Pressemitteilung vom 2.4.2011

Mit dem eigenen Leben Beispiel geben: Landesbischof Friedrich predigt zum Auftakt der Landessynode

Die überzeugendste Werbung für den christlichen Glauben  sei "ein Leben zu führen, das getragen ist von der Liebe Gottes und diese Lebensbasis dann auch nicht zu verstecken", so Landesbischof Johannes Friedrich heute im Gottesdienst zu Beginn der Frühjahrssynode der bayerischen Landeskirche in der Münchner St. Matthäuskirche. Neben der Wahl eines neuen Landesbischofs oder einer Landesbischöfin befasst sich die Synode mit dem Thema "Missionarische Kirche". Wichtig sei, so Friedrich weiter, dass andere Menschen sehen können, wie Christen ihr Leben meistern und wie der Glaube ihnen dabei hilft. Der Glaube könne nicht alle Probleme lösen, so Friedrich, mache aber Hoffnung, dass auch schlimme Ereignisse wie in Fukushima oder Libyen "uns nicht erdrücken werden". "Gott ist stärker als das Unglück, der Hass und die Ungerechtigkeit. Am Ende steht nicht der Tod, sondern das Leben", betonte Friedrich.

In seiner Predigt erinnerte Friedrich auch daran, dass Christen eine Gemeinschaft seien, "weil Christus uns zu seiner Tischgemeinschaft eingeladen hat". Er wünsche sich, "dass wir uns in der Kirche respektvoll und mit Würde begegnen, auch wenn wir unterschiedliche Frömmigkeitsstile pflegen", sagte Friedrich in Anspielung auf Briefe an ihn, die Entscheidungen der Kirchenleitung kritisierten, wobei "das eigentliche Anliegen hinter diffamierenden und feindseligen Worten zurückgeblieben ist". In dieser Situation sei es wichtig, "dass wir unsere Gemeinschaft untereinander immer wieder heilen lassen durch eine intensive Gemeinschaft mit Gott im Gebet und Abendmahl", betonte Friedrich.

München, 2. April 2011
Johannes Minkus, Pressesprecher   
  


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