Pressemitteilungen vom 1.12.2010

Nahrung ist mehr als Konsumgut

Landesbischof Friedrich bei Landfrauentag in Kitzingen

Nahrungsmittel dienen dem Leben und sind darum mehr als bloße Konsumgüter. Das hat Landesbischof Johannes Friedrich heute beim Landfrauentag im fränkischen Kitzingen hervorgehoben.  Als "schwierig" bezeichnete Friedrich die Entwicklung, dass aufgrund des starken Ausbaus von Biogasanlagen immer mehr landwirtschaftliche Nutzflächen zum Anbau von Pflanzen zur Energieerzeugung genutzt würden und damit für den Anbau von Nahrungsmitteln nicht mehr zur Verfügung stünden. "Beides sollte nebeneinander möglich sein: Nahrungsmittel- und Energieerzeugung in nachhaltiger und verantwortungsbewusster Bewirtschaftung", so Friedrich. Dazu seien offene Gespräche in den Ortschaften nötig, "um auf der einen Seite hergebrachte Werte zu erhalten und auf der andern zukunftsorientiert den ländlichen Raum zu gestalten", betonte der Landesbischof.

Weiter hob Friedrich die Bedeutung von ganzheitlicher Bildung hervor, die bereits im Kindesalter beginnen sollte und dann Integration und sozialen Aufstieg ermöglichen kann, Nicht die Anhäufung von möglichst vielen Kenntnissen dürfe das primäre Ziel der Bildung von Kindern sein, sondern es sei wichtig, möglichst früh Begabungen zu erkennen und zu fördern, betonte Friedrich.

Weiter verwies der Landesbischof  darauf, dass in jüngerer Zeit immer mehr Menschen nach spiritueller Nahrung suchten. Besonders nachgefragt seien das neu entdeckte Pilgern, die "Exerzitien im Alltag", sowie Besuche bei den evangelischen Kommunitäten und Geistlichen Gemeinschaften. Eine Reihe dieser Gemeinschaften habe er im Rahmen seines thematischen Schwerpunktes im Jahr 2010 besucht, so Friedrich.

München, 1. Dezember 2010
Johannes Minkus, Pressesprecher


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