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"Wir sollten wirklich eine Kirche sein"
"Die Bonhoeffer-Zitate, die die Plakate zeigen, treffen in unsere Zeit hinein." Mit diesen Worten macht der Synodale Professor Heinrich Bedford-Strohm Lust auf die Ausstellung "Zukunft will verantwortet werden. Dietrich Bonhoeffer 1906-1945", die derzeit in der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg in Flossenbürg gezeigt wird. Unter anderem mit erwähntem historischen Bildmaterial dokumentiert die Schau das Leben des historisch bedeutsamen Theologen und christlichen Widerstandskämpfers gegen den Nationalsozialismus, will die Besucher einmal mehr zur Auseinandersetzung mit der Kraft christlich geprägter Gedanken und Gefühle ermuntern.
"Dazu gibt die Ausstellung uns nun reichlich Stoff", lobt Professor Bedford-Strohm. "Und das gilt insbesondere auch für die Themen, denen sich unsere bayerische Landeskirche in jüngster Zeit besonders zugewandt hat." Für Dietrich Bonhoeffer sei etwa die Ökumene, die auf der jüngst zu Ende gegangenen Frühjahrssynode der bayerischen Landeskirche in Weiden im Focus stand, ein Herzensthema gewesen. "Auf einem der Plakate heißt es aus seinem Munde: ,Wir sollten wirklich eine Kirche sein. Aus unserer unbegreiflichen Zerrissenheit dringen wir auf eine Gemeinschaft aller Christen.'
"Eine authentische Kirche, die sich leidenschaftlich der Welt zuwendet"
Mit der Ausstellung in der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg (siehe Foto links unten, Foto: KZ-Gedenkstätte Flossenbürg) werde ein Mann geehrt, "der um seines Glaubens willen umgebracht wurde", bekräftigt Bedford-Strohm. "So wie es Bonhoeffer um eine authentische Kirche ging, die sich leidenschaftlich der Welt zuwendet, so wollen die Zitate uns heute zum Nachdenken über die gleiche Frage anregen." Eine Aufforderung, der die Besucher noch lange nachkommen können. Die Ausstellung "Zukunft will verantwortet werden. Dietrich Bonhoeffer 1906-1945" ist noch bis zum 17. September in der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg zu sehen, täglich geöffnet in der Zeit von 9 bis 17 Uhr.
Ab Samstag, 10. April, bietet die Gedenkstätte zudem an jedem zweiten Samstag im Monat öffentliche Rundgänge (Dauer circa zwei Stunden) an, Beginn ist immer um 14 Uhr. Zusätzliche Rundgänge stehen am Sonntag, 18. April, sowie am Sonntag, 2. Mai, auf dem Programm. Treffpunkt ist im Foyer der Ausstellung in der ehemaligen Wäscherei.
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