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"So sein, wie wir sind"

(c) www.bayern-evangelisch.de

Die Weihnachtsgeschichte erzählt von Menschen, die entwurzelt, heimatlos, Flüchtlinge sind. Regionalbischof Michael Grabow thematisierte diesen Aspekt in seiner Predigt zur Christvesper am 24. Dezember in der Evangelischen St. Ulrich Kirche in Augsburg. Ein wichtiger Aspekt, der die Zeitlosigkeit der Weihnachtsgeschichte mit Blick auf das Heute offenbare. "Ich habe in der letzten Woche drei Asylbewerberheime in Augsburg besucht", berichtete Regionalbischof Grabow in seiner Weihnachtsansprache. "Nach dem Hungerstreik der Asylbewerber wollte ich mir selbst ein Bild von der Situation machen. Ich bin sehr erschrocken über den Zustand mancher dieser Häuser: verschimmelte Wände, kaputte Fenster, desolate sanitäre Anlagen."

Die Mitarbeitenden der Regierung von Schwaben bemühten sich sehr, den Menschen, die aus unterschiedlicher Not zu uns gekommen wären, zu helfen, so gut sie könnten. "Aber die Häuser sind dringend sanierungsbedürftig", bekräftigte Grabow. "Hier ist die Staatsregierung gefordert, wieder menschenwürdige Zustände herzustellen." 

Ein Wunsch, an den der Regionalbischof nicht zufällig an Weihnachten erinnerte. Denn Weihnachten steht für Ankommen und nach Hause kommen, was Menschen, denen es gut geht, erleben dürfen, wenn sie zum Fest zu ihren Eltern fahren, ihre Kinderzimmer wiedersehen. Menschen aus anderen Ländern, die um Asyl bei uns bitten, haben dazu mit sehr großer Wahrscheinlichkeit keine Möglichkeit. Umso wichtiger, so Grabow, sei es, dafür zu sorgen, dass auch sie ein Gefühl von Zuhause bei uns fänden. "Denn aus welchen Gründen auch immer diese Menschen zu uns kommen, sie sind Menschen mit der ihnen eigenen Würde – und diese Menschenwürde muss geachtet werden."

Lesen Sie hier die ganze Predigt zur Christvesper von Regionalbischof Michael Grabow!