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"Unser Leben ganz in Gottes Hand legen"

(c) Minkus

Zur „Gebetswoche für die Einheit der Christen“ ruft der Ökumenische Rat der Kirchen wieder auf: von Mittwoch, 18. Januar, bis einschließlich Mittwoch, 25. Januar, finden bundesweit besondere Gottesdienste statt, die Christen aller Konfessionen ganz gezielt und konzentriert zur bewussten Kontaktaufnahme mit Gott ermuntern – eine Kontaktaufnahme, die lohnend ist, wie Landesbischof Bedford-Strohm in seiner Eröffnungspredigt zur „Gebetswoche“ im Münchner Dom Zu Unserer Lieben Frau bekräftigte.

"Wir werden alle verwandelt durch den Glauben an Jesus Christus" (1. Korinther 15, 51-58), so lautet das Thema der diesjährigen "Gebetswoche". In seiner Auftaktansprache beleuchtete der Landesbischof die Bedeutung „radikaler Christusnachfolge“, welche ermuntere „unser Leben ganz in Gottes Hand zu legen. Zuzulassen, dass Christus sich selbst in unsere Biographie hineinschreibt“, so Bedford-Strohm: „Den Weg Jesu, wie er in den biblischen Texten beschrieben wird, heute mitzugehen. Uns immer wieder von Christus in Frage stellen zu lassen, umzukehren, unser Leben neu ausrichten zu lassen.“  Das alles sei Teil der radikalen Christusnachfolge, die überdies nicht zwingend an ein „mönchisches Leben“ gebunden sei.

„Sie bewährt sich im Familienalltag, am Arbeitsplatz, im Kirchenvorstand oder Pfarrgemeinderat, in Bischofsbüros, Landtagen und Staatskanzleien. Überall in der je angemessenen Form“, unterstrich der Landesbischof. Dabei sei die Verinnerlichung eines Gefühls von Einheit wichtig – jenes Einheitsgefühl, das auch die „Gebetswoche“ einmal mehr stimulieren will. „Es gibt den einen Christus, der seine Kirche in den Glauben ruft, der seine Kirche in die Liebe ruft, der seine Kirche in die Hoffnung ruft“, sagte Bedford-Strohm. „Weil wir diesen Ruf hören, weil wir uns danach sehen, dass der Glaube, die Liebe, die Hoffnung uns zusammenführt, deswegen sind wir heute hier, deswegen beten wir um die Einheit der Christen.“

Die ganze Eröffnungspredigt von Landesbischof Bedford-Strohm lesen Sie hier!