Pressemitteilung vom 4.12.2009
Christen müssen sich nicht dem Diktat der Angst unterwerfen
Klimaschutz und Schweizer Minarett-Entscheidung waren Themen der Predigt von Landesbischof Friedrich am 2. Advent in der Nürnberger St. Lorenzkirche
Nicht das „Diktat der Angst“, sondern die geduldige Hoffnung auf die „Gegenwart und Zukunft Christi“ müsse das Handeln von Christen bestimmen, sagte Landesbischof Johannes Friedrich heute in einer Predigt in der Nürnberger St. Lorenzkirche.
Als „verheerend“ bezeichnete Friedrich das Ergebnis des Schweizer Volksentscheids, nach dem künftig in der Schweiz keine Moscheen mehr mit Minaretten gebaut werden dürfen. Hier sei eine Entscheidung unter dem „Diktat der Angst“ getroffen worden und habe damit „aufs Unglücklichste“ alle Ressentiments und Empfindlichkeiten auf Seiten der Muslime bedient, hob Friedrich hervor. Der Landesbischof wörtlich: „Christlicher Glaube versucht nicht die Religionspraxis der anderen einzuschränken, sondern überzeugt durch kraftvolle Wahrnehmung der eigenen Religionspraxis.“
Auch das Engagement für den Klimaschutz sollte für Christen nicht in der Angst vor Katastrophen, sondern in der geduldigen Hoffnung auf das Kommen Christi und des Reiches Gottes gründen, betonte Friedrich im Blick auf den bevorstehenden Klimagipfel in Kopenhagen. Er gehe davon aus, so Friedrich weiter, dass Christen sich „sehr klar für ein Erreichen der ambitionierten Ziele in Kopenhagen einsetzen und dafür beten, dass diese
erreicht werden“, insbesondere um der Menschen willen, die unter der „Klimaänderung schon heute leiden und in Zukunft viel mehr werden leiden müssen als wir“.
München, 4. Dezember 2009
Johannes Minkus, Pressesprecher

