten Verheißung auf den Friedenskönig, der die Rettung bringt. Jahr um Jahr, Tag um Tag. Als er das Kind in den Armen hält, öffnet er die Augen in plötzlichem Erkennen: Er hat nicht vergeblich gewartet. Und Simeon singt: "Meine Augen haben deinen Heiland gesehen".  Dass in Jesus Christus Gott sichtbar geworden ist, darum geht es am ersten Sonntag nach dem Christfest. Immer wieder haben Menschen in ihm das Licht erkannt, das die Dunkelheit erhellt, haben, wie Simeon, es staunend bekannt und weitererzählt.
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SUMMARY:Altjahresabend
DESCRIPTION:"Schon wieder ein Jahr vorbei." Es ist erschreckend, wie die Zeit vergeht. Der Jahreswechsel macht das immer wieder neu bewusst. Er ist eine Chance zum Innehalten und zur Rückschau. Was ist in diesem Jahr gelungen? Was missglückt? Wem bin ich etwas schuldig geblieben? Für vieles kann ich danken, manches noch zurechtbiegen, einige Sorgen ablegen. Anderes schleppe ich mit. Doch ich wurde behütet in diesem Jahr. Gott sei Dank.  Der Gottesdienst zum Altjahresabend stellt meine Bilanz unter die große Zusage Gottes: Im alten, wie im neuen Jahr wird Gott uns begleiten, wird Orientierung geben wie die Feuersäule in der Wüste, wird gegen alle Widerstände auf unserer Seite stehen. Meine Welt mag sich ändern. Doch Jesus Christus bleibt der Gleiche: gestern, heute und in Ewigkeit. Sein Versprechen gilt. Es lohnt sich, mit ihm zu rechnen; auch im neuen Jahr.
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SUMMARY:Neujahrstag
DESCRIPTION:Weniger rauchen oder mehr schlafen, ein Stellenwechsel oder weniger Gewicht auf der Waage - vielfältig sind die Vorsätze für das neue Jahr. Noch ist es jung, liegt vor uns, wie ein unbeschriebenes Blatt. Doch wie schnell reißen alte Unsitten ein.  Wir können planen, aber wir haben unsere Zukunft nicht in der Hand, das zeigt der Gottesdienst am Neujahrstag. Dennoch macht er Mut zum Aufbruch. Unser Wollen, Tun und Planen liegt in Gottes Macht. Wer ihm seinen Weg anvertraut, den wird er leiten. Mit Gottes Schutz und seiner Hilfe können wir den Weg ins neue Jahr getrost wagen.
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SUMMARY:2. So. nach Christfest
DESCRIPTION:"Er ist ganz seines Vaters Sohn." Nicht ohne Stolz sprechen Eltern diesen Satz. Mag er auch einige Macken haben - er ist doch sehr gut geraten. Dass Jesus, Sohn des Josef, gleichzeitig auch ganz der Sohn seines himmlischen Vaters ist, steht im Zentrum des zweiten Sonntag nach dem Christfest.  Das müssen die besorgten Eltern erleben, als der Zwölfjährige einfach im Tempel zurückbleibt, weil er bei seinem Vater sein möchte. Das bezeugen die Jünger, die erkennen, dass hinter "Josefs Sohn" noch ein ganz anderer Vater steht. Das erfahren die ersten Christen: Jesus ist vom Vater gesandt, den Elenden gute Botschaft zu bringen. Menschensohn und Gotteskind - in Jesus Christus vereinen sie sich.
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DTSTART:20160103
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SUMMARY:Epiphanias (Erscheinungsfest)
DESCRIPTION:Es gibt Menschen, Orte oder Momente, die haben eine ganz besondere Ausstrahlung. Die sind so von etwas erfüllt, dass es nicht verborgen bleiben kann. Das Fest der Erscheinung (griech. Epiphanias) feiert die Strahlkraft der Geburt des göttlichen Kindes - weit über die Grenzen des Landes hinweg.  Bild dafür ist der helle Stern, der die drei weisen Männer aus dem Orient an die Krippe führte. Sie erkannten das Licht, das mit Jesus über der Dunkelheit der Welt aufging. Wer den Schein, der von diesem Kind ausgeht, nicht übersieht, der wird selbst zum Lichtträger. Der kann die Botschaft nicht für sich behalten, sondern ist so erfüllt von Gottes Liebe, dass er von innen leuchtet.
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DTSTART:20160106
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SUMMARY:1. So. nach Epiphanias
DESCRIPTION:Die Geburt im Stall war nicht nur ein Traum. Die Geschichte Jesu ging weiter, langsam erst und unbemerkt. Und doch: Er war ein Mensch von Gottes Geist.  Der Erste Sonntag nach Epiphanias steht ganz im Zeichen der Taufe Jesu. Sie steht am Beginn seines Wirkens. In ihr bekennt sich Gott zu Jesus: Dieser Mensch ist mein geliebter Sohn, er hat meinen Geist. Ermutigend das Wort aus alter Zeit: Er, der das Schwache nicht niedertritt, er, der das geknickte Rohr nicht abbricht, kommt von Gott. Er ist Gottes Wahl. Selbst wenn er nach weltlichen Maßstäben Schwäche zeigt. Wer in seinem Geist  lebt, wer auf ihn getauft ist, der ist Gottes Kind.
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DTSTART:20160110
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SUMMARY:letzter So. nach Epiphanias
DESCRIPTION:Es gibt Momente, in denen sehe ich völlig klar. Für einen Augenblick erscheint mir mein Leben wie von Licht bestrahlt, weiß ich genau, wer ich bin und wohin ich gehe. Bergerfahrungen sind das, voller Überblick und Klarheit. Von einem lichten Erlebnis spricht der letzte Sonntag nach Epiphanias. Auf einem Berg sehen die Jünger Jesus verklärt und erkennen: Dies ist Gottes Sohn. "Hier ist gut sein" sagt Petrus. "Lasst uns Hütten bauen."  Von Gott ergriffen sind sie, wie Mose, den Gott aus dem Feuer anruft, und wie der Seher Johannes auf Patmos. Doch bei einem solchen Erlebnis kann niemand stehen bleiben, jeder muss in den Alltag zurück, oft genug in das Leid. Aber alle nehmen den hellen Schein mit, der sie ermutigt, weiter in Gottes Licht zu leben.
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DTSTART:20160117
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SUMMARY:Septuagesimä
DESCRIPTION:"Das ist unfair!" Nicht nur Kinder sind über Ungerechtigkeit erbost. Doch was ist gerecht? Alle gleich zu behandeln oder die Anlagen jedes Einzelnen zu berücksichtigen? Eltern von unterschiedlichen Kindern wissen, dass eine Gleichbehandlung auch ungerecht sein kann.  Gottes Gerechtigkeit ist Güte, zeigt der Sonntag Septuagesimae (70 - eigentlich nur 63 - Tage vor Ostern).  Der Weinbergbesitzer, der allen, auch den letzten Arbeitern den gleichen Lohn auszahlt; Jesus, der ausgerechnet mit einem Zöllner zu Tisch sitzt; Gott, der sich nicht von Stärke und Reichtum beeindrucken lässt, sondern ihnen Recht und seine Gerechtigkeit entgegensetzt. Diejenigen, die sich von dieser Gerechtigkeit anstecken lassen, die ruft Jesus in seine Nachfolge, zu einem Lauf, der nicht ins Ungewisse führt.  Brauchtum:  An Septuagesimae wurden in der alten Kirche die Taufbewerber für Ostern ausgewählt.
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DTSTART:20160124
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SUMMARY:Sexagesimä
DESCRIPTION:"Was ich nicht höre, das wurde nicht gesagt." Kinder können das hervorragend: Ohren zu, auf Durchzug gestellt. Aber auch uns fällt das Zuhören oft schwer. Wie viel schwerer noch, wenn es um Gottes Wort geht. Und dann trifft es wieder plötzlich, unvermittelt, mitten ins Herz. Das Wort Gottes und seine Wirkung stehen im Zentrum des Sonntags Sexagesimae. Manchmal ist es scharf, schmerzhaft und trennend wie ein Schwert, dann wieder scheint es nicht zu wirken, setzt sich aber fest und wächst im Stillen. Gott streut die Botschaft seiner Liebe großzügig aus. Auch wenn wir sie verdorren lassen: Sie gilt uns. Es liegt an uns, damit ernst zu machen. Aber eins ist sicher: Ohne Wirkung bleibt die gute Nachricht nicht. Wie bei Lydia, die, von Gottes Wort angefacht, zur ersten Christin Europas wurde.
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DTSTART:20160131
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SUMMARY:Estomihi
DESCRIPTION:Wie weit würde meine Freundschaft gehen? Würde ich zu meinen Freunden stehen, selbst wenn sie ausgelacht oder verachtet, verfolgt oder verdächtigt würden? Würde ich sie begleiten? Die Freundschaft zu Jesus verlangt seinen Jüngern viel ab. Sie werden mit ihm nach Jerusalem ziehen und seinen Tod miterleben. Jesus kündigt ihnen das an. Am Sonntag Estomihi steht die Nachfolge im Vordergrund. Nicht, wer viele große Worte macht, sondern wer sich für Gerechtigkeit einsetzt und beharrlich liebt, der hat den Ruf in die Nachfolge gehört, dem hat Jesus die Augen geöffnet. Aber zu Jesus zu stehen, ist nicht immer leicht. Es bedeutet auch, Nachteile in Kauf zu nehmen, sein Leid zu tragen. Jesu Frage gilt auch uns: "Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme an seiner Seele Schaden?".
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DTSTART:20160207
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SUMMARY:Aschermittwoch
DESCRIPTION:Ein Aschenkreuz auf der Stirn - das erlebt man unter Evangelischen selten. Und trotzdem leitet auch in den lutherischen Kirchen der Aschermittwoch die Passionszeit ein, eine Zeit der Einkehr und der Besinnung auf das Leiden Jesu Christi.  In wenigen Gemeinden findet an diesem Tag ein Gottesdienst statt, der auf die Passions- und Fastenzeit einstimmt. Er ruft zu einem Fasten auf, das nach Gottes Willen ist, das leise und beharrlich nach einem Leben fragt, das Gott gefällt. Dass Verzicht zum Wesentlichen führen kann, erfahren diejenigen, die in der Passionszeit lieb gewordene Gewohnheiten aufgeben. Die bundesweite Fastenaktion der Evangelischen Kirche " sieben Wochen ohne", die am Aschermittwoch offiziell eröffnet wird, ermuntert dazu, in der Passionszeit bewusster zu leben.
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DTSTART:20160210
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SUMMARY:Invocavit
DESCRIPTION:Sie ist nicht zart und sie ist nicht aufregend und sie macht auch wenig Spaß. Auch wenn uns die Werbung etwas anderes erzählt: Versuchung ist eine ernste Sache. Wer versucht wird, bei dem steht nicht selten seine Integrität auf dem Spiel. Ehrlich sein, auch wenn ich dadurch Nachteile habe? Steuern hinterziehen, wenn es niemand sieht? Kann ich mir selbst treu bleiben?  Um Versuchung geht es am Sonntag Invokavit. Von der Versuchung der Schlange - "Ihr werdet sein wie Gott" - bis zu Jesus, der auf subtile Weise versucht wurde. Das Bekenntnis zu ihm und der Blick in die heilige Schrift helfen, in der Versuchung zu bestehen und Gott richtig zu dienen: Hungrige zu speisen, Arme zu bekleiden. Und wenn es schwierig wird: "Ich habe für dich gebeten, dass dein Glaube nicht aufhöre", sagt Jesus zu Petrus.
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DTSTART:20160214
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SUMMARY:Reminiscere
DESCRIPTION:"Du lernst aber auch gar nichts." Manchmal helfen alles Reden und Erklären nichts, kein Vorbild und keine Predigt. Alles Mühen ist umsonst. Die Kinder haben ihren eignen Kopf. Man möchte sie schütteln, aber sie werden nur noch bockiger. Es fällt schwer, da nicht die Geduld zu verlieren.  So geht es Gott mit seinen Menschen, zeigt der Sonntag Reminiszere. Wie der umhegte  Weinberg, der nur saure Trauben hervorbringt, wie die bösen Weingärtner, die sich in Abwesenheit des gütigen Besitzers des Weinbergs bemächtigen und seine Boten töten, verachten sie oft Gottes Willen. Sie meinen zu glauben und handeln doch herzlos und kalt. Sollte Gott da nicht die Geduld verlieren? Doch gerade zu den Sündern ist Jesus Christus gekommen - zur Hoffnung für alle Welt.
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DTSTART:20160221
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SUMMARY:Okuli
DESCRIPTION:"Der Einsatz ist hoch", heißt es nicht nur im Glücksspiel. Manche Entscheidungen im Leben verlangen uns viel ab: Kraft und Energie, Geld und Geduld, Tränen, manchmal auch Trennungen. Und trotzdem würden wir uns wieder genauso entscheiden. Weil es rückblickend richtig war, weil uns die Erfahrung reicher gemacht hat.  Auch bei Jesus ist der Einsatz hoch, das zeigt der Sonntag Okuli. Wer Jesus nachfolgen will, muss verzichten lernen, darf nicht zurückschauen. Wer Gott ernst nimmt, muss Entscheidungen treffen für ein Leben in Liebe und Hingabe. Die Bibel erzählt von Menschen, die Gott bis zum Äußersten gefordert hat: Jeremia, der um Gottes Willen verspottet wird; Elia, der  auf der Flucht zu Tode erschöpft ist. Und doch erfahren gerade sie: Gott ist bei mir. Er macht mich stark.
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DTSTART:20160228
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SUMMARY:Lätare
DESCRIPTION:"Der gewinnt auch dem Schlimmsten noch etwas Gutes ab!" Ein Kopfschütteln, ein leises Bewundern. Manche Leute verbreiten Freude, obwohl sie wirklich nichts zu lachen haben. "Freut euch - allem Leiden zum Trotz!" Mitten in der Passionszeit erklingt dieser Ruf am Sonntag Lätare.  Freuen - warum? Weil schon im Sterben das Leben begriffen ist. Plastisch die Bilder, die Jesus wählt: Nur das Samenkorn, das in die Erde fällt, bringt Frucht. Brot muss verzehrt werden, um stärken zu können. Er selbst ist das Brot für uns, das jetzt schon den Hunger nach Leben stillt. Gottes Zusage gilt: "Es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen, aber meine Gnade soll nicht von dir weichen, und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen, spricht der HERR, dein Erbarmer."
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DTSTART:20160306
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SUMMARY:Judika
DESCRIPTION:"Wer nicht hören will, muss fühlen." Wer sich nicht unterordnet, wer nicht gehorcht, muss oft genug die Konsequenzen tragen. Und doch: Blinder Gehorsam kann zur Katastrophe führen, ziviler Ungehorsam gar geboten sein.  Es ist ein harter Gott und ein blinder Gehorsam, den der Sonntag Judika beschreibt: Ein Gott, der Ungehorsam mit Strafen schlägt und Abrahams Gehorsam grausam auf die Probe stellt. Ein Gott, der Jesus abverlangt, als Opfer in den Tod zu gehen? Dunkel ist dieser Gott und fern. Doch auf der anderen Seite steht Gott, der selbst gehorsam ist, der den Menschen dient und ihnen zum Leben verhilft. Auch hinter der dunkelsten Geschichte scheint das durch: Gott will, dass allen Menschen geholfen wird. Im Vertrauen darauf wird es möglich, sich auf Gott zu verlassen und dem Nächsten zu dienen.
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DTSTART:20160313
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SUMMARY:Palmarum / Palmsonntag
DESCRIPTION:Es gibt Momente, in denen ist nichts, wie es scheint. Ein fröhliches Gesicht versteckt tiefe Trauer, wer Härte zeigt, kann auch barmherzig sein, und hinter einer scheinbar so düsteren Zukunft verbirgt sich eine neue Chance. Grenzmomente sind das, unsicher und vage. Erst im Nachhinein deute ich die Zeichen richtig.  Der Palmsonntag führt in eine solche Grenzzeit hinein: Die Hände die eben noch Palmzweige schwingen, sind fast schon zu Fäusten geballt. Das "Hosianna" wird zum gellenden "Kreuzige"-Ruf, fröhliche Gesichter erstarren zu Fratzen. Und doch ist es Jesu Tod am Kreuz, der den Menschen Leben bringt. Sein Weg ins Dunkel war ein Weg ins Licht, heute bekennen wir das. Im Geschlagenen, im Verachteten war Gott ganz nah. Nur wenige erkannten das, wie die Frau, die den Todgeweihten wie einen König salbte.
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DTSTART:20160320
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SUMMARY:Gründonnerstag
DESCRIPTION:Wann habe ich ihn zum letzten Mal gesehen? Welche Worte wurden gesprochen, und was wurde verziehen? Wie wichtig werden diese Fragen, wenn ein geliebter Mensch stirbt. Wohl denen, die Abschied nehmen durften oder gar ein letztes Wort mitbekamen. Sie behalten es ein Leben lang.  Vom letzten Vermächtnis Jesu berichtet der Gründonnerstag. Jesus nimmt sich viel Zeit zum Verabschieden, macht den Jüngern Mut, wäscht ihnen die Füße und gibt ihnen Worte und Zeichen für die Zeit ohne ihn. Und das Vermächtnis lebt. Noch heute bekennen Christen: Im Abendmahl ist Jesus ganz nah, auch nach 2000 Jahren noch. Er gibt uns an seinem neuen Leben Anteil. Ihn ehren wir, wenn wir einträchtig und ohne Trennungen das Brot brechen und den Wein teilen.
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DTSTART:20160324
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SUMMARY:Karfreitag
DESCRIPTION:Wer kann ermessen, wie tief menschliches Leid geht? Hilflos und voller Furcht stehen wir davor. "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" Wer so schreit, fühlt sich ganz allein. Doch Gott weicht dem tiefsten menschlichen Leid nicht aus, davon berichtet der Karfreitag. Er begegnet ihm auf unbegreifliche Art: In Jesus begibt Gott sich selbst kompromisslos in die Nacht hinein. Er wird von Freunden verraten, verspottet, gefoltert und schließlich am Kreuz hingerichtet.  Die ersten Christen bekannten: Jesus ist für unsere Sünden gestorben. Nichts, was wir tun, kann so schlimm sein, dass wir verloren gehen. Aber heute haben immer mehr Menschen Schwierigkeiten damit: Braucht Gott ein Opfer zur Sühne? Er braucht es nicht, aber er ist den Menschen im Leiden ganz nah. Keine Schranken soll es geben zwischen ihm und uns. Zeichen dafür ist das Kreuz, das Himmel und Erde verbindet.
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DTSTART:20160325
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SUMMARY:Karsamstag
DESCRIPTION:Wer kann ermessen, wie tief menschliches Leid geht? Hilflos und voller Furcht stehen wir davor. "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" Wer so schreit, fühlt sich ganz allein. Doch Gott weicht dem tiefsten menschlichen Leid nicht aus, davon berichtet der Karfreitag. Er begegnet ihm auf unbegreifliche Art: In Jesus begibt Gott sich selbst kompromisslos in die Nacht hinein. Er wird von Freunden verraten, verspottet, gefoltert und schließlich am Kreuz hingerichtet.  Die ersten Christen bekannten: Jesus ist für unsere Sünden gestorben. Nichts, was wir tun, kann so schlimm sein, dass wir verloren gehen. Aber heute haben immer mehr Menschen Schwierigkeiten damit: Braucht Gott ein Opfer zur Sühne? Er braucht es nicht, aber er ist den Menschen im Leiden ganz nah. Keine Schranken soll es geben zwischen ihm und uns. Zeichen dafür ist das Kreuz, das Himmel und Erde verbindet.
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DTSTART:20160326
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SUMMARY:Osternacht
DESCRIPTION:An der Schwelle zwischen Tod und Leben, Dunkel und Licht wird die Osternacht gefeiert. In dieser Nacht, in der Jesus auferstand, liegen Trauer und Hoffnung, Todesschwärze und das jubelnde Lob der neuen Schöpfung dicht beieinander.  So spannt die Liturgie einen weiten Bogen: von der guten Schöpfung im Anbeginn über die Abwendung des Menschen von Gott, den Auszug aus Ägypten bis hin zur immer neuen Abkehr vom richtigen Weg. All das gipfelt im Kreuz. Ostern, so die Botschaft dieser Nacht, ist ein neues, umwälzendes Befreiungsgeschehen. Mit seiner Auferstehung zerreißt Jesus so viel: unsere Trennung von Gott, unsere Ohnmacht, unseren Tod. "Christ ist erstanden", mit dem Licht, das entzündet wird, erklingt dieser Osterjubel neu - dem Tod zum Trotz.   Tradition: Taufe in der Osternacht
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DTSTART:20160326
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END:VEVENT
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SUMMARY:Ostersonntag
DESCRIPTION:Die erste Liebe oder die Geburt eines Kindes, Rettung aus höchster Gefahr - es gibt Ereignisse, die erfüllen uns mit unaussprechlicher, tiefer Freude. Singen möchte man und jubeln, oder man bekommt kein Wort heraus vor lauter Glück.  Ostern, das ist das Fest purer Freude. Einer Freude, die deswegen so rein ist, weil sie die Tiefen kennt und sie doch bezwungen weiß. Ostern ist das Urdatum der Kirche. Die drei Frauen am Grab, die Jünger, denen der Auferstandene erscheint und Maria Magdalena, sie können nach dem ersten Schrecken nicht schweigen: Jesus lebt! Die Liebe hat den Tod bezwungen. Er hat die letzte Macht über uns verloren. Wer gegen allen Augenschein in diesem Vertrauen lebt, der kann freier handeln, der wird aufstehen gegen alles, was das Leben bedroht. "Tod, wo ist dein Stachel?", fragt der Apostel Paulus zurecht.  Brauchtum: Osterlachen
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DTSTART:20160327
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SUMMARY:Ostermontag
DESCRIPTION:Manchmal sehe ich das Offensichtliche nicht. Die Lösung, die zum Greifen nah ist, einen Menschen, der Hilfe bringt. Da müssen mir erst die Augen aufgehen.  Auch für die Gegenwart Jesu sind wir oft blind, das zeigt der Ostermontag.  Meilenweit wandern zwei Jünger neben dem Auferstandenen nach Emmaus, bevor sie ihn erkennen. Erst als er das Brot mit ihnen bricht, gehen ihnen die Augen auf. Es ist so viel leichter, an den Tod zu glauben, als an das Leben, auch heute noch. Doch mit Jesu Auferstehung ist jedem Einzelnen das Leben verheißen, auch nach dem Sterben. Die alttestamentliche Vision von Gott, der den Tod zerstört - in Jesus wird sie Wirklichkeit. Wer daran glaubt, für den gibt es keine Hoffnungslosigkeit.
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DTSTART:20160328
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END:VEVENT
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SUMMARY:Quasimodogeniti
DESCRIPTION:"Ich glaube nur, was ich sehe", sagen viele. Was ich mit dem Verstand fassen kann, was ich be-greifen kann, nur das hat Bestand. Auferstehung? Das passt da nicht hinein.  Auch viele Jünger konnten die Botschaft von der Auferstehung Jesu zunächst nicht glauben. Wo war der Beweis? Wo die logische Erklärung? Der erste Sonntag nach Ostern (Quasimodogeniti) erzählt davon, wie Jesus den Zweiflern und Skeptikern entgegenkam, sich anfassen ließ und gemeinsam mit ihnen aß. So konnten sie später auch glauben, was sie nicht sahen: die unsichtbare Gemeinschaft mit Christus. Schon jetzt haben Christen Anteil an seinem, dem neuen Leben. Darf man das glauben? "Selig sind, die nicht sehen und doch glauben", sagt Jesus.
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DTSTART:20160403
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SUMMARY:Misericordias Domini
DESCRIPTION:Manchmal wünsche ich mir das: Einen, der für mich sorgt, der mir den rechten Weg zeigt und mich unbeschadet durch Gefahren führt, einen, der meinen Durst nach Leben stillt und nach mir sucht, wenn ich verloren gehe. Jesus, der "gute Hirte" steht im Zentrum des zweiten Sonntags nach Ostern. Das Urbild des Schäfers spricht Kinder wie Erwachsene an. Das neue Testament bekennt Christus als den guten Hirten, der das Verlorene nicht aufgibt und der sein Leben für das ihm Anvertraute lässt. Jeder einzelne zählt. Die biblischen Texte warnen aber auch vor schlechten Hirten, die nur an ihr eigenes Wohl denken, bei Gefahr davonlaufen und das Schwache nicht stärken. Da gilt es, sich an den guten Hirten zu halten und nach seinem Beispiel selbst auf andere zu achten.
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DTSTART:20160410
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SUMMARY:Jubilate
DESCRIPTION:Jubilate - Jubelt! Wie leicht ist es, im Frühjahr in den Jubel der wiedererwachenden Natur einzustimmen. Ihr Wiederaufblühen wird in der Osterzeit zum wunderbaren Sinnbild der Auferstehung.  Schöpfung und neues Leben sind Themen des Sonntags Jubilate. Er erzählt von der guten Schöpfung am Anfang, aber auch von ihrer Vorläufigkeit. Auch Christen sind der Vergänglichkeit unterworfen. Und doch haben sie bereits eine Ahnung von neuem Leben. Denn Jesus ist auferstanden. Für den, der daran glaubt, hat der Tod seine Endgültigkeit verloren. Neu zu werden ist möglich, auch hier und heute. Wer an dieser Hoffnung festhält, dem wächst Stärke zu. Denn wie der Weinstock seinen Trieben Kraft gibt, so haben auch Christen ihren Halt in Christus und können sich immer wieder zum Leben rufen und erneuern lassen.
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DTSTART:20160417
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SUMMARY:Kantate
DESCRIPTION:Der ausgelassene Tanz, das Lied, das Trauernden die Tränen löst, das Pfeifen im Dunkeln und die Arie, die tief ins Herz dringt - Musik lässt niemanden unbewegt. Evangelische Frömmigkeit wäre nicht denkbar ohne sie. Um Musik und Gesang drehen sich die biblischen Lesungen am Sonntag Kantate (Singt!): Der erleichterte Dank der Geretteten, das mächtige Loblied der Werke Gottes und der mutige Gesang, der Kerkermauern sprengt - sie alle vereinen sich zu einem vielstimmigen Lob Gottes. Kein Bereich des Lebens soll von diesem Lob ausgeschlossen sein, keiner ist zu gering für diese Musik. Je mehr unser Leben zum Gesang wird, desto stärker wird uns dieses Lied verändern zu liebevolleren und dankbaren Menschen.
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DTSTART:20160424
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END:VEVENT
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SUMMARY:Rogate
DESCRIPTION:Wie komme ich in Kontakt mit Gott? Bleibt nicht ungehört, was ich zu ihm spreche? Vielen Erwachsenen fällt das Beten schwer. Andere erleben es als befreiend, ihr Herz auszuschütten oder in der Stille Gott zu suchen.  Der Sonntag Rogate (Betet!) ermutigt zum Gebet. Auch Jesus hat immer wieder dazu aufgerufen. Vielfältige Formen des Betens finden sich schon in der Bibel: Das stürmische  und unnachgiebige Gebet, das Gott drängt wie einen Freund, das stellvertretende Einstehen für andere und der Dank. Jesus verspricht, dass wer in seinem Namen bittet, bei Gott nicht auf taube Ohren stößt. Und er lehrt seine Jünger das Gebet, das alle anderen umfasst: das Vaterunser. Es müssen nicht viele Worte sein. Dieses ist genug. Es führt zum Hören auf Gott. Nicht unser, sondern Gottes Wille soll geschehen.
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SUMMARY:Christi Himmelfahrt
DESCRIPTION:"Hier ist der Himmel auf Erden", sagen wir in Momenten, in denen es uns rundum gut geht. Was ist der Himmel? Die unendlich blauen Weiten über uns oder die scheinbar zeitlosen Sekunden, in denen wir glücklich sind?  Wenn wir Christi Himmelfahrt feiern, erinnern wir an den Abschied Jesu von seinen Jüngern 40 Tage nach seiner Auferstehung. Er kehrt zurück zu Gott. Seit dieser Zeit ist für Christen der Himmel dort, wo Jesus Christus ist. Zwischen Himmel und Erde leben sie. Und doch: "Was steht ihr da und schaut in den Himmel?" Die Frage an die Jünger gilt auch uns. Im Hier und Jetzt, in unserer Gegenwart können wir etwas vom Himmel erfahren: in dem Glanz auf den Gesichtern unserer Mitmenschen, in Momenten der Freude und der Liebe, in denen wir eins sind mit Gott und Menschen.
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SUMMARY:Exaudi
DESCRIPTION:Manchmal wird mir der Abschied schwer: Wenn ich dem Zug hinterher blicke oder hinter der Absperrung am Flughafen stehe. Noch viel schwerer ist es, wenn ich nicht weiß, ob wir uns wiedersehen werden. Den Abschied Jesu von seinen Jüngern beschreibt der Sonntag Exaudi (Erhöre!). Seit seiner Himmelfahrt ist Jesus nicht mehr sichtbar bei ihnen. Es liegen harte Tage vor ihnen. Doch Jesus lässt sie nicht allein. Auf andere Art wird er ihnen nahe sein: in ihren Herzen, als nie versiegende Quelle der Kraft. In einem neuen Geist werden sie Jesus erkennen. Das ist kein Ersatz für seine Anwesenheit, aber ein Trost. Noch heute lebt dieser Geist unter uns: Wo nach Gottes Willen gefragt wird, wo Liebe unser Handeln prägt, da wird er spürbar. Aber auch dort, wo wir verzagen, wo uns der Hals zugeschnürt ist, ist er uns tröstend nahe und bringt unsere Anliegen vor Gott.
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SUMMARY:Pfingstsonntag
DESCRIPTION:Dass ich andere nicht verstehe, das erlebe ich so oft: In fremden Ländern, bei Fachgesprächen oder wenn ich an anderen vorbeirede. Das Gegenteil geschieht an Pfingsten. Jünger, die gerade noch mutlos waren, überkommt eine große Kraft, wie ein Sturmwind. Bewegt vom Heiligen Geist sprechen sie von Jesus Christus, und das Wunder geschieht: Jeder kann sie in seiner eigenen Sprache verstehen. Viele lassen sich taufen: Die Kirche ist geboren. Pfingsten lädt ein, darüber nachzudenken, welche Sprache wir sprechen: die Sprache der Angst oder die der Liebe. Der Pfingstgeist hält Jesus unter uns lebendig. Es ist ein Geist, der Menschen verbindet und nicht trennt, der befreit und nicht einengt, ein Geist, der uns die Augen öffnet für Unrecht und uns den Mund auftut für die Wahrheit.
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SUMMARY:Pfingstmontag
DESCRIPTION:Die eine kann gut lesen und der andere hat einen guten Geschmack. Diese kann gut zuhören und jener hat einen wachen, kritischen Verstand. So bunt und vielfältig wie die Menschen sind die Begabungen in den christlichen Gemeinden. 
Die praktischen Auswirkungen des Heiligen Geistes hat der Pfingstmontag im Blick. Da ist Petrus, der, bewegt von Gottes Geist, erkennt, dass Jesus der Messias ist. Da sind jene, die ihre Erfahrungen mit Gott weitergeben, und andere, die die Zeichen der Zeit erkennen. Alle Gaben aber vereint ein Geist: die Kraft, die von Jesus Christus ausgeht und die der Liebe und dem Aufbau der Gemeinde dient. 
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SUMMARY:Trinitatis
DESCRIPTION:Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist, der eine Gott in drei Personen - viele tun sich damit schwer. Drei in einem - wie soll das gehen?  Am Sonntag Trinitatis feiern Christen das Fest der Dreieinigkeit Gottes - einer theologischen Idee, die schwierig ist und doch viel über das Wesen Gottes aussagt. Gott ist umfassender, als ein Mensch begreifen kann. Aber er lässt sich auf eine Geschichte mit den Menschen ein und offenbart ihnen mit der Zeit immer mehr von sich: Als Vater erwählt sich Gott ein Volk, als Sohn  nimmt er sich des Schicksals aller Menschen an, bezieht schließlich in jedem einzelnen Wohnung: als Begeisterung, als Tröster und als Liebeskraft. Gott ist reine Beziehung - zu der Welt und in sich selbst. Niemand ist von seiner Gegenwart ausgeschlossen. Gott kann und will nicht für sich sein. Ein Ausdruck dafür ist seine Dreieinigkeit.
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SUMMARY:1. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Die einen predigen Gesundheit oder Erfolg, andere Reichtum oder Schönheit. Im Dschungel der fast unbegrenzten Sinnangebote kann man sich leicht verlaufen: Welche Heilsversprechen führen in die Irre? Welche der mir angebotenen Wege führen wirklich zum Leben, sind von Gott? Der 1. Sonntag nach Trinitatis ermuntert dazu, achtsam zu bleiben für die Stimme Gottes zwischen den vielen Stimmen um uns. Dazu gibt es Hörhilfen: Die Worte und Werke Jesu, das Zeugnis von Mose und den Propheten, ein Bekenntnis, das an Gott allein festhält. Alle weisen den einen Weg: den Weg der Liebe, die sich furchtlos und freigiebig dem anderen zuwendet.
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DTSTART:20160529
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SUMMARY:2. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:"Tut mir Leid, keine Zeit" - eine Absage, schnell und achtlos dahingesagt, manchmal später bereut. Wer kennt das nicht? Wenn Gott einlädt zum Fest des Lebens, dann gibt er überfließend und umsonst. Dann gilt seine Einladung allen: Wohlhabenden und Armen, Nahestehenden und Fernen, Glaubenden und Zweifelnden. Gut für die, die keine Entschuldigung vorschützen und keine Ausflüchte suchen. Der 2. Sonntag nach Trinitatis ermuntert dazu, Gottes Einladung nicht auszuschlagen, sondern sich an seinen Tisch rufen zu lassen - in eine bunt gemischte Gemeinschaft, in der sich niemand profilieren muss, sondern in der ein Klima der gegenseitigen Achtsamkeit und Wertschätzung, Offenheit für Außenstehende und Nachsicht gegen Schwächere herrscht.
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DTSTART:20160605
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SUMMARY:3. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Manchmal stehe ich da und möchte die Zeit zurückdrehen: Mein verletzendes Wort, meine falsche Entscheidung, meine Unachtsamkeit… "Wenn man es doch ungeschehen machen könnte!" Es ist schmerzlich, wenn das nicht gelingt. Was bei Menschen oft nicht mehr geht, bei Gott ist es möglich - das ist die Botschaft des 3. Sonntags nach Trinitatis. Gott will nicht, dass Menschen verloren gehen. Er lässt sie ihre Wege suchen und ihre Fehler machen: Das Schaf, das auf Abwege gerät den Zöllner Zachäus, der den Menschen das Geld aus der Tasche zieht, und den Sohn, der es zu Hause nicht mehr aushält. Doch wie der gute Vater lässt Gott sie nicht fallen: Er wartet, geht entgegen, feiert ein Fest für den wieder gefundenen Sohn.  Eindringlich klingt die Mahnung des Propheten: Wagt umzukehren! Ihr könnt zurück, wenn ihr nur wollt.
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DTSTART:20160612
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SUMMARY:4. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Sympathisch oder unsympathisch? Innerhalb weniger Sekunden ist die Entscheidung gefällt. Auch mit dem moralischen Urteil geht es sehr schnell. Wir "wissen" meist sehr gut, was verwerflich ist, und tun lautstark oder subtil unsere Verachtung kund. Vorsicht vor solchen Urteilen!, warnt der 4. Sonntag nach Trinitatis. Denn es gibt niemanden, der ohne Fehler ist, der nicht immer wieder der Großzügigkeit und der Nachsicht bedarf. Einzig Gott ist es, der richten kann. Darum ermutigt Jesus zum Vergeben: Wer aus dem Bewusstsein lebt, dass Gott ihm barmherzig entgegenkommt, der kann versuchen, versöhnt zu leben, wie Josef, der seinen Brüdern nach langer Zeit das Unrecht verzeiht, das sie ihm angetan haben.
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SUMMARY:Tag d. Geb. Johannes d. Täufers
DESCRIPTION:In manchen Familien häufen sich die berühmten Persönlichkeiten. „Früher war ich immer der Sohn meines Vaters, heute bin ich der Vater meines Sohnes“ hat der Vater des Komponisten Felix Mendelssohn-Bartholdy und der Sohn des Philosophen Moses Mendelssohn, Abraham Mendelssohn-Bartholdy immer wieder erzählt. Ähnlich ist es in der Familie Jesu: Sein älterer Cousin, Johannes, hat schon vor Jesus Berühmtheit erlangt. Er ist der Vorläufer, der Wegbereiter, der Täufer – eine schillernde, streitbare Persönlichkeit. Am Festtag der Geburt Johannes des Täufers stehen seine Person und sein Leben im Mittelpunkt – die wundersame Ankündigung seiner Geburt und seine Beziehung zu Jesus Christus, in dessen Schatten er immer mehr tritt. Dies macht der Wochenspruch aus dem Johannesevangelium sehr deutlich: „Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen.“ (Joh 3,30)
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DTSTART:20160624
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SUMMARY:5. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:"Kommt und seht!" Diese Einladung Jesu gilt uns heute wie den Jüngern vor 2000 Jahren. Von Menschen, die sich in Gottes Dienst rufen ließen, erzählt der 5. Sonntag nach Trinitatis. Der Nomade Abraham, der auf Gottes Wort hin auszieht, und die Fischer, die ihre Netze zurücklassen, Paulus, der durch die Botschaft des Auferstandenen zum Apostel wird  - sie alle sind bereit, Altes aufzugeben und mit Gott neue Wege zu gehen. Selbst wenn es unvernünftig scheint.  Das ist riskant, denn oft müssen sie Unverständnis und Spott ihrer Umgebung und den Widerspruch ihrer eigenen Familien ertragen. Doch sie dürfen sehen: Die übervollen Netze sind erst der Anfang unzähliger wunderbarer Erfahrungen. Wer Jesus folgt, entdeckt immer tiefer, wo Gott auf Erden Wohnung nimmt.
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DTSTART:20160626
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SUMMARY:6. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Die meisten waren so klein, dass sie sich heute nicht mehr daran erinnern können. Und trotzdem wurde damals ein Fundament für das ganze Leben gelegt. Der 6. Sonntag nach Trinitatis steht ganz im Zeichen der Taufe. Er erinnert an den Auftrag Jesu, Menschen zu taufen und an das Geschenk, das am Beginn des Lebens als Christ und Christin steht:  Jesu Leben, Sterben und Auferstehen gilt mir, mein Leben ist vor Gott rein und gut. Über meinem Leben steht die Zusage: "Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!" Viele Gemeinden taufen an diesem Sonntag oder feiern ein Taufgedächtnis.
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DTSTART:20160703
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SUMMARY:7. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Ich habe so viel - und trotzdem bin ich manchmal ganz leer. Ich werde täglich satt, und trotzdem habe ich einen ungeheueren Durst nach mehr. Ich sehne mich nach etwas, das ich nicht beschreiben kann… Dass Gott körperlichen und seelischen Hunger stillt - davon erzählen die Lesungen des 7. Sonntag nach Trinitatis, der aus verschiedenen Perspektiven das Abendmahl beleuchtet.  Essen und Trinken, Zusammensitzen und Feiern gehören zum christlichen Glauben. Jesus nahm die natürlichen Bedürfnisse der Menschen ernst, sättigte Tausende mit fünf Broten und zwei Fischen und saß mit unterschiedlichsten Menschen zu Tisch. Im Abendmahl setzen Christen von Anfang an diese einträchtige Tischgemeinschaft fort und nehmen die Zeit vorweg, in der der Hunger nach wahrem Leben gestillt sein wird.
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DTSTART:20160710
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SUMMARY:8. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Was ich tue oder unterlasse, was ich sage und plane, ist nicht gleichgültig. Wer vom Glauben an Jesus angesteckt ist, der weiß: Ich bin verantwortlich. Mein Leben kann etwas verändern. Wie ein Stein, der ins Wasser fällt, oder wie ein Funke, der überspringt, setzt die frohe Botschaft von Jesus Christus Menschen in Bewegung.  So spricht der 8. Sonntag nach Trinitatis von den Auswirkungen des Glaubens: Als Licht der Welt und Salz der Erde werden Christen in der Welt nicht unbemerkt bleiben und oft genug auch darin anecken. Als Wohnstätten für Gottes Geist werden sie sorgsam und besonnen mit ihrem Körper umgehen. Von Gottes Licht berührt, werden sie selbst wie Kirchenfenster leuchten und das Dunkle meiden.
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DTSTART:20160717
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SUMMARY:9. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Welche Sicherheiten habe ich? Womit kann ich rechnen? Oft ist mir mein Leben undurchsichtig, und die Welt um mich verändert sich schnell. Dann will ich nichts riskieren, einfach nur dahinleben… Doch der 9. Sonntag nach Trinitatis beunruhigt: Wer sich auf Gott einlässt, muss auf Überraschungen gefasst sein - wie Paulus, dessen Werte durch die Begegnung mit Jesus auf den Kopf gestellt werden, wie Jeremia, der sich für zu jung hält und trotzdem zum Propheten berufen wird, wie der Mann, der auf einen Schatz stößt und spontan seinen ganzen Besitz dafür verkauft.  Nur wer etwas riskiert, wer seine Gaben Gott und den Menschen zur Verfügung stellt, wird letztlich reich dastehen. Welch ein Paradox: Nur wer sich nicht auf weltliche Sicherheiten verlässt, dessen Lebenshaus steht auf festem, sicherem Grund.
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DTSTART:20160724
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SUMMARY:10. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Israel - ein von Konflikten gebeuteltes Land. Eine grauenvolle Geschichte, die Deutschland und Israel trennt und verbindet. Israel - Ursprung des Christentums, verachtet und idealisiert, bewundert und verfolgt. All diese Facetten spielen am "Israelsonntag" eine Rolle. Er erinnert seit dem 16. Jahrhundert an den Gedenktag der Zerstörungen des Jerusalemer Tempels.  Freilich wurde er in seiner Geschichte sehr unterschiedlich begangen: Während in der Vergangenheit die Überlegenheit des Christentums demonstriert wurde, stehen heute die Trauer über das Unrecht, das den Juden angetan wurde, sowie die heutigen guten Beziehungen zwischen Juden- und Christentum im Vordergrund. Auch wenn wir nicht wissen, was Gottes Plan mit den beiden Religionen ist, so bleibt Israel doch Gottes auserwähltes Volk.
