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"Wertvoller Ort des Innehaltens und Nachdenkens"
Friedrich würdigte geistliche Gemeinschaften als wertvolle Orte des Innehaltens und Nachdenkens. Mit Besorgnis sehe er, dass viele Menschen der Kirche den Rücken kehrten und nach Orientierung auf einem verwirrenden freien Markt suchten. Viele hetzten "einem Ideal nach dem anderen hinterher" und würden vor lauter Aktionismus und Hektik nicht mehr darüber nachdenken, was dem Leben eigentlich Sinn und Halt gäbe, so der Bischof. Die Gesellschaft brauche Kommunitäten und geistliche Gemeinschaften als "Stationen des Innehaltens, der Stille und der Reflexion".
Der Besuch auf dem Schwanberg war die zweite Station einer Rundreise des Bischofs zu evangelischen Gemeinschaften, von denen es 14 in Bayern gibt. Er wolle sein eigenes Wissen und das der Gläubigen darüber vertiefen, sagte er. Dass diese Gemeinschaften bislang nicht in der Kirchenverfassung berücksichtigt seien, wolle er sobald wie möglich ändern.
Die Communität Casteller Ring feiert in diesem Jahr 60-jähriges Bestehen. Nach Angaben von Priorin Friederike Popp gehören ihr derzeit 38 Schwestern an. In den drei Tagungsstätten des Geistlichen Zentrums auf dem Schwanberg seien jährlich etwa 13.000 Menschen zu Gast. Immer mehr an Bedeutung gewinne der von den Ordensfrauen betreute evangelische Friedwald in unmittelbarer Nachbarschaft mit jährlich zwischen 120 und 150 Urnenbeisetzungen.
Lesen Sie hier die Predigt von Landesbischof Dr. Johannes Friedrich im Original-Wortlaut!
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