Pressemitteilung vom 23. April 2010
Nach Missbrauchsfällen braucht Kirche Veränderung von innen!
Landesbischof Friedrich bei Kircheneinweihung in Langquaid
Nur Menschen, die an ihrem Glauben und ihrer Kirche festhalten, können die Kirche von innen verändern, sagte Landesbischof Johannes Friedrich heute in seiner Predigt zur Einweihung der Martin-Luther-Kirche in Langquaid (Dekanatsbezirk Regensburg).
Angesichts der negativen Schlagzeilen über die Mißbrauchsfälle stellten sich viele Christen die Frage „Bleiben oder Gehen?“. Er sei sich bewusst, so der Landesbischof weiter, dass es nicht einfach sei, in der Kirche zu sein angesichts der „abscheulichen Verbrechen“, die „in vielen Fällen auch – bewusst oder unbewusst – von kirchlichen Strukturen gedeckt wurden“. Dies dürfe nie wieder so passieren, betonte Friedrich.
Gleichzeitig rief der Landesbischof die Gläubigen auf, in der Kirche zu bleiben, denn die Kirche brauche Menschen, die an ihrem Glauben festhalten. „Nur sie können die Kirche von innen verändern“, so der Landesbischof. Mitgliedschaft in der Kirche sei wichtig, nicht „um der Kirchenvertreter willen, sondern um des Wortes Gottes willen“. Menschen bräuchten die Beziehung zu Christus, aber auch die Gemeinschaft anderer Christen, um im Glauben wachsen zu können.
Die neue Martin-Luther-Kirche in Langquaid gehört zur Kirchengemeinde Schierling. Mit Baukosten in Höhe von 400.000 Euro entstand aus einem Betsaal aus dem Jahr 1952 eine Kirche für die rund 500 evangelischen Christen in Langquaid.
München, 23. April 2010
Johannes Minkus, Pressesprecher