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SUMMARY:11. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:"Mein Haus, mein Auto, mein Boot" - auch wenn ich nicht so dick auftrage, habe ich doch gern etwas vorzuweisen: einen sicheren Arbeitsplatz, eine intakte Partnerschaft oder wohl geratene Kinder. Vor Gott zählen solche "Errungenschaften" nichts. Es gibt nichts, womit ich mich vor ihm brüsten könnte, zeigt der 11. Sonntag nach Trinitatis, weder mit meinem Erfolg, noch mit meinem Glauben.  Gerade diejenigen, die wissen, dass sie vor Gott nichts vorzuweisen haben, und sich ganz auf ihn verlassen, denen wendet er sich zu. Jesus lässt sich von Zöllnern einladen und von einer Prostituierten salben. Gerade sie können seine Zuneigung schätzen und mit Liebe antworten. Wir können Gottes Liebe nicht verdienen, nur dankbar empfangen.
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SUMMARY:12. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Manchmal verstumme ich vor dem Leid anderer Menschen. Manchmal stehe ich wie gelähmt vor den Herausforderungen für unsere Welt. Manchmal verschließe ich meine Augen vor den Bildern, die täglich über den Fernseher auf mich einströmen und meine Ohren vor den Klagen Verzweifelter. Manchmal verschließe ich mein Herz…  Von Jesus, der Menschen Augen und Ohren aufschließt, von der Vision einer Welt ohne Leid und Krankheit, von dem Ende jeder Ungerechtigkeit spricht der 12. Sonntag nach Trinitatis. Aber er geht noch weiter: Er erzählt von Menschen, die, angeregt vom Beispiel Jesu, selbst andere aus der Erstarrung holen. Menschen werden auf vielfältige Weise von Jesus berührt und verbreiten sein Lob - und bauen nach ihren Kräften mit an Gottes Reich.
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SUMMARY:13. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:"Man kann doch nicht einfach so zusehen" - leider doch. Jahr für Jahr sterben Menschen, weil andere wegschauen, schweigen, abwarten. Der Mensch ist "seines Bruders Hüter", trägt Mitverantwortung für ihn, sagt der 13. Sonntag nach Trinitatis. Wer an Jesus Christus glaubt, den kann die Not anderer Menschen nicht unberührt lassen. Der greift nach seinem   Vermögen zu und hilft, selbst wenn es ihm Nachteile einbringt.  Wer so nach Gottes Willen handelt, den bezeichnet Jesus als Schwestern und Brüder. Doch wer ein so weites Herz nicht hat, wer eine solche Liebe für den Nächsten nicht aufbringen kann, hat noch wenig von Gott begriffen. Denn Gott ist in der Liebe machtvoll gegenwärtig. Und wenn die Kraft dazu nicht reicht? Gottes Liebe bleibt unerschöpflich.
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SUMMARY:14. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Immer wieder das Gleiche: Wenn es mir schlecht geht, dann vergesse ich zu gerne, wie viel Gutes mir schon in meinem Leben geschenkt wurde. Geht es mir aber wieder gut, dann kommt es mir selbstverständlich vor. Der 14. Sonntag nach Trinitatis hilft dem Gedächtnis auf die Sprünge und öffnet die Augen dafür, von wem all das Gute kommt, mit dem wir beschenkt sind: "Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat".  Wer dankbar lebt, der ist nicht nur glücklicher, der lebt auch in Gottes Geist. Der Geist, der es uns erlaubt, kindlich zu Gott zu beten und von ihm Gutes zu empfangen, weckt auch die Erinnerungen an die Wohltaten Gottes. Der öffnet auch dem Geheilten den Mund zu Gottes Lob.
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DTSTART:20160828
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SUMMARY:15. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Oft wächst mir mein Leben über den Kopf. Ein dickes Paket von Sorgen scheint mich niederzudrücken. Um meine Zukunft, meine Kinder, anstehende Entscheidungen. Und dann die vielen Fragen: Werde ich gut ankommen? Wie schaffe ich das enorme Arbeitspensum? Was soll ich sagen? Was anziehen? Manchmal raubt mir das den Schlaf.  Doch vieles erweist sich nach Wochen als unbegründet. "Sorgt euch doch nicht so viel" - dieses Wort Jesu steht über dem 15. Sonntag nach Trinitatis. Der Gott, der in der Schöpfung für seine Menschen reich gesorgt hat, der wird sich auch weiter um sie kümmern - auch durch andere. Im Vertrauen darauf könnten sie das Sorgen aufgegeben und frei werden für ein Leben, das sich nur auf Gott verlässt. Ja, wenn der Glaube nur größer wäre!
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DTSTART:20160904
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SUMMARY:16. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Das unschuldige Sterben eines Kindes, eine Naturkatastrophe, die tausende Leben auslöscht, ein Völkermord, der den Atem nimmt - Gründe zum Zweifeln angesichts des Todes gibt es genug. Dem stellt der 16. Sonntag nach Trinitatis das Angreifbarste und Wichtigste des christlichen Glaubens entgegen: Wir mögen hier und jetzt den Tod erleiden - durch Christus verliert der Tod seine Macht. Schon zu Jesu Lebzeiten geschah das, als er Menschen dem Tod abrang, und noch viel mehr durch sein Sterben und Auferstehen.  Aus der Hoffnung heraus, dass der Tod nicht das letzte Wort hat, könnten Christen mutiger und weitsichtiger in Liebe leben. Sich daran zu halten und darauf zu vertrauen, dass Gottes Güte mächtiger ist als der Tod, dazu ermutigt dieser Sonntag.
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DTSTART:20160911
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SUMMARY:17. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Glaube? Da fällt mir meine Großmutter ein, die jeden Tag den Abendsegen sprach. Oder der Junge, der fest hofft, dass Gott seine Mama gesund machen wird. Und so viele Männer und Frauen, die im Vertrauen auf Gott ihre Grenzen überschritten: Hilfsprojekte starteten, Widerstand leisteten oder anderen Mut machten. Glaube ist nichts Abstraktes. Er wird gelebt.  So erzählt der 17. Sonntag nach Trinitatis Glaubensgeschichten: Eine "Ungläubige" überwindet Jesu Ablehnung mit ihrem Glauben. Ein Vater bittet um Hilfe für seinen kranken Sohn. Ein Blinder wird sehend und bringt sich mit seinem Glauben in Schwierigkeiten. Beispiele dafür, wie der Glauben Menschen verändern kann. Und wenn das mit dem Vertrauen nicht geht? "Ich glaube, hilf meinem Unglauben!", bittet der Vater.
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DTSTART:20160918
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SUMMARY:18. So n. Trinitatis
DESCRIPTION:Das eine geht nicht ohne das andere: Man kann noch so sehr für Gott eifern, ohne die Liebe zu anderen Menschen bleibt man ihm fern. Man kann sich noch so sehr für andere aufarbeiten, ohne die Rückbindung, ohne die Liebe zu Gott fehlt das Fundament.  Gott lieben und meinen Nächsten wie mich selbst - dieses höchste Gebot steht im Zentrum des 18. Sonntag nach Trinitatis. Auch die zehn Gebote weisen den Weg zur Gottes- und Nächstenliebe. Wenn christliche Gemeinden unterschiedslos offen sind für Menschen aller Bevölkerungsschichten und Lebenssituationen, wenn sie einträchtig und freundlich miteinander umgehen, sich gegenseitig zum Glauben ermuntern und sich für den Frieden einsetzen, dann strahlen sie etwas von dieser Liebe aus.
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DTSTART:20160925
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SUMMARY:Michaelistag
DESCRIPTION:Sie sind klein und pummelig oder schlank mit langem blondem Haar, sie hängen in Autos oder am Schlüsselbund: Engel haben Hochkonjunktur.  Der Michaleistag, der Gedenktag des Erzengels Michael und aller Engel, wird in der evangelischen Kirche selten begangen. Dennoch spielen auch hier die Himmelswesen eine wichtige Rolle. Aber niedlich sind die biblischen Engel keineswegs. Als machtvolle Boten, die dem Bösen widerstehen, als Gottes "Heerscharen" treten sie auf: Michael, der mit dem Teufel kämpft, der Engel, der aus dem Gefängnis führt und der Gottesgesandte, der unsichtbar, aber gewaltig, vom falschen Weg abbringt. Auch von Schutzengeln weiß die Bibel zu berichten. Eines jedoch wird ganz deutlich. Die Engel haben keine eigene Macht. Sie sind Diener, die durch ihren Auftrag zu Himmelsboten werden.   Nach dem Michaelistag richtet sich in der evangelischen Kirche der Termin des Erntedankfestes.
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DTSTART:20160929
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SUMMARY:Erntedank
DESCRIPTION:Der Riesenkürbis und die volle Ähre, die Honigwabe und das Brot - im reich geschmückten Erntealtar kommen Fülle der Natur und Früchte der Arbeit recht zur Geltung. Doch wir ernten mehr: Nahrung und Kleidung, jedes Wachsen und Gedeihen in Partnerschaft und Familie, große und kleine Erfolge im Beruf - da ist so viel, wofür wir danken können.  Das Erntedankfest gibt der Dankbarkeit Raum und wendet sie hin zu Gott. Wer dankt, sieht nichts als selbstverständlich an und weiß sich von Gott reich beschenkt. Ängstliches Sammeln und übermäßiges Sorgen ist ihm fremd. Gottes Großzügigkeit steckt an. So lenkt der Sonntag den Blick über den eigenen Tellerrand hinaus und ruft zum verantwortungsvollen Teilen von Besitz und Ressourcen auf. Wer so geben kann, dessen Quellen werden nie versiegen.
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DTSTART:20161002
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SUMMARY:20. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Was ist richtig? Was ist falsch? In einer Welt, in der ich oft nur Grautöne sehe, hätte ich das gerne: Klare moralische Grundregeln und Verhaltensmaßstäbe, an denen ich mich ausrichten kann. Der 20. Sonntag nach Trinitatis kommt diesem Bedürfnis nach: "Es ist dir gesagt Mensch, was gut ist", du kannst erfahren, wie richtiges Leben aussehen kann.   Es gibt die Bibel, die einen würdigen und respektvollen Umgang miteinander lehrt, und Institutionen wie die Ehe, die das  Zusammenleben zweier Menschen gut ordnet. Über allen Ordnungen steht jedoch das Wohlergehen des Menschen. Werden Regeln sklavisch angewandt und dazu benutzt, Menschen zu demütigen, dann bewirken sie das Gegenteil, dann entsprechen sie nicht mehr dem christlichen Geist der Liebe und der Freiheit.
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DTSTART:20161009
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SUMMARY:21. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Frieden schaffen ohne Waffen! In unserer Zeit wird das immer wieder in Frage gestellt. Müssen Christen angesichts der Terrorgefahr nicht auch zur Aufrüstung mahnen?  Der 21. Sonntag nach Trinitatis empfiehlt einen ganz anderen Widerstand: die Wahrheit beim Namen zu nennen und für den Frieden einzutreten. Das ist kein feiges Hinnehmen, sondern eine mutige Entscheidung, mit anderen Waffen zu kämpfen: Mit dem Gebet für das Wohlergehen der Eroberer und mit der Bereitschaft, das Böse mit Gutem zu überwinden.  Manche meinen, das gelte nur im Privaten. Doch käme nicht mancher Konflikt erst gar nicht auf, wenn Gerechtigkeit geschähe?  Liefe nicht manche Aggression ins Leere, wenn sie durch Freundlichkeit entkräftet würde? Verständlich, dass diese Botschaft immer wieder zu Dissonanzen führt, auch unter Christen.
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DTSTART:20161016
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SUMMARY:22. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Manchmal spiele ich die Gekränkte und ziehe mich beleidigt zurück. Dabei bin ich selbst um keinen Deut besser als mein Gegenüber. Aufrechnen und Anklage, Zank und Rechthaberei, all das gibt es auch unter Christen. "Habt ihr das denn nötig?" fragt der 22. Sonntag nach Trinitatis. Euch ist so viel geschenkt, wie könnt ihr noch so kleinlich sein? Ihr habt Vergebung erfahren, wie könnt ihr dann so unversöhnlich leben?  Auch wenn wir wissen könnten, was gut und richtig ist - Gottes gutes Werk mit uns hat erst angefangen. Noch werden wir immer wieder Streit schlichten und einander vergeben müssen. Noch werden wir immer wieder rückfällig werden und uns selbst dafür hassen. Doch Gott sieht uns jetzt schon so, wie wir einst sein werden: Gut und gerecht vor ihm. Vielleicht gelingt es uns ja schon heute, ab und zu so zu leben.
CLASS:PUBLIC
DTSTART:20161023
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SUMMARY:23. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Wer nach der christlichen Botschaft fragt, wird immer wieder in Spannung geraten zu der herrschenden Ordnung. Akzeptanz oder Widerstand? Dürfen Christen sich überhaupt in die Politik einmischen? Müssen sie es nicht?   Das ambivalente Verhältnis von Christentum und Staat beleuchtet der 23. Sonntag nach Trinitatis. Die Bibel bietet dazu ein mehrdeutiges Bild: Von Unterordnung unter die Obrigkeit bis zur klaren Abwendung von der Welt. Doch bei aller Verschiedenheit: Wenn es zur Entscheidung zwischen der herrschenden weltlichen Macht und Gottes Willen kommen sollte, wissen Christen, welchem Reich sie angehören. Dem Kaiser gehören Steuern und Geld, Gott aber Herz und Gehorsam. Weltliche Macht kann immer nur vorläufig sein. Gerade ist sie auf unser Mitdenken und unser Gebet angewiesen.
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DTSTART:20161030
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SUMMARY:Reformationsfest
DESCRIPTION:Wo komme ich her? Wo liegen meine Wurzeln? Am 31. Oktober besinnen sich lutherische Christen auf ihre Herkunft: Am Reformationstag feiern sie Bekenntnis- und Geburtstag der evangelischen Kirche zugleich.  An die Geschichte des hartnäckigen Mönchs, der mit wehender Kutte seine 95 Thesen an die Wittenberger Schlosskirche nagelt und damit ganz Europa in Aufruhr versetzt, erinnert dieser Tag. Martin Luther war kein Heiliger, aber ein Mensch, der mit seiner Standhaftigkeit, seinem brennenden Fragen nach Gott und seinem mutigen Einstehen für seinen Glauben die Kirche tief geprägt hat. Nach seinem Bespiel arbeiteten viele Christen an der Erneuerung der Kirche und tun es heute noch. So fragt der Reformationstag auch nach gegenwärtigen Missständen und nach der Kirche, die sich immer wieder reformieren muss.
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DTSTART:20161031
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SUMMARY:Drittl.S.d.Kj.
DESCRIPTION:"Die Erkenntnis traf ihn wie ein Blitz" - viele erfahren das. Als hätte sich ein Schleier gehoben, sehen wir plötzlich klar. Mit ähnlichen Bildern beschreibt die Bibel Jesu Wiederkommen. Unvermittelt, dennoch unmissverständlich bricht Gottes Gegenwart in unsere Welt - Hoffnung für alle, die unter der Vergeblichkeit ihres Tuns und ihrer Begrenztheit leiden.  Der drittletzte Sonntag im Kirchenjahr mahnt zur Wachsamkeit und zur entschiedenen Ausrichtung auf Jesus Christus. In seinem heilenden Wirken und seiner Macht über den Tod ist Gottes Wirklichkeit in unsere Welt eingebrochen. Die Bitte um sein erneutes Eingreifen in unser Leben wird nicht unerhört bleiben. Wo Menschen in seinem Geist leben, da kann immer wieder flüchtig Gottes Reich aufblitzen.
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DTSTART:20161106
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SUMMARY:Vorletzter Sonntag d. Kj.
DESCRIPTION:Wer kennt sie nicht, die Gerichtsdarstellungen mittelalterlicher Kathedralen? Die Zeiten, in denen grässliche Fratzen uns Furcht einflößten, sind Gott-sei-Dank längst vorbei. Und doch spricht die Bibel vom Jüngsten Gericht. Nicht nur wegen der Opfer, denen zu Lebzeiten kein Recht widerfuhr, ist der Gedanke unverzichtbar. Wer gerichtet wird, wird neu ausgerichtet auf den Weg der Barmherzigkeit und der Liebe. Das kann schmerzhaft sein.  Aber, so vermittelt dieser vorletzte Sonntag im Kirchenjahr, es ist auch eine Erlösung für uns und alle, die unter unserem Tun leiden. Denn es bringt ans Tageslicht, wie wir eigentlich sein sollten: heil und gut. Christen können mit der ganzen Kreatur auf dieses Gericht hoffen, denn sie wissen um die Freundlichkeit ihres Richters. Von dieser Erwartung her können sie auch ihr Leben heute barmherziger gestalten.
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DTSTART:20161113
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SUMMARY:Buß-und Bettag
DESCRIPTION:Ich ahne, dass ich meine rastlose Lebensweise ändern müsste und ignoriere es. Ich tue anderen Unrecht, aber ich gestehe es mir nicht ein. Zur Ehrlichkeit mit mir selbst, zu einem wahrhaftigen, aber gütigen Blick auf meine Schwächen ruft der Buß- und Bettag auf. Kein Mensch ist vollkommen, jeder macht Fehler. Geduldig wartet Gott auf unsere Einsicht und darauf, dass wir zurückkehren auf den Weg der Gerechtigkeit, der Liebe und Achtsamkeit – uns selbst zuliebe. Doch Umkehr kommt nicht von allein. So erinnert der Buß- und Bettag daran, dass ich an jedem Tag umkehren kann und muss. Buße betrifft nicht nur den Einzelnen: Auch der Gemeinschaft tut Besinnung gut. Als öffentlicher Feiertag bietet der Buß- und Bettag der Gesellschaft die Gelegenheit, innezuhalten, den eingeschlagenen Kurs zu überprüfen und, wenn nötig, zu korrigieren.
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SUMMARY:Totensonntag
DESCRIPTION:Oft träume ich von einer Welt ohne Leiden und Schmerz, ohne Trennung und Tränen, eine Welt, in welcher der Tod seinen Schrecken verliert. Ein neuer Himmel und eine neue Erde, Gott, der mitten unter den Menschen wohnt - in den schönsten Bildern beschreibt die Bibel das Ende der Zeit. Eine Utopie? Ja, aber wer sie glaubt, wird selig. Denn sie hat schon jetzt verändernde Kraft.  Die Verheißung dieser neuen Zeit lässt uns heute schon ausschauen nach ihr, wie die Jungfrauen nach dem Bräutigam, der das Fest eröffnet. In der Hoffnung darauf, dass Gott wahr macht, was er verspricht - auch gegen das Leid und den Tod - gedenken viele Gemeinden am Toten- oder Ewigkeitssonntag der Verstorbenen.
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SUMMARY:Ewigkeitssonntag
DESCRIPTION:Oft träume ich von einer Welt ohne Leiden und Schmerz, ohne Trennung und Tränen, eine Welt, in welcher der Tod seinen Schrecken verliert. Ein neuer Himmel und eine neue Erde, Gott, der mitten unter den Menschen wohnt - in den schönsten Bildern beschreibt die Bibel das Ende der Zeit. Eine Utopie? Ja, aber wer sie glaubt, wird selig. Denn sie hat schon jetzt verändernde Kraft.  Die Verheißung dieser neuen Zeit lässt uns heute schon ausschauen nach ihr, wie die Jungfrauen nach dem Bräutigam, der das Fest eröffnet. In der Hoffnung darauf, dass Gott wahr macht, was er verspricht - auch gegen das Leid und den Tod - gedenken viele Gemeinden am Ewigkeitssonntag ihrer Verstorbenen des letzten Jahres.
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SUMMARY:1. Advent
DESCRIPTION:Wenn Politiker auf Staatsbesuch sind, genießen sie oft ein Bad in der Menge: Kinder winken mit Fähnchen, die Straßen sind mit Blumen und  Fahnen geschmückt, eine große festliche Menge. Auch Jesus wurde einst mit großem Jubel in Jerusalem begrüßt: Die Menschen winkten mit Palmzweigen und legten Kleider vor die Füße des Esels, auf dem er saß.  Der Erste Advent ermuntert dazu, sich auf eine Ankunft vorzubereiten, deren Bedeutung nicht hoch genug einzuschätzen ist. Denn der da kommt, ist mächtig, aber nicht zu fürchten, ein König, aber er bringt Frieden und wird Recht schaffen. Sich auf ihn einzustellen, heißt, mit langem Atem Liebe und Frieden zu üben. Darum: Machet die Tore weit! Mit dem Advent beginnt im Festkreis der Kirche ein neues Kirchenjahr.
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DTSTART:20161127
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SUMMARY:2. Advent
DESCRIPTION:"Kopf einziehen und durch" oder "Kopf hoch, wird schon wieder" sagen wir - ein schwacher Trost. Wir sind so sprachlos, wenn andere beschwert sind. Gerade den Gebeugten und Niedergedrückten, den Zurückgewiesenen und Benachteiligten gilt die Frohe Botschaft: Haltet durch, Gott sieht die Bedrängnis und hört das Klagen. Wer auf Erlösung wartet, hofft nicht vergeblich. Darum: Kopf hoch, damit ihr sie kommen seht. Der Zweite Advent spricht von einem kosmischen, umwälzenden Befreiungsgeschehen. Die Wiederkunft Jesu wird nicht unbemerkt bleiben. Sie wird uns erschrecken, aber nicht zum Fürchten sein.  Wer beharrlich mit seiner kleinen Kraft nach Gott Ausschau hält, den wird er nicht enttäuschen.
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DTSTART:20161204
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SUMMARY:3. Advent
DESCRIPTION:Manchmal suche ich Gott, aber der Weg scheint versperrt. Ich dringe nicht durch, stehe mir selbst im Weg. Räumt die Steine aus dem Weg! fordert der Dritte Advent. Im Zentrum: Johannes der Täufer, der mit seinem Ruf zur Umkehr Jesus den Weg bereitet. Wo Jesus kommt, da wird die Welt heller und heiler: Vertrocknetes beginnt zu blühen, verschlossene Augen öffnen sich, lahme Glieder bewegen sich. Nichts, weder Täler der Traurigkeit noch Berge der Selbstüberschätzung, sollen seinem Kommen entgegenstehen. Ihm den Weg zu bereiten, heißt wach zu bleiben und sich in Bewegung setzen zu lassen: Traurige zu trösten und die zu ermutigen, die längst schon aufgegeben haben.
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DTSTART:20161211
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SUMMARY:4. Advent
DESCRIPTION:Freude kann schön machen. Unscheinbare Menschen fangen an zu leuchten, wenn sie sich auf etwas freuen: junge Mütter wie Maria, die ein Kind erwarten. Verliebte, die sich auf den geliebten Menschen freuen, Belagerte, denen endlich der Frieden verkündet wird. Von überstrahlender und verändernder Freude spricht auch der Vierte Advent.  Der Herr ist nah! Die Nachricht behalten sie nicht für sich: Die Wächter, die den Friedensboten erspähen, Maria, die den Gott lobt, der Niedrige erhöht und Mächtige vom Thron stößt und wir können angesteckt von Gottes Freude gütiger und schöner werden.
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DTSTART:20161218
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SUMMARY:Christnacht
DESCRIPTION:Nach dem Trubel des Heiligen Abends ist es wohltuend, in die Kirche zurückzukehren, bei Kerzenschimmer und Musik noch einmal zur Besinnung zu kommen und die Botschaft der Heiligen Nacht zu hören. In vielen Kirchengemeinden hat dieser Gottesdienst eine ganz besondere, musikalische Note.  Durch Jesu Geburt bricht Licht mitten in die Nacht - es braucht nicht viel, um dies in der Christnacht zu erfahren. Sie erzählt von den alten Verheißungen eines Friedenskönigs, die in Jesus, dem Nachkommen des Königs David, ihre Erfüllung finden. Er ist Immanuel, Gott-mit-uns. Die Nacht seiner Geburt erinnert an das tiefe Geheimnis Gottes: In diesem armen, kleinen Kind, in Jesus Christus zeigt er sich. Hier und nirgendwo anders liegt Gottes Wahrheit verborgen.
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DTSTART:20161224
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SUMMARY:Christvesper
DESCRIPTION:Die Geschichte von Maria und Josef und dem Kind in der Krippe, jedes Jahr berührt sie uns neu: unsere Sehnsucht nach einer heilen Welt, nach allumfassender Liebe, nach einem Gott, der keine Angst macht, nach Licht in der Dunkelheit - wenigstens am Heiligen Abend.  Im Krippenspiel, in der Lesung des Weihnachtsevangeliums und in den leuchtenden Augen der Kinder wird etwas spürbar von der Liebe, die Gott den Menschen schenkt: "Ein Kind ist uns geboren", ein hilfloses Kind, das der Welt Rettung und Hilfe bringt. Es ist ganz arm und soll uns reich machen. Es kommt in die Dunkelheit und bringt Licht.
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DTSTART:20161224
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SUMMARY:Christfest I
DESCRIPTION:Freunde und Freundinnen, das sind für mich Menschen, vor denen ich mich nicht verstecken muss, die mich gern haben, auch wenn ich etwas Dummes sage, und die nicht auf mich herabschauen, wenn ich einen Fehler mache. Freunde mögen mich, so wie ich bin.  In Jesus sieht uns Gott freund-lich an, er begegnet uns auf Augenhöhe, davon spricht der erste Weihnachtsfeiertag. Die Hirten, die sich auf das Wort des Engels hin auf den Weg machen, erfahren es als erstes: In dem kleinen, hilflosen Kind zeigt sich ein Gott, vor dem sie sich nicht zu schämen brauchen. Sie können und brauchen nicht zu Gott empor zu steigen, er kommt zu ihnen herab. Ja, noch viel mehr: In diesem Kind macht Gott sie selbst und alle Menschen zu seinen Söhnen und Töchtern, zu Erben seiner Verheißung. Und Weihnachten ist nur der Anfang. Wer sich wie die Hirten auf den Weg zur Krippe macht, wird verändert zurückkommen: bewegt und berührt von der Menschenliebe Gottes.
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SUMMARY:Christfest II
DESCRIPTION:Ein Reicher wird arm, Arme werden reich, ein Wolf liegt neben einem Lamm, ein Kind spielt mit der Schlange…die biblischen Lesungen an diesem Tag muten an wie eine "verkehrte Welt".  Mit der Geburt Jesu wurden die bisherigen Ordnungen auf den Kopf gestellt, zeigt der zweite Weihnachtsfeiertag. Weihnachten, das ist der Beginn eines welt- und zeitumspannenden Geschehens. Das große Friedensreich, das seit alter Zeit erwartet wurde, nahm mit Jesus seinen Anfang. Denn, da sind die biblischen Zeugen ganz klar: Sein Platz war von Anfang her bei Gott. So sprechen sie von der Herrlichkeit Jesu und von seiner Einheit mit Gott. In seiner Geburt verbinden sich Himmel und Erde, kommt der ewige Gott zu den Menschen und zieht die Menschen zu sich empor. Das ist nicht auf den ersten Blick zu erkennen. Aber wer es glaubt, wird viele Zeichen dieser neuen Welt wahrnehmen.
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DTSTART:20161226
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SUMMARY:Altjahresabend
DESCRIPTION:"Schon wieder ein Jahr vorbei." Es ist erschreckend, wie die Zeit vergeht. Der Jahreswechsel macht das immer wieder neu bewusst. Er ist eine Chance zum Innehalten und zur Rückschau. Was ist in diesem Jahr gelungen? Was missglückt? Wem bin ich etwas schuldig geblieben? Für vieles kann ich danken, manches noch zurechtbiegen, einige Sorgen ablegen. Anderes schleppe ich mit. Doch ich wurde behütet in diesem Jahr. Gott sei Dank.  Der Gottesdienst zum Altjahresabend stellt meine Bilanz unter die große Zusage Gottes: Im alten, wie im neuen Jahr wird Gott uns begleiten, wird Orientierung geben wie die Feuersäule in der Wüste, wird gegen alle Widerstände auf unserer Seite stehen. Meine Welt mag sich ändern. Doch Jesus Christus bleibt der Gleiche: gestern, heute und in Ewigkeit. Sein Versprechen gilt. Es lohnt sich, mit ihm zu rechnen; auch im neuen Jahr.
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DTSTART:20161231
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SUMMARY:Neujahrstag
DESCRIPTION:Weniger rauchen oder mehr schlafen, ein Stellenwechsel oder weniger Gewicht auf der Waage - vielfältig sind die Vorsätze für das neue Jahr. Noch ist es jung, liegt vor uns, wie ein unbeschriebenes Blatt. Doch wie schnell reißen alte Unsitten ein.  Wir können planen, aber wir haben unsere Zukunft nicht in der Hand, das zeigt der Gottesdienst am Neujahrstag. Dennoch macht er Mut zum Aufbruch. Unser Wollen, Tun und Planen liegt in Gottes Macht. Wer ihm seinen Weg anvertraut, den wird er leiten. Mit Gottes Schutz und seiner Hilfe können wir den Weg ins neue Jahr getrost wagen.
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DTSTART:20170101
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SUMMARY:Epiphanias (Erscheinungsfest)
DESCRIPTION:Es gibt Menschen, Orte oder Momente, die haben eine ganz besondere Ausstrahlung. Die sind so von etwas erfüllt, dass es nicht verborgen bleiben kann. Das Fest der Erscheinung (griech. Epiphanias) feiert die Strahlkraft der Geburt des göttlichen Kindes - weit über die Grenzen des Landes hinweg.  Bild dafür ist der helle Stern, der die drei weisen Männer aus dem Orient an die Krippe führte. Sie erkannten das Licht, das mit Jesus über der Dunkelheit der Welt aufging. Wer den Schein, der von diesem Kind ausgeht, nicht übersieht, der wird selbst zum Lichtträger. Der kann die Botschaft nicht für sich behalten, sondern ist so erfüllt von Gottes Liebe, dass er von innen leuchtet.
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DTSTART:20170106
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SUMMARY:1. So. nach Epiphanias
DESCRIPTION:Die Geburt im Stall war nicht nur ein Traum. Die Geschichte Jesu ging weiter, langsam erst und unbemerkt. Und doch: Er war ein Mensch von Gottes Geist.  Der Erste Sonntag nach Epiphanias steht ganz im Zeichen der Taufe Jesu. Sie steht am Beginn seines Wirkens. In ihr bekennt sich Gott zu Jesus: Dieser Mensch ist mein geliebter Sohn, er hat meinen Geist. Ermutigend das Wort aus alter Zeit: Er, der das Schwache nicht niedertritt, er, der das geknickte Rohr nicht abbricht, kommt von Gott. Er ist Gottes Wahl. Selbst wenn er nach weltlichen Maßstäben Schwäche zeigt. Wer in seinem Geist  lebt, wer auf ihn getauft ist, der ist Gottes Kind.
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DTSTART:20170108
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SUMMARY:2. So. nach Epiphanias
DESCRIPTION:"Heute haben wir wieder einmal aus dem Vollen geschöpft!" Wer das von sich behaupten kann, erkennt noch, wie wenig selbstverständlich es ist, im Überfluss zu leben. Fülle und Überfluss  haben auch bei Jesus Platz, zeigt der zweite Sonntag nach Epiphanias. Das Weinwunder auf der Hochzeit zu Kana zeugt von seiner Herrlichkeit, aber auch von der Großzügigkeit Gottes, der nicht will, dass Menschen Mangel leiden. Auch wenn die Herrlichkeit Gottes so groß ist, dass Menschen ihren Anblick wohl nicht ertrügen, so spiegeln wir doch Gottes Reichtum mit der Vielfalt unserer Begabungen. Wenn wir sie nicht für uns behalten, sondern sie in die Gemeinschaft einbringen, wenn unsere Gaben zu Quellen der Freude und Stärke für andere werden, dann loben wir damit den, der uns so großzügig damit beschenkt hat.
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DTSTART:20170115
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SUMMARY:3. So. nach Epiphanias
DESCRIPTION:Vater unser im Himmel, our Father, notre père, Mi Atyánk, Padre nuestro - vielsprachig läuft das Gebet um die ganze Welt. In knapp 2.500 Sprachen ist die Bibel heute übersetzt - Christentum weltweit. Um die Macht Jesu, die nicht vor Volks- und Landesgrenzen Halt macht, geht es am dritten Sonntag nach Epiphanias. Bereits Jesus und seine Jünger haben sich den Nachbarn des Volkes Israel zugewandt, haben Ausländer geheilt und mit Samaritanern debattiert. Gottes Liebe kennt keine Grenzen - das zeigten schon die Propheten. So wird auch das Reich Gottes bunt und vielsprachig sein. "Es werden kommen von Osten und von Westen, von Norden und von Süden, die zu Tisch sitzen werden im Reich Gottes", prophezeit der Wochenspruch.
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DTSTART:20170122
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SUMMARY:4. So. nach Epiphanias
DESCRIPTION:"Mir steht das Wasser bis zum Hals". Manchmal macht mir die Angst das Atmen schwer. Wenn Sturmzeit angesagt ist, wenn mir ein Verlust den Boden unter den Füßen wegzieht, dann suche ich Halt. Dann brauche ich jemanden, der wie ein Fels in der Brandung steht und den Wellen Einhalt gebietet.  Jesus ist Herr über Naturgewalten und Stürme des Lebens, zeigt der im Kirchenjahr selten vorkommende vierte Sonntag nach Epiphanias. Dort, wo Gott uns allein zu lassen scheint, dort, wo wir meinen, ihn wachrütteln zu müssen, ist er ganz nah: besänftigt, tröstet, glättet Wogen. Selbst die größte Flut ging zu Ende. Warum seid ihr so furchtsam? fragt Jesus, als alles vorbei ist. Habt ihr kein Vertrauen?
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DTSTART:20170129
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SUMMARY:letzter So. nach Epiphanias
DESCRIPTION:Es gibt Momente, in denen sehe ich völlig klar. Für einen Augenblick erscheint mir mein Leben wie von Licht bestrahlt, weiß ich genau, wer ich bin und wohin ich gehe. Bergerfahrungen sind das, voller Überblick und Klarheit. Von einem lichten Erlebnis spricht der letzte Sonntag nach Epiphanias. Auf einem Berg sehen die Jünger Jesus verklärt und erkennen: Dies ist Gottes Sohn. "Hier ist gut sein" sagt Petrus. "Lasst uns Hütten bauen."  Von Gott ergriffen sind sie, wie Mose, den Gott aus dem Feuer anruft, und wie der Seher Johannes auf Patmos. Doch bei einem solchen Erlebnis kann niemand stehen bleiben, jeder muss in den Alltag zurück, oft genug in das Leid. Aber alle nehmen den hellen Schein mit, der sie ermutigt, weiter in Gottes Licht zu leben.
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DTSTART:20170205
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SUMMARY:Septuagesimä
DESCRIPTION:"Das ist unfair!" Nicht nur Kinder sind über Ungerechtigkeit erbost. Doch was ist gerecht? Alle gleich zu behandeln oder die Anlagen jedes Einzelnen zu berücksichtigen? Eltern von unterschiedlichen Kindern wissen, dass eine Gleichbehandlung auch ungerecht sein kann.  Gottes Gerechtigkeit ist Güte, zeigt der Sonntag Septuagesimae (70 - eigentlich nur 63 - Tage vor Ostern).  Der Weinbergbesitzer, der allen, auch den letzten Arbeitern den gleichen Lohn auszahlt; Jesus, der ausgerechnet mit einem Zöllner zu Tisch sitzt; Gott, der sich nicht von Stärke und Reichtum beeindrucken lässt, sondern ihnen Recht und seine Gerechtigkeit entgegensetzt. Diejenigen, die sich von dieser Gerechtigkeit anstecken lassen, die ruft Jesus in seine Nachfolge, zu einem Lauf, der nicht ins Ungewisse führt.  Brauchtum:  An Septuagesimae wurden in der alten Kirche die Taufbewerber für Ostern ausgewählt.
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DTSTART:20170212
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SUMMARY:Sexagesimä
DESCRIPTION:"Was ich nicht höre, das wurde nicht gesagt." Kinder können das hervorragend: Ohren zu, auf Durchzug gestellt. Aber auch uns fällt das Zuhören oft schwer. Wie viel schwerer noch, wenn es um Gottes Wort geht. Und dann trifft es wieder plötzlich, unvermittelt, mitten ins Herz. Das Wort Gottes und seine Wirkung stehen im Zentrum des Sonntags Sexagesimae. Manchmal ist es scharf, schmerzhaft und trennend wie ein Schwert, dann wieder scheint es nicht zu wirken, setzt sich aber fest und wächst im Stillen. Gott streut die Botschaft seiner Liebe großzügig aus. Auch wenn wir sie verdorren lassen: Sie gilt uns. Es liegt an uns, damit ernst zu machen. Aber eins ist sicher: Ohne Wirkung bleibt die gute Nachricht nicht. Wie bei Lydia, die, von Gottes Wort angefacht, zur ersten Christin Europas wurde.
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DTSTART:20170219
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SUMMARY:Estomihi
DESCRIPTION:Wie weit würde meine Freundschaft gehen? Würde ich zu meinen Freunden stehen, selbst wenn sie ausgelacht oder verachtet, verfolgt oder verdächtigt würden? Würde ich sie begleiten? Die Freundschaft zu Jesus verlangt seinen Jüngern viel ab. Sie werden mit ihm nach Jerusalem ziehen und seinen Tod miterleben. Jesus kündigt ihnen das an. Am Sonntag Estomihi steht die Nachfolge im Vordergrund. Nicht, wer viele große Worte macht, sondern wer sich für Gerechtigkeit einsetzt und beharrlich liebt, der hat den Ruf in die Nachfolge gehört, dem hat Jesus die Augen geöffnet. Aber zu Jesus zu stehen, ist nicht immer leicht. Es bedeutet auch, Nachteile in Kauf zu nehmen, sein Leid zu tragen. Jesu Frage gilt auch uns: "Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme an seiner Seele Schaden?".
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DTSTART:20170226
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SUMMARY:Aschermittwoch
DESCRIPTION:Ein Aschenkreuz auf der Stirn - das erlebt man unter Evangelischen selten. Und trotzdem leitet auch in den lutherischen Kirchen der Aschermittwoch die Passionszeit ein, eine Zeit der Einkehr und der Besinnung auf das Leiden Jesu Christi.  In wenigen Gemeinden findet an diesem Tag ein Gottesdienst statt, der auf die Passions- und Fastenzeit einstimmt. Er ruft zu einem Fasten auf, das nach Gottes Willen ist, das leise und beharrlich nach einem Leben fragt, das Gott gefällt. Dass Verzicht zum Wesentlichen führen kann, erfahren diejenigen, die in der Passionszeit lieb gewordene Gewohnheiten aufgeben. Die bundesweite Fastenaktion der Evangelischen Kirche " sieben Wochen ohne", die am Aschermittwoch offiziell eröffnet wird, ermuntert dazu, in der Passionszeit bewusster zu leben.
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DTSTART:20170301
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SUMMARY:Invocavit
DESCRIPTION:Sie ist nicht zart und sie ist nicht aufregend und sie macht auch wenig Spaß. Auch wenn uns die Werbung etwas anderes erzählt: Versuchung ist eine ernste Sache. Wer versucht wird, bei dem steht nicht selten seine Integrität auf dem Spiel. Ehrlich sein, auch wenn ich dadurch Nachteile habe? Steuern hinterziehen, wenn es niemand sieht? Kann ich mir selbst treu bleiben?  Um Versuchung geht es am Sonntag Invokavit. Von der Versuchung der Schlange - "Ihr werdet sein wie Gott" - bis zu Jesus, der auf subtile Weise versucht wurde. Das Bekenntnis zu ihm und der Blick in die heilige Schrift helfen, in der Versuchung zu bestehen und Gott richtig zu dienen: Hungrige zu speisen, Arme zu bekleiden. Und wenn es schwierig wird: "Ich habe für dich gebeten, dass dein Glaube nicht aufhöre", sagt Jesus zu Petrus.
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DTSTART:20170305
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SUMMARY:Reminiscere
DESCRIPTION:"Du lernst aber auch gar nichts." Manchmal helfen alles Reden und Erklären nichts, kein Vorbild und keine Predigt. Alles Mühen ist umsonst. Die Kinder haben ihren eignen Kopf. Man möchte sie schütteln, aber sie werden nur noch bockiger. Es fällt schwer, da nicht die Geduld zu verlieren.  So geht es Gott mit seinen Menschen, zeigt der Sonntag Reminiszere. Wie der umhegte  Weinberg, der nur saure Trauben hervorbringt, wie die bösen Weingärtner, die sich in Abwesenheit des gütigen Besitzers des Weinbergs bemächtigen und seine Boten töten, verachten sie oft Gottes Willen. Sie meinen zu glauben und handeln doch herzlos und kalt. Sollte Gott da nicht die Geduld verlieren? Doch gerade zu den Sündern ist Jesus Christus gekommen - zur Hoffnung für alle Welt.
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DTSTART:20170312
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SUMMARY:Okuli
DESCRIPTION:"Der Einsatz ist hoch", heißt es nicht nur im Glücksspiel. Manche Entscheidungen im Leben verlangen uns viel ab: Kraft und Energie, Geld und Geduld, Tränen, manchmal auch Trennungen. Und trotzdem würden wir uns wieder genauso entscheiden. Weil es rückblickend richtig war, weil uns die Erfahrung reicher gemacht hat.  Auch bei Jesus ist der Einsatz hoch, das zeigt der Sonntag Okuli. Wer Jesus nachfolgen will, muss verzichten lernen, darf nicht zurückschauen. Wer Gott ernst nimmt, muss Entscheidungen treffen für ein Leben in Liebe und Hingabe. Die Bibel erzählt von Menschen, die Gott bis zum Äußersten gefordert hat: Jeremia, der um Gottes Willen verspottet wird; Elia, der  auf der Flucht zu Tode erschöpft ist. Und doch erfahren gerade sie: Gott ist bei mir. Er macht mich stark.
