Pressemitteilung vom 25.7.2011
Landesbischof Friedrich weist christliche Motivation für norwegischen Attentäter zurück
Landesbischof Friedrich hat gestern in Rothenburg auf Medienberichte über die Motivation des norwegischen Attentäters reagiert, dem dort christlich-fundamentalistische Motive unterstellt werden. „Mit ‚christlich’ hat solches Denken aber auch gar nichts zu tun, im Gegenteil“, sagte Friedrich in seiner Predigt zur 700-Jahr Feier der St. Jakobskirche in Rothenburg ob der Tauber.
Den Angehörigen der Opfer, die den Verlust ihrer liebsten Menschen bewältigen müssen, „gilt unser tiefes Mitgefühl, an sie denken wir im Gebet“, sagte Friedrich.
Gleichzeitig warnte der Landesbischof vor dem verbreiteten Wunsch nach immer stärkerer Absicherung des Einzelnen durch Staat und Gesellschaft. „Ich glaube, wir büßen ein Stück unserer Freiheit ein, wenn wir zu schnell unsere Verantwortung an andere, an den Staat oder an soziale Sicherungssysteme delegieren“ sagte Friedrich. Der christliche Glaube biete einerseits Heimat und Stabilität, doch die Bibel rufe auch zum Aufbruch ins Ungewisse auf. Darum sollten Christen auch „alte Denkgewohnheiten beiseite schieben und interessiert daran sein, Neues zu lernen“, so der Landesbischof.
München, 25. Juli 2011
Johannes Minkus, Pressesprecher

