Pressemitteilung vom 21.7.2011
Bayerischer Diakoniepräsident Ludwig Markert in den Ruhestand verabschiedet
Landesbischof Friedrich und Oberkirchenrat Bierbaum würdigten den scheidenden Diakoniepräsidenten Ludwig Markert
Landesbischof Johannes Friedrich und Oberkirchenrat Detlev Bierbaum haben heute in Nürnberg im Rahmen der Verabschiedung des Präsidenten des Diakonischen Werks Bayern, Ludwig Markert in den Ruhestand, die enge Verbindung von Kirche und Diakonie betont.
Landesbischof Friedrich bezeichnete Kirche und Diakonie als die „zwei Seiten der einen Medaille“. Beide hätten die Aufgabe, das Evangelium von der Liebe Gottes „unter die Menschen zu bringen“. Markert habe die Diakonie stets als den „ausgestreckten Arm der Kirche in die Gesellschaft“ betrachtet und es in seinem Wirken als Präsident des Diakonischen Werkes Bayern „als erste und wichtigste Aufgabe“ angesehen, seine Stimme „für die Menschen zu erheben, die nicht für sich selbst sprechen können, weil sie am Rand leben und auch in unserer reichen Gesellschaft als arm zu bezeichnen sind“, sagte Friedrich.
Oberkirchenrat Detlev Bierbaum, der für Diakonie zuständige Abteilungsleiter im Landeskirchenamt, betonte, dass Markert „mit politischem Gespür, diplomatischem und pädagogischem Geschick und mit Beharrlichkeit“ die Anliegen der Diakonie vertreten habe. Dies zeige sich auch darin, dass er gemeindenahe und sozialunternehmerische Diakonie nie als Konkurrenten, sondern als wertvolle Ergänzung gesehen habe. Das zu Beginn dieses Jahres von Landeskirche und Diakonischem Werk Bayern gemeinsam gestartete Projekt „f.i.t. – fördern – initiativ werden – teilhaben“ sei ein klares Zeichen für Markerts Überzeugung, dass Diakonie und Kirche untrennbar zusammengehören.
Ludwig Markert, 1946 in der Nähe von Hof geboren, war nach seinem Vikariat in Erlangen zunächst wissenschaftlicher Assistent für Altes Testament an der theologischen Fakultät in Erlangen. Ab 1975 leitete Markert elf Jahre lang das Evangelische Studienzentrum Heilig Geist in Nürnberg, wechselte 1986 für vier Jahre als Oberkirchenrat in das Kirchenamt der EKD nach Hannover und war dort zuständig für Besondere Ökumenische Angelegenheiten. 1991 wurde Markert zum Dekan von Fürth berufen, seit 1. Oktober 2001 bekleidet er das Amt des Präsidenten des Diakonischen Werks Bayern. Markert tritt zum 1. August in den Ruhestand.
München, 21. Juli 2011
Johannes Minkus, Pressesprecher