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DTSTART:20170319
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SUMMARY:Lätare
DESCRIPTION:"Der gewinnt auch dem Schlimmsten noch etwas Gutes ab!" Ein Kopfschütteln, ein leises Bewundern. Manche Leute verbreiten Freude, obwohl sie wirklich nichts zu lachen haben. "Freut euch - allem Leiden zum Trotz!" Mitten in der Passionszeit erklingt dieser Ruf am Sonntag Lätare.  Freuen - warum? Weil schon im Sterben das Leben begriffen ist. Plastisch die Bilder, die Jesus wählt: Nur das Samenkorn, das in die Erde fällt, bringt Frucht. Brot muss verzehrt werden, um stärken zu können. Er selbst ist das Brot für uns, das jetzt schon den Hunger nach Leben stillt. Gottes Zusage gilt: "Es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen, aber meine Gnade soll nicht von dir weichen, und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen, spricht der HERR, dein Erbarmer."
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DTSTART:20170326
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SUMMARY:Judika
DESCRIPTION:"Wer nicht hören will, muss fühlen." Wer sich nicht unterordnet, wer nicht gehorcht, muss oft genug die Konsequenzen tragen. Und doch: Blinder Gehorsam kann zur Katastrophe führen, ziviler Ungehorsam gar geboten sein.  Es ist ein harter Gott und ein blinder Gehorsam, den der Sonntag Judika beschreibt: Ein Gott, der Ungehorsam mit Strafen schlägt und Abrahams Gehorsam grausam auf die Probe stellt. Ein Gott, der Jesus abverlangt, als Opfer in den Tod zu gehen? Dunkel ist dieser Gott und fern. Doch auf der anderen Seite steht Gott, der selbst gehorsam ist, der den Menschen dient und ihnen zum Leben verhilft. Auch hinter der dunkelsten Geschichte scheint das durch: Gott will, dass allen Menschen geholfen wird. Im Vertrauen darauf wird es möglich, sich auf Gott zu verlassen und dem Nächsten zu dienen.
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DTSTART:20170402
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SUMMARY:Palmarum / Palmsonntag
DESCRIPTION:Es gibt Momente, in denen ist nichts, wie es scheint. Ein fröhliches Gesicht versteckt tiefe Trauer, wer Härte zeigt, kann auch barmherzig sein, und hinter einer scheinbar so düsteren Zukunft verbirgt sich eine neue Chance. Grenzmomente sind das, unsicher und vage. Erst im Nachhinein deute ich die Zeichen richtig.  Der Palmsonntag führt in eine solche Grenzzeit hinein: Die Hände die eben noch Palmzweige schwingen, sind fast schon zu Fäusten geballt. Das "Hosianna" wird zum gellenden "Kreuzige"-Ruf, fröhliche Gesichter erstarren zu Fratzen. Und doch ist es Jesu Tod am Kreuz, der den Menschen Leben bringt. Sein Weg ins Dunkel war ein Weg ins Licht, heute bekennen wir das. Im Geschlagenen, im Verachteten war Gott ganz nah. Nur wenige erkannten das, wie die Frau, die den Todgeweihten wie einen König salbte.
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DTSTART:20170409
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SUMMARY:Gründonnerstag
DESCRIPTION:Wann habe ich ihn zum letzten Mal gesehen? Welche Worte wurden gesprochen, und was wurde verziehen? Wie wichtig werden diese Fragen, wenn ein geliebter Mensch stirbt. Wohl denen, die Abschied nehmen durften oder gar ein letztes Wort mitbekamen. Sie behalten es ein Leben lang.  Vom letzten Vermächtnis Jesu berichtet der Gründonnerstag. Jesus nimmt sich viel Zeit zum Verabschieden, macht den Jüngern Mut, wäscht ihnen die Füße und gibt ihnen Worte und Zeichen für die Zeit ohne ihn. Und das Vermächtnis lebt. Noch heute bekennen Christen: Im Abendmahl ist Jesus ganz nah, auch nach 2000 Jahren noch. Er gibt uns an seinem neuen Leben Anteil. Ihn ehren wir, wenn wir einträchtig und ohne Trennungen das Brot brechen und den Wein teilen.
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DTSTART:20170413
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SUMMARY:Karfreitag
DESCRIPTION:Wer kann ermessen, wie tief menschliches Leid geht? Hilflos und voller Furcht stehen wir davor. "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" Wer so schreit, fühlt sich ganz allein. Doch Gott weicht dem tiefsten menschlichen Leid nicht aus, davon berichtet der Karfreitag. Er begegnet ihm auf unbegreifliche Art: In Jesus begibt Gott sich selbst kompromisslos in die Nacht hinein. Er wird von Freunden verraten, verspottet, gefoltert und schließlich am Kreuz hingerichtet.  Die ersten Christen bekannten: Jesus ist für unsere Sünden gestorben. Nichts, was wir tun, kann so schlimm sein, dass wir verloren gehen. Aber heute haben immer mehr Menschen Schwierigkeiten damit: Braucht Gott ein Opfer zur Sühne? Er braucht es nicht, aber er ist den Menschen im Leiden ganz nah. Keine Schranken soll es geben zwischen ihm und uns. Zeichen dafür ist das Kreuz, das Himmel und Erde verbindet.
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SUMMARY:Karsamstag
DESCRIPTION:Wer kann ermessen, wie tief menschliches Leid geht? Hilflos und voller Furcht stehen wir davor. "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" Wer so schreit, fühlt sich ganz allein. Doch Gott weicht dem tiefsten menschlichen Leid nicht aus, davon berichtet der Karfreitag. Er begegnet ihm auf unbegreifliche Art: In Jesus begibt Gott sich selbst kompromisslos in die Nacht hinein. Er wird von Freunden verraten, verspottet, gefoltert und schließlich am Kreuz hingerichtet.  Die ersten Christen bekannten: Jesus ist für unsere Sünden gestorben. Nichts, was wir tun, kann so schlimm sein, dass wir verloren gehen. Aber heute haben immer mehr Menschen Schwierigkeiten damit: Braucht Gott ein Opfer zur Sühne? Er braucht es nicht, aber er ist den Menschen im Leiden ganz nah. Keine Schranken soll es geben zwischen ihm und uns. Zeichen dafür ist das Kreuz, das Himmel und Erde verbindet.
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SUMMARY:Osternacht
DESCRIPTION:An der Schwelle zwischen Tod und Leben, Dunkel und Licht wird die Osternacht gefeiert. In dieser Nacht, in der Jesus auferstand, liegen Trauer und Hoffnung, Todesschwärze und das jubelnde Lob der neuen Schöpfung dicht beieinander.  So spannt die Liturgie einen weiten Bogen: von der guten Schöpfung im Anbeginn über die Abwendung des Menschen von Gott, den Auszug aus Ägypten bis hin zur immer neuen Abkehr vom richtigen Weg. All das gipfelt im Kreuz. Ostern, so die Botschaft dieser Nacht, ist ein neues, umwälzendes Befreiungsgeschehen. Mit seiner Auferstehung zerreißt Jesus so viel: unsere Trennung von Gott, unsere Ohnmacht, unseren Tod. "Christ ist erstanden", mit dem Licht, das entzündet wird, erklingt dieser Osterjubel neu - dem Tod zum Trotz.   Tradition: Taufe in der Osternacht
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SUMMARY:Ostersonntag
DESCRIPTION:Die erste Liebe oder die Geburt eines Kindes, Rettung aus höchster Gefahr - es gibt Ereignisse, die erfüllen uns mit unaussprechlicher, tiefer Freude. Singen möchte man und jubeln, oder man bekommt kein Wort heraus vor lauter Glück.  Ostern, das ist das Fest purer Freude. Einer Freude, die deswegen so rein ist, weil sie die Tiefen kennt und sie doch bezwungen weiß. Ostern ist das Urdatum der Kirche. Die drei Frauen am Grab, die Jünger, denen der Auferstandene erscheint und Maria Magdalena, sie können nach dem ersten Schrecken nicht schweigen: Jesus lebt! Die Liebe hat den Tod bezwungen. Er hat die letzte Macht über uns verloren. Wer gegen allen Augenschein in diesem Vertrauen lebt, der kann freier handeln, der wird aufstehen gegen alles, was das Leben bedroht. "Tod, wo ist dein Stachel?", fragt der Apostel Paulus zurecht.  Brauchtum: Osterlachen
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SUMMARY:Ostermontag
DESCRIPTION:Manchmal sehe ich das Offensichtliche nicht. Die Lösung, die zum Greifen nah ist, einen Menschen, der Hilfe bringt. Da müssen mir erst die Augen aufgehen.  Auch für die Gegenwart Jesu sind wir oft blind, das zeigt der Ostermontag.  Meilenweit wandern zwei Jünger neben dem Auferstandenen nach Emmaus, bevor sie ihn erkennen. Erst als er das Brot mit ihnen bricht, gehen ihnen die Augen auf. Es ist so viel leichter, an den Tod zu glauben, als an das Leben, auch heute noch. Doch mit Jesu Auferstehung ist jedem Einzelnen das Leben verheißen, auch nach dem Sterben. Die alttestamentliche Vision von Gott, der den Tod zerstört - in Jesus wird sie Wirklichkeit. Wer daran glaubt, für den gibt es keine Hoffnungslosigkeit.
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SUMMARY:Quasimodogeniti
DESCRIPTION:"Ich glaube nur, was ich sehe", sagen viele. Was ich mit dem Verstand fassen kann, was ich be-greifen kann, nur das hat Bestand. Auferstehung? Das passt da nicht hinein.  Auch viele Jünger konnten die Botschaft von der Auferstehung Jesu zunächst nicht glauben. Wo war der Beweis? Wo die logische Erklärung? Der erste Sonntag nach Ostern (Quasimodogeniti) erzählt davon, wie Jesus den Zweiflern und Skeptikern entgegenkam, sich anfassen ließ und gemeinsam mit ihnen aß. So konnten sie später auch glauben, was sie nicht sahen: die unsichtbare Gemeinschaft mit Christus. Schon jetzt haben Christen Anteil an seinem, dem neuen Leben. Darf man das glauben? "Selig sind, die nicht sehen und doch glauben", sagt Jesus.
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DTSTART:20170423
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SUMMARY:Misericordias Domini
DESCRIPTION:Manchmal wünsche ich mir das: Einen, der für mich sorgt, der mir den rechten Weg zeigt und mich unbeschadet durch Gefahren führt, einen, der meinen Durst nach Leben stillt und nach mir sucht, wenn ich verloren gehe. Jesus, der "gute Hirte" steht im Zentrum des zweiten Sonntags nach Ostern. Das Urbild des Schäfers spricht Kinder wie Erwachsene an. Das neue Testament bekennt Christus als den guten Hirten, der das Verlorene nicht aufgibt und der sein Leben für das ihm Anvertraute lässt. Jeder einzelne zählt. Die biblischen Texte warnen aber auch vor schlechten Hirten, die nur an ihr eigenes Wohl denken, bei Gefahr davonlaufen und das Schwache nicht stärken. Da gilt es, sich an den guten Hirten zu halten und nach seinem Beispiel selbst auf andere zu achten.
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DTSTART:20170430
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SUMMARY:Jubilate
DESCRIPTION:Jubilate - Jubelt! Wie leicht ist es, im Frühjahr in den Jubel der wiedererwachenden Natur einzustimmen. Ihr Wiederaufblühen wird in der Osterzeit zum wunderbaren Sinnbild der Auferstehung.  Schöpfung und neues Leben sind Themen des Sonntags Jubilate. Er erzählt von der guten Schöpfung am Anfang, aber auch von ihrer Vorläufigkeit. Auch Christen sind der Vergänglichkeit unterworfen. Und doch haben sie bereits eine Ahnung von neuem Leben. Denn Jesus ist auferstanden. Für den, der daran glaubt, hat der Tod seine Endgültigkeit verloren. Neu zu werden ist möglich, auch hier und heute. Wer an dieser Hoffnung festhält, dem wächst Stärke zu. Denn wie der Weinstock seinen Trieben Kraft gibt, so haben auch Christen ihren Halt in Christus und können sich immer wieder zum Leben rufen und erneuern lassen.
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DTSTART:20170507
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SUMMARY:Kantate
DESCRIPTION:Der ausgelassene Tanz, das Lied, das Trauernden die Tränen löst, das Pfeifen im Dunkeln und die Arie, die tief ins Herz dringt - Musik lässt niemanden unbewegt. Evangelische Frömmigkeit wäre nicht denkbar ohne sie. Um Musik und Gesang drehen sich die biblischen Lesungen am Sonntag Kantate (Singt!): Der erleichterte Dank der Geretteten, das mächtige Loblied der Werke Gottes und der mutige Gesang, der Kerkermauern sprengt - sie alle vereinen sich zu einem vielstimmigen Lob Gottes. Kein Bereich des Lebens soll von diesem Lob ausgeschlossen sein, keiner ist zu gering für diese Musik. Je mehr unser Leben zum Gesang wird, desto stärker wird uns dieses Lied verändern zu liebevolleren und dankbaren Menschen.
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DTSTART:20170514
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SUMMARY:Rogate
DESCRIPTION:Wie komme ich in Kontakt mit Gott? Bleibt nicht ungehört, was ich zu ihm spreche? Vielen Erwachsenen fällt das Beten schwer. Andere erleben es als befreiend, ihr Herz auszuschütten oder in der Stille Gott zu suchen.  Der Sonntag Rogate (Betet!) ermutigt zum Gebet. Auch Jesus hat immer wieder dazu aufgerufen. Vielfältige Formen des Betens finden sich schon in der Bibel: Das stürmische  und unnachgiebige Gebet, das Gott drängt wie einen Freund, das stellvertretende Einstehen für andere und der Dank. Jesus verspricht, dass wer in seinem Namen bittet, bei Gott nicht auf taube Ohren stößt. Und er lehrt seine Jünger das Gebet, das alle anderen umfasst: das Vaterunser. Es müssen nicht viele Worte sein. Dieses ist genug. Es führt zum Hören auf Gott. Nicht unser, sondern Gottes Wille soll geschehen.
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DTSTART:20170521
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SUMMARY:Christi Himmelfahrt
DESCRIPTION:"Hier ist der Himmel auf Erden", sagen wir in Momenten, in denen es uns rundum gut geht. Was ist der Himmel? Die unendlich blauen Weiten über uns oder die scheinbar zeitlosen Sekunden, in denen wir glücklich sind?  Wenn wir Christi Himmelfahrt feiern, erinnern wir an den Abschied Jesu von seinen Jüngern 40 Tage nach seiner Auferstehung. Er kehrt zurück zu Gott. Seit dieser Zeit ist für Christen der Himmel dort, wo Jesus Christus ist. Zwischen Himmel und Erde leben sie. Und doch: "Was steht ihr da und schaut in den Himmel?" Die Frage an die Jünger gilt auch uns. Im Hier und Jetzt, in unserer Gegenwart können wir etwas vom Himmel erfahren: in dem Glanz auf den Gesichtern unserer Mitmenschen, in Momenten der Freude und der Liebe, in denen wir eins sind mit Gott und Menschen.
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DTSTART:20170525
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SUMMARY:Exaudi
DESCRIPTION:Manchmal wird mir der Abschied schwer: Wenn ich dem Zug hinterher blicke oder hinter der Absperrung am Flughafen stehe. Noch viel schwerer ist es, wenn ich nicht weiß, ob wir uns wiedersehen werden. Den Abschied Jesu von seinen Jüngern beschreibt der Sonntag Exaudi (Erhöre!). Seit seiner Himmelfahrt ist Jesus nicht mehr sichtbar bei ihnen. Es liegen harte Tage vor ihnen. Doch Jesus lässt sie nicht allein. Auf andere Art wird er ihnen nahe sein: in ihren Herzen, als nie versiegende Quelle der Kraft. In einem neuen Geist werden sie Jesus erkennen. Das ist kein Ersatz für seine Anwesenheit, aber ein Trost. Noch heute lebt dieser Geist unter uns: Wo nach Gottes Willen gefragt wird, wo Liebe unser Handeln prägt, da wird er spürbar. Aber auch dort, wo wir verzagen, wo uns der Hals zugeschnürt ist, ist er uns tröstend nahe und bringt unsere Anliegen vor Gott.
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DTSTART:20170528
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SUMMARY:Pfingstsonntag
DESCRIPTION:Dass ich andere nicht verstehe, das erlebe ich so oft: In fremden Ländern, bei Fachgesprächen oder wenn ich an anderen vorbeirede. Das Gegenteil geschieht an Pfingsten. Jünger, die gerade noch mutlos waren, überkommt eine große Kraft, wie ein Sturmwind. Bewegt vom Heiligen Geist sprechen sie von Jesus Christus, und das Wunder geschieht: Jeder kann sie in seiner eigenen Sprache verstehen. Viele lassen sich taufen: Die Kirche ist geboren. Pfingsten lädt ein, darüber nachzudenken, welche Sprache wir sprechen: die Sprache der Angst oder die der Liebe. Der Pfingstgeist hält Jesus unter uns lebendig. Es ist ein Geist, der Menschen verbindet und nicht trennt, der befreit und nicht einengt, ein Geist, der uns die Augen öffnet für Unrecht und uns den Mund auftut für die Wahrheit.
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DTSTART:20170604
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SUMMARY:Pfingstmontag
DESCRIPTION:Die eine kann gut lesen und der andere hat einen guten Geschmack. Diese kann gut zuhören und jener hat einen wachen, kritischen Verstand. So bunt und vielfältig wie die Menschen sind die Begabungen in den christlichen Gemeinden. 
Die praktischen Auswirkungen des Heiligen Geistes hat der Pfingstmontag im Blick. Da ist Petrus, der, bewegt von Gottes Geist, erkennt, dass Jesus der Messias ist. Da sind jene, die ihre Erfahrungen mit Gott weitergeben, und andere, die die Zeichen der Zeit erkennen. Alle Gaben aber vereint ein Geist: die Kraft, die von Jesus Christus ausgeht und die der Liebe und dem Aufbau der Gemeinde dient. 
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DTSTART:20170605
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SUMMARY:Trinitatis
DESCRIPTION:Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist, der eine Gott in drei Personen - viele tun sich damit schwer. Drei in einem - wie soll das gehen?  Am Sonntag Trinitatis feiern Christen das Fest der Dreieinigkeit Gottes - einer theologischen Idee, die schwierig ist und doch viel über das Wesen Gottes aussagt. Gott ist umfassender, als ein Mensch begreifen kann. Aber er lässt sich auf eine Geschichte mit den Menschen ein und offenbart ihnen mit der Zeit immer mehr von sich: Als Vater erwählt sich Gott ein Volk, als Sohn  nimmt er sich des Schicksals aller Menschen an, bezieht schließlich in jedem einzelnen Wohnung: als Begeisterung, als Tröster und als Liebeskraft. Gott ist reine Beziehung - zu der Welt und in sich selbst. Niemand ist von seiner Gegenwart ausgeschlossen. Gott kann und will nicht für sich sein. Ein Ausdruck dafür ist seine Dreieinigkeit.
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DTSTART:20170611
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SUMMARY:1. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Die einen predigen Gesundheit oder Erfolg, andere Reichtum oder Schönheit. Im Dschungel der fast unbegrenzten Sinnangebote kann man sich leicht verlaufen: Welche Heilsversprechen führen in die Irre? Welche der mir angebotenen Wege führen wirklich zum Leben, sind von Gott? Der 1. Sonntag nach Trinitatis ermuntert dazu, achtsam zu bleiben für die Stimme Gottes zwischen den vielen Stimmen um uns. Dazu gibt es Hörhilfen: Die Worte und Werke Jesu, das Zeugnis von Mose und den Propheten, ein Bekenntnis, das an Gott allein festhält. Alle weisen den einen Weg: den Weg der Liebe, die sich furchtlos und freigiebig dem anderen zuwendet.
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DTSTART:20170618
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SUMMARY:Tag d. Geb. Johannes d. Täufers
DESCRIPTION:In manchen Familien häufen sich die berühmten Persönlichkeiten. „Früher war ich immer der Sohn meines Vaters, heute bin ich der Vater meines Sohnes“ hat der Vater des Komponisten Felix Mendelssohn-Bartholdy und der Sohn des Philosophen Moses Mendelssohn, Abraham Mendelssohn-Bartholdy immer wieder erzählt. Ähnlich ist es in der Familie Jesu: Sein älterer Cousin, Johannes, hat schon vor Jesus Berühmtheit erlangt. Er ist der Vorläufer, der Wegbereiter, der Täufer – eine schillernde, streitbare Persönlichkeit. Am Festtag der Geburt Johannes des Täufers stehen seine Person und sein Leben im Mittelpunkt – die wundersame Ankündigung seiner Geburt und seine Beziehung zu Jesus Christus, in dessen Schatten er immer mehr tritt. Dies macht der Wochenspruch aus dem Johannesevangelium sehr deutlich: „Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen.“ (Joh 3,30)
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DTSTART:20170624
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SUMMARY:2. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:"Tut mir Leid, keine Zeit" - eine Absage, schnell und achtlos dahingesagt, manchmal später bereut. Wer kennt das nicht? Wenn Gott einlädt zum Fest des Lebens, dann gibt er überfließend und umsonst. Dann gilt seine Einladung allen: Wohlhabenden und Armen, Nahestehenden und Fernen, Glaubenden und Zweifelnden. Gut für die, die keine Entschuldigung vorschützen und keine Ausflüchte suchen. Der 2. Sonntag nach Trinitatis ermuntert dazu, Gottes Einladung nicht auszuschlagen, sondern sich an seinen Tisch rufen zu lassen - in eine bunt gemischte Gemeinschaft, in der sich niemand profilieren muss, sondern in der ein Klima der gegenseitigen Achtsamkeit und Wertschätzung, Offenheit für Außenstehende und Nachsicht gegen Schwächere herrscht.
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DTSTART:20170625
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SUMMARY:3. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Manchmal stehe ich da und möchte die Zeit zurückdrehen: Mein verletzendes Wort, meine falsche Entscheidung, meine Unachtsamkeit… "Wenn man es doch ungeschehen machen könnte!" Es ist schmerzlich, wenn das nicht gelingt. Was bei Menschen oft nicht mehr geht, bei Gott ist es möglich - das ist die Botschaft des 3. Sonntags nach Trinitatis. Gott will nicht, dass Menschen verloren gehen. Er lässt sie ihre Wege suchen und ihre Fehler machen: Das Schaf, das auf Abwege gerät den Zöllner Zachäus, der den Menschen das Geld aus der Tasche zieht, und den Sohn, der es zu Hause nicht mehr aushält. Doch wie der gute Vater lässt Gott sie nicht fallen: Er wartet, geht entgegen, feiert ein Fest für den wieder gefundenen Sohn.  Eindringlich klingt die Mahnung des Propheten: Wagt umzukehren! Ihr könnt zurück, wenn ihr nur wollt.
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DTSTART:20170702
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SUMMARY:4. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Sympathisch oder unsympathisch? Innerhalb weniger Sekunden ist die Entscheidung gefällt. Auch mit dem moralischen Urteil geht es sehr schnell. Wir "wissen" meist sehr gut, was verwerflich ist, und tun lautstark oder subtil unsere Verachtung kund. Vorsicht vor solchen Urteilen!, warnt der 4. Sonntag nach Trinitatis. Denn es gibt niemanden, der ohne Fehler ist, der nicht immer wieder der Großzügigkeit und der Nachsicht bedarf. Einzig Gott ist es, der richten kann. Darum ermutigt Jesus zum Vergeben: Wer aus dem Bewusstsein lebt, dass Gott ihm barmherzig entgegenkommt, der kann versuchen, versöhnt zu leben, wie Josef, der seinen Brüdern nach langer Zeit das Unrecht verzeiht, das sie ihm angetan haben.
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DTSTART:20170709
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SUMMARY:5. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:"Kommt und seht!" Diese Einladung Jesu gilt uns heute wie den Jüngern vor 2000 Jahren. Von Menschen, die sich in Gottes Dienst rufen ließen, erzählt der 5. Sonntag nach Trinitatis. Der Nomade Abraham, der auf Gottes Wort hin auszieht, und die Fischer, die ihre Netze zurücklassen, Paulus, der durch die Botschaft des Auferstandenen zum Apostel wird  - sie alle sind bereit, Altes aufzugeben und mit Gott neue Wege zu gehen. Selbst wenn es unvernünftig scheint.  Das ist riskant, denn oft müssen sie Unverständnis und Spott ihrer Umgebung und den Widerspruch ihrer eigenen Familien ertragen. Doch sie dürfen sehen: Die übervollen Netze sind erst der Anfang unzähliger wunderbarer Erfahrungen. Wer Jesus folgt, entdeckt immer tiefer, wo Gott auf Erden Wohnung nimmt.
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DTSTART:20170716
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SUMMARY:6. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Die meisten waren so klein, dass sie sich heute nicht mehr daran erinnern können. Und trotzdem wurde damals ein Fundament für das ganze Leben gelegt. Der 6. Sonntag nach Trinitatis steht ganz im Zeichen der Taufe. Er erinnert an den Auftrag Jesu, Menschen zu taufen und an das Geschenk, das am Beginn des Lebens als Christ und Christin steht:  Jesu Leben, Sterben und Auferstehen gilt mir, mein Leben ist vor Gott rein und gut. Über meinem Leben steht die Zusage: "Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!" Viele Gemeinden taufen an diesem Sonntag oder feiern ein Taufgedächtnis.
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DTSTART:20170723
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SUMMARY:7. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Ich habe so viel - und trotzdem bin ich manchmal ganz leer. Ich werde täglich satt, und trotzdem habe ich einen ungeheueren Durst nach mehr. Ich sehne mich nach etwas, das ich nicht beschreiben kann… Dass Gott körperlichen und seelischen Hunger stillt - davon erzählen die Lesungen des 7. Sonntag nach Trinitatis, der aus verschiedenen Perspektiven das Abendmahl beleuchtet.  Essen und Trinken, Zusammensitzen und Feiern gehören zum christlichen Glauben. Jesus nahm die natürlichen Bedürfnisse der Menschen ernst, sättigte Tausende mit fünf Broten und zwei Fischen und saß mit unterschiedlichsten Menschen zu Tisch. Im Abendmahl setzen Christen von Anfang an diese einträchtige Tischgemeinschaft fort und nehmen die Zeit vorweg, in der der Hunger nach wahrem Leben gestillt sein wird.
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DTSTART:20170730
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SUMMARY:8. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Was ich tue oder unterlasse, was ich sage und plane, ist nicht gleichgültig. Wer vom Glauben an Jesus angesteckt ist, der weiß: Ich bin verantwortlich. Mein Leben kann etwas verändern. Wie ein Stein, der ins Wasser fällt, oder wie ein Funke, der überspringt, setzt die frohe Botschaft von Jesus Christus Menschen in Bewegung.  So spricht der 8. Sonntag nach Trinitatis von den Auswirkungen des Glaubens: Als Licht der Welt und Salz der Erde werden Christen in der Welt nicht unbemerkt bleiben und oft genug auch darin anecken. Als Wohnstätten für Gottes Geist werden sie sorgsam und besonnen mit ihrem Körper umgehen. Von Gottes Licht berührt, werden sie selbst wie Kirchenfenster leuchten und das Dunkle meiden.
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DTSTART:20170806
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SUMMARY:9. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Welche Sicherheiten habe ich? Womit kann ich rechnen? Oft ist mir mein Leben undurchsichtig, und die Welt um mich verändert sich schnell. Dann will ich nichts riskieren, einfach nur dahinleben… Doch der 9. Sonntag nach Trinitatis beunruhigt: Wer sich auf Gott einlässt, muss auf Überraschungen gefasst sein - wie Paulus, dessen Werte durch die Begegnung mit Jesus auf den Kopf gestellt werden, wie Jeremia, der sich für zu jung hält und trotzdem zum Propheten berufen wird, wie der Mann, der auf einen Schatz stößt und spontan seinen ganzen Besitz dafür verkauft.  Nur wer etwas riskiert, wer seine Gaben Gott und den Menschen zur Verfügung stellt, wird letztlich reich dastehen. Welch ein Paradox: Nur wer sich nicht auf weltliche Sicherheiten verlässt, dessen Lebenshaus steht auf festem, sicherem Grund.
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DTSTART:20170813
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SUMMARY:10. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Israel - ein von Konflikten gebeuteltes Land. Eine grauenvolle Geschichte, die Deutschland und Israel trennt und verbindet. Israel - Ursprung des Christentums, verachtet und idealisiert, bewundert und verfolgt. All diese Facetten spielen am "Israelsonntag" eine Rolle. Er erinnert seit dem 16. Jahrhundert an den Gedenktag der Zerstörungen des Jerusalemer Tempels.  Freilich wurde er in seiner Geschichte sehr unterschiedlich begangen: Während in der Vergangenheit die Überlegenheit des Christentums demonstriert wurde, stehen heute die Trauer über das Unrecht, das den Juden angetan wurde, sowie die heutigen guten Beziehungen zwischen Juden- und Christentum im Vordergrund. Auch wenn wir nicht wissen, was Gottes Plan mit den beiden Religionen ist, so bleibt Israel doch Gottes auserwähltes Volk.
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DTSTART:20170820
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SUMMARY:11. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:"Mein Haus, mein Auto, mein Boot" - auch wenn ich nicht so dick auftrage, habe ich doch gern etwas vorzuweisen: einen sicheren Arbeitsplatz, eine intakte Partnerschaft oder wohl geratene Kinder. Vor Gott zählen solche "Errungenschaften" nichts. Es gibt nichts, womit ich mich vor ihm brüsten könnte, zeigt der 11. Sonntag nach Trinitatis, weder mit meinem Erfolg, noch mit meinem Glauben.  Gerade diejenigen, die wissen, dass sie vor Gott nichts vorzuweisen haben, und sich ganz auf ihn verlassen, denen wendet er sich zu. Jesus lässt sich von Zöllnern einladen und von einer Prostituierten salben. Gerade sie können seine Zuneigung schätzen und mit Liebe antworten. Wir können Gottes Liebe nicht verdienen, nur dankbar empfangen.
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DTSTART:20170827
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SUMMARY:12. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Manchmal verstumme ich vor dem Leid anderer Menschen. Manchmal stehe ich wie gelähmt vor den Herausforderungen für unsere Welt. Manchmal verschließe ich meine Augen vor den Bildern, die täglich über den Fernseher auf mich einströmen und meine Ohren vor den Klagen Verzweifelter. Manchmal verschließe ich mein Herz…  Von Jesus, der Menschen Augen und Ohren aufschließt, von der Vision einer Welt ohne Leid und Krankheit, von dem Ende jeder Ungerechtigkeit spricht der 12. Sonntag nach Trinitatis. Aber er geht noch weiter: Er erzählt von Menschen, die, angeregt vom Beispiel Jesu, selbst andere aus der Erstarrung holen. Menschen werden auf vielfältige Weise von Jesus berührt und verbreiten sein Lob - und bauen nach ihren Kräften mit an Gottes Reich.
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DTSTART:20170903
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SUMMARY:13. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:"Man kann doch nicht einfach so zusehen" - leider doch. Jahr für Jahr sterben Menschen, weil andere wegschauen, schweigen, abwarten. Der Mensch ist "seines Bruders Hüter", trägt Mitverantwortung für ihn, sagt der 13. Sonntag nach Trinitatis. Wer an Jesus Christus glaubt, den kann die Not anderer Menschen nicht unberührt lassen. Der greift nach seinem   Vermögen zu und hilft, selbst wenn es ihm Nachteile einbringt.  Wer so nach Gottes Willen handelt, den bezeichnet Jesus als Schwestern und Brüder. Doch wer ein so weites Herz nicht hat, wer eine solche Liebe für den Nächsten nicht aufbringen kann, hat noch wenig von Gott begriffen. Denn Gott ist in der Liebe machtvoll gegenwärtig. Und wenn die Kraft dazu nicht reicht? Gottes Liebe bleibt unerschöpflich.
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DTSTART:20170910
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SUMMARY:14. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Immer wieder das Gleiche: Wenn es mir schlecht geht, dann vergesse ich zu gerne, wie viel Gutes mir schon in meinem Leben geschenkt wurde. Geht es mir aber wieder gut, dann kommt es mir selbstverständlich vor. Der 14. Sonntag nach Trinitatis hilft dem Gedächtnis auf die Sprünge und öffnet die Augen dafür, von wem all das Gute kommt, mit dem wir beschenkt sind: "Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat".  Wer dankbar lebt, der ist nicht nur glücklicher, der lebt auch in Gottes Geist. Der Geist, der es uns erlaubt, kindlich zu Gott zu beten und von ihm Gutes zu empfangen, weckt auch die Erinnerungen an die Wohltaten Gottes. Der öffnet auch dem Geheilten den Mund zu Gottes Lob.
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DTSTART:20170917
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SUMMARY:15. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Oft wächst mir mein Leben über den Kopf. Ein dickes Paket von Sorgen scheint mich niederzudrücken. Um meine Zukunft, meine Kinder, anstehende Entscheidungen. Und dann die vielen Fragen: Werde ich gut ankommen? Wie schaffe ich das enorme Arbeitspensum? Was soll ich sagen? Was anziehen? Manchmal raubt mir das den Schlaf.  Doch vieles erweist sich nach Wochen als unbegründet. "Sorgt euch doch nicht so viel" - dieses Wort Jesu steht über dem 15. Sonntag nach Trinitatis. Der Gott, der in der Schöpfung für seine Menschen reich gesorgt hat, der wird sich auch weiter um sie kümmern - auch durch andere. Im Vertrauen darauf könnten sie das Sorgen aufgegeben und frei werden für ein Leben, das sich nur auf Gott verlässt. Ja, wenn der Glaube nur größer wäre!
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DTSTART:20170924
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SUMMARY:Michaelistag
DESCRIPTION:Sie sind klein und pummelig oder schlank mit langem blondem Haar, sie hängen in Autos oder am Schlüsselbund: Engel haben Hochkonjunktur.  Der Michaleistag, der Gedenktag des Erzengels Michael und aller Engel, wird in der evangelischen Kirche selten begangen. Dennoch spielen auch hier die Himmelswesen eine wichtige Rolle. Aber niedlich sind die biblischen Engel keineswegs. Als machtvolle Boten, die dem Bösen widerstehen, als Gottes "Heerscharen" treten sie auf: Michael, der mit dem Teufel kämpft, der Engel, der aus dem Gefängnis führt und der Gottesgesandte, der unsichtbar, aber gewaltig, vom falschen Weg abbringt. Auch von Schutzengeln weiß die Bibel zu berichten. Eines jedoch wird ganz deutlich. Die Engel haben keine eigene Macht. Sie sind Diener, die durch ihren Auftrag zu Himmelsboten werden.   Nach dem Michaelistag richtet sich in der evangelischen Kirche der Termin des Erntedankfestes.
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DTSTART:20170929
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SUMMARY:Erntedank
DESCRIPTION:Der Riesenkürbis und die volle Ähre, die Honigwabe und das Brot - im reich geschmückten Erntealtar kommen Fülle der Natur und Früchte der Arbeit recht zur Geltung. Doch wir ernten mehr: Nahrung und Kleidung, jedes Wachsen und Gedeihen in Partnerschaft und Familie, große und kleine Erfolge im Beruf - da ist so viel, wofür wir danken können.  Das Erntedankfest gibt der Dankbarkeit Raum und wendet sie hin zu Gott. Wer dankt, sieht nichts als selbstverständlich an und weiß sich von Gott reich beschenkt. Ängstliches Sammeln und übermäßiges Sorgen ist ihm fremd. Gottes Großzügigkeit steckt an. So lenkt der Sonntag den Blick über den eigenen Tellerrand hinaus und ruft zum verantwortungsvollen Teilen von Besitz und Ressourcen auf. Wer so geben kann, dessen Quellen werden nie versiegen.
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DTSTART:20171001
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SUMMARY:17. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Glaube? Da fällt mir meine Großmutter ein, die jeden Tag den Abendsegen sprach. Oder der Junge, der fest hofft, dass Gott seine Mama gesund machen wird. Und so viele Männer und Frauen, die im Vertrauen auf Gott ihre Grenzen überschritten: Hilfsprojekte starteten, Widerstand leisteten oder anderen Mut machten. Glaube ist nichts Abstraktes. Er wird gelebt.  So erzählt der 17. Sonntag nach Trinitatis Glaubensgeschichten: Eine "Ungläubige" überwindet Jesu Ablehnung mit ihrem Glauben. Ein Vater bittet um Hilfe für seinen kranken Sohn. Ein Blinder wird sehend und bringt sich mit seinem Glauben in Schwierigkeiten. Beispiele dafür, wie der Glauben Menschen verändern kann. Und wenn das mit dem Vertrauen nicht geht? "Ich glaube, hilf meinem Unglauben!", bittet der Vater.
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DTSTART:20171008
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SUMMARY:18. So n. Trinitatis
DESCRIPTION:Das eine geht nicht ohne das andere: Man kann noch so sehr für Gott eifern, ohne die Liebe zu anderen Menschen bleibt man ihm fern. Man kann sich noch so sehr für andere aufarbeiten, ohne die Rückbindung, ohne die Liebe zu Gott fehlt das Fundament.  Gott lieben und meinen Nächsten wie mich selbst - dieses höchste Gebot steht im Zentrum des 18. Sonntag nach Trinitatis. Auch die zehn Gebote weisen den Weg zur Gottes- und Nächstenliebe. Wenn christliche Gemeinden unterschiedslos offen sind für Menschen aller Bevölkerungsschichten und Lebenssituationen, wenn sie einträchtig und freundlich miteinander umgehen, sich gegenseitig zum Glauben ermuntern und sich für den Frieden einsetzen, dann strahlen sie etwas von dieser Liebe aus.
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DTSTART:20171015
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SUMMARY:19. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Es gilt als bewiesen, dass Christen gesünder sind als andere Menschen. Sie haben weniger psychischen Stress, heißt es, und bessere Wege der Verarbeitung. Seelische Belastungen können krank machen. Sehr sensibel reagiert unser Organismus auf unsere inneren Nöte. Der 19. Sonntag nach Trinitatis schafft einen Zusammenhang zwischen seelischer Entlastung und körperlicher Heilung. Gottes immer neue Zuwendung ist es, die den Menschen gesund  macht. Jesus vergibt einem Gelähmten seine Sünden, bevor er ihn heilt. So sollen  auch christliche Gemeinden für Kranke beten und Sünden vergeben.  "Willst du gesund werden?" Diese nur scheinbar absurde Frage trifft. Ist es nicht leichter, im Alten zu verharren? Bin ich bereit, mich von Gott anrühren zu lassen - wenn ich dabei mein Leben ändern und ein neuer Mensch werden muss?
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DTSTART:20171022
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SUMMARY:20. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Was ist richtig? Was ist falsch? In einer Welt, in der ich oft nur Grautöne sehe, hätte ich das gerne: Klare moralische Grundregeln und Verhaltensmaßstäbe, an denen ich mich ausrichten kann. Der 20. Sonntag nach Trinitatis kommt diesem Bedürfnis nach: "Es ist dir gesagt Mensch, was gut ist", du kannst erfahren, wie richtiges Leben aussehen kann.   Es gibt die Bibel, die einen würdigen und respektvollen Umgang miteinander lehrt, und Institutionen wie die Ehe, die das  Zusammenleben zweier Menschen gut ordnet. Über allen Ordnungen steht jedoch das Wohlergehen des Menschen. Werden Regeln sklavisch angewandt und dazu benutzt, Menschen zu demütigen, dann bewirken sie das Gegenteil, dann entsprechen sie nicht mehr dem christlichen Geist der Liebe und der Freiheit.
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DTSTART:20171029
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SUMMARY:Reformationsfest
DESCRIPTION:Wo komme ich her? Wo liegen meine Wurzeln? Am 31. Oktober besinnen sich lutherische Christen auf ihre Herkunft: Am Reformationstag feiern sie Bekenntnis- und Geburtstag der evangelischen Kirche zugleich.  An die Geschichte des hartnäckigen Mönchs, der mit wehender Kutte seine 95 Thesen an die Wittenberger Schlosskirche nagelt und damit ganz Europa in Aufruhr versetzt, erinnert dieser Tag. Martin Luther war kein Heiliger, aber ein Mensch, der mit seiner Standhaftigkeit, seinem brennenden Fragen nach Gott und seinem mutigen Einstehen für seinen Glauben die Kirche tief geprägt hat. Nach seinem Bespiel arbeiteten viele Christen an der Erneuerung der Kirche und tun es heute noch. So fragt der Reformationstag auch nach gegenwärtigen Missständen und nach der Kirche, die sich immer wieder reformieren muss.
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DTSTART:20171031
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SUMMARY:21. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Frieden schaffen ohne Waffen! In unserer Zeit wird das immer wieder in Frage gestellt. Müssen Christen angesichts der Terrorgefahr nicht auch zur Aufrüstung mahnen?  Der 21. Sonntag nach Trinitatis empfiehlt einen ganz anderen Widerstand: die Wahrheit beim Namen zu nennen und für den Frieden einzutreten. Das ist kein feiges Hinnehmen, sondern eine mutige Entscheidung, mit anderen Waffen zu kämpfen: Mit dem Gebet für das Wohlergehen der Eroberer und mit der Bereitschaft, das Böse mit Gutem zu überwinden.  Manche meinen, das gelte nur im Privaten. Doch käme nicht mancher Konflikt erst gar nicht auf, wenn Gerechtigkeit geschähe?  Liefe nicht manche Aggression ins Leere, wenn sie durch Freundlichkeit entkräftet würde? Verständlich, dass diese Botschaft immer wieder zu Dissonanzen führt, auch unter Christen.
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DTSTART:20171105
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SUMMARY:Drittl.S.d.Kj.
DESCRIPTION:"Die Erkenntnis traf ihn wie ein Blitz" - viele erfahren das. Als hätte sich ein Schleier gehoben, sehen wir plötzlich klar. Mit ähnlichen Bildern beschreibt die Bibel Jesu Wiederkommen. Unvermittelt, dennoch unmissverständlich bricht Gottes Gegenwart in unsere Welt - Hoffnung für alle, die unter der Vergeblichkeit ihres Tuns und ihrer Begrenztheit leiden.  Der drittletzte Sonntag im Kirchenjahr mahnt zur Wachsamkeit und zur entschiedenen Ausrichtung auf Jesus Christus. In seinem heilenden Wirken und seiner Macht über den Tod ist Gottes Wirklichkeit in unsere Welt eingebrochen. Die Bitte um sein erneutes Eingreifen in unser Leben wird nicht unerhört bleiben. Wo Menschen in seinem Geist leben, da kann immer wieder flüchtig Gottes Reich aufblitzen.
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DTSTART:20171112
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SUMMARY:Vorletzter Sonntag d. Kj.
