Pressemitteilung vom 15.1.2009

Regionalbischöfin Breit-Keßler: „Null Toleranz für rechte Sprüche!“

„Wachsam bleiben durch Erinnerung an den Terror des Nationalsozialismus“

Zu mehr Zivilcourage gegen rechtsradikale Aktivitäten  hat die Münchner Regionalbischöfin und Ständige Vertreterin des Landesbischofs, Susanne Breit-Keßler heute in München aufgerufen. Angesichts der aktuellen Diskussion um ein Verbot der NPD erinnerte Breit-Keßler daran, dass Zivilcourage das wirksamste Gegenmittel gegen rechtsradikales Gedankengut darstelle: „Christenmenschen müssen sofort dagegenhalten, wenn sie Sprüche aus der rechtsradikalen Ecke hören“. Ob im Bekanntenkreis, am Stammtisch, am Arbeitsplatz oder beim Sport, „null Toleranz für rechte Sprüche“ sei die einzig angemessene Reaktion, so die Regionalbischöfin. Besonders wichtig sei, die Erinnerung an den Terror des Naziregimes und das Leid seiner Opfer wachzuhalten. Breit-Keßler begrüßte ausdrücklich die Initiative der bayerischen Staatsregierung, Schülerinnen und Schüler noch stärker über die Gefahren rechtsradikalen Gedankenguts aufzuklären. Die Regionalbischöfin erinnerte daran, dass die bayerische Landeskirche sich aktiv an der Aufarbeitung und Erforschung der Zeit des Nationalsozialismus beteilige, und 2009 bereits zum zweiten Mal den „Wilhelm Freiherr von Pechmann-Preis“ ausschreibe.

Mit dem Preis werden herausragende Arbeiten in der historisch-wissenschaftlichen Forschung, in Bildungsarbeit und Publizistik ausgezeichnet, die sich mit der Zeit des Nationalsozialismus, vor allem mit der Rolle der Kirche in dieser Zeit auseinandersetzen. Darüber hinaus können überzeugende Beispiele für Gemeinsinn und Zivilcourage in der Gegenwart ausgezeichnet werden. Der Preis ist dotiert mit EUR 10.000,00.

Der Preis wurde gestiftet zum Gedächtnis an Wilhelm Freiherrn von Pechmann (1859-1948), dem ersten gewählten Präsidenten der bayerischen Landessynode, in Anerkennung seines Eintretens für die Juden und seiner  besonderen Verdienste um Humanität und Recht, Christentum und Kirche.

Interessenten können noch bis zum 13. Februar 2009 ihre Arbeiten einreichen. Eine Jury aus sechs Vertretern von Kirche und Wissenschaft unter Vorsitz der Münchner Regionalbischöfin und Ständigen Vertreterin des Landesbischofs, Susanne Breit-Keßler, befindet über die Zuerkennung dieser Auszeichnung. Der Preis wird im Juni 2009 in München verliehen.


Hinweis: Der vollständige Ausschreibungstext ist über die Pressestelle erhältlich

München, 15. Januar 2009
Johannes Minkus, Pressesprecher


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