Pressemitteilung vom 31.10.2010
„Menschen zu Menschen bilden“
Landesbischof Johannes Friedrich bei Verleihung der Martin-Luther-Medaille in Nürnberg
Bildung darf sich nicht auf die Vermittlung von Kenntnissen und Fähigkeiten beschränken, sondern muss auch „Herzens-, Wesens- und Wertebildung“ beinhalten. Das sagte Landesbischof Johannes Friedrich heute in Nürnberg im Rahmen der Verleihung der Martin-Luther-Medaille der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).
Die sozialen Probleme in Deutschland ließen sich nicht mit Sozialhilfe lösen, sondern allein mit Bildung „von Anfang an“, betonte Friedrich. Nicht zuletzt die Bankenkrise habe gelehrt, wie wichtig die Gewissenbildung sei, betonte der Landesbischof. Es gehe nicht nur darum, „Menschen zu bilden, sondern Menschen zu Menschen zu bilden“.
Bildung lehre, „mit Wissen umzugehen und es zum Wohl der Gesellschaft und zum eigenen Wohl einzusetzen“ so der Landesbischof. Mit Astrid Hahn (Winnenden), Barbara Lambrecht-Schadeberg (Krombach) und Cornelia Scha¨fer (Erfurt) würden drei Preisträgerinnen ausgezeichnet, denen „ganzheitliche Bildung ein Herzensanliegen“ sei.
Im Rahmen des Themenjahres „Reformation und Bildung“ anla¨sslich des 450. Todestags von Philipp Melanchthon hat der Rat der EKD erstmals drei Medaillen verliehen, die christlich motiviertes Bildungsengagement auszeichnen.
Die Martin-Luther-Medaille wird in diesem Jahr zum dritten Mal verliehen. Die bisherigen Preisträger waren Klaus-Peter Hertzsch (2008) und Richard von Weizsäcker (2009).
München, 31. Oktober 2010
Johannes Minkus, Pressesprecher

