Pressemitteilung vom

Landesbischof Friedrich: Exzellente Ausstattung der Schulen und Orientierung am Schüler sind wichtiger als die Frage nach dem richtigen Schulsystem

Es komme weniger darauf an, welchem System man folge, "sondern vielmehr darauf, dass man das, was man macht, mit exzellenter Ausstattung und unbedingter Orientierung an dem einzelnen Schüler, der einzelnen Schülerin tut", erklärte der bayerische Landesbischof Johannes Friedrich mit Blick auf die anhaltenden Diskussionen über das dreigliedrige Schulsystem heute in Nürnberg.

Erfreut zeigte sich Friedrich darüber, dass die Nachfrage nach evangelischen bzw. christlichen Schulen stetig wachse. Diese Schulen zeichneten sich durch das aus, "was uns Evangelischen so wichtig ist: vorurteilsfreie Hinwendung zum Einzelnen, Lernen förderndes Schulklima, individuelle Begleitung, gelebte Werte", so der Landesbischof in seinem Vortrag vor der Gesamtkonferenz des Evangelischen Schulwesens in Bayern.

Er erinnerte daran, dass Bildung im lutherischen Verständnis Erziehung zur Mündigkeit, Urteilsbildung und Selbsterkenntnis sei, die den Menschen frei mache und ihn dazu befähige, Verantwortung zu übernehmen. "Deshalb dürfen wir als lutherische Kirche auf keinen Fall im Bereich der Bildung nachlässig werden", mahnte Friedrich.

Damit sei nicht allein die religiöse Bildung gemeint, erklärte der Landesbischof. "Aus guten Gründen" hätte die evangelische Kirche ein "ganzheitliches Bildungsverständnis", das in den evangelischen Schulen zum Tragen komme.

München, 24. Mai 2011
Michael Mädler
Stellv. Pressesprecher


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