DESCRIPTION:Wer kennt sie nicht, die Gerichtsdarstellungen mittelalterlicher Kathedralen? Die Zeiten, in denen grässliche Fratzen uns Furcht einflößten, sind Gott-sei-Dank längst vorbei. Und doch spricht die Bibel vom Jüngsten Gericht. Nicht nur wegen der Opfer, denen zu Lebzeiten kein Recht widerfuhr, ist der Gedanke unverzichtbar. Wer gerichtet wird, wird neu ausgerichtet auf den Weg der Barmherzigkeit und der Liebe. Das kann schmerzhaft sein.  Aber, so vermittelt dieser vorletzte Sonntag im Kirchenjahr, es ist auch eine Erlösung für uns und alle, die unter unserem Tun leiden. Denn es bringt ans Tageslicht, wie wir eigentlich sein sollten: heil und gut. Christen können mit der ganzen Kreatur auf dieses Gericht hoffen, denn sie wissen um die Freundlichkeit ihres Richters. Von dieser Erwartung her können sie auch ihr Leben heute barmherziger gestalten.
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DTSTART:20171119
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SUMMARY:Buß-und Bettag
DESCRIPTION:Ich ahne, dass ich meine rastlose Lebensweise ändern müsste und ignoriere es. Ich tue anderen Unrecht, aber ich gestehe es mir nicht ein. Zur Ehrlichkeit mit mir selbst, zu einem wahrhaftigen, aber gütigen Blick auf meine Schwächen ruft der Buß- und Bettag auf. Kein Mensch ist vollkommen, jeder macht Fehler. Geduldig wartet Gott auf unsere Einsicht und darauf, dass wir zurückkehren auf den Weg der Gerechtigkeit, der Liebe und Achtsamkeit – uns selbst zuliebe. Doch Umkehr kommt nicht von allein. So erinnert der Buß- und Bettag daran, dass ich an jedem Tag umkehren kann und muss. Buße betrifft nicht nur den Einzelnen: Auch der Gemeinschaft tut Besinnung gut. Als öffentlicher Feiertag bietet der Buß- und Bettag der Gesellschaft die Gelegenheit, innezuhalten, den eingeschlagenen Kurs zu überprüfen und, wenn nötig, zu korrigieren.
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DTSTART:20171122
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SUMMARY:Ewigkeitssonntag
DESCRIPTION:Oft träume ich von einer Welt ohne Leiden und Schmerz, ohne Trennung und Tränen, eine Welt, in welcher der Tod seinen Schrecken verliert. Ein neuer Himmel und eine neue Erde, Gott, der mitten unter den Menschen wohnt - in den schönsten Bildern beschreibt die Bibel das Ende der Zeit. Eine Utopie? Ja, aber wer sie glaubt, wird selig. Denn sie hat schon jetzt verändernde Kraft.  Die Verheißung dieser neuen Zeit lässt uns heute schon ausschauen nach ihr, wie die Jungfrauen nach dem Bräutigam, der das Fest eröffnet. In der Hoffnung darauf, dass Gott wahr macht, was er verspricht - auch gegen das Leid und den Tod - gedenken viele Gemeinden am Ewigkeitssonntag ihrer Verstorbenen des letzten Jahres.
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DTSTART:20171126
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SUMMARY:Totensonntag
DESCRIPTION:Oft träume ich von einer Welt ohne Leiden und Schmerz, ohne Trennung und Tränen, eine Welt, in welcher der Tod seinen Schrecken verliert. Ein neuer Himmel und eine neue Erde, Gott, der mitten unter den Menschen wohnt - in den schönsten Bildern beschreibt die Bibel das Ende der Zeit. Eine Utopie? Ja, aber wer sie glaubt, wird selig. Denn sie hat schon jetzt verändernde Kraft.  Die Verheißung dieser neuen Zeit lässt uns heute schon ausschauen nach ihr, wie die Jungfrauen nach dem Bräutigam, der das Fest eröffnet. In der Hoffnung darauf, dass Gott wahr macht, was er verspricht - auch gegen das Leid und den Tod - gedenken viele Gemeinden am Toten- oder Ewigkeitssonntag der Verstorbenen.
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DTSTART:20171126
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SUMMARY:1. Advent
DESCRIPTION:Wenn Politiker auf Staatsbesuch sind, genießen sie oft ein Bad in der Menge: Kinder winken mit Fähnchen, die Straßen sind mit Blumen und  Fahnen geschmückt, eine große festliche Menge. Auch Jesus wurde einst mit großem Jubel in Jerusalem begrüßt: Die Menschen winkten mit Palmzweigen und legten Kleider vor die Füße des Esels, auf dem er saß.  Der Erste Advent ermuntert dazu, sich auf eine Ankunft vorzubereiten, deren Bedeutung nicht hoch genug einzuschätzen ist. Denn der da kommt, ist mächtig, aber nicht zu fürchten, ein König, aber er bringt Frieden und wird Recht schaffen. Sich auf ihn einzustellen, heißt, mit langem Atem Liebe und Frieden zu üben. Darum: Machet die Tore weit! Mit dem Advent beginnt im Festkreis der Kirche ein neues Kirchenjahr.
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DTSTART:20171203
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SUMMARY:2. Advent
DESCRIPTION:"Kopf einziehen und durch" oder "Kopf hoch, wird schon wieder" sagen wir - ein schwacher Trost. Wir sind so sprachlos, wenn andere beschwert sind. Gerade den Gebeugten und Niedergedrückten, den Zurückgewiesenen und Benachteiligten gilt die Frohe Botschaft: Haltet durch, Gott sieht die Bedrängnis und hört das Klagen. Wer auf Erlösung wartet, hofft nicht vergeblich. Darum: Kopf hoch, damit ihr sie kommen seht. Der Zweite Advent spricht von einem kosmischen, umwälzenden Befreiungsgeschehen. Die Wiederkunft Jesu wird nicht unbemerkt bleiben. Sie wird uns erschrecken, aber nicht zum Fürchten sein.  Wer beharrlich mit seiner kleinen Kraft nach Gott Ausschau hält, den wird er nicht enttäuschen.
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DTSTART:20171210
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SUMMARY:3. Advent
DESCRIPTION:Manchmal suche ich Gott, aber der Weg scheint versperrt. Ich dringe nicht durch, stehe mir selbst im Weg. Räumt die Steine aus dem Weg! fordert der Dritte Advent. Im Zentrum: Johannes der Täufer, der mit seinem Ruf zur Umkehr Jesus den Weg bereitet. Wo Jesus kommt, da wird die Welt heller und heiler: Vertrocknetes beginnt zu blühen, verschlossene Augen öffnen sich, lahme Glieder bewegen sich. Nichts, weder Täler der Traurigkeit noch Berge der Selbstüberschätzung, sollen seinem Kommen entgegenstehen. Ihm den Weg zu bereiten, heißt wach zu bleiben und sich in Bewegung setzen zu lassen: Traurige zu trösten und die zu ermutigen, die längst schon aufgegeben haben.
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DTSTART:20171217
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SUMMARY:Christnacht
DESCRIPTION:Nach dem Trubel des Heiligen Abends ist es wohltuend, in die Kirche zurückzukehren, bei Kerzenschimmer und Musik noch einmal zur Besinnung zu kommen und die Botschaft der Heiligen Nacht zu hören. In vielen Kirchengemeinden hat dieser Gottesdienst eine ganz besondere, musikalische Note.  Durch Jesu Geburt bricht Licht mitten in die Nacht - es braucht nicht viel, um dies in der Christnacht zu erfahren. Sie erzählt von den alten Verheißungen eines Friedenskönigs, die in Jesus, dem Nachkommen des Königs David, ihre Erfüllung finden. Er ist Immanuel, Gott-mit-uns. Die Nacht seiner Geburt erinnert an das tiefe Geheimnis Gottes: In diesem armen, kleinen Kind, in Jesus Christus zeigt er sich. Hier und nirgendwo anders liegt Gottes Wahrheit verborgen.
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DTSTART:20171224
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SUMMARY:4. Advent
DESCRIPTION:Freude kann schön machen. Unscheinbare Menschen fangen an zu leuchten, wenn sie sich auf etwas freuen: junge Mütter wie Maria, die ein Kind erwarten. Verliebte, die sich auf den geliebten Menschen freuen, Belagerte, denen endlich der Frieden verkündet wird. Von überstrahlender und verändernder Freude spricht auch der Vierte Advent.  Der Herr ist nah! Die Nachricht behalten sie nicht für sich: Die Wächter, die den Friedensboten erspähen, Maria, die den Gott lobt, der Niedrige erhöht und Mächtige vom Thron stößt und wir können angesteckt von Gottes Freude gütiger und schöner werden.
CLASS:PUBLIC
DTSTART:20171224
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SUMMARY:Christvesper
DESCRIPTION:Die Geschichte von Maria und Josef und dem Kind in der Krippe, jedes Jahr berührt sie uns neu: unsere Sehnsucht nach einer heilen Welt, nach allumfassender Liebe, nach einem Gott, der keine Angst macht, nach Licht in der Dunkelheit - wenigstens am Heiligen Abend.  Im Krippenspiel, in der Lesung des Weihnachtsevangeliums und in den leuchtenden Augen der Kinder wird etwas spürbar von der Liebe, die Gott den Menschen schenkt: "Ein Kind ist uns geboren", ein hilfloses Kind, das der Welt Rettung und Hilfe bringt. Es ist ganz arm und soll uns reich machen. Es kommt in die Dunkelheit und bringt Licht.
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DTSTART:20171224
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END:VEVENT
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SUMMARY:Christfest I
DESCRIPTION:Freunde und Freundinnen, das sind für mich Menschen, vor denen ich mich nicht verstecken muss, die mich gern haben, auch wenn ich etwas Dummes sage, und die nicht auf mich herabschauen, wenn ich einen Fehler mache. Freunde mögen mich, so wie ich bin.  In Jesus sieht uns Gott freund-lich an, er begegnet uns auf Augenhöhe, davon spricht der erste Weihnachtsfeiertag. Die Hirten, die sich auf das Wort des Engels hin auf den Weg machen, erfahren es als erstes: In dem kleinen, hilflosen Kind zeigt sich ein Gott, vor dem sie sich nicht zu schämen brauchen. Sie können und brauchen nicht zu Gott empor zu steigen, er kommt zu ihnen herab. Ja, noch viel mehr: In diesem Kind macht Gott sie selbst und alle Menschen zu seinen Söhnen und Töchtern, zu Erben seiner Verheißung. Und Weihnachten ist nur der Anfang. Wer sich wie die Hirten auf den Weg zur Krippe macht, wird verändert zurückkommen: bewegt und berührt von der Menschenliebe Gottes.
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DTSTART:20171225
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SUMMARY:Christfest II
DESCRIPTION:Ein Reicher wird arm, Arme werden reich, ein Wolf liegt neben einem Lamm, ein Kind spielt mit der Schlange…die biblischen Lesungen an diesem Tag muten an wie eine "verkehrte Welt".  Mit der Geburt Jesu wurden die bisherigen Ordnungen auf den Kopf gestellt, zeigt der zweite Weihnachtsfeiertag. Weihnachten, das ist der Beginn eines welt- und zeitumspannenden Geschehens. Das große Friedensreich, das seit alter Zeit erwartet wurde, nahm mit Jesus seinen Anfang. Denn, da sind die biblischen Zeugen ganz klar: Sein Platz war von Anfang her bei Gott. So sprechen sie von der Herrlichkeit Jesu und von seiner Einheit mit Gott. In seiner Geburt verbinden sich Himmel und Erde, kommt der ewige Gott zu den Menschen und zieht die Menschen zu sich empor. Das ist nicht auf den ersten Blick zu erkennen. Aber wer es glaubt, wird viele Zeichen dieser neuen Welt wahrnehmen.
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DTSTART:20171226
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SUMMARY:Altjahresabend
DESCRIPTION:"Schon wieder ein Jahr vorbei." Es ist erschreckend, wie die Zeit vergeht. Der Jahreswechsel macht das immer wieder neu bewusst. Er ist eine Chance zum Innehalten und zur Rückschau. Was ist in diesem Jahr gelungen? Was missglückt? Wem bin ich etwas schuldig geblieben? Für vieles kann ich danken, manches noch zurechtbiegen, einige Sorgen ablegen. Anderes schleppe ich mit. Doch ich wurde behütet in diesem Jahr. Gott sei Dank.  Der Gottesdienst zum Altjahresabend stellt meine Bilanz unter die große Zusage Gottes: Im alten, wie im neuen Jahr wird Gott uns begleiten, wird Orientierung geben wie die Feuersäule in der Wüste, wird gegen alle Widerstände auf unserer Seite stehen. Meine Welt mag sich ändern. Doch Jesus Christus bleibt der Gleiche: gestern, heute und in Ewigkeit. Sein Versprechen gilt. Es lohnt sich, mit ihm zu rechnen; auch im neuen Jahr.
CLASS:PUBLIC
DTSTART:20171231
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SUMMARY:Neujahrstag
DESCRIPTION:Weniger rauchen oder mehr schlafen, ein Stellenwechsel oder weniger Gewicht auf der Waage - vielfältig sind die Vorsätze für das neue Jahr. Noch ist es jung, liegt vor uns, wie ein unbeschriebenes Blatt. Doch wie schnell reißen alte Unsitten ein.  Wir können planen, aber wir haben unsere Zukunft nicht in der Hand, das zeigt der Gottesdienst am Neujahrstag. Dennoch macht er Mut zum Aufbruch. Unser Wollen, Tun und Planen liegt in Gottes Macht. Wer ihm seinen Weg anvertraut, den wird er leiten. Mit Gottes Schutz und seiner Hilfe können wir den Weg ins neue Jahr getrost wagen.
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DTSTART:20180101
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SUMMARY:Epiphanias (Erscheinungsfest)
DESCRIPTION:Es gibt Menschen, Orte oder Momente, die haben eine ganz besondere Ausstrahlung. Die sind so von etwas erfüllt, dass es nicht verborgen bleiben kann. Das Fest der Erscheinung (griech. Epiphanias) feiert die Strahlkraft der Geburt des göttlichen Kindes - weit über die Grenzen des Landes hinweg.  Bild dafür ist der helle Stern, der die drei weisen Männer aus dem Orient an die Krippe führte. Sie erkannten das Licht, das mit Jesus über der Dunkelheit der Welt aufging. Wer den Schein, der von diesem Kind ausgeht, nicht übersieht, der wird selbst zum Lichtträger. Der kann die Botschaft nicht für sich behalten, sondern ist so erfüllt von Gottes Liebe, dass er von innen leuchtet.
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DTSTART:20180106
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SUMMARY:1. So. nach Epiphanias
DESCRIPTION:Die Geburt im Stall war nicht nur ein Traum. Die Geschichte Jesu ging weiter, langsam erst und unbemerkt. Und doch: Er war ein Mensch von Gottes Geist.  Der Erste Sonntag nach Epiphanias steht ganz im Zeichen der Taufe Jesu. Sie steht am Beginn seines Wirkens. In ihr bekennt sich Gott zu Jesus: Dieser Mensch ist mein geliebter Sohn, er hat meinen Geist. Ermutigend das Wort aus alter Zeit: Er, der das Schwache nicht niedertritt, er, der das geknickte Rohr nicht abbricht, kommt von Gott. Er ist Gottes Wahl. Selbst wenn er nach weltlichen Maßstäben Schwäche zeigt. Wer in seinem Geist  lebt, wer auf ihn getauft ist, der ist Gottes Kind.
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DTSTART:20180107
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SUMMARY:2. So. nach Epiphanias
DESCRIPTION:"Heute haben wir wieder einmal aus dem Vollen geschöpft!" Wer das von sich behaupten kann, erkennt noch, wie wenig selbstverständlich es ist, im Überfluss zu leben. Fülle und Überfluss  haben auch bei Jesus Platz, zeigt der zweite Sonntag nach Epiphanias. Das Weinwunder auf der Hochzeit zu Kana zeugt von seiner Herrlichkeit, aber auch von der Großzügigkeit Gottes, der nicht will, dass Menschen Mangel leiden. Auch wenn die Herrlichkeit Gottes so groß ist, dass Menschen ihren Anblick wohl nicht ertrügen, so spiegeln wir doch Gottes Reichtum mit der Vielfalt unserer Begabungen. Wenn wir sie nicht für uns behalten, sondern sie in die Gemeinschaft einbringen, wenn unsere Gaben zu Quellen der Freude und Stärke für andere werden, dann loben wir damit den, der uns so großzügig damit beschenkt hat.
CLASS:PUBLIC
DTSTART:20180114
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END:VEVENT
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SUMMARY:letzter So. nach Epiphanias
DESCRIPTION:Es gibt Momente, in denen sehe ich völlig klar. Für einen Augenblick erscheint mir mein Leben wie von Licht bestrahlt, weiß ich genau, wer ich bin und wohin ich gehe. Bergerfahrungen sind das, voller Überblick und Klarheit. Von einem lichten Erlebnis spricht der letzte Sonntag nach Epiphanias. Auf einem Berg sehen die Jünger Jesus verklärt und erkennen: Dies ist Gottes Sohn. "Hier ist gut sein" sagt Petrus. "Lasst uns Hütten bauen."  Von Gott ergriffen sind sie, wie Mose, den Gott aus dem Feuer anruft, und wie der Seher Johannes auf Patmos. Doch bei einem solchen Erlebnis kann niemand stehen bleiben, jeder muss in den Alltag zurück, oft genug in das Leid. Aber alle nehmen den hellen Schein mit, der sie ermutigt, weiter in Gottes Licht zu leben.
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DTSTART:20180121
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END:VEVENT
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SUMMARY:Septuagesimä
DESCRIPTION:"Das ist unfair!" Nicht nur Kinder sind über Ungerechtigkeit erbost. Doch was ist gerecht? Alle gleich zu behandeln oder die Anlagen jedes Einzelnen zu berücksichtigen? Eltern von unterschiedlichen Kindern wissen, dass eine Gleichbehandlung auch ungerecht sein kann.  Gottes Gerechtigkeit ist Güte, zeigt der Sonntag Septuagesimae (70 - eigentlich nur 63 - Tage vor Ostern).  Der Weinbergbesitzer, der allen, auch den letzten Arbeitern den gleichen Lohn auszahlt; Jesus, der ausgerechnet mit einem Zöllner zu Tisch sitzt; Gott, der sich nicht von Stärke und Reichtum beeindrucken lässt, sondern ihnen Recht und seine Gerechtigkeit entgegensetzt. Diejenigen, die sich von dieser Gerechtigkeit anstecken lassen, die ruft Jesus in seine Nachfolge, zu einem Lauf, der nicht ins Ungewisse führt.  Brauchtum:  An Septuagesimae wurden in der alten Kirche die Taufbewerber für Ostern ausgewählt.
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DTSTART:20180128
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END:VEVENT
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SUMMARY:Sexagesimä
DESCRIPTION:"Was ich nicht höre, das wurde nicht gesagt." Kinder können das hervorragend: Ohren zu, auf Durchzug gestellt. Aber auch uns fällt das Zuhören oft schwer. Wie viel schwerer noch, wenn es um Gottes Wort geht. Und dann trifft es wieder plötzlich, unvermittelt, mitten ins Herz. Das Wort Gottes und seine Wirkung stehen im Zentrum des Sonntags Sexagesimae. Manchmal ist es scharf, schmerzhaft und trennend wie ein Schwert, dann wieder scheint es nicht zu wirken, setzt sich aber fest und wächst im Stillen. Gott streut die Botschaft seiner Liebe großzügig aus. Auch wenn wir sie verdorren lassen: Sie gilt uns. Es liegt an uns, damit ernst zu machen. Aber eins ist sicher: Ohne Wirkung bleibt die gute Nachricht nicht. Wie bei Lydia, die, von Gottes Wort angefacht, zur ersten Christin Europas wurde.
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DTSTART:20180204
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END:VEVENT
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SUMMARY:Estomihi
DESCRIPTION:Wie weit würde meine Freundschaft gehen? Würde ich zu meinen Freunden stehen, selbst wenn sie ausgelacht oder verachtet, verfolgt oder verdächtigt würden? Würde ich sie begleiten? Die Freundschaft zu Jesus verlangt seinen Jüngern viel ab. Sie werden mit ihm nach Jerusalem ziehen und seinen Tod miterleben. Jesus kündigt ihnen das an. Am Sonntag Estomihi steht die Nachfolge im Vordergrund. Nicht, wer viele große Worte macht, sondern wer sich für Gerechtigkeit einsetzt und beharrlich liebt, der hat den Ruf in die Nachfolge gehört, dem hat Jesus die Augen geöffnet. Aber zu Jesus zu stehen, ist nicht immer leicht. Es bedeutet auch, Nachteile in Kauf zu nehmen, sein Leid zu tragen. Jesu Frage gilt auch uns: "Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme an seiner Seele Schaden?".
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DTSTART:20180211
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SUMMARY:Aschermittwoch
DESCRIPTION:Ein Aschenkreuz auf der Stirn - das erlebt man unter Evangelischen selten. Und trotzdem leitet auch in den lutherischen Kirchen der Aschermittwoch die Passionszeit ein, eine Zeit der Einkehr und der Besinnung auf das Leiden Jesu Christi.  In wenigen Gemeinden findet an diesem Tag ein Gottesdienst statt, der auf die Passions- und Fastenzeit einstimmt. Er ruft zu einem Fasten auf, das nach Gottes Willen ist, das leise und beharrlich nach einem Leben fragt, das Gott gefällt. Dass Verzicht zum Wesentlichen führen kann, erfahren diejenigen, die in der Passionszeit lieb gewordene Gewohnheiten aufgeben. Die bundesweite Fastenaktion der Evangelischen Kirche " sieben Wochen ohne", die am Aschermittwoch offiziell eröffnet wird, ermuntert dazu, in der Passionszeit bewusster zu leben.
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DTSTART:20180214
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SUMMARY:Invocavit
DESCRIPTION:Sie ist nicht zart und sie ist nicht aufregend und sie macht auch wenig Spaß. Auch wenn uns die Werbung etwas anderes erzählt: Versuchung ist eine ernste Sache. Wer versucht wird, bei dem steht nicht selten seine Integrität auf dem Spiel. Ehrlich sein, auch wenn ich dadurch Nachteile habe? Steuern hinterziehen, wenn es niemand sieht? Kann ich mir selbst treu bleiben?  Um Versuchung geht es am Sonntag Invokavit. Von der Versuchung der Schlange - "Ihr werdet sein wie Gott" - bis zu Jesus, der auf subtile Weise versucht wurde. Das Bekenntnis zu ihm und der Blick in die heilige Schrift helfen, in der Versuchung zu bestehen und Gott richtig zu dienen: Hungrige zu speisen, Arme zu bekleiden. Und wenn es schwierig wird: "Ich habe für dich gebeten, dass dein Glaube nicht aufhöre", sagt Jesus zu Petrus.
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DTSTART:20180218
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END:VEVENT
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SUMMARY:Reminiscere
DESCRIPTION:"Du lernst aber auch gar nichts." Manchmal helfen alles Reden und Erklären nichts, kein Vorbild und keine Predigt. Alles Mühen ist umsonst. Die Kinder haben ihren eignen Kopf. Man möchte sie schütteln, aber sie werden nur noch bockiger. Es fällt schwer, da nicht die Geduld zu verlieren.  So geht es Gott mit seinen Menschen, zeigt der Sonntag Reminiszere. Wie der umhegte  Weinberg, der nur saure Trauben hervorbringt, wie die bösen Weingärtner, die sich in Abwesenheit des gütigen Besitzers des Weinbergs bemächtigen und seine Boten töten, verachten sie oft Gottes Willen. Sie meinen zu glauben und handeln doch herzlos und kalt. Sollte Gott da nicht die Geduld verlieren? Doch gerade zu den Sündern ist Jesus Christus gekommen - zur Hoffnung für alle Welt.
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DTSTART:20180225
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SUMMARY:Okuli
DESCRIPTION:"Der Einsatz ist hoch", heißt es nicht nur im Glücksspiel. Manche Entscheidungen im Leben verlangen uns viel ab: Kraft und Energie, Geld und Geduld, Tränen, manchmal auch Trennungen. Und trotzdem würden wir uns wieder genauso entscheiden. Weil es rückblickend richtig war, weil uns die Erfahrung reicher gemacht hat.  Auch bei Jesus ist der Einsatz hoch, das zeigt der Sonntag Okuli. Wer Jesus nachfolgen will, muss verzichten lernen, darf nicht zurückschauen. Wer Gott ernst nimmt, muss Entscheidungen treffen für ein Leben in Liebe und Hingabe. Die Bibel erzählt von Menschen, die Gott bis zum Äußersten gefordert hat: Jeremia, der um Gottes Willen verspottet wird; Elia, der  auf der Flucht zu Tode erschöpft ist. Und doch erfahren gerade sie: Gott ist bei mir. Er macht mich stark.
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DTSTART:20180304
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SUMMARY:Lätare
DESCRIPTION:"Der gewinnt auch dem Schlimmsten noch etwas Gutes ab!" Ein Kopfschütteln, ein leises Bewundern. Manche Leute verbreiten Freude, obwohl sie wirklich nichts zu lachen haben. "Freut euch - allem Leiden zum Trotz!" Mitten in der Passionszeit erklingt dieser Ruf am Sonntag Lätare.  Freuen - warum? Weil schon im Sterben das Leben begriffen ist. Plastisch die Bilder, die Jesus wählt: Nur das Samenkorn, das in die Erde fällt, bringt Frucht. Brot muss verzehrt werden, um stärken zu können. Er selbst ist das Brot für uns, das jetzt schon den Hunger nach Leben stillt. Gottes Zusage gilt: "Es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen, aber meine Gnade soll nicht von dir weichen, und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen, spricht der HERR, dein Erbarmer."
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SUMMARY:Judika
DESCRIPTION:"Wer nicht hören will, muss fühlen." Wer sich nicht unterordnet, wer nicht gehorcht, muss oft genug die Konsequenzen tragen. Und doch: Blinder Gehorsam kann zur Katastrophe führen, ziviler Ungehorsam gar geboten sein.  Es ist ein harter Gott und ein blinder Gehorsam, den der Sonntag Judika beschreibt: Ein Gott, der Ungehorsam mit Strafen schlägt und Abrahams Gehorsam grausam auf die Probe stellt. Ein Gott, der Jesus abverlangt, als Opfer in den Tod zu gehen? Dunkel ist dieser Gott und fern. Doch auf der anderen Seite steht Gott, der selbst gehorsam ist, der den Menschen dient und ihnen zum Leben verhilft. Auch hinter der dunkelsten Geschichte scheint das durch: Gott will, dass allen Menschen geholfen wird. Im Vertrauen darauf wird es möglich, sich auf Gott zu verlassen und dem Nächsten zu dienen.
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DTSTART:20180318
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SUMMARY:Palmarum / Palmsonntag
DESCRIPTION:Es gibt Momente, in denen ist nichts, wie es scheint. Ein fröhliches Gesicht versteckt tiefe Trauer, wer Härte zeigt, kann auch barmherzig sein, und hinter einer scheinbar so düsteren Zukunft verbirgt sich eine neue Chance. Grenzmomente sind das, unsicher und vage. Erst im Nachhinein deute ich die Zeichen richtig.  Der Palmsonntag führt in eine solche Grenzzeit hinein: Die Hände die eben noch Palmzweige schwingen, sind fast schon zu Fäusten geballt. Das "Hosianna" wird zum gellenden "Kreuzige"-Ruf, fröhliche Gesichter erstarren zu Fratzen. Und doch ist es Jesu Tod am Kreuz, der den Menschen Leben bringt. Sein Weg ins Dunkel war ein Weg ins Licht, heute bekennen wir das. Im Geschlagenen, im Verachteten war Gott ganz nah. Nur wenige erkannten das, wie die Frau, die den Todgeweihten wie einen König salbte.
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DTSTART:20180325
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SUMMARY:Gründonnerstag
DESCRIPTION:Wann habe ich ihn zum letzten Mal gesehen? Welche Worte wurden gesprochen, und was wurde verziehen? Wie wichtig werden diese Fragen, wenn ein geliebter Mensch stirbt. Wohl denen, die Abschied nehmen durften oder gar ein letztes Wort mitbekamen. Sie behalten es ein Leben lang.  Vom letzten Vermächtnis Jesu berichtet der Gründonnerstag. Jesus nimmt sich viel Zeit zum Verabschieden, macht den Jüngern Mut, wäscht ihnen die Füße und gibt ihnen Worte und Zeichen für die Zeit ohne ihn. Und das Vermächtnis lebt. Noch heute bekennen Christen: Im Abendmahl ist Jesus ganz nah, auch nach 2000 Jahren noch. Er gibt uns an seinem neuen Leben Anteil. Ihn ehren wir, wenn wir einträchtig und ohne Trennungen das Brot brechen und den Wein teilen.
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DTSTART:20180329
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SUMMARY:Karfreitag
DESCRIPTION:Wer kann ermessen, wie tief menschliches Leid geht? Hilflos und voller Furcht stehen wir davor. "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" Wer so schreit, fühlt sich ganz allein. Doch Gott weicht dem tiefsten menschlichen Leid nicht aus, davon berichtet der Karfreitag. Er begegnet ihm auf unbegreifliche Art: In Jesus begibt Gott sich selbst kompromisslos in die Nacht hinein. Er wird von Freunden verraten, verspottet, gefoltert und schließlich am Kreuz hingerichtet.  Die ersten Christen bekannten: Jesus ist für unsere Sünden gestorben. Nichts, was wir tun, kann so schlimm sein, dass wir verloren gehen. Aber heute haben immer mehr Menschen Schwierigkeiten damit: Braucht Gott ein Opfer zur Sühne? Er braucht es nicht, aber er ist den Menschen im Leiden ganz nah. Keine Schranken soll es geben zwischen ihm und uns. Zeichen dafür ist das Kreuz, das Himmel und Erde verbindet.
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DTSTART:20180330
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SUMMARY:Osternacht
DESCRIPTION:An der Schwelle zwischen Tod und Leben, Dunkel und Licht wird die Osternacht gefeiert. In dieser Nacht, in der Jesus auferstand, liegen Trauer und Hoffnung, Todesschwärze und das jubelnde Lob der neuen Schöpfung dicht beieinander.  So spannt die Liturgie einen weiten Bogen: von der guten Schöpfung im Anbeginn über die Abwendung des Menschen von Gott, den Auszug aus Ägypten bis hin zur immer neuen Abkehr vom richtigen Weg. All das gipfelt im Kreuz. Ostern, so die Botschaft dieser Nacht, ist ein neues, umwälzendes Befreiungsgeschehen. Mit seiner Auferstehung zerreißt Jesus so viel: unsere Trennung von Gott, unsere Ohnmacht, unseren Tod. "Christ ist erstanden", mit dem Licht, das entzündet wird, erklingt dieser Osterjubel neu - dem Tod zum Trotz.   Tradition: Taufe in der Osternacht
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DTSTART:20180331
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SUMMARY:Karsamstag
DESCRIPTION:Wer kann ermessen, wie tief menschliches Leid geht? Hilflos und voller Furcht stehen wir davor. "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" Wer so schreit, fühlt sich ganz allein. Doch Gott weicht dem tiefsten menschlichen Leid nicht aus, davon berichtet der Karfreitag. Er begegnet ihm auf unbegreifliche Art: In Jesus begibt Gott sich selbst kompromisslos in die Nacht hinein. Er wird von Freunden verraten, verspottet, gefoltert und schließlich am Kreuz hingerichtet.  Die ersten Christen bekannten: Jesus ist für unsere Sünden gestorben. Nichts, was wir tun, kann so schlimm sein, dass wir verloren gehen. Aber heute haben immer mehr Menschen Schwierigkeiten damit: Braucht Gott ein Opfer zur Sühne? Er braucht es nicht, aber er ist den Menschen im Leiden ganz nah. Keine Schranken soll es geben zwischen ihm und uns. Zeichen dafür ist das Kreuz, das Himmel und Erde verbindet.
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DTSTART:20180331
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SUMMARY:Ostersonntag
DESCRIPTION:Die erste Liebe oder die Geburt eines Kindes, Rettung aus höchster Gefahr - es gibt Ereignisse, die erfüllen uns mit unaussprechlicher, tiefer Freude. Singen möchte man und jubeln, oder man bekommt kein Wort heraus vor lauter Glück.  Ostern, das ist das Fest purer Freude. Einer Freude, die deswegen so rein ist, weil sie die Tiefen kennt und sie doch bezwungen weiß. Ostern ist das Urdatum der Kirche. Die drei Frauen am Grab, die Jünger, denen der Auferstandene erscheint und Maria Magdalena, sie können nach dem ersten Schrecken nicht schweigen: Jesus lebt! Die Liebe hat den Tod bezwungen. Er hat die letzte Macht über uns verloren. Wer gegen allen Augenschein in diesem Vertrauen lebt, der kann freier handeln, der wird aufstehen gegen alles, was das Leben bedroht. "Tod, wo ist dein Stachel?", fragt der Apostel Paulus zurecht.  Brauchtum: Osterlachen
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DTSTART:20180401
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SUMMARY:Ostermontag
DESCRIPTION:Manchmal sehe ich das Offensichtliche nicht. Die Lösung, die zum Greifen nah ist, einen Menschen, der Hilfe bringt. Da müssen mir erst die Augen aufgehen.  Auch für die Gegenwart Jesu sind wir oft blind, das zeigt der Ostermontag.  Meilenweit wandern zwei Jünger neben dem Auferstandenen nach Emmaus, bevor sie ihn erkennen. Erst als er das Brot mit ihnen bricht, gehen ihnen die Augen auf. Es ist so viel leichter, an den Tod zu glauben, als an das Leben, auch heute noch. Doch mit Jesu Auferstehung ist jedem Einzelnen das Leben verheißen, auch nach dem Sterben. Die alttestamentliche Vision von Gott, der den Tod zerstört - in Jesus wird sie Wirklichkeit. Wer daran glaubt, für den gibt es keine Hoffnungslosigkeit.
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DTSTART:20180402
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SUMMARY:Quasimodogeniti
DESCRIPTION:"Ich glaube nur, was ich sehe", sagen viele. Was ich mit dem Verstand fassen kann, was ich be-greifen kann, nur das hat Bestand. Auferstehung? Das passt da nicht hinein.  Auch viele Jünger konnten die Botschaft von der Auferstehung Jesu zunächst nicht glauben. Wo war der Beweis? Wo die logische Erklärung? Der erste Sonntag nach Ostern (Quasimodogeniti) erzählt davon, wie Jesus den Zweiflern und Skeptikern entgegenkam, sich anfassen ließ und gemeinsam mit ihnen aß. So konnten sie später auch glauben, was sie nicht sahen: die unsichtbare Gemeinschaft mit Christus. Schon jetzt haben Christen Anteil an seinem, dem neuen Leben. Darf man das glauben? "Selig sind, die nicht sehen und doch glauben", sagt Jesus.
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DTSTART:20180408
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SUMMARY:Misericordias Domini
DESCRIPTION:Manchmal wünsche ich mir das: Einen, der für mich sorgt, der mir den rechten Weg zeigt und mich unbeschadet durch Gefahren führt, einen, der meinen Durst nach Leben stillt und nach mir sucht, wenn ich verloren gehe. Jesus, der "gute Hirte" steht im Zentrum des zweiten Sonntags nach Ostern. Das Urbild des Schäfers spricht Kinder wie Erwachsene an. Das neue Testament bekennt Christus als den guten Hirten, der das Verlorene nicht aufgibt und der sein Leben für das ihm Anvertraute lässt. Jeder einzelne zählt. Die biblischen Texte warnen aber auch vor schlechten Hirten, die nur an ihr eigenes Wohl denken, bei Gefahr davonlaufen und das Schwache nicht stärken. Da gilt es, sich an den guten Hirten zu halten und nach seinem Beispiel selbst auf andere zu achten.
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DTSTART:20180415
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SUMMARY:Jubilate
DESCRIPTION:Jubilate - Jubelt! Wie leicht ist es, im Frühjahr in den Jubel der wiedererwachenden Natur einzustimmen. Ihr Wiederaufblühen wird in der Osterzeit zum wunderbaren Sinnbild der Auferstehung.  Schöpfung und neues Leben sind Themen des Sonntags Jubilate. Er erzählt von der guten Schöpfung am Anfang, aber auch von ihrer Vorläufigkeit. Auch Christen sind der Vergänglichkeit unterworfen. Und doch haben sie bereits eine Ahnung von neuem Leben. Denn Jesus ist auferstanden. Für den, der daran glaubt, hat der Tod seine Endgültigkeit verloren. Neu zu werden ist möglich, auch hier und heute. Wer an dieser Hoffnung festhält, dem wächst Stärke zu. Denn wie der Weinstock seinen Trieben Kraft gibt, so haben auch Christen ihren Halt in Christus und können sich immer wieder zum Leben rufen und erneuern lassen.
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DTSTART:20180422
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SUMMARY:Kantate
DESCRIPTION:Der ausgelassene Tanz, das Lied, das Trauernden die Tränen löst, das Pfeifen im Dunkeln und die Arie, die tief ins Herz dringt - Musik lässt niemanden unbewegt. Evangelische Frömmigkeit wäre nicht denkbar ohne sie. Um Musik und Gesang drehen sich die biblischen Lesungen am Sonntag Kantate (Singt!): Der erleichterte Dank der Geretteten, das mächtige Loblied der Werke Gottes und der mutige Gesang, der Kerkermauern sprengt - sie alle vereinen sich zu einem vielstimmigen Lob Gottes. Kein Bereich des Lebens soll von diesem Lob ausgeschlossen sein, keiner ist zu gering für diese Musik. Je mehr unser Leben zum Gesang wird, desto stärker wird uns dieses Lied verändern zu liebevolleren und dankbaren Menschen.
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DTSTART:20180429
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SUMMARY:Rogate
DESCRIPTION:Wie komme ich in Kontakt mit Gott? Bleibt nicht ungehört, was ich zu ihm spreche? Vielen Erwachsenen fällt das Beten schwer. Andere erleben es als befreiend, ihr Herz auszuschütten oder in der Stille Gott zu suchen.  Der Sonntag Rogate (Betet!) ermutigt zum Gebet. Auch Jesus hat immer wieder dazu aufgerufen. Vielfältige Formen des Betens finden sich schon in der Bibel: Das stürmische  und unnachgiebige Gebet, das Gott drängt wie einen Freund, das stellvertretende Einstehen für andere und der Dank. Jesus verspricht, dass wer in seinem Namen bittet, bei Gott nicht auf taube Ohren stößt. Und er lehrt seine Jünger das Gebet, das alle anderen umfasst: das Vaterunser. Es müssen nicht viele Worte sein. Dieses ist genug. Es führt zum Hören auf Gott. Nicht unser, sondern Gottes Wille soll geschehen.
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DTSTART:20180506
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SUMMARY:Christi Himmelfahrt
DESCRIPTION:"Hier ist der Himmel auf Erden", sagen wir in Momenten, in denen es uns rundum gut geht. Was ist der Himmel? Die unendlich blauen Weiten über uns oder die scheinbar zeitlosen Sekunden, in denen wir glücklich sind?  Wenn wir Christi Himmelfahrt feiern, erinnern wir an den Abschied Jesu von seinen Jüngern 40 Tage nach seiner Auferstehung. Er kehrt zurück zu Gott. Seit dieser Zeit ist für Christen der Himmel dort, wo Jesus Christus ist. Zwischen Himmel und Erde leben sie. Und doch: "Was steht ihr da und schaut in den Himmel?" Die Frage an die Jünger gilt auch uns. Im Hier und Jetzt, in unserer Gegenwart können wir etwas vom Himmel erfahren: in dem Glanz auf den Gesichtern unserer Mitmenschen, in Momenten der Freude und der Liebe, in denen wir eins sind mit Gott und Menschen.
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DTSTART:20180510
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SUMMARY:Exaudi
DESCRIPTION:Manchmal wird mir der Abschied schwer: Wenn ich dem Zug hinterher blicke oder hinter der Absperrung am Flughafen stehe. Noch viel schwerer ist es, wenn ich nicht weiß, ob wir uns wiedersehen werden. Den Abschied Jesu von seinen Jüngern beschreibt der Sonntag Exaudi (Erhöre!). Seit seiner Himmelfahrt ist Jesus nicht mehr sichtbar bei ihnen. Es liegen harte Tage vor ihnen. Doch Jesus lässt sie nicht allein. Auf andere Art wird er ihnen nahe sein: in ihren Herzen, als nie versiegende Quelle der Kraft. In einem neuen Geist werden sie Jesus erkennen. Das ist kein Ersatz für seine Anwesenheit, aber ein Trost. Noch heute lebt dieser Geist unter uns: Wo nach Gottes Willen gefragt wird, wo Liebe unser Handeln prägt, da wird er spürbar. Aber auch dort, wo wir verzagen, wo uns der Hals zugeschnürt ist, ist er uns tröstend nahe und bringt unsere Anliegen vor Gott.
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DTSTART:20180513
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SUMMARY:Pfingstsonntag
DESCRIPTION:Dass ich andere nicht verstehe, das erlebe ich so oft: In fremden Ländern, bei Fachgesprächen oder wenn ich an anderen vorbeirede. Das Gegenteil geschieht an Pfingsten. Jünger, die gerade noch mutlos waren, überkommt eine große Kraft, wie ein Sturmwind. Bewegt vom Heiligen Geist sprechen sie von Jesus Christus, und das Wunder geschieht: Jeder kann sie in seiner eigenen Sprache verstehen. Viele lassen sich taufen: Die Kirche ist geboren. Pfingsten lädt ein, darüber nachzudenken, welche Sprache wir sprechen: die Sprache der Angst oder die der Liebe. Der Pfingstgeist hält Jesus unter uns lebendig. Es ist ein Geist, der Menschen verbindet und nicht trennt, der befreit und nicht einengt, ein Geist, der uns die Augen öffnet für Unrecht und uns den Mund auftut für die Wahrheit.
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DTSTART:20180520
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SUMMARY:Pfingstmontag
DESCRIPTION:Die eine kann gut lesen und der andere hat einen guten Geschmack. Diese kann gut zuhören und jener hat einen wachen, kritischen Verstand. So bunt und vielfältig wie die Menschen sind die Begabungen in den christlichen Gemeinden. 
