Pressemitteilung vom 27.10.2011
"Glaube - die Alternative in einer gnadenlosen Welt. Letzte Predigt von Johannes Friedrich als bayerischer Landesbischof"
Seine letzte Predigt als bayerischer Landesbischof wird Johannes Friedrich am kommenden Montag, 31. Oktober 2011, dem Reformationstag, in der St. Johanniskirche in Lauf an der Pegnitz halten.
"Am letzten Tag meiner Zeit als Landesbischof will ich noch einmal die große Erkenntnis Martin Luthers in den Vordergrund stellen: Gott beurteilt uns nicht aufgrund unserer Taten oder Untaten, sondern er schaut uns liebevoll an, weil Christus für uns gelitten hat und gestorben ist", sagt Landesbischof Friedrich, der gerade seine Predigt für den Reformationstag am kommenden Montag vorbereitet.
"Ich finde, der christliche Glaube ist eine großartige Lebensgrundlage, gerade in einer Welt, die oft gnadenlos ist, in der häufig nur die Leistung und der Erfolg zählen." Er werde in seiner Predigt in Lauf auch dazu auffordern, "die konfessionelle Polemik in der Mottenkiste" zu lassen. "Markige Breitseiten gegen den Papst oder die katholische Kirche haben vielleicht für die Medien einen gewissen Unterhaltungswert, verdunkeln aber nur die Wahrheit", so Friedrich.
Denn evangelische und katholische Christen verbindet weit mehr als sie trennt. Der für Martin Luther wichtigste Glaubenssatz, dass wir Menschen vor Gott auch ohne eigene Leistungen gerechtfertigt seien, trenne Evangelische und Katholiken seit der Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre im Jahr 1999 nicht mehr. Einen Tag nach der feierlichen Unterzeichnung der Gemeinsamen Erklärung in Augsburg habe er seinen Dienst als Landesbischof begonnen. Da sei es doch naheliegend, dass dieses Thema auch im Zentrum seiner letzten Predigt als Landesbischof stehe, so Friedrich.
27. Oktober 2011
Johannes Minkus, Pressesprecher

