Von gruseligen Geistern und Schönheiten aus Porzellan: Ausflugstipps für die Fränkische Rennsteigregion im Frankenwald, Nürnberg, Passau, Pegnitz und Selb
Jetzt sind wir doch tatsächlich schon beim letzten Teil unserer großen Sommer-Serie „Unterwegs in Bayern“ angelangt – so schnell vergeht die Zeit! Dafür servieren wir Ihnen heute noch einmal das volle Pfund Ausflugsvernügen, unter anderem mit Freizeittipps von Passau bis Pegnitz und einem ganz besonderen Blick auf Ludwigsstadt, wo die dort ansässige Burg Lauenstein einen ruhelosen Geist beherbergen soll… Gut Grusel!
Die Fränkische Rennsteigregion im Frankenwald kommt am letzten Samstag in den Bayerischen Sommerferien, am 11. September, ganz groß raus! Dann nämlich laden verschiedene Handwerksunternehmen in den angesiedelten Städten der Region zum „Tag der offenen Tür – Handwerk & Kultur erleben“ ein! Zum Beispiel die „Frankenwald Confiserie Bauer“ in Lauenstein (Orlamünder Straße 39, Lauenstein), die mit ihrer Pralinenvielfalt lockt oder das Unternehmen „Wela Suppen“ in Ludwigsstadt (Alte Poststraße 12-13, Ludwigsstadt), das mit feinen Süppchen und Sößchen verführt. Auch die „Porzellanfabrik Königlich“ in Tettau (Fabrikstraße 1, Tettau) ist unter den teilnehmenden Einrichtungen, um dem staunenden Besucher fragile Kreationen des „weißen Goldes“ vorzustellen, ebenso wie die „Farbglashütte Lauscha“ (Straße des Friedens 46, Lauscha), in der man Glasproduktion aus nächster Nähe erleben kann. Nähere Info rund um den „Tag der offenen Tür – Handwerk & Kultur erleben“ gibt es unter Tel.: 09263 / 97 45 43 oder hier!
Die Rennsteigregion hat aber auch sonst viel Schönes zu bieten. Die „Burg Lauenstein“ zum Beispiel, Burgstraße 3, in Ludwigsstadt, die einen ruhelosen Geist beherbergen soll: der Sage nach ist es Katharina von Orlamünde, die die im 14. Jahrhundert auf Burg Lauenstein geboren wurde und… Mehr wird nicht verraten! Aber Besuche mit schön-schaurigem Flair sind garantiert! Die Burg ist in der Sommersaison bis zum 30. September täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet (letzte Führung um 17 Uhr, montags geschlossen). Info auch unter Tel.: 09263 / 400 oder hier!
Geschicklichkeitstest auf dem Balance-Fahrrad
Nürnberg punktet ebenfalls mit einem tollen Ausflugstipp für Daheimgebliebene: Noch bis 12. September 2010 geht die Saison im „Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne“ (Foto) an der Wörder Wiese direkt an der Regnitz! Gemäß dem Schwerpunktthema des Jahres 2010 können die Besucher „Alle Sinne in Bewegung“ setzen: Da gibt es Kugel-Bahnen, an denen man naturwissenschaftliche Gesetze erforschen kann, eine Rauchwirbelkanone, die Luftbewegungen sichtbar macht, ebenso wie ein Balance-Fahrrad, mit dem man seine Geschicklichkeit austesten kann. Zu den neuen Stationen zählt auch eine Werkstatt, in der Experimente über die Entstehung und Eigenarten von Licht und Schatten speziell für Kinder im Alter von 3 bis 8 Jahren zusammengestellt wurden. Das „Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne“ ist in den bayerischen Sommerferien sonntags bis freitags von 10 bis 18 Uhr, sowie samstags von 13 bis 18 Uhr geöffnet. Erwachsene zahlen 7 Euro Eintritt, Kinder ab drei Jahren 4 Euro. Weitere Informationen gibt es hier!