Die praktischen Auswirkungen des Heiligen Geistes hat der Pfingstmontag im Blick. Da ist Petrus, der, bewegt von Gottes Geist, erkennt, dass Jesus der Messias ist. Da sind jene, die ihre Erfahrungen mit Gott weitergeben, und andere, die die Zeichen der Zeit erkennen. Alle Gaben aber vereint ein Geist: die Kraft, die von Jesus Christus ausgeht und die der Liebe und dem Aufbau der Gemeinde dient. 
CLASS:PUBLIC
DTSTART:20180521
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SUMMARY:Trinitatis
DESCRIPTION:Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist, der eine Gott in drei Personen - viele tun sich damit schwer. Drei in einem - wie soll das gehen?  Am Sonntag Trinitatis feiern Christen das Fest der Dreieinigkeit Gottes - einer theologischen Idee, die schwierig ist und doch viel über das Wesen Gottes aussagt. Gott ist umfassender, als ein Mensch begreifen kann. Aber er lässt sich auf eine Geschichte mit den Menschen ein und offenbart ihnen mit der Zeit immer mehr von sich: Als Vater erwählt sich Gott ein Volk, als Sohn  nimmt er sich des Schicksals aller Menschen an, bezieht schließlich in jedem einzelnen Wohnung: als Begeisterung, als Tröster und als Liebeskraft. Gott ist reine Beziehung - zu der Welt und in sich selbst. Niemand ist von seiner Gegenwart ausgeschlossen. Gott kann und will nicht für sich sein. Ein Ausdruck dafür ist seine Dreieinigkeit.
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DTSTART:20180527
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SUMMARY:1. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Die einen predigen Gesundheit oder Erfolg, andere Reichtum oder Schönheit. Im Dschungel der fast unbegrenzten Sinnangebote kann man sich leicht verlaufen: Welche Heilsversprechen führen in die Irre? Welche der mir angebotenen Wege führen wirklich zum Leben, sind von Gott? Der 1. Sonntag nach Trinitatis ermuntert dazu, achtsam zu bleiben für die Stimme Gottes zwischen den vielen Stimmen um uns. Dazu gibt es Hörhilfen: Die Worte und Werke Jesu, das Zeugnis von Mose und den Propheten, ein Bekenntnis, das an Gott allein festhält. Alle weisen den einen Weg: den Weg der Liebe, die sich furchtlos und freigiebig dem anderen zuwendet.
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DTSTART:20180603
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SUMMARY:2. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:"Tut mir Leid, keine Zeit" - eine Absage, schnell und achtlos dahingesagt, manchmal später bereut. Wer kennt das nicht? Wenn Gott einlädt zum Fest des Lebens, dann gibt er überfließend und umsonst. Dann gilt seine Einladung allen: Wohlhabenden und Armen, Nahestehenden und Fernen, Glaubenden und Zweifelnden. Gut für die, die keine Entschuldigung vorschützen und keine Ausflüchte suchen. Der 2. Sonntag nach Trinitatis ermuntert dazu, Gottes Einladung nicht auszuschlagen, sondern sich an seinen Tisch rufen zu lassen - in eine bunt gemischte Gemeinschaft, in der sich niemand profilieren muss, sondern in der ein Klima der gegenseitigen Achtsamkeit und Wertschätzung, Offenheit für Außenstehende und Nachsicht gegen Schwächere herrscht.
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DTSTART:20180610
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SUMMARY:3. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Manchmal stehe ich da und möchte die Zeit zurückdrehen: Mein verletzendes Wort, meine falsche Entscheidung, meine Unachtsamkeit… "Wenn man es doch ungeschehen machen könnte!" Es ist schmerzlich, wenn das nicht gelingt. Was bei Menschen oft nicht mehr geht, bei Gott ist es möglich - das ist die Botschaft des 3. Sonntags nach Trinitatis. Gott will nicht, dass Menschen verloren gehen. Er lässt sie ihre Wege suchen und ihre Fehler machen: Das Schaf, das auf Abwege gerät den Zöllner Zachäus, der den Menschen das Geld aus der Tasche zieht, und den Sohn, der es zu Hause nicht mehr aushält. Doch wie der gute Vater lässt Gott sie nicht fallen: Er wartet, geht entgegen, feiert ein Fest für den wieder gefundenen Sohn.  Eindringlich klingt die Mahnung des Propheten: Wagt umzukehren! Ihr könnt zurück, wenn ihr nur wollt.
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DTSTART:20180617
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SUMMARY:Tag d. Geb. Johannes d. Täufers
DESCRIPTION:In manchen Familien häufen sich die berühmten Persönlichkeiten. „Früher war ich immer der Sohn meines Vaters, heute bin ich der Vater meines Sohnes“ hat der Vater des Komponisten Felix Mendelssohn-Bartholdy und der Sohn des Philosophen Moses Mendelssohn, Abraham Mendelssohn-Bartholdy immer wieder erzählt. Ähnlich ist es in der Familie Jesu: Sein älterer Cousin, Johannes, hat schon vor Jesus Berühmtheit erlangt. Er ist der Vorläufer, der Wegbereiter, der Täufer – eine schillernde, streitbare Persönlichkeit. Am Festtag der Geburt Johannes des Täufers stehen seine Person und sein Leben im Mittelpunkt – die wundersame Ankündigung seiner Geburt und seine Beziehung zu Jesus Christus, in dessen Schatten er immer mehr tritt. Dies macht der Wochenspruch aus dem Johannesevangelium sehr deutlich: „Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen.“ (Joh 3,30)
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DTSTART:20180624
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SUMMARY:4. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Sympathisch oder unsympathisch? Innerhalb weniger Sekunden ist die Entscheidung gefällt. Auch mit dem moralischen Urteil geht es sehr schnell. Wir "wissen" meist sehr gut, was verwerflich ist, und tun lautstark oder subtil unsere Verachtung kund. Vorsicht vor solchen Urteilen!, warnt der 4. Sonntag nach Trinitatis. Denn es gibt niemanden, der ohne Fehler ist, der nicht immer wieder der Großzügigkeit und der Nachsicht bedarf. Einzig Gott ist es, der richten kann. Darum ermutigt Jesus zum Vergeben: Wer aus dem Bewusstsein lebt, dass Gott ihm barmherzig entgegenkommt, der kann versuchen, versöhnt zu leben, wie Josef, der seinen Brüdern nach langer Zeit das Unrecht verzeiht, das sie ihm angetan haben.
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DTSTART:20180624
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SUMMARY:5. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:"Kommt und seht!" Diese Einladung Jesu gilt uns heute wie den Jüngern vor 2000 Jahren. Von Menschen, die sich in Gottes Dienst rufen ließen, erzählt der 5. Sonntag nach Trinitatis. Der Nomade Abraham, der auf Gottes Wort hin auszieht, und die Fischer, die ihre Netze zurücklassen, Paulus, der durch die Botschaft des Auferstandenen zum Apostel wird  - sie alle sind bereit, Altes aufzugeben und mit Gott neue Wege zu gehen. Selbst wenn es unvernünftig scheint.  Das ist riskant, denn oft müssen sie Unverständnis und Spott ihrer Umgebung und den Widerspruch ihrer eigenen Familien ertragen. Doch sie dürfen sehen: Die übervollen Netze sind erst der Anfang unzähliger wunderbarer Erfahrungen. Wer Jesus folgt, entdeckt immer tiefer, wo Gott auf Erden Wohnung nimmt.
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DTSTART:20180701
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SUMMARY:6. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Die meisten waren so klein, dass sie sich heute nicht mehr daran erinnern können. Und trotzdem wurde damals ein Fundament für das ganze Leben gelegt. Der 6. Sonntag nach Trinitatis steht ganz im Zeichen der Taufe. Er erinnert an den Auftrag Jesu, Menschen zu taufen und an das Geschenk, das am Beginn des Lebens als Christ und Christin steht:  Jesu Leben, Sterben und Auferstehen gilt mir, mein Leben ist vor Gott rein und gut. Über meinem Leben steht die Zusage: "Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!" Viele Gemeinden taufen an diesem Sonntag oder feiern ein Taufgedächtnis.
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DTSTART:20180708
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SUMMARY:7. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Ich habe so viel - und trotzdem bin ich manchmal ganz leer. Ich werde täglich satt, und trotzdem habe ich einen ungeheueren Durst nach mehr. Ich sehne mich nach etwas, das ich nicht beschreiben kann… Dass Gott körperlichen und seelischen Hunger stillt - davon erzählen die Lesungen des 7. Sonntag nach Trinitatis, der aus verschiedenen Perspektiven das Abendmahl beleuchtet.  Essen und Trinken, Zusammensitzen und Feiern gehören zum christlichen Glauben. Jesus nahm die natürlichen Bedürfnisse der Menschen ernst, sättigte Tausende mit fünf Broten und zwei Fischen und saß mit unterschiedlichsten Menschen zu Tisch. Im Abendmahl setzen Christen von Anfang an diese einträchtige Tischgemeinschaft fort und nehmen die Zeit vorweg, in der der Hunger nach wahrem Leben gestillt sein wird.
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DTSTART:20180715
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SUMMARY:8. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Was ich tue oder unterlasse, was ich sage und plane, ist nicht gleichgültig. Wer vom Glauben an Jesus angesteckt ist, der weiß: Ich bin verantwortlich. Mein Leben kann etwas verändern. Wie ein Stein, der ins Wasser fällt, oder wie ein Funke, der überspringt, setzt die frohe Botschaft von Jesus Christus Menschen in Bewegung.  So spricht der 8. Sonntag nach Trinitatis von den Auswirkungen des Glaubens: Als Licht der Welt und Salz der Erde werden Christen in der Welt nicht unbemerkt bleiben und oft genug auch darin anecken. Als Wohnstätten für Gottes Geist werden sie sorgsam und besonnen mit ihrem Körper umgehen. Von Gottes Licht berührt, werden sie selbst wie Kirchenfenster leuchten und das Dunkle meiden.
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DTSTART:20180722
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SUMMARY:9. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Welche Sicherheiten habe ich? Womit kann ich rechnen? Oft ist mir mein Leben undurchsichtig, und die Welt um mich verändert sich schnell. Dann will ich nichts riskieren, einfach nur dahinleben… Doch der 9. Sonntag nach Trinitatis beunruhigt: Wer sich auf Gott einlässt, muss auf Überraschungen gefasst sein - wie Paulus, dessen Werte durch die Begegnung mit Jesus auf den Kopf gestellt werden, wie Jeremia, der sich für zu jung hält und trotzdem zum Propheten berufen wird, wie der Mann, der auf einen Schatz stößt und spontan seinen ganzen Besitz dafür verkauft.  Nur wer etwas riskiert, wer seine Gaben Gott und den Menschen zur Verfügung stellt, wird letztlich reich dastehen. Welch ein Paradox: Nur wer sich nicht auf weltliche Sicherheiten verlässt, dessen Lebenshaus steht auf festem, sicherem Grund.
CLASS:PUBLIC
DTSTART:20180729
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END:VEVENT
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SUMMARY:10. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Israel - ein von Konflikten gebeuteltes Land. Eine grauenvolle Geschichte, die Deutschland und Israel trennt und verbindet. Israel - Ursprung des Christentums, verachtet und idealisiert, bewundert und verfolgt. All diese Facetten spielen am "Israelsonntag" eine Rolle. Er erinnert seit dem 16. Jahrhundert an den Gedenktag der Zerstörungen des Jerusalemer Tempels.  Freilich wurde er in seiner Geschichte sehr unterschiedlich begangen: Während in der Vergangenheit die Überlegenheit des Christentums demonstriert wurde, stehen heute die Trauer über das Unrecht, das den Juden angetan wurde, sowie die heutigen guten Beziehungen zwischen Juden- und Christentum im Vordergrund. Auch wenn wir nicht wissen, was Gottes Plan mit den beiden Religionen ist, so bleibt Israel doch Gottes auserwähltes Volk.
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DTSTART:20180805
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SUMMARY:11. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:"Mein Haus, mein Auto, mein Boot" - auch wenn ich nicht so dick auftrage, habe ich doch gern etwas vorzuweisen: einen sicheren Arbeitsplatz, eine intakte Partnerschaft oder wohl geratene Kinder. Vor Gott zählen solche "Errungenschaften" nichts. Es gibt nichts, womit ich mich vor ihm brüsten könnte, zeigt der 11. Sonntag nach Trinitatis, weder mit meinem Erfolg, noch mit meinem Glauben.  Gerade diejenigen, die wissen, dass sie vor Gott nichts vorzuweisen haben, und sich ganz auf ihn verlassen, denen wendet er sich zu. Jesus lässt sich von Zöllnern einladen und von einer Prostituierten salben. Gerade sie können seine Zuneigung schätzen und mit Liebe antworten. Wir können Gottes Liebe nicht verdienen, nur dankbar empfangen.
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DTSTART:20180812
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SUMMARY:12. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Manchmal verstumme ich vor dem Leid anderer Menschen. Manchmal stehe ich wie gelähmt vor den Herausforderungen für unsere Welt. Manchmal verschließe ich meine Augen vor den Bildern, die täglich über den Fernseher auf mich einströmen und meine Ohren vor den Klagen Verzweifelter. Manchmal verschließe ich mein Herz…  Von Jesus, der Menschen Augen und Ohren aufschließt, von der Vision einer Welt ohne Leid und Krankheit, von dem Ende jeder Ungerechtigkeit spricht der 12. Sonntag nach Trinitatis. Aber er geht noch weiter: Er erzählt von Menschen, die, angeregt vom Beispiel Jesu, selbst andere aus der Erstarrung holen. Menschen werden auf vielfältige Weise von Jesus berührt und verbreiten sein Lob - und bauen nach ihren Kräften mit an Gottes Reich.
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SUMMARY:13. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:"Man kann doch nicht einfach so zusehen" - leider doch. Jahr für Jahr sterben Menschen, weil andere wegschauen, schweigen, abwarten. Der Mensch ist "seines Bruders Hüter", trägt Mitverantwortung für ihn, sagt der 13. Sonntag nach Trinitatis. Wer an Jesus Christus glaubt, den kann die Not anderer Menschen nicht unberührt lassen. Der greift nach seinem   Vermögen zu und hilft, selbst wenn es ihm Nachteile einbringt.  Wer so nach Gottes Willen handelt, den bezeichnet Jesus als Schwestern und Brüder. Doch wer ein so weites Herz nicht hat, wer eine solche Liebe für den Nächsten nicht aufbringen kann, hat noch wenig von Gott begriffen. Denn Gott ist in der Liebe machtvoll gegenwärtig. Und wenn die Kraft dazu nicht reicht? Gottes Liebe bleibt unerschöpflich.
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SUMMARY:14. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Immer wieder das Gleiche: Wenn es mir schlecht geht, dann vergesse ich zu gerne, wie viel Gutes mir schon in meinem Leben geschenkt wurde. Geht es mir aber wieder gut, dann kommt es mir selbstverständlich vor. Der 14. Sonntag nach Trinitatis hilft dem Gedächtnis auf die Sprünge und öffnet die Augen dafür, von wem all das Gute kommt, mit dem wir beschenkt sind: "Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat".  Wer dankbar lebt, der ist nicht nur glücklicher, der lebt auch in Gottes Geist. Der Geist, der es uns erlaubt, kindlich zu Gott zu beten und von ihm Gutes zu empfangen, weckt auch die Erinnerungen an die Wohltaten Gottes. Der öffnet auch dem Geheilten den Mund zu Gottes Lob.
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SUMMARY:15. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Oft wächst mir mein Leben über den Kopf. Ein dickes Paket von Sorgen scheint mich niederzudrücken. Um meine Zukunft, meine Kinder, anstehende Entscheidungen. Und dann die vielen Fragen: Werde ich gut ankommen? Wie schaffe ich das enorme Arbeitspensum? Was soll ich sagen? Was anziehen? Manchmal raubt mir das den Schlaf.  Doch vieles erweist sich nach Wochen als unbegründet. "Sorgt euch doch nicht so viel" - dieses Wort Jesu steht über dem 15. Sonntag nach Trinitatis. Der Gott, der in der Schöpfung für seine Menschen reich gesorgt hat, der wird sich auch weiter um sie kümmern - auch durch andere. Im Vertrauen darauf könnten sie das Sorgen aufgegeben und frei werden für ein Leben, das sich nur auf Gott verlässt. Ja, wenn der Glaube nur größer wäre!
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SUMMARY:16. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Das unschuldige Sterben eines Kindes, eine Naturkatastrophe, die tausende Leben auslöscht, ein Völkermord, der den Atem nimmt - Gründe zum Zweifeln angesichts des Todes gibt es genug. Dem stellt der 16. Sonntag nach Trinitatis das Angreifbarste und Wichtigste des christlichen Glaubens entgegen: Wir mögen hier und jetzt den Tod erleiden - durch Christus verliert der Tod seine Macht. Schon zu Jesu Lebzeiten geschah das, als er Menschen dem Tod abrang, und noch viel mehr durch sein Sterben und Auferstehen.  Aus der Hoffnung heraus, dass der Tod nicht das letzte Wort hat, könnten Christen mutiger und weitsichtiger in Liebe leben. Sich daran zu halten und darauf zu vertrauen, dass Gottes Güte mächtiger ist als der Tod, dazu ermutigt dieser Sonntag.
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DTSTART:20180916
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SUMMARY:17. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Glaube? Da fällt mir meine Großmutter ein, die jeden Tag den Abendsegen sprach. Oder der Junge, der fest hofft, dass Gott seine Mama gesund machen wird. Und so viele Männer und Frauen, die im Vertrauen auf Gott ihre Grenzen überschritten: Hilfsprojekte starteten, Widerstand leisteten oder anderen Mut machten. Glaube ist nichts Abstraktes. Er wird gelebt.  So erzählt der 17. Sonntag nach Trinitatis Glaubensgeschichten: Eine "Ungläubige" überwindet Jesu Ablehnung mit ihrem Glauben. Ein Vater bittet um Hilfe für seinen kranken Sohn. Ein Blinder wird sehend und bringt sich mit seinem Glauben in Schwierigkeiten. Beispiele dafür, wie der Glauben Menschen verändern kann. Und wenn das mit dem Vertrauen nicht geht? "Ich glaube, hilf meinem Unglauben!", bittet der Vater.
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DTSTART:20180923
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SUMMARY:Michaelistag
DESCRIPTION:Sie sind klein und pummelig oder schlank mit langem blondem Haar, sie hängen in Autos oder am Schlüsselbund: Engel haben Hochkonjunktur.  Der Michaleistag, der Gedenktag des Erzengels Michael und aller Engel, wird in der evangelischen Kirche selten begangen. Dennoch spielen auch hier die Himmelswesen eine wichtige Rolle. Aber niedlich sind die biblischen Engel keineswegs. Als machtvolle Boten, die dem Bösen widerstehen, als Gottes "Heerscharen" treten sie auf: Michael, der mit dem Teufel kämpft, der Engel, der aus dem Gefängnis führt und der Gottesgesandte, der unsichtbar, aber gewaltig, vom falschen Weg abbringt. Auch von Schutzengeln weiß die Bibel zu berichten. Eines jedoch wird ganz deutlich. Die Engel haben keine eigene Macht. Sie sind Diener, die durch ihren Auftrag zu Himmelsboten werden.   Nach dem Michaelistag richtet sich in der evangelischen Kirche der Termin des Erntedankfestes.
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DTSTART:20180929
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SUMMARY:Erntedank
DESCRIPTION:Der Riesenkürbis und die volle Ähre, die Honigwabe und das Brot - im reich geschmückten Erntealtar kommen Fülle der Natur und Früchte der Arbeit recht zur Geltung. Doch wir ernten mehr: Nahrung und Kleidung, jedes Wachsen und Gedeihen in Partnerschaft und Familie, große und kleine Erfolge im Beruf - da ist so viel, wofür wir danken können.  Das Erntedankfest gibt der Dankbarkeit Raum und wendet sie hin zu Gott. Wer dankt, sieht nichts als selbstverständlich an und weiß sich von Gott reich beschenkt. Ängstliches Sammeln und übermäßiges Sorgen ist ihm fremd. Gottes Großzügigkeit steckt an. So lenkt der Sonntag den Blick über den eigenen Tellerrand hinaus und ruft zum verantwortungsvollen Teilen von Besitz und Ressourcen auf. Wer so geben kann, dessen Quellen werden nie versiegen.
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DTSTART:20180930
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SUMMARY:19. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Es gilt als bewiesen, dass Christen gesünder sind als andere Menschen. Sie haben weniger psychischen Stress, heißt es, und bessere Wege der Verarbeitung. Seelische Belastungen können krank machen. Sehr sensibel reagiert unser Organismus auf unsere inneren Nöte. Der 19. Sonntag nach Trinitatis schafft einen Zusammenhang zwischen seelischer Entlastung und körperlicher Heilung. Gottes immer neue Zuwendung ist es, die den Menschen gesund  macht. Jesus vergibt einem Gelähmten seine Sünden, bevor er ihn heilt. So sollen  auch christliche Gemeinden für Kranke beten und Sünden vergeben.  "Willst du gesund werden?" Diese nur scheinbar absurde Frage trifft. Ist es nicht leichter, im Alten zu verharren? Bin ich bereit, mich von Gott anrühren zu lassen - wenn ich dabei mein Leben ändern und ein neuer Mensch werden muss?
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DTSTART:20181007
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SUMMARY:20. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Was ist richtig? Was ist falsch? In einer Welt, in der ich oft nur Grautöne sehe, hätte ich das gerne: Klare moralische Grundregeln und Verhaltensmaßstäbe, an denen ich mich ausrichten kann. Der 20. Sonntag nach Trinitatis kommt diesem Bedürfnis nach: "Es ist dir gesagt Mensch, was gut ist", du kannst erfahren, wie richtiges Leben aussehen kann.   Es gibt die Bibel, die einen würdigen und respektvollen Umgang miteinander lehrt, und Institutionen wie die Ehe, die das  Zusammenleben zweier Menschen gut ordnet. Über allen Ordnungen steht jedoch das Wohlergehen des Menschen. Werden Regeln sklavisch angewandt und dazu benutzt, Menschen zu demütigen, dann bewirken sie das Gegenteil, dann entsprechen sie nicht mehr dem christlichen Geist der Liebe und der Freiheit.
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DTSTART:20181014
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SUMMARY:21. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Frieden schaffen ohne Waffen! In unserer Zeit wird das immer wieder in Frage gestellt. Müssen Christen angesichts der Terrorgefahr nicht auch zur Aufrüstung mahnen?  Der 21. Sonntag nach Trinitatis empfiehlt einen ganz anderen Widerstand: die Wahrheit beim Namen zu nennen und für den Frieden einzutreten. Das ist kein feiges Hinnehmen, sondern eine mutige Entscheidung, mit anderen Waffen zu kämpfen: Mit dem Gebet für das Wohlergehen der Eroberer und mit der Bereitschaft, das Böse mit Gutem zu überwinden.  Manche meinen, das gelte nur im Privaten. Doch käme nicht mancher Konflikt erst gar nicht auf, wenn Gerechtigkeit geschähe?  Liefe nicht manche Aggression ins Leere, wenn sie durch Freundlichkeit entkräftet würde? Verständlich, dass diese Botschaft immer wieder zu Dissonanzen führt, auch unter Christen.
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DTSTART:20181021
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SUMMARY:22. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Manchmal spiele ich die Gekränkte und ziehe mich beleidigt zurück. Dabei bin ich selbst um keinen Deut besser als mein Gegenüber. Aufrechnen und Anklage, Zank und Rechthaberei, all das gibt es auch unter Christen. "Habt ihr das denn nötig?" fragt der 22. Sonntag nach Trinitatis. Euch ist so viel geschenkt, wie könnt ihr noch so kleinlich sein? Ihr habt Vergebung erfahren, wie könnt ihr dann so unversöhnlich leben?  Auch wenn wir wissen könnten, was gut und richtig ist - Gottes gutes Werk mit uns hat erst angefangen. Noch werden wir immer wieder Streit schlichten und einander vergeben müssen. Noch werden wir immer wieder rückfällig werden und uns selbst dafür hassen. Doch Gott sieht uns jetzt schon so, wie wir einst sein werden: Gut und gerecht vor ihm. Vielleicht gelingt es uns ja schon heute, ab und zu so zu leben.
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DTSTART:20181028
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SUMMARY:Reformationsfest
DESCRIPTION:Wo komme ich her? Wo liegen meine Wurzeln? Am 31. Oktober besinnen sich lutherische Christen auf ihre Herkunft: Am Reformationstag feiern sie Bekenntnis- und Geburtstag der evangelischen Kirche zugleich.  An die Geschichte des hartnäckigen Mönchs, der mit wehender Kutte seine 95 Thesen an die Wittenberger Schlosskirche nagelt und damit ganz Europa in Aufruhr versetzt, erinnert dieser Tag. Martin Luther war kein Heiliger, aber ein Mensch, der mit seiner Standhaftigkeit, seinem brennenden Fragen nach Gott und seinem mutigen Einstehen für seinen Glauben die Kirche tief geprägt hat. Nach seinem Bespiel arbeiteten viele Christen an der Erneuerung der Kirche und tun es heute noch. So fragt der Reformationstag auch nach gegenwärtigen Missständen und nach der Kirche, die sich immer wieder reformieren muss.
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DTSTART:20181031
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SUMMARY:23. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Wer nach der christlichen Botschaft fragt, wird immer wieder in Spannung geraten zu der herrschenden Ordnung. Akzeptanz oder Widerstand? Dürfen Christen sich überhaupt in die Politik einmischen? Müssen sie es nicht?   Das ambivalente Verhältnis von Christentum und Staat beleuchtet der 23. Sonntag nach Trinitatis. Die Bibel bietet dazu ein mehrdeutiges Bild: Von Unterordnung unter die Obrigkeit bis zur klaren Abwendung von der Welt. Doch bei aller Verschiedenheit: Wenn es zur Entscheidung zwischen der herrschenden weltlichen Macht und Gottes Willen kommen sollte, wissen Christen, welchem Reich sie angehören. Dem Kaiser gehören Steuern und Geld, Gott aber Herz und Gehorsam. Weltliche Macht kann immer nur vorläufig sein. Gerade ist sie auf unser Mitdenken und unser Gebet angewiesen.
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DTSTART:20181104
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SUMMARY:Drittl.S.d.Kj.
DESCRIPTION:"Die Erkenntnis traf ihn wie ein Blitz" - viele erfahren das. Als hätte sich ein Schleier gehoben, sehen wir plötzlich klar. Mit ähnlichen Bildern beschreibt die Bibel Jesu Wiederkommen. Unvermittelt, dennoch unmissverständlich bricht Gottes Gegenwart in unsere Welt - Hoffnung für alle, die unter der Vergeblichkeit ihres Tuns und ihrer Begrenztheit leiden.  Der drittletzte Sonntag im Kirchenjahr mahnt zur Wachsamkeit und zur entschiedenen Ausrichtung auf Jesus Christus. In seinem heilenden Wirken und seiner Macht über den Tod ist Gottes Wirklichkeit in unsere Welt eingebrochen. Die Bitte um sein erneutes Eingreifen in unser Leben wird nicht unerhört bleiben. Wo Menschen in seinem Geist leben, da kann immer wieder flüchtig Gottes Reich aufblitzen.
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DTSTART:20181111
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SUMMARY:Vorletzter Sonntag d. Kj.
DESCRIPTION:Wer kennt sie nicht, die Gerichtsdarstellungen mittelalterlicher Kathedralen? Die Zeiten, in denen grässliche Fratzen uns Furcht einflößten, sind Gott-sei-Dank längst vorbei. Und doch spricht die Bibel vom Jüngsten Gericht. Nicht nur wegen der Opfer, denen zu Lebzeiten kein Recht widerfuhr, ist der Gedanke unverzichtbar. Wer gerichtet wird, wird neu ausgerichtet auf den Weg der Barmherzigkeit und der Liebe. Das kann schmerzhaft sein.  Aber, so vermittelt dieser vorletzte Sonntag im Kirchenjahr, es ist auch eine Erlösung für uns und alle, die unter unserem Tun leiden. Denn es bringt ans Tageslicht, wie wir eigentlich sein sollten: heil und gut. Christen können mit der ganzen Kreatur auf dieses Gericht hoffen, denn sie wissen um die Freundlichkeit ihres Richters. Von dieser Erwartung her können sie auch ihr Leben heute barmherziger gestalten.
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DTSTART:20181118
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SUMMARY:Buß-und Bettag
DESCRIPTION:Ich ahne, dass ich meine rastlose Lebensweise ändern müsste und ignoriere es. Ich tue anderen Unrecht, aber ich gestehe es mir nicht ein. Zur Ehrlichkeit mit mir selbst, zu einem wahrhaftigen, aber gütigen Blick auf meine Schwächen ruft der Buß- und Bettag auf. Kein Mensch ist vollkommen, jeder macht Fehler. Geduldig wartet Gott auf unsere Einsicht und darauf, dass wir zurückkehren auf den Weg der Gerechtigkeit, der Liebe und Achtsamkeit – uns selbst zuliebe. Doch Umkehr kommt nicht von allein. So erinnert der Buß- und Bettag daran, dass ich an jedem Tag umkehren kann und muss. Buße betrifft nicht nur den Einzelnen: Auch der Gemeinschaft tut Besinnung gut. Als öffentlicher Feiertag bietet der Buß- und Bettag der Gesellschaft die Gelegenheit, innezuhalten, den eingeschlagenen Kurs zu überprüfen und, wenn nötig, zu korrigieren.
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DTSTART:20181121
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END:VEVENT
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SUMMARY:Ewigkeitssonntag
DESCRIPTION:Oft träume ich von einer Welt ohne Leiden und Schmerz, ohne Trennung und Tränen, eine Welt, in welcher der Tod seinen Schrecken verliert. Ein neuer Himmel und eine neue Erde, Gott, der mitten unter den Menschen wohnt - in den schönsten Bildern beschreibt die Bibel das Ende der Zeit. Eine Utopie? Ja, aber wer sie glaubt, wird selig. Denn sie hat schon jetzt verändernde Kraft.  Die Verheißung dieser neuen Zeit lässt uns heute schon ausschauen nach ihr, wie die Jungfrauen nach dem Bräutigam, der das Fest eröffnet. In der Hoffnung darauf, dass Gott wahr macht, was er verspricht - auch gegen das Leid und den Tod - gedenken viele Gemeinden am Ewigkeitssonntag ihrer Verstorbenen des letzten Jahres.
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DTSTART:20181125
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END:VEVENT
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SUMMARY:Totensonntag
DESCRIPTION:Oft träume ich von einer Welt ohne Leiden und Schmerz, ohne Trennung und Tränen, eine Welt, in welcher der Tod seinen Schrecken verliert. Ein neuer Himmel und eine neue Erde, Gott, der mitten unter den Menschen wohnt - in den schönsten Bildern beschreibt die Bibel das Ende der Zeit. Eine Utopie? Ja, aber wer sie glaubt, wird selig. Denn sie hat schon jetzt verändernde Kraft.  Die Verheißung dieser neuen Zeit lässt uns heute schon ausschauen nach ihr, wie die Jungfrauen nach dem Bräutigam, der das Fest eröffnet. In der Hoffnung darauf, dass Gott wahr macht, was er verspricht - auch gegen das Leid und den Tod - gedenken viele Gemeinden am Toten- oder Ewigkeitssonntag der Verstorbenen.
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DTSTART:20181125
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SUMMARY:1. Advent
DESCRIPTION:Wenn Politiker auf Staatsbesuch sind, genießen sie oft ein Bad in der Menge: Kinder winken mit Fähnchen, die Straßen sind mit Blumen und  Fahnen geschmückt, eine große festliche Menge. Auch Jesus wurde einst mit großem Jubel in Jerusalem begrüßt: Die Menschen winkten mit Palmzweigen und legten Kleider vor die Füße des Esels, auf dem er saß.  Der Erste Advent ermuntert dazu, sich auf eine Ankunft vorzubereiten, deren Bedeutung nicht hoch genug einzuschätzen ist. Denn der da kommt, ist mächtig, aber nicht zu fürchten, ein König, aber er bringt Frieden und wird Recht schaffen. Sich auf ihn einzustellen, heißt, mit langem Atem Liebe und Frieden zu üben. Darum: Machet die Tore weit! Mit dem Advent beginnt im Festkreis der Kirche ein neues Kirchenjahr.
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DTSTART:20181202
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SUMMARY:2. Advent
DESCRIPTION:"Kopf einziehen und durch" oder "Kopf hoch, wird schon wieder" sagen wir - ein schwacher Trost. Wir sind so sprachlos, wenn andere beschwert sind. Gerade den Gebeugten und Niedergedrückten, den Zurückgewiesenen und Benachteiligten gilt die Frohe Botschaft: Haltet durch, Gott sieht die Bedrängnis und hört das Klagen. Wer auf Erlösung wartet, hofft nicht vergeblich. Darum: Kopf hoch, damit ihr sie kommen seht. Der Zweite Advent spricht von einem kosmischen, umwälzenden Befreiungsgeschehen. Die Wiederkunft Jesu wird nicht unbemerkt bleiben. Sie wird uns erschrecken, aber nicht zum Fürchten sein.  Wer beharrlich mit seiner kleinen Kraft nach Gott Ausschau hält, den wird er nicht enttäuschen.
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DTSTART:20181209
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SUMMARY:3. Advent
DESCRIPTION:Manchmal suche ich Gott, aber der Weg scheint versperrt. Ich dringe nicht durch, stehe mir selbst im Weg. Räumt die Steine aus dem Weg! fordert der Dritte Advent. Im Zentrum: Johannes der Täufer, der mit seinem Ruf zur Umkehr Jesus den Weg bereitet. Wo Jesus kommt, da wird die Welt heller und heiler: Vertrocknetes beginnt zu blühen, verschlossene Augen öffnen sich, lahme Glieder bewegen sich. Nichts, weder Täler der Traurigkeit noch Berge der Selbstüberschätzung, sollen seinem Kommen entgegenstehen. Ihm den Weg zu bereiten, heißt wach zu bleiben und sich in Bewegung setzen zu lassen: Traurige zu trösten und die zu ermutigen, die längst schon aufgegeben haben.
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DTSTART:20181216
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SUMMARY:4. Advent
DESCRIPTION:Freude kann schön machen. Unscheinbare Menschen fangen an zu leuchten, wenn sie sich auf etwas freuen: junge Mütter wie Maria, die ein Kind erwarten. Verliebte, die sich auf den geliebten Menschen freuen, Belagerte, denen endlich der Frieden verkündet wird. Von überstrahlender und verändernder Freude spricht auch der Vierte Advent.  Der Herr ist nah! Die Nachricht behalten sie nicht für sich: Die Wächter, die den Friedensboten erspähen, Maria, die den Gott lobt, der Niedrige erhöht und Mächtige vom Thron stößt und wir können angesteckt von Gottes Freude gütiger und schöner werden.
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DTSTART:20181223
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SUMMARY:Christvesper
DESCRIPTION:Die Geschichte von Maria und Josef und dem Kind in der Krippe, jedes Jahr berührt sie uns neu: unsere Sehnsucht nach einer heilen Welt, nach allumfassender Liebe, nach einem Gott, der keine Angst macht, nach Licht in der Dunkelheit - wenigstens am Heiligen Abend.  Im Krippenspiel, in der Lesung des Weihnachtsevangeliums und in den leuchtenden Augen der Kinder wird etwas spürbar von der Liebe, die Gott den Menschen schenkt: "Ein Kind ist uns geboren", ein hilfloses Kind, das der Welt Rettung und Hilfe bringt. Es ist ganz arm und soll uns reich machen. Es kommt in die Dunkelheit und bringt Licht.
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DTSTART:20181224
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SUMMARY:Christnacht
DESCRIPTION:Nach dem Trubel des Heiligen Abends ist es wohltuend, in die Kirche zurückzukehren, bei Kerzenschimmer und Musik noch einmal zur Besinnung zu kommen und die Botschaft der Heiligen Nacht zu hören. In vielen Kirchengemeinden hat dieser Gottesdienst eine ganz besondere, musikalische Note.  Durch Jesu Geburt bricht Licht mitten in die Nacht - es braucht nicht viel, um dies in der Christnacht zu erfahren. Sie erzählt von den alten Verheißungen eines Friedenskönigs, die in Jesus, dem Nachkommen des Königs David, ihre Erfüllung finden. Er ist Immanuel, Gott-mit-uns. Die Nacht seiner Geburt erinnert an das tiefe Geheimnis Gottes: In diesem armen, kleinen Kind, in Jesus Christus zeigt er sich. Hier und nirgendwo anders liegt Gottes Wahrheit verborgen.
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DTSTART:20181224
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SUMMARY:Christfest I
DESCRIPTION:Freunde und Freundinnen, das sind für mich Menschen, vor denen ich mich nicht verstecken muss, die mich gern haben, auch wenn ich etwas Dummes sage, und die nicht auf mich herabschauen, wenn ich einen Fehler mache. Freunde mögen mich, so wie ich bin.  In Jesus sieht uns Gott freund-lich an, er begegnet uns auf Augenhöhe, davon spricht der erste Weihnachtsfeiertag. Die Hirten, die sich auf das Wort des Engels hin auf den Weg machen, erfahren es als erstes: In dem kleinen, hilflosen Kind zeigt sich ein Gott, vor dem sie sich nicht zu schämen brauchen. Sie können und brauchen nicht zu Gott empor zu steigen, er kommt zu ihnen herab. Ja, noch viel mehr: In diesem Kind macht Gott sie selbst und alle Menschen zu seinen Söhnen und Töchtern, zu Erben seiner Verheißung. Und Weihnachten ist nur der Anfang. Wer sich wie die Hirten auf den Weg zur Krippe macht, wird verändert zurückkommen: bewegt und berührt von der Menschenliebe Gottes.
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SUMMARY:Christfest II
DESCRIPTION:Ein Reicher wird arm, Arme werden reich, ein Wolf liegt neben einem Lamm, ein Kind spielt mit der Schlange…die biblischen Lesungen an diesem Tag muten an wie eine "verkehrte Welt".  Mit der Geburt Jesu wurden die bisherigen Ordnungen auf den Kopf gestellt, zeigt der zweite Weihnachtsfeiertag. Weihnachten, das ist der Beginn eines welt- und zeitumspannenden Geschehens. Das große Friedensreich, das seit alter Zeit erwartet wurde, nahm mit Jesus seinen Anfang. Denn, da sind die biblischen Zeugen ganz klar: Sein Platz war von Anfang her bei Gott. So sprechen sie von der Herrlichkeit Jesu und von seiner Einheit mit Gott. In seiner Geburt verbinden sich Himmel und Erde, kommt der ewige Gott zu den Menschen und zieht die Menschen zu sich empor. Das ist nicht auf den ersten Blick zu erkennen. Aber wer es glaubt, wird viele Zeichen dieser neuen Welt wahrnehmen.
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DTSTART:20181226
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SUMMARY:1. So. n. Christfest
DESCRIPTION:Alt ist er geworden und grau. Doch seine Augen sind jung und leuchtend in die Ferne gerichtet. "Du spinnst!" sagen die einen. "Hör doch auf. Es wird sich nichts ändern". Freunde haben sich kopfschüttelnd abgewandt, andere sind verbittert gestorben. Leise, geduldig wartet er weiter, traut der alten Verheißung auf den Friedenskönig, der die Rettung bringt. Jahr um Jahr, Tag um Tag. Als er das Kind in den Armen hält, öffnet er die Augen in plötzlichem Erkennen: Er hat nicht vergeblich gewartet. Und Simeon singt: "Meine Augen haben deinen Heiland gesehen".  Dass in Jesus Christus Gott sichtbar geworden ist, darum geht es am ersten Sonntag nach dem Christfest. Immer wieder haben Menschen in ihm das Licht erkannt, das die Dunkelheit erhellt, haben, wie Simeon, es staunend bekannt und weitererzählt.
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DTSTART:20181230
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SUMMARY:Altjahresabend
DESCRIPTION:"Schon wieder ein Jahr vorbei." Es ist erschreckend, wie die Zeit vergeht. Der Jahreswechsel macht das immer wieder neu bewusst. Er ist eine Chance zum Innehalten und zur Rückschau. Was ist in diesem Jahr gelungen? Was missglückt? Wem bin ich etwas schuldig geblieben? Für vieles kann ich danken, manches noch zurechtbiegen, einige Sorgen ablegen. Anderes schleppe ich mit. Doch ich wurde behütet in diesem Jahr. Gott sei Dank.  Der Gottesdienst zum Altjahresabend stellt meine Bilanz unter die große Zusage Gottes: Im alten, wie im neuen Jahr wird Gott uns begleiten, wird Orientierung geben wie die Feuersäule in der Wüste, wird gegen alle Widerstände auf unserer Seite stehen. Meine Welt mag sich ändern. Doch Jesus Christus bleibt der Gleiche: gestern, heute und in Ewigkeit. Sein Versprechen gilt. Es lohnt sich, mit ihm zu rechnen; auch im neuen Jahr.
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DTSTART:20181231
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SUMMARY:Neujahrstag
DESCRIPTION:Weniger rauchen oder mehr schlafen, ein Stellenwechsel oder weniger Gewicht auf der Waage - vielfältig sind die Vorsätze für das neue Jahr. Noch ist es jung, liegt vor uns, wie ein unbeschriebenes Blatt. Doch wie schnell reißen alte Unsitten ein.  Wir können planen, aber wir haben unsere Zukunft nicht in der Hand, das zeigt der Gottesdienst am Neujahrstag. Dennoch macht er Mut zum Aufbruch. Unser Wollen, Tun und Planen liegt in Gottes Macht. Wer ihm seinen Weg anvertraut, den wird er leiten. Mit Gottes Schutz und seiner Hilfe können wir den Weg ins neue Jahr getrost wagen.
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DTSTART:20190101
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SUMMARY:Epiphanias (Erscheinungsfest)
DESCRIPTION:Es gibt Menschen, Orte oder Momente, die haben eine ganz besondere Ausstrahlung. Die sind so von etwas erfüllt, dass es nicht verborgen bleiben kann. Das Fest der Erscheinung (griech. Epiphanias) feiert die Strahlkraft der Geburt des göttlichen Kindes - weit über die Grenzen des Landes hinweg.  Bild dafür ist der helle Stern, der die drei weisen Männer aus dem Orient an die Krippe führte. Sie erkannten das Licht, das mit Jesus über der Dunkelheit der Welt aufging. Wer den Schein, der von diesem Kind ausgeht, nicht übersieht, der wird selbst zum Lichtträger. Der kann die Botschaft nicht für sich behalten, sondern ist so erfüllt von Gottes Liebe, dass er von innen leuchtet.
