Kinder haben eine natürliche Religiosität, die mit Gebeten verwurzelt bleibt
Von Natur aus fromm. Kinder brauchen Rituale. Das weiß jeder, der eine Geschichte einmal ein Fitzelchen anders vorliest als sonst - prompt regt sich Protest. Die Geschichte muss, bitte schön, so und nicht anders sein.
Rituale geben Schutz und Halt. Sie sind regelmäßige Momente, auf die sich die Kleinen verlassen können. Auch uns Erwachsenen tun Rituale gut. Sie sind kein stures Beharren auf feste Formen, sondern regelmäßige Fixpunkte in unserem Alltag. Rituale stärken den Einzelnen und die Gemeinschaft.
Gebete sind eine Möglichkeit, solche Fixpunkte zu schaffen. Zu bestimmten Zeiten, wie vor Mahlzeiten oder vor dem Einschlafen zu beten, ist eine liebevolle Art, den Familienzusammenhalt zu festigen. Gebete können auch ein gemeinsamer Abschluss des Tages sein, den Jahreslauf begleiten oder aus alltäglichen Situationen besondere Momente machen.
Mit Gebeten wird die tief verwurzelte kindliche Religiosität gepflegt. Kinder sind von Natur aus religiös. Sie bewundern und verehren staunend ihre Umwelt, Pflanzen, Tiere und Mitmenschen. Sie zweifeln nie, dass alles, was sie umgibt, voller Geheimnisse ist.


