Pressemitteilung vom 24.06.2009

Grüne Gentechnik: Segen oder Fluch? Synodalpräsidentin fordert Kirchen-Diskurs über Grüne Gentechnik

Einen „klaren Standpunkt zur Grünen Gentechnik“ hat die Präsidentin der Landessynode, Dorothea Deneke-Stoll, von ihrer Kirche gefordert. In den vergangenen Monaten hätten ihr viele Menschen geschrieben und nach der Haltung der Kirche zur Grünen Gentechnik gefragt, berichtete Deneke-Stoll. Einige erhofften von der Grünen Gentechnik Chancen zur Lösung des Welthungerproblems, andere sehen darin einen unzulässigen Eingriff in das Schöpfungshandeln Gottes. Darum fordert sie: „Das Thema muss nach ganz oben auf die Tagesordnung“. Deneke-Stoll weiter: „Dank der Forschung ist heute vieles machbar, was noch vor 20 Jahren undenkbar erschien. Aber als Christen müssen wir fragen: Ist alles gut, was technisch machbar ist?“ Christen seien aufgerufen, im Licht des biblischen Zeugnisses und des christlichen Glaubens zu diskutieren, ob die „Grüne Gentechnik eher Segen oder Fluch“ sei, so die Synodalpräsidentin.

Wolfgang Schürger, landeskirchlicher Beauftragter für Umwelt- und Klimaverantwortung, wies darauf hin, dass er gemeinsam mit dem Beauftragten für Naturwissenschaft und Technik, Stephan Schleissing, und der Evangelischen Akademie Tutzing ein Expertenhearing im November zur Grünen Gentechnik vorbereite. „Das Thema hat viele Aspekte. Mit dem Hearing wollen wir allen Interessierten die Möglichkeit geben, sich gründlich über die Chancen und Gefahren der Grünen Gentechnik zu informieren“.

München, 24. Juni 2009

Johannes Minkus, Pressesprecher


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