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SUMMARY:1. So. nach Epiphanias
DESCRIPTION:Die Geburt im Stall war nicht nur ein Traum. Die Geschichte Jesu ging weiter, langsam erst und unbemerkt. Und doch: Er war ein Mensch von Gottes Geist.  Der Erste Sonntag nach Epiphanias steht ganz im Zeichen der Taufe Jesu. Sie steht am Beginn seines Wirkens. In ihr bekennt sich Gott zu Jesus: Dieser Mensch ist mein geliebter Sohn, er hat meinen Geist. Ermutigend das Wort aus alter Zeit: Er, der das Schwache nicht niedertritt, er, der das geknickte Rohr nicht abbricht, kommt von Gott. Er ist Gottes Wahl. Selbst wenn er nach weltlichen Maßstäben Schwäche zeigt. Wer in seinem Geist  lebt, wer auf ihn getauft ist, der ist Gottes Kind.
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SUMMARY:2. So. nach Epiphanias
DESCRIPTION:"Heute haben wir wieder einmal aus dem Vollen geschöpft!" Wer das von sich behaupten kann, erkennt noch, wie wenig selbstverständlich es ist, im Überfluss zu leben. Fülle und Überfluss  haben auch bei Jesus Platz, zeigt der zweite Sonntag nach Epiphanias. Das Weinwunder auf der Hochzeit zu Kana zeugt von seiner Herrlichkeit, aber auch von der Großzügigkeit Gottes, der nicht will, dass Menschen Mangel leiden. Auch wenn die Herrlichkeit Gottes so groß ist, dass Menschen ihren Anblick wohl nicht ertrügen, so spiegeln wir doch Gottes Reichtum mit der Vielfalt unserer Begabungen. Wenn wir sie nicht für uns behalten, sondern sie in die Gemeinschaft einbringen, wenn unsere Gaben zu Quellen der Freude und Stärke für andere werden, dann loben wir damit den, der uns so großzügig damit beschenkt hat.
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SUMMARY:3. So. nach Epiphanias
DESCRIPTION:Vater unser im Himmel, our Father, notre père, Mi Atyánk, Padre nuestro - vielsprachig läuft das Gebet um die ganze Welt. In knapp 2.500 Sprachen ist die Bibel heute übersetzt - Christentum weltweit. Um die Macht Jesu, die nicht vor Volks- und Landesgrenzen Halt macht, geht es am dritten Sonntag nach Epiphanias. Bereits Jesus und seine Jünger haben sich den Nachbarn des Volkes Israel zugewandt, haben Ausländer geheilt und mit Samaritanern debattiert. Gottes Liebe kennt keine Grenzen - das zeigten schon die Propheten. So wird auch das Reich Gottes bunt und vielsprachig sein. "Es werden kommen von Osten und von Westen, von Norden und von Süden, die zu Tisch sitzen werden im Reich Gottes", prophezeit der Wochenspruch.
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DTSTART:20190127
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SUMMARY:4. So. nach Epiphanias
DESCRIPTION:"Mir steht das Wasser bis zum Hals". Manchmal macht mir die Angst das Atmen schwer. Wenn Sturmzeit angesagt ist, wenn mir ein Verlust den Boden unter den Füßen wegzieht, dann suche ich Halt. Dann brauche ich jemanden, der wie ein Fels in der Brandung steht und den Wellen Einhalt gebietet.  Jesus ist Herr über Naturgewalten und Stürme des Lebens, zeigt der im Kirchenjahr selten vorkommende vierte Sonntag nach Epiphanias. Dort, wo Gott uns allein zu lassen scheint, dort, wo wir meinen, ihn wachrütteln zu müssen, ist er ganz nah: besänftigt, tröstet, glättet Wogen. Selbst die größte Flut ging zu Ende. Warum seid ihr so furchtsam? fragt Jesus, als alles vorbei ist. Habt ihr kein Vertrauen?
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DTSTART:20190203
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SUMMARY:letzter So. nach Epiphanias
DESCRIPTION:Es gibt Momente, in denen sehe ich völlig klar. Für einen Augenblick erscheint mir mein Leben wie von Licht bestrahlt, weiß ich genau, wer ich bin und wohin ich gehe. Bergerfahrungen sind das, voller Überblick und Klarheit. Von einem lichten Erlebnis spricht der letzte Sonntag nach Epiphanias. Auf einem Berg sehen die Jünger Jesus verklärt und erkennen: Dies ist Gottes Sohn. "Hier ist gut sein" sagt Petrus. "Lasst uns Hütten bauen."  Von Gott ergriffen sind sie, wie Mose, den Gott aus dem Feuer anruft, und wie der Seher Johannes auf Patmos. Doch bei einem solchen Erlebnis kann niemand stehen bleiben, jeder muss in den Alltag zurück, oft genug in das Leid. Aber alle nehmen den hellen Schein mit, der sie ermutigt, weiter in Gottes Licht zu leben.
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DTSTART:20190210
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SUMMARY:Septuagesimä
DESCRIPTION:"Das ist unfair!" Nicht nur Kinder sind über Ungerechtigkeit erbost. Doch was ist gerecht? Alle gleich zu behandeln oder die Anlagen jedes Einzelnen zu berücksichtigen? Eltern von unterschiedlichen Kindern wissen, dass eine Gleichbehandlung auch ungerecht sein kann.  Gottes Gerechtigkeit ist Güte, zeigt der Sonntag Septuagesimae (70 - eigentlich nur 63 - Tage vor Ostern).  Der Weinbergbesitzer, der allen, auch den letzten Arbeitern den gleichen Lohn auszahlt; Jesus, der ausgerechnet mit einem Zöllner zu Tisch sitzt; Gott, der sich nicht von Stärke und Reichtum beeindrucken lässt, sondern ihnen Recht und seine Gerechtigkeit entgegensetzt. Diejenigen, die sich von dieser Gerechtigkeit anstecken lassen, die ruft Jesus in seine Nachfolge, zu einem Lauf, der nicht ins Ungewisse führt.  Brauchtum:  An Septuagesimae wurden in der alten Kirche die Taufbewerber für Ostern ausgewählt.
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DTSTART:20190217
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SUMMARY:Sexagesimä
DESCRIPTION:"Was ich nicht höre, das wurde nicht gesagt." Kinder können das hervorragend: Ohren zu, auf Durchzug gestellt. Aber auch uns fällt das Zuhören oft schwer. Wie viel schwerer noch, wenn es um Gottes Wort geht. Und dann trifft es wieder plötzlich, unvermittelt, mitten ins Herz. Das Wort Gottes und seine Wirkung stehen im Zentrum des Sonntags Sexagesimae. Manchmal ist es scharf, schmerzhaft und trennend wie ein Schwert, dann wieder scheint es nicht zu wirken, setzt sich aber fest und wächst im Stillen. Gott streut die Botschaft seiner Liebe großzügig aus. Auch wenn wir sie verdorren lassen: Sie gilt uns. Es liegt an uns, damit ernst zu machen. Aber eins ist sicher: Ohne Wirkung bleibt die gute Nachricht nicht. Wie bei Lydia, die, von Gottes Wort angefacht, zur ersten Christin Europas wurde.
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DTSTART:20190224
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SUMMARY:Estomihi
DESCRIPTION:Wie weit würde meine Freundschaft gehen? Würde ich zu meinen Freunden stehen, selbst wenn sie ausgelacht oder verachtet, verfolgt oder verdächtigt würden? Würde ich sie begleiten? Die Freundschaft zu Jesus verlangt seinen Jüngern viel ab. Sie werden mit ihm nach Jerusalem ziehen und seinen Tod miterleben. Jesus kündigt ihnen das an. Am Sonntag Estomihi steht die Nachfolge im Vordergrund. Nicht, wer viele große Worte macht, sondern wer sich für Gerechtigkeit einsetzt und beharrlich liebt, der hat den Ruf in die Nachfolge gehört, dem hat Jesus die Augen geöffnet. Aber zu Jesus zu stehen, ist nicht immer leicht. Es bedeutet auch, Nachteile in Kauf zu nehmen, sein Leid zu tragen. Jesu Frage gilt auch uns: "Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme an seiner Seele Schaden?".
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DTSTART:20190303
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SUMMARY:Aschermittwoch
DESCRIPTION:Ein Aschenkreuz auf der Stirn - das erlebt man unter Evangelischen selten. Und trotzdem leitet auch in den lutherischen Kirchen der Aschermittwoch die Passionszeit ein, eine Zeit der Einkehr und der Besinnung auf das Leiden Jesu Christi.  In wenigen Gemeinden findet an diesem Tag ein Gottesdienst statt, der auf die Passions- und Fastenzeit einstimmt. Er ruft zu einem Fasten auf, das nach Gottes Willen ist, das leise und beharrlich nach einem Leben fragt, das Gott gefällt. Dass Verzicht zum Wesentlichen führen kann, erfahren diejenigen, die in der Passionszeit lieb gewordene Gewohnheiten aufgeben. Die bundesweite Fastenaktion der Evangelischen Kirche " sieben Wochen ohne", die am Aschermittwoch offiziell eröffnet wird, ermuntert dazu, in der Passionszeit bewusster zu leben.
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DTSTART:20190306
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SUMMARY:Invocavit
DESCRIPTION:Sie ist nicht zart und sie ist nicht aufregend und sie macht auch wenig Spaß. Auch wenn uns die Werbung etwas anderes erzählt: Versuchung ist eine ernste Sache. Wer versucht wird, bei dem steht nicht selten seine Integrität auf dem Spiel. Ehrlich sein, auch wenn ich dadurch Nachteile habe? Steuern hinterziehen, wenn es niemand sieht? Kann ich mir selbst treu bleiben?  Um Versuchung geht es am Sonntag Invokavit. Von der Versuchung der Schlange - "Ihr werdet sein wie Gott" - bis zu Jesus, der auf subtile Weise versucht wurde. Das Bekenntnis zu ihm und der Blick in die heilige Schrift helfen, in der Versuchung zu bestehen und Gott richtig zu dienen: Hungrige zu speisen, Arme zu bekleiden. Und wenn es schwierig wird: "Ich habe für dich gebeten, dass dein Glaube nicht aufhöre", sagt Jesus zu Petrus.
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DTSTART:20190310
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SUMMARY:Reminiscere
DESCRIPTION:"Du lernst aber auch gar nichts." Manchmal helfen alles Reden und Erklären nichts, kein Vorbild und keine Predigt. Alles Mühen ist umsonst. Die Kinder haben ihren eignen Kopf. Man möchte sie schütteln, aber sie werden nur noch bockiger. Es fällt schwer, da nicht die Geduld zu verlieren.  So geht es Gott mit seinen Menschen, zeigt der Sonntag Reminiszere. Wie der umhegte  Weinberg, der nur saure Trauben hervorbringt, wie die bösen Weingärtner, die sich in Abwesenheit des gütigen Besitzers des Weinbergs bemächtigen und seine Boten töten, verachten sie oft Gottes Willen. Sie meinen zu glauben und handeln doch herzlos und kalt. Sollte Gott da nicht die Geduld verlieren? Doch gerade zu den Sündern ist Jesus Christus gekommen - zur Hoffnung für alle Welt.
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DTSTART:20190317
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SUMMARY:Okuli
DESCRIPTION:"Der Einsatz ist hoch", heißt es nicht nur im Glücksspiel. Manche Entscheidungen im Leben verlangen uns viel ab: Kraft und Energie, Geld und Geduld, Tränen, manchmal auch Trennungen. Und trotzdem würden wir uns wieder genauso entscheiden. Weil es rückblickend richtig war, weil uns die Erfahrung reicher gemacht hat.  Auch bei Jesus ist der Einsatz hoch, das zeigt der Sonntag Okuli. Wer Jesus nachfolgen will, muss verzichten lernen, darf nicht zurückschauen. Wer Gott ernst nimmt, muss Entscheidungen treffen für ein Leben in Liebe und Hingabe. Die Bibel erzählt von Menschen, die Gott bis zum Äußersten gefordert hat: Jeremia, der um Gottes Willen verspottet wird; Elia, der  auf der Flucht zu Tode erschöpft ist. Und doch erfahren gerade sie: Gott ist bei mir. Er macht mich stark.
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DTSTART:20190324
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SUMMARY:Lätare
DESCRIPTION:"Der gewinnt auch dem Schlimmsten noch etwas Gutes ab!" Ein Kopfschütteln, ein leises Bewundern. Manche Leute verbreiten Freude, obwohl sie wirklich nichts zu lachen haben. "Freut euch - allem Leiden zum Trotz!" Mitten in der Passionszeit erklingt dieser Ruf am Sonntag Lätare.  Freuen - warum? Weil schon im Sterben das Leben begriffen ist. Plastisch die Bilder, die Jesus wählt: Nur das Samenkorn, das in die Erde fällt, bringt Frucht. Brot muss verzehrt werden, um stärken zu können. Er selbst ist das Brot für uns, das jetzt schon den Hunger nach Leben stillt. Gottes Zusage gilt: "Es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen, aber meine Gnade soll nicht von dir weichen, und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen, spricht der HERR, dein Erbarmer."
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DTSTART:20190331
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SUMMARY:Judika
DESCRIPTION:"Wer nicht hören will, muss fühlen." Wer sich nicht unterordnet, wer nicht gehorcht, muss oft genug die Konsequenzen tragen. Und doch: Blinder Gehorsam kann zur Katastrophe führen, ziviler Ungehorsam gar geboten sein.  Es ist ein harter Gott und ein blinder Gehorsam, den der Sonntag Judika beschreibt: Ein Gott, der Ungehorsam mit Strafen schlägt und Abrahams Gehorsam grausam auf die Probe stellt. Ein Gott, der Jesus abverlangt, als Opfer in den Tod zu gehen? Dunkel ist dieser Gott und fern. Doch auf der anderen Seite steht Gott, der selbst gehorsam ist, der den Menschen dient und ihnen zum Leben verhilft. Auch hinter der dunkelsten Geschichte scheint das durch: Gott will, dass allen Menschen geholfen wird. Im Vertrauen darauf wird es möglich, sich auf Gott zu verlassen und dem Nächsten zu dienen.
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DTSTART:20190407
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SUMMARY:Palmarum / Palmsonntag
DESCRIPTION:Es gibt Momente, in denen ist nichts, wie es scheint. Ein fröhliches Gesicht versteckt tiefe Trauer, wer Härte zeigt, kann auch barmherzig sein, und hinter einer scheinbar so düsteren Zukunft verbirgt sich eine neue Chance. Grenzmomente sind das, unsicher und vage. Erst im Nachhinein deute ich die Zeichen richtig.  Der Palmsonntag führt in eine solche Grenzzeit hinein: Die Hände die eben noch Palmzweige schwingen, sind fast schon zu Fäusten geballt. Das "Hosianna" wird zum gellenden "Kreuzige"-Ruf, fröhliche Gesichter erstarren zu Fratzen. Und doch ist es Jesu Tod am Kreuz, der den Menschen Leben bringt. Sein Weg ins Dunkel war ein Weg ins Licht, heute bekennen wir das. Im Geschlagenen, im Verachteten war Gott ganz nah. Nur wenige erkannten das, wie die Frau, die den Todgeweihten wie einen König salbte.
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DTSTART:20190414
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SUMMARY:Gründonnerstag
DESCRIPTION:Wann habe ich ihn zum letzten Mal gesehen? Welche Worte wurden gesprochen, und was wurde verziehen? Wie wichtig werden diese Fragen, wenn ein geliebter Mensch stirbt. Wohl denen, die Abschied nehmen durften oder gar ein letztes Wort mitbekamen. Sie behalten es ein Leben lang.  Vom letzten Vermächtnis Jesu berichtet der Gründonnerstag. Jesus nimmt sich viel Zeit zum Verabschieden, macht den Jüngern Mut, wäscht ihnen die Füße und gibt ihnen Worte und Zeichen für die Zeit ohne ihn. Und das Vermächtnis lebt. Noch heute bekennen Christen: Im Abendmahl ist Jesus ganz nah, auch nach 2000 Jahren noch. Er gibt uns an seinem neuen Leben Anteil. Ihn ehren wir, wenn wir einträchtig und ohne Trennungen das Brot brechen und den Wein teilen.
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DTSTART:20190418
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END:VEVENT
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SUMMARY:Karfreitag
DESCRIPTION:Wer kann ermessen, wie tief menschliches Leid geht? Hilflos und voller Furcht stehen wir davor. "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" Wer so schreit, fühlt sich ganz allein. Doch Gott weicht dem tiefsten menschlichen Leid nicht aus, davon berichtet der Karfreitag. Er begegnet ihm auf unbegreifliche Art: In Jesus begibt Gott sich selbst kompromisslos in die Nacht hinein. Er wird von Freunden verraten, verspottet, gefoltert und schließlich am Kreuz hingerichtet.  Die ersten Christen bekannten: Jesus ist für unsere Sünden gestorben. Nichts, was wir tun, kann so schlimm sein, dass wir verloren gehen. Aber heute haben immer mehr Menschen Schwierigkeiten damit: Braucht Gott ein Opfer zur Sühne? Er braucht es nicht, aber er ist den Menschen im Leiden ganz nah. Keine Schranken soll es geben zwischen ihm und uns. Zeichen dafür ist das Kreuz, das Himmel und Erde verbindet.
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DTSTART:20190419
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SUMMARY:Karsamstag
DESCRIPTION:Wer kann ermessen, wie tief menschliches Leid geht? Hilflos und voller Furcht stehen wir davor. "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" Wer so schreit, fühlt sich ganz allein. Doch Gott weicht dem tiefsten menschlichen Leid nicht aus, davon berichtet der Karfreitag. Er begegnet ihm auf unbegreifliche Art: In Jesus begibt Gott sich selbst kompromisslos in die Nacht hinein. Er wird von Freunden verraten, verspottet, gefoltert und schließlich am Kreuz hingerichtet.  Die ersten Christen bekannten: Jesus ist für unsere Sünden gestorben. Nichts, was wir tun, kann so schlimm sein, dass wir verloren gehen. Aber heute haben immer mehr Menschen Schwierigkeiten damit: Braucht Gott ein Opfer zur Sühne? Er braucht es nicht, aber er ist den Menschen im Leiden ganz nah. Keine Schranken soll es geben zwischen ihm und uns. Zeichen dafür ist das Kreuz, das Himmel und Erde verbindet.
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DTSTART:20190420
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SUMMARY:Osternacht
DESCRIPTION:An der Schwelle zwischen Tod und Leben, Dunkel und Licht wird die Osternacht gefeiert. In dieser Nacht, in der Jesus auferstand, liegen Trauer und Hoffnung, Todesschwärze und das jubelnde Lob der neuen Schöpfung dicht beieinander.  So spannt die Liturgie einen weiten Bogen: von der guten Schöpfung im Anbeginn über die Abwendung des Menschen von Gott, den Auszug aus Ägypten bis hin zur immer neuen Abkehr vom richtigen Weg. All das gipfelt im Kreuz. Ostern, so die Botschaft dieser Nacht, ist ein neues, umwälzendes Befreiungsgeschehen. Mit seiner Auferstehung zerreißt Jesus so viel: unsere Trennung von Gott, unsere Ohnmacht, unseren Tod. "Christ ist erstanden", mit dem Licht, das entzündet wird, erklingt dieser Osterjubel neu - dem Tod zum Trotz.   Tradition: Taufe in der Osternacht
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DTSTART:20190420
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END:VEVENT
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SUMMARY:Ostersonntag
DESCRIPTION:Die erste Liebe oder die Geburt eines Kindes, Rettung aus höchster Gefahr - es gibt Ereignisse, die erfüllen uns mit unaussprechlicher, tiefer Freude. Singen möchte man und jubeln, oder man bekommt kein Wort heraus vor lauter Glück.  Ostern, das ist das Fest purer Freude. Einer Freude, die deswegen so rein ist, weil sie die Tiefen kennt und sie doch bezwungen weiß. Ostern ist das Urdatum der Kirche. Die drei Frauen am Grab, die Jünger, denen der Auferstandene erscheint und Maria Magdalena, sie können nach dem ersten Schrecken nicht schweigen: Jesus lebt! Die Liebe hat den Tod bezwungen. Er hat die letzte Macht über uns verloren. Wer gegen allen Augenschein in diesem Vertrauen lebt, der kann freier handeln, der wird aufstehen gegen alles, was das Leben bedroht. "Tod, wo ist dein Stachel?", fragt der Apostel Paulus zurecht.  Brauchtum: Osterlachen
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DTSTART:20190421
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END:VEVENT
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SUMMARY:Ostermontag
DESCRIPTION:Manchmal sehe ich das Offensichtliche nicht. Die Lösung, die zum Greifen nah ist, einen Menschen, der Hilfe bringt. Da müssen mir erst die Augen aufgehen.  Auch für die Gegenwart Jesu sind wir oft blind, das zeigt der Ostermontag.  Meilenweit wandern zwei Jünger neben dem Auferstandenen nach Emmaus, bevor sie ihn erkennen. Erst als er das Brot mit ihnen bricht, gehen ihnen die Augen auf. Es ist so viel leichter, an den Tod zu glauben, als an das Leben, auch heute noch. Doch mit Jesu Auferstehung ist jedem Einzelnen das Leben verheißen, auch nach dem Sterben. Die alttestamentliche Vision von Gott, der den Tod zerstört - in Jesus wird sie Wirklichkeit. Wer daran glaubt, für den gibt es keine Hoffnungslosigkeit.
CLASS:PUBLIC
DTSTART:20190422
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END:VEVENT
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SUMMARY:Quasimodogeniti
DESCRIPTION:"Ich glaube nur, was ich sehe", sagen viele. Was ich mit dem Verstand fassen kann, was ich be-greifen kann, nur das hat Bestand. Auferstehung? Das passt da nicht hinein.  Auch viele Jünger konnten die Botschaft von der Auferstehung Jesu zunächst nicht glauben. Wo war der Beweis? Wo die logische Erklärung? Der erste Sonntag nach Ostern (Quasimodogeniti) erzählt davon, wie Jesus den Zweiflern und Skeptikern entgegenkam, sich anfassen ließ und gemeinsam mit ihnen aß. So konnten sie später auch glauben, was sie nicht sahen: die unsichtbare Gemeinschaft mit Christus. Schon jetzt haben Christen Anteil an seinem, dem neuen Leben. Darf man das glauben? "Selig sind, die nicht sehen und doch glauben", sagt Jesus.
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DTSTART:20190428
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SUMMARY:Misericordias Domini
DESCRIPTION:Manchmal wünsche ich mir das: Einen, der für mich sorgt, der mir den rechten Weg zeigt und mich unbeschadet durch Gefahren führt, einen, der meinen Durst nach Leben stillt und nach mir sucht, wenn ich verloren gehe. Jesus, der "gute Hirte" steht im Zentrum des zweiten Sonntags nach Ostern. Das Urbild des Schäfers spricht Kinder wie Erwachsene an. Das neue Testament bekennt Christus als den guten Hirten, der das Verlorene nicht aufgibt und der sein Leben für das ihm Anvertraute lässt. Jeder einzelne zählt. Die biblischen Texte warnen aber auch vor schlechten Hirten, die nur an ihr eigenes Wohl denken, bei Gefahr davonlaufen und das Schwache nicht stärken. Da gilt es, sich an den guten Hirten zu halten und nach seinem Beispiel selbst auf andere zu achten.
CLASS:PUBLIC
DTSTART:20190505
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SUMMARY:Jubilate
DESCRIPTION:Jubilate - Jubelt! Wie leicht ist es, im Frühjahr in den Jubel der wiedererwachenden Natur einzustimmen. Ihr Wiederaufblühen wird in der Osterzeit zum wunderbaren Sinnbild der Auferstehung.  Schöpfung und neues Leben sind Themen des Sonntags Jubilate. Er erzählt von der guten Schöpfung am Anfang, aber auch von ihrer Vorläufigkeit. Auch Christen sind der Vergänglichkeit unterworfen. Und doch haben sie bereits eine Ahnung von neuem Leben. Denn Jesus ist auferstanden. Für den, der daran glaubt, hat der Tod seine Endgültigkeit verloren. Neu zu werden ist möglich, auch hier und heute. Wer an dieser Hoffnung festhält, dem wächst Stärke zu. Denn wie der Weinstock seinen Trieben Kraft gibt, so haben auch Christen ihren Halt in Christus und können sich immer wieder zum Leben rufen und erneuern lassen.
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DTSTART:20190512
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SUMMARY:Kantate
DESCRIPTION:Der ausgelassene Tanz, das Lied, das Trauernden die Tränen löst, das Pfeifen im Dunkeln und die Arie, die tief ins Herz dringt - Musik lässt niemanden unbewegt. Evangelische Frömmigkeit wäre nicht denkbar ohne sie. Um Musik und Gesang drehen sich die biblischen Lesungen am Sonntag Kantate (Singt!): Der erleichterte Dank der Geretteten, das mächtige Loblied der Werke Gottes und der mutige Gesang, der Kerkermauern sprengt - sie alle vereinen sich zu einem vielstimmigen Lob Gottes. Kein Bereich des Lebens soll von diesem Lob ausgeschlossen sein, keiner ist zu gering für diese Musik. Je mehr unser Leben zum Gesang wird, desto stärker wird uns dieses Lied verändern zu liebevolleren und dankbaren Menschen.
CLASS:PUBLIC
DTSTART:20190519
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SUMMARY:Rogate
DESCRIPTION:Wie komme ich in Kontakt mit Gott? Bleibt nicht ungehört, was ich zu ihm spreche? Vielen Erwachsenen fällt das Beten schwer. Andere erleben es als befreiend, ihr Herz auszuschütten oder in der Stille Gott zu suchen.  Der Sonntag Rogate (Betet!) ermutigt zum Gebet. Auch Jesus hat immer wieder dazu aufgerufen. Vielfältige Formen des Betens finden sich schon in der Bibel: Das stürmische  und unnachgiebige Gebet, das Gott drängt wie einen Freund, das stellvertretende Einstehen für andere und der Dank. Jesus verspricht, dass wer in seinem Namen bittet, bei Gott nicht auf taube Ohren stößt. Und er lehrt seine Jünger das Gebet, das alle anderen umfasst: das Vaterunser. Es müssen nicht viele Worte sein. Dieses ist genug. Es führt zum Hören auf Gott. Nicht unser, sondern Gottes Wille soll geschehen.
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DTSTART:20190526
URL;VALUE=URI:http://www.bayern-evangelisch.de/www/liturgischer_kalender/26.05.2019
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SUMMARY:Christi Himmelfahrt
DESCRIPTION:"Hier ist der Himmel auf Erden", sagen wir in Momenten, in denen es uns rundum gut geht. Was ist der Himmel? Die unendlich blauen Weiten über uns oder die scheinbar zeitlosen Sekunden, in denen wir glücklich sind?  Wenn wir Christi Himmelfahrt feiern, erinnern wir an den Abschied Jesu von seinen Jüngern 40 Tage nach seiner Auferstehung. Er kehrt zurück zu Gott. Seit dieser Zeit ist für Christen der Himmel dort, wo Jesus Christus ist. Zwischen Himmel und Erde leben sie. Und doch: "Was steht ihr da und schaut in den Himmel?" Die Frage an die Jünger gilt auch uns. Im Hier und Jetzt, in unserer Gegenwart können wir etwas vom Himmel erfahren: in dem Glanz auf den Gesichtern unserer Mitmenschen, in Momenten der Freude und der Liebe, in denen wir eins sind mit Gott und Menschen.
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DTSTART:20190530
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END:VEVENT
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SUMMARY:Exaudi
DESCRIPTION:Manchmal wird mir der Abschied schwer: Wenn ich dem Zug hinterher blicke oder hinter der Absperrung am Flughafen stehe. Noch viel schwerer ist es, wenn ich nicht weiß, ob wir uns wiedersehen werden. Den Abschied Jesu von seinen Jüngern beschreibt der Sonntag Exaudi (Erhöre!). Seit seiner Himmelfahrt ist Jesus nicht mehr sichtbar bei ihnen. Es liegen harte Tage vor ihnen. Doch Jesus lässt sie nicht allein. Auf andere Art wird er ihnen nahe sein: in ihren Herzen, als nie versiegende Quelle der Kraft. In einem neuen Geist werden sie Jesus erkennen. Das ist kein Ersatz für seine Anwesenheit, aber ein Trost. Noch heute lebt dieser Geist unter uns: Wo nach Gottes Willen gefragt wird, wo Liebe unser Handeln prägt, da wird er spürbar. Aber auch dort, wo wir verzagen, wo uns der Hals zugeschnürt ist, ist er uns tröstend nahe und bringt unsere Anliegen vor Gott.
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DTSTART:20190602
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SUMMARY:Pfingstsonntag
DESCRIPTION:Dass ich andere nicht verstehe, das erlebe ich so oft: In fremden Ländern, bei Fachgesprächen oder wenn ich an anderen vorbeirede. Das Gegenteil geschieht an Pfingsten. Jünger, die gerade noch mutlos waren, überkommt eine große Kraft, wie ein Sturmwind. Bewegt vom Heiligen Geist sprechen sie von Jesus Christus, und das Wunder geschieht: Jeder kann sie in seiner eigenen Sprache verstehen. Viele lassen sich taufen: Die Kirche ist geboren. Pfingsten lädt ein, darüber nachzudenken, welche Sprache wir sprechen: die Sprache der Angst oder die der Liebe. Der Pfingstgeist hält Jesus unter uns lebendig. Es ist ein Geist, der Menschen verbindet und nicht trennt, der befreit und nicht einengt, ein Geist, der uns die Augen öffnet für Unrecht und uns den Mund auftut für die Wahrheit.
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DTSTART:20190609
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SUMMARY:Pfingstmontag
DESCRIPTION:Die eine kann gut lesen und der andere hat einen guten Geschmack. Diese kann gut zuhören und jener hat einen wachen, kritischen Verstand. So bunt und vielfältig wie die Menschen sind die Begabungen in den christlichen Gemeinden. 
Die praktischen Auswirkungen des Heiligen Geistes hat der Pfingstmontag im Blick. Da ist Petrus, der, bewegt von Gottes Geist, erkennt, dass Jesus der Messias ist. Da sind jene, die ihre Erfahrungen mit Gott weitergeben, und andere, die die Zeichen der Zeit erkennen. Alle Gaben aber vereint ein Geist: die Kraft, die von Jesus Christus ausgeht und die der Liebe und dem Aufbau der Gemeinde dient. 
CLASS:PUBLIC
DTSTART:20190610
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END:VEVENT
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SUMMARY:Trinitatis
DESCRIPTION:Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist, der eine Gott in drei Personen - viele tun sich damit schwer. Drei in einem - wie soll das gehen?  Am Sonntag Trinitatis feiern Christen das Fest der Dreieinigkeit Gottes - einer theologischen Idee, die schwierig ist und doch viel über das Wesen Gottes aussagt. Gott ist umfassender, als ein Mensch begreifen kann. Aber er lässt sich auf eine Geschichte mit den Menschen ein und offenbart ihnen mit der Zeit immer mehr von sich: Als Vater erwählt sich Gott ein Volk, als Sohn  nimmt er sich des Schicksals aller Menschen an, bezieht schließlich in jedem einzelnen Wohnung: als Begeisterung, als Tröster und als Liebeskraft. Gott ist reine Beziehung - zu der Welt und in sich selbst. Niemand ist von seiner Gegenwart ausgeschlossen. Gott kann und will nicht für sich sein. Ein Ausdruck dafür ist seine Dreieinigkeit.
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SUMMARY:1. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Die einen predigen Gesundheit oder Erfolg, andere Reichtum oder Schönheit. Im Dschungel der fast unbegrenzten Sinnangebote kann man sich leicht verlaufen: Welche Heilsversprechen führen in die Irre? Welche der mir angebotenen Wege führen wirklich zum Leben, sind von Gott? Der 1. Sonntag nach Trinitatis ermuntert dazu, achtsam zu bleiben für die Stimme Gottes zwischen den vielen Stimmen um uns. Dazu gibt es Hörhilfen: Die Worte und Werke Jesu, das Zeugnis von Mose und den Propheten, ein Bekenntnis, das an Gott allein festhält. Alle weisen den einen Weg: den Weg der Liebe, die sich furchtlos und freigiebig dem anderen zuwendet.
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SUMMARY:Tag d. Geb. Johannes d. Täufers
DESCRIPTION:In manchen Familien häufen sich die berühmten Persönlichkeiten. „Früher war ich immer der Sohn meines Vaters, heute bin ich der Vater meines Sohnes“ hat der Vater des Komponisten Felix Mendelssohn-Bartholdy und der Sohn des Philosophen Moses Mendelssohn, Abraham Mendelssohn-Bartholdy immer wieder erzählt. Ähnlich ist es in der Familie Jesu: Sein älterer Cousin, Johannes, hat schon vor Jesus Berühmtheit erlangt. Er ist der Vorläufer, der Wegbereiter, der Täufer – eine schillernde, streitbare Persönlichkeit. Am Festtag der Geburt Johannes des Täufers stehen seine Person und sein Leben im Mittelpunkt – die wundersame Ankündigung seiner Geburt und seine Beziehung zu Jesus Christus, in dessen Schatten er immer mehr tritt. Dies macht der Wochenspruch aus dem Johannesevangelium sehr deutlich: „Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen.“ (Joh 3,30)
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SUMMARY:2. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:"Tut mir Leid, keine Zeit" - eine Absage, schnell und achtlos dahingesagt, manchmal später bereut. Wer kennt das nicht? Wenn Gott einlädt zum Fest des Lebens, dann gibt er überfließend und umsonst. Dann gilt seine Einladung allen: Wohlhabenden und Armen, Nahestehenden und Fernen, Glaubenden und Zweifelnden. Gut für die, die keine Entschuldigung vorschützen und keine Ausflüchte suchen. Der 2. Sonntag nach Trinitatis ermuntert dazu, Gottes Einladung nicht auszuschlagen, sondern sich an seinen Tisch rufen zu lassen - in eine bunt gemischte Gemeinschaft, in der sich niemand profilieren muss, sondern in der ein Klima der gegenseitigen Achtsamkeit und Wertschätzung, Offenheit für Außenstehende und Nachsicht gegen Schwächere herrscht.
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SUMMARY:3. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Manchmal stehe ich da und möchte die Zeit zurückdrehen: Mein verletzendes Wort, meine falsche Entscheidung, meine Unachtsamkeit… "Wenn man es doch ungeschehen machen könnte!" Es ist schmerzlich, wenn das nicht gelingt. Was bei Menschen oft nicht mehr geht, bei Gott ist es möglich - das ist die Botschaft des 3. Sonntags nach Trinitatis. Gott will nicht, dass Menschen verloren gehen. Er lässt sie ihre Wege suchen und ihre Fehler machen: Das Schaf, das auf Abwege gerät den Zöllner Zachäus, der den Menschen das Geld aus der Tasche zieht, und den Sohn, der es zu Hause nicht mehr aushält. Doch wie der gute Vater lässt Gott sie nicht fallen: Er wartet, geht entgegen, feiert ein Fest für den wieder gefundenen Sohn.  Eindringlich klingt die Mahnung des Propheten: Wagt umzukehren! Ihr könnt zurück, wenn ihr nur wollt.
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DTSTART:20190707
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SUMMARY:4. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Sympathisch oder unsympathisch? Innerhalb weniger Sekunden ist die Entscheidung gefällt. Auch mit dem moralischen Urteil geht es sehr schnell. Wir "wissen" meist sehr gut, was verwerflich ist, und tun lautstark oder subtil unsere Verachtung kund. Vorsicht vor solchen Urteilen!, warnt der 4. Sonntag nach Trinitatis. Denn es gibt niemanden, der ohne Fehler ist, der nicht immer wieder der Großzügigkeit und der Nachsicht bedarf. Einzig Gott ist es, der richten kann. Darum ermutigt Jesus zum Vergeben: Wer aus dem Bewusstsein lebt, dass Gott ihm barmherzig entgegenkommt, der kann versuchen, versöhnt zu leben, wie Josef, der seinen Brüdern nach langer Zeit das Unrecht verzeiht, das sie ihm angetan haben.
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DTSTART:20190714
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SUMMARY:5. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:"Kommt und seht!" Diese Einladung Jesu gilt uns heute wie den Jüngern vor 2000 Jahren. Von Menschen, die sich in Gottes Dienst rufen ließen, erzählt der 5. Sonntag nach Trinitatis. Der Nomade Abraham, der auf Gottes Wort hin auszieht, und die Fischer, die ihre Netze zurücklassen, Paulus, der durch die Botschaft des Auferstandenen zum Apostel wird  - sie alle sind bereit, Altes aufzugeben und mit Gott neue Wege zu gehen. Selbst wenn es unvernünftig scheint.  Das ist riskant, denn oft müssen sie Unverständnis und Spott ihrer Umgebung und den Widerspruch ihrer eigenen Familien ertragen. Doch sie dürfen sehen: Die übervollen Netze sind erst der Anfang unzähliger wunderbarer Erfahrungen. Wer Jesus folgt, entdeckt immer tiefer, wo Gott auf Erden Wohnung nimmt.
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DTSTART:20190721
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SUMMARY:6. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Die meisten waren so klein, dass sie sich heute nicht mehr daran erinnern können. Und trotzdem wurde damals ein Fundament für das ganze Leben gelegt. Der 6. Sonntag nach Trinitatis steht ganz im Zeichen der Taufe. Er erinnert an den Auftrag Jesu, Menschen zu taufen und an das Geschenk, das am Beginn des Lebens als Christ und Christin steht:  Jesu Leben, Sterben und Auferstehen gilt mir, mein Leben ist vor Gott rein und gut. Über meinem Leben steht die Zusage: "Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!" Viele Gemeinden taufen an diesem Sonntag oder feiern ein Taufgedächtnis.
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DTSTART:20190728
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SUMMARY:7. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Ich habe so viel - und trotzdem bin ich manchmal ganz leer. Ich werde täglich satt, und trotzdem habe ich einen ungeheueren Durst nach mehr. Ich sehne mich nach etwas, das ich nicht beschreiben kann… Dass Gott körperlichen und seelischen Hunger stillt - davon erzählen die Lesungen des 7. Sonntag nach Trinitatis, der aus verschiedenen Perspektiven das Abendmahl beleuchtet.  Essen und Trinken, Zusammensitzen und Feiern gehören zum christlichen Glauben. Jesus nahm die natürlichen Bedürfnisse der Menschen ernst, sättigte Tausende mit fünf Broten und zwei Fischen und saß mit unterschiedlichsten Menschen zu Tisch. Im Abendmahl setzen Christen von Anfang an diese einträchtige Tischgemeinschaft fort und nehmen die Zeit vorweg, in der der Hunger nach wahrem Leben gestillt sein wird.
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DTSTART:20190804
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SUMMARY:8. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Was ich tue oder unterlasse, was ich sage und plane, ist nicht gleichgültig. Wer vom Glauben an Jesus angesteckt ist, der weiß: Ich bin verantwortlich. Mein Leben kann etwas verändern. Wie ein Stein, der ins Wasser fällt, oder wie ein Funke, der überspringt, setzt die frohe Botschaft von Jesus Christus Menschen in Bewegung.  So spricht der 8. Sonntag nach Trinitatis von den Auswirkungen des Glaubens: Als Licht der Welt und Salz der Erde werden Christen in der Welt nicht unbemerkt bleiben und oft genug auch darin anecken. Als Wohnstätten für Gottes Geist werden sie sorgsam und besonnen mit ihrem Körper umgehen. Von Gottes Licht berührt, werden sie selbst wie Kirchenfenster leuchten und das Dunkle meiden.
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DTSTART:20190811
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SUMMARY:9. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Welche Sicherheiten habe ich? Womit kann ich rechnen? Oft ist mir mein Leben undurchsichtig, und die Welt um mich verändert sich schnell. Dann will ich nichts riskieren, einfach nur dahinleben… Doch der 9. Sonntag nach Trinitatis beunruhigt: Wer sich auf Gott einlässt, muss auf Überraschungen gefasst sein - wie Paulus, dessen Werte durch die Begegnung mit Jesus auf den Kopf gestellt werden, wie Jeremia, der sich für zu jung hält und trotzdem zum Propheten berufen wird, wie der Mann, der auf einen Schatz stößt und spontan seinen ganzen Besitz dafür verkauft.  Nur wer etwas riskiert, wer seine Gaben Gott und den Menschen zur Verfügung stellt, wird letztlich reich dastehen. Welch ein Paradox: Nur wer sich nicht auf weltliche Sicherheiten verlässt, dessen Lebenshaus steht auf festem, sicherem Grund.
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DTSTART:20190818
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SUMMARY:10. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Israel - ein von Konflikten gebeuteltes Land. Eine grauenvolle Geschichte, die Deutschland und Israel trennt und verbindet. Israel - Ursprung des Christentums, verachtet und idealisiert, bewundert und verfolgt. All diese Facetten spielen am "Israelsonntag" eine Rolle. Er erinnert seit dem 16. Jahrhundert an den Gedenktag der Zerstörungen des Jerusalemer Tempels.  Freilich wurde er in seiner Geschichte sehr unterschiedlich begangen: Während in der Vergangenheit die Überlegenheit des Christentums demonstriert wurde, stehen heute die Trauer über das Unrecht, das den Juden angetan wurde, sowie die heutigen guten Beziehungen zwischen Juden- und Christentum im Vordergrund. Auch wenn wir nicht wissen, was Gottes Plan mit den beiden Religionen ist, so bleibt Israel doch Gottes auserwähltes Volk.
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DTSTART:20190825
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SUMMARY:11. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:"Mein Haus, mein Auto, mein Boot" - auch wenn ich nicht so dick auftrage, habe ich doch gern etwas vorzuweisen: einen sicheren Arbeitsplatz, eine intakte Partnerschaft oder wohl geratene Kinder. Vor Gott zählen solche "Errungenschaften" nichts. Es gibt nichts, womit ich mich vor ihm brüsten könnte, zeigt der 11. Sonntag nach Trinitatis, weder mit meinem Erfolg, noch mit meinem Glauben.  Gerade diejenigen, die wissen, dass sie vor Gott nichts vorzuweisen haben, und sich ganz auf ihn verlassen, denen wendet er sich zu. Jesus lässt sich von Zöllnern einladen und von einer Prostituierten salben. Gerade sie können seine Zuneigung schätzen und mit Liebe antworten. Wir können Gottes Liebe nicht verdienen, nur dankbar empfangen.
