In der Schnelllebigkeit unserer Welt ist das „Kloster auf Zeit“ eine immer beliebtere Rückzugsmöglichkeit
„Ich geh ins Kloster“ .
Zeit. Vielleicht das kostbarste Gut, das wir heute besitzen. Keine Zeit zu haben, ist inzwischen fast zum Normalzustand geworden. Selbst Urlaub und Freizeitgestaltung nehmen manchmal Formen an, bei denen von Erholung und Entspannung keine Rede sein kann. Doch manche Menschen entziehen sich ab und zu dem Alltags-Stress und quartieren sich für ein paar Tage im Kloster ein. Um abzuschalten, Kraft aufzutanken, zu sich selbst zu finden. Vielleicht, um sich einmal intensiv mit sich und dem eigenen Leben auseinander zu setzen, auch in spiritueller Hinsicht. „Kloster auf Zeit“ nennt sich das, und die Zahl der Menschen, die sich auf diese Form der Rückbesinnung einlassen, wächst.
Im Bereich der evangelischen Kirche in Deutschland existieren über 80 sehr unterschiedliche geistliche Gemeinschaften. Die meisten nehmen auch Gäste auf, die eine längere oder kürzere Zeit mitleben wollen. Allerdings sind diese Kommunitäten unterschiedlich groß und verschieden geprägt, und die Anzahl der Gäste, die sie aufnehmen können, ist stets begrenzt. Wer also eine Auszeit im Kloster plant, sollte möglichst früh bei einer evangelischen Bruder- oder Schwesternschaft nachfragen, ob sich eine gastweise Aufnahme für einen gewünschten Zeitraum ermöglichen lässt.