Passau inmitten der Dreiflüsselandschaft aus Donau, Inn und Ilz, ist für sich gesehen schon so wunderschön, dass ein Besuch der Stadt alleine als Empfehlung ausreichz, um sich den Spätsommer zu versüßen. Der dreikuppelige majestätische Dom St. Stephan (Foto) auf dem Domplatz setzt der ohnehin sehenswerten Altstadt mit ihren verspielt-verwinkelten Gässchen und romantischen Uferpromenaden die Krone auf. Davon abgesehen, dass der eindrucksvolle Bau im italienischen Barockstil zum stummen, staunenden Verweilen einlädt, bietet sich hier auch eine gute Gelegenheit, in die Kühle dieser prachtvollen Passauer Kirche zu tauchen. Der Dom öffnet täglich ab 6.30 Uhr, während der Sommerzeit schließt er um 19 Uhr. Dazu bietet der Passau Tourismus e.V. auch Domführungen für Einzelgäste an, bei denen sich die Teilnehmer mit Headsets über das brisante Bauwerk und seine Historie informieren können. Die Domführungen dauern 45 Minuten und finden immer von montags bis samstags um 12.30 Uhr nach dem Orgelkonzert statt. Treffpunkt ist im Dom im linken Seitenschiff hinten, Erwachsene zahlen 3 Euro, Kinder sind mit 1,50 Euro dabei. Weitere Info gibt es bei hier oder hier!
Radeltouren durch die Fränkische Schweiz
Und wenn Sie mal ganz amtlich relaxen wollen, sind Sie im verschlummerten Pegnitz (Foto) mit seinen 15000 Einwohnern genau richtig. Das supersüße Freizeit- und Einkaufsstädtchen ist ein staatlich anerkannter Erholungsort und liegt inmitten markanter Felsentürme, gewundener Täler, blühender Obstwiesen und geheimnisvoller Höhlen. Im Naturpark Fränkische Schweiz – Veldensteiner Forst stehen sowohl Wanderern als auch Radlern oder Mountainbikern zahlreiche gut markierte Wege in landschaftlich herrlicher Umgebung zur Verfügung. Dazu lädt die Innenstadt mit ihrem mittelalterlichen Rathaus, der Zaußenmühle mit der Pegnitzquelle, der Bartholomäus- und Marienkirche sowie dem Schlossberg mit seinem Aussichtsturm zu spannenden Spaziergängen ein. Ein weiterer Aussichtsturm befindet sich bei Körbeldorf auf dem Kleinen Kulm, einer der höchsten Erhebungen in der Fränkischen Schweiz (626 Meter). Von hier aus hat man einen herrlichen Ausblick über die liebliche fränkische Landschaft. Weitere Informationen gibt es bei der Touristinformation Pegnitz, Hauptstraße 37, in Pegnitz, Tel.: 09241 / 723 11. Weitere Info gibt es hier!
Wer Porzellan mag, für den ist Selb die richtige Adresse: die Kreisstadt mit rund 16 000 Einwohnern im Landkreis Wunsiedel im oberfränkischen Fichtelgebirge, die sich direkt an die tschechische Grenze schmiegt, beherbergt zurzeit in ihrem Porzellanikon am Werner-Schürer-Platz 1 die imposante Ausstellung „Königstraum und Massenware“. Die größte Ausstellung in Europa im Jubiläumsjahr des fragilen „300 Jahre europäisches Porzellan“ beschreibt die Geschichte des Porzellans seit dessen Nacherfindung durch Johann Friedrich Böttger und Ehrenfried Walther von Tschirnhaus bis heute (unser Foto unten zeigt eine Porzellan-Werbung aus den fünfziger Jahren!). Damit skizziert sie den Wandel unserer Gesellschaft vom höfischen Barock des 18. Jahrhunderts bis ins Zeitalter der Globalisierung.
Im Selber Porzellanikon gibt es mehr als 1000 hochkarätige Exponate aus 70 namhaften Institutionen und 17 Ländern zu bestaunen, die den Besucher auf eine Zeitreise durch die Tisch- und Lebenskulturen Europas mitnehmen: Von der königlichen Tafel über die Arbeiterkantine bis hin zur modernen Wellness-Oase im Eigenheim. Die Ausstellung ist täglich zwischen 10 und 18 Uhr geöffnet, die Einzelkarte für Erwachsene kostet 7 Euro. Weitere Info gibt es hier!
Weitere Freizeit-Tipps finden Sie auch in unserem Terminkalender!
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