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DTSTART:20190901
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SUMMARY:12. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Manchmal verstumme ich vor dem Leid anderer Menschen. Manchmal stehe ich wie gelähmt vor den Herausforderungen für unsere Welt. Manchmal verschließe ich meine Augen vor den Bildern, die täglich über den Fernseher auf mich einströmen und meine Ohren vor den Klagen Verzweifelter. Manchmal verschließe ich mein Herz…  Von Jesus, der Menschen Augen und Ohren aufschließt, von der Vision einer Welt ohne Leid und Krankheit, von dem Ende jeder Ungerechtigkeit spricht der 12. Sonntag nach Trinitatis. Aber er geht noch weiter: Er erzählt von Menschen, die, angeregt vom Beispiel Jesu, selbst andere aus der Erstarrung holen. Menschen werden auf vielfältige Weise von Jesus berührt und verbreiten sein Lob - und bauen nach ihren Kräften mit an Gottes Reich.
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DTSTART:20190908
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SUMMARY:13. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:"Man kann doch nicht einfach so zusehen" - leider doch. Jahr für Jahr sterben Menschen, weil andere wegschauen, schweigen, abwarten. Der Mensch ist "seines Bruders Hüter", trägt Mitverantwortung für ihn, sagt der 13. Sonntag nach Trinitatis. Wer an Jesus Christus glaubt, den kann die Not anderer Menschen nicht unberührt lassen. Der greift nach seinem   Vermögen zu und hilft, selbst wenn es ihm Nachteile einbringt.  Wer so nach Gottes Willen handelt, den bezeichnet Jesus als Schwestern und Brüder. Doch wer ein so weites Herz nicht hat, wer eine solche Liebe für den Nächsten nicht aufbringen kann, hat noch wenig von Gott begriffen. Denn Gott ist in der Liebe machtvoll gegenwärtig. Und wenn die Kraft dazu nicht reicht? Gottes Liebe bleibt unerschöpflich.
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DTSTART:20190915
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SUMMARY:14. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Immer wieder das Gleiche: Wenn es mir schlecht geht, dann vergesse ich zu gerne, wie viel Gutes mir schon in meinem Leben geschenkt wurde. Geht es mir aber wieder gut, dann kommt es mir selbstverständlich vor. Der 14. Sonntag nach Trinitatis hilft dem Gedächtnis auf die Sprünge und öffnet die Augen dafür, von wem all das Gute kommt, mit dem wir beschenkt sind: "Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat".  Wer dankbar lebt, der ist nicht nur glücklicher, der lebt auch in Gottes Geist. Der Geist, der es uns erlaubt, kindlich zu Gott zu beten und von ihm Gutes zu empfangen, weckt auch die Erinnerungen an die Wohltaten Gottes. Der öffnet auch dem Geheilten den Mund zu Gottes Lob.
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DTSTART:20190922
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SUMMARY:15. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Oft wächst mir mein Leben über den Kopf. Ein dickes Paket von Sorgen scheint mich niederzudrücken. Um meine Zukunft, meine Kinder, anstehende Entscheidungen. Und dann die vielen Fragen: Werde ich gut ankommen? Wie schaffe ich das enorme Arbeitspensum? Was soll ich sagen? Was anziehen? Manchmal raubt mir das den Schlaf.  Doch vieles erweist sich nach Wochen als unbegründet. "Sorgt euch doch nicht so viel" - dieses Wort Jesu steht über dem 15. Sonntag nach Trinitatis. Der Gott, der in der Schöpfung für seine Menschen reich gesorgt hat, der wird sich auch weiter um sie kümmern - auch durch andere. Im Vertrauen darauf könnten sie das Sorgen aufgegeben und frei werden für ein Leben, das sich nur auf Gott verlässt. Ja, wenn der Glaube nur größer wäre!
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DTSTART:20190929
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SUMMARY:Erntedank
DESCRIPTION:Der Riesenkürbis und die volle Ähre, die Honigwabe und das Brot - im reich geschmückten Erntealtar kommen Fülle der Natur und Früchte der Arbeit recht zur Geltung. Doch wir ernten mehr: Nahrung und Kleidung, jedes Wachsen und Gedeihen in Partnerschaft und Familie, große und kleine Erfolge im Beruf - da ist so viel, wofür wir danken können.  Das Erntedankfest gibt der Dankbarkeit Raum und wendet sie hin zu Gott. Wer dankt, sieht nichts als selbstverständlich an und weiß sich von Gott reich beschenkt. Ängstliches Sammeln und übermäßiges Sorgen ist ihm fremd. Gottes Großzügigkeit steckt an. So lenkt der Sonntag den Blick über den eigenen Tellerrand hinaus und ruft zum verantwortungsvollen Teilen von Besitz und Ressourcen auf. Wer so geben kann, dessen Quellen werden nie versiegen.
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DTSTART:20191006
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SUMMARY:17. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Glaube? Da fällt mir meine Großmutter ein, die jeden Tag den Abendsegen sprach. Oder der Junge, der fest hofft, dass Gott seine Mama gesund machen wird. Und so viele Männer und Frauen, die im Vertrauen auf Gott ihre Grenzen überschritten: Hilfsprojekte starteten, Widerstand leisteten oder anderen Mut machten. Glaube ist nichts Abstraktes. Er wird gelebt.  So erzählt der 17. Sonntag nach Trinitatis Glaubensgeschichten: Eine "Ungläubige" überwindet Jesu Ablehnung mit ihrem Glauben. Ein Vater bittet um Hilfe für seinen kranken Sohn. Ein Blinder wird sehend und bringt sich mit seinem Glauben in Schwierigkeiten. Beispiele dafür, wie der Glauben Menschen verändern kann. Und wenn das mit dem Vertrauen nicht geht? "Ich glaube, hilf meinem Unglauben!", bittet der Vater.
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DTSTART:20191013
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SUMMARY:18. So n. Trinitatis
DESCRIPTION:Das eine geht nicht ohne das andere: Man kann noch so sehr für Gott eifern, ohne die Liebe zu anderen Menschen bleibt man ihm fern. Man kann sich noch so sehr für andere aufarbeiten, ohne die Rückbindung, ohne die Liebe zu Gott fehlt das Fundament.  Gott lieben und meinen Nächsten wie mich selbst - dieses höchste Gebot steht im Zentrum des 18. Sonntag nach Trinitatis. Auch die zehn Gebote weisen den Weg zur Gottes- und Nächstenliebe. Wenn christliche Gemeinden unterschiedslos offen sind für Menschen aller Bevölkerungsschichten und Lebenssituationen, wenn sie einträchtig und freundlich miteinander umgehen, sich gegenseitig zum Glauben ermuntern und sich für den Frieden einsetzen, dann strahlen sie etwas von dieser Liebe aus.
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DTSTART:20191020
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SUMMARY:19. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Es gilt als bewiesen, dass Christen gesünder sind als andere Menschen. Sie haben weniger psychischen Stress, heißt es, und bessere Wege der Verarbeitung. Seelische Belastungen können krank machen. Sehr sensibel reagiert unser Organismus auf unsere inneren Nöte. Der 19. Sonntag nach Trinitatis schafft einen Zusammenhang zwischen seelischer Entlastung und körperlicher Heilung. Gottes immer neue Zuwendung ist es, die den Menschen gesund  macht. Jesus vergibt einem Gelähmten seine Sünden, bevor er ihn heilt. So sollen  auch christliche Gemeinden für Kranke beten und Sünden vergeben.  "Willst du gesund werden?" Diese nur scheinbar absurde Frage trifft. Ist es nicht leichter, im Alten zu verharren? Bin ich bereit, mich von Gott anrühren zu lassen - wenn ich dabei mein Leben ändern und ein neuer Mensch werden muss?
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DTSTART:20191027
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SUMMARY:Reformationsfest
DESCRIPTION:Wo komme ich her? Wo liegen meine Wurzeln? Am 31. Oktober besinnen sich lutherische Christen auf ihre Herkunft: Am Reformationstag feiern sie Bekenntnis- und Geburtstag der evangelischen Kirche zugleich.  An die Geschichte des hartnäckigen Mönchs, der mit wehender Kutte seine 95 Thesen an die Wittenberger Schlosskirche nagelt und damit ganz Europa in Aufruhr versetzt, erinnert dieser Tag. Martin Luther war kein Heiliger, aber ein Mensch, der mit seiner Standhaftigkeit, seinem brennenden Fragen nach Gott und seinem mutigen Einstehen für seinen Glauben die Kirche tief geprägt hat. Nach seinem Bespiel arbeiteten viele Christen an der Erneuerung der Kirche und tun es heute noch. So fragt der Reformationstag auch nach gegenwärtigen Missständen und nach der Kirche, die sich immer wieder reformieren muss.
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DTSTART:20191031
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SUMMARY:20. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Was ist richtig? Was ist falsch? In einer Welt, in der ich oft nur Grautöne sehe, hätte ich das gerne: Klare moralische Grundregeln und Verhaltensmaßstäbe, an denen ich mich ausrichten kann. Der 20. Sonntag nach Trinitatis kommt diesem Bedürfnis nach: "Es ist dir gesagt Mensch, was gut ist", du kannst erfahren, wie richtiges Leben aussehen kann.   Es gibt die Bibel, die einen würdigen und respektvollen Umgang miteinander lehrt, und Institutionen wie die Ehe, die das  Zusammenleben zweier Menschen gut ordnet. Über allen Ordnungen steht jedoch das Wohlergehen des Menschen. Werden Regeln sklavisch angewandt und dazu benutzt, Menschen zu demütigen, dann bewirken sie das Gegenteil, dann entsprechen sie nicht mehr dem christlichen Geist der Liebe und der Freiheit.
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DTSTART:20191103
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SUMMARY:Drittl.S.d.Kj.
DESCRIPTION:"Die Erkenntnis traf ihn wie ein Blitz" - viele erfahren das. Als hätte sich ein Schleier gehoben, sehen wir plötzlich klar. Mit ähnlichen Bildern beschreibt die Bibel Jesu Wiederkommen. Unvermittelt, dennoch unmissverständlich bricht Gottes Gegenwart in unsere Welt - Hoffnung für alle, die unter der Vergeblichkeit ihres Tuns und ihrer Begrenztheit leiden.  Der drittletzte Sonntag im Kirchenjahr mahnt zur Wachsamkeit und zur entschiedenen Ausrichtung auf Jesus Christus. In seinem heilenden Wirken und seiner Macht über den Tod ist Gottes Wirklichkeit in unsere Welt eingebrochen. Die Bitte um sein erneutes Eingreifen in unser Leben wird nicht unerhört bleiben. Wo Menschen in seinem Geist leben, da kann immer wieder flüchtig Gottes Reich aufblitzen.
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DTSTART:20191110
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SUMMARY:Vorletzter Sonntag d. Kj.
DESCRIPTION:Wer kennt sie nicht, die Gerichtsdarstellungen mittelalterlicher Kathedralen? Die Zeiten, in denen grässliche Fratzen uns Furcht einflößten, sind Gott-sei-Dank längst vorbei. Und doch spricht die Bibel vom Jüngsten Gericht. Nicht nur wegen der Opfer, denen zu Lebzeiten kein Recht widerfuhr, ist der Gedanke unverzichtbar. Wer gerichtet wird, wird neu ausgerichtet auf den Weg der Barmherzigkeit und der Liebe. Das kann schmerzhaft sein.  Aber, so vermittelt dieser vorletzte Sonntag im Kirchenjahr, es ist auch eine Erlösung für uns und alle, die unter unserem Tun leiden. Denn es bringt ans Tageslicht, wie wir eigentlich sein sollten: heil und gut. Christen können mit der ganzen Kreatur auf dieses Gericht hoffen, denn sie wissen um die Freundlichkeit ihres Richters. Von dieser Erwartung her können sie auch ihr Leben heute barmherziger gestalten.
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DTSTART:20191117
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SUMMARY:Buß-und Bettag
DESCRIPTION:Ich ahne, dass ich meine rastlose Lebensweise ändern müsste und ignoriere es. Ich tue anderen Unrecht, aber ich gestehe es mir nicht ein. Zur Ehrlichkeit mit mir selbst, zu einem wahrhaftigen, aber gütigen Blick auf meine Schwächen ruft der Buß- und Bettag auf. Kein Mensch ist vollkommen, jeder macht Fehler. Geduldig wartet Gott auf unsere Einsicht und darauf, dass wir zurückkehren auf den Weg der Gerechtigkeit, der Liebe und Achtsamkeit – uns selbst zuliebe. Doch Umkehr kommt nicht von allein. So erinnert der Buß- und Bettag daran, dass ich an jedem Tag umkehren kann und muss. Buße betrifft nicht nur den Einzelnen: Auch der Gemeinschaft tut Besinnung gut. Als öffentlicher Feiertag bietet der Buß- und Bettag der Gesellschaft die Gelegenheit, innezuhalten, den eingeschlagenen Kurs zu überprüfen und, wenn nötig, zu korrigieren.
CLASS:PUBLIC
DTSTART:20191120
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END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
SUMMARY:Totensonntag
DESCRIPTION:Oft träume ich von einer Welt ohne Leiden und Schmerz, ohne Trennung und Tränen, eine Welt, in welcher der Tod seinen Schrecken verliert. Ein neuer Himmel und eine neue Erde, Gott, der mitten unter den Menschen wohnt - in den schönsten Bildern beschreibt die Bibel das Ende der Zeit. Eine Utopie? Ja, aber wer sie glaubt, wird selig. Denn sie hat schon jetzt verändernde Kraft.  Die Verheißung dieser neuen Zeit lässt uns heute schon ausschauen nach ihr, wie die Jungfrauen nach dem Bräutigam, der das Fest eröffnet. In der Hoffnung darauf, dass Gott wahr macht, was er verspricht - auch gegen das Leid und den Tod - gedenken viele Gemeinden am Toten- oder Ewigkeitssonntag der Verstorbenen.
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DTSTART:20191124
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END:VEVENT
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SUMMARY:Ewigkeitssonntag
DESCRIPTION:Oft träume ich von einer Welt ohne Leiden und Schmerz, ohne Trennung und Tränen, eine Welt, in welcher der Tod seinen Schrecken verliert. Ein neuer Himmel und eine neue Erde, Gott, der mitten unter den Menschen wohnt - in den schönsten Bildern beschreibt die Bibel das Ende der Zeit. Eine Utopie? Ja, aber wer sie glaubt, wird selig. Denn sie hat schon jetzt verändernde Kraft.  Die Verheißung dieser neuen Zeit lässt uns heute schon ausschauen nach ihr, wie die Jungfrauen nach dem Bräutigam, der das Fest eröffnet. In der Hoffnung darauf, dass Gott wahr macht, was er verspricht - auch gegen das Leid und den Tod - gedenken viele Gemeinden am Ewigkeitssonntag ihrer Verstorbenen des letzten Jahres.
CLASS:PUBLIC
DTSTART:20191124
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END:VEVENT
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SUMMARY:1. Advent
DESCRIPTION:Wenn Politiker auf Staatsbesuch sind, genießen sie oft ein Bad in der Menge: Kinder winken mit Fähnchen, die Straßen sind mit Blumen und  Fahnen geschmückt, eine große festliche Menge. Auch Jesus wurde einst mit großem Jubel in Jerusalem begrüßt: Die Menschen winkten mit Palmzweigen und legten Kleider vor die Füße des Esels, auf dem er saß.  Der Erste Advent ermuntert dazu, sich auf eine Ankunft vorzubereiten, deren Bedeutung nicht hoch genug einzuschätzen ist. Denn der da kommt, ist mächtig, aber nicht zu fürchten, ein König, aber er bringt Frieden und wird Recht schaffen. Sich auf ihn einzustellen, heißt, mit langem Atem Liebe und Frieden zu üben. Darum: Machet die Tore weit! Mit dem Advent beginnt im Festkreis der Kirche ein neues Kirchenjahr.
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DTSTART:20191201
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END:VEVENT
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SUMMARY:2. Advent
DESCRIPTION:"Kopf einziehen und durch" oder "Kopf hoch, wird schon wieder" sagen wir - ein schwacher Trost. Wir sind so sprachlos, wenn andere beschwert sind. Gerade den Gebeugten und Niedergedrückten, den Zurückgewiesenen und Benachteiligten gilt die Frohe Botschaft: Haltet durch, Gott sieht die Bedrängnis und hört das Klagen. Wer auf Erlösung wartet, hofft nicht vergeblich. Darum: Kopf hoch, damit ihr sie kommen seht. Der Zweite Advent spricht von einem kosmischen, umwälzenden Befreiungsgeschehen. Die Wiederkunft Jesu wird nicht unbemerkt bleiben. Sie wird uns erschrecken, aber nicht zum Fürchten sein.  Wer beharrlich mit seiner kleinen Kraft nach Gott Ausschau hält, den wird er nicht enttäuschen.
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DTSTART:20191208
URL;VALUE=URI:http://www.bayern-evangelisch.de/www/liturgischer_kalender/08.12.2019
END:VEVENT
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SUMMARY:3. Advent
DESCRIPTION:Manchmal suche ich Gott, aber der Weg scheint versperrt. Ich dringe nicht durch, stehe mir selbst im Weg. Räumt die Steine aus dem Weg! fordert der Dritte Advent. Im Zentrum: Johannes der Täufer, der mit seinem Ruf zur Umkehr Jesus den Weg bereitet. Wo Jesus kommt, da wird die Welt heller und heiler: Vertrocknetes beginnt zu blühen, verschlossene Augen öffnen sich, lahme Glieder bewegen sich. Nichts, weder Täler der Traurigkeit noch Berge der Selbstüberschätzung, sollen seinem Kommen entgegenstehen. Ihm den Weg zu bereiten, heißt wach zu bleiben und sich in Bewegung setzen zu lassen: Traurige zu trösten und die zu ermutigen, die längst schon aufgegeben haben.
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DTSTART:20191215
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END:VEVENT
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SUMMARY:4. Advent
DESCRIPTION:Freude kann schön machen. Unscheinbare Menschen fangen an zu leuchten, wenn sie sich auf etwas freuen: junge Mütter wie Maria, die ein Kind erwarten. Verliebte, die sich auf den geliebten Menschen freuen, Belagerte, denen endlich der Frieden verkündet wird. Von überstrahlender und verändernder Freude spricht auch der Vierte Advent.  Der Herr ist nah! Die Nachricht behalten sie nicht für sich: Die Wächter, die den Friedensboten erspähen, Maria, die den Gott lobt, der Niedrige erhöht und Mächtige vom Thron stößt und wir können angesteckt von Gottes Freude gütiger und schöner werden.
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DTSTART:20191222
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END:VEVENT
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SUMMARY:Christnacht
DESCRIPTION:Nach dem Trubel des Heiligen Abends ist es wohltuend, in die Kirche zurückzukehren, bei Kerzenschimmer und Musik noch einmal zur Besinnung zu kommen und die Botschaft der Heiligen Nacht zu hören. In vielen Kirchengemeinden hat dieser Gottesdienst eine ganz besondere, musikalische Note.  Durch Jesu Geburt bricht Licht mitten in die Nacht - es braucht nicht viel, um dies in der Christnacht zu erfahren. Sie erzählt von den alten Verheißungen eines Friedenskönigs, die in Jesus, dem Nachkommen des Königs David, ihre Erfüllung finden. Er ist Immanuel, Gott-mit-uns. Die Nacht seiner Geburt erinnert an das tiefe Geheimnis Gottes: In diesem armen, kleinen Kind, in Jesus Christus zeigt er sich. Hier und nirgendwo anders liegt Gottes Wahrheit verborgen.
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SUMMARY:Christvesper
DESCRIPTION:Die Geschichte von Maria und Josef und dem Kind in der Krippe, jedes Jahr berührt sie uns neu: unsere Sehnsucht nach einer heilen Welt, nach allumfassender Liebe, nach einem Gott, der keine Angst macht, nach Licht in der Dunkelheit - wenigstens am Heiligen Abend.  Im Krippenspiel, in der Lesung des Weihnachtsevangeliums und in den leuchtenden Augen der Kinder wird etwas spürbar von der Liebe, die Gott den Menschen schenkt: "Ein Kind ist uns geboren", ein hilfloses Kind, das der Welt Rettung und Hilfe bringt. Es ist ganz arm und soll uns reich machen. Es kommt in die Dunkelheit und bringt Licht.
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SUMMARY:Christfest I
DESCRIPTION:Freunde und Freundinnen, das sind für mich Menschen, vor denen ich mich nicht verstecken muss, die mich gern haben, auch wenn ich etwas Dummes sage, und die nicht auf mich herabschauen, wenn ich einen Fehler mache. Freunde mögen mich, so wie ich bin.  In Jesus sieht uns Gott freund-lich an, er begegnet uns auf Augenhöhe, davon spricht der erste Weihnachtsfeiertag. Die Hirten, die sich auf das Wort des Engels hin auf den Weg machen, erfahren es als erstes: In dem kleinen, hilflosen Kind zeigt sich ein Gott, vor dem sie sich nicht zu schämen brauchen. Sie können und brauchen nicht zu Gott empor zu steigen, er kommt zu ihnen herab. Ja, noch viel mehr: In diesem Kind macht Gott sie selbst und alle Menschen zu seinen Söhnen und Töchtern, zu Erben seiner Verheißung. Und Weihnachten ist nur der Anfang. Wer sich wie die Hirten auf den Weg zur Krippe macht, wird verändert zurückkommen: bewegt und berührt von der Menschenliebe Gottes.
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SUMMARY:Christfest II
DESCRIPTION:Ein Reicher wird arm, Arme werden reich, ein Wolf liegt neben einem Lamm, ein Kind spielt mit der Schlange…die biblischen Lesungen an diesem Tag muten an wie eine "verkehrte Welt".  Mit der Geburt Jesu wurden die bisherigen Ordnungen auf den Kopf gestellt, zeigt der zweite Weihnachtsfeiertag. Weihnachten, das ist der Beginn eines welt- und zeitumspannenden Geschehens. Das große Friedensreich, das seit alter Zeit erwartet wurde, nahm mit Jesus seinen Anfang. Denn, da sind die biblischen Zeugen ganz klar: Sein Platz war von Anfang her bei Gott. So sprechen sie von der Herrlichkeit Jesu und von seiner Einheit mit Gott. In seiner Geburt verbinden sich Himmel und Erde, kommt der ewige Gott zu den Menschen und zieht die Menschen zu sich empor. Das ist nicht auf den ersten Blick zu erkennen. Aber wer es glaubt, wird viele Zeichen dieser neuen Welt wahrnehmen.
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SUMMARY:1. So. n. Christfest
DESCRIPTION:Alt ist er geworden und grau. Doch seine Augen sind jung und leuchtend in die Ferne gerichtet. "Du spinnst!" sagen die einen. "Hör doch auf. Es wird sich nichts ändern". Freunde haben sich kopfschüttelnd abgewandt, andere sind verbittert gestorben. Leise, geduldig wartet er weiter, traut der alten Verheißung auf den Friedenskönig, der die Rettung bringt. Jahr um Jahr, Tag um Tag. Als er das Kind in den Armen hält, öffnet er die Augen in plötzlichem Erkennen: Er hat nicht vergeblich gewartet. Und Simeon singt: "Meine Augen haben deinen Heiland gesehen".  Dass in Jesus Christus Gott sichtbar geworden ist, darum geht es am ersten Sonntag nach dem Christfest. Immer wieder haben Menschen in ihm das Licht erkannt, das die Dunkelheit erhellt, haben, wie Simeon, es staunend bekannt und weitererzählt.
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SUMMARY:Altjahresabend
DESCRIPTION:"Schon wieder ein Jahr vorbei." Es ist erschreckend, wie die Zeit vergeht. Der Jahreswechsel macht das immer wieder neu bewusst. Er ist eine Chance zum Innehalten und zur Rückschau. Was ist in diesem Jahr gelungen? Was missglückt? Wem bin ich etwas schuldig geblieben? Für vieles kann ich danken, manches noch zurechtbiegen, einige Sorgen ablegen. Anderes schleppe ich mit. Doch ich wurde behütet in diesem Jahr. Gott sei Dank.  Der Gottesdienst zum Altjahresabend stellt meine Bilanz unter die große Zusage Gottes: Im alten, wie im neuen Jahr wird Gott uns begleiten, wird Orientierung geben wie die Feuersäule in der Wüste, wird gegen alle Widerstände auf unserer Seite stehen. Meine Welt mag sich ändern. Doch Jesus Christus bleibt der Gleiche: gestern, heute und in Ewigkeit. Sein Versprechen gilt. Es lohnt sich, mit ihm zu rechnen; auch im neuen Jahr.
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SUMMARY:Neujahrstag
DESCRIPTION:Weniger rauchen oder mehr schlafen, ein Stellenwechsel oder weniger Gewicht auf der Waage - vielfältig sind die Vorsätze für das neue Jahr. Noch ist es jung, liegt vor uns, wie ein unbeschriebenes Blatt. Doch wie schnell reißen alte Unsitten ein.  Wir können planen, aber wir haben unsere Zukunft nicht in der Hand, das zeigt der Gottesdienst am Neujahrstag. Dennoch macht er Mut zum Aufbruch. Unser Wollen, Tun und Planen liegt in Gottes Macht. Wer ihm seinen Weg anvertraut, den wird er leiten. Mit Gottes Schutz und seiner Hilfe können wir den Weg ins neue Jahr getrost wagen.
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SUMMARY:2. So. nach Christfest
DESCRIPTION:"Er ist ganz seines Vaters Sohn." Nicht ohne Stolz sprechen Eltern diesen Satz. Mag er auch einige Macken haben - er ist doch sehr gut geraten. Dass Jesus, Sohn des Josef, gleichzeitig auch ganz der Sohn seines himmlischen Vaters ist, steht im Zentrum des zweiten Sonntag nach dem Christfest.  Das müssen die besorgten Eltern erleben, als der Zwölfjährige einfach im Tempel zurückbleibt, weil er bei seinem Vater sein möchte. Das bezeugen die Jünger, die erkennen, dass hinter "Josefs Sohn" noch ein ganz anderer Vater steht. Das erfahren die ersten Christen: Jesus ist vom Vater gesandt, den Elenden gute Botschaft zu bringen. Menschensohn und Gotteskind - in Jesus Christus vereinen sie sich.
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SUMMARY:Epiphanias (Erscheinungsfest)
DESCRIPTION:Es gibt Menschen, Orte oder Momente, die haben eine ganz besondere Ausstrahlung. Die sind so von etwas erfüllt, dass es nicht verborgen bleiben kann. Das Fest der Erscheinung (griech. Epiphanias) feiert die Strahlkraft der Geburt des göttlichen Kindes - weit über die Grenzen des Landes hinweg.  Bild dafür ist der helle Stern, der die drei weisen Männer aus dem Orient an die Krippe führte. Sie erkannten das Licht, das mit Jesus über der Dunkelheit der Welt aufging. Wer den Schein, der von diesem Kind ausgeht, nicht übersieht, der wird selbst zum Lichtträger. Der kann die Botschaft nicht für sich behalten, sondern ist so erfüllt von Gottes Liebe, dass er von innen leuchtet.
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SUMMARY:1. So. nach Epiphanias
DESCRIPTION:Die Geburt im Stall war nicht nur ein Traum. Die Geschichte Jesu ging weiter, langsam erst und unbemerkt. Und doch: Er war ein Mensch von Gottes Geist.  Der Erste Sonntag nach Epiphanias steht ganz im Zeichen der Taufe Jesu. Sie steht am Beginn seines Wirkens. In ihr bekennt sich Gott zu Jesus: Dieser Mensch ist mein geliebter Sohn, er hat meinen Geist. Ermutigend das Wort aus alter Zeit: Er, der das Schwache nicht niedertritt, er, der das geknickte Rohr nicht abbricht, kommt von Gott. Er ist Gottes Wahl. Selbst wenn er nach weltlichen Maßstäben Schwäche zeigt. Wer in seinem Geist  lebt, wer auf ihn getauft ist, der ist Gottes Kind.
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SUMMARY:2. So. nach Epiphanias
DESCRIPTION:"Heute haben wir wieder einmal aus dem Vollen geschöpft!" Wer das von sich behaupten kann, erkennt noch, wie wenig selbstverständlich es ist, im Überfluss zu leben. Fülle und Überfluss  haben auch bei Jesus Platz, zeigt der zweite Sonntag nach Epiphanias. Das Weinwunder auf der Hochzeit zu Kana zeugt von seiner Herrlichkeit, aber auch von der Großzügigkeit Gottes, der nicht will, dass Menschen Mangel leiden. Auch wenn die Herrlichkeit Gottes so groß ist, dass Menschen ihren Anblick wohl nicht ertrügen, so spiegeln wir doch Gottes Reichtum mit der Vielfalt unserer Begabungen. Wenn wir sie nicht für uns behalten, sondern sie in die Gemeinschaft einbringen, wenn unsere Gaben zu Quellen der Freude und Stärke für andere werden, dann loben wir damit den, der uns so großzügig damit beschenkt hat.
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SUMMARY:3. So. nach Epiphanias
DESCRIPTION:Vater unser im Himmel, our Father, notre père, Mi Atyánk, Padre nuestro - vielsprachig läuft das Gebet um die ganze Welt. In knapp 2.500 Sprachen ist die Bibel heute übersetzt - Christentum weltweit. Um die Macht Jesu, die nicht vor Volks- und Landesgrenzen Halt macht, geht es am dritten Sonntag nach Epiphanias. Bereits Jesus und seine Jünger haben sich den Nachbarn des Volkes Israel zugewandt, haben Ausländer geheilt und mit Samaritanern debattiert. Gottes Liebe kennt keine Grenzen - das zeigten schon die Propheten. So wird auch das Reich Gottes bunt und vielsprachig sein. "Es werden kommen von Osten und von Westen, von Norden und von Süden, die zu Tisch sitzen werden im Reich Gottes", prophezeit der Wochenspruch.
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SUMMARY:letzter So. nach Epiphanias
DESCRIPTION:Es gibt Momente, in denen sehe ich völlig klar. Für einen Augenblick erscheint mir mein Leben wie von Licht bestrahlt, weiß ich genau, wer ich bin und wohin ich gehe. Bergerfahrungen sind das, voller Überblick und Klarheit. Von einem lichten Erlebnis spricht der letzte Sonntag nach Epiphanias. Auf einem Berg sehen die Jünger Jesus verklärt und erkennen: Dies ist Gottes Sohn. "Hier ist gut sein" sagt Petrus. "Lasst uns Hütten bauen."  Von Gott ergriffen sind sie, wie Mose, den Gott aus dem Feuer anruft, und wie der Seher Johannes auf Patmos. Doch bei einem solchen Erlebnis kann niemand stehen bleiben, jeder muss in den Alltag zurück, oft genug in das Leid. Aber alle nehmen den hellen Schein mit, der sie ermutigt, weiter in Gottes Licht zu leben.
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DTSTART:20200202
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SUMMARY:Septuagesimä
DESCRIPTION:"Das ist unfair!" Nicht nur Kinder sind über Ungerechtigkeit erbost. Doch was ist gerecht? Alle gleich zu behandeln oder die Anlagen jedes Einzelnen zu berücksichtigen? Eltern von unterschiedlichen Kindern wissen, dass eine Gleichbehandlung auch ungerecht sein kann.  Gottes Gerechtigkeit ist Güte, zeigt der Sonntag Septuagesimae (70 - eigentlich nur 63 - Tage vor Ostern).  Der Weinbergbesitzer, der allen, auch den letzten Arbeitern den gleichen Lohn auszahlt; Jesus, der ausgerechnet mit einem Zöllner zu Tisch sitzt; Gott, der sich nicht von Stärke und Reichtum beeindrucken lässt, sondern ihnen Recht und seine Gerechtigkeit entgegensetzt. Diejenigen, die sich von dieser Gerechtigkeit anstecken lassen, die ruft Jesus in seine Nachfolge, zu einem Lauf, der nicht ins Ungewisse führt.  Brauchtum:  An Septuagesimae wurden in der alten Kirche die Taufbewerber für Ostern ausgewählt.
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DTSTART:20200209
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SUMMARY:Sexagesimä
DESCRIPTION:"Was ich nicht höre, das wurde nicht gesagt." Kinder können das hervorragend: Ohren zu, auf Durchzug gestellt. Aber auch uns fällt das Zuhören oft schwer. Wie viel schwerer noch, wenn es um Gottes Wort geht. Und dann trifft es wieder plötzlich, unvermittelt, mitten ins Herz. Das Wort Gottes und seine Wirkung stehen im Zentrum des Sonntags Sexagesimae. Manchmal ist es scharf, schmerzhaft und trennend wie ein Schwert, dann wieder scheint es nicht zu wirken, setzt sich aber fest und wächst im Stillen. Gott streut die Botschaft seiner Liebe großzügig aus. Auch wenn wir sie verdorren lassen: Sie gilt uns. Es liegt an uns, damit ernst zu machen. Aber eins ist sicher: Ohne Wirkung bleibt die gute Nachricht nicht. Wie bei Lydia, die, von Gottes Wort angefacht, zur ersten Christin Europas wurde.
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DTSTART:20200216
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SUMMARY:Estomihi
DESCRIPTION:Wie weit würde meine Freundschaft gehen? Würde ich zu meinen Freunden stehen, selbst wenn sie ausgelacht oder verachtet, verfolgt oder verdächtigt würden? Würde ich sie begleiten? Die Freundschaft zu Jesus verlangt seinen Jüngern viel ab. Sie werden mit ihm nach Jerusalem ziehen und seinen Tod miterleben. Jesus kündigt ihnen das an. Am Sonntag Estomihi steht die Nachfolge im Vordergrund. Nicht, wer viele große Worte macht, sondern wer sich für Gerechtigkeit einsetzt und beharrlich liebt, der hat den Ruf in die Nachfolge gehört, dem hat Jesus die Augen geöffnet. Aber zu Jesus zu stehen, ist nicht immer leicht. Es bedeutet auch, Nachteile in Kauf zu nehmen, sein Leid zu tragen. Jesu Frage gilt auch uns: "Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme an seiner Seele Schaden?".
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DTSTART:20200223
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SUMMARY:Aschermittwoch
DESCRIPTION:Ein Aschenkreuz auf der Stirn - das erlebt man unter Evangelischen selten. Und trotzdem leitet auch in den lutherischen Kirchen der Aschermittwoch die Passionszeit ein, eine Zeit der Einkehr und der Besinnung auf das Leiden Jesu Christi.  In wenigen Gemeinden findet an diesem Tag ein Gottesdienst statt, der auf die Passions- und Fastenzeit einstimmt. Er ruft zu einem Fasten auf, das nach Gottes Willen ist, das leise und beharrlich nach einem Leben fragt, das Gott gefällt. Dass Verzicht zum Wesentlichen führen kann, erfahren diejenigen, die in der Passionszeit lieb gewordene Gewohnheiten aufgeben. Die bundesweite Fastenaktion der Evangelischen Kirche " sieben Wochen ohne", die am Aschermittwoch offiziell eröffnet wird, ermuntert dazu, in der Passionszeit bewusster zu leben.
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DTSTART:20200226
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SUMMARY:Invocavit
DESCRIPTION:Sie ist nicht zart und sie ist nicht aufregend und sie macht auch wenig Spaß. Auch wenn uns die Werbung etwas anderes erzählt: Versuchung ist eine ernste Sache. Wer versucht wird, bei dem steht nicht selten seine Integrität auf dem Spiel. Ehrlich sein, auch wenn ich dadurch Nachteile habe? Steuern hinterziehen, wenn es niemand sieht? Kann ich mir selbst treu bleiben?  Um Versuchung geht es am Sonntag Invokavit. Von der Versuchung der Schlange - "Ihr werdet sein wie Gott" - bis zu Jesus, der auf subtile Weise versucht wurde. Das Bekenntnis zu ihm und der Blick in die heilige Schrift helfen, in der Versuchung zu bestehen und Gott richtig zu dienen: Hungrige zu speisen, Arme zu bekleiden. Und wenn es schwierig wird: "Ich habe für dich gebeten, dass dein Glaube nicht aufhöre", sagt Jesus zu Petrus.
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DTSTART:20200301
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SUMMARY:Reminiscere
DESCRIPTION:"Du lernst aber auch gar nichts." Manchmal helfen alles Reden und Erklären nichts, kein Vorbild und keine Predigt. Alles Mühen ist umsonst. Die Kinder haben ihren eignen Kopf. Man möchte sie schütteln, aber sie werden nur noch bockiger. Es fällt schwer, da nicht die Geduld zu verlieren.  So geht es Gott mit seinen Menschen, zeigt der Sonntag Reminiszere. Wie der umhegte  Weinberg, der nur saure Trauben hervorbringt, wie die bösen Weingärtner, die sich in Abwesenheit des gütigen Besitzers des Weinbergs bemächtigen und seine Boten töten, verachten sie oft Gottes Willen. Sie meinen zu glauben und handeln doch herzlos und kalt. Sollte Gott da nicht die Geduld verlieren? Doch gerade zu den Sündern ist Jesus Christus gekommen - zur Hoffnung für alle Welt.
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SUMMARY:Okuli
DESCRIPTION:"Der Einsatz ist hoch", heißt es nicht nur im Glücksspiel. Manche Entscheidungen im Leben verlangen uns viel ab: Kraft und Energie, Geld und Geduld, Tränen, manchmal auch Trennungen. Und trotzdem würden wir uns wieder genauso entscheiden. Weil es rückblickend richtig war, weil uns die Erfahrung reicher gemacht hat.  Auch bei Jesus ist der Einsatz hoch, das zeigt der Sonntag Okuli. Wer Jesus nachfolgen will, muss verzichten lernen, darf nicht zurückschauen. Wer Gott ernst nimmt, muss Entscheidungen treffen für ein Leben in Liebe und Hingabe. Die Bibel erzählt von Menschen, die Gott bis zum Äußersten gefordert hat: Jeremia, der um Gottes Willen verspottet wird; Elia, der  auf der Flucht zu Tode erschöpft ist. Und doch erfahren gerade sie: Gott ist bei mir. Er macht mich stark.
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DTSTART:20200315
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SUMMARY:Lätare
DESCRIPTION:"Der gewinnt auch dem Schlimmsten noch etwas Gutes ab!" Ein Kopfschütteln, ein leises Bewundern. Manche Leute verbreiten Freude, obwohl sie wirklich nichts zu lachen haben. "Freut euch - allem Leiden zum Trotz!" Mitten in der Passionszeit erklingt dieser Ruf am Sonntag Lätare.  Freuen - warum? Weil schon im Sterben das Leben begriffen ist. Plastisch die Bilder, die Jesus wählt: Nur das Samenkorn, das in die Erde fällt, bringt Frucht. Brot muss verzehrt werden, um stärken zu können. Er selbst ist das Brot für uns, das jetzt schon den Hunger nach Leben stillt. Gottes Zusage gilt: "Es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen, aber meine Gnade soll nicht von dir weichen, und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen, spricht der HERR, dein Erbarmer."
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DTSTART:20200322
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SUMMARY:Judika
DESCRIPTION:"Wer nicht hören will, muss fühlen." Wer sich nicht unterordnet, wer nicht gehorcht, muss oft genug die Konsequenzen tragen. Und doch: Blinder Gehorsam kann zur Katastrophe führen, ziviler Ungehorsam gar geboten sein.  Es ist ein harter Gott und ein blinder Gehorsam, den der Sonntag Judika beschreibt: Ein Gott, der Ungehorsam mit Strafen schlägt und Abrahams Gehorsam grausam auf die Probe stellt. Ein Gott, der Jesus abverlangt, als Opfer in den Tod zu gehen? Dunkel ist dieser Gott und fern. Doch auf der anderen Seite steht Gott, der selbst gehorsam ist, der den Menschen dient und ihnen zum Leben verhilft. Auch hinter der dunkelsten Geschichte scheint das durch: Gott will, dass allen Menschen geholfen wird. Im Vertrauen darauf wird es möglich, sich auf Gott zu verlassen und dem Nächsten zu dienen.
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DTSTART:20200329
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SUMMARY:Palmarum / Palmsonntag
DESCRIPTION:Es gibt Momente, in denen ist nichts, wie es scheint. Ein fröhliches Gesicht versteckt tiefe Trauer, wer Härte zeigt, kann auch barmherzig sein, und hinter einer scheinbar so düsteren Zukunft verbirgt sich eine neue Chance. Grenzmomente sind das, unsicher und vage. Erst im Nachhinein deute ich die Zeichen richtig.  Der Palmsonntag führt in eine solche Grenzzeit hinein: Die Hände die eben noch Palmzweige schwingen, sind fast schon zu Fäusten geballt. Das "Hosianna" wird zum gellenden "Kreuzige"-Ruf, fröhliche Gesichter erstarren zu Fratzen. Und doch ist es Jesu Tod am Kreuz, der den Menschen Leben bringt. Sein Weg ins Dunkel war ein Weg ins Licht, heute bekennen wir das. Im Geschlagenen, im Verachteten war Gott ganz nah. Nur wenige erkannten das, wie die Frau, die den Todgeweihten wie einen König salbte.
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DTSTART:20200405
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SUMMARY:Gründonnerstag
DESCRIPTION:Wann habe ich ihn zum letzten Mal gesehen? Welche Worte wurden gesprochen, und was wurde verziehen? Wie wichtig werden diese Fragen, wenn ein geliebter Mensch stirbt. Wohl denen, die Abschied nehmen durften oder gar ein letztes Wort mitbekamen. Sie behalten es ein Leben lang.  Vom letzten Vermächtnis Jesu berichtet der Gründonnerstag. Jesus nimmt sich viel Zeit zum Verabschieden, macht den Jüngern Mut, wäscht ihnen die Füße und gibt ihnen Worte und Zeichen für die Zeit ohne ihn. Und das Vermächtnis lebt. Noch heute bekennen Christen: Im Abendmahl ist Jesus ganz nah, auch nach 2000 Jahren noch. Er gibt uns an seinem neuen Leben Anteil. Ihn ehren wir, wenn wir einträchtig und ohne Trennungen das Brot brechen und den Wein teilen.
