Pressemiteilung vom 27.11.2009

Landesbischof Johannes Friedrich: Not des fernen Nächsten nicht vergessen!

Landesbischof predigt zum Auftakt der 51. Aktion „Brot für die Welt“ in München

Für ein engagiertes Eintreten gegen den Hunger hat sich der bayerische Landesbischof Johannes Friedrich stark gemacht. In seiner Predigt zum Auftakt der 51. Aktion „Brot für die Welt“ in der Münchner St. Lukaskirche rief Friedrich heute dazu auf, trotz der Probleme im eigenen Land die Not des „fernen Nächsten“ nicht aus dem Blick zu verlieren.

Der „traurige Höchststand“ von weltweit über einer Milliarde hungernden Menschen und das Unvermögen, die Güter der Welt gerecht zu verteilen dürften nicht zu Resignation und Hartherzigkeit führen, so der Landesbischof. Gerade jetzt brauchte es „Liebe, die Grenzen überschreiten kann zwischen fremden Menschen, zwischen Staaten und Kontinenten. Eine Liebe, die sich um den anderen sorgt und ihm beisteht.“

Dabei erinnerte Friedrich an die Hilfe, die Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg von Christen anderer Länder erfahren habe. „Dadurch, dass sie uns bedingungslose Nächstenliebe erwiesen, gaben sie uns Nahrung und unsere Würde zurück.“ Aus Dankbarkeit und aus Erschütterung über die Not in vielen Ländern sei vor 50 Jahren das Hilfswerk „Brot für die Welt“ gegründet worden.

Heute gelte es, trotz tausendfach gesehenen Elends ein weites Herz zu behalten und sich zu schützen gegen Hochmut, Angst um den eigenen Besitz und das „leise Gift der Resignation, das uns einredet, jede Hilfe sei nur ein Tropfen auf den heißen Stein.“ Es bereite Freude, helfen zu können, so Friedrich, „nicht allen Milliarden, aber jedem einzelnen Menschen, der durch „Brot für die Welt“ wieder Licht sehen kann.“

Hinweis: Die Gottesdienst wird live ab 10 Uhr von der ARD im Fernsehen übertragen.

München, 27. November 2009

Johannes Minkus

Pressesprecher


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