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Tutzinger Toleranzpreis für Dr. Wolfgang Schäuble

(c) Evangelische Akademie Tutzing

Der Tutzinger Toleranzpreis würdigt Persönlichkeiten, die mit ihrer Arbeit im eigenen Land und weltweit dafür eintreten, Konflikte zwischen unterschiedlichen kulturellen, religiösen und politischen Traditionen im Dialog auszutragen und Verständigungsprozesse in Gang zu setzen. Es gilt, eine „Kultur der Toleranz“, das heißt gegenseitigen Respekt und Achtung zwischen den Menschen unterschiedlichen Herkommens und Glaubens zu befördern.

Mit der Initiative zu einer Islamkonferenz, so die Begründung der Jury, hat Dr. Wolfgang Schäuble maßgeblich dazu beigetragen, das Verhältnis zwischen Staat und Muslimen auf eine tragfähige Grundlage zu stellen und einen offenen Diskussionsprozess anzustoßen, der für die Werte der eigenen Gesellschaft wirbt und zugleich offen ist für das Fremde. Für diese Leistung verlieh die Evangelische Akademie Tutzing in Tutzing jetzt den "Tutzinger Toleranzpreis" an den Bundesminister der Finanzen.

Die Auszeichnung nahm Dr. Schäuble im Rahmen eines Festaktes am vergangenen Mittwochabend im Tutzinger Schloss entgegen. Der Toleranzpreis wird zweijährlich vergeben. Nach Roman Herzog, Daniel Barenboim, Henning Mankell, dem Aga Khan und Shirin Ebadi ist Wolfgang Schäuble der sechste Preisträger.

Text: Dr. Axel Schwanebeck