Pressemitteilung vom 9.6.2009
„Ein Mahner gegen die Diskriminierung und Verfolgung der Juden“
Synodalpräsidentin Deneke-Stoll würdigt ersten gewählten bayerischen Synodalpräsidenten
Anlässlich des 150. Geburtstages von Wilhelm Freiherr von Pechmann am 10. Juni würdigte die Präsidentin der Landessynode, Dorothea Deneke-Stoll, die Person und das Vermächtnis des ersten Präsidenten der Landessynode, damals „Generalsynode“, der Evangelisch-Lutherischen
Kirche in Bayern.
„Ich habe großen Respekt vor der Zivilcourage meines Vorgängers im Amt, des ersten gewählten Präsidenten der damaligen General- und heutigen Landessynode, der in der Zeit des Nationalsozialismus bereits sehr früh und im Gegensatz zu anderen kirchlichen Repräsentanten deutlich seine Stimme gegen die Diskriminierung und Verfolgung der Juden erhoben hat“, äußerte Deneke-Stoll.
Zur Erinnerung an die Verdienste von Pechmanns hat die bayerische Landeskirche einen nach ihrem ersten Präsidenten benannten Preis gestiftet, um an seine besonderen Verdienste um Humanität, Christentum und Kirchlichkeit in den Jahren vor, während und nach dem ’Dritten Reich’ zu erinnern.
Freiherr von Pechmann kämpfte um ein mutigeres Verhalten der Kirche gegenüber der Barbarei des Nationalsozialismus und dessen „Politik“ der Judenverfolgung und -vernichtung. Der Wilhelm Freiherr von Pechmann Preis wird in diesem Jahr zum zweiten Mal verliehen, am 17. Juni. Im Rahmen der Preisverleihung, zu der in den nächsten Tagen eine gesonderte Presseeinladung ergeht, wird des 150. Geburtstages von Pechmanns gedacht.
Michael Mädler, Stellv. Pressesprecher
München, 9. Juni 2009

