Pressemitteilung vom 5.12.2008
Kirchen müssen sich für Menschenrechte einsetzen
Landesbischof Friedrich zur Verleihung des Deutschen Menschenrechts-Filmpreises 2008 Die Kirchen haben einen besonderen Auftrag, sich für die Menschenrechte einzusetzen. Das hat Landesbischof Dr. Johannes Friedrich heute bei der Verleihung des Deutschen Menschenrechts-Filmpreises in Nürnberg hervorgehoben. Da Gott alle Menschen, „gleich welchen Alters, welcher Nation oder welchen Geschlechtes als sein Ebenbild bedingungslos
annimmt“, hätten Christen die Aufgabe, diese von Gott verliehene Würde jedes einzelnen Menschen zu wahren. Fest an der Basis verwurzelt, könne die Kirche auf Menschenrechtsverletzungen hinweisen und dank ihrer Autorität und Glaubwürdigkeit auch das Gespräch mit denen suchen, die für Menschenrechtsverletzungen verantwortlich sind.
Friedrich wies darauf hin, dass in der 10jährigen Geschichte des Deutschen Menschenrechts-Filmpreises bereits 1018 Produktionen eingereicht wurden, die die Augen öffneten für eine Botschaft, „die mit Worten allein nur halb so gut ankäme: Menschenrechte sind keine abstrakte Angelegenheit“. Niemand dürfe gleichgültig wegschauen, wenn Menschen Opfer von Unrecht und Gewalt würden.
Der Deutsche Menschenrechts-Filmpreis wird seit 1998 alle zwei Jahre verliehen. Träger ist ein bundesweites Bündnis von über 30 Veranstaltern und unterstützern. Die Gründung des Filmpreises geht zurück auf eine Initiative des Kirchlichen Entwickungsdienstes und der Evangelischen Medienzentrale in Nürnberg.
München, 5. Dezember 2008
Johannes Minkus, Pressesprecher

