Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm
Logo ELKB Landesbischof Bedford-Strohm

Facebook-Beiträge

Samstag, 30. Mai 2015, 21:34 Uhr

Liebe Schwestern und Br
üder, manchmal ist ein Blick zurück auch zugleich ein Blick nach vorne. Weil wir uns heute besser verstehen, wenn wir verstehen, wo wir her kommen. Und weil das die einzig tra... {weiterlesen}


Samstag, 30. Mai 2015, 21:03 Uhr

Heute durfte ich nach der EKD-Ratssitzung gestern in Kassel zusammen mit vier Vorgängern im Amt des EKD-Ratsvorsitzenden (von links Nikolaus Schneider, Martin Kruse, Wolfgang Huber und Klaus Engelhardt - nur Margot Käßmann, Manfred Kock und Eduard Lohse konnten nicht dabei sein) und dem gegenwärtigen Rat der EKD sowie zahlreichen früheren Ratsmitgliedern ein besonderes Jubiläum feiern. Im Sommer vor 70 Jahren wurde im hessischen Treysa die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) gegründet. In der gleichen Kirche, in der damals die Kirchenführer zusammenkamen, haben wir heute Gottesdienst gefeiert. Anhand des historischen Vortrags von Jochen Christoph Kaiser wurde mir klar, wie entscheidend die Rolle des württembergischen Landesbischofs Theophil Wurm war, der dann auch zum Vorsitzenden des Vorläufigen Rats der EKD gewählt wurde. Wurm gelang es zwischen den ganz unterschiedlichen Vorstellungen vom Neuanfang der evangelischen Kirche nach dem Zusammenbruch zu vermitteln und legte dadurch den Grundstein für die heute wachsende Gemeinsamkeit in der EKD.


Freitag, 29. Mai 2015, 16:45 Uhr

Nach der Volksabstimmung in Irland wird in Deutschland über die Konsequenzen für unser eigenes Land diskutiert. Folgendes habe ich dem SPIEGEL auf Anfrage dazu gesagt:

"Mich haben nach der Entscheidung in Irland die Fernsehbilder von den Menschen berührt, die diese Entscheidung ausgelassen gefeiert haben, weil sie gleichgeschlechtlich Liebenden einen Weg eröffnet, ihre Liebe verbindlich zu leben. Man kann sich nur darüber freuen, wenn Menschen, die sich lieben, ihre Liebe auch verbindlich und verantwortlich leben. Das gilt für Mann und Frau. Das gilt aber auch für gleichgeschlechtlich Liebende. In der evangelischen Kirche ist in dieser Frage in den letzten Jahren ein Diskussionsprozess in Gang gekommen, der noch nicht abgeschlossen ist. Für mich ergibt sich aus zentralen biblischen Geboten der Impuls zu einer Öffnung der Kirche gegenüber gleichgeschlechtlichen Partnerschaften. Das Liebesgebot Jesu und seine „Goldene Regel“ („Alles, was ihr wollt, das euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch“) sind Grundorientierungen, die zur Überwindung von Diskriminierung jeder Art ermutigen. Sie wiegen für mich schwerer als einzelne Bibelstellen, die Homosexualität kritisieren. Ich wünsche mir für unsere Gesellschaft eine neue Kultur der Verbindlichkeit in unseren Beziehungen. Deswegen ist die Ehe für mich ein Zukunftsmodell, für das ich werbe. Dass es für gleichgeschlechtlich Liebende die Möglichkeit gibt, ihrem Willen zu einer lebenslang verbindlichen Partnerschaft eine auch rechtlich verbindliche Gestalt zu geben, begrüße ich ausdrücklich. Die Bedeutung der Ehe zwischen Mann und Frau wird dadurch kein bisschen geschmälert. Im Gegenteil - sie wird noch einmal unterstrichen. Entscheidend ist die Stärkung der Verbindlichkeit unserer Lebensformen. Im Blick auf das Adoptionsrecht hat die EKD in der Vergangenheit darauf aufmerksam gemacht, dass bei Adoptionen nicht der Wunsch von Erwachsenen, sondern das Wohl der Kinder der entscheidende Gesichtspunkt sein muss. Hier sehen wir weiterhin Diskussionsbedarf."


Predigten

Ein statisches Bild der Facebook Like-Box