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Was macht eine Familienpflegerin?

Beim WickelnDie Familienpflegerin vertritt die Hausfrau und Mutter in Familien, wenn diese durch Krankheit, Unfall oder ähnliche Notfälle nicht mehr in der Lage ist, ihre Familie zu versorgen und anfallende Aufgaben zu erfüllen. Die Familienpflegerin kommt zur jeweiligen Familie ins Haus. Der Arbeitstag gestaltet sich daher von Einsatz zu Einsatz sehr unterschiedlich. Die täglich anfallende Hausarbeit muss ebenso erledigt werden, wie gegebenenfalls die Mitversorgung pflegebedürftiger Familienmitglieder. Die Betreuung der Kinder steht bei allen Tätigkeiten im Vordergrund.

Überall, wo Hilfe nötig ist, wo Mütter (oder Väter) Entlastung brauchen, kann eine Familienpflegerin zur Unterstützung gerufen werden. Sie kommt in Familien jeder Staatsangehörigkeit und Konfession. Die Kosten übernimmt in der Regel die Krankenkasse, wenn der Einsatz von einem Arzt verschrieben wurde und Kinder unter 12 Jahren in der Familie leben.

Wie werde ich Familienpflegerin?
Die Ausbildung zur staatlich geprüften Familienpflegerin am Evangelischen Bildungszentrum Hesselberg beginnt jeweils im Oktober eines Jahres und dauert zwei Jahre. Sie umfasst 18 Monate Vollzeitunterricht mit Kurzpraktika und abschließenden schriftlichen und praktischen Prüfungen sowie sechs Monate vergütetes Berufspraktikum in Familienpflegeeinsätzen. Nach erfolgreicher Abschlussprüfung erhalten die Schülerinnen die staatliche Anerkennung zur Familienpflegerin.

Was beinhaltet die Ausbildung?
In der Fachschule werden die Schülerinnen in Theorie und Praxis gründlich auf den Beruf vorbereitet. Unterricht und praktische Unterweisung erstrecken sich auf:

  • Hauswirtschaft
  • Medizinisch-pflegerisches Wissen
  • Pädagogik und Psychologie
  • Sozial- und Berufskunde
  • Allgemeinbildung
  • Glaubens- und Lebensfragen
  • Methodik, Gesprächsführung, Teamarbeit und Kooperation

Ziel der Ausbildung ist es, die Schülerinnen zu befähigen, selbständig und verantwortlich eine Hausfrau und Mutter zu unterstützen oder zu vertreten. Als spätere Familienpflegerin muss sie die erforderlichen Aufgaben in Umfang und Intensität eigenverantwortlich erkennen und übernehmen.

Wer kann Familienpflegerin werden?
Benötigt werden entweder

  • eine abgeschlossene zweijährige Berufsausbildung im hauswirtschaftlichen oder sozialen Bereich
    oder
  • bei anderer Berufsausbildung einjährige berufliche Tätigkeit in einem für die Familienpflege förderlichen Bereich
    oder
  • Führen eines Familienhaushaltes über mind. drei Jahre

Wann beginnt die Ausbildung am Hesselberg?
Die nächste Ausbildung zur Familienpflegerin beginnt an der Fachschule für Familienpflege Hesselberg am 1. Oktober 2007.

Weitere Informationen dazu finden Sie auf den Internetseiten der Diakonie und beim Evangelischen Bildungszentrum Hesselberg.

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