Pressemitteilung vom 27.7.2010
Frühere Synodalpräsidentin Heidi Schülke erhält Bayerischen Verdienstorden - Synodalpräsidentin Deneke-Stoll und Landesbischof Friedrich hoch erfreut
Mit großer Freude haben die Präsidentin der Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (ELKB), Dorothea Deneke-Stoll, und Landesbischof Johannes Friedrich heute auf die Nachricht reagiert, dass die frühere Synodalpräsidentin Heidi Schülke (71) mit dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet wird. Die Verleihung erfolgt am Donnerstag durch Ministerpräsident Horst Seehofer.
Synodalpräsidentin Deneke-Stoll freute sich sehr, dass mit der Verleihung des Verdienstordens an Heidi Schülke eine Frau geehrt werde, "deren vielfältiges ehrenamtliches Engagement für die Kirche mich sehr beeindruckt hat". Deneke-Stoll erinnerte daran, dass unter Schülkes Präsidentschaft die Synode der ELKB im Jahr 2003 dramatische Einsparungen im Haushalt beschließen musste. Es sei zu einem wesentlichen Teil Schülkes "umsichtiger und vermittelnder Leitung" zu danken, "dass wir diese schwierige Phase bewältigen konnten und heute auf diese gute Basis aufbauen können", so Deneke-Stoll.
Er freue sich "riesig" über die Auszeichnung für Heidi Schülke, so Landesbischof Friedrich. Die frühere Synodalpräsidentin sei für ihn "der Inbegriff von ehrenamtlichem Engagement auf allen Ebenen der Kirche und weit darüber hinaus: vom Kirchenvorstand über die Dekanatssynode bis hin zur Landessynode, dem Landesynodalausschuss und dem Präsidium der Landessynode, also der Spitze der Kirchenleitung. Dabei hat sie ihr Engagement nie auf die bayerische Landeskirche beschränkt, sondern ihr Herz schlug immer auch für die weltweite Christenheit, besonders für die Kirchen in Lateinamerika".
Schülke war von 1990 bis 2002 Vizepräsidentin der Landessynode und damit die erste Frau im Synodenpräsidium in der Geschichte der bayerischen Landeskirche. Sie wirkte von 2002 bis 2008 als Präsidentin der Landessynode, war sechs Jahre Mitglied der VELKD-Synode und zwölf Jahre Mitglied der EKD-Synode.
Auch nach ihrem Ausscheiden aus der Leitung der Landessynode ist Schülke in zahlreichen kirchlichen Funktionen tätig. Sie ist Mitglied in den Kuratorien von Mission EineWelt, Neuendettelsau, sowie des Frauenwerks in Stein. Darüber hinaus hat sie den Vorsitz im bayerischen Landesausschuss des Deutschen Evangelischen Kirchentags. Schülke ist zudem als gefragte Prädikantin in ihrer Heimatgemeinde in Coburg tätig. Sie gehörte außerdem dem Präsidium des 2. Ökumenischen Kirchentags an.
München, 27. Juli 2010
Johannes Minkus, Pressesprecher

