Pressemitteilung vom 26.6.2009
Unternehmer als gute Hirten
Predigt von Landesbischof Johannes Friedrich in Langenzenn
Verständnis für die Sorgen vieler Quelle-Mitarbeiter äußerte Landesbischof Johannes Friedrich in seiner Predigt heute anlässlich des 600-jährigen Gründungsjubiläums des Augustiner-Chorherrenstiftes im mittelfränkischen Langenzenn.
Friedrich rief in diesem Zusammenhang dazu auf, nicht nur den „Begehrenswerten“ einer Gesellschaft Aufmerksamkeit und Zuwendung entgegen zu bringen, sondern auch „den Sensiblen, die dem Druck nicht standhalten, den Kindern, die nicht in einem stützenden sozialen Umfeld aufwachsen und den Älteren, deren Rente kaum ausreicht“.
Friedrich betonte, dass sich die „Leistung eines Landes“ nicht nur an seinen „klügsten Köpfen und wohlhabendsten Einwohnern“ zeige, sondern vor allem auch an „Bildung, Einkommen und sozialem Ansehen der schwächsten Glieder der Gesellschaft“.
Der Wert eines Unternehmens sei nach Ansicht des Landesbischofs darum nicht nur an dessen wirtschaftlichen Erträgen abzulesen, es müsse auch berücksichtigt werden, „wie ein Unternehmen mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern umgeht“. Gerade in den strukturschwachen Gebieten Frankens habe er mit vielen mittelständischen Unternehmerinnen und Unternehmern gesprochen, die ihre Mitarbeitenden als wichtigstes Kapital bezeichneten und zusagten, alles zu tun, um ihre „Angestellten sicher durch die Krise zu führen“, berichtete Friedrich. „Wer so spricht, denkt wie ein guter Hirte“ lobte der Landesbischof.
München, 26. Juni 2009
Johannes Minkus, Pressesprecher

