Pressemitteilung vom 14.5.2010

Landesbischof Friedrich fordert Intensivierung des christlich-muslimischen Dialogs

Einen intensiveren Dialog zwischen Christentum und Islam forderte der bayerische Landesbischof Johannes Friedrich heute im Rahmen einer Veranstaltung des 2. Ökumenischen Kirchentags in München. Der Dialog sei dringend nötig, weil beides missionarische Religionen seien, bei denen der Glaube zwar Herzensangelegenheit, aber keine Privatsache sei, so Friedrich.

Ziel des interreligiösen Dialogs müsse es sein, „ die Existenz der anderen in ihrem Anderssein als Bereicherung des eigenen Glaubens und Denkens wahrzunehmen“. Gleichzeitig warnte Friedrich vor „allzu harmonischen, gar Einheitsphantasien“ im christlich-muslimischen Dialog. Schon die im Islam verbreitete Vorstellung, dass der Islam so etwas wie eine „natürliche Religion aller Menschen“ sei, könnten Christen nicht akzeptieren.

Die interreligiöse Arbeit müsse künftig „selbstverständliche Aufgabe aller Gemeinden“ werden, und dürfe nicht allein von der Initiative Einzelner abhängen, forderte der Landesbischof.

München, 14. Mail 2010
Johannes Minkus, Pressesprecher


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