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Der Konfirmandenunterricht macht deutlich, dass der christliche Glaube eine tragfähige Lebensgrundlage ist

Imgakasten zum Thema KonfirmationFragen nach dem Warum und Wieso des Lebens drängen nach Antworten. „Das Schönste war eigentlich die Freizeit“, erinnern sich viele Jugendliche an ihre Konfirmandenzeit. Und auch der Pfarrer, die Eltern und Großeltern haben die Aufregung nicht vergessen, als ihre Schützlinge und Kinder zum ersten Mal mit Gleichaltrigen fern von zu Hause übernachtet haben. Zu diesem Zeitpunkt bestürmen viele neue Erfahrungen die Jugendlichen und Fragen nach dem Warum und Wieso des Lebens drängen nach Antworten.

Deswegen sind Heranwachsende gerade in dieser Phase durchaus an Glauben und Religion interessiert. Oft sind sie nur zu scheu, ihr Interesse offen zuzugeben, und sie finden nur schwer Worte, ihre Überzeugungen und Glaubenssätze angemessen auszudrücken. Und den Eltern geht es vielfach nicht anders. „Der Glaube ist etwas sehr Intimes, Heiliges. Wer meine Überzeugungen kennt, kann mich auch tief verletzen“, beschreiben Eltern ihre Zurückhaltung. Sie können deswegen nur bedingt zu Themen wie Glauben und Spiritualität Hilfestellung geben.

Das übernimmt der Konfirmandenunterricht, in dem Jugendliche die Selbständigkeit und Freiheit des christlichen Glaubens kennen lernen. Sie sollen ihren Glauben ebenso wie Antworten auf ihre Fragen nach Sinn und Ziel des Lebens finden und Kirche sowie Gemeinde als einen Ort gelebter Religion erfahren. Während der Konfirmandenzeit erkennen junge Menschen, dass der christliche Glaube eine mögliche tragfähige Lebensgrundlage sein kann. Die Jugendlichen kommen ins Gespräch, singen und feiern miteinander und es entstehen durchaus lebenslange Freundschaften.

Bei der Konfirmation wird ein Bekenntnis abgelegt zum Glauben und zu der Kirche, zu der man durch die Taufe bereits gehört. Da die Taufe in der Regel im Säuglingsalter auf Wunsch der Eltern erfolgt, wird das persönliche Glaubensbekenntnis bei der Konfirmation nachgeholt. Die Jugendlichen gehören nun aus eigenem Willen zur Gemeinschaft der Christen und im feierlichen Gottesdienst bittet die Gemeinde, dass Gott auch in schweren Zeiten des Erwachsenwerdens und den Stürmen des Lebens bei den Jugendlichen ist.