Pressemitteilung vom 13.11.2009
Theologie-Professorin Fairy von Lilienfeld verstorben
Landesbischof Friedrich: „Ökumenische Pionierin“
Fairy von Lilienfeld, emeritierte Theologie-Professorin, ist gestern im Alter von 92 Jahren verstorben. Die ausgewiesene Spezialistin für orthodoxe Kirchen hatte von 1966 bis 1984 den Lehrstuhl für Geschichte und Theologie des christlichen Ostens an der Theologischen Fakultät der Universität Erlangen inne. Bei ihrer Berufung war sie die erste Theologieprofessorin in Westdeutschland gewesen, von 1969 bis1970 die erste Dekanin einer theologischen Fakultät in Deutschland.
Landesbischof Johannes Friedrich würdigte von Lilienfeld als eine „ökumenische Pionierin“, die als lutherische Pfarrerin und Professorin eine „bedeutende und geachtete Dialogpartnerin der Orthodoxie“ gewesen sei. Ihr Lebenswerk habe dem deutschen Protestantismus und der bayerischen Landeskirche eine hohe Wertschätzung in Osteuropa eingebracht, betonte Friedrich.
In Riga/Lettland geboren, studierte sie von 1947 bis 1951 Philosophie, Slawistik und Germanistik in Jena, von 1953 bis 1957 Theologie am Katechetischen Oberseminar in Naumburg/Saale. 1962 zur Pfarrerin ordiniert, lehrte sie von 1962 bis 1966 in Naumburg Kirchengeschichte.
Jahrzehnte lang wirkte von Lilienfeld in internationalen Kirchengremien mit, u.a. in der der Dialogkommission der Evangelischen Kirche in Deutschland für die Russisch-Orthodoxe Kirche (Moskauer Patriarchat), im beratenden Ausschuss der Konferenz Europäischer Kirchen und in der Gemeinsamen Kommission Lutherischer Weltbund - Orthodoxe Kirchen.
Zuletzt lebte von Lilienfeld in einem Seniorenheim in Höchstadt/Aisch.
Der Trauergottesdienst mit anschließender Beisetzung findet statt am Dienstag, 17. November um 14 Uhr in der evangelischen Heilandskirche, Heppstädter Weg 6, 91334 Hemhofen.
München, 13. November 2009
Johannes Minkus, Pressesprecher

