Pressemitteilung vom 8.2.2010

Wirtschaft ist Teil der Gesellschaft: Landesbischof Friedrich würdigt Arbeitskreis Evangelischer Unternehmer (AEU)

"Wirtschaft und Gesellschaft sind keine entgegen gesetzten Größen, sondern wirtschaftliches Handeln muss als Teil des gesellschaftlichen Lebens verstanden werden", so Landesbischof Johannes Friedrich heute im Rahmen des Jahresempfangs des Arbeitskreises Evangelischer Unternehmer in München.

Ausdrücklich würdigte Friedrich die engagierte Arbeit des AEU, der sich in den 44 Jahren seines Bestehens zu einem "unverzichtbaren Bindeglied zwischen Kirche und Wirtschaft" entwickelt habe. In diesem Kreis sei es möglich gewesen, gesellschafts- und sozialpolitische Fragen mit vielen Interessengruppen konstruktiv zu diskutieren, zumal sowohl Unternehmer wie Arbeitnehmer der kirchlichen Gemeinschaft der Glaubenden angehörten.

Landesbischof Friedrich dankte dem scheidenden Sprecher der oberbayerischen Regionalgruppe des AEU, dem EKD-Synodalen Peter Barrenstein für sein langjähriges Engagement im AEU. Künftiger Sprecher der Regionalgruppe ist Friedhelm Meier.

Erfreut zeigte sich der Landesbischof, dass der AEU als Veranstaltungsort für den Jahresempfang die Räume der Israelitischen Kultusgemeinde am Jakobsplatz gewählt habe. "Darin zeigt sich einmal mehr, wie viele Verbindungen zwischen Juden und Christen in den vergangenen Jahren neu gewachsen sind", so Friedrich. Großen Verdienst an den gewachsenen guten Beziehungen habe insbesondere die Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, betonte Friedrich. "Mit ihrer klaren und offenen Haltung hat sie einen Weg eröffnet, in dem sich heute Juden und Christen auf Augenhöhe begegnen. Gleichzeitig ist sie eine höchst aufmerksame Mahnerin, wo immer der nationalsozialistische Ungeist sein Haupt erhebt."

München, 8. Februar 2010
Johannes Minkus, Pressesprecher


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