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DTSTART:20200409
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END:VEVENT
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SUMMARY:Karfreitag
DESCRIPTION:Wer kann ermessen, wie tief menschliches Leid geht? Hilflos und voller Furcht stehen wir davor. "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" Wer so schreit, fühlt sich ganz allein. Doch Gott weicht dem tiefsten menschlichen Leid nicht aus, davon berichtet der Karfreitag. Er begegnet ihm auf unbegreifliche Art: In Jesus begibt Gott sich selbst kompromisslos in die Nacht hinein. Er wird von Freunden verraten, verspottet, gefoltert und schließlich am Kreuz hingerichtet.  Die ersten Christen bekannten: Jesus ist für unsere Sünden gestorben. Nichts, was wir tun, kann so schlimm sein, dass wir verloren gehen. Aber heute haben immer mehr Menschen Schwierigkeiten damit: Braucht Gott ein Opfer zur Sühne? Er braucht es nicht, aber er ist den Menschen im Leiden ganz nah. Keine Schranken soll es geben zwischen ihm und uns. Zeichen dafür ist das Kreuz, das Himmel und Erde verbindet.
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DTSTART:20200410
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END:VEVENT
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SUMMARY:Karsamstag
DESCRIPTION:Wer kann ermessen, wie tief menschliches Leid geht? Hilflos und voller Furcht stehen wir davor. "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" Wer so schreit, fühlt sich ganz allein. Doch Gott weicht dem tiefsten menschlichen Leid nicht aus, davon berichtet der Karfreitag. Er begegnet ihm auf unbegreifliche Art: In Jesus begibt Gott sich selbst kompromisslos in die Nacht hinein. Er wird von Freunden verraten, verspottet, gefoltert und schließlich am Kreuz hingerichtet.  Die ersten Christen bekannten: Jesus ist für unsere Sünden gestorben. Nichts, was wir tun, kann so schlimm sein, dass wir verloren gehen. Aber heute haben immer mehr Menschen Schwierigkeiten damit: Braucht Gott ein Opfer zur Sühne? Er braucht es nicht, aber er ist den Menschen im Leiden ganz nah. Keine Schranken soll es geben zwischen ihm und uns. Zeichen dafür ist das Kreuz, das Himmel und Erde verbindet.
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DTSTART:20200411
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SUMMARY:Osternacht
DESCRIPTION:An der Schwelle zwischen Tod und Leben, Dunkel und Licht wird die Osternacht gefeiert. In dieser Nacht, in der Jesus auferstand, liegen Trauer und Hoffnung, Todesschwärze und das jubelnde Lob der neuen Schöpfung dicht beieinander.  So spannt die Liturgie einen weiten Bogen: von der guten Schöpfung im Anbeginn über die Abwendung des Menschen von Gott, den Auszug aus Ägypten bis hin zur immer neuen Abkehr vom richtigen Weg. All das gipfelt im Kreuz. Ostern, so die Botschaft dieser Nacht, ist ein neues, umwälzendes Befreiungsgeschehen. Mit seiner Auferstehung zerreißt Jesus so viel: unsere Trennung von Gott, unsere Ohnmacht, unseren Tod. "Christ ist erstanden", mit dem Licht, das entzündet wird, erklingt dieser Osterjubel neu - dem Tod zum Trotz.   Tradition: Taufe in der Osternacht
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DTSTART:20200411
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END:VEVENT
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SUMMARY:Ostersonntag
DESCRIPTION:Die erste Liebe oder die Geburt eines Kindes, Rettung aus höchster Gefahr - es gibt Ereignisse, die erfüllen uns mit unaussprechlicher, tiefer Freude. Singen möchte man und jubeln, oder man bekommt kein Wort heraus vor lauter Glück.  Ostern, das ist das Fest purer Freude. Einer Freude, die deswegen so rein ist, weil sie die Tiefen kennt und sie doch bezwungen weiß. Ostern ist das Urdatum der Kirche. Die drei Frauen am Grab, die Jünger, denen der Auferstandene erscheint und Maria Magdalena, sie können nach dem ersten Schrecken nicht schweigen: Jesus lebt! Die Liebe hat den Tod bezwungen. Er hat die letzte Macht über uns verloren. Wer gegen allen Augenschein in diesem Vertrauen lebt, der kann freier handeln, der wird aufstehen gegen alles, was das Leben bedroht. "Tod, wo ist dein Stachel?", fragt der Apostel Paulus zurecht.  Brauchtum: Osterlachen
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DTSTART:20200412
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SUMMARY:Ostermontag
DESCRIPTION:Manchmal sehe ich das Offensichtliche nicht. Die Lösung, die zum Greifen nah ist, einen Menschen, der Hilfe bringt. Da müssen mir erst die Augen aufgehen.  Auch für die Gegenwart Jesu sind wir oft blind, das zeigt der Ostermontag.  Meilenweit wandern zwei Jünger neben dem Auferstandenen nach Emmaus, bevor sie ihn erkennen. Erst als er das Brot mit ihnen bricht, gehen ihnen die Augen auf. Es ist so viel leichter, an den Tod zu glauben, als an das Leben, auch heute noch. Doch mit Jesu Auferstehung ist jedem Einzelnen das Leben verheißen, auch nach dem Sterben. Die alttestamentliche Vision von Gott, der den Tod zerstört - in Jesus wird sie Wirklichkeit. Wer daran glaubt, für den gibt es keine Hoffnungslosigkeit.
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DTSTART:20200413
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SUMMARY:Quasimodogeniti
DESCRIPTION:"Ich glaube nur, was ich sehe", sagen viele. Was ich mit dem Verstand fassen kann, was ich be-greifen kann, nur das hat Bestand. Auferstehung? Das passt da nicht hinein.  Auch viele Jünger konnten die Botschaft von der Auferstehung Jesu zunächst nicht glauben. Wo war der Beweis? Wo die logische Erklärung? Der erste Sonntag nach Ostern (Quasimodogeniti) erzählt davon, wie Jesus den Zweiflern und Skeptikern entgegenkam, sich anfassen ließ und gemeinsam mit ihnen aß. So konnten sie später auch glauben, was sie nicht sahen: die unsichtbare Gemeinschaft mit Christus. Schon jetzt haben Christen Anteil an seinem, dem neuen Leben. Darf man das glauben? "Selig sind, die nicht sehen und doch glauben", sagt Jesus.
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DTSTART:20200419
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SUMMARY:Misericordias Domini
DESCRIPTION:Manchmal wünsche ich mir das: Einen, der für mich sorgt, der mir den rechten Weg zeigt und mich unbeschadet durch Gefahren führt, einen, der meinen Durst nach Leben stillt und nach mir sucht, wenn ich verloren gehe. Jesus, der "gute Hirte" steht im Zentrum des zweiten Sonntags nach Ostern. Das Urbild des Schäfers spricht Kinder wie Erwachsene an. Das neue Testament bekennt Christus als den guten Hirten, der das Verlorene nicht aufgibt und der sein Leben für das ihm Anvertraute lässt. Jeder einzelne zählt. Die biblischen Texte warnen aber auch vor schlechten Hirten, die nur an ihr eigenes Wohl denken, bei Gefahr davonlaufen und das Schwache nicht stärken. Da gilt es, sich an den guten Hirten zu halten und nach seinem Beispiel selbst auf andere zu achten.
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DTSTART:20200426
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END:VEVENT
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SUMMARY:Jubilate
DESCRIPTION:Jubilate - Jubelt! Wie leicht ist es, im Frühjahr in den Jubel der wiedererwachenden Natur einzustimmen. Ihr Wiederaufblühen wird in der Osterzeit zum wunderbaren Sinnbild der Auferstehung.  Schöpfung und neues Leben sind Themen des Sonntags Jubilate. Er erzählt von der guten Schöpfung am Anfang, aber auch von ihrer Vorläufigkeit. Auch Christen sind der Vergänglichkeit unterworfen. Und doch haben sie bereits eine Ahnung von neuem Leben. Denn Jesus ist auferstanden. Für den, der daran glaubt, hat der Tod seine Endgültigkeit verloren. Neu zu werden ist möglich, auch hier und heute. Wer an dieser Hoffnung festhält, dem wächst Stärke zu. Denn wie der Weinstock seinen Trieben Kraft gibt, so haben auch Christen ihren Halt in Christus und können sich immer wieder zum Leben rufen und erneuern lassen.
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SUMMARY:Kantate
DESCRIPTION:Der ausgelassene Tanz, das Lied, das Trauernden die Tränen löst, das Pfeifen im Dunkeln und die Arie, die tief ins Herz dringt - Musik lässt niemanden unbewegt. Evangelische Frömmigkeit wäre nicht denkbar ohne sie. Um Musik und Gesang drehen sich die biblischen Lesungen am Sonntag Kantate (Singt!): Der erleichterte Dank der Geretteten, das mächtige Loblied der Werke Gottes und der mutige Gesang, der Kerkermauern sprengt - sie alle vereinen sich zu einem vielstimmigen Lob Gottes. Kein Bereich des Lebens soll von diesem Lob ausgeschlossen sein, keiner ist zu gering für diese Musik. Je mehr unser Leben zum Gesang wird, desto stärker wird uns dieses Lied verändern zu liebevolleren und dankbaren Menschen.
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SUMMARY:Rogate
DESCRIPTION:Wie komme ich in Kontakt mit Gott? Bleibt nicht ungehört, was ich zu ihm spreche? Vielen Erwachsenen fällt das Beten schwer. Andere erleben es als befreiend, ihr Herz auszuschütten oder in der Stille Gott zu suchen.  Der Sonntag Rogate (Betet!) ermutigt zum Gebet. Auch Jesus hat immer wieder dazu aufgerufen. Vielfältige Formen des Betens finden sich schon in der Bibel: Das stürmische  und unnachgiebige Gebet, das Gott drängt wie einen Freund, das stellvertretende Einstehen für andere und der Dank. Jesus verspricht, dass wer in seinem Namen bittet, bei Gott nicht auf taube Ohren stößt. Und er lehrt seine Jünger das Gebet, das alle anderen umfasst: das Vaterunser. Es müssen nicht viele Worte sein. Dieses ist genug. Es führt zum Hören auf Gott. Nicht unser, sondern Gottes Wille soll geschehen.
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SUMMARY:Christi Himmelfahrt
DESCRIPTION:"Hier ist der Himmel auf Erden", sagen wir in Momenten, in denen es uns rundum gut geht. Was ist der Himmel? Die unendlich blauen Weiten über uns oder die scheinbar zeitlosen Sekunden, in denen wir glücklich sind?  Wenn wir Christi Himmelfahrt feiern, erinnern wir an den Abschied Jesu von seinen Jüngern 40 Tage nach seiner Auferstehung. Er kehrt zurück zu Gott. Seit dieser Zeit ist für Christen der Himmel dort, wo Jesus Christus ist. Zwischen Himmel und Erde leben sie. Und doch: "Was steht ihr da und schaut in den Himmel?" Die Frage an die Jünger gilt auch uns. Im Hier und Jetzt, in unserer Gegenwart können wir etwas vom Himmel erfahren: in dem Glanz auf den Gesichtern unserer Mitmenschen, in Momenten der Freude und der Liebe, in denen wir eins sind mit Gott und Menschen.
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SUMMARY:Exaudi
DESCRIPTION:Manchmal wird mir der Abschied schwer: Wenn ich dem Zug hinterher blicke oder hinter der Absperrung am Flughafen stehe. Noch viel schwerer ist es, wenn ich nicht weiß, ob wir uns wiedersehen werden. Den Abschied Jesu von seinen Jüngern beschreibt der Sonntag Exaudi (Erhöre!). Seit seiner Himmelfahrt ist Jesus nicht mehr sichtbar bei ihnen. Es liegen harte Tage vor ihnen. Doch Jesus lässt sie nicht allein. Auf andere Art wird er ihnen nahe sein: in ihren Herzen, als nie versiegende Quelle der Kraft. In einem neuen Geist werden sie Jesus erkennen. Das ist kein Ersatz für seine Anwesenheit, aber ein Trost. Noch heute lebt dieser Geist unter uns: Wo nach Gottes Willen gefragt wird, wo Liebe unser Handeln prägt, da wird er spürbar. Aber auch dort, wo wir verzagen, wo uns der Hals zugeschnürt ist, ist er uns tröstend nahe und bringt unsere Anliegen vor Gott.
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SUMMARY:Pfingstsonntag
DESCRIPTION:Dass ich andere nicht verstehe, das erlebe ich so oft: In fremden Ländern, bei Fachgesprächen oder wenn ich an anderen vorbeirede. Das Gegenteil geschieht an Pfingsten. Jünger, die gerade noch mutlos waren, überkommt eine große Kraft, wie ein Sturmwind. Bewegt vom Heiligen Geist sprechen sie von Jesus Christus, und das Wunder geschieht: Jeder kann sie in seiner eigenen Sprache verstehen. Viele lassen sich taufen: Die Kirche ist geboren. Pfingsten lädt ein, darüber nachzudenken, welche Sprache wir sprechen: die Sprache der Angst oder die der Liebe. Der Pfingstgeist hält Jesus unter uns lebendig. Es ist ein Geist, der Menschen verbindet und nicht trennt, der befreit und nicht einengt, ein Geist, der uns die Augen öffnet für Unrecht und uns den Mund auftut für die Wahrheit.
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SUMMARY:Pfingstmontag
DESCRIPTION:Die eine kann gut lesen und der andere hat einen guten Geschmack. Diese kann gut zuhören und jener hat einen wachen, kritischen Verstand. So bunt und vielfältig wie die Menschen sind die Begabungen in den christlichen Gemeinden. 
Die praktischen Auswirkungen des Heiligen Geistes hat der Pfingstmontag im Blick. Da ist Petrus, der, bewegt von Gottes Geist, erkennt, dass Jesus der Messias ist. Da sind jene, die ihre Erfahrungen mit Gott weitergeben, und andere, die die Zeichen der Zeit erkennen. Alle Gaben aber vereint ein Geist: die Kraft, die von Jesus Christus ausgeht und die der Liebe und dem Aufbau der Gemeinde dient. 
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SUMMARY:Trinitatis
DESCRIPTION:Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist, der eine Gott in drei Personen - viele tun sich damit schwer. Drei in einem - wie soll das gehen?  Am Sonntag Trinitatis feiern Christen das Fest der Dreieinigkeit Gottes - einer theologischen Idee, die schwierig ist und doch viel über das Wesen Gottes aussagt. Gott ist umfassender, als ein Mensch begreifen kann. Aber er lässt sich auf eine Geschichte mit den Menschen ein und offenbart ihnen mit der Zeit immer mehr von sich: Als Vater erwählt sich Gott ein Volk, als Sohn  nimmt er sich des Schicksals aller Menschen an, bezieht schließlich in jedem einzelnen Wohnung: als Begeisterung, als Tröster und als Liebeskraft. Gott ist reine Beziehung - zu der Welt und in sich selbst. Niemand ist von seiner Gegenwart ausgeschlossen. Gott kann und will nicht für sich sein. Ein Ausdruck dafür ist seine Dreieinigkeit.
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DTSTART:20200607
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SUMMARY:1. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Die einen predigen Gesundheit oder Erfolg, andere Reichtum oder Schönheit. Im Dschungel der fast unbegrenzten Sinnangebote kann man sich leicht verlaufen: Welche Heilsversprechen führen in die Irre? Welche der mir angebotenen Wege führen wirklich zum Leben, sind von Gott? Der 1. Sonntag nach Trinitatis ermuntert dazu, achtsam zu bleiben für die Stimme Gottes zwischen den vielen Stimmen um uns. Dazu gibt es Hörhilfen: Die Worte und Werke Jesu, das Zeugnis von Mose und den Propheten, ein Bekenntnis, das an Gott allein festhält. Alle weisen den einen Weg: den Weg der Liebe, die sich furchtlos und freigiebig dem anderen zuwendet.
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DTSTART:20200614
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SUMMARY:2. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:"Tut mir Leid, keine Zeit" - eine Absage, schnell und achtlos dahingesagt, manchmal später bereut. Wer kennt das nicht? Wenn Gott einlädt zum Fest des Lebens, dann gibt er überfließend und umsonst. Dann gilt seine Einladung allen: Wohlhabenden und Armen, Nahestehenden und Fernen, Glaubenden und Zweifelnden. Gut für die, die keine Entschuldigung vorschützen und keine Ausflüchte suchen. Der 2. Sonntag nach Trinitatis ermuntert dazu, Gottes Einladung nicht auszuschlagen, sondern sich an seinen Tisch rufen zu lassen - in eine bunt gemischte Gemeinschaft, in der sich niemand profilieren muss, sondern in der ein Klima der gegenseitigen Achtsamkeit und Wertschätzung, Offenheit für Außenstehende und Nachsicht gegen Schwächere herrscht.
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DTSTART:20200621
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SUMMARY:Tag d. Geb. Johannes d. Täufers
DESCRIPTION:In manchen Familien häufen sich die berühmten Persönlichkeiten. „Früher war ich immer der Sohn meines Vaters, heute bin ich der Vater meines Sohnes“ hat der Vater des Komponisten Felix Mendelssohn-Bartholdy und der Sohn des Philosophen Moses Mendelssohn, Abraham Mendelssohn-Bartholdy immer wieder erzählt. Ähnlich ist es in der Familie Jesu: Sein älterer Cousin, Johannes, hat schon vor Jesus Berühmtheit erlangt. Er ist der Vorläufer, der Wegbereiter, der Täufer – eine schillernde, streitbare Persönlichkeit. Am Festtag der Geburt Johannes des Täufers stehen seine Person und sein Leben im Mittelpunkt – die wundersame Ankündigung seiner Geburt und seine Beziehung zu Jesus Christus, in dessen Schatten er immer mehr tritt. Dies macht der Wochenspruch aus dem Johannesevangelium sehr deutlich: „Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen.“ (Joh 3,30)
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DTSTART:20200624
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SUMMARY:3. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Manchmal stehe ich da und möchte die Zeit zurückdrehen: Mein verletzendes Wort, meine falsche Entscheidung, meine Unachtsamkeit… "Wenn man es doch ungeschehen machen könnte!" Es ist schmerzlich, wenn das nicht gelingt. Was bei Menschen oft nicht mehr geht, bei Gott ist es möglich - das ist die Botschaft des 3. Sonntags nach Trinitatis. Gott will nicht, dass Menschen verloren gehen. Er lässt sie ihre Wege suchen und ihre Fehler machen: Das Schaf, das auf Abwege gerät den Zöllner Zachäus, der den Menschen das Geld aus der Tasche zieht, und den Sohn, der es zu Hause nicht mehr aushält. Doch wie der gute Vater lässt Gott sie nicht fallen: Er wartet, geht entgegen, feiert ein Fest für den wieder gefundenen Sohn.  Eindringlich klingt die Mahnung des Propheten: Wagt umzukehren! Ihr könnt zurück, wenn ihr nur wollt.
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DTSTART:20200628
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SUMMARY:4. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Sympathisch oder unsympathisch? Innerhalb weniger Sekunden ist die Entscheidung gefällt. Auch mit dem moralischen Urteil geht es sehr schnell. Wir "wissen" meist sehr gut, was verwerflich ist, und tun lautstark oder subtil unsere Verachtung kund. Vorsicht vor solchen Urteilen!, warnt der 4. Sonntag nach Trinitatis. Denn es gibt niemanden, der ohne Fehler ist, der nicht immer wieder der Großzügigkeit und der Nachsicht bedarf. Einzig Gott ist es, der richten kann. Darum ermutigt Jesus zum Vergeben: Wer aus dem Bewusstsein lebt, dass Gott ihm barmherzig entgegenkommt, der kann versuchen, versöhnt zu leben, wie Josef, der seinen Brüdern nach langer Zeit das Unrecht verzeiht, das sie ihm angetan haben.
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DTSTART:20200705
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SUMMARY:5. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:"Kommt und seht!" Diese Einladung Jesu gilt uns heute wie den Jüngern vor 2000 Jahren. Von Menschen, die sich in Gottes Dienst rufen ließen, erzählt der 5. Sonntag nach Trinitatis. Der Nomade Abraham, der auf Gottes Wort hin auszieht, und die Fischer, die ihre Netze zurücklassen, Paulus, der durch die Botschaft des Auferstandenen zum Apostel wird  - sie alle sind bereit, Altes aufzugeben und mit Gott neue Wege zu gehen. Selbst wenn es unvernünftig scheint.  Das ist riskant, denn oft müssen sie Unverständnis und Spott ihrer Umgebung und den Widerspruch ihrer eigenen Familien ertragen. Doch sie dürfen sehen: Die übervollen Netze sind erst der Anfang unzähliger wunderbarer Erfahrungen. Wer Jesus folgt, entdeckt immer tiefer, wo Gott auf Erden Wohnung nimmt.
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DTSTART:20200712
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SUMMARY:6. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Die meisten waren so klein, dass sie sich heute nicht mehr daran erinnern können. Und trotzdem wurde damals ein Fundament für das ganze Leben gelegt. Der 6. Sonntag nach Trinitatis steht ganz im Zeichen der Taufe. Er erinnert an den Auftrag Jesu, Menschen zu taufen und an das Geschenk, das am Beginn des Lebens als Christ und Christin steht:  Jesu Leben, Sterben und Auferstehen gilt mir, mein Leben ist vor Gott rein und gut. Über meinem Leben steht die Zusage: "Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!" Viele Gemeinden taufen an diesem Sonntag oder feiern ein Taufgedächtnis.
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DTSTART:20200719
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SUMMARY:7. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Ich habe so viel - und trotzdem bin ich manchmal ganz leer. Ich werde täglich satt, und trotzdem habe ich einen ungeheueren Durst nach mehr. Ich sehne mich nach etwas, das ich nicht beschreiben kann… Dass Gott körperlichen und seelischen Hunger stillt - davon erzählen die Lesungen des 7. Sonntag nach Trinitatis, der aus verschiedenen Perspektiven das Abendmahl beleuchtet.  Essen und Trinken, Zusammensitzen und Feiern gehören zum christlichen Glauben. Jesus nahm die natürlichen Bedürfnisse der Menschen ernst, sättigte Tausende mit fünf Broten und zwei Fischen und saß mit unterschiedlichsten Menschen zu Tisch. Im Abendmahl setzen Christen von Anfang an diese einträchtige Tischgemeinschaft fort und nehmen die Zeit vorweg, in der der Hunger nach wahrem Leben gestillt sein wird.
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DTSTART:20200726
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SUMMARY:8. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Was ich tue oder unterlasse, was ich sage und plane, ist nicht gleichgültig. Wer vom Glauben an Jesus angesteckt ist, der weiß: Ich bin verantwortlich. Mein Leben kann etwas verändern. Wie ein Stein, der ins Wasser fällt, oder wie ein Funke, der überspringt, setzt die frohe Botschaft von Jesus Christus Menschen in Bewegung.  So spricht der 8. Sonntag nach Trinitatis von den Auswirkungen des Glaubens: Als Licht der Welt und Salz der Erde werden Christen in der Welt nicht unbemerkt bleiben und oft genug auch darin anecken. Als Wohnstätten für Gottes Geist werden sie sorgsam und besonnen mit ihrem Körper umgehen. Von Gottes Licht berührt, werden sie selbst wie Kirchenfenster leuchten und das Dunkle meiden.
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DTSTART:20200802
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SUMMARY:9. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Welche Sicherheiten habe ich? Womit kann ich rechnen? Oft ist mir mein Leben undurchsichtig, und die Welt um mich verändert sich schnell. Dann will ich nichts riskieren, einfach nur dahinleben… Doch der 9. Sonntag nach Trinitatis beunruhigt: Wer sich auf Gott einlässt, muss auf Überraschungen gefasst sein - wie Paulus, dessen Werte durch die Begegnung mit Jesus auf den Kopf gestellt werden, wie Jeremia, der sich für zu jung hält und trotzdem zum Propheten berufen wird, wie der Mann, der auf einen Schatz stößt und spontan seinen ganzen Besitz dafür verkauft.  Nur wer etwas riskiert, wer seine Gaben Gott und den Menschen zur Verfügung stellt, wird letztlich reich dastehen. Welch ein Paradox: Nur wer sich nicht auf weltliche Sicherheiten verlässt, dessen Lebenshaus steht auf festem, sicherem Grund.
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DTSTART:20200809
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SUMMARY:10. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Israel - ein von Konflikten gebeuteltes Land. Eine grauenvolle Geschichte, die Deutschland und Israel trennt und verbindet. Israel - Ursprung des Christentums, verachtet und idealisiert, bewundert und verfolgt. All diese Facetten spielen am "Israelsonntag" eine Rolle. Er erinnert seit dem 16. Jahrhundert an den Gedenktag der Zerstörungen des Jerusalemer Tempels.  Freilich wurde er in seiner Geschichte sehr unterschiedlich begangen: Während in der Vergangenheit die Überlegenheit des Christentums demonstriert wurde, stehen heute die Trauer über das Unrecht, das den Juden angetan wurde, sowie die heutigen guten Beziehungen zwischen Juden- und Christentum im Vordergrund. Auch wenn wir nicht wissen, was Gottes Plan mit den beiden Religionen ist, so bleibt Israel doch Gottes auserwähltes Volk.
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DTSTART:20200816
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SUMMARY:11. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:"Mein Haus, mein Auto, mein Boot" - auch wenn ich nicht so dick auftrage, habe ich doch gern etwas vorzuweisen: einen sicheren Arbeitsplatz, eine intakte Partnerschaft oder wohl geratene Kinder. Vor Gott zählen solche "Errungenschaften" nichts. Es gibt nichts, womit ich mich vor ihm brüsten könnte, zeigt der 11. Sonntag nach Trinitatis, weder mit meinem Erfolg, noch mit meinem Glauben.  Gerade diejenigen, die wissen, dass sie vor Gott nichts vorzuweisen haben, und sich ganz auf ihn verlassen, denen wendet er sich zu. Jesus lässt sich von Zöllnern einladen und von einer Prostituierten salben. Gerade sie können seine Zuneigung schätzen und mit Liebe antworten. Wir können Gottes Liebe nicht verdienen, nur dankbar empfangen.
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DTSTART:20200823
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SUMMARY:12. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Manchmal verstumme ich vor dem Leid anderer Menschen. Manchmal stehe ich wie gelähmt vor den Herausforderungen für unsere Welt. Manchmal verschließe ich meine Augen vor den Bildern, die täglich über den Fernseher auf mich einströmen und meine Ohren vor den Klagen Verzweifelter. Manchmal verschließe ich mein Herz…  Von Jesus, der Menschen Augen und Ohren aufschließt, von der Vision einer Welt ohne Leid und Krankheit, von dem Ende jeder Ungerechtigkeit spricht der 12. Sonntag nach Trinitatis. Aber er geht noch weiter: Er erzählt von Menschen, die, angeregt vom Beispiel Jesu, selbst andere aus der Erstarrung holen. Menschen werden auf vielfältige Weise von Jesus berührt und verbreiten sein Lob - und bauen nach ihren Kräften mit an Gottes Reich.
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DTSTART:20200830
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SUMMARY:13. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:"Man kann doch nicht einfach so zusehen" - leider doch. Jahr für Jahr sterben Menschen, weil andere wegschauen, schweigen, abwarten. Der Mensch ist "seines Bruders Hüter", trägt Mitverantwortung für ihn, sagt der 13. Sonntag nach Trinitatis. Wer an Jesus Christus glaubt, den kann die Not anderer Menschen nicht unberührt lassen. Der greift nach seinem   Vermögen zu und hilft, selbst wenn es ihm Nachteile einbringt.  Wer so nach Gottes Willen handelt, den bezeichnet Jesus als Schwestern und Brüder. Doch wer ein so weites Herz nicht hat, wer eine solche Liebe für den Nächsten nicht aufbringen kann, hat noch wenig von Gott begriffen. Denn Gott ist in der Liebe machtvoll gegenwärtig. Und wenn die Kraft dazu nicht reicht? Gottes Liebe bleibt unerschöpflich.
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DTSTART:20200906
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SUMMARY:14. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Immer wieder das Gleiche: Wenn es mir schlecht geht, dann vergesse ich zu gerne, wie viel Gutes mir schon in meinem Leben geschenkt wurde. Geht es mir aber wieder gut, dann kommt es mir selbstverständlich vor. Der 14. Sonntag nach Trinitatis hilft dem Gedächtnis auf die Sprünge und öffnet die Augen dafür, von wem all das Gute kommt, mit dem wir beschenkt sind: "Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat".  Wer dankbar lebt, der ist nicht nur glücklicher, der lebt auch in Gottes Geist. Der Geist, der es uns erlaubt, kindlich zu Gott zu beten und von ihm Gutes zu empfangen, weckt auch die Erinnerungen an die Wohltaten Gottes. Der öffnet auch dem Geheilten den Mund zu Gottes Lob.
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DTSTART:20200913
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SUMMARY:15. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Oft wächst mir mein Leben über den Kopf. Ein dickes Paket von Sorgen scheint mich niederzudrücken. Um meine Zukunft, meine Kinder, anstehende Entscheidungen. Und dann die vielen Fragen: Werde ich gut ankommen? Wie schaffe ich das enorme Arbeitspensum? Was soll ich sagen? Was anziehen? Manchmal raubt mir das den Schlaf.  Doch vieles erweist sich nach Wochen als unbegründet. "Sorgt euch doch nicht so viel" - dieses Wort Jesu steht über dem 15. Sonntag nach Trinitatis. Der Gott, der in der Schöpfung für seine Menschen reich gesorgt hat, der wird sich auch weiter um sie kümmern - auch durch andere. Im Vertrauen darauf könnten sie das Sorgen aufgegeben und frei werden für ein Leben, das sich nur auf Gott verlässt. Ja, wenn der Glaube nur größer wäre!
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DTSTART:20200920
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SUMMARY:16. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Das unschuldige Sterben eines Kindes, eine Naturkatastrophe, die tausende Leben auslöscht, ein Völkermord, der den Atem nimmt - Gründe zum Zweifeln angesichts des Todes gibt es genug. Dem stellt der 16. Sonntag nach Trinitatis das Angreifbarste und Wichtigste des christlichen Glaubens entgegen: Wir mögen hier und jetzt den Tod erleiden - durch Christus verliert der Tod seine Macht. Schon zu Jesu Lebzeiten geschah das, als er Menschen dem Tod abrang, und noch viel mehr durch sein Sterben und Auferstehen.  Aus der Hoffnung heraus, dass der Tod nicht das letzte Wort hat, könnten Christen mutiger und weitsichtiger in Liebe leben. Sich daran zu halten und darauf zu vertrauen, dass Gottes Güte mächtiger ist als der Tod, dazu ermutigt dieser Sonntag.
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DTSTART:20200927
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SUMMARY:Michaelistag
DESCRIPTION:Sie sind klein und pummelig oder schlank mit langem blondem Haar, sie hängen in Autos oder am Schlüsselbund: Engel haben Hochkonjunktur.  Der Michaleistag, der Gedenktag des Erzengels Michael und aller Engel, wird in der evangelischen Kirche selten begangen. Dennoch spielen auch hier die Himmelswesen eine wichtige Rolle. Aber niedlich sind die biblischen Engel keineswegs. Als machtvolle Boten, die dem Bösen widerstehen, als Gottes "Heerscharen" treten sie auf: Michael, der mit dem Teufel kämpft, der Engel, der aus dem Gefängnis führt und der Gottesgesandte, der unsichtbar, aber gewaltig, vom falschen Weg abbringt. Auch von Schutzengeln weiß die Bibel zu berichten. Eines jedoch wird ganz deutlich. Die Engel haben keine eigene Macht. Sie sind Diener, die durch ihren Auftrag zu Himmelsboten werden.   Nach dem Michaelistag richtet sich in der evangelischen Kirche der Termin des Erntedankfestes.
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DTSTART:20200929
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SUMMARY:Erntedank
DESCRIPTION:Der Riesenkürbis und die volle Ähre, die Honigwabe und das Brot - im reich geschmückten Erntealtar kommen Fülle der Natur und Früchte der Arbeit recht zur Geltung. Doch wir ernten mehr: Nahrung und Kleidung, jedes Wachsen und Gedeihen in Partnerschaft und Familie, große und kleine Erfolge im Beruf - da ist so viel, wofür wir danken können.  Das Erntedankfest gibt der Dankbarkeit Raum und wendet sie hin zu Gott. Wer dankt, sieht nichts als selbstverständlich an und weiß sich von Gott reich beschenkt. Ängstliches Sammeln und übermäßiges Sorgen ist ihm fremd. Gottes Großzügigkeit steckt an. So lenkt der Sonntag den Blick über den eigenen Tellerrand hinaus und ruft zum verantwortungsvollen Teilen von Besitz und Ressourcen auf. Wer so geben kann, dessen Quellen werden nie versiegen.
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DTSTART:20201004
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SUMMARY:18. So n. Trinitatis
DESCRIPTION:Das eine geht nicht ohne das andere: Man kann noch so sehr für Gott eifern, ohne die Liebe zu anderen Menschen bleibt man ihm fern. Man kann sich noch so sehr für andere aufarbeiten, ohne die Rückbindung, ohne die Liebe zu Gott fehlt das Fundament.  Gott lieben und meinen Nächsten wie mich selbst - dieses höchste Gebot steht im Zentrum des 18. Sonntag nach Trinitatis. Auch die zehn Gebote weisen den Weg zur Gottes- und Nächstenliebe. Wenn christliche Gemeinden unterschiedslos offen sind für Menschen aller Bevölkerungsschichten und Lebenssituationen, wenn sie einträchtig und freundlich miteinander umgehen, sich gegenseitig zum Glauben ermuntern und sich für den Frieden einsetzen, dann strahlen sie etwas von dieser Liebe aus.
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DTSTART:20201011
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SUMMARY:19. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Es gilt als bewiesen, dass Christen gesünder sind als andere Menschen. Sie haben weniger psychischen Stress, heißt es, und bessere Wege der Verarbeitung. Seelische Belastungen können krank machen. Sehr sensibel reagiert unser Organismus auf unsere inneren Nöte. Der 19. Sonntag nach Trinitatis schafft einen Zusammenhang zwischen seelischer Entlastung und körperlicher Heilung. Gottes immer neue Zuwendung ist es, die den Menschen gesund  macht. Jesus vergibt einem Gelähmten seine Sünden, bevor er ihn heilt. So sollen  auch christliche Gemeinden für Kranke beten und Sünden vergeben.  "Willst du gesund werden?" Diese nur scheinbar absurde Frage trifft. Ist es nicht leichter, im Alten zu verharren? Bin ich bereit, mich von Gott anrühren zu lassen - wenn ich dabei mein Leben ändern und ein neuer Mensch werden muss?
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DTSTART:20201018
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SUMMARY:20. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Was ist richtig? Was ist falsch? In einer Welt, in der ich oft nur Grautöne sehe, hätte ich das gerne: Klare moralische Grundregeln und Verhaltensmaßstäbe, an denen ich mich ausrichten kann. Der 20. Sonntag nach Trinitatis kommt diesem Bedürfnis nach: "Es ist dir gesagt Mensch, was gut ist", du kannst erfahren, wie richtiges Leben aussehen kann.   Es gibt die Bibel, die einen würdigen und respektvollen Umgang miteinander lehrt, und Institutionen wie die Ehe, die das  Zusammenleben zweier Menschen gut ordnet. Über allen Ordnungen steht jedoch das Wohlergehen des Menschen. Werden Regeln sklavisch angewandt und dazu benutzt, Menschen zu demütigen, dann bewirken sie das Gegenteil, dann entsprechen sie nicht mehr dem christlichen Geist der Liebe und der Freiheit.
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DTSTART:20201025
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SUMMARY:Reformationsfest
DESCRIPTION:Wo komme ich her? Wo liegen meine Wurzeln? Am 31. Oktober besinnen sich lutherische Christen auf ihre Herkunft: Am Reformationstag feiern sie Bekenntnis- und Geburtstag der evangelischen Kirche zugleich.  An die Geschichte des hartnäckigen Mönchs, der mit wehender Kutte seine 95 Thesen an die Wittenberger Schlosskirche nagelt und damit ganz Europa in Aufruhr versetzt, erinnert dieser Tag. Martin Luther war kein Heiliger, aber ein Mensch, der mit seiner Standhaftigkeit, seinem brennenden Fragen nach Gott und seinem mutigen Einstehen für seinen Glauben die Kirche tief geprägt hat. Nach seinem Bespiel arbeiteten viele Christen an der Erneuerung der Kirche und tun es heute noch. So fragt der Reformationstag auch nach gegenwärtigen Missständen und nach der Kirche, die sich immer wieder reformieren muss.
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DTSTART:20201031
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SUMMARY:21. So. n. Trinitatis
DESCRIPTION:Frieden schaffen ohne Waffen! In unserer Zeit wird das immer wieder in Frage gestellt. Müssen Christen angesichts der Terrorgefahr nicht auch zur Aufrüstung mahnen?  Der 21. Sonntag nach Trinitatis empfiehlt einen ganz anderen Widerstand: die Wahrheit beim Namen zu nennen und für den Frieden einzutreten. Das ist kein feiges Hinnehmen, sondern eine mutige Entscheidung, mit anderen Waffen zu kämpfen: Mit dem Gebet für das Wohlergehen der Eroberer und mit der Bereitschaft, das Böse mit Gutem zu überwinden.  Manche meinen, das gelte nur im Privaten. Doch käme nicht mancher Konflikt erst gar nicht auf, wenn Gerechtigkeit geschähe?  Liefe nicht manche Aggression ins Leere, wenn sie durch Freundlichkeit entkräftet würde? Verständlich, dass diese Botschaft immer wieder zu Dissonanzen führt, auch unter Christen.
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DTSTART:20201101
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SUMMARY:Drittl.S.d.Kj.
DESCRIPTION:"Die Erkenntnis traf ihn wie ein Blitz" - viele erfahren das. Als hätte sich ein Schleier gehoben, sehen wir plötzlich klar. Mit ähnlichen Bildern beschreibt die Bibel Jesu Wiederkommen. Unvermittelt, dennoch unmissverständlich bricht Gottes Gegenwart in unsere Welt - Hoffnung für alle, die unter der Vergeblichkeit ihres Tuns und ihrer Begrenztheit leiden.  Der drittletzte Sonntag im Kirchenjahr mahnt zur Wachsamkeit und zur entschiedenen Ausrichtung auf Jesus Christus. In seinem heilenden Wirken und seiner Macht über den Tod ist Gottes Wirklichkeit in unsere Welt eingebrochen. Die Bitte um sein erneutes Eingreifen in unser Leben wird nicht unerhört bleiben. Wo Menschen in seinem Geist leben, da kann immer wieder flüchtig Gottes Reich aufblitzen.
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DTSTART:20201108
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SUMMARY:Vorletzter Sonntag d. Kj.
DESCRIPTION:Wer kennt sie nicht, die Gerichtsdarstellungen mittelalterlicher Kathedralen? Die Zeiten, in denen grässliche Fratzen uns Furcht einflößten, sind Gott-sei-Dank längst vorbei. Und doch spricht die Bibel vom Jüngsten Gericht. Nicht nur wegen der Opfer, denen zu Lebzeiten kein Recht widerfuhr, ist der Gedanke unverzichtbar. Wer gerichtet wird, wird neu ausgerichtet auf den Weg der Barmherzigkeit und der Liebe. Das kann schmerzhaft sein.  Aber, so vermittelt dieser vorletzte Sonntag im Kirchenjahr, es ist auch eine Erlösung für uns und alle, die unter unserem Tun leiden. Denn es bringt ans Tageslicht, wie wir eigentlich sein sollten: heil und gut. Christen können mit der ganzen Kreatur auf dieses Gericht hoffen, denn sie wissen um die Freundlichkeit ihres Richters. Von dieser Erwartung her können sie auch ihr Leben heute barmherziger gestalten.
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DTSTART:20201115
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SUMMARY:Buß-und Bettag
DESCRIPTION:Ich ahne, dass ich meine rastlose Lebensweise ändern müsste und ignoriere es. Ich tue anderen Unrecht, aber ich gestehe es mir nicht ein. Zur Ehrlichkeit mit mir selbst, zu einem wahrhaftigen, aber gütigen Blick auf meine Schwächen ruft der Buß- und Bettag auf. Kein Mensch ist vollkommen, jeder macht Fehler. Geduldig wartet Gott auf unsere Einsicht und darauf, dass wir zurückkehren auf den Weg der Gerechtigkeit, der Liebe und Achtsamkeit – uns selbst zuliebe. Doch Umkehr kommt nicht von allein. So erinnert der Buß- und Bettag daran, dass ich an jedem Tag umkehren kann und muss. Buße betrifft nicht nur den Einzelnen: Auch der Gemeinschaft tut Besinnung gut. Als öffentlicher Feiertag bietet der Buß- und Bettag der Gesellschaft die Gelegenheit, innezuhalten, den eingeschlagenen Kurs zu überprüfen und, wenn nötig, zu korrigieren.
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DTSTART:20201118
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SUMMARY:Ewigkeitssonntag
DESCRIPTION:Oft träume ich von einer Welt ohne Leiden und Schmerz, ohne Trennung und Tränen, eine Welt, in welcher der Tod seinen Schrecken verliert. Ein neuer Himmel und eine neue Erde, Gott, der mitten unter den Menschen wohnt - in den schönsten Bildern beschreibt die Bibel das Ende der Zeit. Eine Utopie? Ja, aber wer sie glaubt, wird selig. Denn sie hat schon jetzt verändernde Kraft.  Die Verheißung dieser neuen Zeit lässt uns heute schon ausschauen nach ihr, wie die Jungfrauen nach dem Bräutigam, der das Fest eröffnet. In der Hoffnung darauf, dass Gott wahr macht, was er verspricht - auch gegen das Leid und den Tod - gedenken viele Gemeinden am Ewigkeitssonntag ihrer Verstorbenen des letzten Jahres.
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DTSTART:20201122
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SUMMARY:Totensonntag
DESCRIPTION:Oft träume ich von einer Welt ohne Leiden und Schmerz, ohne Trennung und Tränen, eine Welt, in welcher der Tod seinen Schrecken verliert. Ein neuer Himmel und eine neue Erde, Gott, der mitten unter den Menschen wohnt - in den schönsten Bildern beschreibt die Bibel das Ende der Zeit. Eine Utopie? Ja, aber wer sie glaubt, wird selig. Denn sie hat schon jetzt verändernde Kraft.  Die Verheißung dieser neuen Zeit lässt uns heute schon ausschauen nach ihr, wie die Jungfrauen nach dem Bräutigam, der das Fest eröffnet. In der Hoffnung darauf, dass Gott wahr macht, was er verspricht - auch gegen das Leid und den Tod - gedenken viele Gemeinden am Toten- oder Ewigkeitssonntag der Verstorbenen.
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DTSTART:20201122
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